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f Hix JrNcrmcttionalc Gctreidekorrfercr^ in Rom.

«jun. Hier wurde im Internationalen Landwirtfchaft- ” Institut die Internationale Getreidekonferenz eröffnet, Mussolinis Anregung zusammengerufen worden ist. ^iksolini, Mitglieder der Regierung und des Diplomatischen sowie Vertreter von 31 Ländern, darunter Deutsch- wohnten der Sitzung bei. Nach einer von dem Vor- des Instituts, de Michelis, gehaltenen Begrüßungs- .kmache ergriff Mussolini das Wort, hob die Wichtigkeit Konferenz hervor und wünschte ihr Erfolg. Mehrere V

Scr begrüßten mit kurzen Worten Mussolini im Namen Negierungen. Die Eröffnungssitzung endete mit einer , (Ârmen Beifallskundgebung für Mussolini. — Die Konferen» Ann dann ihre Arbeiten.

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Hankau schafft die Oberbefehlshaber ab.

Schanghai. Die Regierung von Hankau hat eine Per« liiaiuig erlassen, die besagt, daß militärische Fragen an allen Klonten in Zukunft von einem militärischen Ausschuß be- bandelt werden sollen und daß der Posten der Oberbefehlshaber ^gehoben wird.

Letzte Nachrichten.

Zum 2. Jahrestag der Wahl Hindenburgs.

ötb. Wien, 26. April. (Funkspruch.) Zum 2. Jahrestage Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten schreiben die

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resseMder "Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten schreiben die ^orW Wiener Neuesten Nachrichten: Niemandem zu Liebe, nieman- zu Leide, nur in dem unentwegten Sinne, das durchzu- ändLsihren, was er als seine Pflicht er rannt, was dem Wohle deutschen Volkes dient, das ist der Wahlspruch und der Kahrspruch seines Handelns gewesen in den 2 Jahren seiner Präsidentschaft. Darum hat er auch seine ehemaligen Gegner gewonnen, soweit sie nicht bösen Sinnes sind. Vergangenheit und Gegenwart verknüpfen sich in ihm, aber er war uns auch Weiser für die Zukunft. In harten schweren Tagen war er das Symbol des deutschen Volkes. An dem heutigen Tage, da es sich zum 2. mal jährt, daß er auch äußerlich der Reprüsen- tont Deutschlands ist, wünscht die überwältigende Mehrheit unseres Volkes, daß er noch lange bleiben möge.

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Das Wahlergebnis in Oesterreich.

Wien, 25. April. (W. B.) 'Die endgültige Vertei- ung der Mandate für den Nationalrat wird erst in der Wche nach dem 8. Mai durch die Hauptwahlbehörde fest­gestellt werden. Das schätzungsweise Gesamtergebnis der Nationalratswahlen dürfte sein: Einheitsliste 85, Sozial­demokraten 71, Landbund 9 Mandate. Das Verhältnis der bürgerlichen Mandate zu den sozialdemokratischen wäre dann im neuen Nationalrat 94 zu 71 gegen 97 zu 68 im alten Nationalrat.

Europa vor dem finanziellen Zusammenbruch.

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Rif wtb. Washington, 26. April. (Funkm.) Bei einem Früh- b« stück erklärte Sir Georg Paise, Europa stehe vor dem finanzi- eilen Zusammenbruch, der nur durch Streichung der Schulden, durch Niederschlagung der deutschen Reparationsverpflichtungen und durch Förderung des Warenaustausches zwischen Europa und Amerika verhiudet werden tön ne. Die Welt sei sich immer

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1 i noch nicht genügend bewußt, daß Europa aus einem Eroß- c$ gläubigerland zu einem Großschuldnerland geworden sei.

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Weitere Ausdehnung der Mississippiüberschwemmung.

wtb. Memphis, 26 April. (Funkm.) Infolge der letzten Dammbrüche wurden weitere 6 Städte in Orkansas und Mis­sissippi überflutet. Die Zahl der Obdachlosen beträgt gegen 200 000, die der Toten wird auf 500 geschätzt. De Ueberschwem- mung hat sich jetzt auf über 9500 Quadratmeilen ausgedehnt.

