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über vuäiitck6iirii>i6vn fih baul|4c Uriritflnifie und Be» I Handlung Deutscher H a nd l u n gsrc i sc »der in Dänemark.

Abg. £bomfen (Din.) erklärte, seine Freunde könnten dem § Vertrag nicht zustimmen, weil er schwere Schädigungen für die deutsche Landwirtschaft brächte.

Avg. v. Crüsc (Völk.) bezeichnete den Vertrag als das | Ungeheuerlichste, war je der deutschen Landwirtschaft geboten - worden sei.

Ada. Krätng (Soz.) meinte, die Landwirisckast könne ebensowenig wie jede andere MrlschasiSgruphe verlangen, daß 0 ihre Wüllsche zu 108 % erfüllt würdet!.

Der Vertrug wurde Darauf in zweiter Lesung in murent« I licher Abstimmung mit 221 gegen 158 Stimmen und zehn Kttb ! Haltungen augenonimen. Dagegen stiMiNteu die Dculsch- uationalen, die Bäuerische Bollaharlei, Die Mhrhcit der Wirt- schaftlichen Bereinigung, Die Kommunisten und die Völkischen.

Abg. Dr. Fehr (Wirtsch. Ver.) beantragte die Absetzung der Dritten Beratung von der Tagesordnung Der Absctzungs- K antrag wurde im Hammelsprung mit 181 gegen 159 Stimmen 6 angenommen. Das Haus ging dann zur dritten Beratung | der von den Regierungsparteien eingebrachten Novelle zur ReichSyersicherungsordnung und zur Angestelltenversicherung ; über. Die eine Anpassung an Bestimmungen des Knappschafts- gesetzes wünscht. „

I Aba. Pieck (Komm.) meinte, die Vorlage bedeute einen I Abbau der Sozialversicherung. ,

Abg. Frau Schröder (Soz.) forderte die bürgerlichen Par- r leien aus, wenigstens Die Bestimmung zu streichen, durch Die Die Waisen und die Kinder von Invaliden Der Rente verlustig 3 gehen, wenn sie einen monatlichen Verdienst von 15 Mark i ^Tcr sozialdemokratische Antrag aus Streichung dieser Bc- ) stimmung wurde in namentlicher Abstimmung mK 229 gegen : 151 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt. Im übrigen 8 wurde die Vorlage nach den Beschlüssen der zweiten Lesung ; angenommen.

I _ " Das Haus vertagte sich auf Donnerstag.

Preutzischer La^Siag.

(137. Sitzung.) tt. Berlin, 23. Juni.

Bei Erledigung kleiner Vorlagen wird u. a. ohne Aus- i sprackc der Ausschutzberatung überwiesen ein Zentrumsantrag, s bei Den Verurteilungen aus Anlaß der Winzerunrnheu in Bernkastel eingehende Gnadengesuche zu berücksichtigen, sowie I ein dentsch-volksparteilicher auf Vermeidung von Notvcrkaufen i der Getreideernte. Der Ausschußantrag, Beihilfen zur Fertig- I ftcKuua der neuen Hcbammcnlchranstalt in Insterburg zu ge- währcn, wird ohne Aussprache angenommen. Es folgt die i dritte Beratung der

Hauszinsstsuer.

Die Abgg. Hecken (Dtn.) und Stendel (D. Dp.) verlangen s Zurückverweisung der Vorlage an den Hauptausschuß.

6 Finanzminisier Dr. Höpter Aschoff spricht sich gegen diesen ■ Antrag aus, weil die Verabschiedung des Gesetzes aus tech- ‘ Nischen Gründen nicht länger hinausgeschoben werden könne.

Mit den kommunalen Verbänden habe man bezüglich der sozi­alen Fürsorgebestimmungen, Die in der Vorlage enthalten sind, 8 nicht zu einer Einigung kommen können. Nach weiterer Ge- ■ schäftsordnunasdebatte wird im Hammelsprung der deutsch- nationale Antrag auf Zurückverweisung der Vorlage an den f Ausschuß mit 181 gegen loüStimmen der Rechtsparteien, der Wirt­schaftspariei und der Kommunisten abgelehnt. Das Haus tritt in die dritte Beratung der Hauszinssteuer ein, wobei Abg. I Hecken (Dtu.) nochmals die Bedenken seiner Fraktion zum Ausdruck bringt.

Abg. Kilian (Komm.) lehnt die Vorlage ab, weil sie die breiten Massen stark belaste.

