Zulöaer Anzeiger
Zul»o / 61att2
Aus Hessen und Rachbargeblelen.
Wie schafft man sich eine Eisbahn.
ftn 36
Dienstag, 12. Februar
1929
Notkreuz-Arbeit in Preuhen,
Der Preußische Landesverein vom Roten Kreuz, die alle Männer-Vereinigung v. R. Kr. umfassende Organisation, hat den Rechenschaftsbericht über seine und seiner Provinzialvcr- eine Entwickelung und Leistungen im 64. Geschäftsjahr (1. 4. 1927 bis 31. 3. 1928) herausgegeben. Wie im vorjährigen Bericht, ist wiederum eine sehr erfreuliche Weiterentwickelung der zahlreichen örtlichen Vereinigungen und ihrer Leistungen festzustellen. So ist u. a. die Zahl der Sanitätskolonnen mit 77 Neu- «ründungen auf 1378 angewachsen und umfaßt 48 472 tätige und 38 696 fördernde Mitglieder. Die 51 Pflegerverbände und Samaritervereine zählen 2 746 ausgebildete und 2 704 fördernde Mitglieder. An weiblichen Pflegekräften sind im Vereinsbe- reich in 18 Mutterhäusern 1393 Schwestern und 111 HUfs- schwestern vorhanden. In der Ersten Hilfe find, an die Sanitatskolonnen angegliedert, 1 572 Helferinnen tätig. Die Gesamtzahl der Mitglieder des Landesvereins beläuft sich am Be- richtsschlusse auf 163 480 (5,7 % der Bevölkerung). Von den örtlichen Vereinigungen (Sanitätskolonnen, Pilegerschaften, Zweigvereinen) werden unterhalten (die Vorjahrsleistungen sind in Klammern wiedergegeben):
Der Wintersoort steht in voller Blüte, denn Rodeln, Skilaufen, Schlittschuhlaufen und alle die anderen Wintersportarten bilden eine gesunde Betätigung für jung und alt. Nun fehlt aber vielen Sportfreunden eine Wasserfläche mit Eis und Schnee, auch lassen viele Eltern ihre Kinder nickt „ auf Seen und Flüsse zum Schlittschuhlaufen gehen, da sie immer beunruhigen, wenn sie an die Gefahr des Einbreck> denken. Aber es gibt ja einen Ausweg. Man kann sich ja im eigenen Garten eine hübsche Eisbahn anlegen, denn der Tennisplatz, der Rasenplatz, breite Wege sind ganz vorzüglich dazu geeignet. Jede Fläche im Garten, wenn sie nur einigermaßen wagrecht ist, gttx !
baltenber Frost ein, dann wird" die Fläche oder einem Schlauch besprengt, damit die in
viele Eltern ihre Kinder nickt gerne allein tschuhlaufen gehen, da sie sich
iens
unb kulturellen Einrichtungen Frankfurts zu besichtigen, gab der Magistrat ein Frühstück in der Raisstube des Ratskellers. Hier begrünte Bürgermeister Gräf die Gäste und gab der Teilnahme Frankfurts an den Bestrebungen der Burgenländer Ausdruck. Der Landeshauptmann des Burgenlandes, Leser, wies in seiner Erwiderung darauf hin, daß eine Reihe hervorragender Künstler, die auch in Frankfurt Triumphe gefeiert haben, wie Haydn, Liszt, Kainz, Joachim, Burgenländer waren. Die Burgenländer würden am Deutschtum festhalten und hofften auf den Tag. wo auch sie, wie ganz Oesterreich, zum gemeinsamen deutschen Vaterland gehöre? würden.
, wies in seiner
maßen roagrecfjt ist, gibt eine gute Eisbahnanlage. Setzt anhaltender Fro>t ein, dann wird die Fläche mit der Gießkanne oder einem Schlauch besprengt, damit die im Boden befindlichen Poren sich erst einmal schießen und eine dünne Eisdecke entsteht, die in sich festgeschlossen ist und kein Wasser mehr durck- läßt. Am anderen Tage gibt man nun über die ganze Fläche gleichmäßig Wasser, aber recht ruhig und ohne Schwung, damit man eine glatte Fläche erhält. Damit ist die Grundlage geschahen, nun braucht man nur noch täglich einige Gießkannen Wasser darauf zu spritzen, jedoch nicht eher, bis man die Eisfläche gut abgefegt hat, damit keine Eissplitter, Zweige usw., die man sonst mit übergießen würde, mit einfricren und den Schlittschuhläufer stürzen lassen. Ist Schnee gefallen, so muß er auch erst entfernt werden, bis man erneut die Fläche mit Wasser bespritzen kann. Die eigene Eisbahn macht viel Freude, die Kinder sind unter Aufsicht und vor dem Ertrinken ist jeder sicher.
