Zulöaer Anzeiger
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Nr. 104 — 1926
Fulda, Montag, 10. Mai
3. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser
*.Bei der Eröffnung der Großen Düsseldorfer Ausstellung „Gesplei" hielten Reichskanzler Dr. Luther lind preußischer Ministerpräsident Braun bedeutungsvolle Ansprachen.
*. Der Handelspolitische Ausschuß des Reichstages hat den deutsch-dänischen Handelsvertrag abgelehnt.
* Im Reichstag wurde der Nachtragselat mit 294 gegen 26 Stimmen angenommen. Der Präsident stellte fest, daß die Annahme mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit erfolgt.fei.
*’ In Madrid ist das neue deutsch-spanische Handelsabkommen unterzeichnet worden. Der Vertrag soll unbegrenzte Tailer haben.
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Die Leiden der Landwirtschaft.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist bei der Landwirtschaft nicht gerade sehr beliebt und das hat er auf der Darmstädter Tagung deS Deutschen Landwirtschaftsrates auch zu hören bekommen. Es ist immer wieder der Streit um die Kreditpolitik der Reichsbank, die heftige Kritik ausgelöst. Auch die Rede des Reichskanzlers Dr. Luther hatte sich ja im wesentlichen mit der für die Landwirtschaft so brennenden Frage des langfristigen Realkredites beschäftigt. Dr. Schacht führte dann aus, daß die Reichsbank sehr viel für die Landwirtschaft getan habe durch Gewährung eines außerordentlich großen Kredits. Er sagte, daß die Landwirtschaft allein über eine Milliarde an Wechselkrediten erhalten habe gegenüber 1,3 Milliarden an die übrige Wirtschaft. Dabei erhielt ei allerdings kaum Beifall. In der Versammlung war man der Ansicht, die Landwirtschaft könne mit dèr Industrie kreditpolitisch überhaupt nicht verglichen werden. Sei doch der Betrieb der Landwirtschaft auf einen einmaligen Kapital- umschlag im Jahre eingestellt. Die Eigenart des landwirtschaftlichen Betriebes verlange eben langfristige Kredite. Mit WechseKrediten sei überhaupt nicht gedient.
Immerhin vermochte Dr. Schacht einiges Tröst- liche zu sagen. Er betonte, dsL_LtL Le i LL.b a nL dieser brennenden Frage des Realkredits größere Aufmerksamkeit zuwenden wolle; sie habe ja schon die Rëichspost veranlaßt, lül Millionen für deutsche Kredite zur Verfügung zu stellen, werde mit 80 Millionen gleichfalls diesen Weg beschreiten und außerdem auch die übrigen öffentlichen Geldquellen auf den gleichen Weg verweisen, ihre überschüssigen Gelder in solchen Realkrediten anzulegen.
Ein weiteres Milderungsmittel für die Not erblickt Dr. Schacht in der Diskontherabsetzung der Reichsbank. Diese Ermäßigung des Zinsfußes gilt ja an und für sich in der Hauptsache für kurzfristige Kredite, doch hofft er, daß sie auch eine Ermäßigung des Zinsfußes für den Realkredit herbeiführen werde. Außerdem sei es gelungen, die .Kurse der Pfandbriefe dadurch zu steigern, daß man eine Nachfrage nach ihnen hervorrief, so daß der Landwirt wieder etwas- für ^'eine Pfandbriefe bekommen könne. ;
Das klang alles ganz gut. Aber die Landwirtschaft litt schwer darunter, daß ihr durch die Kündigung der Rcichsbankkredite zum 1. Dezember die Notwendigkeit auf- erlegt war, ihr Getreide und ihre sonstigen Erzeugnisse, koste es, was es wolle, zu verkaufen, um Geld hereinzubringen. Und man war nicht befriedigt, wenn Dr. Schacht erklärte, daß das gekündigte und bezahlte Geld nun nach Anlage sucht. Man bezeichnet das geradezu als ein Beispiel dafür, daß kurzfristige Kredite für die Landwirtschaft manchmal gefährlich werden können, obwohl die Reichs- bauk nun die neue Ernte gleichfalls auf diese Weise finanzieren will. „Ich gestehe es zu, daß im vorigen Jahre in dieser Richtung nichts geschehen ist," erklärte Dr. Schacht, wollte aber die Schuld dafür, wenigstens zur Hälfte, den Kreditsuchenden selbst zuschieben, die sich nicht rechtzeitig mit der Frage beschäftigt hätten. In diesem Jahre soll es nun besser gehen. Dr. Schacht will die Angelegenheit der Getreidebeleihung zum mindesten in Erwägung ziehen, denn er gab zu, daß die Landwirtschaft im vergangenen Jahre ihr Getreide zu verlustbringenden Preisen habe weggeben müssen.
