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Zul-aer /lnzeiger

Erscheint feöen Werttag. Bezugspreis: monak- sich 2 Mark. Bei Lieferungsbehinüerungen durch fföhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche, verjag Friedrich Ehrenkla»/ Fulda, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitllngsver- leger. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. i6o»9

Nr. 64 1929

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Tageblatt für Rhön und Vogelsbergs Zulöa- und Haunetal -Zul-aer Kreisblatt Re-aktion unâ Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernsprech-ftnschluß Nr. 98- NachSrock der mit * versehenen flrttkrl nur mit Quellenangabe »Zuldaer flnzeiger'geslatlet.

TInzelgenprels: Für Behörden, Genossenschaf­ten, Banken usw. beträgt ölt Kleinzelle 0.Z0Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für ölt Reklamezelle 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnungsstel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag» unö platzvorschristen unverbindlich.

Fulda, Samstag, 16. März

6. Jahrgang

Gegen neue Steuern

Deutscher Reichstag

(56. Sitzung.)

CB. Berlin, 15. März.

Der Reichstag setzt die erste Beratung des ReichshauShalts- vlancs für 1929 und die Beratung des damit verbundenen Not- clatè fort. Als erster Redner spricht Abg. Heckert (Komm.). Er bezeichnet Die Versuche in dem Etatsanschlag, die ausiallenden Sllmmen zu decken, alS Ausbeutungsmampulaiionen für die Trusts und Kartelle gegen die Arbeiterschaft.

Abg. Dr. Cremer (D. Vp.) billigt die Ausführungen des Finanzministers über die Vermögenslage des Reiches. Sehr verschieden feien nur Die Meinungen über die Hettmiltcl, die man in Anwendung bringen soll. Die deutsche &irtfdiaft be­finde sich nicht nur in einem starken Niedergang, sie zeige sogar deutliche

Anzeichen einer Krise.

Wirtschaft sind einig darüber, daß der Etat Zungen für die Wirtschaft bringen darf. Die sentlichüngen von Sparvorschlägen sind nur - - - ^- Das Finanz-

Alle Kenner der 1.. . keine neuen Belastungen fi vorzeitigen Verössenilichui...... _ .

Steine ans dem Wege einer Verständigung. Das ! Ministerium muß Die Führung behalten. Es sind aber

Ersparnisse von 200 Millionen im Etat durchaus möglich.

Bei bei Kürzung der Überweisungen an Länder und Gemein­den muß verhütet werden, daß die Folge die Erhöhung der Realsteuern ist. Länder und Gemeinden müssen in diesem Not­jahr auf 3,5 Prozent ihrer Einnahmen vom Reich verzichten. Auch Die Länder und Gemeinden müssen bei den wachsenden Neparationslasten die Ausgaben eiu^ m'".........

bei öffentlichen Bersorgungsbetrie' Gerechtigkeit. Sie muß k..:.:"w:^- --,--,-- . . .

Folge haben, würde aber etwa 80 Millionen Mehreinnahmen bringen

fte|e zugrunde an der Vernunft des deutschen Volkes. Dte Dtntschnaiionalen stellten an die Spitze Der Beratung dieses *tat« der Hilflosigkeiten den Satz: Wir wollen, daß Dieser 'übertriebene Parlameniarismus sterbe, damit Deutschland leben kann. (Beifall bei den Deulschnattonalen.)

Reichskanzler Müller

erinnert in seiner Erwiderung daran, daß «tS won oem Bor- redner bekämpfte parlamentarische System tm Oktober 1918 durch die Hohcnzollern eingeführt worden sei, und zwar des­halb, weil das alte System politisch versagt haue Wenn Herr Schlange gesagt habe, die Revolution sei zujammen mit der Kapitulation gekommen, dann hätte et vergessen, daß Ludendorff schon tm September 1918 Den Waffenstillstand verlangt Have. Statt solcher alten Kamellen sollte Herr Schlange lieber die Frage erörtern, warum er und seine Sreunbe damals die Revolution nicht aufaehalien hätten.

ienn die nationalen Fragen erörtert würden, so sei es doch die einfachste Folgerung, zu sagen: Ich bin aus der Seile meines Landes, wenn es im Recht ist; aber ich habe auch den Mut, zu sagen, wenn es im Unrecht ist.

