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/= Chinesische Nichlcrinnen. Von chinesischen Gerichten .hört man oft, die wunderbarsten Dinge erzählen. Di« Richter etablieren sich, wenn es darauf ankommt, irgend­wo auf der/Straße, sprechen innerhalb weniger Minuten Recht- verurteilen die Angeklagten fast durchweg zum Tode unk dann wird sofort hingerichtet, da der Henker mit dcnv Richtbeil gleich zur Stelle ist. So ungefähr denken sich viele die Gerichtsbarkeit im Reiche der Mitte. sDiese Bielen werden nun mit Staunen hören, daß di« Chinesen im Punkt der Rechtsprechung beinahe weiter vors/schritten sind als wir oder irgendein anderes ciiro> lpÄWes Volk. Man hat in dem Lande, in dem zurzeit %ie Generale sich gegenseitig die Köpfe abschlagen, vor kurzem eineSchule für das Recht" gegründet, ein« ISchule, in der ausschließlich Frauen für das Richter- famt ausgebildet werden, und zwar für ein durchaus ^modernes Richteramt, nicht für eines mit Zopf- und 'Kopfabschlagen. Es gibt in China schon lange eine lFraueustimmrechtspartei, die für die restlose Befreiung der Frau arbeitet und bereits sehr viel durchgesetzt hat

Ein lustiger Schulbücherkrieg, der ein wenig an Wchildbürgergeschichten erinnert, ist in Kärnten ausge. brachen. Am Ende des Gailtales in Cbcrfärnten liegen die Orte Kötschach und Mauthen, zwischen deren Bewoh­nern von jeher eine grimmige Feindschaft herrscht. Nun Hat kürzlich ein Unterkärtner Lehrer ein Lesebuch für die unteren Klassen der Volksschule von Kärnten und Salz­burg herausgegeben und in diesem Buch unter dem Titel Der Gailtaler Bildmacher" diese spaßige Geschichte von den Köfchachern und den Mantheuern an die Öffentlich­keit gebracht. Darob großes Halloh in Mauthen, Drohung mit Schulstreik, Drohung mit Austritt aus dem österreichi­sche« Bundesstaat und so. Darauf richtete zunächst der unglückselige Verfasser der beanstandeten Erzählung an die Mallthener Gemeindevertretung ein demütiges Ent­schuldigungsschreiben, in dem er hoch und heilig ver­sicherte, daß er die Münchener nicht habe beleidigen wol- ien. Dann aber schrieb die Laudesschulbehörde, daß sie die Empörung der Mauthener zivar vollauf berechtigt finde, wegen der hohen Kosten aber das Lesebuch nicht ohne weiteres eilt stampfen lassen könne: es sollen jedoch >n dem betreffenden Lesestück die beanstandeten Stellen mit einem Bilde überklebt werden. Viele meinen, daß die Sache dadurch nicht verbessert, sondern eherverbösert" wird, und daß man sich auf eine Kriegserklärung Mau­chens gefaßt machen müsse.

Turnen, Sport und Spiel.

BieNötter in Benin

Berlin. Um 5.18 Uhr erschien Freitag abend am west­lichen Horizont, vom Tempelhofer Feld aus gesehen, die ^Dornirr-Maschinr der Deutschen Lufthansa, mit Der der Kanal- iibcrschwlnimcr Ernst Vierlöiler von Magdeburg ans um 1^5 Uhr den Flug nach Berlin angelrelen hatte Um 5,25 Uhr landete die Maschine glatt vor der FlnghaUc und wurde i sofort umringt von der Masse der zum Empsang Vcrsammcttcn Es bcsaiidcil sich Darunter Vertreter von Schwunmervercini- gungc», Ehrengäste, Abgesandte der Behörden, Freunde Bicr- köttcrs, auch seine Gattin und sein kleines Töchterchen. Dem j Flugzeug entstieg als erster Birrköltcr selbst, dann der Vor- sitzende des Kölner SchwinmstlubsPoseidon" und Der Trainer deS Schwimmers. Der Gefeierte wurde von allen Seiten in dicht umringt, daß selbst daS starke Schnhpviizcikonnnando für I eine Zeitlang ihn nicht frei machen tonnte. Begeisterte Zurufe ; erschollen Begrüßungsreden wurden gehalten von dem Direk­tor der Lufthansa, Dem Repräsentanten des Magistrats Berlin, dcni Vorsitzenden des Kreises I des Deutschen Schwimmer- ^ M»M,ba>ideÄ und von einem Vertreter der Rheinländer. Tic Lufthansa ließ Vicrkölter ein in Silber getriebenes Abbild Der Dornicrmnschlnc überreichen, mit der Birrlötirr den Flug ParisKöln Berlin machte Nur schwer gelang cs dem Meiste, fchwinimcr mit seiner Frau und seinem Töchterchen, das in der Nähe hallende Auto zu erreichen, mit dem er dann unter ! andauerndem Jubel der Menge langsam der Stahl zufuhr.

