Dortmund. (33 116 Arbeiter und Angestellte in- , einmal durch die kritiklose Nachahmung des Auslands vor die- folae Zechen st illcgung arbeitslos.) Die Arbener- ' sein und der ganzen Welt zu blamieren.
niuvpe der Arbeitskammer im Ruhrbergbau haue beim Ober- Wir haben in Deuschland sehr beachtenswert Ansätze zu hcraamt in Dortmund ungefragt, micbiel Zechen ganz und einer vernünftigen und folgerichtigen Erziehung bfes Volkes zu mictue! teilweise in den letzten zwei Jahren stittgelegl worden i einem alle Auswüchse beseitigenden gemüßigten Amgang mit 7 TirtrniHmh tritt hmi au? »„-'.. M„- I dem Alkohols der doch erst von einer gewissen Menge an den
Charakter eines Giftes annimmt, und dessen Vervlendungszweck auf anderen Gebieten als dem des übermäßigen Genusses viel zu weit verzweigt ist, als daß man ihn von der Ljiste der Konsumgüter überhaupt [freiesten könnte. Wir haben in den ersten Kriegslagen 1914 mit stolzer Verwunderung eine1 alkoholfreie Mobilmachung erlebt. Wir können mit Eenugtuuma feststellen, wie der zunehmende Sport, Leibesübungen und Wandern zu einem Abbau der Trinkunsitten bei unserer hcrainwachsenden Jugend geführt haben. Die Schule — namentlich auch die Fortbildungsschulen und Hochschulen — muß erzieherisch wirken. Die Krankenkassen sollten im gleichen Sinne aufklärend und beratend eingreifen. Reichswehr und Reichsmarine könnten zur Mitarbeit herangezogen werden. Das aber, ist der Weg, der gegangen werden muß: Die Erkenntnis bet' Gefahr muß verbreitet werden, das Verantwortungsgefühl mt^ belebt, der Wille zur Gesundheit muß gestärkt werden. Der Willensschwäche muß vor Anfechtung bewahrt und durch Führung unterstützt werben; der willenlos dem Laster Fröhnende mutz als Kranker behandelt und feine Heilung versucht werden. Der. rettungslos dem Trunk Verfallene ist für Mit- und Nachwelt umschädlich zu machen. An der Durchführung dieses Programms, dem auch das Straf- und Strafvollzugsrecht Rechnung zu tragen haben, werben sich die Gerichte und die Polizei neben den Schulen und Krankenkassen^ zu beteiligen haben, nicht ohne jeden Zwang, aber doch ohne Anwendung radikalster Mittel und immer in Der im Großen und Ganzen erkennbaren Absicht, die Mäßigkeit im Alkoholgenutz zu einem im Volksbewutztsein oerankevten Grundgesetz werden zu lassen, gegen das niemand verstoßen kann, ohne der allgemeinen Mißbilligung anheimzusallen. Das mag noch ein langer Weg bis zum Ziel sein, doch verspricht er mehr und eher Erfolg als der „Sprung aufs Trockene", der — wie bic Ver- cimgten Stoaten beweisen — doch zurückgetan werben muß und dann erst recht im Sumpf endet.
«nd Das Oberberganu Dornnimd teilt nun aus diese An- rsltie solgenves mit: Die Zahl der stlügeleglen Zechen betrug ffnöe Februar 1926 38 mit 33 118 Ardenern uuüÄuneltcll len.
Zahl der eingeschränkten Zechen betrug zu dem gleichen «eilvunkt 62 mit 33021 Arbeitern und Angestellten Dazu rammen 11 Kokereien mit 1102 Arbeitern und 7 Kokereien, die eingeschränkt sind, mit 432 Arbeitern.
