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Das 18, Deutsche Bundesschießen. lbergabe des Bundesbanners in die Obhut von München, i München steht vollständig im Zeichen des 18. Deut- chen Bundesschießens. Viele Tausende kamen von qus- -'ärts^ aus allen Gauen Deutschlands in München an. ?ie Stadt weist festlichen Schmuck mit Fahnen, östlichen Tüchern, Girlanden usw. auf, namentlich die s-trußen und Plätze, durch die der große Festzug sich be- ^cgt, prangen im Schmuck eines überaus festlichen Bildes. Arinen offiziellen Beginn machte die feierliche Übergabe - es Bundesbänuers, das sich wieder in Händen der Stadt G Frankfurt befand, durch die Vertreter der Stadt Frank- nrt an die Stadt München. Der Festplatz ans dem- rgsplatz war in vornehmlich künstlerischer Weise ausge- chmnüt. Die Schützerwerbände zogen mit ihren Fahnen, aitcr denen sich das große Bundesbanner befand, auf dem K sostplatz ein. Der Festakt wurde durch Fanfarenklänge mgclcrtet, au die sich Orchcsterstücke anschlossen. Hierauf Wifi der Vertreter der Stadt Frankfurt, Stadtrat Dr. -chmude, das Wort. Er erklärte, daß wir alle erfüllt seien wir dem Gedanken und der Idee der unauslöschlichen ttebe zum Volk und zum Vaterland. Die Fahnen als Sinnbild des deutschen Fühlens und denkens leisten uys Gewähr dafür, daß der starke èinigungswi l! c auch bei allen Schützen noch wach st. Zum Zeichen hierfür hat die Stadt Frankfurt ein Sand in den Farben des Reiches vom Jahre 1865 und in cn Stadtfarben Frankfurts dem Deutschen Schützenbunde ur Erinnerung gewidmet. Dr. Schmude übergab hierauf »em Bürgermeister der Stadt München das Bundes- »anner zur Obhut.

w Vermischte Nachrichten«

Eröffnung der Bückcrciausstellung Essen.

Essen. Die deutsche Bäckcrcifachausstcllung Essen 1927 vurde in Anwesenheit des Wohlfahrtsministers Hirtsiefer md Ministerialrats D ü b r i n g vom Rcichscrnährungs- niniftcrium eröffnet.

3 Schweres Autounglück bei Pfaffenhofen.

München. Ein schweres Autounglück ereignete sich bei Pfaffenhofen. Dori nahmen mehrere Airtos in überschneller ^ahrt eine ziemlich scharfe 8-Kurvc. Der Führer des letzten Wagens verlor die Herrschaft über das Steuer und das Auto mimte mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Wagen vurde völlig zertrümmert. Vier Insassen erlitten schwere Ver- etzungen, die Frau des Besitzers des Wagens war so- o r 1 1 o t.

k Selbstmord aus Furcht vor Strafe.

Marienwerder. Auf der Bahnstrecke nach Firchan in der Zrenzmark wurde auf den Schienen die Leiche eines jungen Mannes aufgcfnnden. Der Tote wurde als der 15jährige Ger­hard Drecke aus Berlin festgestellt, der aus Furcht vor Strafe wegen einer Veruntreuung geflüchtet war. k Eintreffen Smiths in Honolulu.

Honolulu. Die Ozeanflieger Smith und Bronte trafen, oon der Insel Molokai kommend, an Bord eines Militärflug­zeuges auf dem Flugplatz in Honolulu ein. Sie sind bekannt­lich auf halbem Wege von San Franzisko nach Hawai ins Kaster gefallen. Man bereitete ihnen einen begeisterten Empfang. Smith erklärte, die einzigen Schwierigkeiten wäh­rend des Fluges hätten in dem Nebel und dem Mangel an Benzin bestanden. Der Apparat sei vollständig zerstört, aber man hoffe, den Motor zu bergen und nach den Vereinigten Staaten zurückzudringen.

Untergang eines Frachtdampfers.

Kalkutta. Der FrachtdampferShahzada" ist 40 Meilen von Sandheads gestrandet. 21 Mann der Besatzung, dar­unter sieben Europäer und 14 Inder. sind er­trunken. 50 weitere wurden von dem englischen Dampfer .Clinlonia" gerettet und hier gelandet.

