M-aer Anzeiger
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Fulda, Freitag, 1. Juli
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4. Jahrgang
5 Kleine Zeitung für eisige Leser.
' Die Verhandlungen über die Erneuerung des deutsch- iranKischsn provisorischen Handelsabkommens sind nicht zum Abschluß gekommen; vom 1. Juli ab tritt vorläufig ein Ver- ragsloser Zustand ein.
* Der Reichstag lehnte die Verlängerung des Sperr-, Gesetzes ab.
* Der erfolgreiche Pazifikflieger Hegenberger, der von ©an Franzisko nach Hawai geflogen ist, ist gebürtiger Deutscher.
* Alle russischen Agenten sind aus China ausgewiesen vordem
Oslo.
Jede Gelegenheit ist zu begrüßen, die geeignet ist, das im Ausland oft so schiefe Urteil über deutsche Verhält- Hiffe richtigzustellen, namentlich dann, wenn es aus be- rusenem Munde geschehen kann. Dann aber gewinnen derartige Ausführungen noch besonders an Gewicht, wenn ein Mann sie macht, dem das falsch unterrichtete Ausland bei seiner Rede nicht die Wahrnehmung irgendwelcher besonderer Interessen wirtschaftlicher oder anderer Art vorwerfen kann. Gewiß weiß man dort, daß Dr. Stresemann während des Krieges als führender Parlamentarier mit aller Kraft dafür eingetreten ist, Deutschland in seinem Ringen um Selbsterhaltung zu stärken^ aber er ist auch der Mann, der mit den Vertretern unserer Hauptgegner die Verträge von Locarno einging und dem deswegen mit jenen beiden anderen zusammen der Friedensnobelpreis zugesprochen wurde. Damals hat sich hiergegen in der Welt ein Wort des Widerspruchs kaum erhoben, und er benutzte jetzt seine Dankesrede in Oslo dazu, um dem Ausland ein Bild davon zu geben, wie es in Deutschland wirklich aussieht und von welchen geistigen und politischen Strömungen cs durchzogen ist.
Der Leitgedanke der Ausführungen Dr. Stresemanns geht dahin, daß die Wurzeln auch des neuen Deutschlands tief in das alte Deutschland hmunterreichen, daß es, „das W?aM der allgemeinen Dienstpflicht, das Land der Ka- serueL geMsen ist, aber zugleich das Land der großen z»v, .chtorrschen und sozialen Fortschritte, vas jeder l i e b c u m u ß mit seinen Fehlern, wer in diesem Lande groß geworden ist". Mit der Liebe zum Neuen verbindet sich also die Treue, die an dem vielen Verehrungswürdi- gen der großen Tradition festhält, und in der Person des Reichspräsidenten sieht das deutsche Volk das alte und das neue Deutschland vereint. Stresemann meint damit, daß es eine unmögliche Forderung des Auslandes ist, daß nun Deutschland seine Vergangenheit verleugnen, einen tiefen Schnitt all dem gegenüber tun solle, was dereinst war.
Etwas Derartiges kann gar nicht geschehen, aber diese unerfüllbare Forderung ist dem Auslande als Veranlassung fast willkommen gewesen, die neue Entwicklung des deutschen Geistes solange zu leugnen, bis man ihr schließlich in Locarno doch Rechnung tragen mußte. Die Entwicklung dahin war für Deutschland schwer; denn „das Aussprechen des Friedens- gedankens ist viel leichter für den Sieger als für den Besiegten". Dr. Stresemann hält mit seinen deutlichen Hinweisen darauf nicht zurück, daß die Behandlung, die Deutschland erfahren hat, es erbittern und verbittern mußte. Man ließ es uns gegenüber nicht bloß an Höflichkeit fehlen, an ungerechter Verachtung, sondern Versailles und die Ruhr erwecken in Deutschland immer und immer wieder die Erinnerung an Vergewaltigung. Daher be- deutet erst die Grundidee von Locarno eine Wendung, die Briand in die Worte kleidete, daß zwischen Frankreich und Deutschland nunmehr die Zeit der Kanonen vorbei sein müsse und beide Länder in friedlichem Wettbewerb nebeneinandergehen sollten. Auch hierbei, wie vor kurzem im Deutschen Reichstag, weist Stresemann auf die Vertrauenskrise hin, die in Deutschland hinsichtlich der Resultate von Locarno bestehe, fügt aber hinzu, „daß in so kurzer Zeit nicht alle Früchte reifen könnten". Denn trotzdem sei, abgesehen non den Extremen rechts und links, die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes für Frieden und Verständigung. Der deutsche Außenminister benutzt die Gelegenheit, um aufklärend zu wirken auch hinsichtlich der deutschen innenpolitischen Strömungen: die demokratische Stoatsform habe das politische Erwachen gerade der großen Mittelschichten des deutschen Volkes erzeugt, die nun in ihrer großen Kraft und geistigen Gesundheit auch Die inneren Kämpfe, namentlich den gegendenBol- s ch e w i s m u s, siegreich durchgeführt haben und zu einer Konsolidierung der politischen Verhältnisse Deutschlands führten. Zu diesen Schichten gesellten sich unter der Leitung des demokratischen Gedankens aber auch die Arbeiter und so „arbeiten alle Parteien daran, ein neues Deutschland zu bilden".