Berlin. (Anrufung des Kammcrgcrichts huich die Eisenbahnergewerkschasten.) Die ^i-enbahnergewerkschaften haben in ihrer letzten Sitzung be- Milosscn, in dem Prozeß gegen die Reichsbahn auf Änerken- iiitna des Schiedsspruches des Neichsarbeitsmiuisicrs das Kammergericht anzurufen, das sich mit diesem grundsätzlich wichtigen Fall demnächst zu beschäftigen haben wird. In der zweiten Instanz K den über die Frage, ob die Deutsche Reichsbahugesellschaft der Schlichtungsordnung, und damit deutschen Behörden untersteht oder nicht, sehr bekannte Wissenschaftler zu Worte kommen, deren Gutachten jetzt emgefordc"^ werden sollen.
Gtimmsn aus dem Leserkreise.
(-Tür die DcrSffenMchimaea unser tiefer UeSerftbriff überitfmml die KedaMlm tetnericl Vci» cntooifutt« ; für sie Sfcibf auf Gnmd des § e! Abs. 2 des preffcgefeW in vollem Umfange ter Linsender verantwortlich.) -“ Einsendungen, die Nicki verwendet werden, sännen nicht zurückncsandi, die Ablehnung nicht begründef werden.
Das Gemeikdebestimmunasrertt,
Mit diesem neuen Schlagwort wird die Oeffcntlichkeit über- laM. Man sieht ihm beim besten Willen nicht an, was dahinter steckt; man vermutet, daß cs sich um eine kommunalpolitische Frage handelt; bei genauerem Zusehen stellt man dann fest, daß cs sich um das Feldgefchrei der Alkoholgegnei handelt, mit dem sie nun auch in Deutschland den blauen Kreuzzug für die „Trok- tenlegung" antreten, der nicht mehr oder weniger bezweckt als ein gesetzliches Verbot der Herstellung, Einführung und Verbreitung sowie des Genusses alkoholischer Getränke.
Gewiß: gegen die Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs und der Trinkerünsitten laßt sich verständiger Weise nichts vorbringen. Im Gegenteil werden einsichtige Menschen alle vernünftigen, hierauf gerichteten Bestrebungen unterstützen und wünschen, daß sich auch Reich, Staaten, Gemeinden, Kirchen, Schulen unb Vereine diese Fragen aufs Ernsteste angelegen sein lassen. Denn die Trunksucht ist ein Laster, das den Geist und den Körper zerstört, das Familienleben zerrüttet, die Willens- und Arbeitskraft vernichtet und weite Bevölkerungskreife dem Unglück und der Not aus-liefert. Sie muß bekämpft werden. Nur heißt es, die richtigen Mittel anwenden. Vor Experimenten muß gewarnt werden. Es muß gefordert werden, daß die Fort- schritte, die auf diestrn Gebiet bereits gemacht oder angebahnt sind, nicht dadurch aufgehalicn werden, daß eine extreme Richtung verhetzender Theoretiker die Führung an sich zu reihen sucht, um wieder einen Streit zwischen zwei Gruppen von Volks- genossen herauszubeschwören, den allein tugendhaften Abstinenzlern und allen anderen, die man einfach als Trunkenbolde abtun möchte. So leicht wie sich die absoluten Temperenzler die Losung des Problems denken, ist sie nicht. Das weiß niemand besser, als wer ernsthaft bemüht ist, die Gefahren des Alkoholismus einzudümiiien und zu beseitigen.
