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Au fllegen und dann einen schnellen Flug über Berlin- WienRomMadrid nach Paris vorzunehmen. Di» Amerikaner warten aber ungeduldig auf ihn und drängen worauf, daß er von England direkt nach der Vereinigten Maaten zurückkehrt.

politische Rundschau»

Deutsches Reick.

Kegen die Tariferhöhung der Reichspost. *

Die wirtschaftlichen Spitzenverbände, der ZeUtral- »erband des deutschen Bank- und Bankiergewerbes, der Deutsche Industrie- und Handelstag, der Deutsche Landwirtschaftsrat, die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels, der Reichsverband der deutschen Industrie, »er Reichsverband der Privatversicherung, - der Reichs- »crband des deutschen Handwerks, der Verein deutscher Spediteure und der Zentralverband des deutschen Groß- »andels haben zu der geplanten Gebührenerhöhung bei »er deutschen Reichspost Stellung genommen. In ihren Entschließungen geben sie ihren schweren B e d e n k c n im besonderen Ausdruck und betonen, daß die geplante Erhöhung der Postgebühren eine neue sehr schwere, übrigens ungleich wirkende Last auf alle Zweige der Wirtschaft lege. Selbst wenn die gewünschten Betriebs- verbesserungen bei der Reichspost zunächst zurückgesiellt werden müssen, müsse alles geschehen, um die Gebübren- -rhöhung zu vermeiden oder auf ein weit geringeres Maß zu beschränken.

Die Arcos in Berlin.

Das Personal der russischen Handelsgesellschaft Arcos hat von der deutschen Botschaft in London die Visa zu einem sechswöchigen Aufenthalt in Deutschland be­kommen. Es handelt sich im ganzen um 120 Personen, die in den nächsten Tagen in Berlin eintreffen werden. Ein längeres Verweilen als sechs Wochen ist weder von der Arcos-Gesellschaft vorgesehen noch, würde deutscherseits einer Verlängerung der Visen zugestimmt werden.

Das Feuerlöschwesen in Preußen.

Der Preußische Staatsrat beschäftigte sich mit der Frage des Feuerlöschwesens. Eine förmliche Anfrage einiger Slaatsratsmitgliedcr, in der die Vorlegung eines LandesfeucrlöschgescHes verlangt wor­den war, wurde durch die Antwort des preußischen Innen­ministers für erledigt erklärt, wonach auf Grund von Äußerungen Nachgeordneter Dienststellen und der kom­munalen Spitzenverbände die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes verneint wurde. Es werde jedoch zurzeit ge­prüft, in welcher Weise die Frage der Versicherung der Feuerwehrleute gegen Unfall und Beschädigung zu regeln sei.

Aus Zn- und Ausland.

Berlin. Reichskanzler Marr hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Zentrumspartci den Parteivorstand des Zentrums für Freitag zu einer Sitzung nach Berlin ein­berufen. Wie es heißt, soll in dieser Sitzung der Fall Wirth besprochen werden.

Berlin. In politischen Kreisen verlautet, daß Reichs- Wehrminister Dr. Geßler demnächst zurücktreten wird. Sein Nachfolger soll eine Persönlichkeit sein, die der Teutschen Volkspartei nahesteht.

Berlin. Der preußische Justizminister Dr. Schmidt hat das Urteil im Beleidigungsprozetz Mahraun Soden - stern eingefordcrt.

Königsberg. Die Einweihung des Tannenberg- Nation aldenkmals auf dem Schlachtfelde bei Hohen­stein soll nunmehr bestimmt am 18. September stattfindcn. Reichspräsident v. Hindenburg wird zu den Feierlichkeiten nach Ostpreußen kommen.

Saarbrücken. Die Regierungskommission des Saargebiets hat die Bestimmungen über die Einreise in das S a ar- gebiet verschärft. Personen, die in das Saargebiet einreisen, um an einer öffentlichen Veranstaltung teilzu­nehmen, sowie Mitglieder eines Vereins und einer sonstigen Personenmehrheit bedürfen der besonderen Genehmigung zur Einreise.

Brüsiel. Die Zivilliste des Königs von Belgien ist von 3 300 000 aus 9 500 000 Frank erhöht worden.