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ü N. Sonntagsfutzball. Ain kominenden Sonnkag be­ginnen wieder die Kämpfe um die deutsche Fußballmeffict- ^schaft. In Berlin stehen sich u. a. Tennis-Borussia und Preußen sowie Hertha-BSC. und Wacker 04 gegenüber. Beide Favoriten sollten sicher siegen. In Bayern inter­essieren am meisten die Kämpfe von Fürth, Nürnberg und 'München. FC. Nürnberg, Bayern-München und ASN. sollten über ihre Gegner triumphieren. In Mitteldeutsch­land sind die Treffen Eintracht-VfV. und Arminia-Olym- via-Gernlania die spannendsten. Eine Voraussage fällt

hier schwer. In Nörddeutschland ist daS interessanteste Ereignis das Endspiel um den Pokal zwischen Holstein- Kiel und Union-Teutonia-Kiel. In Breslau fällt gleich am ersten Tage eine Art Vorentscheidung, treffen doch die beiden größten Rivalen Breslaus aufeinander, SC. 08 und Sportfreunde. Wie man sieht, Hochbetrieb gleich vom ersten Tage an!

N. Reichsfahrt. Von den 98 in Heiligendamm gestarte­ten Fahrzeugen erreichten 85 die Etappe Annaberg an der böhmischen Grenze. Die über 520 Kilometer lange Strecke wurde ohne jeden nennenswerten Unfall zurückgelegt. Die nächste Etappe bringt die Reichsfahrer auf einer 460 Kilo­meter-Strecke von Annaberg nach Homburg vor der Höhe.

N. Martinetti in Stettin. Der italienische Amateur­weltmeister Martinetti startet ant 15. Sepember in Stettin. Er wird dort auf Engel, Oszmella, Debunne-Belgien und auf andere Meisterfahrer des In- und Auslandes stoßen.

Sp. Tod eines Turnvelcrancn. Das Ehrenmitglied der Deutschen Turnerschaft, Schulrat Emanuel Schmuck, der fast ein Vierteljahrhundert erster Kreisvorsitzender des neunten Turnkreises (Mittelrhein) und seit dieser Zeit auch Mitglied des Hauptansschusses der Deutschen Turner­schaft war, ist 71 Jahre alt in Darmstadt gestorben.

Sp. Rekordflug des Russenfliegers Gromow. Wie die Derulust" mitteilt, ist der russische Flieger Gromow, der am 81. August Berlin besuchte, am Donnerstag wieder in Moskau eingetroffen. Gromow hat also lauster seinem Flug nach Peking! einen neuen Rekord im Dauersliegen aufgestellt. In 64 Stunden bat er rund 7000 Kilometer zurückgelegt. Er hat eine reine Flugdauer von 36 Stun­den zu dieser Reise benötigt. Die durchschnittliche Ge­schwindigkeit, die er erzielte, beträgt etwas über 200 Kilo­meter pro Stunde.

N. Amerika verlangt nach Peltzer! Dr. Peltzers Erfolge haben in Amerika ein solches Aufsehen erregt, daß man ihn eingeladen hat, im Winter drüben zu starten. Man verspricht sich vom Erscheinen des langen Stettiners Rekordzuschauermassen. Wie wir dazu erfahren, wird unser Weltrekordläufer jedoch absagen, da ihm Haücnsiarts nicht sonderlich liegen.

