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Sie Operation des Königs von Eng'and.

Es besteht weiter Lebensgefahr!

^er englische König hat sich einer neuen Operation unterzogen, bei der, den offiziellen Bulletins zufolge, Teile von zwei Rippen entfernt wurden, um eine direkte Behandlung und Dränage des Abszesses in der rechten Brustscite zu ermöglichen, der einen Durchmesser von ein­einhalb Zoll hat. Es waren bei der Operation sieben Firste zugegen. Der Zustand des Königs wird als zu­friedenstellend bezeichnet.

Während der Operation wartete eine unübersehbare Menschenmenge vor dem Buckinghampalast auf Nach­richten über das Befinden des Königs.

Wie von anderer Seite verlautet, haben sich bei dem Könige Symptome einer schleichenden Blutvergiftung gezeigt. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die vorgenom- menc schwere Operation bei der immer noch bestehenden großen Körperschwäche des Patienten zu weiteren Komplikationen führen könne. In ärztlichen Kreisen weist man darauf hin, daß die unmittelbare Lebensgefahr, die bei Beginn der Operation be­stand, nicht vor dem vierten Tag als überwunden be­zeichnet werden könne.

wtb. London. Amtlich wird mitgeteilt, daß die Fortschritte im Befinden des Königs befriedigend sind.

Die preußische Gewerbesteuer-

Roiverordnung gültig.

Die Entscheidung des Staatsgerichtshofes.

Der Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich hat die Klage der Fraktionen der Deutschnationalen und der Wirt­schaftspartei im Preußischen Landtag auf Ungulftgkcits- erklürung der G e w e r b c st e u e r n o t v e r o r du u n g vom 8. Mai 1929 abgewiesen. Die Grunde für die Ab­weisung hat Reichsgerichtspräsident Dr. Bumke als Vor­sitzender des Staatsgerichtshofes im Wesentlichen wie folgt zusammengefaßt: , . . ,

Die Frage, ob auch wegen eines Steuergesetzes eine Notverordnung erlassen werden kann, ist vom Staats- aerichtsbof bereits entschieden, und dieser Auffassung hat sich auch in dieser Sache der Staatsgerichtshos ange- schlossen. Weiter wurde die Frage erörtert, ob die Re­gierung auch dann eine Notverordnung erlassen könne, wenn die Möglichkeit bestände, daß der Landtag zur Ver­abschiedung eines entsprechenden Gesetzes noch zu­sammengetreten wäre. Auch diese ^rage ist vom Staatsgerichtshof schon in bejahendem Sinne entschieden worden. Dann war die weitere Frage zu prüfen, ob die Notverordnung insofern über das Maß hinausgeht, als sie für ein ganzes Jahr erlassen wurde. Der Staatsgerichtshos hat sich hier den Ausführungen der -Vertreter der preußischen Regierung angeschlossen und er- t art daß aus finanztechnischen Gründen der Erlaß eines Steuergesetzes, für einen Zeitraum von weniger als einem

Geschäftsjahr unmöglich sei.

OerSohn des Zaren" verurteilt.

Als lästiger Ausländer abgeschoben.

Ein angeblicher Sohn des Zaren, der in her Nähe von Bentschen die Grenze unerlaubterweise über­schritt und der Kriminalpolizei gegenüber erklärte, ein Zarensohn zu sein und nach London zur Abholung seines Vermögens zu wollen, ist jetzt vom Amtsgericht M e s e - ritz wegen unerlaubter Grenzüberschreitung zu drei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Die Anklage wegen intellektueller Urkundenfälschung ist fallengelassen worden, da nicht nachzuweisen war, ob er sich Alexander R o m a n o w mit Unrecht nennt. Zurzeit laufen Verhand­lungen der Behörden mit dem polnischen und dem russi­schen Konsulat, um die Nationalität des Verurteilten fest­zustellen. Tann wird beabsichtigt, denSohn des Zaren", der nach Lage der Dinge ein vom religiösen Verfolgungs- ^âhn. befallener Mensch zu sein scheint, über die Grenze als lästiger Ausländer abzuschieben.

Das Ende eines Mesenprozeffes.

