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»u teilen braucht, daß nun die Sowjetrepublik gleich ihre Rot e 91 rmee gegen Polen in Beweg ung » e $ t! Daß freilich die Tat seitens Moskau politif^ ganz gehörig cursgenutzt werden wird, ist ja nach den .Er- sahrnngen, die man nâch dem gleichartigen Geschehnis in der Schweiz gehabt hat, wo ja auch ein Delegierter der Sowjetregierung erschossen worden ist, durchaus auzu- n eh m en.

Sod wir stehen mitten drin in diesem Wirbel der Geschehnisse, auf die einzuwirken uns jede Macht fehlt.

Oie Aussprache Dr. GKesemürmTschitscherin.

Über die Unterredung zwischen dem Reichsaußen­minister Dr. Stresemann und dem Volkskommissar des Äußeren Tschitscherin wird an amtlichen Stellen strengstes Stillschweigen bewahrt. Über den hauptsächlichen Inhalt der Aussprache verlautet, daß Dr. Stresemann Tschitsche­rin die schon bekannte Haltung Deutschlands anläßlich de-> Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Ruß­land und England erneut darlegte und auf die absolute und unbedingte Neutralität Deutschlands hinwies. Wie cs heißt, soll ein amtliches Kommunique über, die Baden-Badener Begegnung ausgegeben werden sobald sich die Reichsregierung mit dem Ergebnis der Be­sprechungen beschäftigt haben wird. Dr. Stresemann ist bereits wieder in Berlin eingetroffen und wird sich in einigen Tagen zu der Völkerbundratstagung nach Genf beaeben.

Russische Protestnote an Polen.

Englische Befürchtungen.

Die russische Regierung Hai nach der Ermordung des russischen Gesandten in Warschau Wojkow dem polnischen Gesandten in Moskau eine Note übergeben, in der be­tont wird, daß nach Ansicht Rußlands von feiten der pol­nischen Regierungnicht alle notwendigen Maßnahmen gegen die verbrecherische Tätigkeit russischer konterrevo­lutionärer terroristischer Organisationen ergriffen wur­den". Die russische Regierung habe die polnische Regie­rung wiederholt vor der' Möglichkeit von Verbrechen gewarnt und glaube, daß die polnische Regierung die Verantwortung für das Geschehene nicht abzu­lehnen vermag. Sie behalte sich das Recht vor, nach Ein­treffen erschöpfender Nachrichten über das in Warschau verübte Verbrechen zu dieser Frage zurückzukehren.

Der scharfe Ton dieser Note hat in Warschauer Negierungskreifen im höchsten Grade peinlich gewirkt. Es wird darauf hingewiesen, daß die polnischen Behörden dem Sowjetgesandten Wojkow gleich nach dessen Amts­antritt in Warschau persönlichen Schutz durch, die polnischen Sicherheitsbehörden angetragen hätten. Diesen Antrag habe der Gesandte jedoch in kategorischer Form abgelehnt.

Die Leiche des ermordeten Sowjetgesandten wird am Donnerstag nach Moskau übergesührt werden. Die Leitung der Sowjetgesandtschast in Warschau übernimmt vorläufig ein Legationsrat. Wie noch bekannt wird, hat der Attentäter dem Gesandten bereits seit drei Tagen auf gelauert. Den Mord habe er begangen, weil er Gegner der Bolschewisten sei und in ihnen die Zerstörer seines Vaterlandes erblicke.

Sehr große Beachtung findet der Mord von Warschau auch in der englischen Presse: dies um so mehr, als in der russischen Protestnote der Abbruch der englisch-russischen Beziehungen mit als ein Symptom für die gegen Sowjet- rußland in den anderen Ländern angeblich betriebene Hetze bezeichnet wird. Die englische Presse verwahrt sich natürlich gegen diese russische Auslassung und dieMor- ningpost" betont, daß die B o l s ch e w i st e n j e tz t n u r ernten, was sie gesät hätten. Das Blatt befürchtet, daß die Mordtat wahrscheinlich eine heikle Lage zwischen Rußland und Polen schaffen wird.

pomifche Rundschau.

Deutsches Reick.