Bekanntlich sind in Europa Schweden und Finnland „träfe ken" gelegt, das klassische Land der „Prohibition" auf der Welt sind aber die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Daß die in Amerika mit der Trockenlegung erzielten Erfolge dem Ideal entsprechen, das den Vorkämpfern für dieses Gesetz vorgttchwebt hat, muß allerdings, billigerweise auch zu Gunsten der Temperenzler, bezweifelt werden. Denn einmal ist es trotz strenger Gesetze und ihrer drakonischen Durchfiihrung der Union nicht gelungen, die Trunksucht einzudämmen, wie die Statistiken der , Krankenhäusex und Strafanstalten fenteisen: -um anderen hat bte Kriminalität — um das neue Delikt des Alkoholschmuggels bereichert — einen erstaunlichen Zuwachs erfahren; ferner wird die Staaismoral und bie Autorität der Gesetze und Behörden in bedenklicher Weise dadurch unterhöhlt, daß eine Handlung unter Strafe gestellt wird, die in weiten Volkskreisen nicht nur nicht für entehrend, sondern gerabezu für verdienstvoll gehalten wird; und schließlich gefährdet der auf verbotene Wege und Schlupfwinkel verwiesene Alkoholgenuß wegen seiner Heimlichkeit und der damit verbundenen Auswüchse auch noch aus anderen als alkoholischen Gründen das körperliche und bas sittliche Wohl bet Bevölkerung. So macht sich denn in den Vereinigten Staaten von sehr ernst zu nehmenber Seite, auf der sich gerade die nüchternen und selbstbewußten Köpfe befinden, eine Bewegung geltend, die in kürzester Frist zur Aufhebung des Prohibitions-Gesetzes führen wird. Damit wird dann auch in Amerika bet Kampf gegen den Alkoholismus wieder in erfolgversprechende Bahnen ein lenken können.
Die drohende Niederlage in den Vereinigten Staaten löst kurz t>or_ ihrem (Eintritt noch einmal einen Vorstoß der Anti- olkohobFanaliker auf Deutschland aus. Augenscheinlich ver- man sich beim Volk der Dichter »und Denker, das um so le Mb-fer für eine Theorie zu gewinnen ist, fe unausführbarer sie in der^ Praxis ist, einen Erfolg. Wir dürfen uns ja auch beileibe riefe neue Gelegenheit nicht entgehen lasten, uns wieder
den verschneiten Höhen der Karpathen, auf den Kämmen der Vogesen waren sie oft die einzigen, die noch imstande waren, Meldungen zu überbringen. —
Iik Februar ging die Kompanie wieder nach Stuttgart zurück, auf der Hütte blieb ein Feldwebel als Hüttenwart und einige Leute, meistens solche, die erholungsbedürftig waren oder die erst nach Rückkehr der Kompanie in den Standort in die Berge konnten. Dieses „Restkom- Mando ' hatte es nicht leicht. Täglich mußten 2 Mann au -teil, um Lebensmittel zu kaufen. Schwer bepackt kamen sie aus vereistem Pfad oft erst spät in der Nacht zurück, umßten täglich 1—2 mal Buchenscheiter aus einer Vutte holen, die etwa 4 km. entfernt und einige hundert -kleter hoher lag. Wir haben sie oft getroffen, wenn sie, n Berich im Schnee, mit ihrem Hörnerschlitten am Steuhang entlang zogen. Schade, datz man nicht einmal einige von den modernen Eroßstadtjünglingen mit ^"6en Haaren und Haarnetz vor dieses Gefährt 1—2 weitere Leute waren in der Küche * ^uch sie hatten bei den primitiven Kochver- dichte Arbeit. Sie machten aber ihre ^"^Jezeichnct und waren von allen gerne gesehen, as Nachkommando hatte damals auch das Recht, Zivil- aufzunehmen. Der hierbei erzielte geringe -â kostete die Unterkunft mit voller Ber- £ic^ "nd Heizung — kam in die Kaffe zur Instandhaltung der Hütte. —
Icbl^ 11 ^^Sb "^"r Hüttenzeit legten wir uns zeitig F"sch "nd bester Laune schnallten wir am an- S „ ,rgen liniere „Brettln" an, um die auf der Paß- „Schömbergalm" zu erreichen. Der Hang eref ^utt£ war für Anfänger zu steil, der unten ... I^^u^de Dach lud in dieser Zeit zum Bade auch baher ch"' .Die höher gelegene Schömbergalm war unh kr?5 ch^ntliche Uebungsfeld: Ebene Flächen, lange sott & s^e Md flache Hänge - alles war da. So- wi?der von k^Ueben. Bis 12 Uhr Mittags und dann K é « Uhr wurden erst „Pflug" und dann I Ct^Emboaen um eine Anzahl in Linie aufgestellter I wan "all Aller Anfang ist schwer, besonders wenn I benn^h^Ul» Balanzierapparat", den Stock, nicht I sahlnYp S Bald war der Uebungshang wie gebügelt, I wo nton’^enn^^^ „Bahnhöfe" genannt, zeigten, I ^egen sein? Absicht Platz genommen hatte. Am
Es ist ein Zeichen der Zeit, daß sie die Wirksamkeit von Gesetzen überschätzt und aus dem Weg der Gesetzgebung für ein ganzes Volk regeln zu können glaubt, was vielleicht unter einem kleinen Kreis von Gleichgesinnten durch Vereinssatzungen geregelt werden kann. Schon in einer Gemeinde sind zu verschiedenartige Elemente verbunden, als daß eine Vereinspolitik von nicht einmal Kirchturmhöhe auf die Dauer denkbar wäre.
