id ic s- 10 et t- ct ie t- !N ut le en r- uf ic. n.
in A ie= ar ad
Meint jeden Werktag. Bezugspreis: monat- J o Mrk.Vei Lieferungsbehlnüerungen durch höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, «ahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Friedrich Ehrenklau, Kulöa, Mitglied des Vereins Deutscher Zettungsver- jeger. Postscheckkonto: Frankfurt g. M. Hr.-16000 7208 — 1927
Tageblatt für Rhön u«ö Vogelsberg Iulöa- und Haunetal »Iulöasr Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Iernsprech-Anschluß Nr.HSH Nachâruck Ser mit * versehenen Artikel nur mit Mellencingabe,§ulSaer Anzeiser"geftaaet.
Anzeigenpreis: Kür Behörden, Genossenschaften,Banken usw. beträgt üteKleivAeile 0.30 ME, für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 M. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsftel- lung hat Zahlung innerhalb 8 <agcn zu eHsl- gen ❖ ^ag- und Vlakvorschristen unverbindliche
Fulda, Dienstag, 6. September
4. Jahrgang
W
e, c» b« te o= m rt. n. ch >Ö
:b 40 is d. ff. 10
Meine Zeitung für eilige Leser.
s eigens ist die achte Völkcrbundversammlung eröffnet «den. Zu ihrem Präsidenten wurde Dr. Guani-Uruguay Mit.
voraussichtlich wird der Reichstag erst am 3. Oktober zu- Mentteten.
8 5er Dortmunder Katholikentag sprach sich entschieden für t Kkenntnisschule aus.
s ^ Dresden wurde ein Attentat auf den amerikanischen msul Steger ausgeführt. Steger wurde durch einen h schwer verwundet.
WWW Mr 8. IMMMWMW
00
5,5
5
1,0
3,0 3,0
3.6
3,5
)Ct ge n- te- 52, 24. »er b) 30,
liier
ch- es ,6)
rn,
n, )a Nl es es cn eii
A
Ur
A lb>
:eti lat irt
>er »er on ige tw en- ige
lNg iche er" ichc icht ■in» ier- wa -ls- ner
M aus nes iich die haß H^
sie ge- :iü’ sich ost
©er Osten.
linier den Vorwänden, die von französischer Seite Macht werden, um die Notwendigkeit einer weiteren iitiing des Rheinlandes zu rechtfertigen, befindet sich fier, daß durch den Locarnovertrag nur der Westen t fei, also zur Sicherung der östlichen Gre n- iicut^ eine Garantie vorhanden sein müsse. Diese sogar «inent Manne wie Jouvenel vorgebrachte Begründung seinerzeit natürlich überall größtes Aufsehen erregt. : »de von der deutschen Öffentlichkeit sofort zurück- 'en. Nach Jouvenel soll die fortgesetzte Besetzung nHemlande direkt ein Ostlocarno erzwingen. Gegen ' solches haben sich unsere Staatsmänner immer sehr gisch gewandt. Es ist erfreulich, daß der deutsche «punkt Uilterstützung bei Briand gefunden hat, der tafelten Stelle, an der die beanstandete Forderung er- wurde, ausdrücklich betonte, daß durch den Locarno- iiagMch die Ostgrenzen gesichert seien. Dies muß man Zeinen Worten schließen, weil er von der Sicherheit ier enropäischen Grenzen durch Locaruo sprach.
Bei dieser Sachlage war es nicht zu verwundern, wenn ; Gerücht Glauben fand, daß man von polnischer Äewährend der Völkerbundtagung einen Vorstoß dahin w, bei der Debatte über die Abrüstung auch die icheHeit s f r a g e anzuschneiden. Wie es hieß, fei niMWr Vorschlag so gut wie fertig, der das gesamte WMWblem auf eine einheitliche Grundlage stellen M -M sollte dann in irgendeiner Form auch das luocarn 0 eingeschmuggelt werden. Wie es sich bald WMe, hat es sich bei dem Gerücht nur um einen Mr gehandelt. Als man polnischerseits sah, daß eine JW namentlich in englischen Kreisen aus Wider- dieß und auch Herr Briand nicht allzu begeistert da- ließ man auf einmal verkünden, daß derartiges ^ geplant war, erklärte aber, daß man bei der Äb- "gsdebatte auf die besondere Lage Polens zu sprechen eirund darauf Hinweisen werde, daß bei den unklaren W Verhältnissen für Polen wenigstens keine größere in Frage käme. Man spielte dabei auf R u ß - an, während doch jeder Mensch weiß, daß sich die Me Spitze gegen Deutschland richtete.