40 Millionen Zloth Geldstrafe für Spritschieber.

,,, ^or dein Bezirksgericht in Wadowice ging der Sprit- fchteberprozeß gegen Siegmund Fränkel aus Bielitz

Genossen zu Ende, der nicht weniger als neun Wochen beaniprucht hat. Von den 54 Angeklagten, unter denen sich auch mehrere hohe Beamte der Finanz be­fanden, wurden nur sechs von der Anklage freigesprochen. E HMPtangeklagte Siegmund Fränkel wurde wegen A^VEchungen zu 13 Millionen Zloth Geldstrafe u^^ Monaten Gefängnis, für die Umsatzsteuerhinter- gtehung zu weiteren drei Monaten Gefängnis und 40 000 verurteilt. Die in den Prozeß verwickelten ^"mten erhielten Gefängnisstrafen von i ° ^oân bls zu einem Jahr und Geldstrafen bis zu 1,8 Millionen Zloty.

Blüienmehl als Bestechung.

Zum Schweriner Mehlfälschungsskandal.

., der Staatsanwaltschaft ist im Zusammenhang mit der bekannten Mehlfälschungsaffäre bei den S ch w e - ner Mühlenwerken ein Verfahren gegen bit Muhlenwerke und gegen Beamte der H e e r e s v e r w a l-

0 wegen Beamtenbestechung eingeleitet worden. Wie sich rm Verlaufe der Untersuchung herausgestellt haben toll, zollen mehrere Beamte des Schweriner Heeresver- , flegungsamtes von den Mühlenwerken ständige Zu­wendungen in Form von feinstem Blütenmehl und anderen Muhlenprodukten erhalten haben.

Schwere Ausschreitungen bei einem Kinderfest.

R a g n i t (Ostpreußen). Am Sonntag feierte der hiesige Landarbeiterverband im Schützenhaus sein Sommer- und Kinderfest. Im Verlaufe des Festes kam cs zu Streitigkeiten zwischen Anhängern der Sozialdemokratischen und bet' Kom­munistischen Partei innerhalb des Verbandes, die in Tätlich­keiten ausarteten. Stuhlbeine, Zaunlatten und Bretter spielten als Schlagwerkzeuge und Flaschen Gläser und Aschbecher als Wurfgeschosse eine Rolle. An dem Kampf waren etwa 200 Personen, darunter zahlreiche Frauen, beteiligt. Der Wirt er­bat telephonisch polizeiliche Hilfe. Zehn Ragniter Schutz- polrzeibeamte wollten Ruhe stiften; die Kämpfenden räumten icdoch das Schützenhaus nicht. Von Tilsit wurde daher weiterer polizeilicher Schutz erbeten. Es erschien ein Überfallkommando das die Streitenden zu trennen und das Lokal zu räumen -"ersuchte. Mehrere Arbeiter und Polizeibeamte wurden er-

Ä Schließlich gelang es der Polizei, mit Hilfe «Ä»>^Umm»lniltl,,o^ Z"^ durch Bilden einer Kette das voll­ständig zerstörte Lokal zu raumev.

Schwere Berkehrsunfälle.

Schweres Autounglück in Honduras.

Elf Tote.

wtb. Tegucigalpa (Honduras), 15. Juli. Ein Lastkraftwagen, der zahlreiche junge Mädchen von einem Ausflug nach Hause beförderte, stürzte in einen 300 Meter tiefen Abgrund. Elf Mädchen wurden getötet und 22 schwer verletzt.

Autounglück im Ruhrgebiet. 11

Ein mit Kommunisten besetzter Lastkraftwagen stürzte in M ü l h c i m a. d. Ruhr infolge Versagens der Steue­rung eine Böschung hinab. Wie bis jetzt bekannt ist, sind zwei Tote zu beklagen. Ausserdem wurden zwei Personen schwer und vier leichter verletzt. Die Kommunisten kamen von einer Schwimmveranstaltung ihrer Partei im Wedau- scc. Diese Veranstaltung hatte bereits ein Todesopfer ge­fordert, da einer der Teilnehmer ertrank.

Ein Motorradfahrer vom D-Zug erfasst.

Auf einem unbewachten Bahnübergang an der Chaussee E l d e n a B r e s e g a r d bei Ludwigslust wurde ein Motorradfahrer vom D-Zuge UelzenWismar erfaßt und auf der Stelle getötet. Es handelt sich um einen Elektrotechniker aus Brcseaard.

Kraftwagenunfall bei Montpellier.

Ein schwerer Kraftwagenuufall ereignete sich bei Montpellier. Ein Bankbeamter befand sich mit drei Angehörigen ans einer Fahrt im Auto in der Richtuno, nach Narbonne und stieß mit einem Radfahrer zusammen^ der überfahren wurde und dabei den Tod fand. Der .Kraftwagen aber fuhr bei dem Versuch, dem Radfahrer c-uszuweichen, gegen einen Baum, wobei vou den In­sassen drei getötet und einer schwer verletzt wurden.