Aus allen diesen Gründen steht die verständige Bewegung gegen den Alkoholmißbrauch dem „Gemeindebestimmungsrecht" und der Tendenz der Trockenlegung nach amerikanischem Muster ablehnend gegenüber.
Zeitgemäße Betrachtungen.
(Nachdruck verboten.)
Ostereier.
Wer hat zu tun zum Osterfest? — Wer regt sich dort im Grase, — daß er uns nicht im Stiche' läßt? — Das ist der Osterhase! — Zu einem ganz bestimmten Zweck — eilt von Versteck er zu Versteck, — und legt zur Osterfeier — die bunten Ostereier.
Den Kindern ist er zugetan, — er legt auf ihre Pfade — so manches Ei aus Marzipan — und auch aus Schokolade. — Doch großen Damen, großen Herrn — bleibt er mit solchen Dingen fern, — dafür legt er mitunter — die Eier desto „bunter".
Recht bunt geht es im Leben zu, — und im April zumalen, — da bringt uns oft um unsre Ruh — das eine Wort „bezahlen". — So manche Rechnung fliegt herbei, — das ist kein schönes Osterei, — man wird sich nicht d'rum reißen, — denn es ist hart zu beißen.
Das Klagen wird nicht eingestellt — und das hat zu bedeuten: — Der Mangel will nicht aus der Welt — kein Geld ist unter'n Leuten. — Drum Osterhase spring herbei — mit einem goldenen Osterei, — ein jeder kann's vertragen, — hier wirst du wohl versagen!
Die Steuern bringen viel Verdruß, — die Winzer protestieren, — und der Finanzminister muß — die Steuer revidieren, — der Wein wird wieder steuerfrei, — das ist ein gutes Osterei — für alle Int'refsenten — einschließlich Konsumenten!
Die Ostereier sind nicht gleich, — die Sache ist vertraulich — mitunter sind sie zart und weich, — mitunter schwer verdaulich. — Nun hat uns auch der Völkerbund — ein Ei beschert, doch gab er kund: — Es ist der Vorsicht wegen — ein halb Jahr einzulegen.
Der Vorteil ist, daß-man dabei — sich vor Enttäuschung hütet — und überhaupt, das richt'ge Ei — wird erst noch ausgebrütet, — und was uns dieses bringen mag, — das kommt erst später an den Tag, — für hcut' wünsch ich nichts weiter — als: Frohes Fest!
Ern st Heiter.