Meße überflüssiges sagen, wollte man hier noch M die Gründe anführen, die Deutschland zwingen, Rett ein Ostlocarno zu wenden. Es muß Polen , tvenn Deutschland jede Gewalt vermeiden will, /notwendige Grenzberichtigung im Osten zu er- Mutscherseits ist oft genug erklärt worden, daß ’oer Entwicklung durch die Zeit überlassen will, and bleibt vollständig im Rahmen des Friedens- ja Änderungen auch bei der Grenzziehung JtaS anzunehmen, daß man sich englischerseits, auch bei den Franzosen während der Be- ^W der Vertreter der Locarnomächte in Genf auf „Udpunkt stellt und es für angezeigt hält, diese ? "Essig vollständig auszuschalten.
jei)0$ nicht gesagt, daß der Völkerbund non ■jii mit den O ft f r a a e n beschäftigen soll, ""ine ganze Reihe, die für sein Ansehen wich- R bte Erörterungen über das überflüssige Ost- Schlüsse der letzten Ratstagung drückte M Wunsch aus, daß man sich, nachdem der P^mssdent Woldemaras ganz bestimmte Zusagen mit Litauen nicht mehr zu beschäfti- deutsche Öffentlichkeit zeigte sich damals Wie berechtigt das war, das sollte bald . • etiung im Memelgebiet zeigen. Dort wur- A"ge immer schlimmer und die Deutscheuverfol- „ ^mm rascheren Tempo fortgesetzt. .Keine Vor- deutschen Regierung nutzen etwas. Um die Krone aufzusetzen, verfügte man die Aus- te./ jc$4e.n noch im Memelgebiet tätigen deutschen deutlich wurde, daß sich das Vorgehen uR^w’tm als solches richtete. Diese Geste ist
’ als sie erfolgte, nachdem die letzten ^^melgebiet einen so starken Beweis für den thu»» ^cn Charakter des Landes gegeben hatten.
mi der Ausweisung trotz dringender deut- 1 Ua^agen beweist nur, daß Litauen jetzt der Welt >me wenig man sich an Verträge, t liâ , land gegenüber, zu halten braucht. h>ic cmk^an, weil es sich um Deutschland handelt, 8enoww„ $u lmden. Dieser Glaube sollte Litauen und ihm endlich zu Gemüte geführt l(bt ruDin Völkerbund nicht mit sich spaßen läßt und ^e Vèi-kn^?umt, wenn man ihm gegenüber cim Pachtungen als nicht vorhanden behandelt.
?im ^ säuische Gewattmaßnahmen.
'^Met ahgN und zwei Reichsdeutsche aus dem R Oti5 Vr^?aen worden, und zwar ein Herr
Zellular"? .und der Buchhalter E s ch m a n n -'^niiuE ^ ’” Memel. Eschmann, dessen muna zwei Taae vorher abaclaufen
Der neue Präsident in Genf.
Abrüstungsfragen im Vordergrund.
3« Genf ist am Montag die 8. Völkerbundversamm- lung eröffnet worden. Es sind zu der diesmaligen Tagung 49 Staaten anwesend. Abwesend sind auch in diesem Jahre Argentinien, Bolivien, Brasilien, Spanien, Honduras, und Peru. Der derzeitige Ratspräsidcut, Villegas - Chile, eröffnete die Versammlung mit einer Rede, in der er einen Überblick über die Arbeiten des Völkerbundes während des letzten Jahres gab. Besonders wichtig erschienen ihm die vom Völkerbund cinbcrufcnen Weltwirtschafts- und Abrüstungskonferenzen. Aus der formell wohlgesetzten und sehr abgewogenen Rede des Ratspräsidenten, die mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, scheint hervorzugehcn, dasr man sich allgemein von dem Abrüstungsproblem und etwaigen Anträgen aus der Versammlung, die an dieses ankNüpfen, das Hauptinteresse der gegenwärtigen Tagung verspricht. Wie es heisst, hat Dr. Stresemann die Absicht, während dieser Tagung in Genf Klarheit in die Frage der Rhcinlandbesetzung zu bringen.
