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Zul-aer Anzeiger

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Nr. 150 1926

Fulda, Montag, 5. Juli

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zul-a- und Haunetal * Zulüaer Kreisblatt

Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernfprech.^nschluß Nr. -S-

Nachönxk »«mit* »ersehenen flrNkel nur mit tRudtenongolw .« Fuzeig« 'gestattet.

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3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Wolkenbrüche, die im Riesengebirge niedergingen, verur­sachten Hochwasser, in dem drei Personen ertranken.

* In Nancy ist der vielgenannte Dr. S 'e Coud gestorben, der die nach ihm benannte Heilmethode einführte. Er ist 69 Jahre alt geworden.

* Die Kohleukrise in England nimmt immer bedenklichere Formen an, so daß sich Schwierigkeiten in der weiteren Fort­führung verschiedener Industriezweige ergeben.

* Mehr als 100 Menschen sind im südlichen Serbien bei einem furchtbaren Gewitter umgekommen, zum großen Teil durch Blitzschlag.

Ein Nachwort.

Von politischer Seite wird uns zu dem Ausgang der Neichstagskämpse geschrieben:

Wenn die Parteien des Deutschen Reichstages nicht bis an den Hals in sogenanntenGrundsätzen" stecken würden, die ihnen jede Bewegungsfreiheit nehmen, so wärt eine Regelung der F ü r st e n a b si n d u n g s f r a g k doch wohl möglich gewesen, weil alle Parteien, die rechten ebenso wie die linken, ungern mit leeren Händen ins Land hinausgehen und die der Mitte zu unzähligen Malen er­klärt hatten, mit den schärfsten parlamentarischen Mitteln eine Klärung zu erzwingen; die Negierung hatte wieder­holt ähnliche Drohungen von sich gegeben. Es verlief nun aber gerade wie das Hornberger Schießen.

Den Ausschlag gab die Weigerung der Sozialdemo­kratie, die trotz des Entgegenkommens der Mitte die Mit­wirkung schließlich ablehnte. Hätte die Sozialdemokratie mitgemacht, so würde sie zweifellos das von ihr erstrebte Ziel einer R e i ch s t a g s a u f l ö s u n g erreicht haben. Aber gegen rechts und links aufzulösen, dazu konnte sich die Regierung nicht entschließen.

Als einen Ausweg bezeichneten die Dcutschnationalen den in letzter Minute von ihnen gemachten Vorschlag der Ausmerzung alles Verfassungsändernden aus dem Ge- '«^M^^M^iMi ei,facher Mehrheit werde hierdurch ermöglicht. Aber das wollte die Regie­rung nicht mitmachen, weil eine derartige Frontstellung gegen links entscheidend die weitere inner-politische Ent­wicklung beeinflußen würde, denn an das von der Regie­rung erstrebte Ziel der Schaffung der Großen Koalition wäre dann nicht mehr zu denken gewesen.

So ist denn gar nichts erreicht, man wartet aus den Winter und hat sich lediglich geholfen durch eine Ver­längerung der Geltungsdauer des Sperrgesetzes, womit Kanzler M a r x zuerst gar nicht einverstanden war, was er sich dann schließlich aber gefallen ließ. Einen ein­zigen Ausweg gäbe es noch, auf dem aber jetzt nach dem Volksentscheid neue große Hindernisse liegen: es ist die Möglichkeit, daß bis zum Winter Verein­barungen zwischen den Ländern und den ehemaligen Herrscherhäusern zustande kommen, wo solche bisher noch nicht abgeschlossen sind. Und daß dann im Winter diese ganze innerpolitische Frage dadurch aus der Welt geschafft würde, die einen so wilden Kampf, so schwere Erbitterung in das ganze deutsche Volk hineingetragen hat. Vor Ge­richt jetzt einen Prozeß auszutragen, ist wegen des Sperr­gesetzes ja nicht möglich. Gerade die wichtigste Ausein­andersetzung, nämlich die zwischen den Hohenzollern und Preußen, stand ja unmittelbar vor einem Abschluß; sie ist aber dadurch, daß eine reichsgesetzliche Regelung in Aus­sicht stand, verhindert worden, da die preußische Regie­rung von dem Vergleich zurücktrat.

So ist denn der ganze parlamentarische und außer­parlamentarische Kampf eigentlich völlig überflüssig ge­wesen. Nur die üblen Reste der gegenseitigen inner-poli­tischen Verbitterung werden bleiben. Bleiben wird auch die Empfindung, daß die Regierung nicht bloß über eine -viel zu schwache parlamentarische Grundlage verfügt, son- dern überhaupt nicht gerade an einer übermäßigen inneren Stärke leidet. Es ist nicht dazu gekommen, in der bren- nendsten innerpolitischen Frage eine Entscheidung zu er- zwingen, sondern man muß sich mit dem Nichts, das jetzt da ist, zufriedengeben.