Rom. Papst Pius XI. feierte am 31. Mai seinen 70. Ge­burtstag. Von deutschen führenden Persönlichkeiten, dem Reichspräsidenten, Reichskanzler und dem preußischen Minister­präsidenten, sind dem Papst herzliche Glückwunschtelegramme zugegangen. In Berlin fand eine feierliche Pontifikalmesse statt, die von Nuntius Pacelli zelebriert wurde.

Vermischte Nachrichten.

Die Vergebung von staatlichen Lotterieeinnehmerstellen.

Berlin. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst der Antwort des Preußischen Finanzministers auf eine Anfrage der Zentrumsfraktion entnimmt, sind bei der Besetzung von staatlichen Lotterieeinnehmerstellen auch die katholischen Be­werber, soweit es der Losevertrieb irgendwie zulätzt, in weitem Maße berücksichtigt worden. Das Staatsministerium ist bereit, eine Nachweisung über die Verteilung der Staats- lose auf die einzelnen Einnehmerstellen vorzulegen.

Ausgehobene Geheimdruckerei.

Berlin. Durch Beamte der Politischen Polizei wurde in einer, Laubenkolonie eine vollständig eingerichtete Druckerei festgestellt und beschlagnahmt. Es handelt sich nach der Mit­teilung des Polizeipräsidenten um eine Geheimdruckerei, die ausschließlich der Herstellung kommunistischer Druckschriften zur Zersetzung der Polizei und Reichs­wehr diente. Weiter wurde in einer anderen kleinen Druckerei Material beschlagnahmt, das von der erwähnten Geheim­druckerei zur Fertigstellung des Druckes abgegeben worden war. Mehrere beteiligte Personen wurden festgenommen. Die Ermittlungen gehen weiter. .

Unveränderte ReichHindcxziffer.

Berlin. Die Kosten für die Lebenshaltung sind nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamtes im Mai etwa die­selben wie im April. Der Index lautet 146,5 (Vormonat 146,4).

Spionageprozeß vor dem Reichsgericht.

Leipzig. Der Gefreite Gustaö Schmieg vom Artillerie- rcgiMent 13 in Ulm hatte sich vor dem fünften Strafsenat des Reichsgerichts wegen Spionage und Landesverrats zu ver­antworten. Schmieg war fahnenflüchtig geworden und hatte in Mainz und Mülhausen dem französischen Spio­nagedienst wichtige Nachrichten, die im Interesse des Staates geheimzuhalten waren, übermittelt. Er wurde wegen Spionage und Landesverrats zu fünfeinhalb Jahren Zucht­haus, zehn Jahren Ehrenrechtsverlust, Entfernung aus dem Heere und dauernder Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.

Schleswig begrüßt den Reichspräsidenten.

Schleswig. Reichspräsident von Hindenburg wurde auf seiner Reise durch Schleswig-Holstein in Schleswig von Militärvereinen herzlich begrüßt. Bürgermeister Dr. Behrens hielt eine kürze Ansprache, für die der Reichs­präsident in kurzen Worten dankte. Sodann begab er sich nach Annettcnhöhe zu dem Grafen Brockdorff-Ran Hau, um dort Wohnung zu nehmen.

Die Forderungen der Lothringischen Republikanischen Vereinigung.

Paris. Wie Havas aus Metz berichtet, hat die Lothrin­gische Republikanische Vereinigung beschlossen, daß jedes Mit­glied, das das Heimatbundmanifest unterzeichnet und ver­treten hat. ausscheiden müsse. Verwaltunasvolitisch wird die

Schaffung des Regionalismus im Sinne einer effektiven De­zentralisierung gefordert. Scknilpolitisch wird verlangt, daß in den Elementarschulen die Kinder genügende Kenntnis der deutschen Sprache erhalten. Die Schulprogramme Müßten bereits vom ersten Schuljahr ab den besonderen Bedürfnissen der Gegend angepaßt werden. DaS Schlußexamen in den Elemcntarscknilcn müsse sich ebenso auf die Kenntnis im De titschen wie aus den Religionsunterricht erstrecken.