Stürmischen Widerspruch rief Dr. Schacht mit seiner Ankündigung hervor, daß die Reichsbank sich ihre Kreditnehmer ganz genau daraus ansehen werde, ob der Kredit zur Erhöhung der Produktivität oder nur zur Erhaltung des Besitzes verwandt werden solle. Der Reichsbankpräsident fuhr fort, in landwirtschaftlichen Kreisen werde bei der Kredithereinnahme oft zu wenig daran gedacht, daß man eines unschönen Tages den Kredit auch wieder zurückzahlen müsse. Werde also dieser Kredit zur Erhaltung des Besitzes verwandt, wird er also nicht produktiv angelegt, so bedeutet er nur eine Hinausschiebung der Katastrophe, aber nicht ihre Verhinderung.
Das Zischen, mit dem von mancher Seite die Ausführungen Dr. Schachts beantwortet wurden, war nur der Auftakt zu weiteren schweren Anklagen gegen die Reichsbank. Die Landwirtschaft denkt aber trotzdem nicht daran, wie in einer Entschließung des Landwirtschaftsrates ausdrücklich betont wurde, für sich Extraforderungen auszustellen, sondern in dieser Entschließung wird die Notwendigkeit der Produktiousheb n ng ausdrücklich mit dem Hinweis darauf begründet, daß eine wirkliche Aktivierung der deutschen Handelsbilanz nur durch weitgehendste Ernährung des deutschen Volkes durch die eigene Produktion herbeigeführt werden kann. Daran solle man auch bei dem Abschluß von Handelsverträgen denken. Vor allem wird natürlich eine Besserung auf dem Gebiete der Kreditpolitik verlangt, daher auch
Umänderung der Aufwertungsgesetze abgelehnt. Eine Milderung der untragbar gewordenen Steuerlast sicht die Ausschließung in einer Beschränkung der staatlichen Be-
Eröffnung der „Gesolei"
SÄMorser Assflellmg für Gesundheit pflege,soziaieNisforgellndLeidesüdungen
Pünktlich begannen am Sonnabend die Feierlichkeiten zur Eröffnung der Großen Ausstellung „Gesolci" mit musikalischen Darbietungen, einem Prolog, der Aufführung der „Meistersinger" - Ouvertüre und einer Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Dr. Lehr. Die Festteilnehmer brachten dann ein Hoch auf Deutschland aus und sangen die erste Strophe des Deutschlandliedes. Nach der Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters, der ein Glückwunschtelegramm des N e i ch s p rä s i d e n t e n v o n H i n d e n b n r g zur Verlesung gebracht hatte, sprach Direktor Poensgen herzliche Worte des Willkommens. Der Geschäftsführer der Ausstellung, Geheimrat Professor Dr. Schloßmann, dankte den Vertretern der deutschen Wissenschaft für ihre bereitwillige Mitarbeit. Nun nahm das Wort
preußischer Ministerpräsident Braun:
Die preußische Staatsregierung begrüßt gerade diese Ausstellung um so herzlicher, betonte der Ministerpräsident, als sie ber Ansicht ist, daß ein zielbewußtes Wirken zum Besten der Erhaltung und Stärkung der Arbeitskraft, wie es die gesundheitliche und soziale Fürsorge in sich schließen, zu kaum einer Zeit notwendiger war als in den gegenwärtigen Tagen der deutschen Wirtschaftskrise und der allgemeinen Notlage. Vor kurzer Zeit ist auf einer sozialen Tagung des Westens das Wort geprägt worden, daß -er Mensch vor die Dividende gesetzt werden müsse. Diese Wortprägung bedeutet eine Kulturforderung, die hier vom industriellen und dichtbevölkerten Westen aus, wo die Wirtschaft wie das Volksleben immer lebhafter pulsten, allüberall in Deutschland gehört werden sollte!
F ü r s o r g e i in Pol f s st a a t muß von dere unbedingten Hochachtung vor der Persönlichkeit und Menschenwürde derjenigen, die zu betreuen sind, getragen sein: Sozialpolitik im modernen Sinne bedeutet in erster Linie möglichste Schadcnvcrhütüng und höchstprozentige Erhaltung der. Lebenskraft, und Arbeitsfähigkeit! Wie im vergangenen I ch re die Kölner Jahrtausendausstellnng der Rheinlande mit ihren unvergleichlichen Schätzen rheinischer Kultür und Geistigkeit großen Schichten der Bevölkerung unseres ganzen Vaterlandes Stunden seelischer Erhebung geboten hat und damit zu einer Volksausstellung werden konnte, so möge auch die „Große Ausstellung Düsseldorf 1926" zu einer Volksangelegenheit sich gestalten!
