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Wg ArMq VW b^rundâ kurz Trn MalMLs«' Antrag für dir sächsischen Grenzgebiete.

Abg. Tvrgler (Komm.) beantragte 400 000 Mork für dir èportscbulc der Arbeiten Turn- und Sportvereine in Leipzig.

Abg. Dr. Mittelmann (D. Dp.) erklärte, er stünde oen Au- krâgen für Bayern, Sachsen usw. sympathisch gegenüber, aber sie dürsten nicht verquickt werden mit der Hilfsaktion, die letzt für den gesührdeieti Osten dringend sei.

Damit schloß die Aussprache. Vor der Abstimmung be­antragte Abg. Dr. Pfleger (Bayer. Dp.), das ganze Hilss- programm an den Hauptausschuß zurückzuverweisen. Der Slu» trag wurde gegen die Antragsteller lind die Völkischen ab» geIeb n t.

Atu enommen wurden die Anträge, die je zwei Millionen mehr für Schleswig-Holstein, Bayern und Sachsen verlangen. Die h<T.nwmftifi'I) Anträge wurden abgelehnt. Angenom­men teuirdc der Antrag, der zur Förderung der Spertan- staltrn in Leipzig und im Grunewald zu Berlin je 200 000 Mark, in Münster 100 000 Mark verlangt. Im übrigen wur­den die Ausschussanrräge angenommen.

Es folgte die zweite Beratung des Rachtragsctats für das Auswärtige A in t. Abg. Stampfer (Soz.) berührte die Angelegenheit der Deutschen Allgcnicinen Zei­tung und erklärte, er müsse im Zusammenhang mit diesem Falle vor der Auffassung warnen, die die Presse lediglich als ein Objekt und Werkzeug betrachte. Der schwerste Vor­wurf sei gegen die Regierung deswegen zu richten, weil sie die Redaktion von dem Ankauf nicht unterrichtet habe. Im Kampfe zwischen Geist und Geld müßte die Gesetzgebung für Geist und Arbeit eintreten.

Aug. Kube (Völk.) erklärte sich mit den Ausführungen des Abg. Stampfer einverstanden und beantragte, die Weitcr- beratung auszusetze«, bis irgendein Vertreter des Aus­wärtigen Amtes vor dem Reichstag erscheint.

Abg. Stöcker (Komm.) beantragte, den Reichskanzler an Stelle des in Gens weilenden Außenministers herzuzilieren.

Dieser Antrag wurde gegen die kommunistischen und völkischen Stimmen abgelehnt. Der völkische Antrag auf Aus­setzung der Weiterberaltmg mürbe angenommen.

Das Haus vertagte sich darauf ans Freitag

Die Jefatzilngskosten im Rheinland.

Poincar â ft eilt die Vertrauensfrage.

Bei der Beratung des Haushalts in der Französischen Kammer stellte der sozialistische Abgeordnete Uhry den An­trag, die Kredite für den Unterhalt der Besetzungstruppen im Ausland um 1 100 000 Frank zu kürzen. Er kritisierte die Dienste des französischen Oberkommissars im Rhein­land. Es würden zuviel diplomatische Kuriere au den Olherkomtnissar lediglich deshalb abgesandt, um den be­treffenden Beamten einen Urlaub zu verschaffen. Vor allem würde auch bezüglich der Kosten für das Mieten von Villen für französische Beamte im Rheinland Mißbrauch getrieben.

Poincarö entgegnete: Er lege Wert darauf, den Beamten und Militärpersonen im Rheinland Anerkennung zu zollen, die mit der dortigen Bevölkerung die kordialsten Beziehungen unterhielten. Die kürzlich vorgekommenen Zwischenfälle hätten sich ereignet mit Deutschen, die sich aus der Durchreise befunden hätten. Nachdem Poinearè die Vertrauensfrage gestellt hatte, wurde der An­trag Uhrys auf Kürzung der Kredite mit 350 gegen 208 Stimmen abgelehnt.

