gestatte. "Zum Lobe der Polizei und Lmibjägerci "sei" zu sâqen, daß sich beide einer steigenden Anerkennung erfreuen. Abg. Dr. Körner (Völk.) fordert die Erhöhung der unzureichenden Besoldung der Polizeibeamten und anderweitige Einstufung einzelner Beamtenkategorien.
Abg. Hanke Wat.-Soz.) erklärt, die Nationalsozialisten bâtten sich immer nur in Verteidigung und Notwehr befunden. Der Redner erklärte weiter, die Nationalsozialisten würden sich ihre Bewegungsfreiheit erzwingen. An den Lichtcrfeldcr blutigen Zusammenstößen seien die Kommunisten schuld ge wesen. (Der kommunistische Abg. Hoffmann erhält wegen beleidigender Zurufe drei Ordnungsrufe.)
Minister Grzesinski weist die Behauptung des Abg. Becker (Din.) zurück, daß die Kriminalbeamten Spitzcldienfte leisteten. Aus einem demnächst vorzulcgcndcn Bericht werde sich ergeben, daß die an die Verlängerung der Polizeistunde geknüpften Erwartungen in vollem Umfange eingetreten seien. Eine erheb» liche Besserstellung der Besoldung der Polizeibeamten sei dringend erforderlich. Gegenüber dem Vorwurf, daß die Polizei trotz ihrer größeren zahlenmäßigen Stärke gegenüber Ser Vokriegszeit nicht die Ruhe und Ordnung aufrcchtcrhaltcr. könne, verweist Innenminister Grzesinski auf die größere Ausbildungszeit, die heute unbedingt notwendig sei. Die Rechte vergesse, daß sich vor dem Kriege die Polizei aus .aitggedicnten Soldaten zusammensetzte. An dem Zusammen-- »ruch fei aber die Folge der Politik der Rechten schuld. Die Unruhen in Lichterfelde seien von den Nationalsozialisten ab- âcktlich berbeigeführt worden. Unglaublich sei es, wenn die Nationalsozialisten behaupteten, sie seien die Angegriffenen. Lr könne nur alle warnen, eine Demonstration Andersgerichteter, auch die am 8. Mai, zu stören. Gegen die Drohung der Kommunisten, die Demonstration am 8. Mai zu stören, werde bis Polizei die entsprechenden Vorbereitungen treffen.
Die Aussprache im Hause mit Hin- und Hcrrcdc geht noch eitrige Zeit weiter.
Aiieniat auf Henry Ford?
Abgestürzt und schwer verletzt.
Wie jetzt erst bekannt wird, ist der amerikanische Äutokönig Henry Ford bei einem unter besonderen Umständen erfolgten Autounfall dieser Tage schwer verletzt worden. Es scheint sich um ein Attentat zu handeln.
Im einzelnen wird dazu folgendes gemeldet: Nach der Schilderung, der Detroiter Geheimpolizei handelt es sich bei dem Autounfall Fords am vergangenen Sonntag um den Versuch, den Autokönig und reichsten Mann der Welt umzubringen. Die Polizei ist auf der Suche nach zwei Männern, die am Sonntag ^abend unweit Fords Dearborn-Laboratorium in einem Studebaker-Auto warteten. Sie verfolgten das Ford-Coupe eine halbe Meile weit und rempelten es auf der Brücke über den River Rouge seitlich an, so daß der Ford-Car stark gegen den Randstein anprallte und die 15FußtiefeBöschung hinab stürzte. Darauf raste der Studebaker davon. Der Ford-Car fauste gegen einen dicht am Flußuser stehenden Baum und überschlug sich.
Der halbbetäubte Ford begab sich zu seinem nahezu eine halbe Meile entfernten Heim und brach zusammen, als er das Haus des Torwächters erreicht hatte. Es wurde nicht eher ein Arzt gehalt, als bis Ford Blut zu spucken begann. Die Ärzte erklären Fords Zustand vorläufig nicht für besorgniserregend. Der Patient erlitt eine leichte Gehirnerschütterung. Die gequetschten Rippen mußten geschient werden.