Entschließungen der Kommunistischen Internationale.

Moskau. Die Ordentliche Vollversammlung der Kom­munistischen Internationale hat ihre Tagung beendet. Sic nahm eine Reihe von Entschließungen an, die sich aus Fragen einer nahenden Kriegsgefahr, der chinesischen Re­volution und der Tätigkeit der Opposition erstreckten. In einer Entschließung zum Auftreten Trotzkis, des Kandidaten für das Exekutivkomitee, in der Vollsitzung und des Serben Wiijewitsch, des Mitgliedes des Exekutivkomitees, wird fest« gestellt, daß ihre grundsätzliche Einstellung und ihr Verhalten mit ihrer Stellung im Exekutivkomitee unvereinbar seien. Jegliche Fortsetzung ihres frctlioncUen Kampfes wird ihnen strengstens untersagt und das Präsidium des ExeNttivkomi- tccs bevollmächtigt, sie im Falle einer Fortsetzung des Kampfes auszuschließen. Weiter wird die Kommunistische Partei aufgcfordcrl, entschiedene Maßnahmen zum Schutze der Partei vor dem fraktionellen Kampf Trotzkis und Sinowjews zu ergreifen. Die Vollversammlung veröffentlicht einen Auf­ruf, in dem die werktätigen und unterdrückten Völker der ganzen Welt zur Verteidigung der chinesischen Revolution und zur Unterstützung der Sowjetunion auf- gcfordcrt worden und daraus hingcwicscn wird, daß der Bruch zwischen England und der (Sowjetunion ein Zeichen größter Kriegsgefahr sei.

Aus Seffen-Aaffau und Aachhargebieten.

Merkblatt für den 2. Juni.

Sonnenaufgang 3 II Mondausgang 547 V.

Sonnenuntergang 8" II Monduntergang 11°° N.

1857 Der dänische Dichter Karl Gjellerup geb.

Deine Neue sei lebendiger Wille, fester Vorsatz! Klage und Trauer über begangene Fehler sind zu nichts nütze.

Aug. Graf von Platen-Hallermund.

Wetterbericht.

Infolge der gleichförmigen Luftdruckvertcilung sowie der starken Erwärmung über dein Festlande haben sich flache Teil- ttefs durchgebildet, die auch unsere Witterung beeinflussen. Stärkere und nachhaltige Abkühlung ist trotz der eingetrete­nen Gewittertätigkeit noch nicht wahrscheinlich. Vorhersage bis Mittwoch abend: Wolkig bis aufheiternd, Gewitterneigung, Temperaturen wenig geändert, wechselnde Winde. Aussichten für Donnerstag: Fortdauer der Gewitterneigung.

