' Hindenburg. In der hiesigen StaLtverordnetenverfamm- lung versuchten die Kommunisten, einen völkischen Redner am Reden zu hindern. Dabei kam es zu T ä t l i ch k c i t e n. Ein Abgeordneter erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Der Stadtverordnetenvorsteher mußte zweimal die Sitzung unterbrechen.
Genf. Die ständige V e r k e h r s k o m m i s s i o u des V ö l- k e r b u u d e s ist hier zusammengetreten, um die am 23. August beginnende Internationale Verkehrskonferenz vorzubereiten. Deutschland ist in der Kommission durch Ministerialrat Seeliger vertreten.
Athen. Die Blätter stellen fest, daß Zaimis, der sein neues Kabinett fertiggcstcllt hat, jetzt zum siebcntenmal Ministerpräsident ist.
Washington. Im Juli, dem ersten Monat des neuen Einwanderungsjahres, stand die deutsche Einwanderung an der Spitze. Es sind im Juli 1455 Vorzugsvisa und 3306 einfache Visa erteilt worden; die gesamte Jahresquote beträgt 51277.
Melbourne. Premierminister Bruce gab bekannt, daß man für weitere 19.3 ehemalige deutsche Besitztümer in Neu-Guinea Angebote erhalten habe, von denen 21 abge- lehm ■ worden seien. Die angenommenen Angebote beziehen sich auf 66 Pflanzungen und der Verkaufswert beträgt ins- ,gesamt 1227 000 Pfund Sterling. ....___,
S» Verbot von Weltkriegsfilmen in Dänemark.
Kopenhagen. Von der Filmzensur ist ein Verbot hinsichtlich der Vorführung aller Filme beschlossen worden, die Episoden aus beut Weltkriege darstellen. AIs Gjunb, wird angegeben, daß in der letzten Zeit eilte große Menge von Pro- pagandafilmen an die dänischen Kiwotheater verlaust worden ist.
Ein Ultimatum Tschangtsvlins an die Nankingregierung.
London. Wie aus Schanghai.gemeldet wird, hat Tschang- tsolin an die Nankingregierung das Ultimatum gerichtet, die Stadt Nanking zu übergeben, andernfalls würde die Stadt noch stärker als gestern bombarbiert werden.
( Wegen Mordes zum Tode verurteilt.
Moskau. Das Moskauer Gouvernementsacricht verurteilte vier Anführer der Verbrcchcrbandc, die im Juni in der Um» gegend Moskaus an dem ehemaligen stellvertretenden Sowjet- handelsvertreter in Deutschland, Jorow, einen Raubmord verübte, zum Tode.
, Schlechte Ernte in Rußland? ' " w>
Riga. Wie aus Moskau berichtet wird, ist in dem unteren und mittleren Wolgagebjet die Ernte über Erwarten schlecht ausgefallen. Aus Mittelrußlaud fehlen noch Angaben über beii Ernteverlauf, was den Sauern des Wolgagebietes Veranlassung gibt, Getreidrverkäufe sehr zurückhaltend vorzu- nehmen. Die staatlichen Ankaufsstellen haben die Anweisung aus Moskau erhalten, selbst Vor höheren Preisen nicht halt- zumachen, um die nötigen Getreidemengen bereitzustellen.
Englisch-chinesischer Zwischenfall.
W i r d N a n k i n g b e s ch o s s e n ?
Zwischen den Engländern in Schanghai und dem Außenminister der Nankingregierung, Wu, ist es zu einem Konflikt gekommen, der zu englischen Zwangsmaßnahmen geführt hat. Wu hatte sich geweigert, den Propeller eines englischen Flugzeuges, das eine Notlandung außerhalb der europäischen Niederlassung in Schanghai vornehmen mußte, hcrauszugcbcn. Darauf hat der britische Kommandeur die Eisenbahnlinie Schanghai—Haug- tschau—Ningpo zum Teil zerstört und damit der flüchtenden Nankingarmee den Rückzug nach dem Süden abgc- schnitten.