DaS ostpreußische Programm

werde seit Wocken im Kabinett beraten. Keine Regierung vorher habe sich mehr der östlichen Probleme angenommen »IS biete. Fm übrigen sei er, der Kanzler, davon überzeugt.

daß die ostpreußische Bevölkerung ebenso kerndeutsch sei m ihrer Gesinnung wie am Rhein und an der Saar, und daß sie sich nicht durch solche Machinationen, wie sie vorher an» gedeutet wurden, beeinflussen lassen werde. Der Kanzler wendet sich dann gegen die Angriffe deS Vorredners auf die deutsch-polnischen Handclsverlragsverhandlungen.

Diese müßten auS der Agitation herausgenommen werden. Im Interesse Deutschlands müsse alles getan werden, um ein günstiges Ergebnis zu erzielen Die Vorstöße wegen Landes­verrats feien nicht so ernst zu nehmen. Es verstehe sich von selbst, daß der Landesverrat bekämpft werden müsse. Aber er, der Kanzler, verstehe darunter nicht alles, was Die Deutsch- nationalen als Landesverrat bezeichnen. Auch das fort­währende Zitieren des Marxismus habe nur geringen Wert,

wenn man bedenke, daß der Marxismus heule eine Welian» schauung geworden fei, die man nicht hinwegwischcn könne mit Redensarten. Dann kommt der Kanzler auf die gestrige Rede des Abgeordneten Oberfohren zurück und führt aus, daß die neuen Steuern unpopulär seien, habe man vorher gewußt. Aber man müsse auch Den Mui zur Unpopularität haben können. ES fei richtig, daß Klarheit über ein Streichungs- Programm geschaffen werden müsse. Die Reglerung billige alle Derartigen Tendenzen, aber das fei sicher, sie werde nur Hntn ausgeglichenen E t a.1 akzeptieren. Wollten die 'cbt, so stehe ihnen Der verfass ungs des Mißtrauens gegen das Rabinetr , Denn, wenn diese Regierung falle, könnte eine neue Regierung geschaffen werden, die einen neuen und besseren Etat vorzulegen bereit sei.

Parteien das nii mäßige Weg zur Verfügung.

änken. Die Besteuerung cgungsbetriebc ist eine Forderung der keineswegs erhöhte Realsteuern zur

Einsparungen auf dem Gebiete der Sozialpolitik werben nicht zu umgehen sein, besonders bei der Arbeitslosen- vclsicherung. Auch mit dem Umbau der Invalidität«-- und Wersversorgung müsse bald begonnen werden, sonst könnten tot gesetzlichen Ansprüche nicht mehr erfüllt werden. Der Ein» stuf; des Finanzministers soll durch Sparsamkettspolitik gestärkt Heroen. Die Persaffungsanträge der Deutschen Bolkspartei Pincetten im Gegenteil zu anderen Anscharmnn-n eine Stär­kung des parlamentarischen Systems. Zum Twlutz fordert der Redner aus. Die SparsamkeitsvorsÄlSg« der Deutschen BolkS- Partei ernsthaft zu prüfe». ......

Abg. Dr. Reinhold (_.....,, ... ,

minister, führ, aus, daß zu einer Panikftlmmung ke nerl.. ».. laß vorliege. Die Erwartungen der Dawes-Glâubiarr hatten sich nicht erfüllt, wie die große Arbeitslofiskett der Jetztzeit es

(Dem.), der frühere ReichSfinanz- 1 einer Panikstimmung keinerlei An-

beweise.

Die 4»nprsch»teri»ScU ft» DeMschl««» Bey ha K«pitmmo«^l.

Der deutsche Unternehmer muß i B. für Steuer« und fataB Abgaben 646 000 Mart aufbrixgex, während ein «leichgestelli« Untcrnebmcr in »et Schweiz nur 125 000 Mark zu leisten habe. Man stehe eben in Deutschland vor einer Reihe von Notjahre« und müsse sich daraus einrichten SparsamkettSmagnahme« lassen sich nur ans dem Bode» einer RrhrhettSrezierun« durch- fiibren. Der Etat müsse noch einmal Darauf durchaesehen ' den, wo weitere Abstriche gemacht werben »nne«.

