die Haare zu Berge standen und mancher sich zu vorzeitigem Abbruch bet Reste entschließen mußte. Ein besonders trauriges Los erwartete einige hundert Legionäre, die kürzlich mit dem Dampfer „Pennland" nach New York zurückkehrten. Da man von anderen Reisen wußte, daß die Heimkehrenden, ehe sie daheim wieder trocken gelegt werden, auf dem Schiffe noch einmal einen gehörigen Trunk zu tun pflegen, hatte die bcircs- fende Gesellschaft dem Dampfer einen großen Vorrat an Wern, Bier usw. mitgegeben. Aber ach, was half dies den tapferen Kriegern; sie hatten ihr ganzes Geld bis auf einen winzigen Rest in den Händen ihrer französischen Freunde und ... Freundinnen gelassen. Unglücklicherweise bekam der Hauptsteward von der Lage der Dinge Wind, sonst hätte man wohl, wie es sonst auf den Dampfern allgemein üblich ist, noch ab und zu etwas auf Gutschein entnehmen können, um dann am Ende der Reise dem Himmel die Begleichung der Rechnung zu überlassen. So aber prangte am Eingang des Speisesaals und der Restaurationsräume ein großes Schild: „Getränke werden grundsätzlich nur gegen Barzahlung abgegeben." Das war bitter, denn für die meisten bedeutete dies, daß bie heimische Trockenheit gewissermaßen schon zehn Tage früher beginnen sollte, als man eigentlich erwartet hatte. In der Verzweiflung kam man auf den geradezu kommunistisch anmuten- den Gedanken, alle irgendwie verfügbaren Barbestände zusammenzuwerfen und davon auf gemeinsame Rechnung den nötigen „Stoff" zu beschaffen, damit doch jeder wenigstens etwas bekäme. Doch auch dies scheiterte daran, daß die wenigen Begüterten sich für eine derartige Teilung bedankten, und mit Gewalt konnte man doch einen derartigen Kommunismus auf einem amerikanischen Schiffe nicht in die Praxis umsetzen. — So mutzte man mit dem Bewußtsein, Hunderte von Hektolitern der kostbarsten „geistigen" Schätze an Bord zu haben, mit trockener Kehle den heimischen Penaten zustreben. — Die Ironie des Schicksals wollte cs übrigens, daß auf dem gleichen Dampfer zuvor 1200 Legionäre nach Europa gefahren waren, die, im Besitze eines geübten Durstes und wohlgefüllter Börse, schon am vierten Tage der Reise mit den Alkoholvorräten des Schiffes restlos aufräumten, obwohl man in Borausahnung der Dinge diese Vorräte dreimal so groß genommen hatte wie bei gewöhnlichen Fahrten. Auch sonst gelten Amerikaner heutzutage als beliebteste Schiffsgäste; denn sobald sie — gleichgültig ob Männer oder Frauen — ihr angeblich „trok- kenes" Land verlassen haben, beginnt eine allgemeine Kneiperei, bie wohl am deutlichsten bekundet, was man von den Lobeshymnen gewisser Abstinenten zu halten hat.
jeneMe Mum
In England verfallen Vermögen, aus die kein Erbe nach dem Tode ihres Besitzers Anspruch erhebt und die durch Testamente nicht übereignet werden, der Krone. Oft handelt es sich um Millionen, die der Krone auf diese Weise mühelos Zufällen. So starb im Jahre 1798 Maria l'Epine, die nach heutigem Gelde eine Summe von 1 850 000 Mark hinterließ, in einer Irrenanstalt. Ihr Vermögen wurde Admiral Lord Howe zugesprochen mit der Einschränkung, daß er es zurück- geben müsse, wenn sich jemand fände, der einen Rechtsanspruch auf die Hinterlassenschaft habe. Verschiedene Personen behaupteten, Anspruch auf das Vermögen zu haben, und etwa hundert Jahre lang wurde darum prozessiert. Ta Lord Howe kinderlos starb, fiel das Vermögen wieder an die Krone zurück. Es ist inzwischen auf rund 55 Millionen «»gewachsen. Nachdem lange Zeit vergeblich viele Kirchenbücher durchsucht worden waren,fand sich in den Kirchenregistern von St. Martins- in-the-Field aus dem Jahre 1761 die Trauung von Maria und Edward l'Epine vermerkt. Auf Grund der Familienforschungen, die er an Hand dieser Eintragung anstellte, erhebt nun Lord Bangor Anspruch auf dieses Riesenvermögen, und es ist höchstwahrscheinlich, daß es ihm zugesprochen wird.
