Einzelbild herunterladen
 

Märlfche 'Gencrâlfonsul, der ^andtagZprasibent uM! . ^^Mtalieder des Landtages teil. In einer Reihe von k l wurde der Eigenschaften des Verstorbenen gedacht resident Dr. Held erinnerte an die Verdienste, die verstorbene um das bayerische und deutsche Volk mit worben habe. Unter den zahlreichen Kranz- befand sich auch eine solche des Reichskanzlers Erichs yegieru n g.

Die Parathphussâlle in Jadestüdten.

»etbelmshavcn. In Rüstringen, Wilhelmshaven und ''".» sind ungefähr 50 Personen an Paratyphus erkrankt -^"ndell sich in allen Fällen um leichte Erkrankungen. Die ^analiche Annahme, daß die Erkrankungen auf den Genuß E" 'lirückzusühren sind, ist nicht mehr aufrechtzuer^ Die Ursache ist noch nicht festgestellt.

Kardinal O'Donnell gestorben. ftndon. Der Primas von Irland, Kardinal O'Donnell, gestorben.

Lilsammenstoß auf der Newyorker Untergrundbahn. ^wnork. Auf der Broodway-Untergrundbabn fuhr ein üi südwärts fahrender Expreßzug an der Station Straße infolge Versagens der Bremsen in einen dort Ä ebenfalls vollbesetzten Zug. Zwei Personen des 11 !»enë wurden schwer, etwa 24 Personen meist durch MM leicht eericet.

Lchie Nachrichten.

Der auswärtige Ausschutz des Reichstags.

! ... Berlin, 24. Okt. Der auswärtige Ausschuß des Reichs- M.'icrsllmmelte sich am Montag kurz vor 11 Uhr, um die MIMe über die Genfer Verhandlungen fortzusetzen. Vom Wchbinett nahm nur Außenminister Dr. Stresemann an L^ung teil.

I He Wiederaufnahme der Arbeit im Braunkohlenbergbau.

I A Halle, 24. Okt. Nach Mitteilung der Zentralstreik- Uy ist die Arbeit im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau Le früh überall wiederaufgenommen worden. Der Ver- »MiMg, sämtliche Leute wiedereinzustellen, ist nicht durchweg Wkomen worden. Zwischen den Vertragsschließdenden sind L Verhandlungen im Gange, um diese Unstimmigkeiten modelt sich um einige Fälle im Senftenberger und Hallischen fcier - zu beseitigen.

Abbruch des Bergarbeiterstreiks.

»â Liebenwerda, 24. Okt. Die gestrigen Streikversamm- Wii haben sich trotz heftiger kommunistischer Gegenpropa- mit überwältigender Mehrheit für die Wiederaufnahme A Arbeit ausgesprochen. In den meisten Betrieben ist die fceit heute früh wieder ausgenommen worden, zum Teil ge- M es heute nachmittag.

Eglosfstein-Oertel sestgenommen.

I Vib. Berlin, 24. Okt. In der vergangenen Nacht sahen Verfolgung Egloffstein-Oertels beauftragte Kriminal- auf ihrer Streife einen Kaufmann, der als Vermittler Mti dem Flüchtigen und feiner Geliebten bekannt war. la Kaufmann wurde in der Friedrichstraße festgenommen »im Lokale in der Friedrichstraße und auch der Bahnhof Wiichsttaße nach Egloffstein-Oertel abgesucht. Er wurde t jeinet Geliebten auch gefunden und nach dem Polizeipräsi- m gebracht. Er bleibt bei seiner Behauptung, daß er sich t jitiminig* stellen wollen.

Bei einer neuen Ausstandsbewegung in Albanien?

I Algiab, 23. Okt. (Wolff.) Die ZeitungVreme" meldet MiiPMnd, die albanischen Behörden hätten die Garnisonen Mdnmdgrenze Albaniens verstärkt, da sie eine Aufstands- befürchteten, die durch die Ermordung des alba- M^SiMdtwl in Prag hervorgecufeiu-werden konnte Komi- de im Solde der Regierung von Tirana stehen sollen, täglich dort erwartet. Reisende, die aus Südflawien Hürden streng kontrolliert und überwacht.

