verwundet, während die Frau sich ihren Peinigern schließlich durch die Flucht entziehen konnte. Tie Vorgänge in Chwallowitz, die in deutschen Kreisen als Folge der u a t i o n a l i st i s ch e n B c r h e tz u n g bezeichnet werden, die in den Tagen vor und nach den kommuna-en Nachwahlen besonders heftig betrieben wurde, sind zum Gegenstand einer Beschwerde bei dem Woiwoden gemacht worden, der die Versicherung abgab, hast er eine strenge Untersuchung einleiten und die Schuldigen zur Verantwortung ziehen werde.
Nach einer Meldung -aus Tarnowrtz wurde dort bei der Geschäftsführerin der Tarnowitzer Charitativen Vereine, Fräulein Kopetzki, eine Haussuchung vorgenommen. Die Polizei beschlagnahmte dabei eine große Menge Schriftstücke. Auf Grund welchen Verdachts die Durchsuchung erfolgte, ist unbekannt. . In deutschen Kreisen hat das Vorgehen der Polizei Befremden und Erregung hervorgerusen, da Fräulein Kopetzki, die in Tarnowitz in hohem Ansehen steht, sich politisch nie betätigte, vielmehr ausschließlich charitativen Zwecken widmete.
Deutscher Reichstag
(314. Sitzung.)
CB. Berlin, 14. Mai.
Zur Verhandlung steht zunächst der deutsch-bulgarische Vertrag. Abg. Tr. Rosenfeld (Soz.) erklärte, daß seine Freunde von jeher für Völkerverständigung eingetreten seien. Jeder solcher Verträge setze aber Rechtsstaaten voraus. Es müsse nun die Frage aufgeworfen werden, ob Bulgarien unter seiner jetzigen faschistischen Regierung wirklich ein Rechtsstaat sei. Der bulgarischen Regierung würden seine Freunde keinen Vertrag bewilligen. Da dieser Vertrag aber sicherlich diese Regierung überdauern werde, stimmten sie der Vorlage zu. Der Antrag wurde darauf in allen drei Lesungen einstimmig angenommen.
Es folgte die erste Beratung eines
Gesetzes über Ausfuhrscheine.
Danach wird bestimmt, daß bis zum Einwechseln der neuen Ernte, d. h. bis zum 31. Juli 1927, Einfuhrscheine für Getreide nicht erteilt werden. Das starke Einfuhrbedürfnis einiger curo- paischer Länder lasse cs zweckmäßig erscheinen, einer unter Umständen möglichst starken Ausfuhr deutschen Brotgetreides rechtzeitig eutgcgenzutrctcn, um dadurch eine überstürzte Preisentwicklung zu verhindern.
Reichsminister Schiele empfahl die Vorlage und führte aus, daß die Gründe für die Steigerung der Gctreidepreise der letzten Woche außerhalb Deutschlands lägen. Der erste Anstoß sei von Argentinien ausgegaugcn. Von einer Gefäbrdung dcr Brotversorgung Deutschlands könne jedoch keine Rede feilt. Der Preissteigerung glaube die Regierung wirksam dadurch begegnen zu können, daß vorläufig keine Einfuhrscheine erteil' wurden. Es handle sich jedoch um eine ausgesprochene Aus- nahmemaßnahmc; eine eventuelle Verlängerung komme also für die Regierung nicht in Betracht. Die von den Sozialdemokraten verlangte Aufhebung des Roggenzolls würde den Roggenmarkt erschüttern. Von einer Roggcnnot könne man in Deutschland nicht sprechen.
Abg. Frau Sender (Soz.) begründet den Antrag, den kioggenzock aufzubcbeu. Die Getreidepreise seien in Deutschland starker gestiegen als auf dem Weltmärkte. Tic Sozial- o^^lratie hätte rechtzeitig auf die Gefahren bingewiesen.