Der Deutsche Städtetag gegen Erhöhung der Postgebühren.

Der Deutsche Städtetag wendet sich in einer Eingabe an den Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost gegen die beabsichtigte Erhöhung der Postgebühren. In der Etagaüe wird ausgeführt, daß die Erhöhung der Post­gebühren eine wesentliche Steigerung der ge­meindlichen Ausgaben bedeutet. Allein in der Stadt Berlin werde der Kämmereihaushalt mit einem Mehraufwand von rund 360 000 Mark jährlich belastet, wobei die Betriebe und Werke nicht berücksichtigt seien. Ähnlich lägen die Verhältnisse bei den übrigen Stadtver­waltungen. Die leider noch immer fortgesetzt steigenden Ausgaben der Gemeinden, insbesondere auf sozialpoliti­schem Gebiet, und die wachsende Inanspruchnahme der Städte aus dem Gebiete des Tiefbaues und der Woh­nungswirtschaft würden durch derartig gewaltige Tarif­erhöhungen außerordentlich verschärft. Die auch von den Städten angestrebten, im Interesse her Wirtschaft dringend erwünschten Steuererleichterungen würden dadurch un­möglich gemacht. Der Städtetag bittet daher den Ver- walLungsrat der Reichspost dringend, der Vorlage des Reichspostministeriums seine Zustimmung zu versagen.

Hindenburg-Turm im Tannenberg-Nationaldenkmal.

Wie vom Werbeausschuß für das Tannenberg-Natio- naldenkmal mitgeteilt wird, soll einer der acht Türme des Denkmals dem Reichspräsidenten, Generalseldmarschall von Hindenburg, gewidmet werden. Es ist vorgesehen, den 23 Meter hohen Turm zu einer einzigen mächtigen Halle auszubauen. Das Bauwerk soll ein Zeichen des Dankes, den das ganze deutsche Volk seinem Führer in Kriegs- und Friedcnsjahren schuldet, verkörpern. Die rechtzeitige Fertigstellung Les ganzen Denkmals bis zum 2. Oktober, dem 30. Geburtstage des Reichspräsidenten, ist gesichert, wenn dem Werbeausschuß aus der Tannenberg- Nationalspende die erforderlichen Mittel zusließen.

Aus Zn- unv AuS?<MS

Berlin. Die deutsche Delegation für dir dcutsch-sranzösi- scheu ist unter Führung von Ministerialdirektor Posse vom Reichswirtschaftsministerium zur Fortsetzung der Verhandlungen nach Paris abgercist.

Memel. Der Geschäftsführer der Memeler Zweigstelle derMemelläudischen Rundschau". Hertel, wurde zur Ver­büßung einer Brreststrase verhaftet. Hertel war vom Memeler Kriegskommandauten zu einer Strafe von 200 Lit verurteilt worden, weil er neben anderen Zeitschriften auch eine illu- lirierte Zeitschrift ausgchângf hatte, in der ein Aufsatz .ver­lorenes Deutschtum" sich mit dem Memclgebict be­faßte.

Genf. Tas Gcncralsckrctartat des Völkerbundes gibt amtlich bekannt, daß der Engländer Sir Ernest Wilton vom Derzeitigen Ratsprastdeuten Dr. Stresemann zum Mitglied und Präsidenten der Saarrcgicrungskommis- f i o n ernannt worden ist.

Bukarest. Die Ärzte haben folgendes Bulletin über den G e f u n d heits; u st a nd des K ö n l g s Von Rumänien abüèacben: Das Leiden hat sich nicht verschlechtert.. Zer pH«

verneint Zustand. der sich folge der Grrpxe verstummen hatte, ist, obwohl eine Besserung zu verzeichnen ist, noch nicht vollständig zufriedenstellend.

Ottawa. Der Justizminister Lapotzhe iuib der ständige Vertreter bei dem Internationalen Arbeitsamt in' Genf, Riddèlh werden bei der Drei m achte - A e c a v r ü st u ngs - ?ouferen; Kanada als bevollmächtigte Unterhändler ver­treten.

Vermischte Nachrichten.

Verbandstag katholischer Lehrer in Berlin.