Die Vertagung des Reichstages.

Bevor der Reichstag sich bis zum 3. November vertagt hat, Erledigte er noch in einer Nachtsitzung zahlreiche Gesetzentwürfe in schnellem Tempo. So wurde die Reichsregierung durch ein Gesetz ermächtigt, Wirtschaftsabkommen mit ausländischen Staaten bei dringendem wirtschaftlichen Bedürfnis, jedoch Höchstens für drei Monate, abzuschließen. Ferner wurde das Gesetz zur Aufhebung der bisherigen Anstellungsbedingungen per Schutzpolizei verabschiedet. Von besonderer Wichtigkeit ist schließlich die Annahme der Handelsverträge mit Dänemark mnd Schweden und in Verbindung Hiermit die A nuah m e der neuen Zollsätze nach den Ausschußanträgen gegen Sozialdemokraten, Völkische und Kommunisten. Ein Antrag der Kommunisten, auch ihr M i ßtrauensv0t um ge gen d i e R e g i e r u n g auf die Tagesordnung zu setzen, ging nicht church, da Widerspruch hiergegen erhoben wurde. Schließlich trennten sich die Reichstagsabgeordneten in mitternächtlicher Stunde.

tfm den neuen ReèchBahndirettor.

Berlin. In einer Kabinettssitzung beschäftigte sich die Reichsregierung mit der durch die Zurückziehung des Fürsten- «bsindungSgesetzes geschaffenen Lage. Irgendwelche Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Es wurde ferner noch eine Reihe lausen­der Angelegenheiten erledigt und die Bestätigung der Wahl Dorpmüllers zum Generaldirektor der Reichsbahn er­örtert. Man nimmt an, daß am Montag eine endgültige Klä­rung in der Bestätigung Dorpmüllers erfolgen wird. Am DienStag tritt der Verwaltungs»«! der Reichsbahn zusammen.

Verheerende

Schwere Wolkenbrüche

im Riesengebirge.

Mehrere Personen getötet.

Auf das Riesengebirge sind von neuem schwere Wolkenbrüche niedergegaugen, die große Verwüstun­gen ungerichtet und auch Menschenleben vernichtet haben. In Giersdorf wurden mehrere Häuser weggecissen, in Hermsdorf unterm Kynast zwei Brücken zerstört, wobei drei Menschen den Tod fanden. $n Krumm hüb el gleichen weite Strecken rechts und links von der Loninitz einem Trümmerfeld. In Oberkrummhübel ist das Wasser in viele Land- und Bauernhäuser eingedrungen. Die Wege sind an den Rändern teilweise bis in zwei Meter Tiefe hinab aufgerisscn. In Q u e r s e i f e n haben sich die Gebirgs­bäche neue Flußläuse geschaffen, die metertief sind. Der Schaden in Krummhübel unb Brückenberg an den Wegen und Bauten ist noch unübersehbar. Augenzeugen berich­ten, daß die Wassermassen mit solcher Wucht zur Erde stürzten, als seien Wannen mit großem Schwung aus­geschüttet worden. Die Talsperren wurden überflutet, die Durchlässe verstopft.

Der Niederschlesische Provinzialausschuß hat nach ein­gehender Beratung über die Hochwasserschäden beschlossen, den Landeshauptmann zu ermächtigen, in gleicher Höhe wie der Staat, zunächst bis zur Höhe von 200 000 Mark, vorläufige Leistungen zur Linderung der dringlichsten Hochwasserschäden, besonders zur Beschafsung von Vieh- futter, zu übernehmen.

In Hermsdorf sind bei der Überflutung fünf Men­schen ertrunken. Die elektrische Talbahn und Die Krumm Hübeler Lokalbahn können nicht verkehren. Weite Strecken rech^uud links von der Lomnitz glichen einem Trümmer­feld. An den nicht weggerissëucn Brücken stauten sich Holzstämnre, Bäume und fortgefchwemmtcs Hausgerät zu solche« Massen, daß die Wassermengen sich neue Bahnen suchten und über die Straßen, Wege und Gärten dahin- brausten. Viel Kleinvieh ist ertrunken. Baumstämme von 50 Zentimeter Durchmesser wurden auf die Wege nnd in die Gürten geworfen. Das Reichswehrregiment aus Hirschberg wurde zur Hilfeleistung in das Überschwem­mungsgebiet abkommandiert. Der Eisenbahnbetrieb in dem betroffenen Gebiet ist teilweise unterbrochen, die Landstraßen sind vielfach unfahrbar.

