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Zul-aer /Anzeiger

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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zul-a- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt Reöaktlon un- HefchäftssteUe: Mühlenstraße 1 Zernfprech-Rnsthluß Nr.^S-

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Fulda, Donnerstag, 21. März

Tlnzelgenpreks: Für BehSrSen, Braossevschaß- ten,Banken usw. beträgt Lte Kleinzeil» 0.30 HIL, für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für Als Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 IHL# Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnungsstel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag- und Plahoorschristeu uaverbluLlich.

6. Jahrgang

Marschall Foch f.

wtb. Paris, 20. März. Marschall Foch ist heute nachmittag um 17.45 Uhr an Herz- schlag gestorben.

Die Berliner Presse zum Tode des Marschall Foch.

Fast alle Berliner Blätter beschäftigen sich in Nachrufen für Marschall Foch eingehend mit der Rolle, die der alliierte Generalissimus während des Weltkrieges, beim Waffenstillstand und nach der Einstellung der Feindseligkeiten gespielt hat. Die Germania" erklärt, als Oberbefehlshaber habe er ohne Zwei­fel Geschicklichkeit und große Sicherheit bewiesen. Gegenüber den deutschen Waffenstillstandsunterhändlern habe er sich, wie immer seinen Feinden gegenüber, von größter Rücksichtslosigkeit gezeigt. Während der Friedensverhandlungen forderte er die Besetzung des Rheinlandes auf die Dauer von 50 Jahren. Das Berliner Tageblatt" schreibt: Niemand wird von uns Deut­schen verlangen, daß wir Marschall Foch mit französischen Augen ansehen sollen. Wohl aber dürfen auch wir Deutsche ihm nicht das Recht auf das Verdienst an seinem Volk bestreiten. Was er im Kriege für sein Land getan hat, das war seine Pflicht. Schwerer wird in Deutschland vergessen werden, daß Marschall Foch auch nach dem Kriege den Kampf gegen ein waffenloses Volk mit Unterstützung einer rein militärischen Politik noch weitergeführt hat. ImVorwärts" wird gesagt, das persönliche Prestige von Marschall Foch sei im französischen Volke und darüber hinaus auch in den übrigen alliierten Ländern so groß gewesen, daß seine Ernennung im Frühfahr 1918 zum alleinigen Oberbefehlshaber auf der Gegenseite einen starken Optimismus auslöste. DieDeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Mit Marschall Foch ist der willensstärkste militärische Führer des Weltkrieges auf der Feindseite und der erbittertste Gegner der deutschen Wehrkraft dahingegangen. In fwn 4 Kriegsjah­ren, in den gefährlichsten Krisen der Entente-Heere parierte

HHitwawmwgiSiqmKmMm^pHmniaEnnMaHmsaammHHKammmaHaBMMami den Parlamenten.

Der Noteiat angenommen.

(59 Sitzung.), CB. Berlin. 20. März.

Der Reichstag nimmt die zweite Beratung des Notetats vor, der bis zum 30. Juni Geltung haben soll Im Ausschuß ist die von der Regierung erbetene Ermächtigung über ein Viertel der Etatsansätze für 1929 verfügen zu dürfen, nicht angenommen worden, sondern es wurde beschlossen, den zur Verfügung zu stellenden Betrag aus ein Fünftel zu reduzieren

Abg Freiherr von Richthofen (Dtn.i schildert die Notlage unserer gesamten Wirtschaft und unseres StaatSwesenS. Diese Not sei in erster Linie dadurch entstanden, daß man

die Landwirtschaft vernachlässigt

habe, während sie gerade die Grundlage unserer Volkswirt­schaft bilden müsse Tie Landwirtschaft selbst habe sich alle Mühe gegeben, und wenn irgendwo das FremdwortRatio­nalisierung" angewandt sei, so dürfe die Landwirtschaft dies voll für sich in Anspruch nehmen Wir bekämpfen, sagt der Redner die letzige Ausgabenwirtschaft im Staate, die nicht mit den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen rechnet. Kommt für die Landwirtschaft jetzt nicht schnelle Hilfe, dann ist sie und damit

unsere gesamte Volkswirtschaft nicht mehr zu halten.

