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Fuldaer Anzeiger

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Nr. 58 1929

Fulda, Samstag, 9. März

6. Jahrgang

IeM-piliiisA Srastn beim MKMndm.

Nächste Taglillg in Madrid?

Am Freitag hielt der Böllerbundrat eine geheime Sitzung ab. Er beschäftigte sich darin mit der Rote der amerikanischen Regierung über dir Bedingungen, unter denen der Beitritt der Bereinigten Staaten zum Inter­nationalen Haager SchiedSgerichtShof stattfinden könne. Der JurtstenauSschuß soll die An­gelegenheit prüfen und die amerikanischen Wünsche mög­lichst berücksichtigen. Vorher hatte eine einstündige öffentliche Sitzung stattgefunden, auf deren Tage». Ordnung auch die deutsch-oberschltsischen Be­schwerden einschliesslich des Falle» U l i y standen. Diese Angelegenheiten wurden aber abgeseyt und auf Sonnabend vertagt. Für Freitag abend war eine neue Unterredung de» englischen Aussenminister» Chamber­lain mit Dr. Stresemann vorgesehen. In unter­richteten Kreisen verlautet, daß tn der Schlußsitzung de» Rate» am Sonnabend der spanische Vertreter den Rat osfiz ell einladen werde, seine nächste Tagung in Madrid abzuhalten. Es bestehe Übereinstimmung zwischen den Natsmitgliedern, dieser Einladung Folge zu leisten.

Reichsaußenminister Dr. Stresemann hatte eine längere Unterredung mit dem in Genf weilenden pol­nischen Gesandten in Berlin Bei dieser Unter­redung wurden die Verhandlungen des Rates in der Minderheitenfrage sowie auch die Verhaftung des Ab­geordneten Ulitz eingehend besprochen. Dr Strese­

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Tie deutsch-polnischen Beschwerden einschließlich des Falles Illit beim Völlerbundrat in Gens wurden von der Tages- ewnung der Freitagsitzung abgesetzt und aus Sonnabend ver- tooben- : '

.ch-maitge Kommandeur des Wchrlrciskmnm-nvos 2 in Stettin, General der Infanterie z. D. Weber, brachte in einem Brief an die Verteidigung im Stettiner Fememord- Prozeß zum Ausdruck, er sei niemals darüber im Zweifel ge- wesen, daß die Roßbacher eine ihm unterstellte Truppe waren. Das Gericht beschloß, den General als Zeugen zu laden.

* Bei einem Zusammenstoß zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten in Wöhrden ,Süderdithmarschen, wurden zwei Nationalsozialisten und ein Kommunist getötet

* Der bekannte amerikanische Senator Borah sprach sich in einer Rede entschieden gegen das Märchen von der alleinigen Schuld Deutschlands am Weltkriege auS.

Die Gchulh am Wettkriege.

Die Verleumdungen gegen Deutschland.

Bei einem in Washington von der Vereinigung der Auslandspreise ihm zu Ehren gegebenen Essen hielt der bekannte Senator Borah eine Rede über den Kellogg-Pakt, dessen Wert für die Menschheit davon ab- bänge, ob künftig einige wenige, die nicht kämpfen, aber profitieren, über Krieg und Frieden gegen den Willen und Wunsch derer, die die Kriegslasten tragen müssen, entscheiden können. Kein vernünftiger Mensch zweifle heute mehr daran daß der W e l t k r i e g nicht aus Leiden­schaft und Haß der Völkermasse» gegeneinander entsprang, sondern durch die gewissenlosen und brutalen, um nicht zu sagen verbrecherischen Intrigen derer ent­stand, die zu jener Zeit die Macht hatten.

. Federmann wisse ganz genau, daß diese Individuen nicht alle in einem oder zwei Ländern waren. Gegen­über den damaligen Verhältnissen seien Gesetze und Ver­träge machtlos gewesen. Aber der Kellogg-Pakt stelle die Hoffnung der Massen dar, daß dieser Zustand nicht wieder eintrete. Die Völker Amerikas, Englands, Frankreichs, Japans, Deutschlands, Rußlands und überall sonst aus der Welt wünschten sehnsüchtig, daß der Pakt sich als erfolgreich erweise. Ein Mißerfolg könne nur in dem Verrat derer seinen Grund haben, die von den Völkern mit °er Autorität bekleidet worden sind.