Ob Nanking, wie gemeldet worden war, von den Nordtruppen tatsächlich schon beschossen worden ist, ist nach neueren Meldungen wieder zweifelhaft. Es heißt jetzt, daß der Befehlshaber von Nanking mit den Nordtruppen in Verhandlungen getreten sei, um eine Regelung zu finden, durch die die Schrecken einer Beschießung Nankings verhindert werden könnten. Die Bevölkerung Nankings ' soll aus feiten des Führers der Nordtruppen stehen. In Schanghai hat der drohende Zusammenbruch der Nordarmee den Bürgermeister und den Polizeipräsidenten der .Chinesenstadt zum Rücktritt veranlaßt. - ■
Arbeiter und Angestellte.
Frankfurt. (Der R e i ch s m a nt c lt a r t f für d i e Straßenbahnen der Gemcinden gckundigt.) Der für ganz Deutschland gültige Reichsmantcltarif für die Straßenbahnen der Gemeinden ist von den Arbeitnehmer^ Organisationen zum 31. Oktober d. I. gekündigt worden. Den Hauptgrund für die Kündigung hat die durch das Arbeitszeitgesctz bedingte Notwendigkeit einer Neuregelung der Arbeitszeit gebildet. Die Verhandlungen über die Neugestaltung des Reichsinanteltariss sowie besonders über die Erhöhung des Zuschlags für die Überstundenarbeit werden int September ausgenommen werden?
Mannheim. (StreikirrderRheinschiffahrt.) In einer Versammlung haben die Vertreter des Deck- und Ma- schinenpersonals der Rheinschiffahrt beschlossen, die Arbeit sofort einzustellen, da die Verhandlungen am 15. August in Duisburg nicht das geringste Entgegenkommen d e r A r v e i t g e b er gebracht hätten. Der Deutsche Verkehrs- bund teilt hierzu mit, daß die Arbeit in den Mannheimer Häfen, ferner in Karlsruhe, Kehl und Worms ruht und daß mit weiterer Ausdehnung des Streiks mit großer Wahrschem- lichkeit zu rechnen sei.
Aengstlichkeit der Bevölkerung züruckzuführen. Ein CpoM fiugtag zeigt nun dem Publikum die große Sicherheit uns^^?'. rer heutigen Fliegerei. Mit kleinen, schwuchmotorin Sportffugzeugen wird die große Sicherheit der Fliegem" Äie gezeigt.
Die Gesellschaft für deutsches Flugwesen hat es sich -„».Wun Ziele gesetzt, dem Volke durch die Veranstaltung von FlW.eij bei tagen die ständige Entwicklung der deutschen Fliegerei uot ®"rh< Augen zu führen und so für die Verkehrsfliegerei « werben.
In der Samstagnummer werden wir nähere Einzelheit^ " über den Flugtag veröffentlichen. Schon heute können mit ror sagen, daß in Fulda die besten Piloten mit den modernsten Flugzeugtypen ihre Künste ewigen werden. M
Besonders die Kunstflüge, Fallschirmabsprünge und dhUKa BaUonjagden werden große Begeisterung auch in FuldaMrsc auslösen. L-Sä
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Aus dem Eerichtssaal. pnite.
E i ii Fahrradmarder.
Der 53jühr!ae vorbestrafte Spengler A. Sp. aus Wien ttai auf seiner Wanderschaft am 26. Juli ds. Js. in Fulda ein < Gegen 6 Uhr abends sah er in der Nähe der hl. Eeistkirche ein ■ '
herrenloses Fahrrad stehen. Kurz entschlossen eignete er C5 sich an. Der Bestohlene — ein Postschaffner — nahm mit seinem Bruder auf anderen Rädern die Verfolgung auf und « glückte ihnen auch nach langen Streifzügen, den Fahrradmcn- der zu: fassen. Nach Verabreichung einer gehörigen Track Prügel mußte der Dieb mit zur Polizeiwache. Im gestrigen r Verhandlungstermin erzielte der Wiener mit der Ausrede 1 „Wenn ich gewußt hätte, daß das Rad einem Postschaffner F ■ hörte, hätte ich es nicht gestohlen", wenig Anklang. Das Ee-t^qu richt war der Ueberzeugung, daß gegen Fahrradmarder strenge; vorgegangen werden müßte und erkannte wegen Diebstahls auf 4 Wochen Gefängnis.