Gebt den Hunden frisches Wasser im sauberen

Gefäh! Die Tiere werden sonst krank.

Börse unO Handel.

Frankfurter Börse vom 3. September. Die Börse zeigte heute bei festem Unterton besonderes Interesse für Spezialwerte und trieb deren Kurse bei lebhafter Nachfrage vielfach nicht un- erheblich in die Höhe. So wurden u. a. Pokorny u. Wittekind auf Derfchmelzungsnachrichten hin von 79 auf 87, Dleifaber von 90 auf 100 gesteigert. Ferner sind auf dem Auslandsrenten-- markt Türkenwerte bei immer knapper werdendem Material und auch Oestreichische Bankwerte scharf gefragt. Auf dem Montan­markl hatten Rheinstachl mit einem Plus von 6 Proz. (158) die Führung. Rheinische Braunkohlen liegen gleichfalls fest. Hier wirkte vor allem die Verbindlichkeitserklürung im Lohnabkom­men für die rheinisch-westfälischen Bergarbeiter anregend. Die übrigen] Werte setzten knapp behauptet ein. Der Kalimarkt ver­kehrte ruhig. Von chemischen Werten gaben Farbenaktien im Verlauf leicht nach. Die Metallbankgruppe lag fest. Rütgers besonders gesucht. Der Elektromarkt stand auf Glattstellungen hin unter leichtem Kursdruck. Autowerte hatten uneinheitliche Haltung. Maschinenwerte sind gefragt. Der Zuckermarkt lag ohne Geschäft. Schiffcchrtswerte eröffneten uneinheitlich. Auf dem Bankaktienmarkt sind Grotzbankwerte infolge der in Aussicht neyenoen EmMjponsbegebungen sehr fest und gefragt. Auf den. Kassamarkt verkehrten Bauwerte anfangs leicht erholt. Von deutschen Renten holten Pfandbriefe gut auf. Kriegsanleihen mrverändert. In der Nachbörse standen die Hauptwerte in leichtem Angebot. Die Börse schloß uneinheitlich. Die Abcndbörse zeigte bei kleinem Geschäft überwiegend Nei­gung zu Abgaben. Nur westliche Montanwerte, die mittags knapp behauptet lagen, verkehrten etwas gebessert. Auch der Chemiemarkt konnte sich für Farbenindustrie behaupten, dage­gen bröckelten Mctallbankwerte ab. Glektroanteile verloren ziemlich. Bankwerte behaupteten sich knapp. Unter leichtem Kursdruck standen fast alle Auto- und Maschinenwerte. Auf dem Auslandsrentenmarkt sind Oesterreichcr gesucht. Es wurden genannt: Commerz- u. Privatbank 140.5, Dresdner Bank 142.25, Metallbank 136.25, Farbenindufkrie 285.5, Scheideanstalt 162, Rütgers 121,5, A. E. E. 161, Mannesmann 138.75, Rheinbraun- k Ästen 240, Phönix 121.5, Pokorny u. Wittekind 83, Daimler 83.75.

Frankfurter Getreidebörse vom 3. September. Es wurden bezahlt für je 100 Kilo: Weizen 27.75, Roggen 21^1.25, Gerste 2326, Hafer 18.519, Mais 18.25, Weizenmehl 41-41.25,

Roggenmehl 3f32, Wefzenklele 9, RoggeNklele 10.5, Tendenz: ruhig.

Amtliche Berliner Notierungen vom 3. September.

* Börsenbericht. Die Börse eröffnete in freundlicher £av tung, die Ermäßigung der Reparationszahlungen hatte einen sehr günstigen Einfluß aus das Geschäft, namentlich einzeln« Spezialwerte, so u. a. Farbcuakticu und Brannkohlenwerte wurden lebhaft umgesetzt. Im weitere» Verlaus trat aller, dings eine leichte Abschwächung ein. Der Anleihemarkt lag vernachlässigt. Am Geldmarkt stellte sich tägliches Geld auf 5,757 %, monatliches Geld auf 5,756,75 %.

