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Me Besprechung einer sszialdemstratlschèn Jmer pellation wegen der Suspension des Roggenzoües und die Beratung des Etats des Reia-sernährungsministeriums wird dem Reichstag bereits Gelegenheit 311 einer Debatte über die Agrarzölle geben. Die Reichsregierung beab sichiigt, ihre Vorlagen über eine eventuelle Verlängerung der gesamten Zolltarifnovelle dem Reichstag so rechtzeitig zugehen zu lassen, daß ihm Zeit zu einer eingehenden Be­ratung bleibt.

Politische AunüschüLL.

Deutsches ReLck

Reichskanzler Marx bei Löbe.

Reichskanzler Marx stattete in Begleitung des Reichs- tagsabgeordneten Dr. med. Moses dem Reichstags- Präsidenten Löbe einen Besuch in der Klinik ab. Der Reichskanzler gab seiner Freude über den bisherigen guten Verlauf der Operation dem Präsidenten gegenüber Aus- druck und fügte die Hoffnung hinzu, den Präsidenten bald wieder in alter Frische und bei gutem Humor seines Amtes walten zu sehen. Präsident Löbe, über den Besuch des Reichskanzlers sichtlich erfreut, dankte dem Reichskanzler für seine Wünsche.

Besprechung der Justizminister der Länder.

Im Reichsjustizministerium traten die Justizminister der Länder, die von ihren Sachbearbeitern begleitet waren, zu einer Aussprache zusammen. In der Be­sprechung, die der.Reichsjustizminister Hergt leitete, wur­den insbesondere die wichtigsten Fragen der Straf­rechtsreform erörtert. Die Klärung der Anschauun­gen, die bei der gemeinsamen Beratung erzielt wurde, läßt erwarten, daß bèi der nahe bevorstehenden Verabschiedung des Strafgesetzentwurfes durch den Reichsrat ein erfreu­liches Einvernehmen mit der Reichsregierung erzielt wer­den wird. Mit besonderer Wärme wurde begrüßt, daß man dem Ziele der Rechiseinh eit mit Öster­reich auf diesem Gebiete n ä h e r r ü ck e. Der hohe Wert eines solchen Meinungsaustausches zwischen den Leitern der Justizverwaltungen des Reichs und der Län­der wurde allseitig anerkannt: es besteht die Absicht, möglichst häufig zu ähnlichen Aussprachen zusammen­zutreten.

Nordamerika

X Dawes als Präsidentschaftskandidat.Tiems" mel­det aus Washington: Vizepräsident Dawes hat durch sein Verhalten in der letzten Kongreßsitzung sein Ansehen und seine Volkstümlichkeit vermehrt. Die Zahl der­jenigen wächst, die meinen, wenn Coolidges Aufstellung als Präsidentschaftskandidat im Jahre 1928 nicht möglich sein sollte, so werde General Dawes für die Republi­kanische Partei ein annehmbarer Kandidat sein. Präsi­dent Cool'dge erklärte, die Gerüchte von einem Rücktritt des StaLtssekretärs Kellogg seien unbegründet.

Aus Zn- und Ausland.

Berlin. Die Spitzenvcrbändc der deutschen Industrie haben mit Rücksicht auf die in den letzten Jahren austretcn- den neuen Probleme der internationalen Wirtschaftsbezichmi- gen den Beitritt zur Internationalen Lau-, wirtschaftlichen Kommission und zur Internatio­nalen Konferenz der Landwirtschaftlichen Vereinigung voll-

Berlin. Reichsjustizminister Hergt hat in einem Schreiben an das Gericht den dringenden Wunsch ausgesprochen, ihn eidlich als Zeugen zu vernehmen, daß er von den alldeutschen Pulschabsichten keine Kenntnis gehabt hat.

Berlin. Tas Kammergerichl hat den Anspruch des frühe­ren Berliner Polizeipräsidenten von Jagow auf Wieder-^ Zahlung seiner Pension, die ihm wegen seiner führenden Teilnahme am Kapp-Putsch vom preußischen Innenminister gestrichen worden ist, a b g e l e h n t.