Schwere Unfälle in Mecklenburg.

Schwerin. In Mecklenburg haben sich eine Reihe schwerer und leichterer Verkehrsunfälle ereignet. Aus Grabow wird gemeldet, daß im Laufe des Sonntags in Orten an der mecklenburg-märkischen Grenze mehrere Unfälle tödlich ver­liefen. So fuhren zwei junge Mädchen, die noch nicht sicher im Radfahren waren, in ein entgegenkommendes Motorrad hinein. Während das eine Mädchen ihren schweren Verletzungen auf dem Wege ins Krankenhaus erlag, würd'" ihre Begleiterin lebensgefährlich verletzt. Beim Passieren cin^ Straße wurde ein achtjähriger Junge von einem Hamburger Privatauto überfahren. Der schwerverletzte Junge starb bald nach seiner Einlieserung ins Krankenhaus. Ein ebenfalls aus Hamburg kommendes Privatanto streifte tn einem Dor^ 'inen Motorradfahrer beim. Überholen. Dieser stürzte un^-' ^ntrbe schwer verletzt. Eine auf dem Soziussitz mitfahrcnde Dame erlitt gleichfalls lebensgefährliche Verletzungen. Sie liegt hoffnungslos im Perleberger Krankenhaus danieder.

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Vom Flugwesen.

Pathfinder" läßt sich feiern.

Mussolini hat den amerikanischen Fliegern Wil­liams und I a n k c y, die von Amerika, mit einer kurzen Zwischenlandung in Spanien, nach Rom ge­flogen sind, goldene Medaillen verliehen. Die beiden Flieger desPathfinder" wurden am Sonntag v o m Papst in Privataudienz empfangen. Williams überreichte dem Papst ein Glückwunschschreiben des Erz­bischofs von "BoMn âu ''fetttatr PrleflcrflvMuM.'' Der Papst beglückwünschte die beiden Flieger zu ihrem ge­lungenen Unternehmen und zeichnete sic mit der zu seinem Pricsterjubiläum gestifteten silbernen Jubiläumsmedaille aus. Der amerikanische Botschafter in Rom ist bereits mit einer Reihe zuständiger Stellen in Verbindung ge­treten, um die Erlaubnis für einen Rundflug desPath­finder" zu erwirken. Wie man hört, soll der Flug auch -»ach Deutschland führen.

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Neuer erfolgreicher Start desDo. X".

Von der D o r n i c r - W e r f t in A l t c n r h c i n aus wurden Montag vormittag die Versuche mit dem FlugschiffDo. X" erfolgreich fortgesetzt. In Abänderung der ursprünglichen Dispositionen wurde nicht sofort ein längerer Probeflug unternommen, sondern man wollte erst versuchen, wie sich die riesige Maschine auf dem Wasser und beim Start mit verringerter Motorenkraft verhielte. Gegen 9 Uhr begannen am schweizerischen Ufer des Boden­sees und schließlich auch nach der Mitte des Seegebietes zu Rollversuche mit nur acht Motoren, wobei es sich zeigte, daß derDo. X" auch mit nur zwei Dritte Maschinenkraft exakt und sicher manövrieren kann. Uc^ 9.30 Uhr ließ Dr. Dotuier mit dieser verringerten Müschinenkrast das Flugschiff starten. Zur allgemeinen Überraschung aller Beteiligten konnte Chefpilot Wagner denTo. X" schon nach 28 Sekunden glatt vom Wasser abhebcn, brauchte also zwei Sekunden weniger als bei den letzthin mit allen zwölf Motoren vorgenommenen Startversuchen.

Warum die französischen Ozcanslieger ausgaben.

Der französische Flieger Costes erklärte nach her Landung desFragezeichen", das in Le Bourget zum Transozeanflug gestartet war, aber vor Erreichung der Azoren wieder umkehrte, er habe sich im Einverständnis mit seinem Kameraden zur Umkehr entschlossen, da die Wetterbedingungen ungünstig waren und starker Win^- den Benzinverbrauch wesentlich erhöhte. Das Flugzeug habe infolge der Hefftgen Gegenwinde oft nur eine ^tundengeschwindigkeit von 80 Kilometern gehabt. Es (^dtte nach der Landung noch etwa 3000 Liter Brennstoff an Bord. Ein Vertreter Doumergues hat die Flieger zu ihrer Rückkehr beglückwünscht.