Selbstverständlich kommt es auch vor, daß solche Vermögen an Leute ausgezahlt werden, die keinen Anspruch darauf haben. Als ein gewisser Anton Mangini in England starb, kam verzweifelt eine Frau, die behauptete, seine Tochter zu sein. Da Mangini keinen letzten Willen hinterlassen hatte, verfiel sein Vermögen der Krone. Zwanzig Jahre kämpfte die Frau um ihr Recht, auch andere Italiener meldeten sich. Endlich gelang es ihr, nachzuweisen, daß sie wirklich eine Tochter Manginis war. Sie erhielt etwa 1 250 000 Mark ausgezahlt. Als die Tochter Manginis im Alter von 90 Jahren kinderlos starb und kein Testament hinterließ, fiel das inzwischen auf über vier Millionen Mark angewachsene Vermögen an den Staat zurück. Wieder begann der Kampf um diese große Erbschaft. Das Gericht stellte fest, daß fünf Italiener namens Freccia, Nachkommen des Antonio Mangini aus St. Ilario bei Genua, als Erben in Frage kämen. Kaum hatten zwei Freccias ihren Anteil am Vermögen erhalten, als ein Makkaronihändler, der zufällig in den Archiven von Genua schmökerte mnd daß Mangini nicht in St. Ilario. sondern in
(26. Fortsetzung.)
TtO^AN von H El N Z AlfR ED von Ey ERN jURMtWe-RECHTSSCH UTZ OVERLAGO/AEI STER-tMERDAU
Böhme fingerte verlegen an der Hosennaht herum.
„Ich kann ja auch solange warten, bis der Herr Graf sgefpeist haben--"
»Nee, Mann Gottes, nun kommen Sie mal." Hubertus hakte den Beamten ohne weiteres unter und trat in die Halle. "Lassen Sie noch ein Gedeck auflegen," rief er dem Haushofmeister zu, „es kann gleich angerichtet werden!"
Der alte Rehm verzog keine Miene, er war derlei Ueber- raid)ungen schon gewöhnt, aber im Innersten seines Herzens empörte es ihn, daß sich ein hochgeborener Herr mit einem simplen Gendarmeriewachtmeister an einen Tisch setzte.
Der Diener hatte das Geschirr abgetragen, und die Zigarren brannten. Egede schenkte dem Beamten ein, dann lehnte er sich zurück.
„Also, jetzt sind wir ungestört, nun erzählen Sie malt"
„Es handelt sich um eine Wilddieberei--"
„Ach nee, schon wieder?! Doch — bitte, fahren Sie fort!
Böhme strich mit der Hand über den breiten, braunen Schnurrbart.
„Ich weiß nicht, ob der Herr Graf den Gastwirt Merkel m Herzogswalde kennen--"
„Den Besitzer vom „Goldenen Stern" meinen Sie?"
„Ganz recht. Der Mann hat vor ein paar Tagen seine Kellnerin entlassen; na, heute kommt nun das Mädel zu mir in die Wohnung und erstattet eine Anzeigè: der Kerl ist ein Hehler schlimmster Sorte und bezieht regelmäßig Wild von einem gewissen Matowski, der hier in Drehna-Anbau wohnt."
„Also doch! Sie müssen nämlich wissen, Herr Wachtmeister, meine beiden Revierförster Voigt und Mertens — mittlerweile sind sie zu Oberförstern befördert — haben erst nor ein paar Tagen eine Haussuchung bei dem Halunken Hbaeoalten, und heute, vor ein paar Stunden, meldeten mir
Quarto geboren war. Das Gericht entschied schließlich, seine erste Entscheidung solle aufrechterhalten bleiben, — wahrscheinlich in der Annahme, daß es schwer sein würde, die Freccias zur Herausgabe des Geldes zu bewegen. „
In einem andern Falle schreckten die Glücksjäger nicht vor schwerer Urkundenfälschung sogar in Kirchenbüchern zurück, um so eine Grundlage für ihre unberechtigten Ansprüche zu schaffen. Einige hatten sich sogar falsche Trauscheine angefertigt und diese zwischen die Originaltrauschcinc der in Frage kommenden Kirchengemeinden geschmuggelt!
