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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zul-a- unö Haunetal »ZulLaer Kreisblatt

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Nr. 294 1926

Fulda, Dienstag, 21. Dezember

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Oberst von Kleist ist zum Nachfolger Herrn von Bergs als Generalbevollmächtigter der Vermögensverwaltung des Hohenzollernhauses ernannt worden.

* Der Litauische Rumpslandtag wählte an Stelle des zurück­getretenen Präsidenten, Dr. Grinius, zum Staatspräsidenten den Führer des Umsturzes, Professor Smetona.

* Ein amerikanisches Blatt bringt sensationelle Enthüllun­gen über die Mißwirtschaft in der Verwaltung der beschlag- nahmten deutschen Vermögen in Amerika.

* Beim Durchbrechen eines schweren Wasserkessels durch die verschiedenen Stockwerke eines Hauses in Philadelphia wurden 22 Menschen verschüttet, von denen 8 schwerverletzt geborgen werden konnten.

Tie Wirren an unserer Ostgrenze.

Die überraschenden Ereignisse in Litauen, also! unmittelbar jenseits der deutschen Grenze, haben nichts bloß ihre innenpolitische Bedeutung, sondern können! auch Stoss zu einem außenpolitischen Zwist abgeben.' Ganz durchsichtig sind die näheren Gründe des Putsches; ebensowenig Ivie etwa eine Sicherheit dafür besteht, ob, sich die frühere Rechtsherrschaft in Litauen mit Hilfe' des Militärs nun auch wirklich überall durchsetzen ivirb; die in Litauen sehr radikale Sozialdemokratie, vor allein aber die dortigen Kommunisten scheinen einen nicht ganz erfolglosen Widerstand organisiert zu haben, kurzum, der Bürgerkrieg ist im vollen Gange.

Die bisher siegreichen Militärs erregen nun natürlich bei dem Nachbarstaat Polen allergrößte, zum mindesten aber sehr gut gespielte Sorgen. Ist es doch die bisher immer noch ungelöste W i l n a s r a g e, die zwischen den beiden Ländern steht, jene polnische Eroberung also, die mitten im Frieden vor sich ging, trotzdem aber die spätere Billigung des Völkerbundes fand. Litauen hat nie aufgehÄrt, gegen die internationale Rechtsgültigkeit dieses ihres Friedensbruches und nach dieser Eroberung,

Dir Dinge liegt» ganz eigenartig: es wäre für Pole N das Allererwünschteste, unter irgendeinen! Vor­wand in Litauen einmarschieren zu können. Vorwände hierfür sind ja immer billig und leicht zu beschaffen. Polens Wünsche gehen nämlich schon lange dahin, durch eine Verschmelzung Litauens mit Polen nun auch nörd­lich des deutschen Ostpreußens zum Meere zu gelangen und so Ostpreußen von drei Seiten zu umfassen und in die Zange zu nehmen. Wir haben gegen den Einbruch der Litauer in das M e m c l g e b t e t zwar pro­testiert, diesen Bruch des Versailler Friedens aber schließ­lich doch anerkannt. Die Deutschen im Feindgebiet unterliegen einer rücksichtslosen Machtpolitik der Koiv­uoer Regierung; einen der fanatischsten Litauer hat man jenem Gebiete als ziemlich selbstherrlichen Leiter aus­gelegt.

Politisch außerordentlich interessiert an der ganzen Entwicklung ist weiter vor allem R it ß 1 and, das mit der bisherigen linksorientierten Regierung Litauens vor ganz kurzer Zeit einen gegenseitigen Garantievertrag abge­schlossen hatte, dessen a n t i p o l n i s ch e Spitze unver­kennbar war. Außerdem treibt die russische Sowjet­republik seit Jahren eine ganz zielbewußte Randstnaten- Politik, also auf jenen Gebieten, die früher dem Russischen -Reiche angehörten. Man ivill in Fortan ein mehr oder weniger festes Bündnis dieser Staaten zusammenbringen mit dem deutlichen Ziele, es gegen Polen einzusetzen. Nun ist an und für sich der litauische Militärputsch rein natio­nalistisch und damit anripolnisch. Rußland wird aber nicht zögern, den Linksparteien in ihrem Kampf gegen die Militärs jede Unterstützung angedeihen zu lassen, die nur irgend möglich ist.