Nah and gern.

/ O Ein rabiater Gläubiger. Auf seltsame Art versuchte der Kaufmann Max Schulte in Berlin seine aus­stehenden Forderungen einzutreiben. Schulte lauerte in später Abendstunde seinem Schuldner Witte vor dem Haufe auf und schlich sich in dessen Wohnung mit ein. Hier kam es zwischen den beiden Männern zu einer erregten Aus­einandersetzung, in deren Verlauf Schulte über seinen Freund herfiel und ihn zu Boden schlug. Dann fesselte er den Photographen an Händen und Füßen, zog einen Revolver und drohte dem am Erdboden Liegenden mit sofortigem Erschießen, wenn er nicht Geld und Wert­sachen freiwillig herausgäbe. Auf die Hilferufe des über­fallenen wurde das Überfallkommando alarmiert. Als die Beamten gewaltsam in die betreffende Wohnung em- drangen, durchwühlte Schulte gerade sämtliche Behälter nach Wertsachen, während Witte ge­fesselt am Boden lag. Die Polizisten befreiten den Photo­graphen aus seiner gefährdeten Lage.

' O überfall auf eine Stationskasse. Dieser Tage dran­gen Räuber in die Stationskasse von Marienhorn ein, bedrohten die Slationsbeamten mit vorgehaltenen Re­volvern und raubten die Tageskasse in Höhe von l^G Mark sowie die eigenen Gelder der Beamten.

O Im Strudel der Donau ertrunken. Die 20jährige Tochter des Kaminkehrermeisters Meininger geriet nahe Höchstädt (Schwaben) beim Baden in der Donau in einen Strudel. Der zu Hilfe eilende verheiratete Post- assistent Dihler wurde ebenfalls vom Strudel erfaßt und beide fanden den Tod in Gegenwart der Frau des Assistenten sowie des Vaters der Weininger.

O Selbstmordepidemie in Chemnitz. Im Verlaufe eines Tages wurden bei der Polizei in Chemnitz fünf Selbst- anorde und Selbstmordversuche gemeldet. Zwei Schlößer versuchten sich durch Leuchtgas zu vergiften, sie konnten aber wieder ins Leben zurückgerufen werden. Bei einem Fräser, der ebenfalls Leuchtgas eingeatmet hatte, blieben alle Wiederbelebungsversuche vergeblich. Ein 26 Jahre alter Handarbeiter stürzte sich in den Chemnitzfluß und Formte trotz sofortiger Hilfe nur als Leiche geborgen werden. An der Stadtgrenze endlich ließ sich ein 15 Jahre alter Tischlerlehrling von einem Eisenbahnzug überfahren.

O Schwerer Unfall unter Tage. Auf der Zeche Engels­burg bei Bochum ereignete sich ein schwerer Unfall. Zwei Bergleute hatten einen Schuß gesetzt, der aber nicht recht­zeitig losgegangen war. Als sie sich dann zu dem Schuß­ort zurückbegaben, um die Ursache festzustellen, ging der Schuß los. Einem der Bergleute wurde e c n B e i n a b - gerissen, des weiteren trug er andere schwere Ver­letzungen davon, an deren Folgen er alsbald starb.

O Zugzusammenstoß bei Altenbeken. Der Personenzug $40 von Warburg nach Altenbeken fuhr auf den vor dem Bahnhof Altenbeken haltenden Güterzug 6710 auf. Von dem Güterzuq find zwei Wagen zertrümmert und mehrere Wagen zur Entgleisung gebracht. Die Lokomotive des Personenzuges ist stark beschädigt und der Packwagen zer­trümmert. Der Zugführer des Personenzuges ist tot, ein Schaffner schwer und einer leicht verletzt. Die Reisen - penbliebenunversehrt, j

r ö Großer Jtttvclenbekrng kn Berlin. Umfangreichen Betrügereien ist die Berliner Kriminalpolizei in der Friedrichstadt auf die Spur gekommen. Unter dem dringenden Verdacht, fortgesetzt große Kreditschwindcleien und Betrügereien zusammen mit Urkundenfälschung ver­übt zu haben, wurden der 21 Jahre alleI u w eite r" Erich Straszewski, dessen Geschäftsführer, die Inhaberin eines Juwelengeschäftes im Hause Friedrichstraße 66, Frau Straszewski, die Mutter des Erstgenannten, und der Bücherrevisor Sobotki wegen Beihilse verhaftet. Nach den bisherigen Ermittlungen sind zahlreiche Geschäftsleute zusammen um mehr a l s eine h a zb e Million Mark geschädigt worden.