Die kleinen Nationen müßten vor allen Dingen vor dem wirtschaftlichen Boykott durch die Großmächte geschützt werden. Diese Großmächte, die jetzt Armeen und Flotten 111 bisher in der ganzen Welt unbekanntem Umfange auf- bauen, würden durch einen solchen Boykott die kleineren Kolker in eine Angriffsstellung hineindrängen, um sie dann vergewaltigen zu können. Das würde Lüge und oetrug fein. Er werde sich nie dafür hergeben, ein der- anigks Betrugsmanöver mitzmnachcn. Amerika solle für den Frieden tun, sich aber nicht zur Vornahme ugendwelcher kriegerischer Handlungen verpflichten.

Mit seiner Bemerkung die Verantwortlichen für den èsbruch des Weltkrieges 1914 hätten nicht allein in K? em oder in z w c i L ü n d e r n (Deutschland und reich) gesessen, rückt Borah recht deutlich von dem -barchen der alleinigen Kriegsschuld Deutschlands ab.

Der Plan der Reparattonsban!.

bin £ri$ In der Freitagsvollsitzung deS Sachverstän- der Ä^.chusseâ fand eine GeneraldiSlufsion über den Plan AnmÄ?- "st einer Zentralbank statt. Im allgemeinen besteht Saar» r '!?'$ mit dem vorgclegten Plan. In den letzten lisch.,, '2° in der ausländische» Presse, so u. a. in der eng» ein ml^Mneeungeu veröffentlicht worden denen zufolge nur hürb 6,» ttum erreicht werden soll. Im Gegcnsak hierzu ^taitf in ' daß das Bestreben der Delegierten weiterhb ' mnnusgeljc, eine endgültige Regelung zu treffen.

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mann soll dabei darauf aufmerksam gemacht haben, daß für die in letzter Zeit wachsenden Schwierigkeiten zwischen Polen und Deutschland die Ursachen nicht in der Haltung der deutschen Regierung lägen.

Hilfe für angegriffene Staaten.

In der öffentlichen Morgensitzung des Freitags wurde auch der Plan einer internationalen Übereinkunft besprochen, angegriffenen oder bedrohten Staaten eine finanzielle Unterstützung deS Völkerbundes zu sichern. Über diese Idee soll bei der nächsten Tagung im Sep­tember eine gründliche Aussprache stattfinden. Von einigen Seiten wurde betont, ein solcher Plan sei ein wichtiger Bestandteil der vom Völkerbund geleisteten Vor­arbeit zur Verwirklichung der Abrüstung.

Das Minderheitenproblem.

Die Donnerstag vom Völkerbundrat angenommene Ent­schließung über die Minderheitenfrage, die vom japanischen Vertreter Avatschi formuliert wurde, weist folgende Haupt- aesichlspunkte aus:

Der Völlerbundrat beauftragt seinen Berichterstatter, für die Junitagung eine ausführliche Übersicht* über die deutschen und kanadischen Anträge in dieser Beziehung vorzulegen und sie zu ergänzen durch die neu ausgelauchten Gesichtspunkte. Großbritanniens und Spaniens Vertreter werden um ihre Mitarbeit für Adatschi gebeten. Das dadurch gebildete Drei-Männer-Kollegium kann von allen beteiligten Regierun­gen Anregungen und Vorschläge entgegennehmen, die bis zum 15. Avril 1929 beim Generalsekretär des Völkerbundes ein» getroffen sein müssen. Der Rai wird schon vor dem für die nächste Tagung festgesetzten Termin zusammentreien, um eine erste Übersicht des eingelaufenen Materials vorzunehmen.

Wiffetts 60. Geburisiag.

Dem Reichsarbeitsminister Wistell, der am 8. März sein 60. Lebensjahr vollendete, hat Reichspräsident von Hindenburg ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm ^sand . Unter- den übrigen etn" gelaufenen Gratulatèonsschreèven befindet sich auch ein Brief des Reichskanzlers, der die Verdienste Wissells um die deutsche Sozialpolitik hervorhebt.

Im Reichsarbeitsministerium sprach eine Vertretung der Beamten, Angestellten und Arbeiter des Ministeriums unter Überreichung einer Blumenspendc dem Reichs- arbeitsminlster die Glückwünsche seiner Mitarbeiter auS. In den Ansprachen wurde das vertrauensvolle Ver­hältnis, das sich zwischen dem Minister und seinen Mit­arbeitern auch in persönlichem Verkehr entwickelt habe, sonders betont. Eine Abordnung der Kieler Unk versität überbrachte in feierlicher Form dem RcichSarbcits- minister Wistell die Ernennung zum Ehrendoktor ver rechts- und staatSwtstenschastlichen Fakultät der Christtan- Alvrecht-UniversttSt in Kiel.

Gieg der mexikanischen Regierung.

Ein aufständischer General erschossen.