Polen wäre natürlich durchaus in der Lage, in Litauen irgendwie einzugreifen. Die Selbstverständlich­keit, mit der das von einem großen Teil der Warschauer Presse gefordert wird, ist geradezu naiv, stößt aber in L o n d o n und P a r i s auf ein gewisses Verständnis. Was den Polen früher mit Wilna in kleinerem Maßstabe glückte, das jetzt im größeren zu wiederholen, könnte wohl reizen. Wenn die polnische Presse über angebliche Polen- verfolgungen in Litauen schreibt, so kann man darin schon eine Art Vorbereitung zum Eingreifen sehen, wenn man will. 1921.ist Polen ja auch ganz plötzlich in das deutsch c Oberschlesien einmarschiert warum sollte man sich also deni viel kleineren Litauen gegenüber, das zudem mili­tärisch ohnmächtig ist, irgendwelche Beschränkungen aus- erlegen! Ob allerdings Rußland sich eine derartige Unternehmung so ohne weiteres gefallen lassen würde, ist eine Frage, die auch lediglich vom Standpunkt der mili­tärischen Kräfteverteilung aus zu beurteilen ist. Auch wir Deutsche müssen uns beizeiten vorsehen, daß wir in einer lebenswichtigen Frage nicht plötzlich vor fertigen Situa- nonen stehen; denn es braucht ja gar nickst erst erwähnt werden, in welch bedrängte Lage O st Preuße n käme, wenn der Pole auch int Norden vor seinen Toren stände.

Deutschlands Sieüung zur neuen litauischen Regierung lcluw Die Meldung, wonach die.Reichsregierung cs ab*

""'ü dem Umsturz in Litauen neugeschaffene Regie- wird . '""kennen, trifft, wie von zuständiger Stelle erklär! tunäÂH ^"' Selbstverständlich muß die Reichsreglcrnng Litauen -^rien, wie sich die Regierungsvi-rhAtnissä '" Meld»>,^^ ^'âelu werden. Trotz gewisser alarmierender als ^" der Umsturz in Litauen bisher immer noch Es k><>»->v.»^ tmtenpolüifdie Angelegenheit angesehen werden, daraus im ""^. .^w'* keinerlei Anzeichen dafür, daß sich ' nu6cnpohtifcüe Kombinationen ergeben könnten.

Dr. Stresemann als Gast des Hamburger Leaats.

Hamburg, 20. Dez. (WB.) Im großen Festsaal des Rathauses gab der Senat heute abend anläßlich des Be­suchs des Reichsministers Dr. Stresemann ein Essen, an dem außer führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirt­schaft und Wissenschaft das gesamte Konsularkorps in Hamburg sind jetzt fast sämtliche Staaten der Erde ver­treten teilnahmen. In seinen Begrüßungsworlcn hob Dr. Petersen die Bedeutung der Vermittlerrolle hervor, die die Hansestädte seit ihren Anfängen in den Beziehun­gen zwischen Deutschland und dem Ausland erfolgreich durchgeführt haben. Sie hätten ein gutes Teil dazu bei­getragen, jene Einschätzung Deutschlands im Auslande mit zu schaffen, die Reichsminister Dr. Stresemann erneut auf­zubauen erfolgreich bemüht sei. Bürgermeister Dr. Peter­sen gedachte dann der letzten Tagung in Genf, auf der Reichsminister Dr. Stresemann jene klare und gerade Li­nie der Politik vertreten habe, die von der deutschen Re­publik seit 1919 verfolgt worden sei, jene Politik, deren Leitmotiv der Glaube an den Willen der Menschheit zum wahren Frieden und nach einer gerechten Verständigung sei. Er glaube, Reichsminister Dr. Stresemann am er­wünschtesten zu ehren, wenn er seine Worte ausklingen lasse in einem Hoch auf die Führer aller Völker, die in Treue zum Wesen der eigenen Nation und in Achtung vor dem der fremden den Frieden der Welt zu sichern be­reit sind.

Der belgische Generalkonsul Moulaert verlieh im Na­men des gesamten Konsularkoips der Freude bar über Ausdruck, daß er Gelegenheit gehabt habe, Reichsminister Dr. Stresemann persönlich kennen zu lernen; er stellte die fortschreitende Verbesserung des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland fest, gedachte der großen Verdienste Dr. Stre­semanns auch um die im Konsularkorps vertretenen Län­der, die im Nobel-Preis ihre geziemende Anerkennung ge­funden hallen, und schloss mit einem Hoch auf die Reichs-

Hierauf ergriff Reichsminister Dr. Stresemann das Wort. Er dankte für die Worte seiner Vorredner'und entwickelte zunächst unter Bezugnahme auf die Eigenart Hamburgs die Gesichtspunkte, die für die Gestaltung der deutschen Aussenpolitik massgebend sind. Schwierigkeiten und Rückschläge, so führte er aus, dürfen uns nicht in der Erkenntnis beirren, dass der von uns eingeschlagene Weg der richtige ist und schließlich zum Ziele führen muss. Trotz der scharfen parteipolitischen Auseinandersetzungen darf ich das eine mit Genugtuung feststellen, dass Schwankun­gen innerpolitischer Art am Kurs der deutschen Aussen­politik nichts ändern werden, die sich heute aus die Zustim­mung der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes zu stützen vermag.