Angeblich soll Ford schon in zwei Wochen wieder- bcrgestellt sein. Die Zeitungen glauben das jedoch nicht. Sie weisen aus das Alter des Patienten hin und stellen fest, daß Ford schwere Quetschungen, einen Rippenbruch und außerdem auch innere Verletzungen davongetragen habe. Die Polizei versucht mit allen Mitteln, das Geheimnis zu lüften. Die Anwälte Fords erklärten bereits, beide Verfolger zu kennen. Man nimmt vielfach an, daß der Vorfall mit dem Ford-Prozèß in direktem Zusammenhang steht.
Vermischte Nachrichten.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im März 1927.
" Berlin^ Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungs kosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Beklei dung und „Sonstiger Bedarf") ist nach den Feststellungen bei Statistischen Reichsamis für den Durchschnitt des Monat; März mit 144,9 gegenüber dem Vormonat (145,4) um 0,5 Ä Zurückgegangen. Dieser Rückgang ist im wesentlichen aus ein Senkung der Ernährungsausgaben zurückzuführen. Hie haben bei steigenden Gemüse- und Kartoffelpreisen die Preis für Fleisch und vor allem in erheblichem Ausmaß die Preis für Eier nachaegcbcn.
Zwei Mark Finderlohn für 50 000 Mark.
r Berlin. In einem hiesigen Revuetheater hatte ein Be sucher in der Toilette einen Kreditbrief über 50 000 Mar verloren, der ihm später durch den Toilettenwärter wieder zu gestellt werden konnte. Ter Finder erhielt als Finderloh» zwei Mark. Er will jetzt das Gericht in Anspruch nehmen um zu seinem gesetzlich ihm zustehenden Finderlohn z» kommen.
Ein Fabrikant wegen Versicherungsbetruges vor dem Reichsgericht.
Leipzig. Ter Dritte Strafsenat des Reichsgerichts der vandelte als Revisionsinstanz gegen den Fabrikanten uni Kaufmann Gustav Berrtrup aus Bielefeld, der vom Land gericht Bielefeld am 12. November 1926 wegen vorsätzliche: Brandstiftung und Versicherungsbetruges zu zwei Jahre» Zuchthaus und fünf Jahren Ehrenrechtsverlust verurteilt wor den war. Berrtrup hatte im März 1926 seine Fabrik, die mi' 880 000 Mark versichert war, in Brand gesteckt. Der Brani konnte jedoch gelöscht werden. Nach längerer Beratung verwarf der Senat die gegen das Urteil eingelegte Revision.
Neuwahlen in Schwerin.
' Schwerin. Im Landtag wurde der Gesetzentwurf über. Die einstweilige Regelung der Führung des Staatshaushalts 1927 angenommen und damit zugleich die Auflösung des Landtags am 12. Juni beschloßen. Die Neuwahlen Mts den 22. Mai b. J. an gesetzt worden.
Aus Heffen-Aaffau und Aachbargebieten.
Merkblatt für den 2. April.
Sonnenaufgang» 5“ | Mondaufgang ß“ ® ' SonnenuntergaWg 6^ Monduntergang e87 R ' . 105 Hans Christian Andersen geb. — 1840 Emile Kola Wb. - 1914 Paul Heyse gest. ° ™
O Freund, trifft dich ein bitter Wort, — So wehr' dem Groll, der schnell erwacht; — Zn Liebe prüfe, glaub' sofort: — Es war so böse nicht gedacht. Auerbach. ; ' ______________________ - 1 !
Wetterbericht.
Vorhersage bis Freitag: Nach leichter Besserung erneut Bewölkungszunahme und Niederschläge, Temperaturen wenig geändert, später auffrischende westliche Winde. Aussichten bis Samstag abend: Wechselnde Bewölkung, einzelne Niederschläge, Regenschauer, etwas kühler, westliche Winde,
Fulda, den 1. April 1927.
Steuerkalender für den Monat April.