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Oer KLug nach Honolulu.
^ Zwei Flieger vermißt. - ^ #^
Der Flug nach Honolulu wurde im ganzen Fernen Osten mit gespanntestem Interesse verfolgt, namentlich auf den Philippinen und in Australien, die Hawai als Zwischenstation für eine engere Verbindung mit Amerika ansehen, für den Fall, daß auf Grund dieser Versuche ein Ausbau des Flugverkehrs nach dem Fernen Osten erfolgt. Von den vier Flugzeugen, die sich auf dem Wettflug nach Honolulu befanden, ist die „Woolarac" zuerst am Ziel gelandet. Die Suche nach den zwei beteiligten und jetzt vermißten Aeroplanen wird von Marinefahrzeugen und Flugzeugen der amerikanischen Marine unter Ausbietung aller Mittel fortgesetzt.
Ein amerikanischer Pilot namens Beriaud will dieser Tage von Amerika über den Atlantik nach Rom fliegen, über den Flugkurs äußerte sich Bertaud, daß er seinen Weg über Halifax, St. Johns, Bordeaux und dann direkt nach Rom nehmen werde. Der Kurs sei über mehrere Dampferlinien gelegt worden, um eine Verständigung zu ermöglichen. Sein Flugzeug, die „OldGlor h", ist ein einmotoriger Fokker-Eindecker. Sie wird 1120 Gallonen Gasolin mitführen und ein Gesamtgewicht bei voller Belastung von 12 250 Pfund haben.
' Die Frage des Ozeanfluges Könneckes hat eine neue, und zwar erfreuliche Wendung erfahren. Die wesentliche Frage der Lebensversicherung der Flieger hat die Stadt Köln gelöst. Sie ist in Verbindung mit der Leitung der Internationalen Prefleausstellung Köln 1928 'Pressa) an Könnecke herangetreten, um ihm die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Finanzamt der Stadt Newyork gibt bekannt, daß der Empfang Lindberghs die Stadt rund 50 000 Dollar gekostet hat, während der ganze Empfang des kubanischen Präsidenten und der ganzen amerikanischen Flotte zusammen nur 20 000 Dollar erfordert hat.
*
In der Nähe von Brüssel stürzte ein belgisches Militärflugzeug ab. Der Pilot wurde schwer verletzt, der Apparat vollständig zerstört.
Aus Seffen-Aaffau und Aachdargebieten
Merkblatt für den 20. August. ,
E in Landstreicher.
Der mehrfach vorbestrafte 40jährige Klavierbauer K. $ i gebürtig von Kattowitz, treibt sich seit einigen Monaten üel-'| arbeits- und mittellos in Fulda und Umgegend herum. verholt wurde er bei Razzien in Scheunen nächtigend aufge-I griffen. Wegen Laudstreichens verurteilte ihn das Gericht «I 3 Wochen Haft.
Unter schâ gu.n g. I
Der von Hauswurz gebürtige 25jährige Kaufmann W. Schr., jetzt in Bottrop in Stellung, unterschlug während feinet! Tätigkeit bei der hiesigen Hauptgenossensckaft des KurhessischnD Bauernvereins 200 Mark, indem er für einen Liefer inten Mark zu viel verbuchte. Gelegentlich einer KafsenreoiWl wurde die Veruntreuung entdeckt. Wegen Unterschlagung enl kannte das Gericht statt der verwirkten 3-wöchentlichen GefänJ nisstrase auf eine Geldstrafe von 210 Mark.
Zur Beachtungfür Zeugen. ■
In einer Strafsache wegen Betrugs (Pserdekaus unter 53«
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Akkord, — Aber wahren Frieden bringet — Nur ein
Herzen klinget — Mancher tröstende
spiegelung falscher Tatsachen) war der als Zeuge geladene M hier, dem gestrigen Termin ungenügend entschuldigt fernst] blieben. Er wurde daher zu 20 Mark Geldstrafe und in bi Kosten des Termins verurteilt.