Malt somit Dr. Stresemann vor den Augen des Auslandes ein Bild, wie sich die deutsche Entwicklung seit der Revolution vollzogen hat, wie die Deutschen ihre alte stolze Vergangenheit nicht vergessen wollen, aber selbstverständlich in der veränderten und sich verändernden Welt zu Neuem streben, so weist er schließlich darauf hin, daß dem inneren Friedens- und Verständigungswillen auch die äußere Einsicht in die N 0 t w e n d i g k e i t d a u e r n d e n ^.Friedens für Deutschland entspricht. Hat doch Deutschland von allen Mächten am meisten in dem Weltkrieg gelitten. Ihr Ausdruck soll die Locarnopolitik fein, die nicht aus Unterdrückung, sondern auf Verständigung pnd freiem Willen errichtet sei. Es ist daher unvereinbar yit einem solchen Gedankengang, Bajonette in einem Lande zur Verwendung zu bringen, das jedem Revanche- mdanken abaeschworen hat." .....
Der dritte Ozeanflug.
Kursänderung Byrds aus dem Atlantik.
Der Flug der „A m e r i c a" ging in den ersten Stun- ven gut vonstatten, dann aber funkte Byrd, das Wetter hatte sich verschlechtert und der Nebel setze ihm außerordentlich zu. Daher hat die „America" etwa auf halber Strecke eine Kursänderung in südwestlicher Richtung vorgenommen und wird vermutlich nicht, rou' Lindbergh und Chamberlin über Irland, sondern aus der Richtung der Azoren her nach Frankreich kommen. Sonst waren die Mitteilungen der Flieger, die in regelmäßigen kurzen Abständen funkten, recht erfreulich. Sie sprachen von guter Stimmung und gutem Gelingen. Der Proviant, den sie mitsühren, besteht außer aus einer Notration noch aus Schinken, Käse, belegten Brötchen, vier Liter Kaffee und einem Liter Tee. Der Motorbausachverständige Kinkade, der den Bau der Motoren des Flugzeuges der „America" überwacht hatte, schiffte sich nach Paris ein, um den Rückflug mit Byrd antreten zu können. Er hätte auch schon die Hinreise nach Europa mit dem Flugzeuge angetreten, trat jedoch freiwillig zurück, da man sonst die 5-Pfund-Teekaune hätte über Bord werfen müssen, um kein Übergewicht zu haben.
In Le Bourget sind dieselben Vorkehrungen für Byrd getroffen wie seinerzeit für Carles Lindbergh. — Chamberlin und Levine sind bereits aus der Schweiz in Paris eingetroffen und werden Byrd auf dem Flugplatz mit als erste empfangen. . ,^a^
Der Ozeanflug Byrds.
Paris, 30. Juni. (W. B.) Die Radiostation von Ouassan hat um 7.05 Whr einen Funkspruch Byrds aufgefangen, der besagt: „Wir werden spätestens in einer Stunde das Land zu Gesicht bekommen. An Bord ist alles wohl."
Nach einer Havas-Meldung aus Brest gibt die Marine-Präfektur bekannt, daß die Radiostation Mègant ein Jndikativzeichen des Flugzeuges Byrds erhalten habe.
Byrd südlich vom Brest.
Paris, 30. Juni. (W. B.) Um 7.55 Uhr französischer Zeit hat die „America" die Insel Sin, südlich von Brest mit östlichem Kurs überflogen. Sie war demnach noch etwa 500 Kilometer von Paris entfernt.
Dr. Stresemann hat also in seiner Rede durchaus nicht verkannt, welche Schwierigkeiten noch auf dem Wege der Locarnopolittk liegen, und daß infolgedessen in vielen deutschen Kreisen die Hoffnung recht gering ist, auf diesem Wege weiterzukommen. Er hat aber in schärfster Form betont, daß nicht Deutschland es ist, das diese Schwierigkeiten bereitet, sondern daß wir Deutsche hierin wohl da» Wort unseres größten Dichters mit einem etwas schmerzlichen Lächeln der Gegenseite gegenüber anwenden können: „Ich habe schon so viel für euch getan, daß mir zu tun fast nichts mehr übrigbleibt."