Berlin. An der Tagung des Katholischen Lcbr^rvcrban- bc§ nahmen Reichskanzler Dr. M a r r, Kultusminister Dr. Becker und Nuntius P a c c l l i teil. Reichskanzler Dr. M a r x hielt eine Rede über die Erziehung zur Volksgemeiu- schaft, in der er die Lehrer aufforderte, auf treue Staats- gesiunung auch schon bei den Jugendlichen hinzuwirken.

Aufklärung des Mordes an dem Polizeibeamten Miesner.

Berlin. In Spandau wurde in der vorigen Woche der 32jährige aus Bogaczewen im Kreise Lotzen gebürtige Tischler Paul Schällnaß bei einem versuchten F ah r r a d d r e b - st a h l festgcnommen, aus den sich der Verdacht lenste, den Schupo-Obcrwachtmcister Miesner in Brandenburg au der Havel, der ihn wegen eines Vergehens festnehmen wollte, mcdcrgeschossen zu haben. Obwohl die Beschreibung, Die man von dem Brandenburger Mörder hatte, ans ihn zutraf, und er auch von Brandenburger Zeugen, die ihm gegenüber- gestellt wurden, bestimmt wiedererkannt wurde, leugnete Schallnah vor der Berliner Polizei, der er zugeführt worden war, die Tat. Nunmehr bat er bei einer neuen Vernehmung ein umfassendes Geständnis abgelegt. Schallnah, der wiederholt vorbestraft ist, wird dem hiesigen Untersuchungs­richter vorgeführt und dann nach Brandenburg gebracht werden.

Zwei Touristen auf dem Karlingcr Gletscher erfroren.

Salzburg. Auf dem Karlingcr Gletscher nächst dem Riffel- tor im falzburgischcn Großgloüncrgcbwt sind zwei Touristen ein Mann und eine Frau, bereu Identität noch nicht fcftgcstclll werden sonnte, erfroren aufgefunden worden.

TschanglsoUns Kampf gegen Moskau.

Paris. DerInformation" wird aus Peking berichtet: Die Konferenz der verschiedenen militärischen Führer werde einen baldigen Waffenstillstand und eine burdi ein provisorisches Kompromiß geregelte politische Lage herbei­führen. Tschangtsoliu wünscht eine Nationalversammlung cin- zuberuken. Er erinnert daran, daß er sich niemals den Grund­sätzen Sunjatsens widersetzt habe, der mit ihm in Peking, wo er mich gestorben fei, verhandelt habe. Er sei entschlossen, ben Kampf gegen den Bolscbewi smu s zusammen mit allen denen zu führen, die sein Programm, ohne mit Moskau unter einer Decke zu stecken, annchmen.

Das deuWe Geschwader m Lissabon.

Lissabon.Diario de Noticias" beschäftigt sich in einem Leitartikel eingehend mit dem Besuch des deutschen Ge­schwaders. Deutschland, so heißt cs in den Ausführungen, ist infolge der Qualitäten seiner Führer wieder ausge stie­gen; es Verfolgt eine stetige Politik der Toleranz und der Zusammenarbeit. Außenminister Stresemann, seit langem der Pfeiler der Regierung, stellt sich in der Außenpolitik des Reiches mutig als höchstes Ziel das Einvernehmen mit Frank­reich, um auf diese Weise endgültig den Frieden zu sichern; er wird dabei von allen Parteien unterstützt. Der Besuch des Deutschen Geschwaders ist eine erneute Kundgebung für ein internationales herzliches Einvernehmen, das die Leiter der Geschicke Deutschlands mit einem früheren Feinde zu begründen wünsch«?. Portugal nimmt, ohne jedoch auszuhören, der treue Alliierte Englands zu fein, diese Kundgebung mit der größten Sympathie aus. Die ausgedehnten wirt­schaftlichen Beziehungen zu Deutschland verlangen, daß auch die freundschaftlichen Beziehungen zum Deut­schen Reiche sich enger gestalten. Der Artikel unterstreicht die Wichtigkeit der ausgetauschten Botschaften und Trink­sprüche. Die Ehrungen, die LiIporMglcsische Regierung ver­anstaltet habe, hätten lauten Widerhall in der öffentlichen Mei­nung Portugals gefunden. Der Artikel hebt das Muster, gültige Verhalten der Mannfcyast verdeutschen Schiffe an Land lobend hervor; im Gegensatz zu anderen Ma- rinebesuchen sei während des bereits viertägigen Aufenthaltes von 3000 Mann kein einziger Fall von Betrun­kenheit oder Streit vorgekommen. Die öffentlichen Vc?- anstaltungeu und Festlichkeiten des Geschwaders, so z. V. ein von Tausenden aller Stände besuchtes Kouzert im Zoologischen Garten, trugen baut bei. die gegenseitige Symvathie zu steigern.

