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jsüHtë, erzielt vëlm NsiuWn desfân .gleichfalls einen todbringenden elektrischen Schlag. Nachdem das Ortsnetz sofort ausgxfchgltet.und jede weitere Gesaar beseitigt war, konnten die beiden Leichen geborgen werden.

O Späte Aufdeckung eines Mordes. Wie aus Naugard gemeldet wird, fand man bei/ Wbändc Reparaturen auf dem Grundstück der Schule 6 unter der Siir schwelle ^es Stalles einen großen, uanen mit einem menschlichen Ske­lett. Wie die Untersuchung ergab, bandelt es sich um das Skelett einer weiblichen Person, die zweifellos ermordet worden ist.' Die Ermittlungen »Vörden dadurch erschwert, daß daS Grundstück im Laufe der letzten Jahre mehrfach seinen Besitzer wechselte.

O Totschlag wegen der Flaggcnfrage. Wegen der Flaggensrage gerieten in einer Elberfelder Wirtschaft einige Leute in einen Streit. Nach dem Verlassen der Wirtschaft wurde die Auseinandersetzung auf der Straße fortgesetzt. Es kam zu blutigen Kämpfen, bei denen cm Kaufmann zwei Messerstiche in die Brust erhielt, die seinen sofortigen Tod herbeiführten.

O Ein Lastauto mit 36 Personen verunglückt. An der Brücke bei Röchlitz stürzte das Lastauto des Gesangvereins aus Straupitz die Böschung hinab. Die Insassen, 36 Sänger, erlitten sämtlich Verletzungen, zum Teil sehr schwerer Art.

O Infolge grober Unvorsichtigkeit verbrannt. Auf ent­setzliche Weise ist der 20 Jahre alte Gehilfe des Fleischer- meisters Ehre aus Tiefurt bei Weimar ums Leben ge- konunen. Er wollte vor dem Haus Bratwürste rösten und goß, als das Koksfeuer unter dem Rost nicht in Gang kommen wollte, aus einer Blechkanne Benzin auf den Koks. Die Kanne explodierte sofort und die brennende Flüssigkeit ergoß sich über den Körper des jungen Mannes, der im Nu in Flammen stand. Trotzdem ihm herbcigc- ciltc Leute die Kleider vom Leibe rissen, hatte er in weni- geN Minuten so schwere Brandwunden e) litten, daß er kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus starb.

O Drei Personen an Vergiftung gestorben. In Wanne- Eickel mußten nach dem Genuß von eingemachter Melde, die anscheinend verdorben war, das Ehepaar Vogel und zwei Söhne im Alter von vier und zivölf Jahren ins Krankcnbaus eingeliefert werden. Tie beiden Kinder und der Vater sind an den Folgen der Vergiftung gestorben, während die Mutter noch hoffnungslos vanicderliegt.

O Furchtbare Selbstmordart. Der Steinbrucharbeiter Christoph Sauerzapf in dem pfälzischen Dorfe Leimen hat eine furchtbare Selbstmordart gewählt. Er band sich im Bett eine ücm Zementwerk des Steinbruchs mitgenommene Sprengkapsel unter das Kinn und brachte He durch eine 'Zündschnur zur Explosion. Durch die Sprengwirkung ivurbe der Kopf des Mannes vollständig zerrissen.

0 Strafe für einen waghalsigen Flug. Der tschechoslo­wakische Flieger Vrecl hatte vor einigen Tagen einen waghalsigen Flug durch einen Bogen einer Prager Mol- daubrückè ausgeführt. Für dieses Kunststück ist er jetzt mit 30 Tagen Arrest und Strafversetzung in eine Provinz­garnison bestraft worden, da er zu dem Flug keinen Auf­trag hatte.

Q Ein Knabe von citiern Bären zerfleischt. In Bern führ ein junger Mann, der die Herrschaft über sein Fahr­rad verloren hatte, gegen die Mauer des Bärengrabens und stürzte in den Graben hinunter. Fast gleichzeitig stürzte ein zehnjähriger Knabe in den Graben. Während dem ersteren, den die Bären unbehelligt ließen, ein Seil zugeworsen werden konnte, an dem er aus dem Graben kletterte, stürzten sich die Bären auf den Knaben, der eine blutende Wunde erhalten hatte. Die Tiere rissen dem Knaben eine Schulter weg und den Bauch auf, so daß die Eingeweide bloßlagen. Dem Bärenwärter gelang es schließlich unter Lebensgefahr, den Knaben zu befreien, der in hoffnungslosem Zustande ins Spital gebracht wurde.