Ser drutfch-ilaliemflhe Schiedsvertrag.

Einigung in Genf.

Bei den Unterhaltungen, die in den letzten Tagen zwischen dem Justitiar des Auswärtigen Amtes, Ministe- rialdirettor Dr. Gaus, und dem italienischen Ratsmit- glied, dem Juristen Scintoja, in Genf stattgefunden haben, wurde auch der geplante auf italienische Initiative zurück­gehende deutsch - italienische Schiedsvertrag durchge- sprochcn. Die rein technische Formulierung des Ver­trages, bei dem cs sich um einen reinen Schiedsvertrag handelt, ist schon ziemlich weit gediehen, so daß mit seinem baldigen Abschluß gerechnet werden kann.

Deutschland hat bisher mit zehn europäischen Staaten einen Schiedsvertrag abgeschlossen, nämlich mit der Schweiz, mit Schweden, Finnland, Estland, mit den vier Locarnosiaaten Frankreich, Belgien, Polen, Tschechoslo­wakei, mit den Niederlanden und zuletzt mit Dänemark. Dagegen ist der Schiedsvertrag mit Deutschland für Italien erst der dritte.

König Ferdinand nochmals operiert.

T ie politische Lage in Rumänien.

König Ferdinand musste sich einer neuerlichen Operation unterziehen. Tie von Professor Hart­mann-Paris vorgeuommcne Operation, die als Ergän­zung der ersten Operation notwendig war, soll vollkommen gelungen sein.

Die politische Lage in Rumänien ist nach dem Pariser »Excelfior" immer noch verworren. Die Rückkehr der Königin M a r i a, die immer mehr Herrin der Lage zu werden scheint, wird jedoch schnell eine Klärung herbei» führen. Die Königin teilt, wie verlautet, die Meinung, Dag der Beschluß vom 4. Januar betreffend den Thron- ? e r z i ch t des Prinzen Carol revidiert werden müßte. Sei dieser Gelegenheit wird die Stellung des Prinzen Larol auss neue geprüft werden. Man hält es für möglich, daß er noch vor Ende der Woche nach R u - nänien zurückkehren und daß ein Regentschafts- :at ernannt werden wird, bevor eine Verschlimmerung im Lesenden des Königs eintritt.

Politische Rundschau.

Lnderung des Aufwcrtungsgesetzes?

In der Öffentlichkeit sind Gerüchte verbreitet, wonach rme Änderung einzelner Vorschriften des Aufwertungs- Gesetzes in Aussicht stände. Es handelt sich dabei vor- iäufig nur um unverbindliche Besprechungen zwischen der Reühsreaierung und den Vertretern der Re­gierungsparteien, die sich zu irgendwelche«gesetzgeberischen Vorschlägen noch nicht verdichtet haben. Die Durchfüh­rungsverordnung über die Aufwertung der Guthaben hei Fabrik- und Werksparkassen sowie der Ansprüche an Betriebspensionskassen vom 18. Juli 1926 beschäftigt allerdings schon den Rechtsausschuß auf Grund verschiedener zu dieser Verordnung gestellter Anträge. Aber auch hier 'ist eine Entscheidung noch nicht gefallen.

Preußen und daS Schund- und Schmutzgesetz.

Das preußische Kabinett hat beschlossen, gegen das Schund- und Schmutzgesetz im Reichsrat Einspruch nicht zu erheben. Aus diese anfänglich angekündigte Maßnahme wurde wegen ihrer Aussichtslosigkeit, die sich inzwischen herausgestellt hat, verzichtet. Die preußisch- Regierung wird versuchen, noch gewisse nach ihrer Ansicht notwendige Verbesserungen in die Ausführungsbestim- pmngen hineinzubringen.

