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Berliner Bilderbogen

Berlinbuddel 1".

Orgien in M*de -

sensatiouen. Drei Uniformst ü de. Der ft erbende Merline r.

In Berlin wird noch immer tüchtiggebabbelt* (geschippt). Vielleicht ist man wirtlich mal irgendwo so weit gediehen, daß iian eines der Löcher wieder eingeebiwt hat, aber baun ha: uan bestimmt eine Ecke weiter zwei neue dafür aufgerissen. Fachleute sagen ja, es sei das Zeichen einer gesunden, ent- ivicklungskrästigen Stadt, wenn tüchtig gebuddelt wird, genau so, wie es das Zeichen eines gesunden, lebenskräftigen Säug­lings ist, daß er tüchtig schreit. Aber solche Art von Lebens­kraft kann einem über werden.

Nur eine Buddelei, bie wir alle gern sehen und in Kauf nehmen würden, will und will nicht in Gang kommen: das Aüshebèn von Baugruben für neue Wohnhäuser. Alle mög­lichen Projekte, Pläne und Angebote stecken in allen möglichen Instanzen, der Magistrat kündigt an, er werde bestimmt dem­nächst einen Beschluß fassen und ihn der Stadtverordnetenver­sammlung vorlegen; aber er faßt ihn natürlich nicht und legt ihn nicht vor, sondern läßt sich Zeit, Zeit und nochmals Zeit, beim in diesem Jahre wird es jq ohnedies nichts mehr mit dem Bauen, das sieht fest, und bis zum nächsten. Frühjahr hat cs noch gute Weile.

Aber Ausstellungen und Messen sind die zärtlich geliebten und verhätschelten Kinder des Magistrats. Am Kaiserdamm gab cs bie große Modeausstellung. Sie war das Ereignis für bie Berliner Damenwelt. Eine Sinfonie von Farben. Formen, Düsten. Seide, Kunstseide, Brokat, Velour-Chiffon, Velour-Jagtmrd, Tüll, Tast, Erëpe, Satin wer was davon versteht, kann ganze Orgien in Modcsensationen feiern.

In hundert Begrüßungsreden und Begrüßungsartikeln ist cs feftgefteßt worden: die Berlinerin gehört heute zu den best angezogenen Frauen der Welt. Bestangezogen, das heißt, streng nach der internationalen Mode uniformiert. Im Grunde gebührt diese Anerkennung aber nicht nur den Berliner Frauen, sondern ebensogut denen in der nur noch zu Unrecht verrufenenProvinz". Deutschland hat sich in dieser Hinsicht ganz erstaunlichgebessert". Es ist überraschend, mit Weidter wahrhaft affenartigen Schnelligkeit sich die Mode heute bis in die fernsten Winkel verbreitet.

Kommt man wandernden Fußes in irgendein kleines, ver­träumtes Städtchen, abseits der Handels- und Fremdenwege, mauerumgürtet noch und mit alten Kirchen und winkligen Gassen und vielhundertjährigen Fachwerkbauten die gu: gekleidete Weiblichkeit sieht dort der vom Kurfürstendamm ver­zweifelt ähnlich. Drei Uniformstückc bot Mode gab es in diesem Spätsommer: den kniefreien Rock, den hellgrauen Mantel und die Baskenmütze. Ich iaiib sie überall In Halle wie in Ochsenfurt, in Klingenberg wie in Köln. An einem Soniltagmorgen staub ich im dämmernden Nebel am Main und wartete auf die Fähre. Irgendwo zwischen zwei kleinen Nestern. Da rauchten mit einem Male im wogenden Grau drei rote Flecke auf, konzentrierten sich nach und nach und materiali­sierten sich zu drei roten Baskenmützen. Getragen von drei Dorfschönen mit braunen Gesichtern und breiten Händen, die sich zum Kirchgang übersetzen lassen wollten. Heiliger Poiret, kannst du mehr verlangen?