Ein Bankett des Nobelkomitees.
Das Nobelkomitee in Oslo gab dem Reichsaußenminister und seiner Gemahlin ein Festbankett. Dr. Stresemann ergriff hierbei nochmals das Wort zu einer kurzen Rede, in der er betonte, daß die Entscheidung des Nobelkomitees verantwortliche Führer verschiedener Nationen um des Strebens nach dem gleichen Ziele willen zu- sammengefatzt hat. Wir sprechen verschiedene Sprachen, aber wir verstehen uns in dem einen Gedanken, daß Gott die Völker nicht geschaffen hat, damit sie ihre Kultur gegenseitig zerstören, sondern damit sie ihr Bestes hlngeben in gemeinsamer Arbeit.
Norwegen feiert Stresemann.
Oslo. Der norwegische Ministerpräsident Z u k k e gab zu Ehren des Reichsministers Dr. Stresemann ein Frühstück. Er führte in einer Rede aus, daß das norwegische Volk die diesmal erfolgte Verteilung des Nobelfriedenspreises mit großer Zufriedenheit ausgenommen habe. Die jähr- hunderte alten Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland bringen es mit sich, daß wir die Bestrebungen der deutschen Regierung, die darauf hinzielen, die Wirtschaft, Arbeitsleistung und den allgemeinen Wohlstand im deutschen Volke zu fördern, mit größtem Interesse und mit Bewunderung verfolgen.
Der Reichsjustlzmiilisier zur Auswertlmgsftage.
Aufhebung deSSperrgesetzes.
Der Reichstag beschäftigte sich am Donnerstag mit dem sozialdemokratisch demokratischen Antrag aus Verlängerung des sogenannten Sperrgesetzes, das bekanntlich alle gerichtlichen Entscheide in der Frage der Abfindung der ehemals regierenden Fürstenhäuser bis zum 30. Juni d. I. allssetzte. Die Abstimmung ergab zwar eine Mehrheit für den Antrag, doch reichte diese Mehrheit nicht aus, um ihm gesetzliche Kraft zu verleihen, da nach Ansicht des Reichskabineus eine Zweidrittelmehrheit für ihn notwendig war .Die Regierung steht nämlich auf dem Standpunkt, daß cs sich bei diesem Antrag um eine Verfassungsänderung handele.
Eine für die deutsche Wirtschaft sicher wichtigere Angelegenheit, nämlich die Frage der Verzinsung aufgewerleter Hvpotheken, beschäftigte sodann die Abgeordneten. Bei dieser Gelegenheit gab Reichsjustizminister Dr. Hergt eine Erklärung ab. in. der er betonte, daß nach Ansicht der Regierung
3um Empfang Byrds.
Paris» 30. Juni. (W. B.) Die Leuchttürme und Blinkfeuer des Flugplatzes Le Bourget, des Mont Valerin, sowie die von Beauvais, Poix und Abbeville werden heute abend von 8 Uhr ab in Tätigkeit treten, um dem amerikanischen Flieger Byrd die Richtung anzuzeigen.
Byrd will nach Amerika zuriickfliegen.
Rew-Pork» 30. Juni. (W. B.) Der technische Sachverständige der Wright-Gesellschaft erklärt, Byrd beabsichtige, von Paris nach Amerika zurückzufliegen. Unmittelbar vor seiner Abfahrt auf dem „President Roosevelt" erklärte Kinkade, Byrd habe vor seinem Abflug gesagt: „Gehen Sie an Bord des „President Roosevelt und suchen Sie mich in Paris auf. Ich wünsche, daß Sie das Flugzeug für die Rückfahrt nach Amerika instand setzen,
Die „America" ins Meer gesattelt
Aus Paris wird gemeldet: Auf dem Flugplatz Le Bourget ist bei der Hafendirettion ein offizielles Telegramm eingetroffen, das mitteilte, bag die „America" heute vormittag 5.45 Uhr etwa 200 Meter von der Küste entfernt bei Ver sur mer im Departement Calvados ins Meer gefallen ist, nachdem sie gegen 3 Uhr nachts die Gegend von Paris überflogen hatte, Byrd und seine Mannschaft sind gerettet worden.
Der Hawaiflieger — ein Deutscher.