Verschiedene Strafsachen mußten vertagt werden.
Betrügereien. 1
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toi jemals rden. A rlaberain: Wellt Moch bei Ein
einz'ges strenges Wort. Pflicht, geübt mit festem Herzen, — Bleibt allein auch ewig treu; — Sie allein heilt alle Schmerzen, — Sie allein macht Menschen frei.
F e u ch t e r s l e ch e n.
Wetterbericht.
Von Südwesten her sind Tiefdruckstörungen nach Mitteleuropa vorgedrungen und haben wieder Regensülle gebracht.
feite die Witterung unseres Gebiet. in den nächsten Tagen unter dem Einfluß feuchter und wärmerer Südwestwinde stehen wird. Weitere Regenfälle sind also zu erwarten. — Vorhersage bis Freitag abend: Wolkig bis bedeckt, zeitweise Regenfälle, etwas wärmer, südwestliche Winde. — Witterungsaussichten bis Samstag abend: Zunächst keine wesentliche Aenderung.
II
Insektenbekämpfung durch Vogelschutz.
Die festgestellte Jupektenvermehrung hat bei vielen Gartenbesitzern in diesem Sommer große Besorgnis erregt. Eine Möglichkeit, der Plage Herr zu werden, ist zweifellos eine Vermehrung des Vogelbestandes, die jedem Landwirt oder Gartenbesitzer leicht möglich wäre. Gegen Käfer und Schmetterlinge, Blattläuse und viele mrdere Bösewichter sind die Vöael immer noch der beste Schutz. In den Höhlungen alter Bäume wird man ohne Mühe Meisenkästen anbringen können. Vogelschutzgehölze bestehen in der Hauptsache aus Zweigen von dornigen Sträuchern. Durch wiederholtes Köpfen einzelner Baumstämme entstehen zahlreiche Quirle, die vorzügliche Plätze zum Nestbau abgeben. Wichtig ist ferner die Fütterung der Standvögel im Winter, die leider sehr oft versäumt wird. Die Vögel sind im Winter übrigens nur an Tagen mit tiefem Schnee, Rauhreif oder Glatteis zu füttern. Fütterung bei mildem Wetter verweichlicht die Vögel und hält sie von der Vertilgung ber. auch im Winter vorhandenen Larven und Puppen ab.
Nachmittags 5 Uhr verhandelte das.Gericht gegen den jährigen Kaufmann W. L. hier, gebürtig von Deutz. Er . vormittags nicht zum Termin erschienen und mußte durch: gW Uü' Polizei vorgeführt werden. L. ist bereits siebenmal oorbefte darunter viermal wegen Betrugs. Im März ds. Js. Hata in Kämmerzell und Horas zusammen 58,47 Mark kassiert, 061t im Besitz einer Jnkassavollmacht gewesen zu sein; das Eâ verbrauchte er für sich. Wegen Betruges in diesen zwei Fäilri
Die Hindenburg-Jubiläumsmarken.
Wi»gc> re ersch tt fanb sich bei Mei «folg bild, 6
Mit der Ausgabe der vor einiger Zeit augekiindigten M »ten denburg-Jubilüumsmarken mirb voraussichtlich Mitte Septem- Bad N her begonnen werden können. Es wird nur eine., beWzÄ' Auflage hergestellt, sodaß es ratsam ist, sich rechtzeitig MEab decken. Die Marken werden zum doppelten Nennwerte m- andere kauft werden. Der Ueberschuß soll der Hindenburgspende M i Als fließen. Es handelt sich um vier Werte zu 8, 15, 25 und RW Killt,
Die 8 Pfg.-Marke erschienen.
In der Reichsdruckerei wird gegenwärtig eifrig an der Herstellung der neuen 8 Pfg.-Marke gearbeitet. Bisher sind nur einige wenige Postämter damit beliefert worden. Man HA daß in einigen Tagen an sämtlichen Postämtern des Reich« mit dem Verkauf begonnen werden kann.