Der Sternenhimmel im Juni 1927,

Nach der späten Abendämmerung leuchtet im Westen zu­nächst der Abcndstern, die Venus, die etwa drei Stunden nach der Sonne untergeht. Auch der Planet Merkur kann von Monatsmitte an am Abendhimmel beobachtet werden. Der rote Mars, im Krebs stehend, geht anfangs etwa um 23 Uhr, zum Monatsende schon um 22 Uhr unter. Auch der Saturn steht am abendlichen Himmel, im Skorpion, und steht bis et­wa 3 Uhr über dem Horizont. Dagegen geht Zupiter, in der Nähe des Frühlingspunktes stehend, etwa um Mitternacht auf. Der abendliche Fixsternhimmel bietet folgendes Bild: Zm Westen steht der Große Löwe, im Süden die Jungfrau, un­ter ihr in Horizontnähe der Rabe. Nördlich von der Jungfrau erblicken wir die feinen Sterne desHaars der Berelice", öst­lich von diesem Bootes mit dem rötlichen Arktus. Im Zenith stehen die Sternbilder Drache und Großer Bär, östlich vom Bootes stehen die Sommerstcrnbilder Krone, Herkules und Leier, südlich vom Herkules der Schlangenträger mit der Schlange, unter diesem Skorpion mit dem roten Antares und dem Planet Saturn. Zm Osten steht der Adler mit dem Hauptstern Atair und Delphin. Später gehen int Nordosten die Bilder Pegasus und Andromedar auf. Die Milchstraße zieht vom Adler durch das kreuzförmige Sterubild des Schwans und leitet von da auf Cepheus über, welches Bild gerade östlich vom Polarstern steht. Zm Norden zieht sie durch das große W der Cassiopeia und sinkt im Nordosten den Fuhr­mann kreuzend, unter den Horizont. Der Mond zeigt am 7. das erste Viertel, am 15. ist Vollmond, wobei eine totale Mondfinsternis eintritt, die aber in Europa unsichtbar sein wird. Am 22. ist letztes Viertel und am 29. Neumond. Hier­bei tritt das bedeutendste astronomische Ereignis des Monats ein, da der Mond hierbei vor die Sonne tretend, eine totale Sonnenfinsternis erzeugt, die als Teilverfinstcrung auch in ganz Deutschland zu sehen ist. Näheres wird noch an dieser Stelle mitgeteilt. Die Sonne tritt am 22. um 11,22 Uhr in das Zeichen des Krebses, womit der astronomische Sommer beginnt. Das Tagesgestirn erreicht seinen höchsten Zahres- stand um Mittag (Karlsruhe 64% Grad). Entsprechend die­sem hohen Stand sind jetzt die Tage am längsten und völlige Nacht tritt eigentlich nie ein, da selbst um Mitternacht noch ein schwacher Lichtschein im Norden die Stellung der nur wenige Grad unter dem Horizont stehenden Sonne verrät. Die hellen Nächte machen sich im Norden des Landes besonders be­merkbar. Die Helligkeitsdauer der Tage beträgt im ganzen Monat über etwa 18 Stunden.

sw. Bauernregeln für den Juni. Bläst der Juni ins Donnerhorn, so bläst er ins Land das liebe Korn. Regnets an St. Barabas (11.), so schwimmen die Trau­ben bis ins Faß. Stellt der Kuckuck nach Johanni (24.) das Rufen nicht ein, sollen teure Zeiten zu gewärtigen sein. Vor Johanni bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen. Vor Johannistag keine Gerste man loben mag. Regnets am Siebenschläfertag (27.), regnets noch 7 Wochen darnach. Juni trocken mehr als naß füllt mit gutem Wein das Faß. Singt die Erasmück, eh' treiben die Reben, will Gott ein gutes Jahr uns geben: Jst's an Peter und Paul (29.) klar, hoffe auf ein gutes Jahr. Wenn kalt und naß der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr. Ist der Juni warm und naß, gibts viel Korn und noch mehr Gras. Im Juni tut der Nord­wind gut dem Korn und auch dem Rebenblut.

* Arbeitskalender für Juni. Man beendet das Stecken von Gemüsepflanzen im freien Felde, die Zuckerrüben, Kartoffeln und Runkelrüben werden in diesem Monat fertig bearbeitet. Der Juni ist Heumonat, Luzerne, Klee und Gras liefern den ersten Schnitt. Die Futterpflan­zen sollen nicht zu spät gemäht werden, sie haben den größten Futterwert zur Zeit der Blüte und geben, dann geschnitten, das beste Heu. Findet sich auf den Kleeschlä­gen Seide, so kann man diese durch Ausstreuen von Kainit auf die betreffenden Stellen vollständig vernichten. Der Klee, der anfangs etwas mit leidet, gedeiht dank der Kali­düngung nachher um so besser. Man mähe die Wegerän­der ab, damit das Unkraut nicht samenreif werde. Zur be­vorstehenden Körnerernte sorge man für Strohseile, so­fern diese nicht fertig gekauft werden oder bereits im Winter angefertigt sind, und sehe sämtliche Wagen nach auf Haltbarkeit und guten Zustand. Namentlich die Wagenräder sind, wo nötig, rechtzeitig nachzubinden. Man halte die Ställe recht reinlich, spritze oder gieße be­sonders die Schweineställe mit Wasser aus. Reinlichkeit in den Ställen ist ein gutes Vorbeugungsmittel gegen seuchenartig auftretende Krankheiten. Man tünche die Ställe,