Abg. Keinath (D. Vp.) bedauerte, daß auch für bereits ge- ■tatiQte Abschluße Ernfuürscheine nicht mehr gegeben würden.
Abg. Meyer-Berlin (Dem.) versprach sich von der Vorlage nur eine geringe Wirkung. Tic von den Sozialdemokraten ae= forderte Aufhebung des Roggenzolls bis zum 31. Juli fei be- ^ukkrch. Abg. Hörnle (Komm.) warf der Reichsregicrunz Brotverteuerung vor.
Die Vorlage wurde darauf unter Ablehnung aller Ände- rungsantrage in allen drei Lesungen einstimmig angenommen.
Ztzwtte Le,ung des Gesetzes zum Schutze der Ju- wurde fortgesetzt bei den Bestimmungen über die Mitwirkung des Jugendamtes.
Nach unerheblicher Debatte wurde die ganze Vorlage in '" »S™™™« wurde («M -q
Tarauf vertagte sich das Haus auf Montag, wo der Kom- der Regierungsparteien zur Regelung des Re- Publikichutzgesetzes behandelt wird.
preußischer Lauöiag-
(286. Sitzung.) tt. Berlin, 14. Mai.
In der gestrigen Abendsitzung wurden die einzelnen Kapitel zum Finanzhaushaltetat erledigt. Angenommen wurde der Antrag, in der Veranlagung der preußischen Steuern keinerlei Maßnahmen, insbesondere keinerlei Vereinbarungen mit dem Reich zu treffen, über die nicht vorher mit dem Landtag Verständigung erzielt ist. Ohne Aussprache werden die restierenden Abstimmungen zu den einzelnen Etats vorge- nvmmen und im allgemeinen die Positionen bewilligt. Unter anderem wird ein neuer Titel angenommen, der 10 000 Reichswark bereitgestellt zur Beschaffung von Reichs sahnen für Schulgebäude bedürftiger Schulverbändc. Verschiedene Posten Zur Krankheitsbekämpfung werden eingefügt, ebenso eine Million Reichsmark zur Förderung der Kinderspcisung. Dann tritt Vertagung auf Sonnabend ein.
Auf der heutigen Tagesordnung steht die zweite Lesung des Haushalts der Allgemeinen Fiuanzverwaltung. Mit zur Beratung kommen der Urantrag der Teutschnationalen über die Senkung der Realsteuern in den Gemeinden und die Große An,rage Falk (Dem.) über die angekündigten Reichsgesetzentwürfe betr. Realsftuern, Hauszinssteuer und Vereinfachung der Steuerverwaltung.
Abg. Dr. Wiemer (D. Vp.) erstattet den Ausschußbericht und hebt hervor, daß der Etat für 1927 in Einnahmen und Ausgaben rund 3,4 Milliarden ergebe. Für das Jahr 1927 seien wiederum Anleiheaufnahmen notwendig.
Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff
führt aus, cs sei notwendig, das preußische Kriegsministe- riumsgebäude dem Staate Preußen wieder zur Verfügung zu stellen. Die deutschnati una über die Senkung der Real, teuern sei in Prer. icqou «..gebahnt, innern vie Grund- beirage für die Gewerbesteuer und für die Grundvermögens- steuer herabgesetzt worden sind. Die Senkung bedeutet, wie im Jahrc 1926, eine Entlastung um etwa 60 Millionen Gewerbe- Muern unb y Millionen bei der Grundvermögenssteuer. Zur Linderung der Not der Junglehrer seien 10,5 Millionen, zur Gewährung von Ausgleichszulagen für Rektoren zwei Millionen Zur Entlastung' der Gemeinden bekeitgestellt. Überschüsse aus dem pc^rc 1924 seien restlos verbraucht. Auch sei kein BetrieoLMittelfonds und keine stille Reserve vorhanden. Der Minister geht dann ans Einzelheitep ein und sagt, die demo- kratlschen Anfragen über die angekündigten Rcichsgesetz- emwurfe könne er erst beantworten, wenn diese veröffentlicht seien. Hoffentlich gelinge es, durch die vom Reichsbank- pra, identen ergriffenen Maßnahmen auf dem Geldmarkt ohne Erhöhung des Reichsbankdiskoitts durchzukommen.