Kürzung Der ZuWetsnnge« an die Lander und die Gemeinde« dürfe ein gewisses Maß nicht überschreiten. Der Redner fordert Prüfung, ob das Poslstnsnrgesetz noch «eglich iei, und will Ariormen bei »er Anleiheablssunß nx» in der iSojialversiche- tung. Ebenso müssen Die Mißstände der WrbeitMofenüerst^ rung beseitigt werde«. Der ginaximixister habe einirrlf me: vor sich. »aS sparen wsR«. Er faste nun auch die Stelege«-- belt benutzen »«mit die Steuergesetze überflüssig wSrdu,.

Abg Drewitz iWirischastSpartei) meint, es sei i« spät, «m dic Iparmatznabmtn der Dentsche« VolkSpartti durchzusühren. Siir ein- TeflihWirtfAaft sei die Deutsche Wirtschast«partet nicht sh haben Die Weisung*vertage »er Regierung lrhnt der

wer-

Dis

iltlchailsparlei, meine, es sei ja spät, um ... -men der Deutschen RolkSpartti durchzuführem .... lesijitwtrtschsft sei die Deutsche Wirtschastspartet lüdjt sh haben Die DeckungSvorlag« der Regierung lehnt der "Ibft Dretvltz ab, fordert aber Besteuerung der »ffeutlichen B». trlèbe Wenn man keine gerechte Steuerpolitik treiben könne, Me man liebe

den Äti*««8 austbsrn

Mi» das Volk befragen. . ,

Abg. Dr pfleget (Baoer. Bp.) weist auf die »edenMcke VirischaftSlagr deß Augenblicks bitt. Steuern konnten in solcher Nmzett nur vsrübergehend bewilligt werden, aber man durft »te Gereattlgkeii nicht verletzen, wie eS bei der Brannt­weinsteuer aesch-tzr tmÈ anest bei Der Ermäßigung der mittlere« fcinromtnen, die in Wirklichkeit schon höher seren. In Bayern werde man bet

Erhöhung der Stetsten«

biolut entgegenfieben Lieber lasse sich der bayerische Arbeiter stillen Lohn wie biSher besteuern, statt eine Biersteuer zu tragen

Abg. Cchlangr-Ichöninge« (Dtn.) beginnt als erster «ebner Der zweiten Garnitur. Er vertritt heute noch und feine Zanei ebenfalls, DaS Wort Helskerich», dem Volke die volle Wahrheit zu sagen: daS sei die beste Politik. Die Rede des 'NnanzministerS fei nur eine

Darlegung im luftleeren Raum

^wcsen. Gute Finanzen beruhten aus einer guten Wirtschaft, s^c gute Wirtschaft auf einer guten Politik und einem brauest«

System. Das sei nicht vorhanden. Die Regierung habe uus Rettungszeichen aufgezoge«, Der Kapitän stände hilflos der Vnicke. während die Passagiere aas sinkende Schilf "ließen. Der Redner kommt dann auf

, die Agrarkrise

sprechen, die eine Wirtschaftskrise für das ganze Land ge- r.^^AV sei. Die große nationalpolitische Gefahr im Osten Me der Welt ein Beispiel kulturellen Verfaulens. Man

»uch im Osten verkauft und verraten. Er fragt den ^mchskanzler, ob er nicht auch Der Meinung fei, daß v °" d c s y e r r a t die größte Schande ist. Mit Interesse wartci matt im Osten eine Antwort auf diese Frage. Im

die wahre Reichsgefahr,

^9 den alten Beamten und beim Stahlhelm. Die Frak- ' ich parlamentarischen Verhältnissen )er Umwälzungen der . ...:egcT zum Schutz der nicht der internationale

ti" "V uen anen

r^,^ seien an den heutigen parlamenta . An der Schwelle wirklicher grom

natiZ^^te hätte der gepanzerte Srte ®Ä« Eigenart gestanden, i ", ...

fern»?, â^ mh der Flagge der Kapitulation wie bei der Deut- bot ^lutibu. Für die Dauer stehe man immer wieder an k»v i, "söhcidmig, entweder gehe Deutschland zugrunde r Unvernunft seines fetzigen SvstemS ebti dieses Svstem

Wer rüstet ab?

Kreuzerpanik.

Klet » e Ursache große Wirkung.