Dresden. Der Ministerpräsident hat den Professor des öffentlichen Rechts an der Universität Leipzig Dr. jur. Willi­bald Apelt zum Minister des Innern ernannt.

München. Die Besprechungen über die zwischen dem Zentrum und der Bäuerischen Volkspartei zu bildende Ar­beitsgemeinschaft sind soweit gediehen, daß sie spätestens zu Ostern abgeschlossen werden. Man samt damit rechnen, daß es bei der Arbeitsgemeinschaft nicht bleiben wird.

Madrid. Die Flieger Franco und Ruizalda lverden Friedrichshafen besuchen, um die dortigen Flugzeugwerke zu besichtigen, die für ihren im Herbst geplanten Weltflug ein Wasserflugzeug bauen werden.

Washington. Die mexikanische Botschaft hat die Erklä­rung abgegeben, daß die plötzliche Abreise des Botschafters Tevez nach her Stadt Mexiko aas privaten Gründen erfolgt sei.

Aas neue Kabel Veutschland-Amerika.

T e! e g r a m m w e ch s e l H i n d e n b u r gC 0 0 lidge.

Zum erstenmal wieder, feit am 4. August 1914 Eng­land die deutschen Kabel nach Amerika abschnitt, sind Deutschland und Amerika durch eine direkte Leitung vrr- bunden. Nach mehrwöchigem Probebetrieb wurde jetzt das Kabel EmdenAzorenRewyork in Betrieb ge­nommen und die ersten Telegramme, die über die neue Verbindung liefen, trugen Grüße und Glückwünsche der Oberhäupter beider Staaten hinüber und herüber. Reichs­präsident Hindenburg sowohl wie Präsident Coo­

lidge sprachen die Hoffnung aus, daß die neue Verbin­dung die gegenseitige Verständigung und das gute Ein­vernehmen zwischen beiden Ländern fördern wird.

Anläßlich der Einweihung des Kabels hatten sich zahl­reiche Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, die her­vorragendsten Führer auf dem Gebiete der theoretischen imd angewendeten Fernmeldetechnik, Männer der In­dustrie und des Handels zu einem Festakt vereint, uni die Inbetriebnahme der direkten Kabelverbindung zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten festlich zu be­gehen. Reichspostminister Dr. Schätzel übergab hierbei das Kabel dem öffentlichen Dienst, indem er den Wunsch aussprach, daß es die friedliche Entwicklung der V'ölker- beziehungen fördern möge. Rach einer Rede der amerika­nischen Botschafters Schur m a n , der ebenfalls zum Ausdruck brachte, daß das Kabel nicht nur ein wirksames Werkzeug des Handels und des Verkehrs werden, sondern auch für das deutsche und für das amerikanische Volk ein höheres Organ des gegenseitigen Verstehens und der Hochschätzung ves Friedens und des guten Willens fein möae, fand die Feier ihren Ab- schluß.

WeemlsMe G^rGeiGtstt»

Amtliche Gtvßhandelsindexzifser.

Berlin. Die auf den Stichtag des 2. März berechnen Großhandelszifter des Statistischen Reicbsnmls beträgt 133,6 und hat gegenüber der Vorwoche um 0,1 % ungezogen. Die Indexziffer der Agrarstoffe ist um 0,6 % auf 137,6 tutücOu gangen. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Haib waren ist um 0,5 % auf 130,6 gestiegen. Die Indexziffer de industriellen Fertigwaren bat sich bei anziehenden Preisen fn Textilwaren um 0,1 % auf 141,7 erhöht. Im MonalSdurö schnitt Februar ist die Gefamtindexziffer gegenüber dem Vw Monat um 0,2 % auf 135,6 zurüchMangen. Die Jndexzifft der Agrarstosfe ist gleichzeitig um 0,9 " auf 139,1 gesunken. D Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren ist da gegen um 0,4 " auf 129 gestiegen, während die industriellen Fertigwaren mit 111,6 unverändert blieben.

Die Last der DaVes-Zahlungen.