Abg. Frhr. v. Mirbach (Dtn.) erklärt, ein Bedürfnis nach weitgehender privatwirtschaftlicher Betätigung der öffentlichen Verbände bestehe nicht mehr. Die Lage der Landwirtschaft sei katastrophal. Die Dawes-Lasten müßten im Verhandlungswege unbedingt gelindert werden.
Abg. Dr. Leidig (D. Vp.) beklagt ebenfalls die Lage der Landwirtschaft. Die Neurcgelcung der Beamtenbesoldung sei notwendig, schon deshalb müßten alle überflüssigen Ausgaben eingestellt werden. Der Redner wendet sich gegen die Erhöhung der Postgebühren.
Nach weiterer Debatte werden die Beschlüsse des Hauptausschusses bestätigt, die u. a. zahlreiche Steuereingänge höher einsetzen. Angenommen wird ein Antrag, aus die Reichs- regierung einzuwirken, daß für die Dauer des Bestehens der Hauszinssteuer das gesamte Aufkommen nur für die Beschaffung und Erhaltung der Wohnungen verwendet wird.
Damit ist die zweite Lesung beendet. Das Haus stimmt in zweiter Lesung auch dem Etatsgesetz zu und vertagt sich dann puf Montag,
Der Regmenisappell der 3er FEaMerrffey.
* Fulda, 10. Mai 1927.
Fulda staub am Samstag unb gestern im Zeichen der Wiödersehcnsfeicr der Kameraden vom Fußarlillcric-Regiment Nr. 3 Gcneralfcldzeugmcister. Am Bahnhof grüßte von einem mächtigen Transparent das Losungswort „Zu-gleich" die alten Krieger, die von nah und fern zum Appell hicrhergeeilt waren. Flaggen und Fahnen weilten von den Häusern, in einzelnen Straßen in recht stattlicher Zahl, in anderen leider nur vereinzelt. In den Gaststätten und Hotels herrschte schon am Sämstag nachmittag ein ungewohntes lebhaftes Treiben, alte Kameraden, die einander seit-Jahren nickn gesehen, begrüßten sich dort mit lautem Zuruf. unb herzhaftem Händeschütteln.
Der Vegrützungsabend.
im großen Stadtsaal vereinigte wohl an 500 ehemalige 3er Fußartilleristen. Nach einem schneidigen Marsch unserer Reichswehrkapclle begrüßte Herr Hauptmann von Renz, der Chef der Trabitionsbattcric (2. Batterie Artillerie Rgt. 5) die Kameraden und die Gäste und gab seiner großen Freude über die zahlreiche Beteiligung an dem Regiments- lag Ausdruck. Für die Trabitumsbafterie fei der Regimentstag ein Tag von größter Bedeutung, gelte es für sie doch.Zwn alten Kameraden zu zeigen, daß auch heute noch in der Tra- ditionsbatterie echter Soldatengeist herrsche und Tüchtiges geleistet werde. Doch sei der Regimentstag auch dem Andenken an die gefallenen Kameraden gewidmet. Zu ihrem Gedenken erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen, während die Kapelle das Lied vom guten Kameraden spielte. „Unter dem Ruf „Zu-glcich" sind wir 1914 ins Feld hinausgezogen" — so schloß Hauptmann von Renz seine-Begrüßungsansprache — „unter diesem Ruf haben wir draußen gesümpft unb gute Kameradschaft gehalten, mit diesem Ruf auf den' Lippen sind liebe, treue Kameraden gefallen. Unter diesem Ruf wollen wir uns heute erneut zufammenschließen und mit- helfen, unser liebes Vaterland von den schmachvollen Fesseln, des Versailler, Vertrages zu befreien. Unserem alten Regiment ein dreifaches „Zu-gleich".