Der Kampf gegen die mexikanischen Eisenbahnräuber.

wtb. Mexiko, 26. April. (Funkm.) 60 Mitglieder der Räu­berbande, die den Zugübersall bei Guadalajara ausführte, wurden nach fünfstündigem Kampf mit den Bundestruppen bei Eiguitarrero im Staate Jalisco getötet.

Neue Beschießung eines amerikanischen Kriegsschiffes auf dem Jangtse.

rvtb. Schanghai, 26. April. (Reuter.) (Funkm.) Das amerikanische Kriegsschiff Pengwin ist 100 km. westlich von Schanghai von Rationalisten mit Artillerie und Maschinenge­wehren vom Ufer aus beschosien worden. Ein amerikanischer Matrose wurde schwer, mehrere andere leicht verletzt.

Aus Heffen-Aaffau und Aachbargebieten.

Merkblatt für den 27. April.

Sonnenaufgang Sonnenuntergang

440 II Mondaufgang

717 II Monduntergang

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1882 Ralph Waldo Emerson gest.

Und wo immer müde Fechter — Sinken im mutigen Strauß, — Eg kommen frische Geschlechter — Und fechten es ehrlich aus. Eichendorff.

Wetterbericht.

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” Don der Rückseite eines über Nordeuropa liegenden Tief- Ä ^/gebietes ziehen fortwährend Randstörungen über unser ^oiet hinweg und bedingen Fortdauer der unbeständigen Witterung mit Niederschlägen bei westlichen Winden. — Vor- M ^rsage bis Dienstag abend: Veränderlich, doch -vorwiegend i«bewölkt, einzelne Niederschläge, auffrischende südwestliche bis Mliche Winde, Temperatur wenig geändert. — Aussichten ^ Mittwoch: Fortdauer der unbeständigen Witterung.

nji® -P Zollinhaltserklärungen zu Postpaketen nach Litauen. .litauische Postverwaltung teilt mit, daß ihr aus ^utichland eine beträchtliche Zahl von Postpaketen zu- Zollinhaltserklärungen ungenügend ausge- und und die deswegen nach dem Aufgabeort zurück- werden müssen. Nach den Vorschriften der Ii» sâ^n Zollverwaltung müssen die Zollinhaltserklärun- für jede einzelne Warengattung die genaue Bezeich- lz. B. Schuhe aus Kalbleder), das Rohgewicht, das Feingewicht oder statt dessen die Stückzahl sowie den (Preis) der Gegenstände enthalten.

Einheitliche Vorschriften für den Verkehr auf den "sichen Seewasserstraßen. Die am 16. April erschienene ' "sgabe des Reichsgesetzblattes bringt die Polizeiver- öur Regelung des Verkehrs auf den deutschen ecwasserstraßen (Seewasserstraßenorduuug). Die Ver- -^"Ung ist vom Reichsverkehrsminister erlassen und soll Dezember 1927 in Kraft treten. Die lange Frist de* Bekanntgabe und dem Inkrafttreten ist ge- iirfi worden, um der Schiffahrt genügend Zeit zu geben, Mit der Verordnung vertraut zu machen.

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^ulba, den 26. April 1927.

Regierungspräsident Springorums letzter Gang.

2 5. April ist, was sterblich war an Regierungs- ^astdent Gustav Springorum in heimischer, rheini- X Erde bestattet worden. Die Trauerfeier fand nach- m tagg 2 Uhr auf dem Poppelsdorfer Friedhof bei Bonn wo der Verstorbene an der Seite seiner Gattin in gemeinsamen Familiengrabe ruht. Trotz des stromen­