Aus In- und Ausland

Berlin. Wie aus parlamentarischen Kreisen gemeldet wird, besteht eine ivengcheude u b c r e i n st i m m u n g zwi­schen den vomManchester Guardian" vcrönemlidHen Wt Wittingen über den Bau einer Filiale der Junkers- F l ii g 3 e u g werke in Rußland und diesbezüglichen Unter» lagen, die Mitgliedern des Hauptaiisschusses des Reichszages zur Bearbeitung der Angelegeubei, vertraulich zur V e r f ü g u ii st st e ft c H t worden sind.

Berlin. Der preußische WohlsahrtSmiiUster unterbreitet dem Landtag einen Gesetzentwurf, im Wege des Kredites zehn Millionen Mark zur verstärkleu Förderung des Baues von Wcrkwohuungcu und E i g e n h e i m e n für Land- arbeitet und L a n d h a n d w e r k e r aus Mitteln der produkliven Erwcröstoscnsiirsvrgc zu beschaffen.

Beutheii. Gegen die Ausweisung des Generaldirektors Schulz von der Gräflich Henckel von Douuersmarckscheu Ver­waltung aus Polen haben die deutschen amtlichen Stellen sofort energische Vorstellungen erhoben. Der Auswcisuugt-- befehl gegen Generaldirektor Schulz und seine Familie ist in» folgcdesscu nicht vollzogen worden.

Paris. Wie die Agentur Zndopaeisiguc aus Peking berichtet, ist bei Tungtunu in der Provinz Schrnsi eine grosse S it) l a ch t i m G n n st c.

London. Ein Mißtraueusautrag der Arbeiterpartei gegen die Regierung wegen ihres Verhaltens während des Berg­arbeiterstreiks würde im Unterhaus mit 330 gegen 131 Stim­men abgelehnt. Die Liberalen enthielten sich der Stimme.

Budapest. In Vaezratot im Wahlbezirk Waitzen ereignete sich ein Zwis eh e u s a l l. Die vor dem Wahllokal Wache haltenden beiden Gendarmen f e nett e n auf die ange­sammelte Menge, die drohend die Freilassung eines Fest- aeuommenen verlaMte.

Vermischte Rachrichten.

Die Weihnachtsgabe für die Beamten.

Berlin. Im Reichstage traten die Beamtcuvcrtretcr der Regierungsparteien mit dem Reichsfinanzminister zusam- men, um über die Frage der Bcamtenbesoldung, im besonde­ren über eine eventuell zu gewährende Weihnachtsgratifikation zu beraten. Wie gcmcldci wird, soll ein Sompromi st in dieser Frage gesunden werden, damit die Regierungsparteien in der morgigen Sitzung des Haushattsausschusses mit einem gemeinsamen Vorschlag hervorlreien können.

Die Ergebnisse deS Perstinalabbaus in Preussen.

Berlin. Aus Verlangen des Preußischen Landtages bat der preußische Finauzmiinster eine Übersicht über das Er- gebuis des Personalabbaus in Preußen unterbreitet. Danach sind insgesamt 15012 Personen abgebaut, wodurch dem Staate eine Ersparnis von insgesamt 30 374 584 Mark ent­standen ist

Die Steuern bleiben hoch.

Berlin. Im Haushqltsausschuß des Reichstages äußerte sich Finauzminister Dr. Reinhold über die Finanzgcbarung des letzten Elatsjahres, daß es ihm gelungen fei, zum Zwecke der Wiedcranktirbelung der deutschen Wirtschaft die öffent­lichen Lasten herabzusetzen. Zur Etatslage des Jahres 1927 und 1928 äußerte sich der Minister dahin, daß Die Lage außer­ordentlich allstes'- annt fei. Der Steuerdruck dürfte außer­ordentlich a r f bleiben. Die Aufnahme einer Anleihe werde in dieß i Etatsjahre nicht notwendig sein, sofern nicht außerordentliche Ereignisse eintreten.

Oberpräsidcnt Hörsing erkrankt.

Magdeburg. Wie die Magdeburgische Zeitung meldet, ist Obcrpräsideitt Hörsing an einer Entzündung der Gal­len blase schwer erkrankt. Im Augenblick besteht ernste Lebensgefahr nicht.