Die Wtedereroberung der Stadt Veracruz durch die Regierungstruppen wird von mehreren Seiten bestätig«. Die Aufständischen wurden vollständig geschlagen «nd suchten ihr Heil in der Flucht. Ein Teil der Revolu­tionäre, der sich in der Richtung auf Tehuantepcc zurück­ziehen wollte, mußte umkchre» und wurde gefangen- gcnommcn. General Jesus Lopez, der vormalige Be­fehlshaber der Militärpolizei der Stadt Mexiko, würbe im Hofe des Rationalpalastes als Aufständischer stand­rechtlich erschaffen, weil er versucht hatte, die im Staate Michoachan unter seinem Befehl stehenden Truppen zur Beteiligung an dem Aufstand zu veranlassen.

Die Regierung soll jetzt durch das Freiwerden der Truppen aus Veracruz und Coahuila über starke Kräfte verfügen. Vollkommen deutlich ist die entschiedene Unter­stützung, welche die Vereinigten Staaten der gegenwärtigen mexikanischen Regierung zuteil werden lassen Das Schwergewicht der amerikanischen Unter­stützung wird aller Voraussicht nach am Ende den Aus­schlag geben. Im Norden in der Nähe von Iuarez war eine Schlacht zwischen Regierungstruppen und Aufständi­schen im Gange. Amerikanische Flugzeuge kreisen auf amerikanischer Seite, um die Grenze zu beobachten. Die amerikanische Militärbehörde hat schwere Artillerie und Tanks anfstellen lassen, um ein Übergreifen der Kämpfe auf amerikanisches Gebiet zn verhindern.

Obwohl die Führer der Aufständischen über Erfolge bei Sinaloa, Chihuahua und Durango berichten, scheint doch die Tatsache festznstehen, daß die Aufstandsbewegung im ganzen Lande, mit Ausnahme des Nordens, nieder­geschlagen ist.

Gruße an den Kreuzerderlin".

Anläßlich der Rückkehr des KreuzersBerlin* richtete der Reichspräsident folgendes Telegramm an das Schiff:Dem KreuzerBerlin* rufe ich bei seiner Rück­kehr in die Heimat nach erfolgreicher Auslandsfahrt ein herzliches Willkommen zu und verbinde damit meine An­erkennung für die Leistungen des Schiffes und das mustergültige Verhalten der Besatzung während der langen Reise, v. Hindenburg, Reichspräsident.*

Der Reichswehrminister begrüßte den Komman­danten des Kreuzers mit folgendem Telegramm:Ihnen und Ihrer Besatzung herzlichen Willkommgruß und volle Anerkennung für erfolgreich durchgefiihrte Auslandsreise. Gröner, Reichswehrministcr.*

Auch ein polnisch-rumänischer Geheimvertrag.

Gegen Rußland und Litauen.

Die halbamtliche ZeitungLietuvos Aidas* in Kowno veröffentlicht einen angeblichen Geheimvertrag vom 1. Oktober 1928 zwischen Polen und Rumänien gegen RußlandundLitauen. Ter Vertrag soll während des Aufenthalts Pilsudskis in Rumänien unterzeichnet worden sein. Im Fall einer Gefahr solle an Rußland ein kurzbefristetes Ultimatum gerichtet werden. Wenn dieses nicht erfüllt werde, sollen die polnisch-rumänischen Streitkräfte zum Angriff übergehen. Falls auch Litauen sich an dem Kamps beteilige, habe Polen das Okkupa­tionsrecht.

In Moskau hat diese Nachricht großes Aufsehen erregt. Die Sowjetpresse veröffentlicht den Text des Geheimabkommens und erklärt, das Bestehen eines solchen Geheimabkommens zwischen Rumänien und Polen bestätigen zu können Das Blatt des Kriegs- und Revo- lnlionsrates sagt, der Geheimvertrag sei der Sowjet- regierung längst bekannt gewesen. Die polnische und die rumänische Regierung hätten auch einen Plan für den Ausbau des Eisenbahnnetzes an der polnischen und der rumänischen Grenze, die Rußland berühre, aufgestellt.

Zapamsches Sarakiri in Moskau.

Hauptmann Koyanagi schlitz, sich den Bauch auf. .