Nun also ist man wieder in Berlin, in der Heimat. Das heißt, das kann man eigentlich doch nicht sagen. Denn in Wirklichkeit bin ich noch keinem Berliner begegnet. Keinem echten,wirklichen" Berliner, der selbst und deffen beide Eltern in Berlin geboren sind. Es gibt sicherlich solche. Nur Weift auch die amtliche Statistik nach, daß sic in der Millionenstadt dünn gesät sind und daß ihr prozentualer Anteil an der Be- völkcrungszahl immer weiter zurückgeht. Berlin wächst und wächst, aber nicht durch Geburtenüberschuß, sondern durch Zu­wanderung. Der Berliner stirbt aus. (sine Freuden­botschaft für die, die ihn so ins Herz geschloffen haben. Wem es Spaß macht, der könnte sogar berechnen, wie lange es noch dauert. Eines schönen Tages wird es überhaupt keine echten

Berliner mehr geben.

Ernsteken.

Brief an einen Polizeipräsidenten.

Man hat schon oft davon gelesen, daß manche Eigen- brödler eine Liebhaberei ins Maßlose übertreiben und alles an­dere darüber sträflich vernachlässigen. Ihre Angehörigen sind cs dann vor allem, die unter solchem Steckenpferd zu leiden haben. Eine in Kairo erscheinende ägyptische Zeitung war kürzlich in der Lage, folgenden Notruf einer bedrängten Haus- frauens'eele mitzuteilen:

Herr Polizeipräsident!

Die Gewißheit, daß ein Fall, der die öffentliche Sicherheit zu gefährden droht, Sie interessieren wird, gibt mir den Mut, mich hilfesuchend an Sie zu wenden.

Sie kennen sicher den Namen meines Mannes Entomo- logos, des Nudelfabrikanten und Käfersammlers. Das Stu­dium der Spinnen ist sein Steckenpferd, und hier beschäftigt ihn augenblicklich besonders eine seltene Art, mit der er seinen Namen und seine Hoffnung verbunden hat.Mygala Ento- mologos" nennt er das Tier.

Drei Hauptgründe sind es, die dieser Spinne in seinen Auaen solchen Wert verleiben:

NoghUtAillh, ideales Gesundheitsgetränk in Portwnsflaschen.

Molkerei Fulda.

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1. Er hat einem Neger, der das Insekt am Tsadsee ge­funden zu haben behauptet, 1500 Franken dafür gegeben.

2. Diese Spinne ist gräßlich behaart.

3. Auf einen Biß von ihr schwillt der Betroffene angeblich sofort an, wird blau und verliert alle Menschenähnlichkeit, was vom wissenschaftlichen Standpunkt aus für eine sehr interes­sante und erfreuliche Tatsache gelten soll.

Nun kam mein Mann auf den unglücklichen Gedanken, seinen Liebling in unserem Schlafzimmer nnterzubrmgen. Theoretisch war sie zwar in einem Glasgefäß eingesperrt, in Wirklichkeit aber turnte sie an der Decke herum und hatte ge­rade über meinem Kopfende einen Faden angeklebt, an dem sie in beängstigender Weise auf und ab fuhr. Mit Wohlgefallen betrachtete mein Mann ihre Kunststücke; sein glückliches Lä­cheln verriet nur, daß es ihm nur Freude gemacht hätte, wenn ich von dem Untier gebissen, wenn ich dann in befriedigender Weise angeschwollen und wenn es so zur Gewißheit geworden wäre, daß er seine 1500 Franken nicht für eine wertlose, weil ungiftige, Spinne ausgab.

Noch waren wir im Hause von der Mygala verschont wor­den, die trauliche Ruhe und Gemütlichkeit unseres Heimes war aber durch bie stete Angst zerstört worden; keine Freundin besuchte mich mehr: die Dienstboten liefen weg: neue waren nicht aufzulreiben, denn meines Mannes Spinne spukte in allen Vermittlungsbüros. Die Bekannten, die mein Mann sonst nüt= brachte, blieben auch fort, denn keiner wollte sich sein Mittag­essen burd) langes Fliegenfangen für bie Mygala verdienen.