Für Pilzsreundc. Für Pilzfreundc und solche, die es werden wollen, ist jetzt die Zeit gekommen, wo sich das Sammeln der Pilze wieder lohnt. Bei jedem Waldspa­ziergange kann man bei einiger Aufmerksamkeit ein schönes Quantum mit nach Hause nehmen. Besonders tritt jetzt der edelste Pilz, der Feld-Champignon, auf den Plan. Er wächst von Juni an und kommt besonders auf mit Pferdedünger gedüngten Wiesen an Feldrainen, sowie Wegrändern vor. Dieser herrliche Pilz wird leider oft mit dem giftigsten, dem gelben Knollenblätterpilz, verwech­selt. Dieser hat an der Erde eine zwiebelartige Ver­dickung und immer weiße Lammellen. Bei einiger Vor­sicht ist eine Verwechslung völlig ausgeschlossen: Der Champignon hat am unteren Ende keine verdickte Knolle, die Lamellen sind rosa, später braun auch hat er ausge­sprochenen Anisgeruch. Wer diese Eigenschaften stets ge­nau nachprüft kann keinen Fehlgriff tun. Im Zweifel­salle sollte man lieber darauf verzichten. Auch ein ande­rer Edelpilz, der Steinpilz, hat sich bereits gezeigt. Der­selbe ist wohlschmeckend und darf als der bekannteste Pilz bezeichnet werden. Er wächst in Nadel- und Kiefernwäl­dern, auf Waldwiesen und an grasigen Waldrändern. Auch der gut erkenntliche beliebte Eierpilz (Gelbling) tritt jetzt im Juni besonders reichlich auf. Er wächst bis zum Herbst. Man findet ihn im Dickicht der Nadelwälder, aber auch in Eichcnwaldungen. Man nehme beim Pilz­sammeln keine alten Exemplare, auch sammle man nicht an Regentagen, trage sie nicht in Rucksäcken, vor allem auch nicht in der Sonne und bereite sie möglichst bald zur Verwendung zu.

Die Versendung von Pfingstkarten. Ohne Umschlag versandte gedruckte Pfingstkarten, die den Besthnmungen für Postkarten entsprechen müssen, kosten im Ortsbereich des Aufgabeorts, auch wenn sie mit beliebigen handschrift­lichen Zusätzen versehen sind, 3 Pfg. Sollen sie im Fern­verkehr gegen die Gebühr für Volldrucksachen (3 Pfg.) be­fördert werden, so dürfen außer den sogenannten Ab­senderangaben (Absendungstag, Name, Stand und Wohn­ort nebst Wohnung des Absenders usw.) noch weitere fünf Worte, die aber mit dem gedruckten Wortlaut in leicht er­kennbarem sachlichen Zusammenhang stehen müssen, hand­schriftlich hinzugefügt werden. Die in offenem Umschlag versandten Pfingstkarten kosten sowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts wie nach außerhalb nur dann 3 Pfg., wenn auf der Karte außer den Absenderangaben (s. oben) nichts weiter geschrieben ist. Ist jedoch ein vorhandener Wort­aufdruck wieHerzlichen Glückwunsch zum Pfingstfeste" und dergl. handschriftlich durch gestattete Nachtragungen bis zu fünf Worten, z. B. durch den Zusatzsendet", Ihre",Dein Freund",sendet Dir",sendet mit besten Grüßen Ihre", ergänzt, so ist die Gebühr für Teildruck­sachen, also 5 Pfg., zu entrichten. Weitere Nachtragungen bedingen die Briefgebühr (im' Ortsverkehr 5 Pfg., nach außerhalb 10 Pfg.). Auf Karten, die lediglich ein ge­drucktes Bild, aber keinen Aufdruck von Worten tragen, dürfen handschriftlich nur die Absenderangaben hinzuge- fügt werden. Andernfalls unterliegt die Sendung bei Versendung als offene Karte der Postkartengebühr, bet .Versendung unter Umschlag der Briefgebühr.

