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tigt werden in der Weise, wie es Hessen im Reichsrat be- antragt hat. Die Abschaffung des geordneten Schul­betriehes muß den Ländern überlassen werden, desgleichen die Bestimmung über Schulaufsicht, Schulverwaltung und Religionsunterricht in den Volksschulen. Die ,jetzt gelten­den hessischen Bestimmungen gehen zum Teil im Ent­gegenkommen gegenüber den Kirchen weiter als^der Ent­wurf, sie lassen sich aber nur im Rahmen der Simultan- schule aufrechterhalten.

Württemberg verlangt Reichsunterstützung.

Bei der Haushaltsberatung im Württembergischen Landtag führte Finanzminister Dr. Dehlinger aus, daß man für das Jahr 1928, weil eine Exhöhung der Landes- steuern unmöglich sei, auf das Entgegenkommen des Reiches angewiesen sei. Da die Länder in der Besol­dungserhöhung zwangsläufig dem Reich folgen müssen, hätten sie auch einen verfassungsmäßigen Anspruch auf Unterstützung durch das Reich und auf Erhaltung ihrer Lebensfähigkeit. Würden dem Land die ihm vom Reich für die Überladung der Steuer- und Zollgebäude, der Bahn und der Post vertragsmäßig zustchenden Entschädi­gungen gezahlt, so könnte es auch die Besoldungs­erhöhung aus eigener Kraft tragen. Der Minister wandte sich dann gegen die Bestrebungen zum Einheitsstaat.

Die deutschen Ostgrenzen in englischem Licht.

Das Londoner BlattWestminster Gazette" ver­öffentlicht eisten Aufsatz über die Frage der deutschen Oftgrenzen, der aus der Feder eines englischen Sonder­berichterstatters des Blattes stammt, der kürzlich Ober- schlesien und den Danziger Korridor besucht hat. Darin werden zahlreiche Beispiele für die grotesken Verhältnisse gegeben, zu denen die Art und Weise der Grenzziehung durch die alliierten Mächte geführt hat.

Österreich.

X Entschließungen der österreichischen Sozialdemokratie gegen rechts und links. Der Parteitag der Sozialdemo­kratischen Partei Österreichs nahm eine Entschließung an, in der betont wird, daß die Sozialdemokratie wiederholt erklärt habe, daß sie jederzeit zu ernsten Verhandlungen über eine Abrüstung bereit sei. Es heißt dann ferner, daß mit den bürgerlichen Parteien keine Koalition möglich sei, solange diese glaubten, die Sozialdemokratie unbeachtet lassen und sie von oem den Interessen der Arbeiterklasse entsprechenden Anteil an der Staatsmacht ausschließen zu können. Die Sozialdemokratie erstrebe keine Diktatur der Arbeiter über die Bauern, sondern das Bündnis der Arbeiter und Bauern gegen GroßkapitaNsmns und Groß­grundbesitz. In einer weiteren Erklärung des Parteitages wird dasKomitee zur Förderung der internationalen Gewerkschaftseinheit" als kommunistische Keimzelle und die Zugehörigkeit zu diesem Komitee mit der Mitglied­schaft bei der Sozialdemokratischen Partei als unvereinbar bezeichnet. Der Parteitag beschloß, am 12. November De­monstrationen der ganzen Arbeiterschaft in Österreich ab« zuhalten gegen den Faschismus und für die Republik. Damit schloß der Parteitag.

Großbritannien.

X Wahlerfolge der englischen Arbeiterpartei. In 330 englischen Stadtgemeinden fanden die Wahlen für die Er­neuerung eines Drittels der Mitglieder der Gemeinderäte statt. Die vorliegenden Ergebnisse der Wahlen zeigen ein sehr erfolgreiches Abschneiden der Arbeiterpartei. Nach den veröffentlichten Zahlen haben in England und in Wales die Arbeiterpartei einen Gewinn von 110, die Kon­servativen von 7, die Liberalen von 8 und die Unabhängi­gen von 15 Sitzen zu verzeichnen. Dagegen verlieren die »tr^oitor^nrioi ii, bis mmreiwmriwn-hp, me Llderäirm^O und die Unabhängigen 27 Sitze. Die Arbeiterpartei hat besonders in den industriellen Bezirken neue Sitze ge­wonnen.