0 Betriebseinschrünküng der englischen Eisenbahnen. Wegen der Fortdauer der Kohlenkrise sehen sich die eng­lischen Eisenbahnen mit Rücksicht auf ihre geringen Kohlen­bestände genötigt, eine Betriebseinschränkung vorzu­nehmen. In einzelnen Fällen fallen nicht weniger als die Hälfte der Züge aus. Aus Sheffield wird berichtet, daß die Sheffielder Kleineisen- und Messerwarenindustrie die Arbeit erst nach Beendigung der Kohlenkrise in vollem Umsange wieder aufnehmen kann. --

0 Die „Norge" stark beschädigt. Aus Teller in Alaska wird gemeldet, daß die „Norge" nach der Landung erheblichen Schaden erlitt, da nur wenige Männer aus der bloß 75 Einwohner zählenden Siedlung zu Hilfe eilten

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URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCH VERLAG .OSKAR MEISTER WERDAU

(7. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.)

Die Brüder schwiegen zu der treffenden Bemerkung des Reporters. Sie wußten, er sprach das Richtige damit aus — aber sie wollten es nicht anerkennen.

Der Sportberichterstatter nahm wieder das Wort?

„Wenn Sie durch ein fortgesetztes systematisches Training Ihre Leistungsfähigkeit weiter auf der Höhe halten, dann ist die große Läufersportgemeinde, die auf Grund Ihres ersten öffentlichen Lausens noch viel von Ihnen erwartet, zunächst zufrieden."

Klaus war darüber fast unwillig.

„Nach Ihrer Meinung verpflichtet eine Leistung, bindet also den Betreffenden?"

„In jedem Falle, Herr Michael."

„Da haben wir uns ja eine nette Suppe eingebrockt, Werner. Hätte ich das geahnt, dann hätte ich mir das öffentliche Auftreten noch einmal überlegt."

„Aber warum denn, Herr Michael? Scheuen Sie den Ruhm?"

„Den Ruhm! Wie das klingt, mein Verehrter! Scheuen? Das ist nicht das richtige Wort. Bedenken Sie doch, ich will Arzt werden, und das ordentlich. Wenn ich dann spä­ter auf Grund meines Könnens Leistungen erziele, die mir Anerkennung bringen — von Ruhm wollen wir nicht reden — dann ist sie mir wertvoll und treibt mich an, zielbewußt weiter zu schaffen und meine Pflicht zu tun. Können Sie sich denn nicht verstellen, daß mir dieses Auftauchen in der Lefsentlichkeit für meine Studien, für meine ganze Arzt­laufbahn nur hinderlich sein kann?"

„Ihre Argumente haben unbedingt viel für sich. Wenn ich Ihnen aber als Mensch einen guten Rat geben darf, dann werfen Sie sich auf die Sportlausbahn. Sie können der berühmteste Arzt der Welt fein — wenn Sie ein Welt- rckordmann sind, dann schlagen Sie ihn in bezug auf An­erkennung und — Einkommen."

Da glitt ein Lächeln über der Brüder Züge. Werner entgegnete:

„Es ist doch eben ein großer Unterschied zwischen Ihrer und unserer Sportausfafsuns."

und nicht verhindern konnten, dass vas Wfrfchisf," nachdem' es vom Gas halb entleert worden war, hin- und herschlug. Zahlreiche große Träger waren, verbogen und geknickt. An das Luftschiff wurde eine Wache gestellt, um die Ein- wohner davon abzühalteu, sich allerhand „Andenken" 31t holen. Wie von der Maybach-Mötorengesellschaft mitge­teilt wird, sind die Matüt-n der „Norge" beuffctjeS Fä- brikät. Das Lustschiss besitzt drei Maybach-Motoren von je 260 Pferdestärken. Es sind dies Luftschiffmotoren, wie sie für die deuifchen Luftschiffe während des Krieges ver­wendet wurden. Für den ZR. in wurden, wie erinner­lich, jedoch besondere Motoren gebaut, mit einer Stärke von 420 Pferdestärken.

0 Panik bei einer Zirkusvorstellung. Bei einer Zirkus- vorstcllung in T o urs kam es zu einer wilden Panik. Eine Löwin schlug bei der Vorstellung ihren Bändiger mit einem furchtbaren Tatzenhieb nieder und flüchtete aus ihrem Käfig mitten unter die Zuschauer, die in wilder Panik ausemandersioben. Zahlreiche Personen wurden verletzt. DaS Tier selbst aber konnte nach längerer Jagd wieder unversehrt ei»MfMgvn werden.