New York. Das AGxandcr Hamilton Institut gibt in einer Erklärung das nmerikan'schc Nationalvermögen mit 90 Milliarden Dollar an In der Erklärung heißt cs weiter, Deutschland beginne, gegen die DüwrS Zahlungen zu protestie­ren. Frankreichs Fähigkeit, sc mm Verpflichtungen gegenüber England und Amerika undt^ulommcn, hänge teilweise von den deutschen Dawes Zahlungen ab, die Frankreichs Schuld vüllia sicherstellten. Aber Londoner und Pariser Wirtschaftler sprächen heute offen aus, daß ihrer Anftellt nach Deutschland seinen Ber pflichtuygen nicht voll unchknmmcu könne, wenn cs nicht ir jedem Jahr in Amerika Anleihen nusnehmc.

Polizeiliche Abmeldung von NeichSwehrrckrutcu.

Berlin. Das Rcichswcbrministctium hat sich an das Reichsinucnministcrmm mit dem Ersuchen gewandt, die Landeszenlralpolizcibehörden anzuweisen, daß polizeiliche Ab­meldungen von Personen. Vic in die Reichswehr eintreten wollen, erst dann angenommen werden. wenn eine Bescheini­gung über die tatsächlich erfolgte Einstellung des Betreffenden in einen bestimmten Truppenteil vorliegt.

KaVs und Engkler begnadigt.

Berlin. Tic ehemaligen Polizciwnchtineister KawS ur' Engeler, die im Juli 1924 vom Schwurgericht Stettin wege; Ermordung des belgischen Leutnants Grafs zum Tode ver­urteilt worden waren, sind vom Preußischen Staatsministerium zu je zehn Jahren Gefängnis begnadigt worden. Die erlittene Untersuchungshaft ist ihnen voll angcrechnct worden.

Die Wechselfälschungen in Brühl.

Mannheim. Wie man zu den Wechselfälschungen bei der Spar- und Tarlehnèkassc Brühl erfährt, ist auch der Kaufmann Hermann, Mitinhaber des Geschäftes Brcilnig u. Hermann, verhaftet worden. Die Spar- und Darlchnskassc hat an die in Konkurs geratene Gemischtwarenhandlung Breunig u. Her­mann Forderungen in Höhe von 85 000 Mark erhoben.

Schwere Bluttat.

Essen. Der 22 Jahre alte Konrad Göppkens erschoß sehr 19jährige Braut und verletzte sich selbst durch zwei Schüsse schwer. Das Motiv zur Tat soll angeblich verschmähte Liebe sein.

Argentinien und Deutschland.

Bremen. Die Studiengescllschast argentinischer Wissen schaftler, die seit Mitte Januar eine Rundreise durch Deutsch­land und Dcutschöstcrrcrch unternommen hat, schiffte sich auf dem LlovddampferMadrid" wieder zur Rückkehr nach Buenos Aktes ein. Für die Festigung der guten Beziehungen zwischen Argentinien und Deutschland ist diese Reise augenscheinlich von nicht zu unterschätzender Bedeutung gewesen.

Unregelmäßigkeiten bei einer Versicherungsanstalt.

Breslau. Die Angriffe gegen das VcrsichcrungsmUcr- nebmenSelbsthilfe" und gegen dessen Direktor, den Landesrm Krüger, haben zu einer amtlichen Nachprüfung der Beziehungen zwischen derSelbsthilfe" und derProvinzial-Haftpflicht- und Lebensversicherung" geführt Die Untersuchungen haben das Ergebnis gehabt, daß die zuständige Aufsichtsinstanz dem Landesrat Krüger feit einiger Zeit das Betreten der Räume der Provinzial-Hastpflichi- und Lebensversicherung untersagt bat. Wie die Schlesische Volkszeitig zuverlässig erfährt, bat STTilger Witinüntrff wer fache seines Gehalts bezogen.

Hochwasser der Weichsel.