In Newyork ist die Freude über das Gelingen be# Pazifikfluges (San-Franzisko—Hawai) außerordentlich groß. Der eine der beiden Piloten, Hegender- ger, ist deutscher Abstammung. Er ist m München geboren und als Kind nach Amerika gekommen. Byrd hat vom Atlantischen Ozean aus oen P a z i s i r s l i e g e r n nach Hawai zu ihrer glücklichen Landung gratuliert. Sie hatten, wie sie jetzt erzählen, günstiges Wetter. Die Flugzeugapparatefabrrk Fokker wird nunmehr dreimotorige Apparate baue^ die einen ununterbrochenen Flug von San-Franzisko nach Tokio mühelos ausführen können.
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nunmehr die Auswerl ungsfrage aus der allgemeinen Diskussion ausscheiden müsse und auch der Sprecher der Regierungsparteien unterstrich m feinen Ausführungen, daß die Grundlage der Auswertuugsgesctzgebung nicht verlassen werden könne, wenn nicht das ganze Wirtschaftsleben neuen schwerer! Gefahren ausgesetzt werden soll.
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Sitzungsbericht.
(330. Sitzung.) CB. 93 e r I i n, 30. Juni.
Auf der Tagesordnung steht der sozialdemokratisch-demokratische Gesetzentwurf zur Verlängerung des Fürstenabfin- dungssperrgcsetzes, das mit dein 30. Juni abläuft, bis zum 31. Dezember d
Abg. Wegmann (Ztr.) berichtete über die Ausschußver- Handlungen. Der Ausschuß hat den Gesetzentwurf mit 15 gegen 11 Stimmen angenommen, also nicht mit der erforderlichen Zweidriltelmehrbeit.
Abg. Rosenfeld (soz.) wies darauf hin, daß sich der Reichstag bereits zum fünften Male mit der Frage der Aussetzung der Fürstenprozcsse beschäftigen müsse, da die Fürsten trotz der Vermittlung des Reiches zu einer Verständigung nicht bereit gewesen seien. Ein Schutz müsse aufgerichtet werden gegen die Forderungen der Fürsten. Verfassungsändernd sei das Sperrgesetz nickt.
Abg. Neubauèr (Komm.) führte aus, die Schwäche der Deutschen Republik sei durch die Tatsachen gekennzeichnet, daß sie sich im achten Jahre ihres Bestehens nod) nicht der Habgier der ehemaligen Fürsten erwehren könne.
Abg. von Richthofen (Dem.) befürchtet von dem Ablauf des Sperrgefetzes die langwierigen Auseinandersetzungspro- zcsse. Die im Ausschuß vom Reichsjustizminister gegen die Verlängerung des Sperrgesetzes vorgebrachten Argumente seien nicht stichhaltig.
Abg. Kube (Nationalsoz.) lehnte die Verlängerung des Sperrgesetzes ab, weil das Gesetz ein Ausnahmerecht gegen eine bestimmte Gruppe von Staatsbürgern bedeute. Das Zentrum fei von den Regierungsparteien abgeschwenkt, auS A n g st v 0 r D r Wirth und seinen Kreisen.
Bei der Abstimmung wurde der Gesetzentwurf gegen die Dcutschnationitlcn, die Deutsche Volkspartei, die Bayerische VollSpartei, die beiden völkischen Gruppen und einige Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung angenommen.
Die dritte Beratung mit der Schlutzabstimmung wurde zurückgestellt. Es folgte die zweite Beratung des Gesetzentwurfes über die
Verzinsung ausgewerteter Hypotheken und ihre Umwandlung in Grundschulden, sowie über Vorzugsrenten.
Rcichsjustizminister Hergt wies darauf hin, daß der RcchtöauSschutz über die Regierungsvorlage hinausgegangen sei und sehr wertvolle Verbesserungen für die Gläubiger beschlossen habe. Die Reichsregierung sei da- mit einverstanden, aber sie müsse erklären, daß damit die Grenze deS Tragbaren erreicht sei. Die Regierung, so schloß die Erklärung, setze es als eine Lebensnotwcndigkeit des deutschen Volkes an, daß nach Annahme dieser Verbesserungen des geltenden Rechtes die Auswertungsfrage nunmehr endgültig aus der allgemeinen Diskussion ausscheide.
Abg. v. Guèrard (Ztr.) verlas eine längere Erklärung der Regierungsparteien, die sich im wesentlichen mit der Erklärung der Reichsreaicrung deckte. Die Regierungsparteien feien weiter bestrebt, die Härten der Aufwertungsgesetzgebung nach Möglichkeit auszugletchen. Die Grundlage der Auswertungs-