den Regen? hatte sich eine gwge Trauer gemeinde e Inge- funden, die dem Sarge von der Leichenhalle zum Grabe folgte. Hier zeichnete Pfarrer Schafft aus Kassel ein Lebens- und Charakterbild des Verstorbenen, dem er rast­lose Pflichterfüllung, persönliche Unerschrockenheit und Tapferkeit, unbeugsamen Gerechtigkeitssinn und warme Nächstenliebe nachrühmte. Es sprach dann unter anderem der Oberpräsident von Hessen-Nassau, S ch w a n d e r , der die nie ermüdende Arbeitsfreudigkeil Springorums im Dienste des Allgemeinwohls betonte, sich selbst glücklich pries, daß er jahrelang mit diesem seltenen Manne zu­sammenarbeiten und seine unbegrenzte Herzensgute immer wieder von neuem kennen lernen durfte. Der Oberprä- sidcnt rühmte weiter Springorums Verdienste um die Ab­wehr des separatistischen Zerstörungswillens. Mit dem Namen Springorum werde ein Stück deutscher Geschichte verknüpft bleiben. Oberbürgermeister Stadler-Kassel hob ebenfalls die Verdienste Springorums als Verwal­tungsbeamter und seine edlen Charaktereigenschaften her­vor. Er betonte besonders, daß der Verstorbene, obwohl Beamter der alten Schule, sich nach dem Zusammenbruch bewußt und ehrlich in den Dienst des neuen Staates ge­stellt habe, um an feinem Teile am Wiederaufbau des Vaterlandes mitzuwirken. Es sprachen ferner gleich herz­lich die Vertreter der Kasseler und dèr Wies­badener Regierung,der Landrat des Krei­ses Fulda, Vertreter des Kreises W a l d b r ö h l, des R a i f f e i s e n v e r b a n d e s, des Verbandes der deutschen Jugendherbergen, d^r Burschenschaften „Buben- r u t h i a" in Erlangen und „Alemanni a“ in Vonn, der Jugendburg Ludwigstein. Sie alle legten Kränze nie­der. Dann nahmen die Trauergäste, unter denen sich auch viele persönliche Freunde der Familie Springorum, sowie Vertreter der Stadtverwaltung befanden, Abschied vom Grabe.

Zum Schulbeginn.

An dem hiesigen evangel. priv. Lyzeum wurden heute vormittag 25 Schülerinnen neu ausgenommen. Ueber die an den anderen Schulen erfolgten Aufnahmen von Abc- Schützen berichten wir morgen.

Loheland-Chor-Konzert.

Der aus seinen vorjährigen Konzerten bestens bekannte Ehor tritt am kommenden Samstag im großen Stadtsaal mit einem weiteren Konzert wieder an die Oeffentlichkeit. Das Programm bringt neben slavischer Musik, deren Wie­dergabe, wie wir des öfteren feststellen konnten, dem Chor besonders gut liegt, diesmal noch orientalische Musik in Vokalgebung. Von den hier bereits gehörten Chören er­scheinen auf dem Programm das prächtige Wolka-Bur- lakenlied „Ehj Ouchujem" sowie die „Glocken von Now­gorod", die bei dem letzten Konzert besonders gut gefielen. Die übrigen Piecen sind Neueinstudierungen. Die tatkräf­tige Leiterin des Chores, Frl. Grete Alter, sowie mehrere langjährige Mitglieder werden in Kürze Loheland ver­lassen, sodaß dieses Konzert gewissermaßen als Abschieds- konzert zu betrachten ist. Hoffentlich ist dem Chore und seiner scheidenden Führerin ein volles Haus beschieden.

Vortrag Karl Grube.

Auf Veranlassung der Ortsgruppe Fulda des Alldeut­schen Verbandes wird am Donnerstag abend Herr Karl Grube-Berlin im Evangelischen Eemeindehause sprechen. Die bisherigen Vorträge des Genannten wiesen stets einen guten Besuch auf, sodaß auch diesmal wieder mit einer starken Zuhörerschaft gerechnet wird. Näheres wird durch Anzeige noch bekannt gegeben werden.

Beginn der Bibclstunden im Ev. SchWesternheim.

Wir werden gebeten, darauf hinzuwerjen, daß die wöchentlichen Bibelstunden am morgigen Mittwoch, den 27. April, abends 8 Uhr wieder beginnen.

Eine „Woche für evangelische Kirchenmusik".

„Von der Reformationszeit bis zur Gegenwart" betitelt sich die der evangelischen Kirchenmusik in der Internatio­nalen Musik-Ausstellung „Musik im Leben der Völker" ge­widmete Woche vom 6. bis 11. Juli 1927. An dieser Woche sind neben den Frankfurter Kirchenchören die berüh­mten schwedischen Chöre beteiligt, sowie der Thomaner- Chor von Leipzig unter Prof. Karl Straube und der Michaelis-Chor aus Hamburg unter Prof. Sittard. An­fragen beantwortet die Leitung der Ausstellung „Musik im Leben der Völker" Frankfurt a. M., Haus Offenbach.