Glückwünsche für Dr. Schwander.

Kassel, 15. Juli. Zur Vollendung seiner zehnjährigen Amts­zeit hat Oberpräsident Dr. Schwander, trotzd. auf seinen Wunsch von jeder Feier abgesehen worden ist, eine große Anzahl von Glückwünschen erhalten. Unter den Elückwünschenden besand- den sich außer vielen hervorragenden Persönlichkeiten des öff. Lebens auch mehrere Reichs- und Staatsminister, unter diesen der preußische Innenminister und der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Das Handschreiben des letztgenannten Ministers war begleitet von der Humboldtmedaille, die von Künstlerhand bei der Hundertjahrfeier der Prooinzialschul- kollegien im Jahre 1926 geschaffen, seitdem auch außerhalb die­ses Anlasses in ganz wenig Stücken als Erinnerungsgabe für Persönlichkeiten verwandt worden ist, die sich hervorragende Verdienste um das preußische Bildungswesen erworben haben.

Ein Motorradfahrer überfährt ein Ehepaar.

Dortmund. Die Insassen eines Automobils fanden auf ber Massenerstraße drei schwerverletzte Personen neben einem - ^rtrümmekten Motorrad liegend auf. Es wurde festgcstelüZ n. der Motorradfahrer Willi Bctzler in der Dunkelheit das Ehepaar Heinrich Seibel in schnellem Tempo angcfahrcn und schwer verletzt hatte. Der Motorradfahrer selbst erlitt einen komplizierten Schädelbrnch und andere Verletzungen.

Kifenbahnunfälle in Paris und in der Schweiz.

Auf dem Bahnhof Saini-Lazare in Paris wurden bei dem Zusammenstoß einer Rangierlokomotive mit einem einfahrenden Personenzug 15 Personen verletzt. In der Nähe von Luzern stieß ein von Aarau kommen­der Personenzug auf einen Güterzug auf. Dabei wurden 17 Personen verletzt. Die beiden letzten Wagen des Güterzuges wurden zertrümmert.

Vier Personen mit einem Hausboot verunglückt.

In Lancaster in Pennsylvanien sind beim Kentern eines Hausbootes auf dem Susquehannafluss vier Personen ertrunken, während die übrigen 15 Passa­giere des Hausbootes gerettet werden konnten. Das Un­glück ist darauf zurückzuführen, dass sämtliche Personen sich an einer Bordseitc zusammengedrängt hatten.

Grubenbrand aus -er Zeche Katharina bei Esten.

Essen. In einem Blrndschacht ner Zeche Katharina in Kray ist auf der fünften Sohle aus bisher noch nicht geklärter Ursache ein grosser Grubenbrand ausgebrochcn, der trotz sofort eingesetzter Rcttungsmatznahmcn an Ausdehnung angenommen hat und bereits zum Hauptquerschlag der vierten Sohle vor- gedrungen ist. Es sind vier Bergarbeiter abgc - schnitten, über deren Schicksal noch Unklarheit bestch" Nach einer Mitteilung des Obcrbergamtcs in Dortmund situ, weitere Menschenleben nicht in Gefahr. Die Belegschaft der Schachtanlage muß vorläufig feiern.

Zwei Tote bei einem Betriebsunfall. L

Bochum. Auf Schacht 6 bis 7 der Zeche Konstantin er­eignete sich ein schwerer Betriebsunfall. Zwei Arbeiter, die am Kohlenbunker beschäftigt waren, stürzten bei Ausführung - ihrer Arbeit aus einer Höhe von etwa 20 Metern in die Tiefe. Beide erlitten so schwere Verletzungen, daß der Tod alsbald eintrat.

Die Leiche des Lasch gefunden.

Schneidcinühl. Die Leiche des ermordeten Kaufmanns Friedrich Lasch aus Chemnitz wurde von den Krinunal- beamten in einem Walde bei Plistnitz (Kreis Deutsch-Krone) gefunden. Die unter Tatverdacht stehenden Baginski und Libuda wurden der Leiche, die schwere Verstümmelungen auf­weist, gegenübergestellt. Sie beschuldigen sich jetzt beide gegen­seitig der Tat.

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Aus Keffen-Aaffau und Aachbargedieten.

Merkblatt für den 17. Juli.

Sonnenaufgang 4.02, Sonnenuntergang 20.09 Uhr; Mond- aufgang 17.03, Monduuurgang 0 21 Uhr.