Abg. Meyer-Solingen (Soz.) tritt für das Gesetz ein. Es müsse dafür gesorgt werden, daß baldigst das ganze Haus- zinssteucraufkommen für den Wohnungsbau verwendet werde.

Abg. Ladendorff (Wirtsch. Vcr.) ist gegen das Gesetz und beantragt Bewilligung von Mitteln zur Instandsetzung der s Altwohnungen; dadurch würden auch viele Erwerbslose Arbeit erhalten.

Abg. Hoss (Dem.) begründet einen demokratischen Ent- - sÄließungsautrag. der für Die Instandsetzung des Altwohn- raunies Mittel befürwortet, und ist für das Gesetz.

Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff wendet sich gegen zu weitgehende Änderungsanträge der Rechten, die er abzu- lehnen bittet.

Abg'. Stendel (D. Vp.) erklärt gegenüber dem Finanz- I minister, daß cs nicht gerecht und billig sei, die Hauszins­steuer eine Jnflationssteuer zu nennen. Er ist gegen das Gesetz in seiner jetzigen Form.

Nach kurzen Bemerkungen des Abg. Stolt (Komm.) schließt die allgemeine Besprechung.

In der Abstimmung wird der deutschnationale Antrag auf völlige Steuerfreiheit der Binnen- und Küstenfischerei gegen die Rechte abgelehnt, ebenso einige andere Anträge der Teutschnationalen, so in namentlicher Abstimmung mit 213 , gegen 188 Stimmen der Antrag, der aus dem Auskommen Der ; Hauszinssteuer den Bezirksfürsorgeverbänden für hilfsbe­dürftige Mieter 10 % vorweg überweisen will. Nach Ableh­nung weiterer Anträge bleibt es im wesentlichen bei den Aus­schuß- bzw. Plenarbeschlüssen zweiter Lesung.

Die Schlutzabstimmung findet auf Antrag der Rechten namentlich statt; sie ergibt mit 216 gegen 187 Stimmen Die Annahme des Gesetzes, das damit endgültig verab­schiedet ist.

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SLimmungsbilder.

(Skizzen aus dem Felde 1914—18.)

Von Otto Ulbrich, Fulda.

(Fortsetzung.)

28. September 1915.

III.

Es ist Krieg! Aber die Ernte stand auf den gesegneten fruchtbaren Fluren Frankreichs so prangend und schon wie je, und die Wagenräder knarrten unter der Last des körnerfchweren Weizens. In saurem Schweiße arbeiteten und arbeiten noch heute unsere Kameraden mit den braunen Töchtern Frank­reichs und froh fahren sie auf den schwer hereinschwankenden, hochbeladenen Erntewagen heimwärts, oder werfen sich die Garben auf den haushoch aufgebauten, fpitz zulaufenden Haufen einander zu, deren einzelner Wert etwa 5—6000 Mark beträgt. — Friedensleben, soweit das Auge blickt, auch drunten in der Mulde des großen Gutes N., wo die weherrden Rauchfahnen den Standort der Dreschmaschinen bezeichnen. Das ist hier wie : anderswo, aber doch wirkt es anders, dieses Friedensbild zu schauen, während mit dem Winde, aus weiter Ferne her ver­lorener Geschützdonner hallt, es zu schauen auf dem Felde, an dem für alle Zeiten die Erinnerurig hastet an Schlacht und ' Krieg, wo mitten in der reichen Ernte die teils wohlgepflegten Gräber der Helden sind, von Freund und Feind. — Ich fahre im Abendsvnnenschein dahin und verfolge die sinkende Sonne, deren letzte Strahlen über die hohen Wipfel der Kiefern und : Birken streichen, das ewige Wunoer der Natur, bis sich die violetten Nebel mit dem graublauen Gewölk vereinigen. Es i iwirs still und immer stiller, ich fahre durch aufsteigende Nebel- gebilde, rechts und links der Straße sind sumpfige Niederungen, Schilfrohr, große Teiche und Weiher, auf denen sich in Massen die aufschreckenden Wildenten und Wasserhühner tummeln. Die Niederjagd ist jetzt hier in vollem Schwünge, und bildet die Lieblingsbeschäsligung unserer zumeist jagchgewohnten OM, ziere. Große Ketten Rebhühner laufen in den Stoppelfeldern herum und stolz kehren die Waidmänner von erfolgreicher Jagd heim, um am Abend köstlich zu schmausen. Immer dunkler werden die . Schatten, und die Welt besteht wie aus lauter Schattenrissen, ; die sich vom stahlblaugrauen Himmel so düsterdunkel abheben, ■Iras alles ins gigantische wächst. Der Wald erscheint mir ge­heimnisvoll traurig-, die Birken neigen ihre Zweige wie in lei­sem Weinen. Es i|t Nacht geworden, meine Azetylenlampe wirst einen großen Schein, mitunter steht ein Raubvogel geblendet l auf der Straße, und rettet sich erst im letzten Moment, Hasen Miesel, Igel und Mäuse laufen über.den Weg, Frösche quaken erschreckt, hin und wieder platscht es, ich habe wider Willen eine