O 35 600 Seidenraupen gestohlen. Ans einem Leip­ziger Seidenbau wurde in einer der letzten Nächte fast der gesamte Bestand von etwa 35 000 Seidenraupen ge­stohlen. Außerdem hat der Dieb, der zweifellos in den Kreisen der Seidenraupenzüchter ju suchen ist, von der Spinncinrichtung 3- bis 4000 Kokons von Gelb- und Weißspinnern abgerissen und mitgenommen

O Typhus in Meiningen. In Meiningen sind acht Per-" sonen, darunter drei Mitglieder einer Familie, an Typhus erkrankt. Die Ansteckung ist durch Milch erfolgt. Es be­steht keine Gefahr einer Epidemie mehr.

O Neue Unwetter in Deutschland. In unaufhörlicher Folge wurden beide schlesische Provinzen von Unwettern heimgesucht. Besonders schwer häuften sich die Unwetter in der L i c g n i tz c r Gegend. In Neuburg schlug der Blitz in eine Menschengruppe, die mit Kartoffelhacken be­schäftigt war. Die Frau des Kutschers Linke wurde auf der Stelle getötet, ihre Mitarbeiterinnen wurden zu Boden geschleudert und mehr oder minder schwer verletzt. Das Dorf Dohnau stand zeitweise unter Wasser, da der Stauweiher wegen Wolkenbruchs überlief. Ein schweres Unwetter mit wolkenbruchartigem Regen ging auch an der deutsch-holländischen Grenze zwischen Cleve und Nijmegen nieder. Der mit Hagel vermischte Regen richtete schwere Verwüstungen an.

O Der Betrieb auf der Harzquerbahn. An der Unfall­stelle im Thumkuhlental ist der Umstcigebetrieb ausgenom­men worden. Es sind Einrichtungen für bequemen, ge­fahrlosen Übergang von einem Zuge zum anderen ge­troffen. Der als Aushilfe eingerichtete Autobusbetrieb zwischen Wernigerode und Dreiannenhohne bleibt nur noch bei einigen wenigen Zügen bis auf weiteres bestehen.

O Eine bestialische Mutter. In einem Hause in Naum­burg fand man das zweijährige Söhnchen der Bewohnerin an das Bett gefesselt und mit blutigen Striemen auf der Brust vor. Die Mutter verletzte, als man sie zur Rede stellte, einen Nachbar mit einer Schere. Das Kind wurde von der Polizei in Sicherheit gebracht.

O Erfolgreicher Fischfang. Der Sportfischer Post- sekretär Gletzner aus Röding fing in dem Donauneben­fluß Regen mit Angel und Blinkciscn einen 70 Pfund schweren und 1,60 Meter langen Waller (Wels). Es ist das größte Exemplar dieser Art, das je im Regen mit Anglergerät gefangen wurde.

O Politische Zusammenstöße. Als sich in Breslau ein Stahlhelmzug durch die Tauentzinstraßc und Gräbschener Straße bewegte, der wie gewöhnlich Don einer größeren Anzahl von Menschen begleitet wurde, kam es zu Streitig­keiten, so daß die begleitenden Polizeibeamten sich genötigt sahen, stellenweise von dem Gummiknüppel Gebrauch zu machen. Einer der Stahlhelmleute trug schwere Ver­letzungen davon. Von amtlicher Seite wird noch ge­meldet, daß, obwohl sich die mit der Straßenbahn fahren­den Stahlhelmleute gegenüber den Belästigungen und An­pöbeleien ruhig verhielten, die Menge tätlich gegen sie vorging. Einzelne HtWMlMx,â von ^cu elMri- übrigen schlug die Menge auf die in den Sommerwagen der Elektrischen sitzenden Leute mit Stöcken ein. Zwei zu Hilfe gerufene Polizeischnellwagen stellten die Ruhe wieder her und drängten die Ruhestörer in die Seiten­straßen ab.