Unter den Klängen eines Parademarsches' zogen hierauf die Fahnen in den Saal, voran die alte ruhmreiche Fahne des. Regiments, die man eigens zu der Wiedersehensfeier aus Berlin hierhergebracht hatte. Insgesamt nahmen 10 Fahnen- abordnungen an der Feier teil, darunter die des Vereins ehemaliger 3er Fußartilleristen Frankfurt a. M„ der Fuldaer Kriegervercine, des Stahlhelms, des Jungdeutscheu Ordens, des Jägervereins Hubertus und der Fuldaer Turnvereins.
Herr Oberst Degner, der Vorsitzende des Offiziers- voreins des eßem. Fußartillerie-Rea. Generalfeldzeugmeister, dankte dann Herrn Hcruptmanu von Renz unb der Traditions- batterie für die hervorragende Vorbereitung der Wieder- feßensfeier und begrüßte nochmals die Gäste, insbesondere den Vertreter des Magistrats und des Herrn Bischofs und der einzelnen Vereine. Die alten „Fußadreier" feien in Fulda zu- fammengefemmen, um alte Kameradschaft aufzufrischen und den Gefallenen des Regiments eine Gedenktafel zu weihen. Auch die alte Tafel der Helden von 1870, die ein treuer Kamerad zur rechten Zeit den Händen der Franzofen entrissen unb von Mainz ins unbesetzte Gebiet gerettet habe, solle morgen einen neuen würdigen Platz erhalten. Nach persönlichen Erinnerungen aus seiner langjährigen Aktivitätszeit im Regiment, bezeichnete Oberst Degner als Aufgabe der Traditious- . batterie, die Erinnerung an die stolzen Taten des Regiments wachzuhalten und in die Herzen der Jungen zu pflanzen, damit, wenn das Vaterland sie einmal rufen sollte, sie als tüchtige deutsche Männer ihre Pflicht tun könnten. Sèin Höch galt dem geliebten deutschen Vaterland. Mächtig brauste das Deutschlandlied durch den Saal.
Herr Major Stichter von der Ortsgruppe Frankfurt am Main bat die Kameraden, weiter für den Seitiitt zu den Vereinen ehemaliger Dreier zu werben. Das Vaterland feU in Not, deshalb müßten sich alle ehemaligen „Brandenburger Schwarzköppe" eng zufammenschließen, um mitzuhelfen, daß das deülfchc Vaterland wieder das werde, was es war: ein starkes, mächtiges Vaterland, von dem man wieder |agën> könne „o Deutschland hoch in Ehren".
Namens des Magistrats und des am persönlichen Erscheinen verhinderten Herrn Oberbürgermeisters begrüßte Herr M a g i str a tsr a t Dr. Danz ebr i nk die alten Soldaten und wünschte ihnen einige weihevolle, angeregte Stunden echter Kameradschaft. „Fulda freut sich, daß Sie hier die Stätte. finden, um alte Soldatenkameradschaft zu erneuern. Solche Re-' gimentstage haben nur dann einen Sinn, wenn man an ihnen sich die alten Tugenden des Soldaten erneut gegenwärtig macht, wenn man diese Tugenden erneut fruchtbar macht für die heutigen Mobilmachungstage, um Deutschland herauszu-. reißen aus den Niederungen und es wieder emporzuführen zu neuem Glanze. Was früher gut und wertvoll war, müssen wir. herüberretten in die neue Zeit zum Wiederaufbau des Vaterlandes. Wenn Sie als Zeichen der Tradition Ihre Fahne von Mainz hierherbrachten, so haben wir Fuldaer ebenfalls eine Tradition, die uns mit Mainz verbindet, die Erinnerung an den heiligen Bonifatius, der von Mainz aus Deutschland christianisierte, und der in unserem Dome begraben liegt. Ver-- ehren Sie die gute Tradition, die an Ihrer Fahne haftet, er- ' innern Sie sich an die Mobilmachungstage 1914, wo ganz Deutschland einig war, wo wir alle „zst-gleich" an einem Strange zoaen. -Verzweifeln Sie nicht, denn eine solche Einigkeit muß und wirb auch noch heute möglich sein. Sie wirb fs, wenn uns als leuchtendes Beispiel der Feldherr des alten Heeres und der Präsident der deutschen Republik, Reichspräsident von Hindenburg, immer vor Augen steht.. Reichspräsident von Hindenburg lebe hoch."