Dann werden Not und Elend auf immer verankert. Die demschnaitonale Fraktion wird den Notetat nicht bewilligen.

Abg. Torgler (Komm' führt aus, daß es sich hier nicht um einen wirklichenRotetat", sondern um ein voll aus­gewachsenes Ermächtigungsgesetz handele. Die Kommunisten werden das Ermächtigungsgesetz ablehnen.

. Abg. Stücklen (Soz.) gibt zu, daß es unangenehm ist, wenn cm Roieiai erforderlich wird; aber das sei auf politische Ur­sachen zurückzuführen Die Sparabsichten werden sich immer noch an Den vier Fünfteln des Hauptetats verwirklichen taffen Die von Herrn von Richthofen geschilderte Not der Landwirtschaft hat auch mit dem Notetat nichts zu tun.

Ein Mißtrauensantrag.

Die Kommunisten beantragen jetzt ein Mißtrauensvotum gegen den Reichsfinanzminister Dr. Hilferding. Über diesen Antrag soll am Donnerstag abgestimmt werden

Nunmehr sollen die Abstimmungen über den Notetat be- ginnen Abg. Stöhr (Nal.-Soz.) bezweifelt die Beschluß- lahigkeit des Hauses, das gänzlich leer ist.

Präsident Löbe unterbricht die Verhandlungen für einige oett und die in den Wandelhallen usw. zerstreuten Abgeord­neten strömen in den Saal. Die Beschlußfähigkeit wird nun­mehr feftgeftettt. Unter Ablehnung der kommunistischen Ab- andcrungsanträge wird der Notetai in zweiter und dritter j-esung gegen die Deutschnationalen, Christlich-Nationale Bauernpartei, Nationalsozialisten und Kommunisten an- »envnrmen. Die Novelle zur

Verordnung über Die Arbeitslammern im Bergbau wmuu nunmehr zur Beratung. Die Wahlperiode der Kam­mern soll von zwei aus vier Jahre verlängert werden.

. Abg Jadnsch (Komm.» meint, es sei eine vermehrte Aus- ?°utung der Arbeitskraft geplant Der Entwurf wird dann und zweiter Lesung angenommen

Hieraus vertagt sich das Haus aus Donnerstag.

Obflruftion im preußischen ümdtag.

(63 Sitzung.) tt. Berlin, 20. März

. Der Preußische Landtag wiederholte zunächst die »amen Abstimmung über den Kompromißantrag der Regierungs» parkten zur Grundvermögens st euer, bei der daS am Dienstag abend beschlußunfähig geworden war. ,. Soniminüitcn sowie die Rechtsparteien und kleine« ."Wen sich abermals nicht an der Kartenabgabe beteiligten, 1 rocn nur 181 Stimmen gezählt, so daß Präsident Bartels

er durch seine persönliche Energie die deutschen Erfolge und rettete mehr als einmal die Lage' der Alliierten. Im Herbst 1918 trat er für die schwerste militärische Knebelung Deutsch­lands ein, um die deutsche Kraft für immer zu zerbrechen und unschädlich zu machen. Bis zuletzt ist er gegen die Räumung der besetzten Gebiete gewesen. So blieb er unser Feind bis zu seinem Tode. DerLokalanzeiger" erklärt, das deutsche Volk, das sonst so gerne bereit ist, auch des Gegners Bedeutung ge­recht zu würdigen, könne auf dieses Mannes Bahre nur mit Bitterkeit schauen. Der Marschall war nicht nur als Soldat unser Gegner, sondern auch als Mensch einer unserer grimmig­sten Feinde.