1860: Die Schriftstellerin Klare Viebig geb.

So unempfänglich und gleichgültig die Leute gegen allge-

meine Wahrheiten sind, jo erpicht

sie auf individuelle.

Wetterbericht.

Ueber ganz Mitteleuropa erstreckt sich bis an die Küste des Atlantischen Ozeans ein Gebiet absinkender Luftbewegung, in dem bei fast wolkenlosem Himmel hochsommerliche Temperaturen herrschen. Während nun der zentrale Teil des Hochs über Deutschland nur langsam abgebaut wird, bewirkt eine über der Biskaya sich ausbildende Druckrinne in Frankreich und England starken Druckfall, so daß dort wahrscheinlich schon morgen gewit- terartige Unterbrechungen des warmen Wetters eintreten wer­den. Bei uns kommt es kaum vor morgen abend zu stärkerer Bewölkung, und auch die später zu erwartende Störung ist wahrscheinlich nur vorübergehender Natur. -^ Vorhersage bis Dienstag abend; Heiter und sehr warm, gegen Abend aufkom­mende Bewölkung, aber noch keine Gewitter, östliche Winde. Witterunasaussichten für Mittwoch: Zunächst noch heiß und schwül, später Gewitterneigung, nach Süden und Westen drehende Winde.

Blumenschmuck am Fenster.

Der Blumenschmuck bietet nicht nur Gelegenheit, sich an dem sprießenden Leben der Pflanzenwelt zu erfreuen, sonoern das Pflegen und Beobachten der Blumen hilft uns über manche böse Stunde hinweg. Dabei darf man allerdings nicht außer Acht lassen, ob die zu schmückende Seite des Hauses in sonniger oder zugiger Lage ist. Für sonnige Lagen eignen sich Rosen, Pelargonien, Petüinen, Heliotrop usw., während auf schatti­ger Seite die verschiedenen Schlingpflanzen, Fuchsien, Bego­nien, Hortensien, Hahnenkamm und an ganz zugigen Stellen die verschiedenen Arten von Geranien sich am besten bewähren. Sehr wesentlich für den Blumenschmuck am Fenster ist auch die Wahl der Farben, wobei immer die Farbe des Hintergrundes und der $ ausfront in Betracht zu ziehen ist, denn grau auf grau, rot auf rot, grifn auf ginn röirkt nicht schön.

Die auf einem Blumenbrett vor dem Fenster ausgestellten Pflanzen haben oft, besonders in luftiger Höhe und auf der Südseite durchs Sonnenglnt und Wind viel zu leiden. Diü Töpfe werden heiß und die Wurzeln trocknen dadurch aus. Um sie vor den heißen Sonnenstrahlen zu schützen und um sie stets in gleichmäßig feuchter Temperatur zu halten, bettet man die Töpfe in ein Moos ein, das man beim Gießen nach Bedarf mit anfeuchtet und zugleich! bei windigem Wetter einen Halt vor dem Hinabfallen gewährt. Die feuchte Umgebung ist für die Blumen eine große Wohltat. Dem Boden des Blumen­bretts gibt man am besten einen Belag von Zinkblech.

* ^ u l d a , den 16. Juli 1929.

Fuldaer Qualitätsarbeit auf dem RiesendampserBremen".

Auf dem neuen RicsendampfcrBremen" des Norddeutschen Lloyd, der heute seine erste Fahrt über den Ozean nach Amerika antritt, befindet sich ein Orgelharmonium, das von der Fuldaer Firma Aloys Maier gebaut worden ist. Das in kostbarem Sykomore-Holz hergestellte Instrument, das der sonstigen In­neneinrichtung bestens angepaßt ist, ermöglicht durch seine eigenartige RLgisterznsammenstellung die Klangwirkungen eines kleinen Orchesters vereint mit denen einer Orgel und wird dadurch den Passagieren erhebende Mnsikgenüffe vermitteln! können.

Starker Badebetrieb in der Fulda.

Die heißen Sommertage haben der Fulda sehr starken Bade­betrieb gemacht. In der städtischen Flußbadeanstalt, im Bade-! garten und in dem Freibad in der Rosenau herrschte am Sonn­tag und gestern lebhafter Betrieb. Auch Ziegel wurde sehr stark besucht'. Hoffentlich lassen die Badenden stets die notwendige Vorsicht wallen, damit wir in Fulda von Unglücksfällen beim! Baden, wie sie zur Zeit zahlreich aus anderen Städten gemeldef werden, verschont bleiben. ' ,