5. April: Ablieferung ber L o h n - und G e h allsstc u c r - abzüge für die Zeit vom 21. bis 31. März 1927, sofern die cinbehaltenon SteuerbDAige 160 Mark übersteigen und Ablrcferungsvlwpniwtung durch Barzahlung ober Überweisung »ortiegt; ferner bet vom 1. bis Ab März 1927 cinbehalteuen Beträge, soweit sie nickn schon am 15. ober 25. März 1927 abzu- führen waren, also, wenn die Abzüge den Be rag von 50 Mark nicht überschritten linden. Alle übrigen Arbeitgeber haben in Höhe dieser Abzüge Steuerwerken zu kleben- und zu entwerten. Keine Scliotmn
10. April: 1. Fälligkeit ber allgemeiner; U m s a h st c.ne r (0,75 %) nebst Einreichung der Voranmeldung pro März 1927 lWsnarszahher» und pro erstes Vierteljahr 1927 (Vierteljahrcszahler). Sthoufrist bis zum 15. April. Späterhin haben alle Unissüstet-cr- pflichtigen nkrtcliitbrtky, erstmalig zum 10. Juli 1927, Vorvnmcldungcn für das jeweils voranze- gangene Vierteljahr aSzugebiM und entsprcÄe'tdr Vorauszahlungen zu leisten. Jedoch bleibt das Recht der Stcnerps'.chtigen auf Abgabe mittels VoranmeldunM» imb auf Leistung mittels Vorauszahlungen unherüüet Für ilmsatzsteuerpflichtige, deren Gesamrunnfay 10 ooo Mark im Kalenderjahr 1920 nickn überstiegen lat. farm durch hi? Finanzämter angeorbnet werden, daß sie Vora-i- meibüftgen nicht mehr abzugeber» haben, wenn -sie Vorauszahlungen in gleicher Höhe entrichten wie für die eulspreckren.beu Vierteljahre ves Jahres 1926. Da es sich mein um eine allgemeine Anordnung des Finanzniinisters baudell, diese Aiwrdnung vielmehr den einzelnen Finanzämtern überlassen ist, sind die örtlichen Bckamumachungen der einzelnen , Finanzämter über diesen Punkt zu beachten. 2. Vorauszahlung aus die veranlagte E i n k o m in e n- u n b >! örper sch a s ! s ft e u e r aller Tieruer- pfiiehtigen mit Ausnahme derjenigen, deren Einkünfte hauptsächlich aus ber Landwirtschaft stammen. Keine Schonzeit. Finanziasfe. 3. Fälligkeit der Börsen u n: s a tz st e ucr für März 1927 (Monats 'alUers und pro erstes Quartal 1927 (Vierteifabreszahler> nebst Vorlegung einer Anmeldung der Ab rechnen zum Kapitalverkehrssteucr- gesetz in zwei Stücken. Finanzarm. 4. In P r e u - ß e n: Abgabe der Sleuererklr nlnrq uni) Bezahlung der (6 e t r ii u f eft e u c r für bre zweite Hälfte des Monats März 1927. Swuerkassc.
14. April: Wnwufch alter Füns-Reuteuhank-SÄsine gegen andere Rentendauischcrne ober gegen sonstige gesetzliche Zahlungsmittel bei den Kassen der Reichs- bmu. Mit Abksuf dieses Termins werden die auf gerufenen Rcmenbaukfchei ne kraftlos.
15. April: In P reu ß c u : CtinMtvng der Lohu.sumnren- steuer für das letzte Vierteljahr inner gleichzeitiger EinociÄung einer Voran-ncldrrug. 2. In P r e ii - 8 c n : Fälligkeit her iftrundvsrmögcns- und Haus- zinsftouer für März 1927. Steuerkasse.
20. April: Ablieferung der für die Zeit vom 1. bis 15. Avril 1927 ei »behaltenen 5 t c u e rabzüge der "8 oh >»- u n b Gchallszahiu n g e n. Entsprechendes gilt hlr die Arbeitgeber, die den Steuerabzug durch EinÜeden und Entwerten von Steuermarken vornehmen. Keine AchonfM.
3o. April: In Preußen : Abgabe ber Steuererklärung und Bezahlung her Getränkesteuer für die erste Hälfte des Aionais April 1927. Steuerkasfe.
”0. Apr»: Letzter Termin für Anträge auf Aufwertung von BersicherunManfprüchen gegen preußische öffentliche Feuerversicherunasaustalten.
Kurhesfischer Kommunallandtag.