Veileidskundgebungen zum Tode Fochs»

London, 21. März. Alle Blätter veröffentlichen mit Bil­dern des verstorbenen Marschall Foch Leitartikel und bio­graphische Aufsätze, in denen sie das Andenken des ehemaligen Oberbefehlshabers der alliierten Truppen feiern. Der Prinz von Wales sandte ein Beileidstelegramm an die Witwe des Marschalls. Außer Baldwin und Chamberlain gedachte unter anderen auch Lloyd George gestern in einer öffentlichen An­sprache des Marschalls. Feldmarschall Lord Plumer, der unter Foch in Frankreich gekämpft hat, wird dem Begräbnis bei­wohnen.

Aus Amerika werden Beileidskundgebungen des Präsidenten Hoover, des Staatssekretärs Kellogg und anderer hervorragen­der Persönlichkeiten gemeldet.

Beerdigung Marschalls Foch aus Staatskosten.

Paris, 21. März. In der Sitzung des Kabinettrats wurde beschloßen, Marschall Foch auf Staatskosten beisetzen zu lassen.

wieder die B e s ü, l u 8 u n f â 0 u g t c i i seslstellen mutzte. Der gleiche Vorgang wiederholte sich in der sofort einberusenen neuen Sitzung bei der namentlichen Abstimmung über den Eingangs­passus zur H a u s z i n s si e u c r n o v e l l e. Damit war die weitere Beratung beider Sleuergefetze erledigt, so daß voraus­sichtlich nunmehr der Ständige Ausschuß durch Notverordnung diese Angelegenheiten erledigen muß. .

In der dann fortgesetzten Aussprache zur zwerten Lesung

des

Haushalts der Porzellanmanufaltur

kritisierte Aba. Jasper, (Dtn.) die Geschäftsführung des ent­lassenen Direktors Moufang.

Abg. Deter (Komm) griff ebenfalls das Verhalten Dr.

Moufangs an

Hierauf sprach Handelsminister Dr. Schreiber. Der Minister führte u. a aus- Moufang hatte Jahresbezüge von 30 000 Mark, davon 6000 Mark als Aufwandsentschädigung, nebst freier Wohnung, Heizung und Beleuchtung. Über diese 6000 Mark hinaus hat er weitere Ausgaben für Repräsentationen auf Reisen usw gemacht.

Bei der Prüfung der Rechnungen von 1926/27 fand Die Oberrechnungskammer, daß Aufwendungen von 24 840 Mark ohne nähere Belege gemacht worden waren. Darüber hinaus sind noch 1540 Mark für Hausgeräte, weiter 2400 Mark für Presse­gen. Besichtigungsfahrten, Mitgliedschaften in Ver- Mark für Porzellan zu Werbezwecken und 5591 Mark i Relseauswand, also ohne Fahrpreis, ver- )27 gab Moufang das BuchAltberltn

jd| 1540 verbindlich

einen, 964

für repräsentativen Reisen»!>---»,><-, »h^ -

rechnet worden Ende 1927 gab Moufang . . ...

in Porzellan" heraus Niemand innerhalb der Behörde erfuhr etwas davon, daß 44 000 Mark für die Herstellung des Werkes und 7000 Mark für die Absatzpropaganda aus der Manufaktur, taffe entnommen wurden. Dr. Moufang hatte 60 000 Mark für einen technischen und einen Kunstkatalog erhalten, der technische Katalog ist erschienen, der Kunstkatalog fehlt heute

verfolgt, zi suchungsai mitgeteilt:Zwingen .... Einzelheiten vorzutragen!" (Stürm. Hort! l nachdem der Minister gesprochen habe, mit

%er Minister erklärte zum Schluß, daß der Leiter eines Unternehmens, der so s ch w e r e Inkorrektheiten begehe, der es mit der Wahrheit so wenig genau nehme und der mit derartigen Verschleierungsmanövern unter Mißbrauq Untergebener arbeite, jeden Anspruch auf Vertrauen verwirkt habe Nicht bureaukratischc Engherzigkeit, sondern ernste Verfehlungen Dr Moufangs haben dazu geführt daß er hoffnungsvoll begonnene Arbeit aus der Hand fegen mußte.