politische Rundschau.

Deutsches Mich

Die polnischen Wanderarbeiter in Deutschland. x

Der Volkswirtschaftliche Ansschuspdes Reichstages be­schäftigte sich eingehend mit der-Frage dèr polnischen Wanderarbeiter in der Landwirtschaft. Er nahm einstim miq eine Entschließung an, in der die Reichsrègierung er­sucht wird, im Hinblick auf die gewaltige Arbeitslosigkeit Maßnahmen zu ergreifen, die die R r b e i t s g e l e g e u - h e i t f ü r deut sch c A rbei t è r in der Lanchvirtschaft fortschreitend erweitere. Insbesondere müsse die Reichs- regierung dem Bau von Landarbeiterwohnungen erhöhte Aufmerksamkeit zuwendcu.

Hilfe für das Saargcbict.

Der Neichstagsausschuß für die besetzten Gebiete be­schäftigte sich mit der Frage der ftreDit^

Gewerbe, Handel und Landwirtschaft des Saargebiets. Hierzu lagen Anträge vor, die zur Hebung der Notlage .Reichsaufträge, Stcucrcrleichtcrutrgen und Zinslose Kte- dite forderten. Reichskanzler Dr. Marx gab die Erklä­rung ab, daß das Reich bereit sei, einen Betrag von 3 bis 4 Millionen Mark für langfristige B a u k r e d i t e zu gewähren. Darüber hinaus seien aber bei aller Würdigung der Notlage weitere Mittel nicht verfügbar.

Polen.

X Eine Irrsinnige im Vorzimmer Pilsudslis. Eine geisteskranke Frau namens Josefine Goncza hatte sich in das Vorzimmer Marschall Pilsudslis verirrt. Da man zunächst Attentatspläne vermutete, wurde sofort die Wache alarmiert und die Frau aus dem Vorzimmer entfernt Bei der Untersuchung der Goncza stellte sich jedoch heraus, daß diese keine Waffen bei sich hatte und daß es sich ledig­lich um den Schritt einer Irrsinnigen handelte. Frau Goncza wurde zur Beobachtung ihres Geistes­zustandes ins Johannis - Krankenhaus in Warschau übergeführt.

Nordamerika.

X Das neue amerikanische Kaligesetz. Der Washingtoner Korrespondent der „Times" meldet: Der vom Repräsen­tantenhaus angenommene Gesetzentwurf sieht die Bereit­stellung einer Summe von 100 000 Dollar jährlich für die Dauer von fünf Jahren zur Erforschung der K a l i l a g e r in den Südweststaaten, in erster Linie Texas, vor. Man glaubt, daß diese Gebiete die reichsten Kalilager der Welt enthalten und daß ihre Ausbeutung die Notwendigkeit einer Einfuhr von Kali aus Europa im Werte von 10 Millionen Dollar jährlich unnötig machen würde.

Aus Zu- und Ausland.

Berlin. Der Ausschuß für die Wahl des Vorsitzenden der Zentrumssraktion des Reichstages beschloß, die Wahl bi s zum H e r b st zu verschieben. In Der Zwischenzeit sollen die Geschäfte des Vorsitzenden von den Abgeordneten Sieger­wald und von Guürard weitergcsührt werden.

Breslan. Als F a l s ch m ü n z e r verhaftet wurde hier ein Maurer, seine beiden Söhne und ein Packer, die falsche Drei­markstücke hergestellt und verbreitet hatten.

Darmstadt. Professor Eberhard! von der hiesigen Technischen Hochschule, der mit dem Freiballon „Darmstadt" an einem Freiballonwettflug teilnahm, ist in Saaz in der Tschechoslowakei, wo er mit seinem Ballon gelandet Ivar, interniert worden; der Ballon wurde beschlagnahmt.