Aus Sefftn-Aaffau und AaMargedieteu.

Merkblatt für den 10. Juni.

Sonnenaufgang 340 II Mondaufgang- ' 2%

Sonnenuntergang 810 Mondunlergang

Nicht jede Narbe kommt von Mut, Nicht jeder Titel von Ehre, Nicht jeder Rang von edlem Blut, Nicht jede Perle vom Meere.

Fr. Fischer-Friesenhausen.

Wetterbericht.

Vom Westen her steigt der Luftdruck an. Doch ist in seinem Bereiche eine nicht zu uns stoßende Nordwestströmung vorhan­den, jodaß noch mit leichten Druckstörungen zu rechnen ist, die noch keine beständige Witterung aufkommen lassen. Vorher­sage bis Donnerstag abend: Wolkig, ausheiternd, meist trocken, ziemlich kühl, westliche und nordwestliche Winde. Vorher­sage bis Freitag abend: Leichte Wärmezunahme, sonst Fort­dauer der vielfach aufheiternden, sonst meist trockenen Witte­rung.

Fulda, den 9. Juni 1927.

Vom Landratsamt

wird uns geschrieben:

Im Amtsblatt Nr. 12 der Regierung in Kassel von 1927 ist aus Seite 52 die Polizeiverorbnung des Herrn Regierungs­präsidenten in Kassel vom 18. März b. Js. über den gewerbs­mäßigen Verkehr mit Fleisch, Fleischwaren, Wild, Eeslügel, Fischen, Weich- und Krustentieren enthalten.

Die Bestimmungei: dieser Polizeiverordnung gelten für alle Betriebe, in denen Fleisch, Fleischwaren, Wild, Geflügel, un­gesalzene und ungeräucherte Fische. Krusten- und Weichtiere zu gewerblichen Zwecken regelmäßig aufbewahrt, verarbeitet oder hergestellt, verpackt, feilgehalten u. befördert werden inso­weit, als die btr. Waren o. Betriebe in den einzelnen Paragr. genannt sind. Betriebe, in denen nur Konserven in luftdichten geschlossenen Büchsen aufbewahrt, feilgehalten, verpackt oder befördert werden, fallen nicht unter die Verordnung.

' Die Aufbewahrung und Zubereitung, das Feilhalten, Ver­packen und Auswiegen, sowie die Beförderung von Fleisch, Fleischwaren, Wild, Geflügel, Fischen, Krusten- und Weich­tieren unterliegen der polizeilichen Beaufsichtigung. Die Be­aufsichtigung erstreckt sich auch auf alle Räumlich keilen, Ein­richtungen und Gerätschaften, die obigen Zwecken, dienen.

Die'Beamten amb Sachverständigen der Polizei sind befugt, die Räumlichkeiten zum Zwecke der polizeilichen Beaufsichtigung währer.d der Geschäfts- und Arbeitsstunden zu betreten, die in ihnen befindlichen Einrichtungen, Gegenstände und Waren zu prüfen, Proben zum Zwecke der Untersuchung gegen Bezah­lung zu entnehmen und nötigenfalls Waren vorläufig zu be- schluonahmen. Bei der Entnahme von Proben ist dem Ge- schäiwinhaber ober seinem Vertreter eine versiegelte und als solche kenntlich gemachte Gegenprobe aüszuhändigen.

