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Chemiewerken stark engagiert hat und seist etwas Luft braucht. Selbst die Elektrowerle, die gestern so 'stürmisch verlangt waren, verloren 2 bis 3 Proz. Auf dem Montan­markt bewegten sich die Kursverluste in engeren Grenzen. Im übrigen war das Geschäft sehr klein, sodaß viele Kurs- norierungen für selbst führende Werte nicht zustande kamen. Teutsche Anleihen und ausländische Renten lagen eben­falls etwas schwächer. Nur Mexikaner setzten ihre seit eini­gen Tagen beobachtete Aufwärtsbewegung fort. Im Frei­verkehr fiel die feste Haltung für Großkraftwerk Württem­berg aus. Heute morgen wurden vor Beginn der Börse Ji 70 000 Aktien dieser Gesellschaft versteigert. Der Bra­mer Bankverein trat für ein Konsortium als Käufer auf und übernahm den ganzen Betrag in verschiedenen Posten zu einem Kurse von 60 bis 64 Proz. Dieser Kurs liegt über der gestrigen Notiz 10 bis 12 Proz. Im Freiverkehr sprangen daraufhin Erowag von 50 auf 62 Geld, dock) war nichts mehr angeboten. Im weiteren Verlaufe wurde die Umsatztätigkeit noch urehr eingeschränkt, die Kurse blieben aber später behauptet, für Chemie- und Schiffahrtswerte konnten sich sogar kleine Erholungen durchsetzen. — An der Abendbörse war die Haltung außer­ordentlich schwach auf große Exekutionen für Hamburger Rechnung. Außerdem verlautete gerüchtweise, daß zwei kleine Hamburger Banken ihre Zahlungen eingestellt hät­ten. Schiffahrtswerte waren wieder besonders angeboten und bis um 4 Proz. gegenüber den Mittagskursen abge­schwächt. Auch die übrigen Märkten hatten unter Angaben zu leiden, da man weitere Elattstellungen und Schwierig­keiten bei der Ultimoabrechnung befürchtet. Auch die deut­schen Anleihen waren wieder etwas schwächer, Mexikaner dagegen sehr fest in Erwartung, daß der Zinsendienst in nächster Zeit ausgenommen wird. Goldmexikaner erreich­ten 43% und Irrigation 34— Geld. Kriegsanleihen 0 420, Barmer Bankverein 87.—, Berliner Handelsgesell­schaft 150%, Commerzbank 114.—, Danatbank 127%, Deut­sche Bank 126.—, Diskontogesellschaft 121%, Dresdener Bank 111%, Mitteldeutsche Kredit 103%, Reichsbank 141%, Buderus 61%, Deutsch-Luxemburger 95.—, Eelsen- kircben 95.—, Harpener 107 %, Westerregeln 129.—, Mans­feld 90%, Phönix 78%, Rheinstahl 93%, Adlerwerke 54%, A.E.E. 103.— Geld, Aschaffenburger Zellstoff 90%, Daim­ler 64K> Geld, Echeideanstalt 110.— Dyckerhoff u. Widmann 54.—,. Licht u. Kraft 110.—, J. E. der Farbenindustrie 145.— Geld, Pokorny u. Wittekind 46.— Holzmann 77% Geld, Holzverkohlung 68.— Junghans 85, Lahmeyer 94%, Rütgerswerke 81.—, Siemens u. Halske 122.—, Voigt u. Häffner 88% Geld/ Hapag 126.— und Norddeutscher Lloyd 124. Schiffahrtswerte waren nachbörslich weiter abge- schwücht.

* Frankfurter Getreidebörse vom 21. April. Da auf dem heurigen Markte das Angebot wieder vollkommen un­genügend war, konnten sich die festen Preise trotz der etwas niedrigeren ausländischen Notierungen vollkommen be­haupten. Umgesetzt wurde heute sehr wenig, außerdem war der Markt nicht sonderlich gut besucht: Weizen 30 50 bis 30.75, Roggen 20.50—20.75, Sommergerste für Brau- zwecke 22.75—24.75, inländischer Hafer 23—24, Mais 18.75—19, Weizenmehl 42.25—43, Roggenmehl 29.50—30, Weizenkleie 10.56-und Roggenkleie 11.50—11.75.

' Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 22. April. (Eigener Drahtbericht.) Amtliche Notierungen. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht in Goldmark:

Kälber: a) Doppellender feinster Mast 00—00; b) feinste Malt- kälber 75—80; c) mittl. Mast- u. besteSaugkälber 66—74; d) geringe Mast- und gute Saugkälber 56—65; e) geringe Saugkälber 45—55.

Schafe: H. Weidemastschafe: a) Mastlämmer und Masthämmel 45—50; bi geringe Masthämmel und Schafe 36—44. B) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 25—30.

Schweine: a) vollst, von 80—100 kg. 74—76; 6) vollfleischige unter 80 kg. 70—73; c) vollst, von 100—120 kg. 74—76; d) vollst, von 120—1501g. 74—76; e) Fettschweine von über 150 kg. 00—00.

Au'gelrieben waren: Rinder 4, Kälber 1160, Schafe 272, Schweine 285.

Marktverkauf: Bei flottem Handel wurde ausverkauft.

Amtliche Berliner Notierungen vom 21. April.

'* Börsenbericht. Zunächst setzte, von den Schiffahrtsaktien ausgehend, eine erneute rückläufige Bewegung ein. Im weiteren Verlauf kam es zu einer leichten Erholung, so daß sich per Saldo die Kursverluste in mäßigen Grenzen hielten. Der Geldmarkt ist weiterhin sehr flüssig; tägliches Geld no­tierte 3,50—5 %, monatliches Geld 5,50—6,50 %.

* Devisenbörse. Dollar 4,19—4,21; engl. Pfund 20,39—20,44; holl. Gulden 168,34—168,76; Danz. 80,87 dis 81,07; franz. Frank 14,01—14,05; bclg. 15,03—15,07; schweiz. 80,98—81,18; Italien 16,88—16,92; schwe d. Krone 112,28—112,56; b ii it. 109,81—110,09; vorweg. 91,43 bis 91,65; tsche ch. 12,42—12,46; ö st e r r. Schilling 59,17 bis 59,31; p o l n. Z l v t v 38,60 -38,80.

* Produktenbörse. Die mäßigen Abschwächungen des Aus­landes blieben hier nicht ohne Einfluß aus die Tendenz des- Weizens. Es zeigt sich für diesen mehrseitig Angebot prompter inländischer Ware, die zwar im ganzen keine größeren Mengen repräsentiert, aber zu den geforderten Preisen keine Reslektan- te» findet. Die avständisMen Einorderunaen waren nach­giebiger. Auch im Zeitgeschäft hielten die Käufer zurück, so daß die Preise sich nicht voll behaupteten. Für Roggen bleiben die Angebote aus prompte Abladung klein, doch ist auch die Kauf­lust vorsichtiger geworden. Lieferung lag im Durchschnitt schwächer. Die Frage nach Gerste hat sich zurückgezogen, so daß Verkäufer williger wurden. Auch Hafer lag schwach. Aus- landshaser kommt mehr heran und stört das Geschäft nach den Provinzen. Mehl ist allgemein ruhig geworden, auch für Futterartikel zeigt sich die Kauflust sehr vorsichtig.

Getreide und Olsacuen per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilo-

gramm in Reichsmark:

20. 4.

21. 4.

20. 4.

1 21. 4

Weiz., märt.

—

Weizkl.f.Brl.

11.2-11.5

11,2-11.5

poinmersch.

—

—

Rogkl. s.Vrl.

12.0-12,2

12-12.2

Rogg., märk.

175-180

177-182

Raps

—

——

pommerfch.

—

—

Leinsaat

- —

—

westpreuß.

—

—

Vikt.-Erbsen

32-39

32-39

Braugerste

199-214

200-215

kl.Speiseerbs.