0 Die Schlange im Autobus. In Madras fuhr ein Autobus die Strecke auf Mesare zu, als plötzlich eine große Kobra unter den Sitzen hervorschnellte und vier Personen biß. Zwei Personen starben bald, die beiden anderen befinden sich in Lebensgefahr.

O Die Ratten bringen die Pest. An Bord zweier aus Argentinien in London eingetroffenen Getreidedampfer wurden zahlreiche tote Ratten entdeckt, die nach der bakteriologischen Untersuchung an Beulenpest ver­endet sind. Es sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, um jede Ansteckungsgefahr auszuschließen.

0 Der tödliche Insektenstich. In dèr Nähe von Aalborg '(Dänemark) wurde beim Baden ein 17jähriger Lehrling von einem Insekt gestochen. Es bildete sich eine Ent­zündung, von der auch das Gehirn in Mitleidenschaft ge­zogen wurde. Bald darauf ist der junge Mann an den ^ Folgen dieses Insektenstiches gestorben. 3

l 0 Wieder ein Autobus umgefallen. In der Nähe von Lichlensteig in der Schweiz fuhr ein mit 24 Personen be­setzter Autobus, der eine Fahrt über den Klausen gemacht hatte, über den Straßenrand hinaus und stürzte um. Sieben Personen wurden verletzt und mußten ins Kranken­haus gebracht werden.

0 Zwei Dampfer gesunken. Der holländische Dampfer .V e e n d a m" stieß vor dem Newyorker Hafen mit dem norwegischen FrachtschiffS a g a l a n d" zusammen. Veendam" übernahm die Mannschaft des sinkenden nor­wegischen Schiffes bis auf einen Mann, der ertrank. Das holländische DampfbootMira", das nahe der Himmelgeister Fähre Anker geworfen hatte, ist aus bisher noch unbekannter Ursache untergegangen. Drei Mann der Besatzung konnten sich retten. Die Leiche des Heizers konnte noch nicht geborgen werden.

7 0 Erdbeben in Persien. In Teheran sind ernste Nach­richten über weitere Erdstöße in verschiedenen Teilen Persiens eingegangen. Am schwersten waren sie anscheinend in Khalkhal in Nordwestpersien. Erhebliche Verluste nu Menschenleben und großer Sachschaden werden aemeLdel. -

Bunte Tageschronik.

Waldenburg. Auf der Gustavgrube wurden zwei Bergleute verschüttet und konnten erst nach sieben- stündiger Arbeit als Leichen geborgen werden. Auf oer Melchiorgrube wurde einem Schlepper durch Herab- fallende Eisènteile der Unterschenkel zerschlagen, desgleichen einem Hauer auf der Fürstengrube.

Hamburg. Zwei zwölfjährige Knaben wurden beim Baden in einem Elbarm von der Strömung erfaßt und er­tranken vor den Augen der Passanten.

Budapest. Unter dem Verdacht, sich bei der Behandlung von Konkursangelegenheilen gegen die Ge­setze vergangen zu haben, wurden der Richter Toldy und drei Rechtsanwälte in Untersuchungshaft genommen.

Paris. Bei einer Kaffeehausauseinandersetzung über die Ursachen der heftigen Explosion in Nantes, durch die drei Menschen getötet und mehrere schwer verletzt wurden, geriet ein 28jähriger Arbeiter aus Nantes in eine derartige Auf­regung, daß er sich in die Er d r e stürzte und er- tr ank.

Aus dem Gerichisfaal.

§ Abschluß der Verhandlungen in Plauen. Im Prozeß Dr. Stresemann Dr. Müller beantragte nach mehrstündigem Plädoyer Rechtsanwalt Dr. Rietzsch die Freisprechung seines Mandanten. Justizrat Dr. Hahn beantragte in erster Linie Freisprechung Dr. Müllers, in zweiter Linie ©infteffung des Verfahrens wegen Nichtigkeit. Nach den Schlußworten Dr. Müllers schloß die Sitzung. Die Urteilsverkündung ist auf Dienstag angesetzt.