Paris. Wie dem „Petit Journal" gemeldet wird, wird daS zur Bcsctzungsarinee gehörende 402. Infanterieregiment demnächst endgültig nach Frankreich znrüükehren und wahr­scheinlich in Tont und in Metz Garnison beziehen. Weitere Regimenter werden demnächst vom Kriegsminister wieder in die Heimatgarnison eingereiht werden.

London. Die Zahl der Arbeitslosen betrug am 14. d. M. 1 629 900, das sind 20 781 mehr als in der Vorwoche und 349,530 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

London. Wie der Minister für den Bergbau, Oberst Lale Fox, kürzlich im Unterhaus mitteilte, sind bis zum 19. Juni insgesamt 181000 Tonnen Kohle nach England importiert worden.

Warschau. Rataj reichte in der Sejmsitzung seine Demis­sion als Sejmmarschall ein, die aber durch Beschluß des Sejms abgelehnt wurde. Rataj besteht jedoch aus seinem Beschluß, sein Amt niederzulegen.

Newyork. Der frühere Reichskanzler Cuno befindet sich seit Sonnabend in Amerika, um mit der Regierung der Ver­einigten Staaten in Washington über die Rückgabe des deut­schen Eigentums zu verhandeln.

Newyork. Der deutsche Botschafter, Freiherr v. Maltzan, ist mit demDampfer „Albert Ballin" nachDeutschland.ubgereist, wo er seinen kranken Vater besuchen will.

faule Kröte überfahren. Auch die dunkle Nacht hat ihre Reize und manches lebt erst in der Nacht auf; vielg«)taltig ist das Leben des Raubzeugs, welches mit nächtlichem Raub das Leben fristet. — Ich komme gegen 11 Uhr nachts heim und nady und nach sind alle Kameraden zurück. Der eine schmort sich noch et= was, der andere liest das „Neueste" vor, die neuesten Tele­gramme werden besprochen, nach und nach verschwinden die Kameraden. Auch ich strebe meiner Klappe zu, hergestellt aus zwei Fensterläden und einer zersägten Tür, als Füllung etwa ein Dutzend Schütten Haferstroh, darauf zwei wollene Decken, ein weiß bezogenes Roßhaarkissen aus dem Schloß zu Auroir, zwei Bettlaken und meiner schon lange mitgeführten roten Steppdecke, die idy dereinst von einem hungrigen Infanteristen gegen Kaffee und Brot erhielt, Dies ist mein Bett. Unser elek­trisches Licht wird abgedreht, ich rauche im Bett noch eine, mir von einer liebèn alten, wohlwollenden Dame gestiftete feine „Manoli"-Zigarette und hänge meinen Gedanken nach. — Mein Liebstes hätte in diesen Tagen das 36. Lebensjahr vollen­det, mein alter Vater hatte Geburtstag, und mein armer mut­terloser Bub hat ohne Vater und Mutter sein fünftes Lebens­jahr vollendet. - Ein frommer Wunsch, ein stilles Gebet, meine Zigarette ist zu Ende, ich schlafe ein. — Plötzlich gegen 1 Uhr nachts erwache ich, ein dröhnender Schlag läßt die Fenster er­zittern, ich höre ein Sausen und Braufen in der Luft, ein Ge­heul und wiederum eine gewaltige Detonation. Ich stehe auf und wecke die nicht erwachten Kameraden, und in kurzer Folge wiederholen sich die Explosionen achtmal. Das Sausen ver­schwindet, und ich sehe in der dunklen Nacht nichts als einzelne Sterne, sonst ist alles still. — Am andern Morgen hören wir: Ein feindliches Luftschiff versuchte den Hamer Bahnhof zu zer­stören. Der Plan mißlang vollkommen, begünstigt durch die große Dunkelheit, Es waren 9, je einen Zentner schwere Bom­ben geworfen worden, von denen acht krepierten und eine als Blindgänger liegen blieb. Der letztere liegt einige lOO Me­ter von unserem Häuschen entfernt auf einer weichen Wiese, ein Langgeschoß, 1 Meter lang, hinten einen Schweif von Blech, ebenso lang wie das Geschoß, beides mit einem Bindestrang ver­bunden. Ein Posten steht dabei, heute wird das furchtbare Ding an Ort und Stelle gesprengt. Nicht weit von diesem Blindgänger krepierte ein zweites Geschoß, und riß ein manns­tiefes. zimmergroßes Loch aus dem Boden, ein drittes fiel in einen sumpfigen Teich und warf das ganze Wasser heraus, einige andere krepierten in Gärten oder auf dem freien Felde, eins fiel auf eine Hauswand, riß das Dach ab, sprengte die Wand, zer­riß und zerschlug alle Scheiben, Schränke und'Stühle im Jim- mer, und die 8 Soldaten, welche hinter einer inneren Wand schliefen, blieben wie durch cn Wunde heil und gesund. Sie lagen eine Viertelstunde, betäubt von den Gasen und dem ge»

Die GieiLervsmüSZalânZLtt.