27.5-30,0

27.5-30 ,

Fuileigerste

175-193

175-193

Futtererbsen

23-27

23-27

Hafer, märt.

193-203

194-204

Peluschken

22-25

22-25

pvmmerjch.

—

—

Ackerbohnen

22-24

22-24

westpreuß.

—

—

Wicken

29-32

29-32

Weizenmehl

Lupin., blaue

U.7-12,7

11,7-12,7

P. 100 kg fr.

Lupin., gelbe

14-14.5

14-14,5

Bln.br.inkl.

Seradeüa

38-42

38-42

Sack (feinst.

Rapskuchen

14.5-15.0

14 5-15

Mrk.ü.Rol.

38.0 40,2 38.2-40,5

Leinkuchen

18 8-19,2

18.8-19 2

Roggenmehl

Trockenschtzl.

9,8-10.1

9.81O.1

p. 100 kg fr.

Tona-Schror

19.6-20.0 19.6-20 0

Berlin bi.

Torsml.30/70

-

—

inIL Sack

25 7-27 2

26-27.5

Karioffelslck.

16.2-16.6 16 3-16.6

* Schlachwiehmarkt. Auftrieb: 1872 Rinder, darunter 554 Bullen, 334 Ochsen, 984 Kühe und Färsen, 3508 Kälber, .3100 Schafe, 7561 Schweine, 50 Ziegen, 173 Schweine aus dem Auslande. Preise. Für ein Pfund Lebendgewicht in Pfg.: Ochsen a) vollfleischige, ausgemästete 52—55, b) vollsleischige ausgemästete im Alter von Vier bis sieben Jahren 47—50, e) junge sleischige, nicht ausgcmästete 43—45, d) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 38—41; Bullen a) 51—52, b) 46—50, c) 42—45; Kühe und Färsen a) 50—53, b) 41—45, c) 32-40, d) 24—30, e) 20—22; Fresser 35—42; Kälber a) —,—, b) 80—88, c) 65—78, b) 50—62, e) 35—45; Stallmastschase a) 56 bis 60, b) 44—52, c) 30—40; Schweine a) —,—, b) 77, c) 76—77, d) 74—76, e) 72—73; Säue 68—70; Ziegen 20—25. Markt­verkauf: Bei Rindern ziemlich glatt, bei Kälbern ruhig, bei Schafen und Schweinen glatt. (Die notierten Preise verstehen sich einschl. Fracht, Gewichtsverlust, Risiko, Markispesen und zu­lässigem Händlergewinn.) Vom 11.—13. Mai: Mastviehans­stellung. Anmeldetermin spätestens 24 April. Am 12. Mai wie gewöbnlich Viehmarkt.

* Kartvsfelpreise. Weiße Kartoffeln 1,15—1,50, rote Kar­toffeln 1,50—1,80, gelbslcischige Kartoffeln 1,60—1,90 Mark, Fabrikkartoffeln 8 Pfg. pro Stärkeprozent.

♦ Neuer Nelordtiefstand des französischen Franken. Das Pfund Sterling und der Dollar schlossen in Pari s mit den Rekordzisfern von 146,85 und 30,32. Nachbörslich notierte das Pfund 147. In Kreisen des Finanzministeriums wird be­hauptet, daß die Spekulation am Werke fei; man erklärt, daß neue streune Verordnunaen vorbereitet werden.

Konkurs Ferdinand Becker-Fulda. ^t 5cm Konf», fahren der Firma Ferdinand Becker, Zigarrendaus -IW* Lüherstraßc, das seit 20. Aug. 1924 schwebt, janb am vor dem Amtsgericht Fulda Termin zur Abnahme der rechnung statt. Durch viele Anfechtungsprozesse zog sich W fahren so lange hinaus. Der Konkursverwalter teilte mH ca. 3000 Mt. vorberechtigte Forderungen inzwischen berable i M Welche Quote jedoch für die nicht bevorrechtigten Sorben >L Cte?- Höhe von 29 063 Mk. in Betracht komme, stehe noch nidvM -n da die Kosten des Verfahrens noch nicht festgesetzt sind 1™ â los dürfte die Quote äußerst gering ausfallen. ' '