Die Soldateska in China.

Peking. Wie ein chinesischer Flüchtling dem Korre- fponbenten beS Renterbnreans berichtete, sind die Strassen in Sianfa mit Leichen be d c d t. Die Soldaten nehmen den Bewohnern der Stabt alle Vorräte weg. Es ist unmög­lich, Lebensmittel zu laufen. Bk e n s ch e ii -' e i s ch wird zum Kauf angeboten. Alle Hunde sind versü den. Die Sol- Dateu nähren sich von Pferdefleisch, Hirse, Rinden und Abfall.

Vorbereitung des Varmat-prozeffes. 1

Der größte bisher verhandelte Prozeß.

Am 11. Januar 1927 beginnt inBerlinder Prozeß gegen die Brüder B a r m a t, die größte Verhandlung, Die jemals ein deutsches Gericht beschäftigt hat. Die mit der Durchführung des Verfahrens betrauten Juristen er­klären schon heute, daß voraussichtlich die Dauer der Ver­handlung sechs Monate überschreiten und wohl sieben oder gar acht Monate in Anspruch nehmen wird.

Dieser außerordentliche Prozeß erfordert daher auch von allen in Frage kommenden Stellen außerordentliche Mittel, und so hat der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Neumann, im Einvernehmen mit den vorgesetzten Stellen dafür gesorgt, daß bei etwa vorkommenden Un­fällen, Krankheiten usw., die ein Mitglied des Gerichts, der Staatsanwaltschaft oder des technischen Personals treffen können, sofort Ersatz zur Stelle ist. Das Gericht hat mehrere Monate lang die Akten durchgearbeitet. Die Richter und Staatsanwälte haben jetzt einen Erholungs­urlaub von drei Wochen erhalten, um sich für die Ver­handlung genügend vorzubereiten, denn, wenn nicht alle Anzeichen trügen, werden wohl die Prozeßbeteiligten ohne Ausnahme im kommenden Sommer kaum einen Urlaub antreten können.

Eine besonders schwierige Frage erscheint jedoch vor­läufig noch ungelöst, nämlich die, wo man die für die Ver­handlung notwendigen Schöffen hernehmen soll. Nach dem Gesetz ist zwar jeder Staatsbürger verpflichtet, dieses ihm übertragene Ehrenamt auszuüben, doch kann auch das Gericht billigerweise nicht verlangen, daß die Schöffen fast dreiviertel Jahr ihrem Beruf oder ihrem Geschäft ent- zoaen werden.

Nadiospiegel.

Nach der Pariser ZeitungOeuvre" soll der Friedensnobel­preis für 1926 Dr. Stresemann gemeinsam mit Briand und der noch zu verteilende für 1925 Chamberlain und General Dawes gemeinsan zuerkannt werden.

Briand erklärte gestern Pressevertretern, daß mit Dr. Stresemann über die Jnvestigationsfragen Uebereinstimmung erzielt sei. Die Räumung der besetzten Gebiete könne nur durch ein Abkommen zwischen den beteiligten Regierungen ge­ordnet werden. Ueber die Möglichkeit eines solchen Abkom­mens sprach er sich zuversichtlich aus. Die Rheinlandkontrolle müsse so geregelt werden, daß das Rheinland vor jedem Ein­fall, von welcher Seite er auch kommen möge, sicher sei.

Nach einer Londoner Blättermeldung aus Genf hat Dr. Stresemann Briand mitgeteilt, dass der italienisch-deutsche Froundschaftsvertrag ein einfaches Abkommen, das jeder be­sonderen politischen Grundlage entbehre.

In Warschau ist angeblich eine weitverzweigte Spionage zugunsten Rußlands aufgebertt worden.

Prinz Adolf von Rumänien soll, wie in Paris verlautet, sich auf dem Wege nach Bukarest befinden.

Umlieneanaag vsn Ävnftüntmüpel.