Miß Grayson zum Ozeanslug gestartet.

6 Orchard, 23. Okt. (Wolff.) Miß Grayson ist heute Mi zum Flug nach Kopenhagen gestartet.

e Sesfm-Aaffau und Aachdargebieten.

Merkblatt für den 25. Oktober.

iwuenaufgang 6 II Mondaufgang 18°*

rmmuntergang 16 Monduntergang 5

1®: Walter Leistikow, deutscher Landschaftsmaler, geb. âr Tag gibt dir zu denken, dir zu fühlen jeder Tag; hat was, was dich kränken, etwas, was dich freuen R-Sarum laß die Zeit nur kommen, latz verrauschen Zeit, gleichermaßen wird dir frommen Leid im Glück im Leid.

Wetterbericht.

3 Tiefdruckgebiet, das gestern noch über der irischen See ID heute mit seinem Kern über der Nordsee. In ganz .Mropa sind beträchtliche Niederschläge aufgetreten. Auch Jammenden Tagen wird das Tief die Witterung Mittel- beeinflussen, sodaß die unbeständige und regnerische anhalten wird. Vorhersage für Montag: Wech- L «wölkung, zeitweise Regenfälle meist von kürzerer IItwas kühler, nach Westen drehende, zeitweise lebhafte tIT. Witterungsaussichten für Dienstag: Nachlassen der doch noch unbeständig, Temperaturen wenig ge- k östliche Winde.

Großes Topfgucken.

stS»? Hausfrauen, die es eigentlich am meisten angcht, -i,^ sich wohl wenig darum, aber es gibt eine Reichs- birM ^^ jade Woche einmal veröffentlicht wird, damit können, was innerhalb der Woche in punkto Preis Nch. Miegen oder gefallen ist Es ist da von allem die den Mieten und den Kleidungsstücken und den uckeln und von anderen Dingen noch. Die Ausgaben lük,',"'üchschnittssamilie" werden summiert, woran? er« was ein Haushalt jetzt so kostet. Nun gibt es h M die diese Rechnerei für nicht ganz einwandfrei WNèbm ^ren Ortes scheint man sich gleichfalls einige Ge- Mtbetiirf gemacht zu haben, und die Jndexberechnung soll geändert werden. An den Vorarbeiten lt liihh A8! ^ wer? Die Hausfrau! Es wurden in mehr I »»/""^en Städten Haushaltungsbücher verteilt - L »n ^Ien, an Arbeiterfamilien, an Bcamtensamilien kJ« nun ^^udc, und die damit bedachten Hausfrauen ? $amj(; e Gesamteinnahmen und die Gesamtausgaben Gische»? genau buchen und ihre Buchführung den, I irdtt Nr. ^santt zustellen. Alles soll eingetragen wer- , Ach [M^ilcb und jede Kartoffel und jede Rolle Garn, k^iträne ^ Steuerzahlungen und sämtliche Verstche- »Heg L ""d das Dienstmädchen und die Zigarren t- 13 W j®8 Man im Hause so braucht. Man erwartet .geflunkert und daß dasoffiziöse" Hans- IIAtttesk- ?'wt vernachlssigt wird. Die Hausfrauen, die I ,Allgemeinheit mit der schwierigen Ausgabe

- sollen das erhebende Bewußtsein haben, daß

sie ehrenamtlich tätig sind. Weiter aber ist zu wünschen, daß derhöhere Ort" durch das große Topfgucken solche Einblicke in die Haushaltskosten, wie sie wirklich sind, gewinnen möge, daß uns aus irgendeine Weise das schwere Leben ein bißchen leichter und billiger gemacht werden kann.