826 (895) ständige Rettungswachen und Unfallstationen, 6131 (5008) Unfallmeldestellen, Depots von Krankenbeförderungsmitteln und dergleichen,
178 (100) Krankenkraftwagen,
9816 (9525) sonstige Krankenbeförderungsmittel und -gerate, 127 . (120) Desinfektionseinrichtungen,
303 (272) Verleihanstalten von Krankenpflegeartikeln.
Die Rettungseinrichtungen sind in Jahresfrist 297 514 (218 254) mal in Anspruch genommen worden.
Einzeln oder in geschlossenen Formationen traten die Kolon- venmitglieder in Tätigkeit:
70 227 (63 377) mal bei Auszügen, Sportveranstaltungen,
Volksfesten,
86 (165) mal bei inneren Unruhen,
265 237 (114 640) mal bei öffentlichen Notständen, Eisenbahnunfällen. Feuersbrünsten, Fabrik-. Gruben- und anderen Unfällen.
Ein gleich erfreuliches Bild wie die Leistungen bietet die Vermehrung und der Ausbau der einzelnen Kranken- und Wvhl- fahrtsanstalten, wie auch der Kolonnenhäuser, die in den Ein- zelderichten der Piovinzialvereine im Bilde festgehalten sind.
Aus der praktischen Arbeit des L. V. verdient hervorgehoben zu werden die Seuchenbekämpfung. Nicht weniger als 27 Kranken- und Wirtschaftsbaracken mit Innenausstattung wurden in Jahresfrist zur Unterbringung Seuchenkranker in zahlreiche preußische Orte entsandt. Auch zur Unterbringung Obdachloser in den Unwettergebieten (Erzgebirge, Gingen i. Hann.) fanden 12 derartige Baracken Verwendung. Insgesamt wurden 52 solcher transvortabeln Unterkünfte im Werte von etwa 364 000 «4 ausgeliehen. Die Arbeit der Mutterhäuser und Schwestern in Krankenanstalten vom Roten Kreuz und solchen staatlicher oder kommunaler Behörden in der Gemeindepflege und sozialen Fürsorge bildet einen weiteren wertvolle ZÜ^LMten in der Vereinsarbeit an ber. Hebung der Volksgesundheit. Zum Erholungsaufenthalt nach schwerer Berufsarbeit und Krankheit steht den Schwestern ein großes Erholungsheim in Saasa in Th. offen, mit dem zugleich ein Schwestern-Altersheim und ein Kinder-Erholungsheim verbunden ist
Die Erziehung der Jugend zum Verständnis für humanitäre Pflichten und für den Dienst am Volke im Sinne und Rahmen des Roten Kreuzes wird in dem langsam anwachsenden, von Unterrichtsbehörden und Lehrern verständnisvoll geförderten Jugend-Rotkreuz und in den Jugendgruppen der Sani- tStskolonnen erfolgreich angestrebt.
Die Darlegungen über Bestand und Wirken des Gesamtvereins erfahren eine wertvolle Ergänzung durch die in die Broschüre aufgenommenen Einzelberichte der Provinzialvereine, deren Zahl durch Neubildung eines solchen für Oberschlesien auf 14 angewachsen ist
Eine systematische Zusammenarbeit des Landesvereins mit dem Vaterländischen Frauenverein v. R K., der die weiblichen Rotkreuzorganisationen in Preußen umfaßt, ist durch die vor einigen Jahren gegründeten Arbeitsgemeinschaften des „Preußischen Roten Kreuzes" und der „Provinz-Rotkreuze" gesichert.
in diesen Tagen
zieht der Briefträger die Gebühren für den Märzbezug dieser Zeitung ein. Wir empfehlen, das Geld bereit zu halten und die Postquittung möglichst schon bei der ersten Vorzeigung einzulösen. Nur dadurch wird die ununterbrochene Lieferung dieser Zeitung gesickert und der Sonderzuschlag vermieden, den die Post für alle nach dem 25. eines jeden Monats eingehenden Zeitungsbestellungen in Anrechnung bringt.