nächsten Tag wurden die Uebungen fortgesetzt, die Leistungen schienen nicht so gut, eine natürliche Folge der am l. Tage erfolgten Ueberanstrengung der Sehnen u. Muskeln. Am 3. Tag fuhr auch schon der jüngste Skiläufer, der vorher nie auf einem Ski gestanden hatte, einen so sauberen Stemmbogen, daß zum Schluß einige „Schußfahrten" gemacht werden konnten. —
In den nächsten Tagen machten die besten Läufer unter Führung von Hauptmann Henrici eine 3 tägige Skifahrt in das Gebiet des hohen Zfen. Hochfriedigt und entzückt von dem Zauber der Winterwelt und den großartigen Ausblicken über Berg und Tal kehrten sie zu uns zurück. — Die weniger fortgeschrittenen Läufer hatten diese Tage benutzt, um sich weiterzubilden, u. so konnte nach Rückkehr der Ausflügler zum Tourenfahren übergegangen werden. —
Schön war es immer des Abends im warmen Kuhstall. Hier saß alles zwanglos durcheinander: Infanterie und Artillerie, der Professor aus Würzburg und die Studenten aus Stuttgart und Tübingen. Die einen spielten Karten oder würfelten, andere unterhielten sich über Tagesfragen, über Christiania und Telemark und über die Wetteraussichten. Am Ofen arbeitete unter Herrn Drucks, 'des Skilehrers Leitung, die Zunft der „Wachsler". Ja, das „wachseln"! Eine Kunst, die gelernt sein will und wer sie beherrscht, machts immer noch falsch. Unten Gleitwachs, mit dem Bügeleisen oder der Lötlampe erhitzt, dann Gleitwachs und dann „Dumzinger". Wahre Wachsorgien wurden gefeiert! Und am andern Tag „pappten" die Skier, wo sie gleiten sollten und rutschten, wo sie „pahpen" sollten. Im weiteren Verlauf des Hüttenabends irat dann noch stets die beliebte Hauskapelle auf, bestehend aus der großen Ziehharmonika und der „Teufelsgerge". (Besenstiel, mit Heringsdose und Drahtsaiten). Flotte Militärmärsche wechselten ab mit melancholischen Liedern, die der Deutsche ja bekanntlich immer dann singt, wenn er ant vergnügtesten ist. Gegen 10 Uhr lag meistens alles auf dem Strohsack. —
Die letzten Tage unserer Alpenfahrt- waren, wie bereits erwähnt, den Tourenfahrten gewidmet. Ziel war meistens das 1800 Meter hohe „Riedberger Horn", von dem aus man einen wunderbaren Ausblick auf den Bodensee haben sollte. Leider machte uns das Wetter in Be-
Rundfunk Frankfurt-Lassel. Sfut^ M - ;^?hn„nlQ^ Zeitansage © 12: Nachrichten, Wittchastc.
T ® 1.2.55: Nauener Zeitzeichen. 0 3: Alirttchafttmeldun- Z>^ 4' Siegener Wetterbericht. Wirsichaslrmeidunaen. 0 4.15: m . , — *: stammet Franlsurt a. !!>!.,
Sanau (Dienstag u. Freitag». © 4.25:, 6:, 7.15: Wirtschafts- b Wückiliekend an die Abendveranstaltung: Zeitangabe, Nachrichtendienst, Wettermeldung, Svätankündigung, Spurt.
. Sonntag, 4. April. 8: Morgenfeier. Mitw.: Frl. Korf, Frl. Kewer, Sopran und Alt: Kirchenchor der Lulaskirche. S. Sonntag, .aarmomum. 0 1: Uebertragung der EröffnungsfeicrUchleiten der Mainzer Funkausitellung. 0 12: Uebertragung von Castel: Aufer- E. Kutzer und A. Holst: Fridolin, der Osterbaie. Puttchen Rosenkamms Abenteuer von Gertrud Lieder. Der Bär Mi Dsterpasenwaid. Dramatisierung von der Märchentante (für Slin« ber vom 4. Sabre ab). 0 5: Uebertragung au > dem Franl'urlcr Opernhaus: „Parsifal". Bühnenspiel von Wagner.