* Devisenbörse. Dollar 4,194,20; engl. Psunt 20,3620,41; holl. Gulden 168,14168,56; T a u ;. 81,3: bis 81,52; franz. Frank 12,3212,36; belg. 11,5811,62; scywciz. 81,02-81,22; Italien 15,1715,21; schwed Krone 112,16112,44; b ä n. 111,50111,78; norweg. 9IP« bis 92,12; tschech. 12/2-12,46; österr. Schilling 59,22 bis 59,36; poln. Zloty (nichtamtlich! 46,6346,87.

* Produktenbörse. Amerika schickt ans Grund überraschend höherer Ernteschätzungen Kanadas recht flaue Depesche», die sich auch in kräftigem Rückgänge der Cifsordcrnngen zum Aus- druck bringen. Denicntsprechend sind auch die inländischen Weizenanstellungcn merklich niedriger bei mäßigem Angebot, während die Abschwächung für handelsrechtliche Lieferung hinter den Erwartungen zurückblieb. Roggen ist vom Inlands etwas reichlicher angeboten und ein wenig nachgiebiger. Es besteht Frage nach der Küste und seitens der Mühlen. Liefe­rung war nicht lebhaft und in den Preisen etwas nachgebend. Von Hafer entwickelt sich das Exportgeschäft allmählich und für gute Qualitäten griff auch der Inlandsbedarf mehr zu. Preise änderten sich wenig. Gerste in mittleren Qualitäten eher schwächer. Mehl leicht nachgebend bei ruhigem Geschäft.

Getreide und Clfaatcn per 1000 Kiloaramnr, sonst per 100 Kilo-

gramm in

Reichsmark:

3. 9.

2. 9.

8. 9.

2. 9.

Wetz märt.

259-265

262-266

Wetzll.f.Brl.

10,0

10,0

pommerid).

VogtLf.Vrl.

11,0

11,0-11,2

Nogg., märt.

202-208

203-209

Raps

315

320

pommersch.

Leinjaai

westpreuß.

Vikt.-Erbsen

42-48

42-48

Braugerste

197-241

199-242

kl.Speiseerbs.

33-37

33-37

Fullergcrstt

166-172

168-174

Fuitcrerbscn

24-28

24-28

Hafer, märt

169-183

168-181

Peluschken

.

ponimersch.

Ackerbohiicn

westpreuß.

Wicken

-

Weizenmehl

Lupin.,blaue

p. 100 kg fr.

Lupin., gelbe

-

Bln.br.inkl.

Seradella

©ad (feinst.

Rapskuchen

14,2-14,4

14,2-14,4

Mrk. ü.Rvi.

36,7-39,9

37,0-39,5

Leinkuchen

19,2-19,3

19,2-19,3

Roggemucdl

Trockcnschyl

10,6-10,8

10,6-10,8

p.lOO kg fr.

Sona-Schrei

20

20

Berlin br.

Torfinl.30/70

I -

infl Sack

29-31

29-31

Sortoff'lfld

20,2-20.7

20.5-21.0

Magerviehmark«. Auftrieb: 476 Rmder, darunter 379 Milchkühe, 59 Bullen, 38 Stück Jungvieh, 87 Kälber, 426 Pferde, 155 Schafe. Verlauf: Ruhiges Geschäft, geringe Quali­täten vernachlässigt. Es wurden gezahlt: A. Milchkühe und hochtragende Kühe: 1. Qualität 450570 M., 2. Qualität 300 bis 420 M., 3. Qualität 250300 M. Ausgesuchte Kühe und Kälber über Notiz. B. Tragende Färsen: 1. Qualität 300 bis 450 M., 2. Qualität 220280 M. Ausgesuchte Färse» über Notiz. C. Jungvieh zur Ala st: Bullen. Stiere, Färse» 42 bis 46 M. je Zentner Lebendgewicht. Ausgesuchte Posten über Notiz. Pferdemarkt: 1. Klasse 11001400 M 2. Klasse 890 bis 1000, 3. Klasse 500800 M., 4. Klasse 100400 M. Ten- denz: Sehr ruhiges Geschäft. Vom 3. bis 5. Oktober findet aus dem Magcrvichhos Berliu-Fricdrichsseldc die erste deutsche Zucht- und Nutzvicbatisstelluug statt.