"Daß jemand absichtlich kein Testament hinterläßt, um seine mutmaßlichen Erben miteinander in Streit zu bringen, dürfte wohl nicht allzu häufig sein. In W a r r i n g t o n starb ein gewisser Harrington, der über 2 Millionen Mark, aber kein Testament hinterließ. Es meldeten sich im Laufe der Zeit nicht weniger als fünfhundert Personen mit bcm Namen Harrington, die sämtlich Anspruch auf das Erbe erhoben.
Ein ^ekordwcinstock.
In der Wcißau an der alten Donau bei Wien zucyirie Herr Mutzer vor sechs Jahren einen Weinstock, echter Tokaier mit einem Schutz italienischen Refoscos veredelt, der heute 817 Trauben mit einem ungefähren Gewicht von 230 Kilogramm trägt. Mit dieser Txaubcnzucht ist der bisher von Frankreich an einem hochgezüchteten Weinstock gehaltene Rekord von 700 Trauben überboten.
~ Schwierig ist der Nachweis selbstverständlich da, wo der Erblasser aus bestimmten Gründen seinen Namen gewechselt hat und keinen Wert darauf legt, seine Herkunst jedermann auf die Nase zu binden. Sophie Daw, die Tochter eines Fischers, war auf einer Bauernwirtschaft in der Nähe Newports tätig, wohin man sie vom Arbeitshause auf der Insel Wight als Dienstmagd geschickt hatte. Die Arbeit behagte ihr nicht: sie ging nach London und handelte mit Apfelsinen, hielt sich später längere Zeit in Paris auf, kehrte nach London zurück und ver- beiratete sich mit einem französischen Adligen, dem Baron de Feuchères. Bei der Trauung gab sie an, die Tochter von Richard und Jane Dawes aus Poplar Row zu sein, da sie kein Interesse daran hatte, ihrem Ehegalten ihren früheren Aufenthalt im Arbeitshause auf der Insel Wight zu gestehen. Sie ging nach Paris zurück unb spielte hier in der Gesellschaft eine nicht unbedeutende Rolle. Später erbte sie über 10 Millionen Mark von einem reichen Franzosen, kehrte nad) England zurück und kaufte hier eine Reihe von Grundstücken. Sie lebte mit ihrer Mutter zusammen, beide starben kurz hintereinander im gleichen Jahre. Um die Behörden abermals irrezuführen, gab die Tochter bei der Ausstellung des Totellscheins an, ihre Mutter sei unverheiratet gewesen. Sophie Daw alias Dawes hinterließ über vier Millionen Mark. Da sie keine letztwillige Verfügung darüber getroffen hatte, fanden sich wieder viele Menschen ein, die behaupteten, Nachkommen und Verwandte zu sein. Schließlich wurden die wirklichen Erben festgeftellt, — einige biedere Fischerleute, denen gan-4 -unverhofft dieser Reichtum in den Schoß fiel.
IßW Mr Sie Liede.
Der Schriftsteller Dilip Kumar Roy berichtete kürzlicy über ein Gespräch mit dem indischen Dichter und Philosophen Rabindranath Tagore, das sich mit der Seele der Frau, besonders in ihrem Verhältnis zu dem Manne ihrer Liebe, beschäftigte. Nach Tagore ist eine Frau, wenn sie liebt, ganz von ihrem Gefühl erfüllt. Mit allen Fasern ihres Seins klammert sie sich an ihre Liebe. Wenn ihr Lebenspfad sich teilt, kann sie alles, was ihr bis dahin teuer war, aufgeben,
Blaha und ^endriczet, daß im Bruchholz Fasanen von bet; Schlafbäumen geschossen seien."
„Dann stimmt es schon." Der Beamte strich die Asche seiner Zigarre ab. „Das Frauenzimmer erzählte auch von einem Hirsch--"
_ „Jawohl, ein Achter, das wissen wir bereits, aber die Sache kommt noch besser: gestern Abend ist ein regelrechter Mordanschlag gegen mich verübt worden--"
Donnerwetter!
Böhme sprang unwillkürlich auf. „Das genügt, daraufhin kann ich den Schweinehund sofort verhaften!"
