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wurde niemand verletzt. Die Ursache ist in dein Umstand zu suchen, daß sich unter dem zur Füllung des Ofens gelangenden Eisen eine etwa 60 cm lange Fliegerbombe befand, die derart verrostet war, daß sie von den -arbeit fern als Rundcisenstück angesehen wurde. Einem zerkler- nerungsversuch widerstand das Geschoß und Wurde daher senkrecht in Len Ofen gesteckt, L. h. mit dem Geschoßboden nach unten. Diesem Umstand ist es allein zu danken, daß sich die Entladung nicht seitwärts, sondern nach oben und unten entwickelte.

Frankfurt «. M., 18. Jan. Wer Zentralflug- Hafen Frankfurt a. M.) Frankfurt a M. nahm unter den wenigen innerdeutschen Hauptverkehrsknotew- punkten des europäischen Flugverkehrs, von denen auch fast jeder Sitz einer regionalen Luftverkehrsgesellschaft im Rahmen derDeutschen Lufthansa" ist, bisher schon eme hervorragende Stellung ein. Mit der Freigabe der Luft­fahrt innerhalb der besetzten Gebiete kommt aber der Ak^ tionsradius des Frankfurter Zentralflughafens in ftmem ganzen Umfange erst voll zur Geltung, da der am Ranee des besetzten Gebietes gelegene Flugplatz bisher gegen Westen für den Flugverkehr vollkommen abgeschlossen war. ^n enger Zusammenarbeit mit derRheinischen Luftver­kehrsgesellschaft Köln" wird im Einvernehmen mit der Rheinlandkommission seitens derEudwestdeutichen Luft­verkehrs A.-G. Frankfurt a. M." der Durchdringung der be­setzten Gebiete mit günstigen Fluglinien de,andere Aus- merksamkeil gewidmet. Der etwa 110 ha. große Flugplatz im Westen der Stadt, als einer der größten und modern eingerichtetsten Flughäfen Deutschlands, wird mehr und mehr zum Gemeinschaftsflughasen für die nahegelegenen und zusammengewachsenen Städte des Rheln-Main-Geble- tcs und gibt ihnen darüber hinaus Anschluß an die großen transeuropäischen und innerdeutschen Verkehrslinien des internationalen Luftverkehrs. Im nächsten vommerfabr- plan wird schon eine wesentliche Scheidung in Schnell flug- Mnien und Personenflugstrecken erfolgen, wobei zur erstere naturgemäß wie bei dem Eisenbahnverkehr nur auf weite Entfernungen, lediglich zwischen den Großstädten ersten Ranges, Zwischenlandungen erfolgen können.

Frankfurt o. M., 18. Jan. (30 000 M a r k g e f u n d e n.). Ein Viehhändler aus Württemberg, der in der vorigen Woche den hiesigen Viehmarkt besuchte, verlor in der Nähe bes Frankfurter Hauptbahnhofs ein Paket mit 30 000 oft Bargeld. Ein Eisenbahnarbeiter fand dieses Paket und brachte es dem Eigentümer zurück. Hoffentlich hat er auch den ihm zustehenden 10prozentigen Finderlohn erhalten.

Frankfurt a. M 18. Januar. (20 Personen vom nassen Tod gerettet) Im jüngsten Frankfurter Vorort konnte die dortige Ortsgruppe der Deutschen Lebensr^- tungsgesilllschasi vor einigen Tagen drei Schwimmer auszeich­nen, die im abgelaufenen Jahre insgesamt 20 Personen vom Tode des Ertrinkens retten konnten. Es handelt sich um die Herren Heinrich Oestreich, der elfmal sein Leben aufs Spiel setzte, um Ertrinkende zu retten, den 22jährigen Fritz Stroh, der achtmal erfolgreich gegen den nassen Tod rümpfte und den Kriegsbeschädigten August Claß, der, trotzdem er nur einen Arm hat, ebenfalls ein Menschenleben rettete. Den drei ver­dienten Lebensrettern wurde als vorläufige Auszeichnung das bekannte BildGerettet" von Brütt verliehen. Außerdem sollen ihre Namen zur weiteren Auszeichnung beim Ministe­rium eingereicht werden.