§ Die Todesursache Kutiskers. Die Obduktion der Leiche des Jnflationskünstlcrs Iwan Kutisker ergab, daß er an einer allgemeinen schweren Schlagadcrvcrkalkung, insbesondere an einer Verkalkung der Herzschlagader gelitten hat, mit der eine Nierenschrumpfung verbunden war. Kutisker war während seiner gewiß schweren Krankheit, nach Angaben des Arztes, noch ein schwerer Simulant. So täuschte er Harnverhaltung vor und bearbeitete das Fieberthermometer mit einem Heizkissen.

Turnen, Sport und Spiel.

Sp. Faschisten verbieten deutschen Sport. Das faschistische Direktorium in Bozen hat die Auflösung aller deutschen Sport­vereine beschlossen und die Vermögensbestünde, darunter die große Turnhalle, einen Turnplatz und alle anderen Einrich­tungen, dem faschistischen Regime zur freien Benutzung über­geben. Damit ist das gesamte Sportleben Südtirols in den Dienst der Faschisten gestellt.

Sp. Gegner für Nurmi gesucht! Im September dieses Jahres soll Wien eine Neuauflage seines vorjährigen Nurmi- Meetings erleben. Da Peltzer infolge seines Form- rückganges gegenwärtig als Gegner des Finnen nicht in Frage kommt, verhandeln die Veranstalter zurzeit mit den Franzosen Martin und Baraton.

Sp. Deutscher Sporterfolg in Paris. Bei den Motorboot- rennen auf der Seine bei Paris konnte das teilnehmende BootOpel II" des Herrn von Opel den Sieg seiner Klasse erringen.

Sp. Der erfolgreichste Nudcrvcrcin. Der erfolgreichste Ruderverein seit der Gründung ist im Deutschen Ruderverband nach der jetzt bckanntwcrdendcn Statistik (bis Ende 1926) der Mainzer R. V., der 581 Preise errang, vor Germania-Frank­furt 407, Berliner Ruderklub 350, Wratislawia-Breslau 327, Amicitia-Mmmheim 309, Ludwigshafener R. V. 300 Preise.

Sp. Graue verläßt die Amateure. Ter bekannte Berliner Fahrer Fritz Graue wird die deutschen Farben auf den Rad- Weltmeisterschaften in Sollt zum letztenmal als Amateur be- ftreiten. Wie bekannt wird, startet er im Anschluß au Köln als Berufsfahrer.

Sp. Fußballbörse in Chemnitz. EineFußballbörse", deren hauptsächlicher Zweck es ist, den Gesellschaftsspielverkehr der Vereine zu regeln, hat nun nach Breslau auch Chemnitz ein­gerichtet.

Sp. Jockeiselbstmord. Einer her bekanntesten Pariser Jockeis, Binder, hat Selbstmord vèrübt, indem er sich vom Schnellzug überfahren ließ. Er hatte vor einem Jahr bei einem schweren Sturz einen Beckenbruch erlitten und war seitdem schwermütig geworden.

' Sp. Deutscher Sieg im Radsport. Der Fliegerzweikampf OszmcllaMichard auf der Berliner Rüttarena endete mit dem Siege Oszmellas über den Franzosen.

Sp. Sechstagefahrt. Von 76 am ersten Tage zur Deutschen Sechstagefahrt des D. M. V. gestarteten Fahrern waren am vierten Tage nur noch 58 im Wettbewerb, davon 17 straf­punktfrei.

Sp. Der Radweltmeister verteidigt sich. Weltmeister Piet Moeskops wird nun doch feinen Titel verteidigen, nachdem der Niederländische Radfahrerbund zu der vom Veranstalter ge­botenen Summe foviel augelegt hat, um Moeskops Forderungen zu erfüllen.

Sp. Wer wird Meisterläufer über 1500 Meter? Der Berliner Mittelstreckler Böcher wird höchstwahrscheinlich nur die 800 Meter der Deutschen Meisterschaften bestreiten, so daß die 1500 Meter dadurch, ein offenes Rennen tperdem

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Sp. Das Abzeichen der Deutschen Turnerschaft. Die Deutsche Turnerschaft macht darauf aufmerksam, daß das Reichsjugend­abzeichen nur von männlichen Jugendturnern erworben werden darf.

Sp. Köchermann indisponiert. Der Hamburger Weitspringer Köchermann hat sich eine Beinverletzung zugezogen, so daß feine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Berlin- Grunewald fraglich erscheint.