Hierauf sprach, von stürmischem Beifall begrüßt, Kamerad Schumacher-Mainz, ein Veteran von 1870-71, einige schlichte, aber umso wirkungsvollere Worte zu-den jüngeren Kameraden: „Ich bin als alter Veteran von 1870-71 heute hier erschienen aus alter Anhänglichkeit an mein stolzes Regiment. Ich habe Euch Kameraden Grüße aus der alten Garnisonstadl Mainz zu ■ übermitteln mit dem Wunsche, daß später einmal die Fahnen der dreier Fußartilleristen wieder in Mainz ihren Einzug halten können. Unser altes Regiment, es lebe hoch."
Nach einer kurzen Pause zeigte eine Turnerriege der 1. Abteilung des Artillerieregiments Uebungen an Reck unb. Barren, die durch ganz ausgezeichnete Ausführungen den lebhaftesten Beifall fanden.
In recht gelungener Weise führten dann einige Kameraden von der Traditionsbatterie eine Art Revue aus dem Solda-. tenleben vor, in der Freud und Leid des Soldaten, durch die Brille des Humors betrachtet, gezeigt wurden.
Am Schluß des offiziellen Teils nahm Herr Oberst S/hulz bas Wort und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß der Regimentsappell gerade in Fulda, diesem historischen Ort, wo oft deutsche Kaiser geweilt haben, veranstaltet wurde. Nach einer Würdigung der unvergleichlichen Leistungen von Heer und Heimat während des Krieges, schift derte er die besonderen Leistungen der schweren Artillerie, die nur möglich waren, weil ausgezeichnete Führer unb Lehrmeister die Trupvèn herangebildet hatten. Das deutsche Volk werde wieder hoch kommen, wenn es nach einem Worte Fichtes lebe: wenn jeder von uns und an jeder Stelle so arbeitet und wirkt,»als ob von ihm allein das Wohl, des beutfeheu Vaterlandes abhänge. Tun wir jo, dann wirb uns der Aufstieg ae-. linqen. Sein Hoch galt nochmals den deutschen Führer im Kriege und im Frieden, Exzellenz von Hindenburg.
Damit war der oft zielte Teil erschöpft. Noch lange Zeit blieben die Kameraden gemütlich beisammen beim Austausch lieber, alter Erinnerungen an die Zeit ihres Soldatseins.
Am Sonntag vormittag fand im Hofe der hiesigen Kaserne
die Weihe der Gedenktasel
statt. Eine recht stattliche Teilnehmerzahl hatte sich abermals eingefunben. Wir bemerkten Herrn OberErgermeister Dr. j Antoni, Magistratsrgt Dr. Danzebrink, Domkaplan Günther-!