Darmstandt, 18. Jan. (Akademische Ehrung.) Rektor und Senat der Technischen Hochschule Darmstadt haben auf einstimmigen Antrag der Abteilung für Ma­schinenbau den Generaldirektor Paul, Thomas in Düssel­dorf in Anerkennung seiner Verdienste um die Entwick­lung der Preß- und Walzwerke in Reishols und des Ober- Bilker Stahlwerkes und ihrer Arbeitsverfahren die Würde eines Dr. ing. e. h. verliehen.

Obersteiu, 17. Ian. (Der verkannte Raub­mörder.) In einer Stadt im Hunsrück trug sich kürz­lich folgende humorvolle Geschichte zu. Eine den Nacht­dienst versehende Telefonbeamtin bemerkte gegen 4 Uhr morgens das Aufflackern einer sonst wenig benutzten Num­mer. Sie schaltete ein, und aus dem Apparat tönte ihr ein fürchterliches Stöhnen und Aechzen entgegen, so wie man es bei einem Sterbenden wahrnimmt. Die zur Hilfe gerufene Aufsichtsbeamtin machte die gleiche Wahrneh­mung und meldete den Vorfall der Hauptpolizeiwache mit dem Bemerken, daß sich auf der Nummer soundso ein Ster­bender gemeldet habe, der anscheinend einem schweren Ver­brechen zum Opfer gefallen sein müsse. Eine Anzahl Po­lizeibeamter machte sich sogleich in einem Auto auf den Weg zu dem Tatort und drang nach mehrmaligem vergeb­lichem Klopfen mit entsichertem Revolver in das Tele­phonzimmer ein, wo sich den Beamten ein überraschender, geradezu humoristischer Anblick bot. Von dem Telephon­apparat lag, mit der Schnauze im Hörloch und den Hörer mit beiden Pfoten umklammernd, der stattliche Hauskater und schnarchte aus Leibeskräften in den Apparat hinein. Aus der Ferne hatte das Telephonfräulein die Kater­schnarchtöne als Stöhnen eines Sterbenden gehalten. Die Polizei zog schließlich wieder schmunzelnd ab.

Darmstadt, 16. Jan. (Die Fliegerbombe im Eießofen.) In der Eisengießerei Reinhard und Co. am Weiterstädter Weg kam es dieser Tage zu einer Explo­sion, die glücklicherweise neben Materialschaden keinerlei Verletzungen von Personen brachte. Während etwa 14 Arbeiter ihre Arbeit verrichteten, erfolgte plötzlich eine gewaltige Detonation, deren Wirkung sich noch oben und nach unten auswirkte. In den unteren Eietzraum,wurde flüssiges Eisen, sowie ungeschmolzene Teile der Ofenfüllung geschleudert, während nach oben aus dem Ofenschlund, der das Dach überragt, ein Hagel von Eisenbrocken, Koks und Asche geschleudert wurde. Zum Erstaunen der Arbeiter

Turnen, Sport und (Spiel.

Hauptversammlung der Turngemeinde 1848

Wie schon durch Anzeige bekannt gemacht, findet die Hauptversammlung der Turngemeinde 1848 am 29. Ianu- ar, abends 8^ Uhr imParkhotel" statt.

Sp. Zwischen der Deutschen Turnerschaft und einzelnen SpvrtverbSnden haben bereits um die Weihnachtszeit in Berlin Besprechungen stattgefunden, die einem all­gemeinen Gedankenaustausch mit dem Ziel einer Ver­ständigung dienten.

Sp. Der Sachsenslug 1927 wird von der Sachsengruppe des Deutschen Lustfahrtverbandes vom 30. August bis 5. September (anläßlich der Leipziger Herbstmesse) ver­anstaltet. Zweck des Wettbewerbs ist die Förderung des Baues von Klein- und Sportflugzeugen und die Er­probung solcher Flugzeuge für den Nachwuchs unserer Flieger und zur sportlichen Betätigung der Vereine des Deutschen Luftfahrtverbandes.

Sp. Schmeling, Prenzel, Herse kämpfen am konunen- bcn' Sonntag in Breslau, und zwar Schmeling gegen den belgischen Schwergewichtler Wilms, Prenzel gegen den Belgier Briscot, Herse gegen Marvcy-Belgien.