1 Sp. Kölner Radweltmeisterschasten. Die Radweltmeister­schaftswoche wurde durch eine schlichte Feier auf dem Neu- znarkt durch den Oberbürgermeister Dr. Adenauer er­öffnet. Er führte in feiner Ansprache aus: Zum Kampfe um die Weltmeisterschaft sind 30 Nationen zusammengekommen. Es soll ein Kamps sein, der nicht trennt, sondern eint, ein Kampf, der nicht entzweit, sondern verbindet. Zum äußeren Zeichen dafür und zum Zeichen treuer sportlicher Kameradschaft sollen während der Dauer dieser Kämpfe auf diesem Platz die Flaggen der Nationen gehißt werden. Nach dem Oberbürger­meister sprach der Präsident der Union Cycliste Internationale, Lèon Breton.,, > ~

Börse ««d Handel

* Börsenruhetag. An den Sonnabenden des Monats Juli finden bekanntlich keinerlei Notierungen an der Berliner Börse statt. In Frankfurt a. Main, wo Sonnabend ein Börsenhandel stattfindet, wurde der österreichische Schilling unverändert notiert.

* Futterpreise. 1. Qualität 153, 2. Qualität 138, abfallende Qualität 124 Mark. Tendenz: Stetig.

Das Fleisch im Topfe. Im ersten Vierteljahr 1927 sind insgesamt 3 940 010 Schweine geschlachtet worden. Diese Zahl ist um so bemerkenswerter, als im Vorjahre gegenüber der Vorkriegszeit bei den Schweineschlachtungen noch eine Differenz von rund 650 000 Stück bestand, während diese im ersten Vierteljahr 1927 im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1913 auf 70 000 zurückgegangen ist. Ferner wurden im ersten Vierteljahr 1927 402 531 Kühe und 1021216 Kälber ge­schlachtet. Interessant ist dabei, daß die Schlachtungen von Kälbern in den ersten drei Monaten dieses Jahres den Vor­kriegstand erheblich überschritten haben. Der errechnete Durchschnitt ergibt, daß im ersten Vierteljahr 1927 auf den Kopf der Bevölkerung 12,80 Kilogramm Fleisch entfielen. Es darf also für das ganze Jahr ein Fleischkonsum von a n n ä h e r n d 50 Kilogramm pro Kops der Bevölkerung erwartet wer­den. Damit ist der Friedensverzehr fast" erreicht, denn der durchschnittliche Fleischverbrauch betrug pro Kopf der Bevölke­rung 1913 etwa 52 Kilogramm. Gegenüber dem Jahre 1900 (durchschnittlicher Fleischverbrauch pro Kopf der Bevölkerung 43,4 Kilogramm) ist sogar eine wesentliche Erhöhung ein- getreten. Das ist um so wichtiger, als der Anteil der Einfuhr an der Fleischverforgung Deutschlands, der schon von 15 Pro­zent im Jahre 1924 auf 12,16 Prozent im Vorjahre zurück­gegangen war, auch weiterhin gesunken ist.

* Berliner Schlachtviehmartt. Auftrieb: 1637 Rinder, dar­unter 407 Ochsen, 397 Bullen, 833 Kühe und Färsen, 1475 Kälber, 6243 Schafe, 9093 Schweine (zum Schlachthof direkt feit letztem Viehmarkt 1521), 5 Auslandsschweine. Verlauf: Bei Stinbern ruhig, bei Salbern ruhig, bei Schafen ziemlich glatt (beste Lämmer über Notiz), bei Schweinen ruhig. Preise: Ochsen a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 6366, bi sonstige vollfleischige 5861, c) fleischige 5356, b) gering genährte 4050. Bullen a) 5861, b) 56- 57, c) 5255, b) 49 bis 51. Kühe a) 4853, b) 4045, c) 3035, d) 2226. Färsen a) 6264, b) 55-58, c) 5052. Fresser 4050. Kälber a), b) 7081, c) 5865, d) 4453. Schafe a), b) 5355, c) 42 bis 50, b) 3n40, e) 2530. Schweine a) 56 bis 57, b) 59, c) 58 bis 59, d) 57-58, e) 55-56. Sauen 50-52.