0 Überschwemmungskatastrophe in Norditalien. In Norditalien haben sich große Überschwemmungen ereignet, die beträchtlichen Schaden verursacht haben. Im Trentino haben Brückeneinstürze die Verbindungen in dem ganzen Gebiet abgeschnitten. In der Nähe von Brescia hat eine Lawine eine Gruppe von Arbeitern überrascht und sieben begraben. Bisher wurden zwei Eichen aufgefunden.

0 Mit einem Eisberg zusammengestoßen. Der Passa­gierdampfer „Kalifornia", von Neivvork nach Liverpool unterwegs, ist int Nebel mit einem Eisberg zusammenge- stoßen, ohne wesentlichen Schaden zu nehmen. Wenn der Eisberg sich nicht seitwärts zur Fahrt des Schisses, das 400 Passagiere an Bord hatte, bewegt hätte, hätte sich nach Ansicht der Offiziere die Katastrophe der „Titanic" wie­derholt.

G Eine amerikanische Millionärin nach Europa geflohen. Die Witwe von Reggie Vanderbilt hat Newyork heimlich mit ihrer kleinen Tochter Gloria verlassen, da sie seit einiger Zeit täglich Drohbriefe von Erpressern erhielt und verschiedene Versuche gemacht wurden, ihr Töchterchen zu* rauben. Um allen weiteren Gefahren zu entgehen, ent­schloß sich Frau Vanderbilt, nach Europa zu reisen, und hat sich eingeschisst. Sie fühlt sich in Amerika nicht mehr sicher, da sich immer wieder zeigt, das; die staatlichen Be­hörden gexzeu die organisierte Verbrecherwelt so gut wie machtlos sind.

Bunte Tageschronik.

Dresden. Unter gestiegener Wahlbeteiligung haben im Freistätte Sachsen die diesjährigen Wahlen zum Eltern­beirat fiattvefunbeu. Insgesamt würden an 311 Schulen 1945 (1925: 1872) christliche und 1385 (1379) weltliche Eltern- rüte gewählt.

Gens. Schwere Stürme, die durchweg Hochwafler im Gefolge hatten, verwüsteten weite Landcsteile in der Schweiz, Oberitalien, Mittel- und Sühfrankreich. Lawinen sperrten mehrfach in der Schweiz die Wege und Bahnen. An der Riviera herrscht Winterkälte.

Madrid. Ein H e tz f i l m gegen Deutschland, „Die vier apokalyptischen Reiter von Blasco Manèz", kam in einigen Kinos zur Aufführung. Die deutsche Botschaft unternahm so- fort Schritte, um ein Verbot der Aufführung durch die spa­stische Regierung zu erzielen.

Buenos Aires. Hier explodierte eine Bombe vor der Botschaft der Vereinigten Staaten. Es ist nur leichter Sach­schaden angerichtet worden.

Bombay. Bei einer Haussuchung zur Aufklärung eines Diebstahls entdeckte die Polizei ein W a f f e n l a g e r. Zwei Personen wurden verhaftet; ein Antrag auf Freilassung gegen Stellung einer Kaution mürbe abgelehnt.

Bermischies

= Ein Urteil über Deutschland und Kaiser Wilhelm veröffentlicht der nordamerikanische Professor Peabody, einer der ersten am deutsch-amerikanischen Professorenaus­tausch beteiligten Gelehrten. Er sagte nach der „New. Staatsztg." u. a., Deutschland komme zweifellos in rege Konkurrenz mit England und Amerika, aber vom Stand­punkt des unparteiischen Beobachters aus könne man in dieser Entwicklung des deutschen Handels nur einen gro­ßen Vorteil für den Fortschritt der Zivilisation und eine • der besten Garantien für den Frieden sehen. Der Kaiser werde vielfach falsch beurteilt. Er sei weder herausfor­dernd noch ehrsüchtig, wohl aber ein Schirmer des Friedens und die augenblicklich bedeutendste geistige Erscheinung,

Als die Brüder wieder allein waren, fragte Klaus leinen Bruder:

„Wir sind uns doch beide darüber klar, wie wir zum Sport stehen?"

Es bedurfte keines Wortes. Ein Handschlag sagte es Klaus klar und deutlich.

Der Geist des alten Doktor Michael lebte in den beiden jüngsten Söhnen weiter.