Der Schaden ist entsetzlich, obwohl sämtliche Ver­wüstungen erst nach Wiederablauf der Wassermassen festge­stellt werden können. Schon jetzt kann man sagen, daß der weitaus arößte Teil der Ernte vernichtet worden ist.

Bedrohlicher Kvhienmangel in SÄgiMd.

Rückschläge auf die Industrie.

Londoner Blättern zufolge macht sich der Kohlen­mangel infolge des Bergarbeiter-streiks jetzt so empfindlich fühlbar, daß die Regierung am Mittwoch nächster Woche das Unterhaus um Bewilliguug besonderer Kredite zum Ankauf umfangreicher Kohlenvorräte im Ausland ersuchen wird, um die lebenswichtigen Dienstzweige des Landes, deren Störung im öffentlichen Interesse nicht gestattet werden darf, ausrechtzuerhaltcn.

Der politische Mitarbeiter derDaily Mail" schreibt, die englische Industrie beginne allmählich infolge Kohlen­mangels langsamer zu arbeit.::. Von der Regierung werde keine Mitteilung darübe gegeben werden, wo wann und in welchen Mengen Kohlen angekauft werden sollen, damit die Preise nicht in die Höhe getrieben wer­den.

Briefe an den Femeausschuß.

Wünsche und Beschwerden.

Der Femeausschutz des Preußischen Landtages vereidigte den als Zeugen vernommenen deutschnätionalen Landtags- abgeordneten Jahnke, der erklärte, er habe von den Feme- organisationen und Fememorden erst durch die Zeitungen er­fahren. Er habe wohl mit verschiedenen Organisationen in amtlichem Auftrage Beziehungen ausgenommen, von Femc- angelegenheiteu habe er jedoch dabei nichts erfahren. Aus dem Strafgefängnis Plötzensee hat der Mörder Robert Grütte-Lehder an den Ausschuß geschrieben. Er teilte mit, feine dem Ausschuß gegenüber schon früher zum Ausdruck gebrachte Befürchtung, daß ihm seine Bekundungen vor dem Ausschuß Schaden bringen würden, habe sich bewahrheitet. Trotzdem es in der Urteilsbegründung ausdrücklich hieß, daß seiner Tat der politische Charakter nicht abgesprochen werden könne, habe man ihm, offenbar wegen seiner gegen das Gericht gemachten Zeugenaussage vor dem Untersuchungsausschuß, Den politischen Charakter seiner Tat

jetzt doch abgesprochen und verschiedene Repressalien ergriffen, wie z. B. das Schreibzeug entzogen, seine schriftlichen Unter­lagen fortgeuommen usw. Er müsse daher jede weitere Aus­sage verweigern, bis der Ausschuß irgendwie zu diesen Re­pressalien Stellung genommen habe. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, er habe dieses Schreiben den Vertretern des Justiz- ministeriunis zur Kenntnis gebracht, die sich dazu noch äußern würden. Weiter ist ein Brief des Strafgefangenen Zschauer aus Leutförd (einem Strafanstaltskommando), datiert vom 20. Juni 1926, eingegangen. Er hat folgenden Wortlaut: Endesunterzeichneter befiitdet sich

wegen Begünstigung der Rathenau-Mörder

in Strafe und ersucht um Vernehmung io Sachen der Seme«

Die Gewalt der Wassermassen läßt sich am besten daraus ersehen, daß in Giersdorf sechs Häuser vollständig ver- michtet und eine Anzahl von Gebäuden so schwer beschädigt wurde, daß die Bewohner ihre Wohnstätten fluchtartig verlassen mußten. Auch ein großer Teil des Vieh- und Kleiuviehbestandes ist der Überschwemmung zum Opfer gefallen. Der Bevölkerung hat sich starke Erregung be­mächtigt.

Serbien und Bulgarien in Hochwüssersnot.

Im südlichen Serbien hat sich ein furchtbares Wasserunglück ereignet, das den Tod von mehr als hundert Menschen, darunter fünfzig durch Blitzschlag, znr Folge hatte. Auch in Bulgarien gab es schwere Unwetter. Alle Flüsse sind gestiegen und haben durch das Austreten aus ihrem Bett großen Schaden an­gerichtet. Teilweise mußte der Zugverkehr eingestellt werden. Tas Städtchen Krima Talanca wurde, bevor die Bevölkerung sich retten konnte, vollständig unter Wasser gesetzt; in einer Stunde wurden 15 Häuser weg­gerissen. Die Ernte, die gute Aussichten zeigte, ist völlig vernichtet.

9( dem Donaugebiet werden neue Damm- brüche gemeldet. Bei Marosvasarhely blieb ein Lokalzug vor einer Brücke, Die von den Fluten weggerissen wurde, stehen und war daun vollständig vom Wasser e i n g e s ch l 0 s s e n. Rumänisches Militär reitete das Zugpersonal und Die Fahrgäste in Kähnen.