»Ach nee," Hubertus drückte den Wachtmeister mit sanfter Gewalt auf seinen Stuhl, „immer sachte mit den jungen Pferden! Jetzt, wo wir Gewißheit haben, will ich den Mus- jöh auch auf frischer Tat abfassen."
um dem von der Liebe vörgezeichncten Wege bis anS'Eudè zu folgen. ' Sie wird es ohne Zögern und Bedauern tun, wenn die Gesellschaft sie deshalb in Acht und Bann und diese Verfemung erbarmungslos auch aus den Mann erstreckt. Nur eins kann sie zur Reue und zur Umkehr veranlassen: wenn die Liebe des Mannes erkaltet. Wäre ein solcher Mann nun kein Verbrecher? Nein, sagt der Dichter beim die Naturen von Mann und Frau sind zu sehr verschiß den! Die Seele des Mannes kann niemals restlos von öct Liebe ausgefüllt werden. Nur Blinde oder Prahlhänse können dies behaupten. Der erliste Mann, der sich von der Liebe bewegen ließ, auf sein Werk, auf seine Lebensaufgabe zu verzichten, wird bald seines Irrtums inne werden: auf die Dauer kann die Liebe ihm keinen vollgültigen Ersatz bieten. Solche Männer aber, die ganz in ihrer Liebe aufgehen, die es niemals bereuen, alle ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten wegen eines einzigen liebenden Wesens von sich geworfen zu haben, sind in Wahrheit — weibliche Naturen. Der Mann bleibt stets Forscher und Sucher nach dem Unendlichen, nach Gott, nach der Erlösung oder irgend einem erstrebenswerten Ideal. Keine noch so beglückende Erfahrung kann ihn be.. friedigen, wenn sie seinen Schritt in Fesseln schlägt, wenn sie ihn am Untertauchen im Unendlichen hindert, (gilt solches Wissen, eine Erfahrung von überwältigendem Ausmaß und Glanz kann auch die Liebe sein, aber nur, wenn sie seinen Forschertrieb nicht hemmt. Die Natur des Mannes läßt sich nicht vergewaltigen, sonst rächt sic sich unfehlbar an ihm. Man kann ihn mit einem Baunr vergleichen, der Ausdehnung braucht, eine Mannigfaltigkeit von Boden und Luft und Rege». Wenn ihm die Wurzeln abgerissen werden, bleibt ihm nur ein qualvoller Tod. Die Frau dagegen gleicht einem zarten Schlinggewächs, das seine Erfüllung in der Umarmung des Baumes sieht und das schon in der bloßen Umschling, ina aufblüht.
Der SiWSMW des WMMtzs Nm W*
Witgctcilt von Franz Stoy.
Das Dorf Raddatz in Hinterpommern birgt einen einzigartigen historischen Gegenstand. Dem Besucher der kleinen verträumten Dorfkirche fällt sofort die eigenartige Kanzel ins Auge. Der über der Kanzel an der Kirchendecke befestigte Baldachin trägt die Inschrift: „Carrus triumphalis Johannis Sobiesky regis Polonorum". Außerdem ziert ihn der weiße zweiköpfige Adler der Stadt Wien.
Wir haben hier in der Kanzel des Kirchleins beu reichver- goldcten Siegeswagen des Polenkönigs Johann Sobiesky vor uns, ein Geschenk der dankbaren Stadt Wien für den am 11. September 1683 errungenen Sieg über die Türken unter Kara Mustafa. Dieser herrliche Sieg setzte dem weiteren Vordringen der Türken ein Ziel; sie waren bis mr Vernichtung geschlagen. Die Stadt Wien aber blieb vor dem schrecklichen Schicksal aller jener Städte bewahrt, die bcm Ansturm der Osmanen erlagen. —
Friedrichs II. Grenadiere erbeuteten im ersten Schlesischen Kriege diesen Siegeswagen in einem Dorfe in Schlesien, und der König bestimmte diese eigenartige und kostbare Beute für das Zeughaus in Berlin.
Der damalige Lehnsherr von Raddatz, der General Hennig von Kleist, der sich unter den Fahnen des Großen Königs ausgezeichnet hatte, erbat von diesem den Siegeswagen des Polenkönigs, um ihn als Kanzel in seiner neuerbauten Kirche zu Raddatz aufzustellen, und der König gewährte dem verdienstvollen General diese Bitte.