Fulda als Tagungsort.

Der Reichsverband deutscher Post- und Telegraphen­beamten, Bezirksverein Kassel, hält am 1. und 2. Mai seine diesjährige Tagung in Fulda ab. Als Tagungslokal sind der rote Stadtsaal sowie das Gasthaus zur Krone vorge­sehen. U. a. findet am 1. Mai nachmittags 3 Uhr eine öffentliche Kundgebung statt, in der zu der bevorstehenden Landverkraftung Stellung genommen wird. In dieser Versammlung wird der erste Vorsitzende vom Reichsver- band, Herr Kugler-Berlin, der auch Mitglied des Ver­waltungsrates der deutschen Reichspost ist, sprechen. Eine sehr große Anzahl auswärtiger Teilnehmer hat sich bereits angemeldet. Ihnen zu Ehren findet von der Ortsgruppe Fulda am 1. Mai abends im Stadtsaal ein Begrüßungs­abend statt.

Naturheilverein.

Im roten Stadlsaal hielt Herr Dr. Malech-Frankfurt den an gekündigten Vortrag. Der Redner führte etwa folgendes aus: Die Arterienverkaltung ist eine Abnutzungs- und Alters­krankheil, die besonders häufig bei Männern festgestellt wer­den lann. Die Ursache dafür liegt in dem Umstand, daß die Männer in erster Linie den Anstrengungen des Lebenskampfs ausgesetzt sind und daß sie sehr häufig schädlichen Kulrurge- wohnheiten, -z. B. dem Alkohol- und Tabakgenuß fröhnen. Außerdem wird die Verkalkung gefördert durch Uebermaß im Essen und Trinken, durch einseitige Fleisch- und Eiweiß-Ernäh­rung, ferner durch geistige lleberarbeitung und durch seelische Einflüsse, z. B. Grübeln, Schwermut, Schwarzsehen. Alle diese Schädigungen wirken belastend und schließlich zerstörend auf die fein gebildeten Organe unseres Blutkreislaufs, welche allmäh­lich ihre Geschmeidigkeit und Leistungsfähigkeit einbüßen und hart und brüchig werden. Folgen davon sind übermäßige In­anspruchnahme des Herzens, Gehirn-Uebermüdmrg, Gedächtnis­schwäche, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit, vor­zeitiges Ergrauen, Verdauungs- und Stoffwechsel-Störungen und endlich Schlaganfälle. Diese Erscheinungen sind jedoch wechselnd und persönlich sehr verschieden. Sie können auch andere Ursachen haben und sind keineswegs immer Ausdrucks­formen bereits vorliegender Aderverkalkung. Da letztere teil­weise ein natürlicher Abnutzungsvorgang ist, den wir nicht ver­hindern können, so bleibt uns nur übrig, die Natur in ihrem Anpassungsstreben zu unterstützen. Am besten ist natürlich Vgrbeugung durch vernünftige, mäßige Lebensweise. Bei be­reits begonnener Verkalkung ist empfehlenswert: gleichmäßige, den Körperkräften entsprechende Muskeltöiigkeit in frischer Luft (leichte Land- und Gartenarbeit, Spaziergänge, Gym­nastik), Meiden von Anstrengungen, Regelung der Verdauung, Tiefatmen, tägliche Luftbäder, milde Schwitzbäder, Waschungen, Massage und endlich Verzicht auf die Herz- und Nervengifte Alkohol, Tabak, Kaffee und Tee. Menschen, die an Verkalkung leiden, müssen ferner abwechslungsreiche, vitamin- und nähr-

jsWckilG R-hrackg, Kamewtlldt Frischkost, Obst, Ec mäst, Ca» lat und Südfrüchte bevorzugen, bei offenem Fenster schlafen, und sich vor Uebermaß im Genuß jeder Art hüten. Beachtet ein Leidender dieses und befleißigt er sich, ruhige Gemütsstimmung zu erlangen und das Leben froh und bejahend zu führen, so kann er trotz Aderverkalkung sich wohl fühlen und ein hohes Alter erreichen. — Elwa 220 Zuhörer folgten den klaren, sach­lichen, von reichem Wissen und Können zeugenden Ausführun­gen mit großer Aufmerksamkeit und spendeten lebhaften Bei­fall. Der Vorsitzende wies noch daraus hin, daß am 1. Mai ein Ausflug nach Bieberstein unternommen wird und daß am

2. Mai die Tiefatem-llebungen im Luftbad „Badegarten" be­ginnen. L. D.

Geschäftsleute, Augen, auf!