Gräberbesuch in Elsaß Lothringen und in Belgien. Die deutsche Botschaft in Paris teilt mit, daß die französische Negierung-auch in diesem Jahre ihre Konsulate inDeutsch- land angewiesen hat, Reichsangehörigen zum Befuck-e der Gräber von Gefallenen in Elsaß-Lothringen an den beiden Totengedenktagen die üblichen Erleichterungen zu ge­währen. Die Gebühr ist auf drei Goldfrank festgesetzt. Die Zollbehörden an der deutsch-französischen Grenze sind an­gewiesen worden, Grabkränze und andere Gegenstände (Kränze, Blumen, Motive, Palmen usw.), die die Beteilig­ten zur Schmückung der Gräber ihrer aus den Friedhöfen der Grenzzotle bestatteten Verwandten oder Freunde mit­nehmen, zollfrei einzulassen. Mit Belgien besteht ein Ab­kommen, wonach im kleinen Grenzvcrkehr für Kränze, Blumen und dergleichen Zollfreiheit gewährt wird. Weitere Bestimmungen sind mit Belgien nicht getroffen worden.

* 5 u I b a, 24. Oktober 1927.

Personennachrichten.

Dem Forstsekretär Miesch von der Oberförsterei Neuhof wurde die Försterstelle in Eichenzell, Oberförsterei Niederkalbach, über­tragen.

Stadtverordnetensitzung.

Die Tagesordnung für die am Donnerstag, den 27. Oktober d. Js. 17 Uhr (nachmittags 5 Uhr) stattfindende Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung ist folgende: 1. Ablösung des Neubesitzes der Markanleihen der Stadt Fulda. (Ausgabe 1901, 1904, 1907, die nach dem 1. Juli 1920 aus Händen eines Alt­besitzers erworben sind.) B. E. Herr Enders.) 2. Ersatzwahl für den verstorbenen Bezirksvorsteher-Stellv, des 5. Stadtbezirks Liebig. (B. E. Herr P. Schmitt.) 3. Nachtrag zu der Ordnung betr. die Erhebung einer Biersteuer. (B. E. Herr Zirkenbach.) 4. Wahl zweier Mütter und zweier Stellvertreter als Mitglied der Kreishebammenstelle des Stadtkreises Fulda. (B. E. Frau Hunold.) 5. Verbreiterung der Florengasse und Bewilligung der Kosten. (B. E. Herr Weißmüller.) 6. Abgabe eines städti­schen Geländestreifens an der verlängerten Rangstraße an den Anlieger Weber. (B. E. Herr Großenbach.) 7. Feststellung der Zahresrechnungen: Stadtschlotzkasse 1925. (V. E. Herr Dr. Weymar.) Kanalisationskasse 1925. (B. E. Herr Hofmann.) Stadtkasse 1924. (V. E. Herr Barner.) Sparkasse 1923. (B. E. Herr Dr. Weymar.) Sparkasse 1924. (B. E. Herr Dr. Weymar.) 8. Nachstandserklärungen. (B. E. Herr Keil.) 9. Neuwahl des Ausschusses für Lichtspielpflege. (B. E. Herr Dr. Büttner.) 10. Erwerb eines Geländestreifens zur Straße am Zickegarten. (B. E. Herr Pappert.) 11. Bewilligung von Mit­teln für Bedürftige. (B. E. Herr Frank.) 12. Vorschußzahlun­gen auf die bevorstehende Besoldungsregelung. (V. E. Herr E. Schmitt.)

Die Militärversorgungsgebührnisse für November 1927 werden ausnahmsweise schon am Donnerstag, den 27. Oktober ausgezahlt. Die Auszahlung der Invaliden- usw. -Renten er­folgt am 2. und 3. November. Um restlose Abhebung der Renten an den genannten Tagen wird gebeten.

Heraufsetzung der Haben-Zinsen.