Frankfurt a. M., 10. Febr. Die Grippe in Frankfurt nimmt einen immer größeren Umfang an. Weitere Schulen müssen als Vehelfskrankenhäuser umgewandelt werden. Der Bettenbestand der Stadt Frankfurt ist erschöpft und von auswärts muß Pflegepersonal herangezogen werden. Die Transportmannschaften können nur mit größter Hingabe an ihren schweren Dienst die Massentransporte bewältigen. Die gesamte Frankfurter Aerzteschaft muß sich dem Kampf gegen die Grippe widmen. Zum Glück ist der Verlauf der Krankheit in den meisten Fällen gutartig. — Samstag nachmittag entriß in der Nähe der Hauptpost ein junger Mann einem jungen Mädchen eine Handtasche mit einem größeren Geldbetrag. Auf die Hilferufe der Bestohlenen ergriff der Räuber die Flucht, wobei er die Handtasche fortwarf, die der Beraubten zurückgegeben werden konnte. Passanten gelang es, den Mann festzunehmen und ihn der Polizei zu übergeben. — In der vergangenen Nacht wurde in der Friedberger Landstraße ein Zuschneider von zwei Unbekannten überfallen und seiner Taschenuhr beraubt.
Darmstadt, 9. Febr. (Das Flugzeug als neuestes Diebes- Objekt.) In der Nacht zum 8. Februar haben zwei aus Karlsruhe zugereiste Burschen die Flugzeughalle der Hefrag erbrochen und versucht, sich in den Besitz eines Flugzeugs zu setzen, mit dem sie angeblich nach Afrika flüchten wollten. Durch die Wachsamkeit der auf der Wache befindlichen Monteure wurden - die Täter in ihrem Vorhaben gestört und konnten zunächst entkommen. Gestern vormittag ist es der Kriminalpolizei gelungen, die Täter festzunehmen. Beide waren im Besitz von scharf geladenen Armeepistolen und einer Leichtpistole, sowie Leuchtpatronen. Die Pistolen haben sie sich in Karlsruhe mittels Einbruchs angeeignet. Es handelt sich um zwei Abenteurer, die ihre in Karlsruhe wohnenden Eltern ziel- und zwecklos verlassen haben.
Schasst Nistgelegenheiten!
Daß die Zahl unserer Singvögel stark im Sinken begriffen ist, ist eine vom ideellen, wie wirtschaftlichen Standpunkl aus gleich bedauerliche Tatsache. Einen Teil der Schuld daran trägt der wachsende Mangel an passenden Nistgelegenheiten. Wir können ihm steuern, indem wir die natürlichen Nistplätze möglichst zu erhalten suchen und der Vogelwelt künstliche zur Verfügung^stellen. Deshalb schone man nach Möglichkeit Unterholz und Feldhecken, alte Bäume, dichte Gebüsche und Rohrge- länoe, und vernichte sie nicht unnötig durch Abbrennen im Frühjahr. Für die künstlichen Nistplätze kommen hauptsächlich Söhlenoewoyner in Betracht, Meisen aller Art, Stare, Spechte, liegenschnäpper und Hausrotschwänzchen Bis Ende des Monats spätestens müssen die neuen Nistkasten angebracht sein. Ueber Auswahl, Preis und Befestigung der Kasten (jede Vogelart stellt ganz bestimmte Ansprüche) gibt der Tierschutzverein gern Auskunft. Für Schwalben genügt es zur Not. unter dem Dachsims, in Ställen und Hausgän^en einfache Brett- cken anzubringen, auf denen sie ihre Nester bauen können. Man achte nur darauf, daß sie für Katzen nicht erreichbar sind.