Danzig. Durch das rasche Auftauen des Schnees führen die oberen Nebenflüsse der Weichsel starkes Hochwasser. Einige von ihnen sind über die Ufer getreten und haben viele Stege und kleinere Brücken fortgcriffeu. Bei Krakau (Frcistaatsgebiet) ist die Weichsel im Laufe einer Nacht um mehr als 85 Zenti­meter gestiegen, im Oberlauf sogar um mehr als einen Meter. Zuletzt war der Wasserstand etwas gesunken, so daß eine un­mittelbare Überschwemmungsgefahr des Oberlaufes nicht besteht. Der Pegel bei Thorn wies in den letzten Tagen einen Stand von 0,80 über normal auf. Auch im Unterlaufe ist die Weichsel im Steigen begriffen.

Tie Waffcnfunde im Wiener Arsenal.

Wien. Das Arsenal ist von Mitgliedern des Republikani­schen Schutzbundes besetzt worden. Im Arsenal selbst wie in anderen Teilen von Wien wurden die Schubbundorganisatio- nen mit dem Gerücht alarmiert, daß die Polizei aufs neue Waffen im Arsenal beschlagnahmen wolle. Außerdem wurde das Gerücht verbreitet, daß rechtsstehende Wehrorganisationcn zum Putsch gegen Wien marschierten. Daraufhin wurden ver­schiedene Gebäude des Arsenals von etwa 300 Mitgliedern des Republikanischen Schutzbundes, die im Arsenal selbst als Arbeiter wohnen, besetzt. Wie sich übersehen läßt, ist der Alarm durch falsche Gerüchte verursacht worden. Zu Zusammen­rottungen von Mitgliedern rechtsstehender Organisationen ist cs in Wien oder außerhalb der Stadt nicht gekommen.

Rücktritt des Berliner Holländischen Gesandten.

Amsterdam. Wie verlautet, beabsichtigt der holländische Gesandte in Berlin, Gebers, mit Rücksicht auf sein hohes Alter aus dem diplomatischen Dienst zu scheiden.

Russische Schissskäufe in Deutschland?

Riga. Aus Moskau wird gemeldet, daß die Sowjet- regierung vier weitere Schiffe in Deutschland gekauft habe. Die Schiffe sind für den Verkehr zwischen LeningradHam­burg und LeningradSchwarzes Meer bestimmt. Die Ver­handlungen über weitere Ankäufe von Schiffen in Deutschland sind im Gan^e.

Auffindung dcss vermißten uruguayischen Flugzeuges.

Paris. Aus Casablanca und Agadir wird gemeldet, daß die Trümmer des WasserflugzeugesUruguay" aufgefunben worden sind. Die Besatzung eines von Dakar auf dem Rück­wege nach Frankreich begriffenen Flugzeuges bemerkte 100 Kilometer nördlich von Kap Jupy, 30 Kilometer landeinwärts in der Nähe eines kleinen Flusses die Überreste des Flugzeuges Uruguay". Das französische Flugzeug ging bis auf fünf Meter hinunter und konnte feststellen, daß der Motor etwa 50 Meter vom Rumpfe des Apparats entfernt lag. Es scheint, daß die uruguayischen Flieger eine Panne halten, gelandet sind und, als sie am Strande Unterkommen suchten, auf einer Sandbank des Flusses, auf dem sie gelandet waren, kenterten. Von der Bemannung des uruguayischen Flugzeuges fehlt jede Spur.

Aus Heffen-Raffau und Aachbargebieten.

Merkblatt für ben 8. März. Sonnenaufgang 63 Mondaufgang' 8 V. Sonnenuntergang 518 ji Monduntergang -.

1917 Ferdinand Graf von Zeppelin gest.

Nicht das macht frei, daß wir nichts über uns aner­kennen wollen, sondern eben, daß wir etwas verehren, das über uns ist. Goethe.

Wetterbericht.

Der Wirbel über der Nordsee hat in unserem Gebiet verbreitete Niederschläge gebracht. Es werden noch ein­zelne Regenschauer folgen, die im Laufe des morgigen

Tages allmählich Nachlassen Dec Druck wird weiter arid steigen und die Bewölkung avnehtnen. Vorhersage bis Montag abend: Wechselnde Bewölkung, noch einzelne Regenschauer, Temperaturen wenig geändert^ westliche Winde. Witterungsnussichten bis Dienstag: Langsame weitere Besserung.

Deutsche Schneiderarbeit im Urteil des Auslandes.