Nicht genug bannt, wurden in allen Ecken einheimische Spinnen angesiedell. weil mein Mann Kreuzungsversuche mit der giftigen vornehmen wollte, in der Hoffnung, ihr Gift auch auf diese Art Nachkommenschaft übertragen zu können. Sie Mygala hat sie aber alle aufgefressen.

Unter diesen Umständen können Sie sich meine Erleich­terung vorstellen, als die Ausstellung lebender Insekten im Zoo eröffnet wurde und mein Mann das Tier dorthin brachte. Seitdem habe ich weder ihn noch die Spinne wieder gesehen. Er steht den ganzen Tag wie mir erzählt wurde vor dem Glaskasten mit seinem kostbaren Inhalt nnb freut sich wie ein Kind, wenn man sein Insektbewundert". Die Gol­dene Medaille der Ausstellung glaubt er sicher zu bekommen. Nachts bleibt er in einem Hotel in der Nähe, damit er fernen Liebling schnell erreichen kann.

Aber dieser für mich himmlische Zustand kann nicht mehr lange dauern: das bevorstehende Ende der Ausstellung be­deutet für mich die Rückkehr Der Qualen; eine Hoffnung, daß das Tier bald eingeht, besteht nicht, denn der Neger vom Tsadsee hat vorausgesagt, daß sie noch Jahrzehnte leben wird.

Herr Präsident! Nur Sie können helfen. Wie Sie kürz­lich auf Grund eines Gesetzes aus bem Jahre 1828 das Spa­zierengehen mit Panthern in unserer Stadt verboten haben, weil das gefährliche Tiere sind, ebenso finden Sie sicher eine Möglichkeit, das Herumlaufen mit der Mygala, die noch viel schlimmer ist, zu verhindern. Ich habe schon unseren Haus- meistir gebeten, meinem Mann das Betreten des Hauses mit der Spinne zu untersagen, doch hat er nur leider antworten müssen, daß seiner Vorschrift nach nur das Mitbringen von Hunden, Katzen, Vögeln und größeren Tieren zu verhin­dern sei.

Herr Präsident! Helfen Sie einer verzweifelten Frau, die noch nicht das Versuchskaninchen der Spinnenkunde wer­den will! Lasten Sie den Kasten draußen auf der Ausstellung von zwei Schutzleuten bewachen, und geben Sie ihnen den Befehl, meinen Mann sofort auf Grund des Gesetzes von 1828 zu verhaften, wenn er mA dem Tier auf die Straße zehen will! Sie Mygala selbst lasten Sie in der Abdeckerei vernichten!

~ Für Ihre Hilfe danke ich Ihnen im voraus herzlich. Seien Sie sicher, daß Sie mir dadurch das Leben wieder schenken. ________________Ihre ergebene T rau E n t o m o I o a o s.

Mèivzen atë Spiegelbild der Geschichte.

Betrachtet man sich im Museum oder einer Münzsamm­lung römische Münzen aus der Kaiserzeit, wie sie uns in großer Zahl erhalten sind, so kommt einem Wohl der Gedanke, daß diese kleinen Stückchen Edelmetall, wenn sie zu sprechen vermöchten, uns oft sehr interessante Geschichten erzählen könnten. Was mögen sie alles erlebt haben, ehe sie aus der Münze zu Rom den Weg in den fernen Norden zu uns fan­den! Wir können aber auch aus ihnen lernen. Legen wir eine Anzahl solcher römischen Silbermünzen nebeneinander, so be­merken wir sofort einen Unterschied zwischen den einzelnen Stücken. Einige zeigen noch jetzt nach achtzehn Jahrhunderten das gleiche Aussehen wie sie es seinerzeit in der Münze er­halten haben. Vielleicht hat sich die Prägung ein wenig ab­genutzt, aber das Silber ist noch glatt und glänzend. Andere sind matter in der Farbe, sie zeigen ein bleifarbenes Aussehen, und hier und da sind sie von einer grünen Patina bedeckt, die nichts anderes darstellt als eine Art Rost. Eine dritte Gruppe wieder verrät auf den ersten Blick, daß die Münzen mit Silber nur den Namen gemein haben. Sie bestehen aus einem weißen Metall, hart und spröde, und die Ausführung läßt bie feine, vornehme Arbeit der echten Silberdenare vermissen. Unwill­kürlich denken wir an den Unterschied, der zwischen unseren Silbermünzen aus der Vorkriegszeit und den heutigen besteht. Man leae nur einen alten Taler neben ein modernes Drei-