Idstein. (Eingefrorene Forellen.) Der strenge Frost hat die kleinen Taunusgewösser in Eisfesseln geschlagen. Oft st ’ die Bäche bis auf den Grund zugefroren So ist der Mühlbach bei Niedernhausen auf eine längere Strecke völlig zugefroren. Die im Bach lebenden Forellen haben dabei den Tod gefunden. Man sieht sie durch die Eisdecke aus dem' Grunde festgefroren
inb
yru:
Briefmarken nicht „anlecken".
Auch Leute, denen es nie einfallen würde, aus einem von einer anderen Person benutzten Glase zu trinken oder ein Messer im Gasthaus zu benutzen, ohne es nochmals zu säubern — auch diese Leute fuhren oft noch Briefmarken vor dem Aufkleben einfach zum Munde, um sie „anzulecken"! Erst der seltsam fade Geschmack auf der Zunge erinnert den Unvorsichtigen an seine Unart, die hygienisch durchaus nicht unbedenklich ist! Man bedenke, wieviel Schmutz und Bazillen durch das ..Anlecken" auf die Zunge gebracht werden, auf welche Weise solche Klebeflächen hergestellt werden, um zu verstehen, daß Marken stets mit Schwamm oder Lappen oder doch wenigstens mit dem angefeuchteten Finger klebefertig gemacht werden sollen!
Ortenberg. Dieser Tage wurde ein BSrenführcrirupp. der 11 Bären mit sich siihrte, von den Gendarmen aus dem Kreise Büdingen nach der preußischen Grenze abgeschoben. Die Bevölkerung sollte mit ihren Gaben an die Bärenführer zurück- ' ' ■ ' • " ----Wen jeden Abend
Unternehmer rest-
haltender sein, denn die einzelnen Führer müssen jeden Abend ihre Tageseinnahme, oft 12—15 Mark an den Unternehmer restlos abliefern Dieser unterhält oft 2—3 Kolonnen und befindet sich in guter Vermögenslage.
stehen.
Wetzlar, 10. Febr. (Ein Opfer des Lahneises.) Am Samstag vormittag wollte ein Arbeiter aus Kteindorf in der Nähe des Bahndammes der Koblenzer Bahnstrecke die zugefrorene Lahn überschreiten. Er hatte kaum den Fuß auf das Eis gesetzt, als die Eisdecke nachgab und der Mann in den eisigen Fluten versank. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden.
Kördorf (Unterlahn), 10 Febr. (Das Dorf mit den Jn- dianerhütten.) Um den umständlichen Weg zur Erlangung einer Baugenehmigung zu vermeiden, haben die Einwohner der hiesigen Gemeinde seit Jahren einen Holzschuppen nach dem andern an ihre Besitzungen angebaut, so daß eine dieser Tage zur Besichtigung hier weilende Bauprüfungskommüsion nicht wenig davon überrascht war. Run hat es die Ortsschelle laut verkündet, daß „alles, was nicht auf der amtlichen Zeichnung steht", verschwinden muß. Die Kommission ging sogar so weit, Kördorf als Ort mit Jndianerhütten zu bezeichnen.
Elsheim, 10. Febr. (Tödlicher Unfall eines Siebzigjährigen.) Ein tragischer Unfall, dem ein etwa 70 Jahre alter Mann zum Opfer fiel, hat sich in Elsheim ereignet. Auf einer abschüssigen Straße war ein Pferd scheu geworden und der Fuhrmann verlor die Herrschaft über das Fahrzeug, wobei er vom Wagen auf die Straße geschleudert wurde. Der Wagen kam mil dem Hinterteil ins Schleudern und erfaßte den die Straße passierenden Rentner Fürst, der zwischen Gefährt und Mauerwerk geriet und dabei einen doppelten Schädelbruch davontrug. Der betagte Mann ist kurz nach seiner Einlieferung ins Binger Krankenhaus gestorben.
Kassel, 10. Febr. (Finanzamtsvorsteher-Besprechung) Am 7. und 8. Februar fand im großen Sitzungssaal des Landesfinanzamts Kassel unter dem Vorsitz des Präsidenten des Landesfinanzamts Dr. Lothholz eine Finanzamtsvorsteher-Ve- sprechung statt. An ihr nahmen von Seiten des Reichsfinanz- ministeriums Ministerialrat Dr. Bömikc sowie Vertreter der Landesfinanzämter Köln, Düsseldorf und Darmstadt teil. Die Besprechung erstreckte sich hauptsächlich auf die Durchführung der ^rühiahrsveranlagung, Einhcitsbewertung, Vermögens- und Lohnsteuer sowie auf Fragen der Organisation, des Kassen- und Verwaltungsdienstes.