DU mit brr Aibrreftung, hem AÄ5Di?Z.'n, drm. Ted­dern Verpacken und bet Beförderung von Fleisch, Wild. Geflügel, Fischen. Weich- und .Krustentieren beschR,^ len Personen haben an sich unb ihren Kleibern die lichten ml beachten. Die im Fleischereibetrieb tätigen W' neu müssen über der Kleidung reine Schürzen tragen. *°

Personen, die mit ansteckenden oder ekelerregenden Kren heilen behaftet sind oder solche Kranken pflegen, ferner Personen, die Ansteckungsstoffe aussäeMen (MizWtztr8a«u dürfen sich mit der Zubereitung, dem Auswiegen, dem Berka è dem Verpacken oder der Beförderung von Fleisch, Fleiss, ren, Wild, eveslügel, Fischen, Weich- und Krustentieren 104 befassen. Für solche Personen ist auch der Aufenthalt in K diesen Zwecken Dienenden Räumen verboten.

Von der Zubereitung, dem Auswiegen, dem Verkauf h Verpackung oder der Beförderung von Fleisch, Fleisch^,," Wild, Geflügel, Fischen, Weich- und Krustentieren sind « Personen ausgeschlossen, die als Lumpen-, Knochen- und M Händler, Hundehändler, Hundescherer, Abdecker, im Sanität« oder Leich endendttungsdieisst ober in einem ähnlichen Un­tätig sind.

Den mit der Zubereitung, dem Auswiegen, gewerbM» feigen An- und Verkauf und dem Verpacken von Fleisch, Flej^ waren, Wild ohne Decke und Geflügel ohne Federn bcjäm., ten Personen ist das Rauchen, Schnupfen und TabakkauenE den Aufbewahrungs-, Zubereitungs- unb Verkaufsräumen M gestattet. In diesen Räumen darf auch nicht auf den gespuckt werden.

Der Wortlaut der vorgenannten Verordnung kann imM ratsamt und auch bei den Ortspolizeibehörden eingesehen den.

Die Inhaber der East- unb Schankwirtschaften, sowie k Händler der vorgenannten Waren werden auf die VèrorWM besonders hingewiesen mit dem Bemerken, daß Zuwider^ lüngén bis zu 150 RM., im Unvermögensfalle mit entfÄ- der Haft bestraft werden.

Wie Greifswald fein Kreisturnfest unterstützt.

Die Ctadtväter der Stadt Greifswald haben in L letzten Sitzung beschlossen, zu der Durchführung des» 17.20. Juni in Greifswald stattfindenden 15. KreisÄ festes einen festen Zuschuß von 6000 Ji und eine Garach summe von 2 0 0 0 Ji b e i z u st e u e r n. Dieser MM zeugt von großem Verständnis für die Notwendig körperlicher Ertüchtigung und für die Volkstümlich! dieser Veranstaltung. Der Oberbürgermeister bezciÜM es als eine Ehrenpflicht der Stadtväter, diese Summe: bewilligen. So arbeiten Greifswalds Turner, Bürger r Behörden gemeinsam an der Gestaltung dieses für W Pommern bedeutsamen Festes, und der Erfolg wird nt ausbleiben.

Konkursverfahren Swift Depot Reinhardt Müller

In diesem Verfahren fand Mittwoch vor dem Amtsgsü: Fulda ein Zwangsvergleichstcrmin statt. Derf meinfdjulbner hatte 20 Proz. zahlbar halbjährlich peitn merando mit je 5 Proz., und außerdem nach 2 Jahren p Proz. Aufbesserungsbonus, geboten. Der Konkursverivalr: empfahl die Annahme dieses Zwangsvergleichs. Die Md zahl der stimmberechtigten Gläubiger war für die AnnM Les Zwangsvergleichs. Da jedoch der Eemeinschuldner tm Kürgschaftsurtunden etc. vorlègen konnte, mußte der Tetmi auf den 6. Juli vertagt werden.

Autozusamn'.enstoß.

Mittwoch nachmittag stieß ein aus der Lindenstrch kommendes, mit mehreren Fahrgästen besetztes PerM:- auto mit einem die Petersbergerstraße aufwärts fahW den, nicht besetzten Postauto zusammen. Während k Postwagen das Trittbrett abgerissen wurde, ist das m Fahrgästen besetzt gewesene Personenauto am Vorderteil erheblich beschädigt worden. Die Insassen des Aul« kamen glücklicherweise mit dem Schrecken davon.