Wer kennt die Betrügerin?

Am 13. April nachmittags hat hier eine Betrügerin eine Gastrolle gegeben. Sie suchte verschiedene hiesige Ge­schäfte auf, ließ sich Maren verabfolgen und verstand es in Fällen, wo sie von weniger geschultem Personal bedient wurde, mit Zwanzigmarkscheinen aus der Vorkriegszeit, die außer Kurs sind, zu bezahlen. In zwei Fällen ist es ihr gelungen, je einen solchen Schein an den Mann zu bringen. Ganz offenbar in der Absicht, dadurch jeden Verdacht non. vornherein zu unterdrücken, kaufte sie ein Kruzifix, einen Weihwasserkefsel, einen Rosen­kranz, Gebetbücher und Heiligenbildchen. Die Unbekannte wird wie folgt beschrieben: 22—2G Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, hagere Gestalt, blonde Haare, bekleidet mit schwarzem Jakett, schwarzem Mantel. Sie war ohne Kopfbedeckung und führte ein Fahrrad bei sich. — Dem Aussehen und dem Dialekt nach war die Person aus dem hiesigen Landkreis. Sie gab an, in Pilgerzell geboren und in Bronnzell in Stellung zu sein. Sachdienliche Angaben werden an die Kriminalpolizei Fulda erbeten.

Bekanntgabe von Straßensperrungen an Automobilisten.

Verschiedene Vcrkehrsvercine und Krastfahrverbände haben in der letzten ' -l wiederholt den Wunsch geäußert, daß Straßensperrungen genauer als bisher im Interesse eines geregelten Kraftwagenverkehrs bekanntgegeben wer­den möchten. Als besonders geeignet zur Empfangnahme und Verbreitung dieser Benachrichtigungen wurde der „Automobilklub für Deutschland", Berlin W. 9, Leipziger Platz 16, bezeichnet. Unter Hinweis auf die große volks­wirtschaftliche Bedeutung der Entwicklung des Kraftfahr­zeugverkehrs ersuchen daher der Preußische Landwirt­schaftsminister, der Handelsminister und der Minister des Innern in einem Runderlaß die Nachgeordneten Behörden, dem genannten Automobilklub von allen Straßensper­rungen, sowie von ihrer Dauer unter Verwendung eines bestimmten Vordruckes unverzüglich Mitteilung zu machen. Auch über bestehende Sperrungen und über ihren Umfang soll der Automobilklub umgehend informiert werden.

Wegfall der roten Zahlkarten und Gutschriftzcttel für die Angestelltenversicherung.

Die Verwendung der roten Zahlkarten und der roten Cutfchriftzettel für die Angestelltenversicherung, deren Verkauf bereits Ende 1923 eingestellt ist, wird nur noch bis Ende Juni d. Js. zugelassen.

* Gersfeld, 25. April. Das hiesige Postamt wird in diesem Sommer durch einen Anbau vergrößert, der die Räume für die Unterbringung eines Selbstanschlußamtes enhallen soll. Wegen der beschränkten Dienststunden und dem Mangel an Personal wird diese Neueinrichtung von den Telephonanschluß­besitzern unseres aufstrebenden Luftkurortes freudig begrüßt werden.

* Gersfeld, 25. April. Nach einem sehr schlechten Osterver- kchr rüstet man sich eifrig für die Aufnahme der Sommer­gäste. Die Stadt läßt die von den starten Regenfällen der letz­ten Zeit zerrissenen Spazier- und Feldwege in Ordnung brin­gen. Ein neues Luftbad ist geplant. Die Gastwirte lassen ihre Räume verschönern, damit es den Sommergästen gefällt. Möge zu Pfingsten und im Juli, August recht schönes Wetter fein, damit ein reger Fremdenverkehr unserem industriearmen Städtchen etwas Verdienftmöglichkeit bietet!