In der Samstagausgabe des Fuldaer Anzeigers gaben die hiesigen Banken und Sparkassen bekannt, daß ab 15. Oktober eine'Heraufsetzung der Habenzinsen um je ein Prozent je nach der Dauer der Einlagen eingetreten ist.

Französische Kriegsgefangenenguthaben.

Die Nachricht, daß Frankreich sich verpflichtet habe, die Ueberweisung der Kriegsgefangenenguthaben bis Ende d. Js. vorzunehmen, hat vielfach zu der falschen Auffassung geführt, daß die ehemaligen französischen Kriegsgefangenen die Auszahlung ihrer Euthabenbeträge noch in diesem Jahre zu erwarten hätten. Demgegenüber teilt uns die hiesige Ortsgruppe der Reichsver­einigung ehem. Kriegsgefangener mit, daß nach den bisherigen Erfahrungen in den Verhandlungen mit Frankreich eine Ueber­weisung der gesamten Euthabenschuld an die deutsche Regie­rung leider nicht vor dem gesetzten Endtermin zu erwarten ist. Die' Auszahlung der Einze'lguthaben, die durch die Restver­waltung für Reichsaufgaben, Berlin, auf Grund der vorliegenden Guthabenscheine erfolgt, ist daher erst Anfang des kommenden Jahres zu erwarten. Da die Auszahlung nach dem heutigen Stande des stark entwerteten französischen Franken, erfolgt, kom­men für den Einzelnen im Durchschnitt nur geringe Beträge zur Auszahlung. Frankreich hat somit durch sein langes Zögern mit der Auszahlung sieben Jahre sind seit der Heimkehr _ der Kriegsgefangenen aus Frankreich verstrichen! die deutschen Kriegsgefangenen um die geringfügigen Euthabenbeträge ge­bracht, die aus der lächerlich geringen Entlohnung (20 Cts. pro Tag) für die schwere in den zerstörten Gebieten geleistete, oft lebensgefährliche Wiederaufbauarbeit herrühren.

Die hiesige Ortsgruppe der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener (Vorsitzender Walter Noll, Fulda, Blücher­straße Nr. 20) ist zu näherer Auskunft in allen Kriegsgefange­nenangelegenheiten gern bereit.

Naturheilverein.

Einen Vortrag überWege zur Freude" hält am Dienstag abend im Stadtsaal Herr Schriftsteller Kochendörfer, Baden- Baden. Zweifellos wird der Redner, der anderwärts sehr häufig vor außerordentlich zahlreicher Zuhörerschaft unter reger Anteilnahme und stärkstem Beifallskundgebungen gesprochen hat, auch in Fulda freundliche Aufnahme finden.

54. Stiftungsfest des Kriegervereins Fulda.

Das am gestrigen Sonntag abend im großen Stadtsaal statt­gefundene 54. Stiftungssaal des Kriegervereins Fulda erfreute sich eines guten Besuches. Auch mehrere Vereine: teils mit, teils ohne Fahne, hatten sich eigefunden. Der von Herrn Ober­leutnant Lehrer Burckhardt-Schwarzbach verfaßte markige Pro­log wurde von Fräulein Ebert recht wirkungsvoll zum Vor­trag gebracht. Eingangs feiner Festrede begrüßte der 1. Vor­sitzende des Kreiskriegervereins Fulda, Herr Justizrat Dr. Pfeiffer, alle erschienenen Vereine, die Kameraden, deren Fa­milien und die zahlreichen Gäste. Ganz besonders Willkommen hieß er den einzigen Überlebenden Mitbegründer des Krieger­vereins Fulda, den über 80 Jahre alten Kameraden Scholl, Veteran von 1870=71. ferner General-Major a. D. Rembc sowie die Vertreter des Brudervereins Kriegerkameradschaft Fulda, der mit dem Kriegerverein Fulda während der Krise der Kriegervereine treu zum Kreiskriegerverband Fulda und da­mit zum Kyffhäuserbund gehalten hat. Sodann gab der Red­ner einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Kriegerver­eins, gedachte seiner einstigen Führer und treuen Kameraden, die inzwischen zur großen Armee abberufen wurden, sowie derjenigen, die im großen Weltkrieg auf den Schlachtfeldern den Heldentod erlitten haben. Die Festversammlung erhob sich von den Sitzen, und die Reichswehrkapelle intonierte das Lied vom guten Kameraden. In seinen weiteren Ausführungen wies der Redner darauf hin, daß der kürzlich in Berlin statt­gefundene 2. Reichskriegertag des Kyffhäuserbundes gezeigt habe, daß das Kriegervereinswesen wieder auf die Höhe kommt, daß ferner die Kriegervereine überparteilich und nur berufen sind, alte ehemalige Kameraden zu sammeln, um treue Kame­radschaft zu hegen und zu pflegen. Zum Schlüsse seiner von echt deutschem Geiste durchwirkten Rede empfahl er allen Anwesenden, das bedeutsame Wort unseres hochverehrten Reichspräsidenten von Hindenburg zu beherzigen, das da lau­tet:Wir wollen zu einander Vertrauen fassen und gemein­schaftlich arbeiten zum Wohle unseres Vaterlandes". Die Rede klang aus in einem Sfachen Hoch auf unser Vaterland. Anschließend wurde das Deutschlandlied gesungen.