Aus Zn- und Ausland

Berlin. Der Reichspräsident hatte dem Präsiden­ten von Griechenland seine Glückwünsche zu dem Mißlingen des. gegen ihn gerichteten Mordanschlags ausgesprochen. Präsident Konduriolis hat darauf umgehend seinen auf­richtigsten Tank übermittelt.

Paris. Nach einer Meldung aus Lissabon hat der Ministerrat die Auflösung des Allgemeinen Arbeilerverbandcs und aller Arbeitervereinigungen beschlossen, die nicht vor dem 15. November neue Satzungen vorlegen und eine energische Unterdrückung aller Attentate verbürgen.

Rom. DerOffervatore Romano" erwähnt die Hoch­achtung und Begünstigung, deren sich die katholische Kirche in Japan von feiten der japanischen Regierung erfreue. Das Blatt teilt mit, daß die japanische Regierung sich ernstlich mit dem Gedanken beschäftige, eine Botschaft beim Heiligen Stuhl zu errichten.

Belgrad. In Stip, wo kürzlich der serbische General Kowatzchewitsch ermordet worden ist, wurden durch fünf Revolverschüsse Mischa und Rista Mihailow ermordet, die der Vater und der Bruder des bekannten mazedonischen Führers Banische Mihailow sind. Dieser soll nach der Mei­nung der Serben den Mord an dem serbischen General Kowatschewitsch organisiert haben.

Mordprozeß gegen Aegiemngsrat Heydebkand.

Die Schuldsrage noch nicht geklärt.

Vor dem Breslauer Schwurgericht steht der Sohn eines belannten Politikers als Angeklagter Es ist der Regierungs- ral von Hev d e b r a n d und der Lasa. dessen Vater ange Zeit der Führer der Teutschkonservativen Partei war und der scherzhaft als .ungekrönter König von Preußen" be- '^nci wurde Der Regierungsrat war unglücklich ver- hetratet. ließ »ch von seiner ersten Frau scheiden, heiratete

^^te aber mit der zweiten, sehr reichen Gattin nicht glücklicher als mit der ersten. Diese kränkte sich darüber, daß er noch Verbindungen mit der geschiedenen Frau unterhielt, und warf ihm vor, daß er sie

nur des Geldes wegen geheiratet hätte. Er bezog 600 Mark Monatseinkommen und führte davon 500 Mark an die erste Frau ab Eines Abends war das Ehepaar, wie der Angeklagte berichtet, friedlich bei- sammen Ilm so bestürzter waren er und die Anfwärterin,

Ams von einem seltsamen Geräusch geweckt wurden. »rau von Heydebrand hatte sich

angeblich selbst erschossen.

Da der Regierungsrat aber nur knapp bekleidet, der tödliche Schuß ferner aus der Waffe des Beschuldigten abgefeuert war und er bei der Testamentseröfsnung ein auffälliges Interesse zeigte, nahm seine Umgebung und auch die An­klage an, daß er der Mörder seiner Gattin sei. Diese hat übrigens nicht ihn, sondern einen Neffen zum Universalerben eingesetzt, so daß der Regierungsrat aus den ihm zukommen­den Pflichtteil beschränkt ist Von dem Inhalt des Testa­ments hat er aber vorher keine Ahnung gehabt, so daß die Enterbung nicht als Mordmotiv in Frage kommen kann. Die Verhandlungen werden noch einige Tage andauern

Die Wirtschafterin Heydebrands sagte aus, daß das Ehe­paar am Tage des Todsè der Frau g u t gelaunt gewesen sei Das Schlafzimmer des Ehepaares sei nur durch eine Wand von dem der Wirtschafterin getrennt gewesen. Von Heydebrand sei gleich nach dörU Schuß in der Nacht am ganzen Rotper zitternd zu ihr gekommen. Er habe einen völlig verstörten Eindruck gemacht.

Kemal Pascha türkischer Staatspräsident.

Die Türkische Nationalversammlung trat zu ihrer dritten Session in Angora zusammen. Gleich zu Beginn der Sitzung wurde Mustapha Kemal einstimmig zum Prä­sidenten der Republik w i e d e r g e w ä h l t. Kemal leistete den Eid gemäß der Verfassung und dankte für das ihm durch seine Wiederwahl zum Staatsprä­sidenten bewiesene Vertrauen. Er betonte die Pflichten und die Ziele seiner neuen Amtsperiode und sagte: Bereit zu sein, jeden Augenblick die Existenz und die Macht der Republik und die hohen Interessen der Nation gegen jede

innere und äußere Krise zu verteidigen, die friedlichen Be­mühungen der auswärtigen Politik zu unterstützen und die Tätigkeit für eine friedliche Entwicklung der Bevölke­rung im Innern zu erleichtern, das sind die Hauptziele auch der neuen Periode.