Franlsurt a. M„ 9 Febr. (Die Burgenländer in Frankfurt Main.) Den burgenländischen Gästen, die ihren Aufenthalt
am_______, „- ,- , , -- ,
in Frankfurt dazu benutzt haben, die wirtschaftlichen. Fialen
W” CedenkeL der darbenden und frierenden Mitmenschen!
LKönig Olafs Liefl
P 0 MA N von WO L F GANG MARKEN'
WHiataaEWISJQiUU DURCH VERLA« OSKAR MEISTER WERDAU SA
80)
(iHuO)Olud uttuoieil.)
Er kam mit Ponce wieder und bemerkte: „Ich kann es mcht verantworten Mister Heyden "
»O üvch Herr Oberst! Ich bin bereit. 100 000 Dollar für 2QS Flugzeug zu deponieren. Mehr dürfte auch ein Ozean- pugzeug nicht wen «ein "
Oberst Faller überlegte.
„Das wäre allerdings eine Möglichkeit. Ja, dann könnte es auf meine Kappe nehmen "
„Allo gut Mister Faller! Hier sind 100 000 Dollars auf einem Scheck von Miß Astor. Genügt Ihnen das?"
„Ohne weiteres!"
Oberst Faller nahm der Scheck, quittierte und überreichte Aeyden die Quittung mit den Worten: „Jetzt können Sie Meine Landsleute werden mit nicht böse «ein daß k6n Qut d'ele Weile eine neue Sensation oerlchaffe." Jiepoen ichüttelte ihm die Hand und 'prang m das Flug- Summen der Motore wurde stärker
Aut ein Zeichen Heydens 'prang alles zur Seite.
Das Flugzeug rollte davon, erhob sich nach hundert -ucerern vom Boden und war nach wenigen Augenblicken verschwunden
Oberst Faller und die Monteure iahen ihm lanae nach.
»Dieser Heyden ist eigentlich ein Universalgenie!" sagte Oberst bewundernd „Singt wie ein Gott, daß er einen «'len Kerl wie mich zu Tränen rührt, und führt ein Flug- vte^) ^* etn Eer Flieger! Der Start war einfach
^epben saß am Steuer. Er war in einer seit! amen, gv jobenen Stimmung So frei und leicht fühlte er sich, daß am liebsten froh aufgelacht hätte.
i»n.i uliegertage in Indien wurden wieder vor seinem i Auge lebendig Es war doch eine herrliche Zeit zweien, als er zujammen mit Griffith, dem famoten ^Sen die Strecke Bombay—Kalkutta flog!
^«riffith! War das ein Kamerad gemessn, immer lebens«
“nb. gutgelaunt Aber er trank Und einmal, als für II "?â)t in der Lage war zu fliegen, iprang Heyden . ihn ein, brachte das Flugzeug wohlbehalten nach Kal- a und von dort nach Bombau zurück. Diele Leistung
Hatte imponiert. Man erteilte Heyden das SßA^Jtt und von da ab flog er öfters lelbftftänbig.
Und jetzt flog er über den Ozean!
Da tippte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Mister Heyden, ich bin da!" grinste John, der kleine ■ Irländer
„Du bist da, da kann's ja losgehen!" sagte Heyden gutgelaunt. „Also mein Junge. wir wollen jetzt ganz he» sonders gute Kameraden lein. Du wirst mir helfen ver- schieden? kleine Handgriffe zu machen Mut müssen wir eben beide haben, daß wir glücklich nach drüben kommen. Die Seewarte hat ja glänzender Wetter über dem Atlantik i gemeldet"
I „Sagen Sie nur, was ich tun soll. Mister!" sagte John.
„Ich mache alles!"
„Schön, mein Junge. Jetzt nimm diesen Vriefbeutel. Links liegt er Wenn ich es dir sage. dann wirfst du ihn durch Die Klappe ab "
Sie fuhren über das Stadion, in dem eben zwei Naltone« im Stabhochjprung kämpften.