Der 1. Vorsitzende des Kriegervereins vollzog sodann mit einer kurzen Ansprache die Ehrung der Jubilare und über­reichte den Kameraden: August Hartung, Eg. Reinecke, Karl

Buchenkhal, Karl Klug, Karl Lüdemann, Heinrich Lotz, Otto Müller, Peter Weber, Eduard Zahn, Robert Oppermann August Schäfer und Karl Toubentauch die vom Preußischer Landeskriegerverband verliehene Auszeichnung. Die sonstiger Darbietungen des Abends standen auf beachtenswerter Höhe dank der Unterstützung, die die Veranstaltung aus allen Kreiser der Fuldaer Vereine und der Bürgerschaft gesunden hatte. Gan- besonders großen Anklang fand, das vom Turn- und Fechtkluk aufgeführte Vaterländische Festspiel. Der Sinn dieser 8 Bilder war folgender: 1. Lieber tot als Sklave, 2. Morgenrot, 3. Ich hatt' einen Kameraden, 4. Versailles, 5. Es ging ein Sämann aus, 6. Jung-Siegfried, 7. Hermann, der Fefreier und 8. Mahnung an die deutsche Iugeno. Auch die turnerischen Lei, stungen des Turn- und Fechtklubs am Reck fanden großen Beifall. Der Hofmannsche Männerchor brachte 2 Lieder recht wirkungsvoll zum Vortrag. Auch die freiwillige Sanitäts­kolonne erfreute durch ein lebendes BildHuldigung der Eer- mania. Der musikalische Teil wurde von der gesamten Reichs- wehrkapelle ausgeführt. Den Schluß des offiziellen Teiles, den ron Anfang an eine gehobene vaterländische Stimmung be­herrschte, bildete ein Festball.

Gefaßte Grammaphonplatten-Diebe.

Wiederholt wurden in letzter Zeit in zahlreichen Wirtschaften des Kreises Gelnhausen Erammaphonplatten gestohlen. Als Täter ermittelte man zwei im Auto herumfahrende Leute.! Endlich gelang es, die Beiden in Frankfurt a. M. zu ermitteln^ und festzunehmen. Bei einem dieser Täter fand man weit; mehr Platten als die aus dem Kreise Gelnhausen gemeldeter Anzahl. Sollten etwa auch in anderen Kreisen Erammaphon-l platten gestohlen worden sein, so wird gebeten, dies baldigst dem' nächstgelegenen Landjägeramt mitzuteilen.

Nicht identisch.