Zu dem Ergebnis der letzten Genfer Tagung überge­hend, sagte Dr. Stresemann: Dieses Ergebnis bedeutet einen Schritt vorwärts auf unserem Wege. Es ist dort ge­lungen, eine grundsätzliche Regelung für zwei schwierige Fragen zu finden, die dem Fortschritt der politischen Ent­wicklung bisher im Wege standen. Es ist gelungen, für die Investigationsbefugnisse des Völkerbundes denjeni­gen festen Rahmen zu vereinbaren, der sich aus der gerech­ten Auslegung der Vertragsbestimmungen ergibt. Vom deutschen Standpunkt aus dürfen wir es als einen Fort­schritt bezeichnen, dass dabei die Entwaffnungsaktion, für Jie ein naher Endtermin festgesetzt worden ist, nunmehr allseitig als durchgeführt anerkannt ist. Das ist eine wich­tige Etappe, aber freilich doch nur eine Etappe, und ich will offen ausfprechen, dass es auf die Dauer ein unmög­licher und mit der Gleichberechtigung im Völkerbund un-

Smetona Präsident von Litauen.

Opposition gegen die Regierung.

Der bisherige Präsident der Republir Litauen ist von seinem Amt zurückgetreten. Der Sejm hat in einer außer ordentlichen Sitzung sofort die Neuwahl des Präsidenten vorgenommen. Die Wahl fiel auf Professor T m e t o n a , der als geistiger Urheber der jetzigen Revolution gilt. Smetona war der erste Präsident der Re­publik nach Herstellung der Unabhängigkeit Litauens. Er hat bereits den Gib auf die neue Verfassung geleistet und die Geschäfte übernommen. Zum Präsi deuten des Sejms ist Stulginstas, vormaliger Präsident der Republik, gewählt worden. Kowno hat F l a g gen- schmuck angelegt. Die Mitglieder des alten Kabinetts sind auf freien Fuß gesetzt worden.

Nachträglich wird das M a n i f c st bekannt, das von den Aufständischen an die Bevölkerung gerichtet wurde.

' Es hat-folgenden Wortlaut:

Das litauische Heer, daS sein Leben für das teure Litauen einfeüte und auch jetzt bereit ist, fein Blut für Die Unabhängigkeit deS Landes zu vergießen, erkannte, daß die jetzige Regierung und der Sejm unser Vaterland an die Bolschewisten und Frcmdstämmigcn verrät, und faßte infolgedessen den Entschluß, die Verwaltung des Landes zeitweilig in seine Hände zu nehmen, um sie so schnell wie möglich den echten Söhnen Litauens zu ubcr- traacn." ~

Ein Wilnaer Blatt, derGoniec Wilenski", bringt tu einer Sonderausgabe Nachrichten über blutige K ä m v f c, die angeblich noch in Litauen tut Gange sein sollen. Diesen Meldungen zufolge sollen in der Um nebmm von Schauten unter der Führung des Obersten Somaitis und eines Ministers der aestürzten Regierung