Zu ber Mittwoch-Sitzung des Kommunallandtages wurde mit allen Stimmen beschlossen: Zur Deckung des Fehlbetrages im Jahre 1926 in Höhe von 375 000 RMk. wird eine Nachtragsumlage von 2,45 Prozent der den Stadt- und Landkreisen des Regierungsbezirkes Kassel einschließlich der den Landkreisen angeschlossenen Gemeinden und Eutsbezirken im Rechnungsjahr 1926 entfallenden Ueberweifungen aus der Einkommensteuer und der Körperschaftssteuer und des Zftaufkommens der staatlich veranlagten Realsteuern erhoben. Jeder Landesausschuß wird ermächtigt, eine etwa erforderliche Aenderung des Steuersatzes an Stelle des Kommunällandtages zu beschließen.
Bei der darauf folgenden Lesung des Etats für 1927 erklärte Landeshauptmann von Gehren, daß unsere Landstraßen, die außerordentlich schlecht seien, unbedingt in normalen Zustand versetzt werden müßten. Die Beschädigung der Landstraßen fei in erster Linie den Groß- und Postautos zuznschiân, deshalb müsse darauf hingewirkt werden, daß die Kraftfahrzeugsteuer erhöht würde. Notwendig sei ferner, die Produktionskraft der Landwirtschaft mit allen Mitteln zu heben. Redner erwähnte dann, daß die Raum- und Büronot im Ständehaus eine Erweiterung des Stärrdchaufes notwendig mache. Im weiteren Verlauf kam der Fall der Landesheilanstalt Marburg zur Sprache, wobei Landrat Dr. Wiechens- Gersfeld bittet, die Heilanstalt in einen der südlichen Kreise zu verlegen. Abg. Rade bedauert den Plan einer Aufhebung und Verlegung im Interesse des inneren Zufammeuarbeitens zwischen Universität und Heilanstalt. Der Etat geht jetzt zur Spezialberatung an den Hauptausschuß.
Die nächste Plenarsitzung.wird Freitag vormittag stattfinden.
Bezirkssteuer-Nachtragsumlage für 1926.
Der Kommunallandtag hat-, in feiner Sitzung vom 30. März 1927 beschloßen, für das Rechnungsjahr 1926 eine Ve- zirkssteuer-Nachtragsumlage von
375 000 RMk.
zu erheben. Der Landesausfchuß hat heute beschlossen, die Nachtragsumlage nach dem Verhältnis der für das Rechnungsjahr bereits vorläufig erhobenen Vezirksfteuer zu verteilen.
Es entfallen hiervon auf den Kreis Fulda 19 527,80 Mark, auf den Kreis Gersfeld 4 041,80 Mark, auf den Kreis Hersfeld 13 221,15 Mark, auf den Kreis Hünfeld 4 503.55 Mark. Den Hauptantei! an dieser Nachtragsumlage hat der Stadtkreis Kastel mit 91 798,90 Mark zu tragen.
Anläßlich des Ausscheidens der Stadt aus dem Kreise richtet der Herr Oberbürgermeister folgendes Schreiben an die städtischen Beamten und Angestellten:
„Der heutige Tag ist ein denkwürdiger in der Geschichte unserer Stadt. Mehr als ein Jahrtausend hindurch war sie ein selbständiges Gemeinwesen, bis eine Verordnung der kurhessischen Regierung sie mit dem Landkreise verband/ Nunmehr ist sie aus eigener Kraft gewachsen und emporgestiegen, aus der Gebundenheit an ein anderes Gemeinwesen wiedergelöst und dadurch noch kräftiger und freier geworden, die ihr gesetzten Ausgaben zu erfüllen. Das hierin liegende Ziel ist zu erreichen, wenn die städtischen Beamten und Angestellten, wie sie es bisher schon getan haben, auch in Zukunft in treuer Pflichterfüllung all ihre Kräfte dem Dienste unserer Stadt widmen. Wir müssen uns bei dieser Gelegenheit besonders vor Augen halten, daß unsere Tätigkeit nicht Selbstzweck ist," sondern gerichtet sein muß auf das größere Ganze, das ist unsere Stadt und ihre Bewohner, für die die heute beginnende neue Epoche eine solche des Fortschritts und des Segens sein möge.
In diesem Sinne zu wirken ist mein Gelöbnis und, wie ich zuversichtlich erwarte, auch das der städtischen Beamten und Angestellten am heutigen Tage.
F u l-d a , den 1. April 1927.
Der Oberbürgermeister: gez. Dr. Antoni,"
Personennachrichten.