Mit welchen Schwierigkeiten Deutschland noch immer bei seinen ehemaligen .Kriegsgegnern hierbei zu kämpfen hat, ersieht man aus einer Rede, die der ehemalige fran-
zöfische Kriegsminister Maginot bei der Einweihung eines Gefallenendenkmals hielt. Maginot wandte sich in dieser Rede in schärfsten Tönen gegen eine Abrüstung Frankreichs, da Deutschland nicht nur nicht «brüstet, sondern auch sein Heer und seine Marine verstärkt habe. Natürlich sind diese Behauptungen Maginots ganz phantastisch und entbehren jeder Grundlage. Wie recht Deutschland im übrigem mit seiner Auffassung in der Abrüstungsfrage hat, beweist ein Artikel des Londoner „Observer", in dem betont wird, daß die Regierungen, wenn nicht die Völker Europas heute hauptsächlich in Kriegsbcgriffen denkeR und auf eine Lage hintreiben, bei der nur der Zeitpunkt des Kriegsausbruchs zweifelhaft sei.
Nach der Rede des Ratspräsidenten schritt die Völler- bundversammlung zur Wahl ihres Präsidenten. Hierbei wurde Guani-Uruguay, Gesandter in Paris und langjähriger Vertreter seines Landes im Völkerbundrat, mit 24 von 47 abgegebenen Stimmen gewählt. Graf Mensdorff-Lsterreich erhielt 21 Stimmen.
In seiner Antrittsrede wies Guani darauf hin, daß bereits zum dritten Male der Vertreter einer latein-amerikanischen Machte der Ehre teilhaftig werde, der Völker- bundversammlnng zu präsidieren, und fand freundliche Worte für jeden seiner Vorgänger.
Katholikentag für Bekenntnisschule
Schule und Flagge.
Ein Bcgrüßuugsabeud in der Wcstfalcnhalle am Sonnabend, der von ungefähr 8000 Personen besucht war, bildete den Auftakt zur 66. Generalversammlung der deutschen Katholiken Sonntag morgen wurde ein Gottesdienst, in dem überfüllten Stadion abgehalten. Bischof Dr. Kaspar K l c i n - Paderborn hielt die Festpredigt. In der Westfalcnhalle sand dann die erste geschlossene Versammlung mit der P r äsi - d i u in s w a h l statt. Zum E r st e n Präsidenten wurde Ministerpräsident a. D. Steg er Wald, zu weiteren Mitgliedern des Präsidiums gewählt der badische Landesprästdeut Dr. Baumgärtner-Karlsruhe, Freifrau von Gebsartel- München, Regicrungsvizcpräsident Jansè-Schnèidemühl. Nach dem Bericht des Zentralkomitees, den Furst Löwenstein erstattete, nahm die Versammlung eine Entschließung an, in der die Forderung erhoben wird, daß die Bekenntnisschule durch die Gesetzgebung des Reiches und der Länder fest verankert werde.
An die katholischen Mitglieder des Reichstages wird die Mahnung gerichtet, mit Einsatz aller Kräfte das Gesetz im Sinne der berechtigten katholischen Forderungen zu gestalten und keiner Lösung zuzustinrmen, die nicht die volle G l c i ch - berechtigung der Bekenntnisschulen mit anderen Schularten gewährleiste.
Bei der Generalversammlung des Karitas-Verbandes referierte Frau Helene Hoffmann- Freiburg über die Hilfsmaßnahmen für stellenlose und obdachlose Frauen, über „Notwanderer und Wandernot" sprach dann der Direktor des Wohlfahrtsamtes in Singen, Dr. Velz.