* Gersfeld, 25. April. Der Deutsche Jugendherbergsverband, Bezirk Rhein, Main, Lahn, beabsichtigt in Gersfeld eine neue Jugendherberge zu bauen. Bei einer lahrlichen llebernach- tungsziffer von 3000 genügen die seitherigen 3 kleinen Unter« kunflsräume schon lange nicht mehr. Vielen größeren Wander­gruppen mußte in den Sommermonaten abgeschrieben werden. Besondere Aufenthalts- und Kochräume fehlten völlig. Nun soll am Nordende der Stadt, nicht weit von dem Fußweg zur Wasserkuppe, eine neue große Jugendherberge erstehen mit einer Wohnung für den Herbergsvater. Aufenthalts-, Eß-, Koch- und Baderäumen und Schlafstellen für ca. IM Personen. — Der Vorenlwurs, den Herr Kreisbaumeister Karthaus an­gefertigt hat, paßt silb dem ländlichen Charakter unserer Land­schaft gut an, sieht einen späteren Ausbau auf Platz für 170 Betten vor und wird in der schönen freien Lage mit dem präch­tigen Rundblick eine Zierde für unser Städtchen werden. Hof­fentlich gelingt es dem wohlverdienten Kreisjugendpfleger Kirchner und der Vervandsleètung in Frankfurt, daß der Roh­bau noch in diesem Jahre unter Da-h kommt und nicht erst kostbare Zeit und unnötiges Geld für ein Preisausschreiben verloren geht, denn die Mittel sind begrenzt, und in der Rhön muß man früh an fangen zu bauen.

* Vom Rhöngebirge, 25. April. Der unter der Flagge des Frühlings segelnoe April hat uns ein solches Uebermaß von Niederschlägen in Form von Regen, Graupeln und Schnee­gestöber gebracht, daß die paar vorangegangenen sonnigen Tage eine besondere Beachtung kaum verdienen. Mit tiefen, dem Vorwinter ähnelnden Temperaturen, einem grauen Ge­wölk, durch das kein Sonnenblick dringt, treibt der Schalk sein nectii*es Spiel mit uns, keine Ritterlichkeit kennend und jedes Frühlingssehnen m. seinen kalten Schauern bekämpfend. Infolge­dessen liegt in der Natur ein Zug sinnenfälliger Rückständigkeit. Unsere prächtigen Buchenbestünde, der berechtigte Stolz der Rhön, entbehren.noch den duftenden Frühlingshauch, der sonst um diese Zeit Ast und Zweig mit lebensfrischem Laubwerk üppig schmückte und der sich so wundervoll als echtes Lenzes- zeichen präsentierte. Von dieser jahreszeitlichen Verspätung wird die Landwirtschaft, die Erzeugerin unseres täglichen Brotes, schwer betroffen Das schlechte Wetter gestattete unse­ren Bauern nicht, vor Ostern, das dieses Jahr bekanntlich sehr spät fiel, mit der Feldbestellung zu beginnen, da sie andernfalls mit der Möglick't^it rechnen mußten, die ganze kommende Ernte aufs Spiel zu setzen. Nachdem nun das Wetter sich von Tag zu Tag verschlechtert, so erleidet die Frühjahrsbestellung, kaum begonnen, wieder eine unliebsame Unterbrechuna. die sich kaum so harmlos auswirken dürfte, wie man gewöhnlich anzunehmen Pflegt; denn die durch das rauhe Klima der Rhön bedingte Reifezeit ist kurz, daher begegnet die verspätete Aussaat dem be­rechtigten Bedenken einsichtsvoller Landwirte. Hoffentlich gelingt es trotzdem, auch diese Krise zu überwinden!'

* Schlitz. (Selbstmord.) Auf dem Dachboden ihres Hauses erhängte sich, während der Mann in der Fabrik be­schäftigt war, die Frau eines hiesigen Webers. Da sie schon längere Jahre leidend und in letzter Zeit schwermütig war, nimmt man an, daß die Bedauernswerte in einem Anfall geistiger Umnachtung die traurige Tat verübt hat.

Gelnhausen, 25. April. (Einweihung eines Landjugendheim s.) In Hailer (Kreis Gelnhausen) wurde am Sonntag durch den Regierungspräsidenten Dr. Friedensburg das vom Verband kurhessischer Hausfrauen­vereine errichtete Landjugendheim, das zur Heranbildung des ländlichen Nachwuchses in den Kreisen Hanau, Celn-