Mb. Lsrldon. Einer Mâng aus Äonfitnirircspti . berichten die Blätter, daß der Hrtional-Dersammiung etn seh unterbreitet werden soll, den Namen der Hauptstadt - Mustapha Kemal umzuändern. ~ P1 ln

Antrag auf Milderung des amerikanischen Einwanderungs-Gesetzes.

rotb. Washington. Der republikanische Senator 'we«- hat eine Vorlage auf Milderung des Einwauderungs-G^ setzes eingebracht. Studierende sollen zugelafsen und bie Naturalisierung unerlaubter Eiugewandcncr erleichtert werden.

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Aus Kessen-Mffau und Rachhargebieten.

Merkblatt für den IL Dezember.

Sonnenausgang 7" |! Mondausgang 12 R.

Sonnenuntergang 3 Monduntergang 10 N.

1783 Der Siebter Max von Schenkender s geb. 1801 Der Dramatiker Ehr. Dietrich Grabbe geb.

Wer munter seine Arbeit tut, Dem schmeckt auch seine Suppe gut.

Wetterbericht.

Das südwestliche Hochdruckgebiet hat sich noch weiter otr. stärkt. Es ist daher anzunehmen, daß sein Einfluß sich ivix, der mehr auf das Festland ausdehnen wird. Die im Nvii^ vorüberzichenden Tieforuckwirbel werden jedoch vorübergeh«^ leichter Einfluß auf unsere Witterung gewinnen, doch ist allgemeinen mit dem überwiegenden Einfluß des Hochdruchk bietes zu rechnen. Vorhersage bis Freitag abend: Zunätz neblig und trübe, später Bewölkung abnehmen, trocken, tags» über etwas milder, später Nachtfrostgefahr. Aussichten für Samstag: Nach Frühnebel wolkig bis aufheiternd, trocken, nachts stellenweise leichter Frost.

sw. Achtet auf die Einziehung der Rentenmarkscheine zu 1 und 2 Mark! Es wird daran erinnert, daß am 15. Dezember die Rentenmarkscheine zu 1 und 2 Mark, die bis dahin noch bei den Kassen der Reichsbank umgetauscht werden können kraftlos werden und damit auch die Umtausch- und ®tn!öfungs= frist der Deutschen Rentenbank erlischt.

Fttlda^ den 10. Dezember 1926.

Kreistagssitzung.

Ain Freitag, den 17. Dezember ds. Jrs. nachmittags 1 Uhr findet eine Kreistagssitzung mit folgender Tages-, ordnung statt: Punkt 1. Einführung des Arbeiters Fer­dinand Hillenbrand aus Pilgerzell ' anstelle des ausge- schiedenen Kreistagsabgeordneten Kaufmann Karl Arnd zu Fulda. 2. Bericht über die Revision des Kreiswohl­fahrtsamtes. 3. Annahme einer Anleihe von 230 000 Ji. für den Bau und die Ausgestaltung von Schwesterhäusern. 4. Ausnahme einer Anleihe von 100 000 M für Notstands- arbeiten. 5. Erhöhung des Darlehns für die Anlage einer Warmwasserheizung im Landratsamt von 20 000 é« auf 35 000 M. 6. Erhebung einer Nachtragsumlage von 100 000 JL 7. Festsetzung des Voranschlags für die Unter­haltung der Landwege für da. Jahr 1927/28. 8. Erhöhung der Bürgschaftsstlmme für Be- und Entwässerungsgenos­senschaften sowie die Aufnahme von Darlehn im Umle­gungsverfahren, für Gemeinden von 100 000 M auf 250 000 Ji. 9. Bürgschaftsleistung für die zum Bau von Gemeindewasserleitungen aufzunehmenden Darlehn bis zur Gesamthöhe von 250 000 JI. 10. Entlastung der Rechnun­gen der Kreisfparkafsè für 1923 und 1924. llJÉlrbnitngj betreffend Erhebung von Gebühren für die Körung non Schafböcken und Ebern im Kreise Fulda. 12. Erlaß einer neuen Kreisvergnügungssteuerordnung. 13. Wahl eines neuen Mitgliedes in den Kreisausschuß anstelle des Kauf­manns Arnd, der sein Amt niedergelegt hat. 16. Wahl eines Mitgliedes zum Schiedsgericht für die Entscheidung über Einsprüche gegen die Veranlagung zu Wegebauvor­ausleistungen. 17. Bericht über die Auseinandersetzungs- Verhandlungen mit der Stadt Fulda zwecks deren Ausschei­dens aus dem Kreisverbande. 18. Antrag der Gemeinde Neuenberg auf Eingemeindung in die Stadt Fulda. 19. Antrag mehrerer Kreistagsabgeordneter auf Bewilligung eines Betrages von 25 000 Ji zur Hebung der Rindvieh­zucht. 20. Beschlußfassung über die Satzung für das Kreis­jugendamt Fulda.