Auch der Präsident der vorigen Türkischen National­versammlung kehrt auf Grund einstimmiger Wahl durch die Nationalversammlung auf seinen alten Posten zuruck. Ministerpräsident Ismet Pascha wird formell mit dem gesamten Kabinett zurücktrcten. Wie nunmehr mit Sicher­heit feststeht, dürften zwei Ministerien, Marine und Land­wirtschaft. nicht wieder besetzt werden.

Femeausschuß des preußischen Landtages.

Der Fall P a n n i e r.

Nach längerer Pause hielt der Untersuchungsausschuß des Preußischen Landtages über die Femefälle wieder eine Sitzung ab. Rechtsanwalt Themal wurde betr des Falles Pannier als Zeuge darüber vernommen, ob er durch ein un­lauteres Manöver aus der Verteidigung des zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigten Feldwebels Stein herausgedrängt worden sei. Ter Zeuge erklärte, daß es sich nicht um den Fall Stein, sondern um den Fall Aschenkamps handele. Offen­bar fei Aschenkamps nicht recht im Bilde gewesen, was eigent­lich gespielt worden sei. als Rechtsanwalt Dr. Sack auf ihn eingewirkt habe, die Sache einem anderen Verteidiger zu übergeben. In einem früheren Verfahren gegen Dr. Sack hat der Zeuge Themal erklärt, den Vorwurf unkollegialen Ver­haltens gegen Dr. Sack nicht erheben zu können. Der Zeuge Rechtsanwalt Re.ltko.wskj, Jber Verteidiget des Feld- nrrevels^SteimAvelfl die Annahme zurück, daß ersich irgend­wie habe beeinflussen lassen. Er habe die Verteidigung so geführt, wie es seine Pflicht gewesen fei.

Im weiteren Verlaus der Zeugenvernehmung wies auch Rechtsanwalt Bloch aus das entschiedenste zurück, daß an ihn das Ansinnen gestellt worden sei, die Verteidigung im Fememordprozetz in einem bestimmten Sinne zu führen.

Ortslohnzufchläge für Reichsöahnarbeitcr in Königsberg, Kottbus und Halle.

Berlin. Zwischen der Hauptverwaltung der Reichsbahn- gesellschaft und den Eisenbahnergewcrkschaften fanden die ersten Verhandlungen über die Gewährung von Ortslohnzu- fchlägen für die Reichsbahnarbeiter statt, in deren Verfolg zu­nächst für die Dicnstorte Königsberg, Kottbus und Halle eine Regelung getroffen wurde. Für Königsberg und Kottbus, die bisher keine Ortslohnzufchläge hatten, wurde ein fünf« prozentiger Zuschlag festgesetzt, während der Zuschlag für Halle von 7 aus 12 Prozent peraufgefeOt wurde. Die Verhandlun­gen für die übrigen Orte werden in der nächsten Woche fort­gesetzt.

Die Beerdigung des Prinzen von Carolath.

Berlin. Die Überführung der Leiche des Prinzen von Schönaich-Carolath fand am Mittwoch statt. Die Beisetzung erfolgt am Freitag in Saabor. Prinzessin Hermine ist dort bereits eingetroffen.

Ein unglücklicher Schütze.

Licgnitz. Aus dem hiesigen Ring unterhielten sich abends vier junge Drogisten. Plötzlich zeigte der eine, der 18jährige Karl Ludwig, einem seiner Kollegen einen Revolver. Die Masse entlud sich und der Schuß drang, dem 19jährigen Fritz Liedel in den Kopf und tötete ihn. Der unglückliche Schütze ist flüchtig. Man vermutet, daß er sich ein Leid angetan hat.

Aus dem Zuge gefallen.

Osterburg. Aus dem Gleis der Strecke OsterburgStendal wurde eine Frau im Alter von etwa 35 Jahren tot auf­gesunden. Beide Beine waren der Unglücklichen abgefahren. Es wird angenommen, daß sie aus einem Zug gefallen ist, dabei Die Besinnung verlor und vom nachfolgenden Zug über­fahren wurde.

Untergang eines Hochseeschleppers.