Marx über die Gchrüfrsgen.
Reichskanzler Dr. Marx in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der katholischen Schulorganisation eröffnete in der Westfaleuhalle die Generalversammlung der katholischen Schulorganisation. Nach Begrüßungsworten führte er u. a. aus:
Die erste und dringendste Ausgabe der katholischen Schul- bewegung ist es heute, bei den bevorstehenden Verhandlungen über das Reichsschulgesetz zu sorgen daß die berechtigten Wünsche der deutschen Katholiken erfüllt werden.
Wir haben die feste Überzeugung, daß dies gelingen wird, wenn man auf allen Seiten gewillt ist, mit den großen Grundrechten, die wie gewaltige Quadern hincinMenkt sind, mit dem Elternrecht und der Gewissensfreiheit Ernst zu machen. Wer diese Grundsätze antastet, der rüttelt an den Fundamenten des Staates.
Wenn vor einiger Zeit ein Redner betonte, es werde für die Entwicklung des deutschen Schulwesens besser sein, wenn man nicht so sehr au Elternrecht und Gewissensfreiheit denke als an das Recht des Staates aus die Schule, so können wir das nicht als richtig anerkennen. Das Recht der Eltern auf die Erziehung der ihnen von Gott anvertrauten Kinder ist das Vorangehende. Das Recht des Staates auf die Schule soll in den berechtigten Grenzen in keiner Weise bestritten oder eingeengt werden.
Tas Wohl des Staates und der Allgemeinheit kann aber nicht bewahrt bleiben, wenn der Staat in das Recht der Eltern und daS Gewissen eingrcifè. Unheilvoller Kampf wäre die Folge. Wahrung der Elternrechte und der Gewissensfreiheit in Gesetzgebung und Verwaltung auf dem Schulgebiet bedeutet gleichzeitig beste Förderung des Staatswohles.
Wenn diejenigen, die mit uns nicht einer Weltanschauung sind, Schulen dieser Weltanschauung, wenn andere die Gemeinschaftsschule fordern, werden wir ihnen nicht im Wege stehen. Die Schule muß Volkssache werden, viel mehr, als'sie cS bisher war. Sie müßte die populärste Angelegenheit in unserem Volksstaate sein. Aus dem Volke heraus muß die Schule wachsen. Das Volk muß sie tragen mit seinem Interesse und mit seinen Sorgen. Wir Katholiken sperren uns nicht gegen eine Reform der Lehrerbildung. Alles, was sie tut, um theoretisch und praktisch gründlich gebildete Lehrer
war und der das Gebiet nicht verlassen hat, wurde in Haft genommen, dann mit einem Dampfer nach Ridden gebracht und von dort über die deutsche Grenze abgeschoben. Wie weiter berichtet wird, sind Sonntag fast sämtliche reichsdeutschen Zeitungen in Memel beschlagnahmt worden. Die Königsberger allgemeine Zeitung wurde für dauernd für das Memelgebiet verboten.
uns rzeyrermnen ycranzuvuocn, zu dem sagen Die vcuiscyeui Kaiholiken ein frohes Ja.
Otto C c h a u ß S. I. sprach über: „Das Weltgeschehen im Lichte des Gottesglaubens". Pfarrer Dr. O s f c n st e i n - Wilhelmsburg sprach über das Thema „Die Bekenntnisschule, eine unverrückbare Forderung katholischen Glaubens. Für uns Katholiken, so führte er aus, ist die Kirche nicht nur Deuterin,, sondern LM.Trägerin .^^..natürlichen Sittengesetzes, und darum muß Unterweisung und Erziehung tm Rahmen des natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich auch in der Kirche und durch die Kirche stattsindcn. Schulrat lwteph Antz sprach über „Katholizismus und Volksb'.ldungs- bestrebunaen".
MSeüer und Beamie.