Mg Metzinger (Ztr.): Das Zentrum habe die Abucht cfolgt, zur Klärung dieser Vorgänge einen U Uter­us schuß einzusetzen Man habe ihm aber itotngen Sie den Minister nicht, noch viel mehr 1" (Stürm. Hört! hört! rechts ) Nun, isprochen habe, müsse man erst recht die Meinung vertreten, daß ein Ausschuß sich mit diesen Dingen befassen sollte Ich will ja Herrn Moufang nicht verteidigen, aber ich stelle fest, daß es außerordentlich bedauerlich wäre, wenn das Ministerium sich all die Jahre hindurch trotz seines großen Kontrollapparales von einem einzigen Beamten in der Porzellanmanufaktur hätte täuschen lassen. Der Vorwurf der Fälschung würde dann die Regierung treffen. (Rufe bei den Deutschnationalen:Sie sitzen ia in der Regierung!" undVer- drehungskünstler!") ,

Handelsminister Dr. Schreiber führte u. a. aus: Was der Vorredner bisher tn der Angelegenheit Moufang vorgebracht hat, entkräftigt nach meiner Auffassung in gar keiner Weise die schweren Vorwürfe, die gegen die Geschäftsführung Moufangs erhoben werden müssen. (Lebhafte Zustimmung rechts und bei den Kommunisten.^ Wenn nach der Prüfung meiner Juristen die vorgekommenen Fälschungen nicht nur moralisch, sondern auch auf jeden Fall strafrechtlich zu belangen gewesen wären, wäre die Staatsanwaltschaft in Aktion ge­treten (Zuruf des Llbg Metzinger (Ztr.):Sie haben mich ja um Vermittlung mit Moufang gebeten!') Die Tendenz, die aus diesem Vorwurf spricht, ist unerhört Sie, Herr Metzinger, haben vielmehr stets den Wunsch gehabt, daß Herrn Moufang entgegengekommen werde. (Lebhaftes Hört! hört) Alles in allem bin ich auch nach den Ausführungen des Abg Metzinger nicht in der Lage, meinen ausführlich erläuterten Standpunkt in irgendeiner Beziehung zu ändern. '

Kleine Zeitung für eilige Leser

Reichspräsident von Hindenburg hat einen Erlaß über das Tragen der Reichsweyruniform herausgegeben.

* Der 28jährige Gras Christian Friedrich zu Stolberg- Wernigerode wurde unter dem Verdacht, seinen Vater er­mordet zu haben, verhaftet. Der Verdacht der Mittäterschaft richte» sich noch gegen andere Familienangehörige.

In Myslowitz wurden durch einen schweren Grub«»»- etnsturz drei Bergleute getötet.

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Oie Keier für den

Großadmiral v. Tirpih.

Ein Brieftelegramm Wilhelms II.

Zu Ehren des Großadmirals a. T. von Tirpitz fand auf der Terrasse des 5)otelsKaiserin Elisabeth" in Feldafing am Starnberger See eine besondere Feier statt, zu der sich Freunde und Verehrer des Groß­admirals aus allen Gauen Deutschlands eingefunden hatten. Tie bayerische Regierung war durch den Justiz­minister Gürtner, die Reichsmarine durch Vize­admiral von Freyberg, die ehemalige Kaiserliche Marine durch Vizeadmiral von Trotha vertreten. Justizminister Gürtner sprach die Glückwünsche der baye­rischen Staatsregierung aus. Es folgten die Glück­wünsche der Vertreter der einzelnen Organisationen und Parteien. Der Großadmiral antwortete jedem einzelnen der zwölf Redner teils in launigen, teils in ernsten Worten.

Besonders freute er sich über die anläßlich seines Geburtstages von Angehörigen und Freunden deS Marineofflzierkorps mit dem Sitz in München er» richteteMarinestiftung Großadmiral von T i r p i tz", die, obwohl noch nicht abgeschlossen, jetzt schon den Betrag von 127 000 Mark ausweist und bedürftigen Angehörigen und Hinterbliebenen des Marineoffizier- korps der Reichsmarine und der früheren Kaiserlichen Marine zugute kommen soll.