Die amtliche Großhandclsindcxziffer vom 1. September und im Aèonatsdurchfchnitt August 1926. Die aus den Stich­tag des 1. Septeniber berechnete Großhandclsiudcrzisfer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem 25. August um 1,3 % auf 126,5 zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer der Agrarerzeugnisse um 2,5 % auf 127,3 nach- gegeben, die JndMiffcr Der Judustriestosfc um 0,8 % auf 124,9 ângezogeu. Im Durchschnitt August ist die Gcsanitindexziffcr gegenüber dein Durchschnitt Juli um 0,3 % auf 127,0 zurück- gegangen, die Gruppcnindexziffcr der Agrarerzeugnisse lag im Durchschnitt August aus 128,9, die Gruppcnindcxzifscr der Jndustricstoffe aus 123,5.

AèVMèlWÄM

R O M Ä H Yo 8 W 0 VF G A N G^M A R K E

URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCH VERLAG OSKAR MEISTER WERDAU

I (83. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.)

Mit dem Hundert-Meker-Laufen beginnt der Tag. Acht­undneunzig Läufer sind angemelöet, so daß zunächst zehn Vorlaute ftattfinben müssen.

Die Läufer haben jesigesèellt, daß beide Michaels an­wesend sind.

«Vaufen Sie, Klaus?" fragt Kerpen gespannt.

"3a, Kerpen." Klaus ist totenftarr, keine Muskel zuckt in seinem Antlitz.

|. £©ott sei Dank! Jetzt macht's mir Spaß "

Der Trainer der Kruber unterhält sich mit ihnen, el- her Staatssekretär von Reelingen zu den beiden nm. El oe- llrüßt sie herzlich.

Es ist mir eine Riesenfreude, daß Sie antreten können." spricht er zu Klaus.

Die Läufer der verschiedenen Länder scharen sich um das Drüderpaar.

Herr Slaalssekretär," ruft der Schweizer Suterius.mir ^tvorten, daß die Bewachung für den Sponsknmeraöe» «laus Michael zurückgezogen wird. Wir bürgen für ihn.' "Herr Sutorius, ich würde selbst für ihn bur-"«. wenn «letne Sürgfdmft angenommen würde," sagt der Vorsitzende ^es Komitees herzlich.

Das Wort entwaffnet sofort alle, und die Auslosung be- «lNNt.

Hartes im ersten Laus, Werner im dritten und «laus. Michael, wie herausgefucht, im zehnie« Lauf.

stann^'^ ^* 65 Dün ^""^ âu Mund: Klaus Michael ' ;®er P^s'dent und feine Gefolgschaft wundern sich, daß ein Braust« einfept, das immer stärker an= ichimut und zum hellen Jubel wird.

erfahren, daß Klaus Michael startet,' sagt der ^. o'ompifrhen Komitees rühm.

? IarL "!â)t verstehen, daß man einen solchen Kultus worden is^ treibl- der doch als Mörder verurteilt

Leider, Herr Präiidem. Kein thubm.'-b.ati |ut uti;cre Justiz. Eist zu milde, iebt viel zu scharf."

Der Präsident runzelt b'e S^'ii

Herr Dr. Reuendcij hat mein vollstes Veit-auen, Herr Gtantsfefretär "

_Aber das Volk bat sein Vertrauen zu ihm," sagt der Staatssekretär uner'tl.; fen

Dann verbeugte et sich und wendet sich den sportlichen Vorgätige« zu.

Der erste Verlauf beginnt Kerpen kämrst wie ein wilder Löwe und fdiiout M0lill>eii mit Bruzloretle.

Ein gutes Dinen

Der erste Stea auf d-uti^er Se:ie.

Raich folgt der zweite Beltuul, in dem der Schweizer G 'torius leicht siegt.

Der dritte Verlauf.

In der Loge des Herrn C'^ «-r ('418^ üben zwei bmac Frauen und sehen mit bteimenCen Äugen hinab in Die Arena.

Hanna und Drau Mana.