Schonfrist bis zum 24. Ju l i 1926 verlängert.

Die Finanzämter sind anacwiesen worden, die (Dn- kommensteuerbescheitze möglichst' bis zum JMMxcuis- zahlungÄermin züzustellen. Nach En^saua des Schnee bescheivkK'yaben Die Pflichtige:! mc Vbi'anözahlnggell auf Die Einkonnnensteüer nicht mehr selbst zu ber’eiliheit. 'tyitey Die Äbgäbe der Po ichnmeldun gè n für disi EbtEvmMènsteüxr fällt weg. Die Poi'ansznhlnngcri sinD nachdem Skeucr- brscheid zu eittrichten. Die Schonfrjst ist gllge- mein bi s ' z u m' '2 l. I ul i 1 *1 $ 6 b c r l an ije11 worden. Wer bis zum 17. Inti 1926 (einschließlich) den Steuerbescheid erhalten hat, hat Die Vorauszahlungech auf die Einkommensteuer ebenfalls nach dem Steuerbescheid zu entrichten.

' Steuerpflichtige, Die bis zürn 17. Juli 1926 den ^jn» koinmensteuerbescheid noch nicht erhalten haben, müssen Die Vprauszahltmgen nach den Betriebseinnahmen 'Umsatz) oster dem Vermögen leisten. BüchfüstrenLe Gewerbe­treibende, dellen bis^um 17. Juli 1926 der Steuerbescheid Ndch nicht zugestellt ist, könüen Die Vorauszahlungen vor­läufig in Höhe eines Viertels des Betragest entrichten, der sich nach der Steuererklärung als Steuerschuld ergibt. Führt die Veranlagung zu einer höheren Steuerschuld, so ist der Unierschiedsbetrag zwischen der geleisteten Voraus­zahlung und der sich nach dem Steuerbescheid ergebenden Vorauszahlung innerhalb eines Monats nach Zustellung des Steuerbescheides nachzuzahlen. Die Verlängerung der Schonfrist gilt diesmal ausnahmsweise auch für die Umsatzsteuer.________________________________________________

Aus Kessen-Mffau und Aachbargebieten.

Merkblatt für den 25. Juni.

Sonnenaufgang 3” II Mondanfgang 8° N.

Sonnenuntergang 8-° || Monduntergang 352 V, 1822 Dichter E. T. A. Hoffmann gest. ■- 1842 Dichter Heinrich Seidel geb. — 1864 Physiker Walter Nernst geb. — 1904 Dichter Wilhelm Jordan gest. — 1912 Maler Lawrence Alma-Tadema gest.

Geht stumm an dir vorbei die Welt, — so fühle stumm und andachtvoll: — Ich bin ein Kelch, für Gott bestellt, — der ihn allein erquicken soll. Fr. Hebbel.

Wetterbericht.

Das südwestliche HochdruckgeKet hat sich weiter verstärkt. Unser Bezirk liegt im Bereiche einer nordwestlichen Wind- strömung, die uns zunächst zwar zeitweise Bewölkung, aber feine nennenswerte Niederschläge bringt. Die Temperaturen erfah­ren keine wesentliche Aenderung. — Vorhersage bis Donnerstag , abend: Vielfach aufheiternd, 'Temperaturen wenig geändert, Winde aus westlichen und nördlichen Richtungen. — Aussichten für Freitag: Im wesentlichen Fortdauer der herrschenden Wit­terung.