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Rückers, (Kreis Fulda), 17. Aug. (Großes Schadenfeuer) . Durch ein Schadenfeuer wurden in der vergangenen W Am Wohnhaus, Scheune und Stall des Landwirts A. Firle einF äschert. Sämtliche Erntevorräte fielen den Flammen M Opfer. Das Vieh wurde gerettet. Die Entstehungsursache bes Brandes ist noch nicht geklärt.
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bntinei ES zur h jtej Mut Mutt Mi«, Md (
Neuhof bei Fulda, 17. Aug. (Von einem Wilderei angt’ fchoffen.) Im benachbarten Magdlos wurde, am Sonntag* mittag auf den Jagdaufseher Krämer, als er sich auf ei* Pirschgaug im sogenannten Kohl gründ befand, aus dem S'"1 ■ß™" terhalt ein Schuß abgegeben. Das Geschoß zerschmetterte » Fernglas des Jägers, der selbst wie durch ein Wunder letzt blieb. Auf die Ermittelung des Täters ist von dem Pächter Dr. Tölle-Fulda eine Belohnung von 500 Mark «' gesetzt worden. M 2
«neu.
Vermischte Nachrichten.
Vom Deutschen Arztetag. ,
Berlin. Der diesjährige Ärztetag in Würzburg wird, wie verlautet auf einen regen Besuch von Reich, Staat, Ländern und Kommunen rechnen können. Die persönliche Anwesenheit des bayerischen Staatsministers des Innern ist gesichert.
Der Prozeß gegen die Lotteriebeamtcn.
Berlin. Das Verfahren gegen die beiden Lotteriebcamten Schleinstein und Böhm ist so beschleunigt worden, daß die Anklage nicht nur jetzt fertiggestellt, sondern auch den beiden Beschuldigten bereits zugestellt werden konnte. Sie lautet im wesentlichen auf Betrug, schwere intellektuelle Urkundenfälschung und falsche Selbstbeurkundung. Da die Sachlage durch das Geständnis der beiden Angeklagten geklärt erscheint, sind zur Hauptverhandlung, die in etwa 14 Tagen stattsindcl, nur drei Zeugen geladen.
Nordlack statt Likör. "^
Leipzig. In Frankenhausen wollte eine Angestellte einen Likör trinken. Sie verwechselte die Flaschen und griff nach einer Flasche, in der sich No r d l a ck befand, eine Säure für Reinigungszwecke. Infolge schwerer innerer Verbrennungen starb das Mädchen unter schrecklichen Qualen.
Beschluß der Internationalen Luftkonferenz in Basel.
Basel. Die in Basel stattgefundene Internationale Luft- konferenz des Internationalen Aeronautischen Verbandes beschäftigte sich auch mit der Frage der Zusammenarbeit zwischen Radio und Luftverkehr. Sie äußerte den Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Bodenorganisationen und dem Flugzeug und nach Aufhebung der Paßvisa für Piloten und Bordpersonal. Es wurde zur Weitergabe an die Regierungen ein Entschluß gefaßt, in der dieselben ersucht werden, für vorher angemeldete Luftverkehrsangestellte jeglichen Visumzwang aufzuheben.
> Der Tod in den Bergen.
Innsbruck. Im Laufe dieses Jahres sind in Tirol 36 Personen in den Bergen tödlich verunglückt. Davon waren 26 Reichsdeutsche. Acht Verunglückte konnten noch nicht geborgen werden.
Fulda, den 19. August 1927.
Straßensperre.
Die hessische Provinzialdirektion Oberhessen in Gießen teilt mit:
Wegen Vornahme von Kleinpflasterarbeiten wird die Provinzialstraße „Schlitz-Hutzdorf" vom 22. August d. Js. bis auf weiteres für den Wagen- und Automobilverkehr aesperri. Umleitung erfolgt über Wernges-Grebenau-Nie- der-Josfa. Die aufgestellten Warnungstafeln sind zu be= achten.
Großer Flugtag in Fulda.