Montag, 5. April. 8: Morgenfeier. 11.30: Große Erzieher: Aus den Schruten des Epiktet (Dberreg. Hilpert.' © 12: Sonder- tonsert für die Mainzer Funkausstcllung: Die Oper der Woche. K ^°b°r: „Freuchutz'', Duo. 2. Bizet: „Lärmen", a) Vorspiel UM 4- Akt: b) Lied des EscamiIIo. 3. Puccini: „Die Boheme", «ant. 4. Wagner: „Parsnal", Glocken- und Gralskene. 5. Eonnod- „Margarete", a) Gebet des Valentin: b) Walzer. Mitw • Adolf Permann vom Franks. Opernhaus, Bariton. Frühlings- und Oiler- N«ll„Nrau Wartenberg-Röhrig). 0 4: U-bertr. vom Platz des Sportklubs 1880: 1. Rückspiel der Rugbymannichaft des Sportklubs 1880 gegen die Mannschaft der Orforder Grubounds. 0 6: Stunde des Rhsm-Main. Verb, für Bsttsbildung. 0 7: U-b-rtr. ?u« der Mainzer Funkausstettung. © 8.30: Sinfonie-Konzert. 1. Schubert: »Unvollendete Sinfonie" in H-moll. 2. Mahler: „Das Uteb von der Erde", eine Sinfonie für eine Tenor- und ein: Alt- nimme und Orchester, a) Das Trinklied vom jammer der Erde: b) Der Einsame im Herbst: c) Von der Jugend: b Von der Schön- mit; e) Der trunkene im Frühling: f) Der Abschied. Mitw.: tftl. Magda Spiegel, Alt: John Giâscr, Tenor. — Opern-Orch. Dienstag, 6. April. 11.30: Sonderkonzert für die Mainzer «runiausstellui'g. 0 4.20: Hausorchester: Oskar-Strautz-Operetten. 1. Aus Die Perlen der Kleopatra": a) Aegyptischer Marsch: b1 „Ja, io ein FrauenherzV 2. Potp. a. „Ein Walzertraum". 3. „Rund um die Liebe , Walzer. 4. Aus „Tercsina": a) „Eine weiche Frauenhand": b) „Teresina, Teresina". O 5.20: Uebertr. der Mainzer Funkausstellung. 0 6.15: Biicheritunde. 0 6.45: Uebertr. non Castel. 0 7.15: „Verkehrswissenschaftlicher Streifzug durch das Innere Brasiliens", Baurat Dr. Teubert- Mnnheim. 0 7.45: Schach. © 8.15: „Kean". Schauspkcl von Dumas b. Aeltcren. In der Hauptrolle Heinz Hilpert v. Frankf. Schauspielb.
Mittwoch, 7. April. 11.30: Sonderkonzert für die Mainzer Funkausstcllung. © 3.30: Rektor Wehrhan: „Der Rosengarten zu Worms ' (für Kinder vom 10. Jahre ab). 0 Haurorch.: Tanzmusik kür Akt und Jung. O 5.20: Uebertragung aus der Mainzer Funkausstellung. 0 6.15: „Die Frankfurter Stadtbibsiotbek. ihre Gc- sckiichte und ihre Schätze", Vortrag Dr. Sarnow. 0 6.45: „Tlnater- Frlm-Fuuk". 0 7.15: Vortrag Dr. Lertes: „Mikrophon I" © 7.45: Italienisch. D 8.15: Gastspiel des Stadttheaters Ostcubach: „A:t- Wicn". Operette von Joseph Lanner.
Donnerstag, 8. April. 11.30: Sonderkonzert für die Mainzer Funkausstellung. 0 4.20: Hausorch. Oskar Fetram 1. Kinder- luder-Marsch. 2. „Mondnacht auf der Alster". 3. Hokzichub-Tan.',", 4. „Polo-Spiele", 5. „Die' Königsmaid", 6. „La Barcarolle" Walzer nach Motiven aus „Hoffmanns Erzählungen". D 5.2 J: Uebertragung aus der Mainzer Fuiikausstelluno. © 6.15: „Beruss- nterfmale in der Kriminalistik", Vortrag Otto Schwerin. © 6.45: Franks. Vereinigung für Heimatkunde. 0 7: Uebertr. aus dem Frankf. Opeinb: „Boheme". Oper von Puccini. 0 Anschi, bis 12: Uebertr. von Berlin: Tanzmuffk der Funkkapeile.