Danzig. Der mit etwa 800 bis 900 Pferdestärken aus­gerüstete HochseeschlepperGornik" ist nördlich von Rixhüft in der Danziger Bucht gekentert. Wahrscheinlich ist dabei die ganze Besatzung, die aus zehn Mann bestand, ums Leben ge­kommen.

Radiospiegel.

Ungefähr 3000 chinesische Kommunisten haben plötzlich die Stadt Jihsing am Taihu-Sre besetzt, die Beamten verhaftet und die Polizisten entwaffnet.

Das Flaggschiff des britischen ersten Kreuzergeschwaders ist nach Malta in See gegangen.

Vom großen Schöffengericht wurden 10 Zöglinge der Göt­tinger Erziehungsanstalt wegen der am 25. Juli dieses Jahres begangenen Meuterei zu Gefängnisstrafen von 39 Monaten, die beiden Rädelsführer zu 1 bzw. 1% Jahren Gefängnis ver­urteilt. Einer wurde fretgcsprochen.

Vortrag des Reichskanzlers beim Reichspräsidenten.

wtb. Berlin, 3. November. Der Reichspräsident nahm heute den Vortrag des Reichskanzlers entgegen.

Volksparteiliche Forderungen zum Rcichsschulgesch.

Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei durch ihre Vertreter im Biidungsnusschuß dem Reichs nenminister Dr. v. Keudell ihre Wünsche für die tung des Schulgesetzentwurfs in schriftlicher Form V Kenntnis gegeben.

Man rechnet, lautD. A. Z." in den Kreisen der Koalition damit, daß auf Grund der demnächst offner formulierten volksparteilichen Wünsche die Kompromißver- Handlungen über die wesentlichsten Teile des Gesetzent­wurfes beginnen können.

Die Erfolgaussichten dieser Verhandlungen würden durchaus positiv beurteilt, weil man sich bewußt sei, bau der Wille zur Fertigstellung des Schulgesetzes bei den Par­teien der jetzigen Koalition durchaus vorhanden und die Möglichkeit für eine Einigung auf einer mittleren Linie durchaus gegeben sei.

Ttrafrechtsausschutz des Reichstages Blatt I.

vdz. Berlin, 3. November. Im Strafrechtsausschuß des Reichstages sprach sich am Donnerstag der Berichterstatter Dr. Rosenfeld (Soz.-Dem.) für die Beseitigung der Zucht­hausstrafe aus. Er berief sich dabei auf den Entwurf von Radbruch aus dem Jahre 1022. Es genüge eine Einheits­strafe. Schon heute bestehe kaum noch ein wesentlicher Unterschied zwischen Gefängnis und Zuchthaus.

Der Mitberichterstatter Dr. Sack, (Volkspartei), trat dem entgegen mit dem Hinweis, daß auch im Radbruch- schen Entwurf zwischen strenger und einfacher Gefängnis­strafe unterschieden worden sei. Wenn man nicht abstufe, benachteilige man diejenigen, die nur leichte Strafe er­wirkt hätten gegenüber den Schwerverbrechern.

Haushaltsausschuß des Reichstages.

Nachdem der Haushaltsausschuß des Reichstages am Mittwoch die allgemeine Aussprache über die Finanzlage des Reiches beendet hatte, trat er am Donnerstag in die Beratung des neuen Besoldungsgesetzes selbst und der da­mit verbundenen Entwürfe und Anträge ein. Zunächst entspann sich eine Geschäftsordnungsdebatte über die Frage ob man das Erscheinen des Reichsverkehrsministers oder seines Staatssekretärs und des Reichspostministers verlangen solle. Schließlich einigte man sich darauf, daß der Ausschuß sich die Ladung dieser Minister für einen späteren Zeitpunkt vorbehalte. Abg. Eisenberger (Bay. Bauernbund) beantragte die Durchführung der Besol­dungsneuregelung zurück zu stellen und nur eine Hilfe für die unteren Beamten einzuleiten.

Die deutschen Sozialdemokraten und die kommissarische Verwaltung in Kattowitz.

wtb. Kattowitz, 3. November. Die deutsche Sozialde­mokratie, die mit 2 Sitzen in der kommissarischen Verwal­tung der Stadt Kattowitz vertreten ist, hat sich dem Schritt der deutschen bürgerlichen Parteien nicht angeschlossen. Sie gibt heute eine Erklärung bekannt in der es hejtzt, daß sie die Stellungnahme der deutschen Wahlgemeinschaft zwar verständlich finde, sich ihr aber selbst aus parteipoli­tischen Gründen nicht anschließen könne.