Herr Amtsgerichtsrat Rhiel scheidet vom 1. April or am hiesigen Amtsgericht aus. Herr Assessor Dr. Keut^ vom hiesigen Amtsgericht ist an das Amtsgericht versetzt worden.
Berufsjubiläum.
Herr Landesoberrentmeister und Leihhausverwalb» Rörnmelt begeht am 1. April 1927 fein Wjährj^ Dienstjubiläum. Wir wünschen dem Jubilar, der bm sein beliebtes eWsen gegen jedermann sich große Verdienst« um den Wiederaufbau des Leihhauses Fulda erworben hat, noch weitere erfolgreiche Jahre zum Segen der statt und des Hessischen Bezirksverbandes.
Auf eine 25jährige Tätigkeit
bei der Firma Emaillierwerk A.-G. in Fulda kann Rentel der Maler Adolf Diegelmann aus Bachrain zurück '" blicken. Aus diesem Anlaß wurden dem Jubilar von feiten der Firma und Arbeiterschuft, sowie von der HandelskaN-p mer besondere Ehrungen zuteil. W
Konfirmation.
Am nächsten Sonntag, Judika, werden in der hiesige evangelischen Kirche 57 Knaben und 43 Mädchen konfirmiert; gleichzeitig empfangen die Konfirmanden erstmalig I das heilige Abendmahl. — Im Jahre 1926 waren es 47 Knaben und 40 Mädchen, in 1925 62 Knaben und 60 Mädchen, in 1924 50 Knaben und 51 Mädchen. — Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Beichte zum heilige» Abendmahl sowohl für die Konfirmanden als auch füt bereu Eltern nebst Angehörigen bereits am Samstag nach nrittags 3 Uhr stattfindet.
Der Hofmann'sche Mannerchor
gibt sein diesjähriges Frühjahrskonzert in Verbindung mit bet hiesigen Reichswehrkapelle nächsten Sonniag, den 3. April, abends 8 Uhr, im großen Stadtfaal. Der Dirigeni beider Ver-
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eintgungen, Herr Musikmeister Hewcrs, hat es verstanden, Chöre zum Studium zu wählen, die Freude in den eigenen Reihen machrufen und vorbildlich ernste Pflege deutscher Män- nerchor-Eesangskunst zeigen, indem neben dem echten Volksgut die Kunstmusrk nicht außer acht gelassen wird. Wer mit |r offenen Augen durch die Chorkonzerte unserer Tage schreitet, / wird finden, daß gerade diese einfachen quellenden Melodien, r wie wir sie nächsten Sonntag in „Elslein von Caub" undß. „Aus der Jugendzeit", sowie in „Muttersprache" von Hegai und „Wie's daheim war“ zu Gehör bekommen, den tiefsten Eindruck erwecken und den überzeugenden Ausdruck inneren Erlebens auslösen. Ebenso wird im Hofmann'schen Mäimcr-
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chor die Pflege des Kunstliedes ernstlich betrieben, sodaß Freude und Genugtuung bei den Sängern und Konzertbesuchern stets hcrvoraerufen werden. Dies gilt ganz besonders vom Chore „Der Wagen rollt" v. Kämpf und von dem Max Vruch'schcü Chore „Vom Rhein". Eine sehr angenehme Ueberraschun» dürfte der Strauß'sche Chor „An der schönen blauen Donau" mit Orchester bringen, zumal wenn er in ruhiger Art und Aus fassung, wie wir es von dem verständnisvollen Dirigenten er>
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marten, bargeboten wird. Sämtliche Chöre werden eingerahnil h von wahren Perlen orchestraler Darbietungen unserer beliebte» Reichswehrkapelle. Die Besucher des Konzerts dürften als«
nach jeder Seite hin volle Befriedigung finden.
Der Deutscherraugelische Frauenbund hält am Montag abend.8 Uhr im Gemeindehaus Monatsversammlung ab, worauf auch an dieser nochmals hingewiesen sei.'
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Ein großzügiger Plan.