In Moskau hat der japanische Hauptmann Koyanags, Adjutant deS dortigen japanischen Militärattaches, Selbst­mord durch Harnkiri (Bauchaufschnciden) begangen, in­dem er sich mit einem Rasiermesser den Leib aufschtitzte und dann noch den Bersuch machte, sich den Kopf abzu­schneiden, was ihm aber nicht gelang. Eine halbe Stunde nach der gräßlichen Selbstentleibung fand ihn ein anderer Japaner noch lebend vor. Der sterbende Koyanagi er­suchte den Landsmann, dem Kaiser von Japan feine - de» Selbstmörders alleruntertänigste Ergebenheit zu Füßen zu legen. ES verlautet, daß der Hauptmann sich daS Leben genommen habe, weil er von bolschewistischen Zeitungen wegen feiner Trinkorgien scharf angegriffen worden war und weil feine Borgcsetztcn ihn aufgfor­dert hatten, sich zu rechtfertigen. Dasaltehrwürdige Harakiri" erschien ihm offenbar alS daS einriae Mittel zur Reinwaschung feiner angeblich befleckten Ehre.

Das Harakiri ist in Japan längst unmodern gewor­den und als Strafe wenigstens schon sei langem abge­schafft. Früher war es die bei den höheren Gesellschafts­klassen Japans übliche Form der Selbstvernichtung, während die niederen Volksschichten sich mitgemeineren* Selbstmordmethoden zufriedengeben mußten. Durch das Harakiri stellten die japanischen Edelleute, dieSamurai*, die das Vorrecht hatten, zwei Schwerter zu tragen, ihre gekränkte Ehre wieder her, wenn sie sie an dem Beleidiger «ich, rächen konnten oder wenn sie sich der Gefangen­schaft entziehen wollten. Außerdem wurde es von der Regierung bei Adligen alsehrenvolle Todesstrafe* ver­hängt und dann mit besonderer Feierlichkeit vor amt­lichen Zeugen vollzogen. Der Verurteilte schnitt sich, auf einer Matte hockend, mit einem ihm feierlichst überreichten Messer den Bauch unterhalb des Nabels von rechts nach links auf, worauf ihm sein Sekundant mit einem Schwert­schlag den Kopf abschlug. Später geschah dies meist, so­bald der Verurteilte das Messer einstieß. ober gar schon in- dem Augenblick, wo er die Hand nach dem Messer aus­streckte. Im übrigen sprechen die Japaner selbst nicht vonHarakiri*, sie haben vielmehr für diese Todesart die chinesische BezeichnungSeppuku*.

bespannte Zinanzlage der Reichspost.

Keine Anleihe.

Der Verwaltungsrat der Reichspost hielt eine Sitzung ab, in der Reichspostminister Dr. Schätzel zur Verkehrs- uns Finanzlage der Reichspost bemerkte, daß im Januar der gc^ wöhnlichc saisonmâßige Rückgang eingetreten sei. Gegenüber dem Januar 1928 zeige sich aber eine Steigerung, über den voraussichtlichen Rechnungsabschluß für 1928 lasse sich sagen, daß das Haushaltssoll an Einnahmen erreicht, ja sogar noch etwas überschritten werden würde. Trotzdem bleibe die Finanz > läge gespannt, weil die Kapitalien für Anlagen fehlten. Mit einer Anleihe der Reichspost sei nicht zu rechnen. Deshalb sei bei der Ausstellung des Etats für 1929 Vorsicht geboten ge­wesen.

In der folgenden Beratung des Haushaltsplanes wurde darauf hingewiesen, die Telegraphie arbeite nach wie vor mit einem Ausfall. Für das Bauprogramm wurden 120 Millionen für 1929 zur Verfügung gestellt, von denen 20 Millionen auf die Wohnungssürsorge entfielen Es fei beabsichtigt, in den nächsten drei Jahren fe 5000 bis 5500 Wohnungen zu erstellen.

Reichspostminister Dr. Schätzel teilte dann mit, die Frage der Senkung der Rundfunkgebühren sei noch nicht ab schließend geprüft, weil das Finauzergebnis der Rundtunk- gesellschaften noch fehle. Die Verbesserung der Organisation des Rundfunks fei im Gauge. Eine Senkung der Fern­sprechgebühren sei nur möglich, wenn man die Ausgaben vermindere.

Die Steinlawinen von Madeira.

Mehrals 100 Tote und zahllose Verletzte.

Die Zerstörungen, die durch furchtbare Erdrutsche auf der Insel Madeira verursacht worden sind, haben sich als größer herausgestellt, als ursprünglich angenommen wurde. Eine halbe Ortschaft wurde verschüttet, èlf Häuser, die an einem Berghügel lagen, wurden von der Stciir- lawine fortgerissen. M e H r' a l s 1 00 Tote u n d u n * ä b H g e Verwundete sind zu beklagen. Die Flüsse Pud über die Ufer getreten und auch vom Meer sind durch tiberfchwemmungen beträchtliche Schäden anMichtèr Word.-n.