Die vergoldeten Räder dieses Wagens, die ebenfalls in der Kirche aufbewahrt wurden, sind jedoch spurlos verschwuw den. Wahrscheinlich wurden sie im Jahre 1806 von den beutegierigen Franzosen mitgeführt.
Vücherschau.
In zehn Stunden zu Wasser von Hamburg nach Neuyorl! Heute noch eine Unmöglichkeit, aber vielleicht schon morgen erleben wir es. Im Geiste erleben wir es in dem neuen Roman der „Münchner Illustrierten Presse", der in der neuesten Nummer (Nr. 44) zu erscheinen beginnt. — Die gleiche Nummer enthält das Preisausschreiben: Wer ist die schönste von den acht schönen Ziegfeld-Girls, die ihre Photographien der „Münchner Illustrierten" zur Verfügung gestellt haben. — Ein interessanter Bilderaufsatz behandelt die neuesten Bauten des goldenen Westens Amerikas, Stil aus aller Herren Länder und aus aller Länder Zeiten. — Wie sah die Schönheitskönigin zur Eiszeit, wie bei den Aegyptern, wie bei den Kretern, wie sah sie bis auf unsere Tage aus? Das wird im Bilde vorgeführt. — Von aktuellen Bildern nennen wir besonders die Zeichnung von Eduard Thöny vom „Großen Herbstempfang im Münchner Rathaus". Wir erwähnen noch die Bilderfolgen,, Kamera-Besuch bei Hagenbeck", „Rußland und die Andern" und „Neue Wagen auf der Londoner Autoschau".
, . werden der Herr Graf nicht lange zu warten brauchen!"
„Wieso?"
Der Beamte sah sich um, als fürchte er, daß ein Lauscher in der Nähe sei. „Wie mir meine Gewährsmännin versichert hat, will Matowski dem Merkel in der Sylvesternacht wieder Fasanen liefern, —■ frischgeschossene — •—"
„Ist die Möglichkeit?!" Egede schlug sich mit der flachen Hand aus das Knie: „Na, das Handwerk werden wir dem Burschen legen, — gründlich! Sie sind doch mit von der Partie?"
„Wenn der Herr Graf wünschen?"
„Lieb wäre es mir schon. Also schön, dann bitte ich am 31. vormittags um elf bei Forstmeister Stephan zu sä
„Forstmeister?"
Hubertus schmunzelte. „Den hat er zu Weihnachten kommen, wir müssen einen eingehenden Kriegsrat abhalte», meins anderen Forstbeamten verständige ich telefonisch."
„Ich werde pünktlich sein." Der Wachtmeister stand aus „Und jetzt, — ich habe noch ein paar dienstliche Angelegenheiten zu erledigen, wenn es mir der Herr Graf nicht uvei nehmen —"
„Aber, ich bitte Sie, die Pflicht geht natürlich allem anderen voran!" Egede begleitete seinen Gast bis zur ^»r. „Nochmals schönsten Dank, ich werde mich mal gelegentiuy mit ein paar Hasen oder Fasanen revanchieren!" .
Zwei Minuten später verhallte auf dem gepflasterte»^0!6 der harte Trab des schweren Artilleristenpferdes.
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Wie ein Träumender starrte Hubertus auf die ta ^9 ' blauer Maschinenschrift beschriebenen Bogen, dann das Schreiben sorgfältig in das Schubfach und schloß Meins ab. Ein tiefes, tiefes Aufatmen — nun war die Entscheid gefallen — jetzt war er — frei, frei. — Und unwüttur stieg ein Bild vor ihm auf, ein lächelndes Mädchenantutz, , schweren, goldblonden Flechten umrahmt, mit Augen, w und rein und blau wie ein Bergsee. ,
Konnte es denn das geben, für ihn geben — ein. '
dessen bloßes Ahnen erschauern ließ, eine Seele, die w ^, eigen sein wollte, jetzt, wo er einsam war, verlassen- seinem Reichtum ärmer als der geringste feiner Tagclo) Hatte er überhaupt noch das Recht, ein fremdes geb, das feine zu ketten? War es nicht besser, wenn er als was ihn der Volksmund bezeichnete: der fmqte der aufging in der Liebe zu Wald und Wild, der N'cyrs i