Der Französische Senat hat mit 272 gegen 28 Stimmen den Gesetzentwurf angenommen, der die Kiellegung der im zweiten Test des FlottenbauprogrammS enthaltenen Einheiten vorsieht Es handelt sich um einen Kreuzer, sechs TorpcdobootSzer- Hörer, siede» Unterseeboote und zwei

«Visu«.

Namens des Flottenausschusses erstattete Senator L e m e r v Bericht über den Gesetzentwurf. Er bezeichnete "rankicichs Flottenbauprogramm als gemäßigt, doch ...." - "en worden. Seit

Frank, cichs Flottenbauprogramm als g sei auch diese Mäßigung nicht begriff Beginn des Jahres hätten sich zwei neue wichtige Tat- s»chen ereignet. Im Norden die Indienststellung eines deutschen Panzerkreuzers von 10 000 Tonnen und im Mittelmeer die Annahme eines italienischen

FlottenbauprogrammS, das zwei Panzerkreuzer von 20 00h Tonnen und zwei kleine Kreuzer von 5200 Tonnen umfasst Der deutsche Panzerkreuzer bringe

eine Ne»»l»tion im Marincba«

hrfvlge deS leichten Rumpfes und der Motoren mit JwncnVerbrennung hervor. Dieses lege Frankreich die Frage auf, Panzerkreuzer zu bauen, die dem deutschen eutgcgengcsteüt werden können.

Der Vorsitzende des MarineausschusseS, Senator de Kerguszec, gab der Befürchtung Ausdruck, daß man vor einem neuen Riistirngswetlbewerb stehe. In dieser Hinsicht sei der Bau derE r s a tz - P r e u ß e n' wart besoi derem Ernst. Zwar stehe nichts im Widerspnich rum Verfallet Vertrag, aber die Bestückung der neuen deutschen Kreuzerk«tegorie sei derart, daß

fettr die englische Flotte sich darüber beunruhigen könne. Stanfteidh müsse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Das heute dem Senat Vorliegende Gesetz sei unzulänglich.

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Der ReichSrat stimmte einer Verordnung des Ministers für Ernährung und Landwirtschaft zu, daß für Die infolge des Frostwetters zurückgebliebene Frühiahrsbestellung noch 40 00 ausländische Arbeiter verwendet werden dürfen.

* Der Herzog von York, der zweite Sohn des Königs von England, weilte auf der Reise zur Hochzcitsferer nach OSlo tu Berlin. ~ .

* «uf Der Zeche Carolus Magnus tn Aacben stürzte ein Förderkörb mit 68 Bergleuten in die Tiefe. Fünf Bergleute wurden schwer und eine ganze Reihe leicht verletzt.

* Primo de Rivera kündigt neue verschärfte Maßnahmen wegen der in den letzten Tagen stattgesundenen Studenten- 2äsä^

bStilfl von dir Autzenwelt abgekchniueu ist, schweben 400<l 4!cn- sch« in Lebensgefahr. ||IN

Graf Taltenbach Aachfolaer Dr. Kösters

yum Nachfolger des zum Gesandten in Oslo ernannten bisherigen Cbcss des Protokolls, Dr. Noland Köster, ist der . ^ -"1 v. Tattenbach ernannt

136er in diplomatischen

vtsvcrigen eiocje uc» viuiutuu»^ < i. Vortragende Legationsral Gras Franz worden. Graf V. Tattenbach war bL ...

Diensten, u. a. bei Der y>efanDi|u#uii in drom und dem General­konsulat 'in Valpareiso, tätig.

Die Berufung Tattenbachs erfolgte allerdings nicht ,unr Chef"des Protokolls, sondern zum Leiter des Referats D des Auswärtigen Amtes. Der bisherige selbständige Posten eines Chefs des Protokolls, wie er feit dem Jahre 192? bestand, ist aufgehoben worden, und die Führung des Protokolls ge­schieht nunmehr wieder in dem genannten Referat E, das der unter Leitung des Ministerialdirektors Schneider stehenden Personalabteilung des Auswärtigen Amtes angegliedcrt ist.

Wer hätte das gedacht, daß unser vielumstrittener Panzerkreuzer, der noch nicht einmal gebaut ist, bereits so furchterregend erscheint, daß die französischen Senatoren mit ihm eine Erhöhung ihres Flottenprogramms be­gründen und ihn sogar der englischen Flotte als ,Schwarzen Mann' vorhalten?