Der kommende Sonntag bedeutet für Fulda und Umgebung ein sportliches Ereignis. Die Gesellschaft für deutsches Flugwesen m. b. H., Berlin, wird auf dem Exerzierplatz mit ihrem Flugzeuggeschwader erscheinen und einen großzügigen Sportflugtag veranstalten. Die Gesellschaft für deutsches Flugwesen hat in fast allen deutschen Gauen große Flugtage veranstaltet und überall die jubelnde Anerkennung der Presse und des Publikums gefunden. Sportflugtage bilden das Bindeglied zwischen der deutschen Fliegerei und dem deutschen Volke. Die deutsche Fliegerei ist durch den Friedensvertrag sehr geknebelt worden und in ihrer Entwickelung sehr gehemmt. Trotzdem ist es dem deutschen Geiste gelungen, ein großzügiges Luftverkehrsnetz über ganz Deutschland zu spannen. Auch im Auslande find deutsche Maschinen bevorzugt und erfolgreich tätig. Erst in letzter Zeit konnten deutsche Maschinen der Junkerswerke in Dessau mehrere Weltrekorde an sich reißen. Die Verkehrsfliegerei gilt heute als ein sicheres Verkehrsmittel. Die Unfälle der Verkehrspfliegerei sind, derart gering, daß man schon von einer hundertprozentigen Sicherheit sprechen kann. Trotzdem werden die Flugzeuge noch nicht allgemein benutzt. Dies ist zu einem Teil noch auf die Vorsicht und
* Schlitz, 17. Aug. (Selbstmord.) Am Freitag Wnd mittag entfernte sich die 26jährige K. Kruppert von ib«iy ' beitsstätte in Langheinrichs Fabrik, da sie sich angeblitP. W u päßlich fühlte. Am Sonntag früh wurde sie in der Elektrizitätswerks in der Schlitz aufgefunden, wo sie E scheinlich freiwillig den Tod gesucht hat. Welche ErüB^ Unglückliche in den Tod getrieben haben ist unbekannt. seit einigen Jahren am Bahnhof außer Gebrauch gesetzte W Halle der landwirtschaftlichen Genossenschaft Darmstadt, M wie mn hört, durch Kauf in den Besitz der Firma Diehl, dahier über. Der Kaufpreis soll 4500 Mark betragen, v Firma muß den Bau abbrecheu und wird ihn an anderer v> zur Aufnahme von neuen Webstühlen wieder aufrichten '
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Hersseld, 15 Aug. (Vom Hersfelder Lullusbad.) Der bi jährige Fremden besuch in unserem Kurbad ist ein recht Bereits am 1. August war die vorjährige GesamtbesuchedO überschritten. Weitere günstige Verhältnisse vorausgei^ dürfte der Besuch in diesem Jahre gegenüber dem vorigen Steigerung von 30—40 Prozent erfahren.
* Hersseld, 15. Aug. (Was kostet die Umlegung?) . ® städtischen Körperschaften haben unlängst die Umlegung Gemarkung Hersfeld beschlossen. Damit ist ein Beschluss», faßt worden, dessen dringende Notwendigkeit von allen schon seit Jahren erkannt, aber immer wegen der damit bundenen Kosten gefürchtet worden war. Da auch in u'^k Gemeinden gleiche Vorhaben bestehen, ist es für weite interessant, sich einmal ein Bild über die bei einer umle» entstehenden Kosten zu machen. Bei der Zugrundelegung " Stundenlohnes von 75 Pfg. ergeben sich nach amtlichen » . stellungen je Morgen, ein viertel Hektar, folgende , 4 RMk. Regulierungstosten (Staatsgebühren), >-> Ä Nebenkosten (Hilfsarbeiter, Grenzsteine, Pfähle usw.), Ms Baukosten (Erdband, Zementrohre, Schotter usw.), d. s. >■ â- je Morgen . Bei einer Umlegungssläche von rund 440»^ ^ gen, wie sie in Hersfeld in Frage kommen, würde es etwa 300 000 RMk. handeln, die auf acht Jahre verteilt, i ^ lich 37 000 RMk. ausmachen würden. Für Aüsschliegu 1 , Baugelände durch breitere befestigte Straßen, Kittel Kanalisationen usw. müßten allerdings noch besondere bereitaeftellt werden. Bei der gegenwärtigen Wirts««! ^ sind Zuschüsse aus der produktiven Erwerbsloseufur! « erwarten. -
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