Überschwemmungen in Tscheche! und Jugoslavien.

Die Erdmassen bei Münchengrütz, die sich in Bewegung befinden, sind durch die letzten Regengüsse von neuem stark ausgeweicht worden, so daß man stündlich mit einem weiteren Abgleiten und einer neuen Katastrophe rechnen kann. Die im gefährdeten Gebiet liegenden Ge­höfte wurden geräumt, Da Jie sich bedenklich zu neigen be­ginnen undeinzustürzen drohen.

In Jugoslawien haben die Überschwemmungen be- deutend zugenommen, vor allem in der Gegend von Som­bor, wo 30 000 Hektar unter Wasser stehen. Die Fluten sind auch in die Staatsdomäne Belje eingedrungen.

*

Hochwassergefahr in Mexiko.

Im ganzen Land bleibt infolge der sich beinahe ohne Unterbrechung auseinauderreihenden Wolkenbrüche die Hochwassergefahr nach wie vor ernst. Nach Meldungen aus Durango ist die Ernte im ganzen mittleren Mexiko so gut wie völlig zerstört. Durch die von der mexikanischen Hochebene kommenden Wassermassen sind verschiedene Vorstädte der Stadt Mexiko bedroht.

morde. Es handelt sich in erster Linie um die Verteidiger, Rechtsanwälte Dr. Sack und Dr. Bloch. Aus Rechts- und Wahrheitsgründen bitte ich um Genehmigung meines Ge­suchs. Hochachtungsvoll sind. ing. Zschauer."

Zum Fall der deutschvölkischeu Abgeordneten W u l l e» Kube wurde beschlossen, in die weitere Beweisaufnahme am Ende der Sommerserien, nicht vor Dem 14. September, ein­zutreten.

preußischer Landtag.

(195. Sitzung.) tt. Berlin, 3. Juli.

Das Haus nahm nach längerer Aussprache noch den ein­heitlichen Antrag des Haupiausschnsses an, der umfassende Hilfsinatznahnieit für die Hochwassergeschädigten fordert. Auch soll geprüft werden, ob Versäumnisse hinsichtlich Der Unterhal­tung der Deiche usw. vorgelegen haben. Auf Die Reichsbahn- Verwaltung soll auf den sofortigen Erlaß eines Nottarifes für Futtermittel und Viehtransporte bingewirkt werden. Ferner soll das Staatsministerium ermächtigt werden, die erforder­lichen Mittel vorschußweise zu verausgaben.

Heute wurde die Dritte Etatsberatung beim F 0 rstetat weitergeführt. Nachdem eine Anzahl Wünsche lautgeworden waren, war der Etat erledigt und der G e st ü t s e t a t kam an Die Reihe. Auch dieser war bald erledigt. Es folgte die Be­sprechung des

LandwirtschaftöhauShaltö.

Abg. Roeingh (Ztr.) erklärt, die Wiederherstellung Der Rentabilität müsse an erster Stelle stehen. Die Stickstoff- fabriken arbeiten mit zu hohen Dividenden. Es fei zu er« wagen, ob man nicht Die sozialen Lasten abbauen könne.

Abg. Schulze-Stapen (Dtn.) wirft die Frage aus, ob an­gesichts der Hochwasserkatastrophe die Betreuung Der Wasser­straßen durch das Reich Die Belange der deutschen Wirtschaft genügend gewähre. Nur über Die Wiedergesundung Der deut- schen Landwirtschaft kann Die deutsche Wirtschaft überhaupt wieder ausblnhen.

Auf Befragen durch den Abg. von Plehwe (Dtn.), welche Maßnahmen znr Bchcbilng der wirtschaftlichen Not in Ost­preußen der Landwirtschastsniinistei bisher ergriffen habe, führt Minister Steiger n. a. aus: Vor Inangriffnahme einer ergiebigen Aktion in Ostpreußen ist noch ein Bericht Der Lândwirtschastskanuncr erforderlich, Der bisher noch nicht vor­liegt. Insgesamt soll die Landwirtschaft in diesem Jahre ungefähr eine Milliarde an Krediten zurückzahlen. Es ist ohne weiteres klar, daß diejenigen Gebiete, die vom Hoch­wasser betroffen sind, zu dieser Rückzahlung nicht in per Lage sind. Mein Bestreben geht dahin, daß Notstandsgebiete gebildet werden, in denen die Landwirtschaft davon befreit sein soll, ihre Schulden jetzt zurückzuzahlen. _ .

Nunmehr schließt die Besprechung des Landwtrtscha,tS- etats und eS kommen zur Beratung Die Kapttel Bergver- Waltung und HandelS- und Äewerbeverwal» tun».