Die Lokomotivführer Hammer, Hohmann, Hillenbrandt, Haag, Herbert, Herchenhahn, Hartmann, Chr. Hartmann, K. Holz­trauer, Hildebrand, H. aus Fulda legen Wert darauf, daß wir bekannt geben, daß sie mit dem in der letzten Sitzung der klei­nen Strafkammer in einer Privatklage zu einer Geldstrafe ver­urteilten Lokomotivführer I. H. nicht identisch sind.

Festgenommen.

Der nach Verübung größerer Unterschlagungen flüchtig ge­wordene Nachlaßpfleger Paul Ruppolt aus Hochstüblau, dessen Steckbrief vor einiger Zeit auch in den beiden hiesigen Kinos veröffentlicht worden ist, konnte nunmehr in Berlin verhaftet; werden.

Reitjagd.

Die nächste Reitjagd des Standorts Fulda findet am Diens­tag, den 25. Oktober 11.30 Uhr bei Haimbach statt. Zuschauer finden sich zweckmäßigerweise am Ortsausgang Haimbach an der Straße nach Oberrode.

Gemeinden ohne Wohnungsmangel.

Der preußische Wohlfahrtsminister Hirtsiefer hat soeben > wieder eine Verordnung zur Lockerung der Wohnungszwangs-z Wirtschaft erlassen. Sie ist die dritte ihrer Art. Nachdem ine der ersten die sogen, gewerbliche Räume und in der zweiten die aus der Aufteilung größerer Wohnungen entstandenen Wohn-r räume befreit worden waren, erklärt die dritte Verordnung, baff in Gemeinden ohne Wohnungsmangel-Eesetzes nebst den dazu erlassenen Ausführungsbestimmungen keine Anwendung finden sollen. Als Gemeinden ohne Wohnungsmangel gelten a) die Gemeinden (Stadtgemeinden, Landgemeinden, Gutsbezirke) mit weniger als 4000 Einwohnern: b) im übrigen die von der Auf­sichtsbehörde auf Antrag oder nach Anhörung der zuständigen Gemeindebehörde bezeichneten Gemeinden. Die Aufsichtsbehör­den können auf Antrag oder nach Anhörung der zuständigen Ge­meindebehörde anordnen, daß in einzelnen Gemeinden, die nach der neuen Verordnung als solcheohne Wohnungsmangel" zu gelten hätten, die Vorschriften des Wohnungsmangel-Eesetzes! usw. Anwendung finden sollen. Mit dieser Anordnung würde für solche Gemeinden die Zwangswirtschaft wieder in Kraft treten. Soweit bis zum Inkrafttreten der Verordnung die In­anspruchnahme von Wohnungen in Gemeinden ohne Wohnungs­mangel rechtskräftig ausgesprochen oder durchgeführt worden ist, behält es bei den bisherigen Bestimmungen und dem durch die Inanspruchnahme geschaffenen Zustand sein Bewenden.

Landwirtschaftliche Betriebszählung in Hessen-Nassau.

Die landwirtschaftlichen Betriebsverhältnisse in der Provinz Hessen-Nassau ergeben sich aus folgenden Zahlen: Vorhandene Betriebe mit landwirtschaftlich genützter Fläche 282 660, genutzte Fläche 702 022 Hektar, Zunahme der Betriebe gegenüber 1907 52 £90, Abnahme der genützten Fläche gegenüber 1907 33180 Hek­tar. Diese Abnahme ist durch das Ausdehnen der Industrie- und Großstädte zu erklären. Die Zwergbetriebe (unter 0,5 Hektar), haben um mehr als die Hälfte zugenommen: insgesamt 4000,* Hektar gingen zum Zwergbetrieb über. Die kleinbäuerlichen Be-s triebe nahmen ebenfalls zu, und zwar um ca. 10 Prozent. Da­gegen gingen die Großbetriebe (über 100 Hektar) um 20 bis 25 Prozent zurück. Die einzelnen Betriebsgrößen verteilen sich pro­zentual wie folgt: Zwergbetriebe 42,2 Proz., Parzellenbetr. 25 Prozent, kleinbäuerliche Betriebe 15,9 Prozent, großbäuerliche Betriebe 1,7 Prozent, Großbetriebe (über 100 Hektar) 0,1 Pro­zent. Rund 80 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche entfallen auf die kleineren und mittleren Betriebe. Das Anwachsen der Kleinbetriebe ist vielfach auf das in Hessen-Nassau geltende Erbrecht zurllckzuführen, durch das die leistungsfähigeren Betriebe immer mehr abnehmen und sich in Zwerg- und Klein­betriebe aufteilen. Am auffallendsten ist diese Erscheinung im Regierungsbezirk Wiesbaden. Dort entfallen auf die Zwerg-, Klein- und Mittelbetriebe 93 Prozent der Gesamtanbaufläche.