Die Erteilung von Einwanderungssichtvermerken für Amerika. Die Anträge auf Erteilung von Emwande- ungssichtvermerken, die seit dem 16. Mai wieder von den imerikanischen Konsulaten entgegengenommen werden, jnd bereits so zahlreich eingegangen, daß mit der Mög- ichkeit einer erneuten Sperre für die Entgegennahme von Anträgen gerechnet werden muß. Wie die Hapag mit­eilt, ist es daher nötig, daß solche Personen, die nach )cn Vereinigten Staaten auszuwandern beabsichtigen Md sch noch nicht für die Erteilung des Einwanderungssicht' »ermerks haben vormerken lassen, möglichst bald bei ihrem inständigen amerikanischen Konsulat den entsprechenden Antrag einreichen.

Fulda, den 1. Juni 1927.

Landesbibliothek.

Die Anstalt bleibt wegen Revision in der Woche nach Pfingsten geschlossen. Die entliehenen Bücher brauchen zur Revision nicht abgeliefert zu werden. Die letzte Aus­leihe vor den Ferien ist Sonnabend bén 4. Juni vor­mittags.

Uebung der Pflichtfeuerwchr.

Wir werden gebeten, auf die heute Nachmittag uns 6 Uhr festgesetzte Uebung der Pflichtfeuerwehr aufmerksam zu machen. Zu dieser Hebung haben sämtliche pflichtigen männlichen Einwohner zu erscheinen, die kein Loskaufgeld bezahlt haben und wegen Krankheit daran nicht behindert sind. Die Uebungspflichtigen haben sich pünktlich um 6 Uhr vor dem Geräteschuppen der städtischen Feuerwehr in der Schloßstraße zu melden.

Ein Bienenschwarm im Mai ....

fiel dieser Tage bei dem Imker Hermann Mahr aus Neuenberg. Hoffentlich bringt er dem glücklichen Imker das sprichwörtlicheFuder Heu".

_ 6. Deutscher Evangelischer Volkstag. ___

In den Tagen vom 25. bis 27. Juni hält in.Mülheim- 3tuÜr der Deutsche Evangelische Volksbund für öffentliche Mission des Christentums seinen 6. Deutschen Evangeli­schen Volkstag ab. Der im Jahre 1911 gegründete Deut­sche Evangelische Volksbund erstrebt bekanntlich den festen Zusammenschluß derjenigen evangelischen Kreise, die sich für eine Durchdringung unseres gesamten öffentlichen Lebens mit den Grundsätzen und Wahrheiten des Christen­tums einsetzen. Ueber hunderttausend Mitglieder und eine nach mehreren hunderttausend zählende Gefolgschaft geben dieser Bewegung die starke Stoßkraft.

Die Deutschen Evangelischen Volkstage sind stets von vielen Tausenden besucht gewesen, wollen aber mehr als Demonstration, Kundgebung und klares Bekenntnis sein: sie standen seit jeher im Zeichen ernster Arbeit. Der dies­jährige Volkstag will seine Teilnehmer unter dem Worte sammeln:In der Kraft des heiligen Geistes!" Außer Festgottesdiensten in den Kirchen Mülheims finden große Festversammlungen und Evangelisationsvorträge statt Der evangelische Leser merke sich die Tage vom 25. bis 27. Juni für Mülheim-Ruhr vor und rüste sich zur Reise dahin.

Zentralverband christlicher Fabrik- und Transportarbeiter.

Ihre Jahresversammlung hielt am Sonntag, den 29. Mai, die Ortsgruppe Fulda des Zcntralverbandes christlicher FMi^ und Transportarbeiter ab. Aus dem Geschäftsbericht, der durm den Geschäftsführer Herrn Gewerkschaftssekretär P. Stembeff erstattet wurde, ist zu entnehmen, daß im verflossenen W eine gesunde stete Vorwärtsentwicklung zu verzeichnen war. Tie Mitgliederzahl steigerte sich um 40 Prozent und die Gesam - cinahmen um 45 Prozent. Diese Entwicklung wirkte sich.? den ersten 5 Monaten des laufenden Geschäftsjahres noch 0U'' stiger aus, da seit 1. Januar 1927 allein eine Zunahme von 44 Mitgliedern zu verzeichnen ist. Ein großer Teil der Mitglteve hatte unter den sehr starken Konjunkturschwankungen zu u dèn, was schon aus der Summe der ausgezahlten Ermerv--,