vcrcinbarlicher Zustand ist, die allgem. Rüstungsfreiheit bestehen zu lassen und dabei einem einzelnen Staat die volle Entwaffnung vorzuschreiben und sie einseitig zu kon­trollieren. Diesen Zustand zu beseitigen, konnte sicherlich nicht Aufgabe der letzten Genfer Verhandlungen sein. Die­se Aufgabe mutz aber im Zusammenhang mit dem allge­meinen Abrüstungsproblcm unbedingt gelöst werden. Die Welt wird Verständnis dafür haben, datz Deutschland sei­nen Willen zur loyalen Innehaltung der Entwasfnungs- beftimmungen und die Anerkennung der Investigations­befugnis des Völkerbundes nicht betonen kann, ohne gleich­zeitig auszusprechen, datz -auch der Gedanke der allgemei­nen Abrüstung seiner Verwirklichung angeführt wird. Vielleicht liegt der wertvolle Erfolg von Genf darin, dass die Methode offener Aussprache, für die der Völkerbund einen so hervorragend geeigneten Rahmen abgibt, sich wie­derum voll bewährt hat. Wir befinden uns noch immer im ersten Anfangsstadium einer neuen europäischen Ent­wicklung, und es ist gerade in diesem Stadium von Be­deutung, dass die leitenden Staatsmänner dem Vertrauen der Völker auf jene Entwicklung so oft als möglich durch sichtbare Ereignisse neue Nahrung geben. Das ist im In­teresse aller beteiligten Länder in Genf geschehen. Zu­gleich ist mit den erzielten Ergebnissen aber der Weg frei gemacht für die praktische Inangriffnahme anderer au­ßenpolitischer Probleme, die an Bedeutung die bisher ge­regelten Fragen noch weit übertreffen. Auf diese Fragen sachlich im einzelnen einzugehen, möchte ich mit hier ver­sagen. Der Grundgedanke, von bem die beteiligten Staats­männer bei ihrer Lösung ausgehen müssen, ist die Er­kenntnis der Solidarität der Interessen, die die Völker Europas untereinander und darüber hinaus die Völker Europas mit den übrigen Völkern der Welt verbindet. Das Werk von Locarno und der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund haben eine gute u. sichere Grundlage für dwie .jÄta Salchamäl ber Interessen gelegt. Die geschlossenen Verträge würden ein toter Buchstabe blei­en, wenn cs nicht dazu käme, im grossen Geist der Ver­ständigung darauf weiter zu bauen und so endlich bas Gebäude zu errichten, das den Völkern ein friedliches Ne- bencinanderwohnen unb Fitcinanberarbeiten ermöglicht.

Reichsminister Dr. Stresemann erinnerte daran, dass Dr. Petersen sich in seiner Rede zu diesem Grundgedanken des Zusammenwirkens und der Verständigung der Völker bekannt hat. Er hob sein Glas auf das Wohl Hamburgs und feiner Führer.

Die Ausführungen des Autzenministers, die vom Fefr- faal auf ben Rundfunk übertragen wurden, wurden mit Beifall ausgenommen.

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Französische Urteile über die Hamburger Rede Dr. Stresemanns.

wtb. Paris, 21. Dez. (Gig, Funkm.) Zur Rede Dr. Stresemanns in Hamburg heben sowohlEcho de Paris" wieOeuvre" hervor, dass Stresemann die deutsche Ent­waffnung als das Vorspiel für die allgemeine Entwaff­nung bezeichnet habe. WährendEcho de Paris" als nationalistisches Blatt diesen Gedanken ablehnt, unter­streichtOeuvre", dass darin keinerlei Grund zu einem Tadel gegenüber Stresemann liegen könne. Diese Art sei die einzig mögliche, um die Entwaffnung jenseits des Rheins annehmbar zu machen. Im übrigen handele es sich'ja bei diesen Auslassungen Stresemanns um eine Fest­stellung aus dem Friedensvertrag von Versailles.

namenS PoscUo Kommunisten und Anhänger der alten gtegientng sich konzentrieren. Die kommunistschcn Arbeiter sollen sich angeblich zum Marsche auf Kowno rüsten und einen Aufruf erlassest haben, in dem sie »er sichern, daß nach der Eroberung von Kowno durch die Komtiiunlsten die Hilfe der Räteunion bei dem Marsche auf Wilna gesichert erscheine.

Weiter behauptet das genannte Blatt, daß die Gar­nisonen von Mariampol, Kalwarhn und Olita auf der Seite der alten Regierung stünden. Diese Wilnaer Nach­richten haben in einen Teil der Warschauer Presse Gin* gang gefunden

prager Puischenthültungen.

Aufdeckung eines faschistischen Umsturzplans.

DaS Segionärorgan veröffentlicht den Inhalt von Dokumenten, die sich in den Händen der Behörden befinden unb die sich auf einen faschistischen Umsturzplan in der Tschechoslowakei beziehen. Der erste Teil der Dokumente enthält die technische Durchführung des Umsturzes itt allen Städten, Anweisungen, wie die Kasernen, Polizei ander, Bahnhöfe, Post und Telegraphenämter und alle übrigen öffentlichen Gebäude zu besetzen seien.

Alle Abgeordneten und Parteisekretäre der sozia­listischen und Kommunistischen Partei hätten verhaftet werden sollen, Außenminister Dr. Benesch hätte ivegcn Hochverrats, alle sozialistischen Minister seit 1918 wegen Schädigung des Staates und wegen Bereicherung auf Kosten des Staates vor Gericht gestellt werden sollen. Da neben war die Einstellung aller antifaschistischen Blätter. Verhaftung von Redakteuren, Verkündigung des Stand rechtes und Proklamation eines faschistischen Regierungs programms vorgesehen. Das Blatt kündigt weitere Einzelheiten an.