An den Festakt schloß sich ein Festesten, in beffen Ver­lauf noch einmal Justizminister Gürtner das Wort er­griff und den Großadmiral als Vorbild eines deutschen Mannes feierte. In seiner Antwort gab der Gefeierte dem Glauben Ausdruck, daß neben dem Materialismus doch noch etwas in Deutschland lebe, das aus den Nöten der jetzigen Zeit befreien könne. Vom

früheren Kaiser *) war ein in herzlichen Worten gehaltenes Brieftelegramm eingegangen. Weitere Glückwünsche sandten der früher« deutsche Kronprinz, der frühere bayerische Kronprinz Prinz Leopold von Bayern und zahlreiche bekannte Per­sönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Deutsches Gold in Newyork.

Das Depot der Reichsbank.

Die Reichsbank hat ihren Ausweis per 15. März vor- gelegt und bei dieser Gelegenheit mitgeteilt, daß sie eine* Posten Gold in Höhe von 36 Millionen Mark zur Ver­stärkung ihres Newyorker Golddepots verschifft habe. Nach Newyorker M, düngen ist die Sendung soeben mit dem DampferDeutschland" in den Vereinigten Staate» eingetroffen. Gleichzeitig hat die Reichsbank einen Poste» Gold im Betrage von etwa 5 Millionen Dollar von der Bank von Frankreich aus deren Newyorker Depot über­nommen gegen Übersendung eines gleichen GoldbetrageS von Köln" nach Paris. Die Reichsbank hat sei Jahres­beginn einen Devisenverlust (Forderungen an das Aus­land) von etwa 350 Millionen Mark zu verzeichnen. Trotz­dem ist die Rotendeckung weiterhin sehr beträchtlich. Infolge eines Rückganges des Notenumlaufes um rund 170 Millionen Mark besserte sich die Deckung der Noten durch Gold allein von 61,8 Prozent in der Vorwoche auf 63,5 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 64,8 Prozent auf 65,2 Prozent.

Oie Anklage gegen Lllitz.

Polnische Machenschaften.

n Schlesien wird ein polizeiliches Protokoll veröffentlich«, aus dem hervorgeht, wie das gegen U l i tz, den Führer bei Deulschen Volksbundes, vorgebrachte Anklagematertal zustand« gekommen ist _

Im Untersuchungsgefängnis tu Breslau erklärte aus Befragen ein Strafgefangener namens Josevh Paul Negw er, der von 1923 bis Ende 1926 im polnischen Nachrichtendien st tätig gewesen sein will, daß fast alle Agenten des polnischen Nachrichtendienstes in Kattowitz sowie die Organe der polnischen Staatspolizei gegen das Versprechen hoher Bezahlung von ihren Auftraggebern die Weisung gehabt hätten, Material jeder Art, ob zutreffendes oder erdachtes, gegen den Deutschen Volksbund zu liefern.

Der polnische Nachrichtenoffizier Bey habe 1922 zu ihm gesagt:Mein Ziel, mein Auftrag und meine Hauptarbeit ist es, Den Ulitz und den Volksbund zu erledigen. Das ist auch Die Meinung meiner Vorgesetzten in Krakau und in Warschau Der Volksbund muß ausgelöst werden, eher gibt es in Polen keine Ruhe"

Anfang 1926 habe Kapitän Bey dann weiter zu Negwer erklärt:Beschaffen Sic mir Beweise für die staatsfeindliche Tätigkeit des Ulitz oder des Volksbundes und Sie. bekommen sofort etil paar tausend Zloty ausgczahli. Sie haben doch Bekannte im Volksbunde, beschaffen Sie sich Formulare von Diesen und das andere ist Dann Ihre Sache. Ihnen glauben wir und auch Die polnischen Gerichte mehr als denen beim Volksbunde Wer das intelligent genug macht, hat schnell ein paar tausend Zlow verdient."

Schließlich habe Beu auch noch darauf hingewiesen, dau das zu beschasfcnde Material Derart sein müsse, daß dem Ulitz die Begünstigung der Desertion polnischer Heerespsllchtiger nachaetviefeu werden könne.