Heyden ging tiefer
„Jetzt. mein Junge!"
Prompt fiel der Vriefbeutel zur Erde nieder.
Der Briefbeutel fiel mitten im Siaoron, unweit der kämpfenden Parteien, nieder.
Ein Sportler ergriff ihn und las die Aufschrift: „An Miß Astor!"
Als er in die Loge der Millionärin trat, fand er die deutschen Ozeanflieger in größter Erregung vor.
Auch Miß Astor war blaß
„Es war die „Berlin"! Ich habe sie genau erkannt!"
Hauptmann Römhild, und Rüstig stimmte chm bei.
Bleich iahen sie sich an
„Heyden ist allein abgeflogen!" sagte Macill wütend, aber innerlich fühlte er doch eine gewaltige Hochachtung
„Das ist glatter Wahnsinn!" tagte Römhild heftig „Hätte ich geahnt, daß Heyden so exzentrisch veranlagt ist, dann hätte ich ihn keinen Augenblick allein gelassen ‘5
„Ist verstehe Oberst Faller nicht!" tagte Miß Astor mit bebender Stimme
Da brachte der Sportler den Briefbeutel.
Unter atemloser Spannung der Deutschen und der Amerikaner wurde der Beutel geöffnet
Miß Astor las den Brief Fiebernd warteten die anderen.
I ■ Endlich sprach die Amerikanerin gepreßt: „Mister Heyden hat tatsächlich das Tollkühnste vor. Er will allein den I Ozean überqueren. Hören Sie, was er schreibt!"
I Sie las vor:
„Meine verehrte Miß Astor! Ich bitte um Verzeihung. daß ich mich so formlos zurückzog aber ich mußte es. sonst wäre es nur nicht gelungen, den Flug über den Ozean anzutreien Ein gütiger „Zufall" hat die Propeller wieder an Ort und Stelle gezaubert. Geben Sie wohl und haben Sie Dank für die nur gewährte Gastfreundschaft Ich poffe. Sie bald wiederzuiehen und bitte Sie. meinen Freunden und Begleitern zur Beruhigung zu lagen, daß Obers, Faller glaubt ich fahre nur“ über das Stadion Zur Sicherheit habe ich bei ihm den Betrag von 100 000 Dollar deponiert Bringe ich das Flugzeug nicht wohlbehalten nach Deutschland Dann ist das verlorene Flugzeug aus diesem Fond zu decken. Grützen Sie alle meine Freunde recht herzlich und behalten Sie in gutem Gedenken
Ihren Willmar Heyden.
Die Deutschen empfanden bei Erwähnung der 100 000 Dollar eine gewisse Erleichterung. Aber alle waren sie noch ganz benommen.
„Ist Aussicht vorhanden, daß Herr Heyden allein den Ozean überqueren kann, Herr Römhild?" fragte Miß Astor.
„Das läßt sich schwer sagen. Ich kenne die fliegerischen Fähigkeiten Heydens nicht. Möglich ist es schon."
„Dann will ich fest daran glauben!"
Ein gc Der Gi
Die Amerikaner waren überrascht und begeistert, als sie von dem Wagnis des großen Sängers hörten. Seine tollkühne Art imponierte ungeheuer.
Ein ganzer Kerl! sagte man hingerissen.
Der Länderkamps Amerika—Deutschland endete mit dem sensationellen Siege der Deutschen Sie schlugen die amerikanischen Leichtathleten mit 107:92 Punkten.
Dieses Resultat wirkte im ersten Augenblick wie ein kalter Wasserstrahl auf das sieggewohnte sportliche Amerika. Aber dann brach der echte Sportgeist durch, und begeistert wurden die Deutschen gefeiert.
liVonicBunq folgt)
Heiteres.
Zweifelhafte Diagnose. Ein Auromobilist fuhr kürzlich einen Mann auf der Straße höchst unsanft an, der sich aber halb vom Boden erhob und die schmerzenden Glieder rieb. Der Amomo- bilist war stehen geblieben und wandte sich an den Mann mit der Frage, ob er sich verletzt fühle. „Ich weiß es noch nicht", war die Antwort. „Ich mutz erst mal mit meinem Rechis-
Zch muß erst mal mit meinem Recht
anwalt sprechen."