Sp. Die Niederlage Charltons gegen Takaishi im 220= Bards-Freiftilschwimmen war das bemerkenswertcste_Er- gcünis der Schwimmeisterschaftskämpse von Reu-^uo- Wales; der Japaner stellte dabei mit der Zeit 2 :1 < einen neuen austral-asiatischen Rekord auf.

Sn. Die Schnceschuhmeistcrschast von Schwaben ge­langt am 22. und 23. Januar in Degenfeld im Rahmen des" 16. Bundcswettlaufes des Schwäbischen Schnee- fchuhbundcs zur Entscheidung.

rouani-LorenzSiegerimSechstageMnen 3614 Kilometer zurückgelegt.

Die Mannschaft TonaniLorenz gewann mit 170 Punkten und zwei Runden Vorsprung das 18. Berliner Sechstagerennen. Zwei Runden zurück: Thollembeca Buschenhagen 356 Punkte, KochRielens 291 fünfte, WambstLacauebave 207 Punkte. Drei Runden zurück.

Wie üblich, waren vor der Spurtstuude die am weitesten zurückliegenden Mannschaften aus dem Rennen gezogen worden. Die Spurtstunde selbst brachte die üblichen Punktjagden und Überrundungsversuche, bei denen jedoch nur RauschHürtgen erfolgreich sein konnten. TonaniLorenz waren lediglich daraus bedacht, die Ausreißer zu halten. Die Siener wurden bei ihrer

Ehrenrunde vom Publikum sehr lebhaft gefeiert. Sie legten in den 145 Stunden insgesamt 3 614, 580 Kilometer zurück.

Ein Teil des Publikums war mit dem Ergebnis un- Zufrieden und machte seinem Unwillen durch laute Ruse Schiebung" Luft. Von der gesamten Berliner Tages- presse wird das Sechstagerennen als sportlich so gut wie wertlos bezeichnet. Zweck hätte es nur für die Reklame der Fahrradfabriken gehabt. Unser Bild zeigt rechts

Tonani, links Loren?..

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Stenographie, Maschinenschreiben, Rundschrift Buchführung, Briefwechsel, Wechsellehre usw.

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Geschäfts-Verlegung!

Meiner werfen Kundschaft zur gefl. Kenntnis, da& ich ab heute meine Geschäftsräume von Mittelsfrabe 33 nach

Am LandkrankeRhaos 7

(früher Kalbs Kaffeerösterei) verlegt habe.

Das seither geschenkte Vertrauen bitte ich mir auch weiter zu bewahren.

FULDA, den 18. Januar 1927.

Mols Keeb, Fulda

Eisenwaren-Handlung.

Telefon 20.

Priv. MelsscMe

A. Schlitzer, Fulda,

Sturmiusstrasse 1

Gegründet 1905.

Vereinskalender.

Reichsverband der evangel. Jungmännerbündc Deutschlands.

Die Reichsleitung des obengenannten Verbandes ist nach Kassel-Wilhelmshöhe, Schweizerhaus, verlegt worden. Alle Zuschriften sind an diese neue Anschrift zu leiten.

Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, Ortsgruppe «yulba. Freitag, den 21. ds. Mts. abends 8,30 Uhr Pflichtabend int Parkhötel.

B

Geschäftliches.

Unsere Emden."

Ab Samstag kommt imNeuen Theater" der FilmUnsere Emden" zur Ausführung, in dem die Heldentaten des deutschen Kreuzerkrieges ihre Darstellung finden. Ueber den Inhalt sei, geschrieben während der Eniftehungszcit des Filmes, nach­stehendes wiedergegeben:

Die Emelka dreht derzeit in Schwabing die Innenaufnah­men zu ihremEmden-Film" und dazu kamen außer verschie­denen namhaften Schauspielern auch der erste Offizier der historischenEmden", Kapitünleutnanl von Mucke, Korvetten­kapitän Wihhoeft, und der Prisenoffizier Kapitanleutnant Lau­terbach. Die Geschichte derEmden" dürfte selbst zcnen nicht ganz unbekannt sein, die sonst in den Jrrpfaden der Geschichte wenig Bescheid wissen. DieEmden", ein kleiner deutscher Kreuzer, versenkte unter Fregattenkapitän von Müller 34 eng­lische, 10 französische und 7 japanische Handelsschiffe und wurde im November 1914 durch feindliche Uebermacht bei den Kokos­inseln vernichtet, Kapitän von Müller geriet in englische Ge­fangenschaft. Einem Teil der Besatzung unter Kommando des Kapitänleutnants von Mücke gelang es zu entkommen. Dieses Häuflein bemächtigte sich des kleinen SchonersAyesha und gelangte nach abenteuerlichem Zug glücklich nach Konstanti­nopel, wo die Besatzung von den verbündeten Türken mit gro­ßen Ehren empfangen wurde.

Was dem Film seinen besonderen Wert verleiht, ist die persönliche Mitwirkung einer Anzahl der historischen Persön­lichkeiten (Kapitän von Müller starb leider schon 1921), die, wie auch alle Mitwirkenden von der alten Emden-Mannschaft, an den Stellen stehen werden, die sie auf der Kriegsfahrt ein­genommen haben. Das Manuskript verfaßte Kapitänleutnant Egon von Werner, als Quelle diente das Admiralsstabswerk, Kreuzerkrieg, Band 2 von Kapitän z. S. Dr. h. c. Raeder und Vizeadmiral Dr. h. c. von Mantey. Mit der Regie wurde Louis Ralph betraut, der auch den Fregattenkapitän Karl von Müller spielt.

Die Außenaufnahmen sind längst beendet. Was wir sahen, war der Rest der Innenaufnahmen: eine Kriegsberatung in der Offiziersmesse derEmden", Aufnahmen in der Kabine des Fregattenkapitäns von Müller usw. Eine Kopie des Heiz- raumcs derEmden" ist der Vollendung nahe.

Die drei mitwirkenden Offiziere derEmden", von Mücke, Witzhoeft und Lauterbach, erwarben sich durch ihr schlichtes We­sen rasch die Sympathien aller Anwesenden. Es liegt ihnen alle Heldenpose gänzlich fern, die man leider oft anKriegs­teilnehmern" findet, die nix auch nur auf Meilenlänge an ir­gend eine Kampffront herangekommen sind. Der dicke Prisen- offizier Lauterbach erzählt schmunzelnd, daß ihn: im Bavüria- Atelier etwas widerfahren sei, was ihm nie im Leben passiert sei: er sei--geschminkt worden. Gegen Spätnachmittag kam atemlos ein in München wohnender Matrose derEmden" in das Atelier gestürzt, der extra nach Schwabing gefahren war, um seine alten Offiziere zu sehen, von deren Anwesenheit er durch einen Zufall gehört hatte.

Der Film wird einen unvergleichlichen Siegeszug durch Deutschland antreten, nicht weil er irgendeine Tendenz hat, die ihm vollkommen fehlt, sondern weil er filmisch und künst­lerisch im Manuskript, Regie, Photographie und Darstellung eine ungewöhnliche, Begeisterung entfachende Leistung, darftellt.

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Vier Runden zurück:

Punkte.

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RauschHürtgen 91 Punkte.

Kirchliche MchrLchim

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Israelitischer Gottesdienst. eM'^ 22.

8 30, nachm. 3.30, Sabbatausgang 5.50.

Wochengottesdienst: Morgens 7, Nachm. 4.30, alos. 5.50.

Amtlicher Teil.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Krei­ses, die mit der Einreichung der Hebelisten, sowie der Ein­zahlung der Steuer noch im Rückstände sind, werden hieran mit Stößiger Frist erinnert.

Fulda, den 18. Januar 1927.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses. I. A.: Scholz,

Biehseuchennachrichten.

Erloschen ist die Maul- und Klauenseuche in Angersbach, Hessisches Kreisamt Lauterbach.

A u s g e b r o ch e n ist die Maul- und Klauenseuche in Hutzdorf, Hessisches Kreisamt Lauterbach.

Die heutige Nummer umfaßt 6 Seiten.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr rer. pol. Karl K r ö m m e l b e i n-Fulda.

Verantwortlich für den Anzeigenteil:

Otto Schneider -Fulda

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