Es ist noch nicht allzulange her, daß man auch in auf­geklärten Kreisen die Meinung hegte, alles was an Mode und Form in Bekleidungssragen zum guten Ton gehöre, müsse unbedingt aus dem Ausland, aus Paris oder Lon­don, stammen. Dem Kenner der Verhältnisse war es längst nicht mehr verborgen, daß diese Meinung keines­wegs zutreffe. Es ist recht erfreulich, da das deutsche Be­kleidungsgewerbe auch vom Auslands die Bestätigung er­halten hat, daß man dort mit Erstaunen und Bewunde­rung die Bemühungen und Erfolge des deutschen Maß­schneidergewerbes auf dem Gebiete des Modeschaffens an­erkennt. Wenn auch immer noch die Hereinnahme quali­tativ hochwertiger Stoffe und Verarbeitungsmaterialien aus dem Ausland eine große Rolle in der deutschen Wirt­schaftsbilanz spielt, so haben sich die deutschen Schneider­gewerbe doch darauf besonnen, daß eine große Kultur­nation wie die deutsche auch in Bekleidungssragen eigene Ansichten entwickeln müsse, und daß man bei einigem guten Willen auch gangbare Wege finde, um dem inter­nationalen Charakter der Mode in Deutschland minde­stens einige typische deutsche Züge hinzuzufügen. Nachdem durch den unglücklichen Ausgang des Krieges die führende Rolle der Wiener Modegewerbe eine starke Beeinträchti­gung erlitten hatte, stand das reichsdeutsche Schneiderge­werbe vor der Aufgabe, auf diesem Gebiete bahnbrechend | voranzugehen. Es muß gesagt werden, daß das deutsche I Schneidergewerbe die ihm zugefallene Aufgabe nicht nur erkannt, sondern auch mit aller Energie zu lösen versucht hat. Wir finden diese Behauptung bestätigt in der aus­ländischen Fachpresse und sogar in den Tageszeitungen derjenigen europäischen Nationen, die auf dem Gebiete der Modeschöpfung noch vor einem Jahrzehnt an der Spitze standen.

Flugverkehr anläßlich der Leipziger Messe. Wie die Deutsche Lufthansa mitteilt, werden anläßlich der Leipziger Messe in der Zeit vom 7.12. März ans der Strecke BerlinLeipzigMünchen in beiden Richtungen mehr­motorige Großflrigzenge eingesetzt werden. Der Verkchrs- Plan ist folgender: Berlin ab 10.40, Leipzig an 11.55, Leipzig ab 12.10, Nürnberg Furth an 14.10, Nürnberg Fürth ab 14.30, München an 15.50. Entgegenge setzt- München ab 9.50, Nnrnberg-Fürlh an 11.10, Nürnberg- Fürth ab 11.30, Leipzig an 13.30, Leipzig ab 13.45, Berlin an 15.00 Uhr.

Paketverlehr zwischen Deutschland und Österreich. Im Verkehr mit Österreich lverden von jetzt an auch drin­gende Pakete über 10 Kilogramm, und zwar bis zum Meistgewicht von 20 Kilogramm zugelassen. Die Gebühr für dringende Pakete nach Österreich betrügt: auf dem unmittelbaren Weg über 10 bis 15 Kilogramm 7,20 Mark, über 15 bis 20 Kilogramm 9,30 Mark, auf dem Wege über die Tschechoslowakei über 10 bis 15 Kilogramm

9,30 Mark, über 15 bis 20 Kilogramm 12,15 Mark.

Fu!da» den 7. Mürz 1927.

Etatsvorbcratungen des Landesausschusscs.