Au- Keffen-Mssau und Aachvargeßme!!.

Merkblatt für den 4. November.

Sonnenaufgang 7° II Mondaufgang Zf Sonnenuntergang 16" II Monduntergang

1847 Der Komponist Mendelssohn-Bartholdy gest.

1850 Der Dichter Gustav Schwab gest. 1

Schwer zu ertragen ist für eines Mannes Magen ein

Weib, das niemals weiß, wieviel die Uhr geschlagen, et hat zu rechter Zeit nicht Früh- noch Abcndschmaus,-und Ord­nung fehlt der Welt, weil sie ihm fehlt zu Haus.

Friedr. Rückert.

Wetterbericht.

Nachdem eine kräftige Sturmwelle, deren Kern zur Zeit über Island liegt, mit ihren Randstörungen Einfluß auf unsere Witterung gewonnen hat, steigt jetzt der Luftdruck über Eng­land erneut an. Wir können daher damit rechnen, daß mc Niederschläge zunächst wieder nachlassen, doch bleibt die mein bewölkte Witterung mit weit ausgedehnter Nebelbildung zu­nächst bestehen. Voraussage bis Donnerstag abend: Bleljaq neblig, sonst meist bewölkt, nur noch vereinzelt Niederschlag mild, westliche Winde. Aussichten bis Freitag abend: BrelM Nebel und wolkig, zunächst trocken, später wieder zunehmende Trübung, mild, südwestliche Winde.

Zn den Großstädten regnet es mehr!

Dieses verregnete Jahr, das ja noch nicht sein Ende ge­sunden hat, gab Anlaß zu einer merkwürdigen Feststellung' die man nachher auch bestätigt fand, als man die Aufzeich­nungen der früheren Jahre darauf nachprüfte. Von ^ kurzen, starken Regenfällen sind unverhältnismäßig viele m>ct den Großstädten niedergegangen. Man hat das zuerst >n Bayern gemerkt, wo München, Augsburg und Nürnberg den Löwenanteil an dem Wasser des Himmels davontrugcir Schließlich fand sich denn, daß es bei den kleineren Regen­güssen meist ebenso war. Es wird nicht bloß in Bayerns sein, man hat es anderwo nur noch nicht so beachtet. Ursachen sind zweierlei. Einmal ist die Luft der Großsta viel reicher an Staub, und der Staub wird zum Koudcn- sationsmittel für den Wasserdampf der Luft; das Stauo- teilchen zieht den Dampf an sich und verdichtet ihn zu Walpo allmählich Regen erzeugend. Das mag für schwache W schon genügen. Ferner ist es bekannt, bgß eine Großstadt vom send auf Luftbewegungen wirkt. Ein Wind, der über die v schieden hohen Dächer streift, wird unten durch Reibung .. hemmt, noch mehr der Wind, der zwischen den Häusern o' Straßen und Gärten gequetscht wird. Auch dadurch cnMv Verdichtung, also Regen. So bekommt die Großstadt m Regenfall als die Kleinstadt und das Land. In diesem kam es nicht darauf an; aber in trockenen Jahren kann die Großstadt, die eigentlich wenig Verwendung fur Wasser hat, um diesen Vorzug beneiden.

D Brieftelegramme im Verkehr mit Luxemburg. ^

1. November an werden zwischen Deutschland und t burg Brieftelegramme ausgetauscht. Die GeAM 50 Prozent der Gebühr für ein gewöhnliches dabei ist eine Mindestgebühr für 20 Wörter ?" en« m Die Brieftelegramme müssen vor der Anschrift v -ührenpflichtigen VermerkLT" tragen.

* Fulda, 3. November l L

Rentenbankdarlehen. ^M-es-

Wie uns soeben mitgeteilt wird, steht der mit ^ ^ ein leihbank vereinigten L ande sre ntere i 11 a nb»' größerer Rentenbankkredit zur Verfügung. y5;ti von w'' ! chaftliche Interessenten, dje .einen, Grundbesitz ^desle. bestens 1 Hektar haben, mögen sich baldigst an o utIÖ Mv terei melden. Neuer Grundbuchauszug, Gebauo ^jgen. liarversicherungsschein nebst Ortsschätzung sind m a