als Vertreter des Herrn Bischofs, Proviuzial-Rabbiner Cahn, zahlreiche militärische und vaterländische Fahnende»! tafttonen aus Fulda sowie die Fahneudepütationen der Vereinigungen von Frankfurt a. M., Siegen, Würzhstrg die Fahnendèputation mit der allen .^e-maligen Regung/, sahne. - o
WHsem der Choral „Jesus meine Zuversicht" vèrklung?>, hielt Herr Leutnant d. Nef. Adam -Büdingen eine tjgfgrünLiq Ansprache, in der er auf die ernste Stunde der Eedcnkftft, weihe hinwies und in packenden Worten darlegte, was diese Gedenktafel zu sagen hast 'Ef «erinnerte an die großen Siegeszüge unseres rühm reichen Heetcs gegen eine Well von Feinden, an die großen. Verluste an Meuschcnolut, diè Weltkrieg forderte, Eingedenk des Mbelworlès „Die mit Tränen säen, werden mit Fr^pd^n ernten" solle Äse Eednik- tafel sein eine Stätte des Segens uM der Hoffnung "auf Jere Zeiten. — An diese von recht patriotischem Geiste durch! wirkte Rede schloß sich an der Gesang "des Liedes „Väter ich rufe dich", vor getragen uem Männerstunetl 1912. Sodann ergriff Oberst Degner das Wort. Er legte feiner Ansprache das Wort zu Grunde: „Die Lebenden ruft ich, die Toten» bedaurr ich", und wies darauf hin, daß das alte Regiment und feine Formationen im Weltkriege 109 Offiziere und 2504 Unteroffiziere und Mannschaften, dem Vaterland epfern mußte. Er forderte, daß wir Alle nun unsere Pflicht tun müssen, um in Arbeit und Entsagung zu versuchen, das gut zu machen, uns der Versailler Vertrag genommen hat. Sodynsi gaj Oberst Degner einen kurzen Rückblick auf die glorreiche @C; Schichte des ehemaligen. Regiments üpd dankte dem Schöpft der Gedenktafel. Zum Schluffe feister Ansprache ermahnte er daß die fürs Vaterland gefallenen Helden des Gfz. üns zum Voi-bl.o dienen mögen. Die Kapelle intonierte das Lied vom guten Kameraden. Anschließend übergab Oberst Degner los Denkmal an Herrn Oberst Scheffel vom A. R. 5 Fulda. M Dankes«vorten übernimmt der stellvertretende Kommandeur die Gedenktafel in feinen Schutz. Nun fiel die Hülle, die Fahnen senkten sich und die Kapelle intonierte: „Wir treten tum Beten." 6
Kränze legten nieder: die Vereinigung der Offiziere des ehemal. F..A. 3; der, Regimentsring der F. A. 3 Efz.) He Sich Fulda; die Gfz.-V.creinigungen Wetzlar, Weilburg, Killkreis! Vereinigung, Oberursel, Siegen: der Fuldaer Vertreter des 1. Rhein. FeiddArt.-R-egt. 8; die Kävalleristenj-Dereinigunz Fuldas die Ar-tilftristen-BereiniquNg Homburg v. d. Höhe; die Vereinigung ehemal» 47er Artilleristen Fulda; Stahlhelm -Ortsgruppe Fulda, Kriegervereiu Fulda, Kriegerkameradschsi: Fulda, Bruderschaft FsiÄ>a des Jungdeptschen Ordens, ftr Offiziersbund Fulda, das .Offizierskorps und" das Untcroffi: -ierkorps des Standortes Fulda sowie die 2. Batterie A. R. 5 Fulda. Kamerad Schumacher widmete namens der Mainzer Kameraden eine Plakette mit Eichenkranz. Nach dem Gesang des vom Männer quattètr 19s2 Morgetragenen Liedes: „Flämme empor“ fand diöse Weihestunde ihr Ende.
Die Gedenktafel, die in-einer Nische, zwischen 2. Häuserblocks angebracht, ist eine recht große Brouzeplatte? Oben in der Mitte steht ein Geschütz, dann ist etwas tiefer rechts M kinks ein Eisernes Kreuz angebracht. In gotischer Schrift enthält die Tafel-die Aufschrift:
Sein Gedenken der im Weltkrieg 1914—1918 gefallenen Kameraden des Fußartrllerie-Negiments Eeneralfelvzeugmeistsr (Brandenburg) Nr. 3 und seiner Kriegssormationen.