Ersatzkreuzer oder Zusatzkreuzer?

In der Begründung des englischen Flottenvoran­schlages erklärte derErsteLordderAdmiralität, Bridgeman, im Unterhause, daß der Anteil der Marine an dem Gefamthaushalt vor dem Kriege 24,5 Prozent betragen habe gegen 6 9 Prozent heute. Den Zwecken ge­wisser Leute sei durch die immer wiederholte Behauptung gedient, daß Großbritannien nicht bereit sei, seinen an­gemessenen Anteil an der Flottenabrüstung zu über­nehmen. Solche Behauptungen seien unwahr. Bridgeman gab zu, daß ein gut Teil schädliches Gerede über den Ge­danken des Flottenwettbewerbs milden Per - einigten Staaten im Gange sei. Großbritannien wie d'e Bereinigten Staaten hätten

dem Krieg als einem Instrument der nationalen Politik entsagt.

Aus diesem Grunde sei es durchaus unberechtigt, anzu- nehmen, daß eine von den beiden Mächten sich zu einem Angriffskrieg gegen die andere hergeben wolle. Im kommenden Finanzjahr werden, wie Bridgeman erklärte, drei neue Kreuzer auf Stapel gelegt werden. Der Typ des einen sei noch nicht festgelegl worden, aber die anderen zwei würden kleinere Kreuzer mit sechszölligen Geschützen sein, um einige der kleineren Kreuzer, die all­mählich veralten, zu ersetzen. Bridgeman fuhr sodann fort: Man spricht manchmal von unserem Flottenbau­programm, als ob es ein großes Zusatz Programm statt eines Ersatz Programms sei. Vor dem Kriege hatten wir 114 Kreuzer, jetzt haben wir 52, und wenn man sie weiter im Maße von drei Kreuzern jährlich ersetzt, so werden wir im Jahre 1940 nur noch 50 haben, die weniger als 20 3abre alt sind.

Ausländische Arbeiter für Frühjahrsarbeiten.

Der Reichsrat genehmigte einen Antrag Preußens, anläßlich der Vereinigung Waldecks mit Preußen Drei« Mark-Stücke mit einem besonderen Münzbild als Er­innerungsmünzen im Betrage von etwa 10 000 Mark auszuprägen. Der -Reichsrat erklärte sich ferner damit einverstanden, daß zu den bereits genehmigten 60 000 ausländischen Arbeitern weitere 40 000 am 1. April beschäftigt werden dürfen. Diese Maßnahme wird mit dem größeren Arbeiterbedarf infolge Ver­zögerung der landwirtschaftlichen Frühjahrs- arbeiten begründet.

Postbeförderung auf der Orientfahrt desGras Zeppelin".

Berlin. Das Luftschiff ,Gras Zeppelin' (L. Z 127) wird voraussichtlich am 24. oder 25. März eine Orientsahrt (Rund­fahrt) von Friedrichsbasen (Bodensee) nach Palästina aus- führen. Die Fahr: wirb zur Beförderung von gewöhnliche« Briesen und Postkarten benutzt werden, die über Palästina oder einem andern Gebiete be3 Orients an einem Orte, Der noch bekanntgegeben wird, abgeworseu werden sollen. Ein schreibsendungen sind von Der Beförderung ausgeschlossen. Lustpostscudungeu werden bei dieser Fahrt nach allen Ländern des Weltpostvereins unter besonderen Bedingungen zugelaffen. Vor der Übergabe an das Luftschiss erbalten Die Sendungen außer dem Aufgabestempel des Postamts Fciedrlchshafca (Bodensee) den Abdruck eines Sonderstempels .Luftschiff ®n ? Zeppelin Orientfabrt 1929*. Für die Dem Luftschiff übe gebenen Sendungen werden den Absendern keine Gebühren erstattet. Die Pozthilfssiellc des LufrschlffeS wird während Der Fahrt Luftpostsendungen unter denselben Bedingungen at nehmen. Diese Sendungen erharren einen Aufgabestempel mit der OrtsangabeLuftschiss Gra^ Zeppelin' und den AÜoruck des obenerwähnten Sonderstempels.