Vortragsvcreiuigung.

Am Samstag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr sprich: im Bürgcrverein Herr Dr. Babendererde aus Rostock Uder ein politisch bedeutsames Thema:Gewaltmenschen der Gegenwart". Er behandelt vier erfolgreiche Staatsmän­ner des Auslandes: Clemenceau, Lloyd George, Lenin und Mussolini. Die Franzosen haben nach 1870 Bismarck stu­diert; auch wir haben Anlaß, uns mit diesen Männern kalter Entschlossenheit und fester Zielsicherheit zu befassen, um zu erkennen, was einDiktator" in der Gegenwart leisten und nicht leisten kann. Dr. Babendererde steht wegen seines Vortrages über Oswald Spengler bei den Zuhörern der Vortragsvereinigung noch in guter Erin­nerung.

Bunter Abend der Oberrealschule Fuldm

Der gestern Abend im großen Stadtaal stattgrfundene bunte Abend hatte sich wie auch in den Vorjahren eines äußerst starken Besuches zu erfreuen. Wenn man in Be­tracht zieht, daß die gesamte Leitung dieser Veranstaltung in den Händen der Schüler lag, so ist der erzielte Erfolg um so höher einzuschätzen. Nach einem einleitenden Mu­sikstück der Reichswehrkapeäe hielt der Schüler Matussek formgerecht und inhaltsreich die Begrüßungsansprache. Hierauf wickelte sich in flotter Reihenfolge ein äußerst ge­diegenes, umfangreiches Programm ab. Hervorragende Leistungen von Turnern am Reck und Barren, allerliebst ausgeführte Volkstänze, ein oierftiipiger Schülerchor wech­selten miteinander ab. Sehr gut gefielen die Eejchicklich- keilsübugnen auf der Matte, für die mit starkem Beifall quittiert wurde. Eine sehr gute Leistung war die Auf­führung des Volksschauspiels Dr. Joh. Faust nach einer alten Puppenspielbearbeitung. Die Rollen lagen durch­weg in guten Händen und jeder der Spieler wurde dem Inhalt seiner Rolle gerecht. Das natürliche Spiel des Kasperle verdient besonders hervorgehoben zu werden. Die Pausen waren durch gut gewählte, und wie immer einwandfrei zum Vortrag gebrachte Musikstücke unserer Reichswehrkapelle ausgcfüllt. Nach dem recht starken Be­such zu urteilen, steht zu erwarten, daß auch der mate» ritz Ille Erfolg der Reinertrag ist zur Errichtung. einer Gedenktafel für die gefallenen Schüler der Ansinlt bestimm den Erwartungen der Veranstalter entspricht.

Flugzeugabsturz. .

wtb. Fulda. Gestern nachmittag gegen 2 klhr sturz infolge eines Biotordesektes in der Nähe von Rucke-> (Kr. Fulda) ein Doppeldecker ab. Das FluMug bem sich auf einer Uebungsfahrt von Staaken (Flughafen Berlin) nach Mannheim. Die Maschine wurde völlig zer­trümmert. Der Führer blieb unverletzt.