Nach dem preußischen Ministerpräsidenten begann
Reichskanzler Dr. Luther
seine Ansprache, aus der hervorzuhebèn ist: Ein Zufall hat es gefügt, daß ich in der letzten Zeit kurz hintereinander zweimal vor der deutschen Öffentlichkeit das Wort zu grundsätzlichen Ausführungen ergriffen habe. Jedesmal hat es sich um das eine große Ziel des Wiederaufbaues Deutschlands gehandelt. Auf welchem Wege man diesem Ziele auch nachstiebt, immer wird man die drei großen Kräfte nutzbar machen müssen, die uns zur Verfügung stehen: die deutsche Arbeit mit Kopf n n d H a n d , d i e S ch ä tz e d e s d e u t s ch e n B o d e n s und des deutschen M e n s ch e n. Aus dem Leben
tatcgungsgèbiete und, vor allem in ver dnngenv notwendigen Sparsamkeit der Behörden.
Die Landwirtschaft fühlt sich vernachlässigt gegenüber der Industrie; das kam auf der Darmstädter Tagung oft zum Ausdruck. Man scheute sich ür Darmstadt nicht, offen zu sprechen, und redete nicht um die Dinge herum. Trotz der inneren Krise ist Dr. Luther nach Darmstadt gefahren; er hat hier die Schmerzensklagen der Landwirtschaft angehört; hoffen wir nur, daß die Regierung nicht nur den Willen, sondern auch die Möglichkeit hat, sie zu lindexn.
MZ.erungskrise und Flaggsnsrage»
Dr. Luther wieder in Berlin.
Der Reichskanzler ist von der Eröffnung der Düsseldorfer „Gesolei" wieder in Berlin eingetroffen und hat sofort die Besprechungen über die innere Lage wieder aufgc- nommen. Verhandlungen zwischen den Parteiführern und der Regierung fanden unausgesetzt statt. An den Verhandlungen nahmen teil: die Minister Dr. Stresemann und Dr. Brauns, austcrdem von der Deutschen Volkspartei die Abgeordneten Dr. Scholz und Vrüninghaus, vom Zentrum die Abgg. v. Gusrard und Dr. Stegerwald, von der Bayerischen Voltspartei Abg. Leicht und von der Demokratischen Partei Avg. Koch-Weser. Die Verhandlungen wurden fortgesetzt. .. . .
Die Bemühungen über ein Kompromiß in der Angelegenheit sollen sich hauptsächlich in der Richtung bewegen, daß die schwarz-rot-goldene Gösch in der Handels- slagae wesentlich vergrößert wird. Verschiedene Vereim- gungen von Ausländsdeutschen sandten Anerkennungsdepeschen zur Regierungsverordnung. Ein Protest kam dagegen von den deutschen repriblikanischen Verbänden Argentiniens. Der demokratische Führer und frühere Reichsminister Kock, wie der Präsident des Reichsbanners und Oberpräsident H ö r s i n g äußerten sich bei einer Versammlung in Nürnberg scharf gegen die Flaggenverordnung.
ves deutschen Menschen umfaßt die Ausstellung, die heute eröffnet wird, den Dreiklang: Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge, Leibesübungen. In der öffentlichen Gesundheitspflege erblicke ich eine der herrlichsten Großtaten menschlichen Geistes, Sicherlich kann man vom Standpunkt einer nur mit Verstandesgründen rechnenden Politik aus die Frage aufwerfen, ob die Lage Deutschlands nicht leichter wäre, wenn auf deutschem Boden weniger Menschen zu ernähren wären. Auf solche Fragen givt es nur eine Antwort, daß jeder deutsche Mensch ein Träger deutschen Wesens und deutscher Kultur ist und daß wir vor Gott und der Geschichte unsere Ausgabe nur darin erblicken können, dieses deutsche Volk, das als festgefügte Nation mit einheitlichem Lebensziel den Weltkrieg überstanden bat, ungeschmälert und so stark wie möglich einer besseren Zukunft entgegen zuführen.