Sonntag nachmittag wickelte sich eine Reihe von Neben-i Veranstaltungen ab. Bei der Kundgebung der katholischen- Arbeitervereine nahm auch Reichskanzler Dr. Marx das Wort. Er würdigte die Persönlichkeit des Reichspräsidenten von Hindenburg als eines Mannes, der in! treuer Pslichterfülluug allen Deutschen ein leuchtendes Vorbild sein könne. Diese gewaltige Kundgebung sei das Bekenntnis der christlichen Arbeiter. „Treue Katholiken sind und bleiben wir, aber ebenso stehen wir zu unserer Versassung,. zu unserer Deutschen Republik fest sind unerschütterlich."
Bei der Versammlung der katholischen öffentlichen Be- amtenvcreine sprach ebenfalls der Reichskanzler. Er betonte die Pflichten der Beamten dem Staate gegenüber, dis tolerant sein müßten gegenüber echter Überzeugung Andersdenkender. Je fester die Weltanschauung' der Beamten begründet ist, um so stärker sei das Verantwortungsgefühl dem Staate und der Allgemeinheit gegenüber. Er mache keinen Unterschied zwischen sogenannten höheren, mittleren und unteren Beamten, höchstens insofern, als die höheren Beamten gerade wegen ihrer hervorragenden Stellung ganz besonders verpflichtet seien, die Verfassung zu achten, und zu ehren. Er könne es nicht mit wahrer nationaler Gesinnung für vereinbar halten, wenn man über die Verfassung wegwerfend rede und auch die von ihr anerkannten Farbcw Verächtlich behandele.
In der Arena des Stadions fand eine große Jugendkundgebung statt. Eine nach Zehntausenden zählende Schar von Jugendlichen füllte das weite Oval des Sportplatzes^ Abends war große Missionsversammlung.
Erste öffentliche Generalversammlung.
Präsident Stegerwald begrüßte die Ehrengäste, darunter den österreichischen Bundeskanzler Dr. Seipel, dew Reichskanzler Dr. Marx, den bayerischen Ministerprästdcn- Icn Dr. Held, den badischen Staatspräsidenten Dr. Trunks die Reichsminister Dr. Köhler und Dr. B r a u n s und dis preußischen Minister Dr. Hirtsiefer, Steiger und Schmidt. Nachdem die Versammlung beschlossen hatte, an: den Papst und an den Reichspräsidenten von Hindenburg Be- grüßnngstclcgramme zu senden, hielt die' Festrede dec päpstliche
Nuntius pacel É
Er hob in seiner Rede den Eindruck hervor, den die „rote' Erde", das Land der Maschinen und Eisenhammer, auf ihn gemacht habe. In die Bewunderung für die ungebrochen» Geistes- und Lebenskraft dieses Volkes mische sich die Erinnerung an das kärgliche, srcudenarme und trosthungrige- Dasein des Arbeiters. Die katholische Idee verlangt von dem Arbeiter ehrliche und gewissenhafte Pflichterfüllung. Gerade darum aber wäre es gegen das innerste Wesen des christlichen Gedankens, wenn der arbeitende Menschenbruder zum Sklaven, zum Objekt der Wirtschaft herabgewürdigt würde. Die Wirtschaft habe den sittlichen Sinn, der Wohlfahrt aller Volksgenossen zu dienen. Zum Schluß seiner Rede spendet» im Namen des Papstes der Nuntius der Versammlung den apostolischen Segen. An die Rede des Nuntius schloß sich die Begrüßungsrede des Präsidenten Dr. Stegerwald.
AeichöLagsabgeo^önetel- Kaas
behandelte das Thema „Die Kirche im heutigen Deutschland" und beschäftigte fid) mit der Konkordats- und Schul- frage. Er sagte dabei: „Wir deutschen Katholiken sehen in dem Abschluß einer Vereinbarung zwischen dem neuen deutschen Volksstaat und der katholischen Kirche die Probe dafür, ob die neue Demokratie bereit ist, auch den kirchlich empfindenden Katholiken ein Haus auf deutscher Erde schassen zu helfen, in dem sie nach den Sohren und Vorschriften ibreS Glaubens leben können. Darüber werden wir uns allerdings!