Es starben den Heldentod 109 Offiziere, 2594 Unteroffiz. u. Mannschaften.
Auf dem Sockel stehen die Worte: „Daß Treue auf der Eft wachse." , ■
Man begab sich' in einen Mittelbau der Kaserne; waW im 1. Stock in einem Zimmer die
Kriegergedenktafel des ehrmal. F. A. 3 Gfz. aus 1876=71 nunmehr, auch eine würdige Static" gefunden hat. ' Auch â wurden zum Andenken an jene tapferen Streiter einige ÄW niodergclegt. Diese Gcdestktckfel 'vefâM sich bis vör der Besetzung in der' Ballhofkajernc"zu Maistz; woselbst sie,xin tma Kamerad rettete und ins unbesetzte Gebiet brachte.
Auf dem Exerzierplatz' folgte nun Parademarsch und M- quckdrille. . ... ,.,
Gegen 12.30 Uhr vormittags, als sich die alten ehem. „Schmalzköppe" im Kasernenhof an langen Tischen und Bänken an „Erbsen mit Speck" labten, ritt eine Quadrille, teils in?^ Uniformen, teils in Futza 3-Friedens-Uniforrnen und teils in der gegenwärtigen Reichswehr-Uniform, unter Vorantritt der Trompeter mit den HeroldstronjpetM v o mOfgizi e rs- kasino aus durch di e -Li-n-äenstr-aß e,. Franco se n w ä I d ch e n, But te r-m-a $4 t, Marktstraße, Friedrich st paße und die Leipziger-straße -nach der 5t a s e r n< s
Auf dem Exerzierplatz schlossen sich sofort an: die Reitquadrille in den verschiedenen Uniformen, sportliche Uebungen, das Springen von Mannschaften sowie das Eehorsamspringen von Unteroffizieren. Mit einein Platz- konzert im Schloßgarten endete, der- in allen Teilen recht harmonisch und ohne irgend welche Zwischenfälle verlaufene Regimentsappell' der ehemal. Angehörigen des F. A. 3 Kfz. Noch lange werden die Teilnehmer an diese genußreichen Stunden im Kreise "lieber alter -K-ameradtt 'zurückdenken.
Aus Hesseu-Aaffau und MchbargeAM
Merkblatt für bett 17. Mai.
Sonnenaufgang , 1M jj Moudaufgang Sonnenuntergang 7® if Monduntergäug
1842 August Thyssen geb. ..
s39 A
437 V.
Beglückt, wer Treue rein im Busen trägt, - Ä*1 Opfer wird ihn je gereuen! — Allein ein Pergament, o' schrieben und beprägt, Ist ein Gespenst, vor dem alle scheuen. G o e t h e.
Wetterbericht. __y -
Ein Randauslcjuftr, der mit dem nordwestlichen Tier druckgebiet in Verbindung steht, hat Mitteleuropa err und bringt zur Zeit in: Nord- und Mitteleuropa Neg^ fälle. Unser Bezirk liegt jedoch nicht in seinem L. flußbereich. Noch weitere leichte Randstörungen stuo Westen aufgetreten. Auch sie werden jedoch bei w Vorübergang die Witterung unseres Gebietes nur heblich beeinflussen. Vorhersage bis Montag 0 bc Wolkig, meist trocken, etwas wärmer, fübmefthmc - Aussichten für Dienstag: Fortdauer der mäßig wa in der Hauptsache trockenen Witterung.
Die Aprilwitterung.
Der zweite Mongst des diesjährigen meteoro Frühlings war vorwiegend trüb und regneril«!, ^s schöne Tage ausgenommen. Tjas Monatsmir Barometerstandes betrug 747 mm. (genau non '> ^ den Gegensätzen von 756,9 am 18. und 731,7 an • -^ Monatsmittel der. Temperatur stellte sich aus .-