□ Einrciscbcstimmungcn für Euglandrcisen. England- reifenDe müssen zur Erlangung Der Einreisebewilligung den Nachweis erbringen, daß sie in England weder eine Stellung suchen noch antreten wollen. Der Reifende muß daher für Die Prüfung durch die Einwandernngskontrolle zunächst einen Paß mit englischem Visum und eine ge­nügende Barsumme mit sich sichren; ferner sind zur Er­leichterung Der Einreise Hotelbestätigung oder Hotel­kupons, ferner auch Einladungsbriefe von Verwandten oder Bekannten, Geschäftsleuten in England usw. am Platze. Empfehlenswert ist auch, sich schon in Deutschland mit Rückfahrkarten zu versehen, sowie bei Geschäftsreisen mit einer Bestätigung, daß Der Reisende sich in Deutsch­land in ristgèkiindltztcr 'Stellung befindet.

Fulda, den 24. Juni 1926.

Eeländete Leiche.

Mittowch nachmittag wurde in der Fulda, etwas unter­halb der Unglücksstelle, die Leiche des Dienstag abend beim Baden ertrunkenen Zöglings aus dem Herz-Jesu- Heim gelandet.

Evangelischer Volksverein.

Weil am 29. Juni der Kirchenchor einen Ausflug unternimmt, wird der Verein bereits Sonntag, den 27. Juni folgenden Ausflug unternehmen: Abfahrt nach Bronnzell 1.30 Uhr mittags von da über Ziegel, Aus­spann, Harmerz, Johannesberg zurück nach Fulda. Der Vorstand bittet um recht zahlreiche Beteiligung.

Lichtbilder-Vortrag im Eeewrbe-Verein.

Der Gewerbe-Verein Fulda hatte Mittwoch Abend eine Ver­sammlung mit Damen nach seinem Vereinslokal „alte Post" einberufen. Man stattete im Geiste der alten Stadt Rothen-

BmMMMMBMMB»Wma«mCTWeBlWBBBaaMMB»»WMBBWmMMWWM'MMM» wattigen Luftdruck, dann aber erholten sie sich bald, gestern zeigten sie uns vergnügt alle Einzelheiten. Zum Glück' konn­ten die Palverdämpfe durch die zerrissene Decke rasch entweichen, sonst wären alle erstickt, ebenso waren sie verloren, wenn die Bombe in das Haus gefallen wäre. In raschem Flage strich das Luftschiff auch, über unsere Hütte, die letzte nicht krepierte Bombe, einige Sekunden später geworfen, hätte uns hinweg- gefegt. So werfen die Franzmänner wähllos ihre Geschosse ab und zerstören 'bestenfalls die Wohnstätten ihrer eigenen Landeskinder, fürwahr ein schändlicher Krieg, — ein Krieg von Barbaren, unwürdig einer sogenannten „Großen Nation!^'

(Fortsetzung folgt.)

/ Vermischtes

=2 Gefängnisse als Vergnügungsstätte». In Rumänien sind innerhalb zweier Tage nicht weniger als siebzehn Gefängnisdirektoren verhaftet worden, unter ihnen der Generalinspektor des rumänischen Gefängniswesens, Major Tschernat. Eine Pom Ministerium des Innern unerwartet eingeleitete Untersuchung hatte zur Entdeckung fideler Gefängnisgeschichtchen geführt. Im Gefängnis zu Galatz fand die Untersuchungskvimnissioii eine Anzahl Zellen, in denen bildhübsche junge Damen freiwillig die Gefängnisstrafen alter und junger Männer teilten; eS wurden unter reger Teilnahme des Gefängnisdirektors Dr. Gotscha Feste mit Jazzmusik, Tanz uftv. veranstaltet. Auch im Gefängnis von Constanza lebten dO Gefangenen idyllisch mit ihren „Bräuten" zusammen. Man gab Trink­gelage, richtete eine Spielbank ein, tanzte und amüsierte sich köstlich. Das tollste ist, daß selbst „Außenstehende", das heißt: Leute, die weder als Gefangene noch als Gefäng- niëbeamte mit dem Gefängnis etwas zu tun hatten, sich an den Vergnügungen beteiligten. In einem Gefängnis gab es eine richtige Tanzschule und einen Theatersaal, in dem jeden Sonntag Aufführungen ftattfauben. Im Ge­fängnis zu Plojesti fand die Unters uchuugskominiMan kaum die Hälfte des eingetragenen Gefangencnbeftaudes vor: die anderen Herrschaften hatten sich für längere ober kürzere Zeit aus Dem Gefängnis entfernt. In Braila da­gegen fand man eine Anzahl Ersatzgefangener, die sich eingefunden hatten, damit das Fehlen richtiger Gefange­ner nicht auffalle, und zwei Damen, die auf ihre Liebhaber warteten.