Als der Berliner Finanzier, Kcmmerzienrat Andreas Michael, gerade ausgehen wollte, kam feine Tochter An­nette in fein Herrenzimmer. Sie trug eine Zeitung in der Hand und fragte den Vater: „Du hast doch noch eine Anzahl Brüder? Sind davon zwei in Berlin?"

„Warum?

„Ich finde hier in der „B. Z. am Mittag" einen ausführ­lichen Artikel über ein sportliches Ereignis im Deutsch­meister-Sportklub."

„Sport interessiert mich herzlich wenig, Annette.

„Leider! — Aber es wird dich gewiß interessieren, daß zwei Studierende der Universität, stud. jur. Werner und stud. meb. Klaus Michael den Weltrekord über zweihundert Meter geschlagen haben." .

„Werner und Klaus? Das sind Brüder von mir, Stief­brüder. wohl über awanAia Sahre iünaer als ich. Al io den

dis die Aufmerksamkeit der Wekt errege. „Tefps r , tigimt, die außerordentliche Weite seines Wissens u Leichtigkeit, mit der er sich über alles unterrichtet s °? Quell immer neuen Staunens. Wir haben als» - wunderbar ausgebildeten Geist vor uns, einen so weit wie nur denkbar von einer leichtsinnigen aber - t fidetsicicu Natur entfernt ist. Daneben iff biekr würd-cn Mensch den höchsten sittlichen Idealen zuqew^^ Es ist schwer, in einem so bedeutenden Geist und wachen Gewissen eine Drohung für den Weltfrieden sehen." Peabody rühmt dann die Kaiserin und glückliche Familienleben des Kaiserpaares. Zum erklärt er: „Das deutsche Volk auf seiner gegenwärtig Entwicklungsstufe zeigt eine außerordentliche AelmM feit mit unseren eigenen Zuständen und Problemen.' droht Gefahr von seinem eigenen Wohlstand. Deutschland wird durch einen ererbten und auch uns lich überlieferten Idealismus aufrechterhalten. H^r m, das Heil Deutschlands. Diese Verwandtschaft der Zustän» sollte dazu führen, daß wir in Deutschland unseren lichen Verbündeten erblicken." H

— Die erste Vriefmarlt mit dem . . . Bubikopf, k hat der Bubikopf auch die Briefmarke erobert, denn? jüngste Briefmarke der amerikanischen Republik San vador hat als Schmuck einen Frauenkopf aufzuweisen da im Gegensatz zu den bisherigen stilisierten Frauenköâ nicht eine moderne Frisur zeigt, sondern im allermodern, ften Sinne frisiert ist, d. h. die Frau ist mit dem Vubikom' abgebildet. Die Dame mit dem Bubikopf hat au^erbem auch noch die moberne Stirnlocke, so daß man sagen kann auf dieser Marke ist -der modernsten Dainen-HaartraO ein Denkmal gesetzt. Die Marke hat aber auch noch einen anderen Zweck. In der richtigen Erwartung, daß die me mit dem Bubikopf auf der Briefmarke die Aufmey. samkeit der Hausfrauen erregen werde, hat die Regiere, von San Salvador gerade diese Bubikopfmarke dazu be­nutzt, eine wirkungsvolle Propaganda für den Kaffee von San Salvador zu machen. Denn der Kaffee von San Sal­vador ist der größte Ausfuhrartikel dieses Landes, fm den befühbers in den letzten zwei Jahren sehr stark die Werbetrommel gerührt wird.

Sicherheit auf den deutschen Eisenbahnen! wie vor btnt Kriege. Die Sicherheit auf den deutschen Eisenbahn^ ist für die Bediensteten wieder so groß wie vor dem Kriegs für die Reisenden nahezu wieder erreicht. Während IM bei Unglücksfällen 547, 1922 dagegen 781 Reisende vxrlètzt wurden, waren es 1925 nur noch 437. Die Zahl der Er­töteten betrug 18, 15 und 30, davon allein 22 durch ben Unfall in Herne. Weit größer geworben ist dagegen bie Zahl der Reisenden, die durch eigene Unvorsichtigkeit zu Schaden gekommen sind, Die Zahl der Verletzten batte 1913 nur 212, 1925 dagegen 359 betragen, die der Ertö­teten 90 und 118. Während aber Vahnbedienstete bei Unglücksfällen einst 211 verletzt und 30 getötet mürben waren es 1925 nur noch 103 und 16. Hier sind auch die Unfälle infolge eigener Unvorsichtigkeit zurückgegang«, bei den Verletzungen von 1181 auf 939, bei den Todes­fällen von 714 auf 393.