Seinen Verletzungen erlegen ist im hiesigen LänLkrankenhanse- der Instalftr4enr<M Jahn aus Hochheim bei Erfurt, der am ersten PfingW- tag in der Nähe des Ortes Neuhof mit seinem Motorik verunglückt war.

Konzert der Deutschmeister Kapelle.

Mit großer Pünktlichkeit vollzog sich gestern der Ein­zug derDeutschmeister". Eine ' ungeheure Menschen­menge hatte den Bahnhof, sowie die beiden Seiten Bahnhofstraße bis hinunter zum Kaiserplatz dicht um die einziehenden Gäste zu begrüßen. In flottem abge­kürzten Marschtempo ging es nach dem Standquartier da Kapelle in dasGasthaus zum roten Löwen", wo sich bie der Kapelle folgende Menschenmenge auflöste, bedauert daß der Weg nur so kurz war. Abends gab es Massiv andrang im Stadtsaal. Bald waren sämtliche Plätze be­setzt, und wer gestern Abend nicht ganz pünktlich war, der: blieb nur ein Stehplatz, denn auch die im Garten befind Hessen Stühle waren bald vergriffen. Trotzdem ließ niemand dazu bewegen, seinen Platz, und wenn es auch n. ein Stehplätzchen war, zu verlassen, denn alle waren K spannt auf das, was da kommen sollte. Ein kurzer M in das Programm zeigte schon, daß heute nicht der Hb'»' wie sonst mit weniger oder mehr Verständnis schMN musikalische Probleme lösen, sondern bei Marsch- * Walzertempo alle Alltagssorgen für einige Stunden od gessen sollte. Zunächst die Märsche! Sie üben noch im®- ihren allen Zauber aus und versetzen uns in die vW schmähte Zeit des preußischen Militarismus, über d viel geschimpft wird, aber über den im Innern * Meisten doch ganz anders denken, besonders wenn so Marsch mit Schmiß und Schneid gespielt wird, wieZ gestern Abend der Fall war. Daß bei diesen MärM derDeutschmeister-Marsch" wohl am besten gefiel, W nahe. 'Und wenn nun zu all diesen Märschen, dre^ das Publikum fast bei jeder Programm-Nuinmer nicht endenwollendcn Beifall erzwang, noch die qltbeka^ ten, doch ewig jungen Walzer von Strauß, Ziehrer, äw - ser, Eysler usw. hinzukommen, so ist es verständlich, recht bald eine sehr fröhliche Stimmung bei allen K01G besuchern Platz griff. .

Herr Edi Kugler dirigierte mit viel Temperam jede Fiber an ihm scheint Musik zu sein, und seine Freudigkeit war unerschöpflich. Daß neben deni schon und Tänzen auch die Ouvertüren zuPrinz salem" unddie schöne Ealathè" eine abgerundete dergabe erfuhren, bedarf wohl nach >dem Vorhergechg ^ keine besondere Erwähnung. Das ganze Konzert Deutschmeister war im wahrsten Sinne des Wortes . Sorgenbrecher von ganz besonderer Art, vergöltet . Sonnenschein der Aufführungsfreude des Dirigenten seiner wackeren Musiker. Daß es der Vorstand des r zertvereinsCäcilia Museum" fertiggebracht G > weit und breit bestens bekannte Kapelle jur ein K ' in Fulda zu verpflichten, dafür sei ihm auch an 1 # Stelle bestens gedankt. Auch die Deutschmerster uc mit ihrer Aufnahme in Fulda zufrieden gewesen '^ sodaß letzten Endes jeder Teil auf seine Kosten gc ^ sein dürfte. Den Deutschmeistern für ihre wertere 0 Glückliche Reise und auch überall guten Erfolg.

Grundvermögens- und Hauszinssteuer.

Aus gegebener Veranlassung werden die Steuer n tigen darauf hingewiesen, daß nqch den ^steh'N^ chic lichen Bestimmungen die Hauszinmteuer fmvu) die ©runbVermögenssteuer der nicht dauern