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Morgen Donnerstag, den 3. Nov. abends 7,30 Uhr findet in den Ltadtsälen eine G. E. G. WmnMSstellung mit NMMrsmnllW statt. Die Veranstaltung nimmt ihren Verlauf in der bekannten seitherigen weise. Niles nähere in den verteilungsstellen. Alle Mitglieder, insbesondere die Stauen, sindtzhierzu herzlichst'eingeladen.

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Die Monatsversammlung findet nicht am Mittwoch den 2. sondern am Mittwoch den 9. Nov. 8.30 abends im Bürgerverein statt. Zahlreiches Erscheinen erbittet der Vorstand.

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markstück, um die Verschiedenheit zu bemerken. uns < Unterschied besteht bei den römischen Münzen, und genau dem gleichen Grunde. Wenn Friede und herrschten, wenn mächtige Kaiser regierten, die Provinzen regelmäßig eingingen und keine Barbaren^ \ das Reich bedrohten, schlug die römische Münze Vvlhvcro Geld. Trajan, Hadrian, der die ganze damals bekannte bereist hatte, von Britannien bis zum Partherreich, nun manien bis nach Afrika, ferner Titus, der Eroberer - lems, sie alle zeigen uns noch heute ihr scharf umeistens nis auf Münzen aus einem Silber, das seinen Namm. , Edelmetall auch ivirklich verdient. Dann kamen nnh Zeiten. Kriege und die Prunksucht der Kaiser leerten h Staatsschatz, und die Münze lieferte Geldstücke, worin > Silber ein stets zunehmender Anteil anderer Metalle beiapf^ war, bis unter Alexander Severus derSilberdenar" j noch zu einem Drittel aus Silber bestand. Doch es sollte im schlimmer kommen. Die Zeiten mürben immer verworren Sie Legionen wählten sich selbst ihren Kaiser, oft gab es deren Zwei ober drei zugleich. Wer die römische Geschichte nattiM findet eine lange Reihe unbekannter Kaiser, die nur bau übereiustimmen, daß sie fast alle ermordet wurden. Der ein­hielt es ein Jahr lang aus, der andere einen Monat, bijn nur einige Tage. Aber von jedem Herrscher gibt es Mumm denn allein dadurch war es ihnen möglich, sich die uötiL Mittel zum Kampf gegen ihre Nebenbuhler zu verschaffn Aber man darf nicht fragen, woraus diese Münzen geniachj wurden. War der Denar unter Alexander Severus immerhin noch eine Silbermünze, wenn auch eine schlechte, so wurde an­der staatlichen Münze allmählich eine richtige Falschmünzer- werkstatt, Der Silbergehalt sank auf 10, auf 5, schließlich m 2 Prozent, bis schließlich Bronze mehr wert war als dez ReichesSilber".Je schlechter die Münzen wurden, um hochtrabender lauteten ihre Inschriften. Kaiser Tacitus dc sechs ganze Monate regierte lind dann ermordet iDurbe/berJ sah eine Münze mit der InschriftPax aelerna: cwici« Friede! Caracalla, der 217 durch Mörderhand fiel, ließ ail; seine Münzen prägen:seeuritati perpeluae: ewige Sicher­heit. Aehnliche Inschriften ivicBezwinger aller Völker" Liebling des Staates",Glanz des Erdballs" beweisen, ich das Volk von seinen Herrschern dauernd über die wahre Laqe des Reiches,.getäuscht würde. Einige Münzen zeigen ciller- dings auch, daß nicht alle blindlings dem Abgrunde zustci,- erten. Aus der Inschriftreslhutor monetae ersieht man daß es auch Versuche gegeben hat, das minderwertige Geld wieder zu beseitigen. Einen solchen Versuch, und zwar mit Erfolg, unternahm Kaiser Vespasian. AIs er zur Regierung kam, ließ er Münzen schlagen, die Mar aus minderwerügem Metall bestanden, das aber mit einer dünnen Silberschicht überzvaen war. Auch davon sind einige uns erhalten geblie­ben. Sie sind sehr fein gearbeitet und zeigen, daß die Metall­bearbeitung bei den Römern auf einer hohen Stufe stand. Zwischen den Münzen aus der römischen Verfallzeit und unserem entwerteten Nachkriegsgeld besteht übrigens noch eine- Aehnlichkeit: beide kamen in ungeheuren Mengen vor. Papier­geld war auch den. Römern .schon bekannt, doch spielte LaL Hartgeld bei ihnen die Hauptrolle.