* Kämmerzell, 23. Oktober. Ein langer Trauerzug bewegte sich dieser Tage von Gläserzell aus auf den hiesigen Friedhof. Es galt, die sterbliche Hülle des leider so früh verstorbenen Herrn Bürgermeisters Otterbein aus Gläserzell zur letzten Ruhe zu bringen. An der unter militärischen Ehren vollzogenen Beerdi­gung beteiligten sich die Spitzen der Behörden, der Herr Land­rat von Fulda sowie der Kriegerverein Gläserzell-Kämmerzell, Lüdermünd. Das Reichswehr-Reg. Nr. 5, Fulda, stellte die Ehrensektion.

* Alsfeld, 23. Okt. Heute früh 8 Uhr 30 wurden die Lang­schläfer durch die Feuersirene geweckt. In dem Laden des Sattlermeisters Karl Hartmann in der oberen Fuldergasie war Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr, die gleich zur Stelle war, hatte die Flammen bald erstickt, sodaß die Spätaufsteher bei ihrem Neugierbummel nach einer Stunde von dem angerichteten Schaden nichts mehr sehen konnten als die gesprungenen Glasscheiben der Haustür.

Alsfeld, 22. Okt. Die Wohnungsbautätigkeit unserer Kreisstadt war in den letzten acht Jahren überaus stark, es wur-i den insgesamt 164 Wohnungen errichtet. Besonders rege war der Privat-Wohnungeil mit 83 Wohnungen, die Stadt erbaute 58, der hessische Staat, die Provinz und der Kreis 10, die Baugenossenschaft 10, die Industrie 2 Wohnungen.

* Hungen. Wenn die Nebel brauen, ziehen in der Frühe: Leute mit Körben und Zubern zu den Teichen des Vogelsberges,' zum Fischzug: denn mit steigender Sonne soll das Fischen^ zu Ende gehen, die Fische sind sortiert im reinen Wasser oder werden in Fässern abtransportiert. Um diese Zeit stellen sich auch die Zuschauer ein, denen meist daran liegt, ein paar Pfund lebendfrische Fische zu erwerben, oder eine kräftige Portion ge­bratenen Fisches gleich an Ori und Stelle zu verzehren. Es muß eine besondere Vorliebe sein, frisch aus dem Teich gefan­gene Fische gleich zu essen, die Händler bringen sie dagegen erst nach mehrwöchiger Wässerung im fließenden Wasser zu Markt. Deshalb, weil die Teichfische meist noch erdig schmecken, stecken sich Fischzugbesucher, die im Bilde sind, ein kräftiges Früh­stück ein. Alles hat seine Zeit, und so mögen auch die Grün­berger Herren, die unlängst vom Fichszug in Ober-Moos einen halben Zentner Fische mit nach Hause nahmen, wenig Freude an ihren Karpfen gehabt haben. Die Iagd ist nicht ergiebig. Einzelne Reviere, wie das hiesige, werden von den Pächtern noch geschont, dagegen sieht man an anderen Plätzen, nament­lich dort, wo mehrere Jagden aufeinander stoßen und viele Jä­ger sind, täglich Weidmänner draußen, meist nurIagdgünge",