Mit klopienden Herien fihen Pe und morsen, fie-r Cichler-Hochheim. sichtlich geöltett. steht hmtet ihnen. Er ist io unfanbar mube. un) all sein Hoffen ist amanTren- gesunken. Er ist nicht stärker als ein Fuiiken in bet Stühe.

Läuft setzt Klaus?" fragt Hauna.

Nein, erst im zehnten Vor lau». Jetzt tntiü ferner

Sieh ihn dort im meisten Treh. Neben ihm n I sei 2fme. | rstaner Sulliven, der beste Läujcr bei West, bis ach die Brüder Michael "

Ja bis auf Klaus unb Werner "

Sie vergeben fast vor Evanmma 90? die Tausende ber Su'chauer fiebern sie auf Die EMichcidnng.

Endlich! Der StortidmR'

Werner und Sullinen n»d blendende Siaefcr Sie fliegen förmlich aus ihren Löchern, und baun raten sie fett.

Vom Start weg legen sie ein wahnwitziges Tempo los.

Aber sie sieben zusammen bis zwanzig Meier vor dem Ziele.

Dann wütet Werner los wie der leibhaftige Satan.

Sulliven gibt alles her. Ku-z vor Cem Ziele aber hat I ihn Werner vom Leibe.

j Unter ohrenbetäubendem Beifall schlägt Werner Sulliven mit einem Meter Vorsprung.

Trainer Fu ed Gunbins nimmt seinen Schützling in Empfang.

Abwarten, Synders. Ich habe mich nicht ganz aus»

gegeben." 1

Der englische Geiaiidie ist eani begeistertEin phäno­menaler Buriche, Herr Präsident. Geben Sie feinem Bruder die Freiheit. Es wäre doch jammet idjobe, wenn"

Es ist um die Gerechngkest. Lord Clive."

Ein offenes Wort. Herr Präsident. Das Urteil war maßlos hart. Man hält es überall, bei uns in England mie in Spanien, für ungerecht, und idi selbst bin lerne'reit über die Härte eridtroefen Tas Bestreben ?btes Minister«. Die Rechlszustände zu bessern, in Ehren. Aber er ist bestimmt zu weit gegangen."

Ein Pons folgt dem anderen und reißt das Interesse bes Piiblikums an sich.

Als der zehnte Laus kommt, ist die Spannung schier zur Si-DehiRe gestiegen.

Klaus Michael läßt sich eben massieren. Er Erbil» eine Sorte von Hanna. Seine Zeile steht boiouf, außer einem Wörtchen:Hanna", und ihr laßes Bild.

Er sieht das Bild an und zuckt pdammen. Tic Starre seines Gesichts, Die leine Freunde ängstigte, löst sich [ur Augenblicke.

Sieh. Werner, Hanna denkt an mich "

Sie schaut dir zu. Bruder. Sie trottet auf deinen Sira "

Klaus bliest dem Bruder voll in Die Augen und leg: beide Arme auf feine Schultern.

Ich will siegen, wenn es noch geht Du wirst mich wohl überflügeln."

Rem, Bruder, du b'ff der Stätfere."

Vielleicht heute noch, morgen nicht mehr. W rne,

Werner würgt es im Hoist, er will ipted m, aber jedes Trostwort, das aufrichlcn ioN. schien ihm »das.

Es gehl schon, Bruder," stößt er bann hei vor.

Es hat alles ein Ende. Tont innerem Vater habe ich eistrue 'Nerven erworben. Aber auch die venjaen emm ,! oder stumpfen ab zur Trägheit. Heule sann ich noch. Wer­ner. Sei ruhig. Ich will siegen!"

Der sensationelle zehnte Verlauf sammt.

Klaus Michael blendet die Sonne, als er auf dem

platze steht und feine Augen im Stabten Umidiau linnen

Aber er sieht nicht die Tarnende und 81hettauid.be b e ihm zuwinken, er trinkt die Sonne in sich ein. Mu em. m Schlage versinkt alles hinter ihm. Er fühlt nur die Sonne und atmet tief.

Als die Startplätze verlesen werden, schreckt er förmlich empor.

Der Staatssekretär steht an feiner Seite und laut fern Auag von der prächtigen Gestalt. (Sortießuna IQLaU