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Die Technik schreitet vorwärts. Auf allen Gebieten hat sie infc^ letzten Jahren Errungenschaften gemacht, cs fei nur- nnR« und Selbstverbindung beim Telefon gedacht. Von dem des elektrischen Lichtes und der Wasserleitung redet schon ittU mund mehr, obwohl die Jahre gar nicht allzu lange bin!«® uns liegen, da die Fuldaer noch mit der Stallateruc ül«»_ den Hof gingen und am Brunnen ihr Wasser holen muffte.® Was die Großstadt schon lange und mühelos besaß, das ko» auf dem Lande nur mit großen Opfern erreicht werden. Ä ist auch der Vorteil der allgemeinen städtischen ZentralheizW bisher ein Vorrecht der großen Städte gewesen. Nur da W bis jetzt an einen gemeinsamen Riesenkessèl im Mittelpriil! der Stadt sämtliche öffentlichen Gebäude, die Hotels und «W Häuser, aber auch ein großer Teil der Privat-, namentlich der größeren Mietsbäuser 'durch eine unserer Wasserleitung ältliche, unterirdische Rohranlage angeschlossen. Welch ein Ric- senvorteil gegenüber dem veralteten Ofensystem! Man zahl!, wie für Licht und Wasser, so auch für die Zentralheizung seinen Vertrag an die Stadt, wirb an die allgemeine Warm- wasserleitung angeschlossen und braucht bann in Zukunft nur den Hahn aufzudrehen, wenn man ein warmes Zimmer habe» will. Dann füllen sich die in dem betreffenden Raume aufgc- stellten Heizkörper. Daß diese Errungenschaft sich auch auf dB Lande u. vor allem in den mittleren Städten einbürgern wird M ist wie beim elektr. Licht u. der Wasserleitung nur eine Frage dck I "« Zeit. Um feststellen zu können, ob eine Warmwasserhetzar-Ml läge in unserer Stadt Aussicht auf Erfolg hat, wird Herr M genieur Dr. Sondermann aus Frankfurt a. M., der das dottWM Werk angelegt hat, heute abend um 8 Uhr in der HarmomcMd einen öffentlichen Vortrag halten. Interessenten, vor allemM auch aus privaten Kreisen, werden gebeten, sich pünktlich cmw1 zufinden. H
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DOI
SC hl
Motorradunfälle und kein Ende.
Den sich in letzter Zeit häufenden Motorradunfülle'iW meistens verursacht durch zu rasches Fahren, hat gestern abend gegen 8 Uhr ein neuer Fall angeschlosstnW Der in den 40er Fahren stehende Lagerist Friedrich WFl in der Wittichstraße wohnhaft, fuhr mit seinem Arast raW dicht hinter Lehnerz in einen vor ihm fahrenden mit beladenen Handwagen, den er wegen schlechter Beleucht""!!! nicht wahrgenommen hatte. Bei dem Zusgmmenstoß ■ P. gegen einen ^aum geschleudert und blieb bewußtlos E gen. Bei seiner Einlieferung ins Landkrankenhaus wur^ ein doppelter Schädelbruch festgestcllt. -
Der deutsche Schäferhund im Film. ,.
Die deutsche Hundezucht, die einen bedeutenden ~cl unseres Volksvcrmögcns ausmacht, nimmt einen imme größeren Aufschwung, jemehr der deutsche Staatsb"'.^ erkennen lernt, einen welch wertvollen Wirtschaftssaw ihm die Natur im Hunde an die Hand gegeben hat. . rum kann auch die Hundehaltung in unserem Vateria dem wirtschaftlichen Leben eine durchgreifende Hilfe sti - Der „Verein für deutsche Schäferhunde, SV., Sitz MuE/ e. V." hat mehrere lehrreiche Kulturfilme herausgebra^ die den wahren Wert einer unserer besten Gebraus Hunderassen allgemein verständlich zur Anschauung bri"» „ sollen. Die Ortsgruppe Fulda des SV. wird diese gelungenen Naturaufnahmen am nächsten Sonntags »
3. April, vormittags 11 Uhr im „Neuen Theater S öffentlichen Vorführung bringen. Der erste Teil ^eigt 1 ,.' die Aufzucht und Führung von „Rasse-Schäferhuntsi / dem sich als Folge die Ausbildung von Hunden der n „ daer Ortsgruppe auf ihrem Uebungsplatz „Sädt. Biel) anfchließen wird. Der zweite Teil behandelt den beut J Schäferhund als einen unentbehrlichen Gehilfen Landwirtschaft in seiner vielseitigen Verwendung o*5
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