* Konkurs Ehrhard Winter-Fulda. In dem Konkursver,' t ren des Zigarrenhündlers Ehrhard Winter-Fulda, Kanals fand am 21. April vor dem Amtsgericht Fulda Termin zur nähme der Schlußrechnung statt. Nach den Ausführungen k Konkursverwalters sind die bevorrechtigten Forderungen in, 5 scheu voll ausbezahlt wurden. Für die nicht bevorrechtigt™ t derun gen käme eine Quote von 10,7 Proz. in Betracht n

Stimmen aus dem Leserkreise.

Mr dir DcrSffenIUckxniLen unter dieser Ucbcrtzhrist übernimmt die Medattion tcin»rw antwortumv für sie bleibt auf Grund des § 21 Abs. 2 des Pressegesetzes in rotiern der Einsender vcrnntworttich.) — Einsendungen, die nicht verwendet werden Mnnm zurückgesandt, die Ablehnung nicht begründet werden. '

Rerchsr;es»nbheLtsvroche.

Lachender Sonnenschein. Auf grünem Rasen zwei „ Mannschaften in edlem Wettstreit um die Siegespalme- Siur Einer kann siegen! Der unterlegenen Mannschaft,' Fuldaer Verein, wird ein Pflaster auf die frische Wunde in Form einer .... bis Nachts 2 Uhr sich hineMzich-»^, Zecherei! Ueberfchrist: „Auftakt zur ReichsgefunLheitswM^Ü

Man kann zur Alkoholfrage stehen wie man will durchaus kein Abstinent zu sein, aber ein solches Treib^ von jedem, der es ehrlich mit seinem Volke, besonders deutschen Jugend meint, unbedingt gebrandmarkt werden. besonders aber dann, wenn der Vorsitzende des -aaftgebenben eins Dr. med...... in einer feuchtfröhlichen Änfpra chx llni dem jubelnden Beifall dieser „Sportsfreunde" erklärt „Ein Bier ist mir lieber, als die ganze ReichsgefunLhcitswoche!" ist denn doch eine Auffassung, bar jeden Verständnisses für w, Nöten unseres Volkes und Vaterlandes! Segenbringend nur dann die Reichsgefundheitswoche werden, wenn nicht nur in offiziellen Versammlungen der Gedanke vernunftgemäßer Cebem- führung propagiert wird, sondern unsere Jugend zu Mensch^' erzogen wird, die höchstes Verantwortungsbewußtsein W Staatsganzen gegenüber haben! (Folgt Unterschrift.)

raram^MMtBKBnomni^^

Vereinskalender.

Deutsch-Evangelischer-Frauenbund. — Sonnabend, den 24 ds Mts. Miiglieder-Verfammlung im Evangelischen Gemeindi­haus. Vortrag der Bundes-Sekretärin Fil. Winnecke, Hannover über: „Evangelischer Frauenwille".

Amtlicher Teil.

Bichseuchenpolizeiliche Anordnung.

Zum Schutze gegen die Maul- und Klauenseuche wird ms Grund der §§ 18 ff. des Mehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (R. E. Bl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten folgendes bestimmt:

§ 1.

Die Abhaltung des Rindviehmarktes in Fuldn am 6. Mai ds. Js. wird verboten.

§ 2. .

Zuwiderhandlungen werden nach den §§ 74 ff. des Vieh- feuchengesetzes vom 26. Juni 1909 bestraft.

Fulda, den 20. April 1926.

Der Landrat: J. V. Schuster.

-—T---TT—I' I. III. III lllllllll III HIHI--rn% .L'..l—illHU... ^

Die heutige Nummer umfaßt 8 Seiten.

---------------------——

Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr. rer. pol. Karl KrömmelLein -Fulda.

Verantwortlich für den Anzetgenteil: Otto Schneider -Fulda.

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