Bücherschau.

Deutsche Jugendherbergen. Das neue Reichsherbergs- Verzeichnis, 12. Auflage, für 1926/27 ist soeben in einer Höhe von 30 000 Stück erschienen. Es enthält, wie üblich, nicht nur die Jugendherbergen in ganz Deutschland, son­dern auch diejenigen in Oesterreich und der Tschechoslo­wakei. Die Ausscheidung unverbesserlicher Jugendher- bergeü wurde kräftig fortgesetzt. Die Raumnot Hemmle den Zuwachs mehr als je. Trotzdem stieg die m Herbergsorte von 2000 auf rund 2 300. Die Zahl bet deckenlofen Frierherbergen hat sich erheblich verminbert, die Zahl der Bettstellen aber vermehrt. Manche Jugenk Herberge ist aus kahlen vier Wänden zu einem wahre» Schmuckkästchen geworden. Die Zahl der Jugendburgen und Eigenheime ist auf 128 gestiegen. Die Zeitschrift „Jugendherberge" erscheint im 7. Jahrgang mit 100 OO0 Stück. 830 Ortsgruppen stehen gegenüber 664 im Vor­jahre. Die Mitgliederzahl hielt sich auf rund 70 000. ■ Einen erfreulichen Zuwachs erfuhr die Zahl der dem Ver­band Deutscher Jugendherbergen unmittelbar angeschlos- fenen Reichsverbünde. Sie stieg von 93 aus 145. Ueber 1000 Mitglieder haben die Ortsgruppen: Leipzig, Essen, Dresden, Hamburg und Bielefeld. Am besten ist des Herbergswesen in den Zweigausfchüfscn Sauerland, Mit­telelbe und Vaden ausgebaut.

Wellrekoro haben pe gechyayenr Tyyu, mt ^uu^u» M Raffe. Läßt sich nicht anders sagen. Aber ich bin fertig mit beiden."

„Ich wollte dich bitten, sie zu unserer nächsten Geselljchasi einzuladen." ,

„Ausgeschlossen, Kind! Erstens habe ich mich mit Wn überworfen — und zweitens empfehle ich dir, kein Snkreie an ihnen zu nehmen, denn es sind beide bildhübsche Kem, die, da sie auch einiges Vermögen besitzen, an jedem tW; zehn haben können — und gute Partien zum Rausfuchen.

Annetts zuckte unter des Vaters Worten zusammen ök ein geschlagenes Kind.

„Bin ich denn so häßlich, Vater?" ,

Der Kommerzienrat wurde ärgerlich. „Frag n-cyr 1 > Annette. Sieh dich im Spiegel an. Ich will dir damit « weh tun, aber — die Natur hat dich nicht besonders au­gestattet." ™

Bitter entgegnete die Tochter: „Das weiß iMVater. bin darin leider nach dir geraten. Schade! — Aber g du denn, daß ich immer nur Plane im Kopfe haoe. die , Heiraten hinauslaufen? Ich will es nie. Du bau es n nötig, dich anzustrengen, mich gegen dein gutes ®e e> au , Mann zu bringen. Bitte sprich daher über benjö«™ " mehr mit mir. Gestattest du, daß ich deine Stielbru - - lade?"

„Nein, ich will es nicht." . ,

„Dann werde ich Frau von Hoyhm bitten, daß sie es „Meinetwegen! — Noch eine Frage, ist es dir wir- ernst damit, nicht zu heiraten?" Qnierfeb« „Völlig, Vater. Wenn du für mich etwa 45» Mitgift Summen flüssig machen willst, dann Um )

Kommerzienrat Michael schwieg dazu, knurrte ein Gruß und verließ bas Zimmer. nor her

In ihrem Stübchen stellte sich das Mädchen Spiegel. Sie betrachtete sich genau, mit kühlen, A Ja,"der Vater hatte recht. Sie war viel zu groß und mager, das Gesicht war schmal und ungesund 'M Ausjeye Ihre Figur war eckig und ihr Gang schwerfällig.

Sie war häßlich.

Nur als sie sich in die eigenen Singen Staunen. Die waren zuMindelt nicht häßlich. empfand sie ein wenig Freude. «niofaate

Sim Nachmittag besuchte sie Frau von Hoyhm. Oie . ihr a m zu den Brüdern bei nächster Gelegenheit ein ^' wdmra zu übersenden. ^ortleßung folgt )