Der deutsche Mensch hat die Prüfungen und Nöte der Kriegszeit und Nachkriegszeit überstanden. Er wird seinen Weg nach oben fortsetzen, dessen Ziel nur die Wiedergewinnung eines wirklich freien Vaterlandes sein kann. Nur ein solches freies Deutschland wird über den eigenen Nutzen hinaus feine großen kulturellen und schaffenden Kräfte mit voller Wirksamkeit in den Dienst der Menschheit stellen können. Mit einer Kulturtat, wie es die Ausstellung ist, verwirklicht Deutschland in besonders ergreifender Weise das Wort des großen deutschen Geschichtsschreibers Leopold von Ranke: Das Größte, was dem Menschen begegnen kann, ist es wohl, in der eigenen Sache die allgemeine zu verteidigen. Im Zeichen dieses Wortes eröffne ich die Düsseldorfer Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen und gebe ihr den Wunsch der Reichsregierung auf den Weg, daß sie dem deutschen Vaterland - und Volk von reichem Nutzen sein möge.
Aach der Eröffnung der „GesâL".
Ansprachen von Dr. Külz und H i r t s i e f e r.
Auf dem Festessen zu Ehren der Gäste der „Gesolei" begrüßte Oberbürgermeister Dr. Lehr- Düsseldorf die Gäste. Nach einer kürzen Rede von Dr. Ernst Pönsgen ergriff dann Neichsinnenminister Dr. Külz das Wort und führte u. a. aus: Dieser Ausstellung wünschen wir von ganzem Herzen, daß Tausende und Abertausende aus Deutschland und aus dem Auslande kommen mögen, tiefe Belehrung und Anregung zu empfangen und sagen zu müssen, daß sich das deutsche Volk niemals wird unter» kriegen lassen, und daß man das Wollen und Können eines Volkes, wie des deutschen, aus der Menschheitsentwicklung nicht anssckalten kann.
Darauf sprach der preußische Wohlsahrtsminisier H i r t s i c f c r. Wir danken der Stadt Düsseldorf dafür, daß sie in der gegenwärtigen Zeit, wo die Not an sehr viele Türen pocht, durch ihre Ausstellung gezeigt hat, wie mit verhältnismäßig geringen Mitteln Gesundheitspflege uub soziale Fürsorge und Leibesübungen betrieben werden müssen. Wir danken ihr, daß sie auf diese Weise Aufklärung in die breiten Massen unserer Bevölkerung hineinbringt.
Die Ausstellungsleitung der „Gesolei" hat an den Reichspräsidenten von Hindenburg ein herzliches Danktelegramm gerichtet.
Parteitag der Konservativen Pato.
Beschl n ssc z u r p o l i t i s ck e n Lag e.
In Berlin sand der Parteitag der deutschen Konservativen Partei statt. Reichstagsabgeordneter Everling erstattete einen Bericht über die politische Lage und stellte als Merkmale konservativer Gesinnung das Bekenntnis zum Legitimismus, zum staatlichen Organismus unb zum Patriotismus auf. Im Kampfe um die Enteignung stände Demokratie gegen Siechr. Professor Dr. Röthe hielt den Schlußvorlrag über „National^ monarchische und konservative Gesittnnng"! Die Weimarer Verfassung habe längst abgewirtschaftet. Die Deutschnationalen müßten weit über Preußen hlnaüsgreisèn und auch nationalgesinnte Katholiken an sich herauziehcn. Die Konservative Partei sei im Gegensatz zu den Dentschnationalen preußisch, protestantisch und aristokratisch. Der Parteitag nahm einstimmig eine Entschließung an, in der den angestammten Fürstenhäusern, insbesondere den Hohenzollern, auss neue unerbrüchliche Treue gelobt und der Plan der Fürfdenevteignung verurteilt wird. Der Parteitag stehe der. deutschen auswärtigen Politik mit Mißtrauen gegenüber und warne erneut eindringlich vor dem Eintritt in den Völkerbund.
Bayerische Berfaffungswünsche.
Denkschrift der bayerischen Regierung.
Die bayerische Staatsregierung veröffentlicht ihre Denkschrift über die Eigenstaatlichkeit der Länder unter der Weimarer Verfassung. Die Denkschrift bezeichnet es als ihre Aufgabe, auf Grund der Entwicklung der letzten Jahre zu zeigen, wie das Reich auf den verschiedensten Gebieten der Gesetzgebung und Verwaltung, die nach der Weimarer Verfassung den Bundesstaaten verbliebenen Rechte zum Teil unter Durchbrechung der Verfassung mehr und mehr verkürzt und damit die Eigenstaatlichkeit bet Länder in fortschreitenden! Maße ausgehöhlt hat.
Die Denkschrift geht dann im einzelnen auf die von per Reicksreaieruna nach Ansicht der baverischen Re^