Die Landesverwaltung (Landeshaupimann in Hessen) iez/i

Ueber die weiterhin auf den außerordentlichen Voranschlag 1927 (Anleihemittel) zu nehmenden Beträge kam der Lllndcs- ausschuß zu folgendem Ergebnis:

1. Der Staat verlangte bei den von ihm eingeleiteken Not­standsaktionen für die Unwetterkatastrophen in den Jahren 19241926, daß sich auch der Bezirksverband in gleicher Höhe wie der Staat an diesen Maßnahmen beteilige. Diesem Ver­langen entsprach auch der Kommunallundtag, da cs sich bei diesen Unwetterschäden um ganz besondere Äusnahmefälle, in denen die Existenz der Betroffenen bedroht war, handelte. Jn- folgdessen mußten vom Bezirksverband nicht weniger als 933 687 Mark aufgewandt werden, von denen der größte Teil als verlorener Zuschuß und nur der Betrag von 251 720 RMk. als Darlehn gegeben werden konnte. Da es sich hier um eine ausgesprochene Ausnahmemaßnahme handelt, wurde der erfor­derliche Restbetrag von 433 687 RMk. entsprechend dem Ver­fahren in den Jahren 19251926 in dem außerordentlichen Voranschlag für 1927 auf Anleihemittel genommen

2. Der Zustand der Landstraßen, die besonders in diesem Winter sehr stark gelitten haben, macht es dringend erforder­lich, daß das bereits im Vorjahr ausgestellte Straßenbaupro­gramm weiter fortgeführt wird. Man beabsichtigt, diejenigen Landstraßenftrecken, die dem stärksten Verkehr ausgesetzt sind, allmählich mit Kleinpflaster zu versehen. Außer der im außer­ordentlichen Voranschlag für 1926 eingestellten Million hatte der Landesausschuß bereits vorbehaltlich der Zustimmung des Kommunallandtages eine weitere Million vor einigen Mona­ten bewilligt, um damit der Anregung der Reichsregierung zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit entsprechen zu können. Da­für hat die Reichsregierung für 3 Jahre einen Zinszuschuß in Aussicht gestellt. Außer dieser 2. Million wird nunmehr die Bewilligung zur Aufnahme einer 3. Million erbeten.

Der Anleihedienst für diese Aufwendungen muß aus einem wesentlichen Teil des Aufkommens der Kraftfahrzeugsteuer ge­deckt werden. Die Verwaltung wird in der Lage' fein, mit einer Million etwa 22 km. Landesstraße mit Steinpflaster zu versehen.

3. Der Staat hat für den Regierungsbezirk Kassel für 1927 eine Summe von 315 000 RMk. für Hochwasserschutzmaßnahmen, Eindeichungen, Flußregulierungen, Wasserleitungen aus An­leihemitteln vorgesehen, um die Hochwassergefahren zu ver­ringern. Er verlangt, daß sich der Bezirksverband in gleicher Höhe beteiligt. Wenn auch bei einem Teil der Aufwendungen in Höhe von 65 000 RM. noch gewisse Bedenken bestanden, die noch der Klärung bedürfen, so glaubt der Landesausschuß doch, die Einstellung dieser Biittel in Aussicht nehmen zu müssen.

4. Für die Jubiläumsspende bei der Universität Marburg wurde die dritte und letzte Rate mit 100 000 RM. entsprechend dem Beschluß des Kommunallandtages eingestellt.

5. Zu den Kosten der im Sommer 1927 anläßlich des ISO- jährigen Bestehens der Kasseler Kunstakademie staltfindendcn Jubiläumskunstausstellung und als 1. Beitragsrate zu bat Kosten der außerordentlichen Wiederherstellungsarbeiten bee Naturalienmuseums in Kassel wurden je 15 000 RM. vorge­sehen. Der Ausbau und die Einrichtung des Mädchenheims Lahneck in Buchenau macht die Summe von 60 000 NMk. not­wendig. Zum Ausbau des Flughafens in Waldau wird als 2. Rate der Betrag von 68 500 RMk. angefordert.

Wichtig für Kleinrentner.

Am Mittwoch, den 9. Mürz 1927 vormittags 911 Uhr wird an der städt. Wphlsahrtskasse die Unterstützung für den Monat März 1927 an die hilfsbedürftigen Kleinrent­ner der Stadt Fulda ausgezahlt. Die angegebene Zeit wolle genau innegehalten werden.

Der gestrige Hutzelsonntag

stand wetterlich im Zeichen des Monats April. Regen­schauer und Sonnenschein wechselten miteinander ab, sodaß für ausgedehnte Spaziergänge wenig Gelegenheit war,