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Zkklherer in Mel.

Das moderne Tibet hat in mancher kulturellen Bezie­hung heute erst den Stand erreicht, in dem sich Europa im Mittelalter befand. Der Glaube an Hexen und Zauberer ist dort auch unter den gebildeten Ständen'noch ganz allgemein verbreitet. Die Zauberei wird von den Priestern einer be­stimmten Sekte betrieben und ist nichts anderes als TeM- aubetung. Die Tibetaner glauben, daß diese Zauberer unter dem Einfluß bestimmter Teufel stehen. Um diese zu beMA ren, wendet man dieselben gönnen an, die uns aus dm Mittelalter bekannt sind. Froschhäute werden mit' BkI Rattenknochen und anderenLeckereien" zu einer ekelhafics Mischung zusammen gekocht, die man den Teufeln entbietet, wenn man ihre Gegenwart wünscht. Dabei singen die Zaub:- rer sinnlose Worte. Ihre Dienste nimmt man gewöhnlich in Anspruch, wenn man an jemandem Rache nehmen will. Der. Zauberer fertigt dann eine Art Puppe an; sie soll bie Person darstellen, der die Rache gilt. Solch eine Puppe be­steht in der Regel ans Gerstenteig, der, wenn er hart gewor­den ist, durchBesprechung" verzaubert wird. Dann werden in Zwischenräumen von je fünf Tagen rotglühende Nadeln in die Puppe gebohrt; sie sollen bewirken, daß der Verhaßte in den entsprechenden Gliedern Schmerzen empfindet. Stöß! man die Nadeln der Puppe ins Herz, so soll dies den Tod der andern Person zur Folge haben. Genau die gleichen Zaube­reien kannte man in dem westlichen Europa des siebzehnten Jahrhunderts. Fühlt ein Tibetaner irgend welche Schmerze» in den Gliedern, so hält er sich für verzaubert und nimmt die Hilfe eines Lama in Anspruch, der nun sein Urteil darüber ab­gibt, ob hier Zauberei zu Grunde liegt oder nicht. Bejaht er die Frage, so bleibt dem Betreffenden nichts anderes übrig, als sich seinerseits an einen Zauberer zu wenden, der del Tätigkeit seines Kollegen von der schwarzen Kunst unwirksBI macht. Die Zauberer sind bei der Bevölkerung natürlich w I sehr beliebt, aber man hat doch eine zu große Furcht vor ihns | um ihnen anders als mit größter Achtung zu begegnen.

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Vortrags-VeremiguA II. Vortragsabend.

Gamstag, den 5. November abends 8 Uhr im großen Gtabtfaal spricht

Kaplan Fahsel, Berlin _ über Ehe und Eros. I

Preise der Pläße: Nummerierte Plätze zu 2 <40 1.50 Al; Saalplätze zu 1 Al; Schülerkarten 0.50 X , .

Kartenvorverkäuf in der Reinhardtfchen Buchhand!«

Für die Stamm- und Beikarteninhaber sind die Plätze > der rechten Saalseite reserviert.

Der Vortrag beginnt, mit Rücksicht auf die ^uswnr Zuhörer, pünktlich um 8 Uhr und wird deshalb die Plätze schon vor 8 Uhr einzunehmen. , ,

Nächster Vortrag Dienstag, den 29. November im Biirgetl'fB^

Dr. L. Hirschberg über Franz Schuberts Lieder und ___^

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