Freitcg, 9. April. 11.30: Sonderkonzert für bie Mainzer Funkausstcllung. 0 3.30: Lehrer Mehrer: „Reinecke Fuchs, der Erzschelm" (für Kinder vom 9. Jahre ab). 0 4.20: Hausfrauen-Nach- mittag vom Franks. Hausfrauenver. u. a.: „Erziehung unserer Kinder durch Arbeit und zur Arbeit", Vortrag. Lehrer Stricker. 0 5.20: Uebertr. aus der Mainzer Funkausstcllung. 0 6.15: „Die Wirtschaftstheorien vom Merkantilismus bis zur Gegenwart: Das Zeitalter des deutschen Imperialismus", Vortrag Handels!. Bever. © 6.45: „Neue Wege bet gegenwärtigen Philosophie": „Bergson" (Sntuitioes Erfassen des Lebendigen), Vortrag Dr. Heinemann. O 7.15: Zwanzig Minuten Umschau übet bie Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 0 7.35: Film-Wochenschau. 0 8.15: Gastspiel Resi Langer-Berlin: Bänkelsang und Moritat. 1. a) Blaubart", b) „Die Rache", c „Merkwürdiges Strafgericht des Himmels", d) „Die grause Moritat des Friedrich Wilheim Schultze", c) „Eskimo und Eskimaid". 2. a- „Der Mauberröfe .Ferdinand", b) „Die Ballade vom nützlichen Soldaten Fritze", c) „Lehmanns Wüsteil- groll“. 0 9.15: Tanzstunde in Akt-Frankfurt. Mitw.: Hans Ncr- ung v. Frankf. Schauspielh. Hausorch.
Samstag. 10. April. 11.30: Sonderkonzert für die Mainzer (funtgusfteUung. 0 3.30: Liedervorträge Frankfurter Schulen: Kuh- waldschuic, 2. Mädchenklasse. 1. Geibel: Wer recht in Freuden wandern will. 2. Bületer: Nun bricht aus allen Zweigen. 0 4.20: Hausorch.: Gaetano Domsetti (gest. 8. April 1848). 1. Ouv. „Don Pasguale". 2. Arie a. „Don Posguale". 3. Fant. a. „Der Liebestrank".. 4. Ouv. „Fausta". 5. Aris a. „Der Liebestrank". 6. Fant, a. „Die Regimenistochter". Mitw.: Hans Brandt, Tenor, Fr. Opernh. 0 5.20: Uebertragung aus bet Mainzer Funkausstellung. 0 6.15: Stenographie. 0 6.45: „Die deutsche Volksballade", Lortr. Prof. Schultz. D 7.15: „Deutschlands Währung und Währungspolitik in Vergangenheit und Gegenwart", Vortrag Dr. Neumark. 0 8.15: Arieu- und Liederabend. 1. Altrtakienifche Arien von Carife simi, Bonoucini, Ealdara, Paisiello u. a. 2. Lieder von Pfitzner und Malipiero. Ausf.: Paula Lindblad-Berlin, Vtezzoiovron. D 9.15: Uebertragung von Castel: 0 Anschl. bis 12 Uhr: Uebertr. von Berlin: Tanzmusik.
zug auf die Aussicht stets einen Strich durch die Rechnung, sodaß wir den See nicht zu sehen bekamen. Die Aufstiege und Abfahrten boten uns aber, vom sportlichen Standpunkt aus, ^durch das wechselnde Wetter stets eine solche Fülle von Jntereffantem und Lehrreichem, daß wir auch I 0 voll auf unsere Kosten gekommen sind und viel gelernt haben. — Hochalpin waren die beiden Aufstiege bei Sturm und Schneetreiben. Solange wir am baumbestandenen Hang anstieaen, ging die Sache. Sobald wir aber an die letzten 200 Meter kamen, die aus schmalem, vollkommen verharrschtem Kamm mit starken Schneewächten erstiegen werden mußten, wurde es Ernst. Nach höchstens 3 Metern mußte man wenden; wer dabei auf der Eiskruste ausglitt, konnte nach rechts oder links in der Tiefe verschwinden. Die letzten 50 Meter mußte abgeschnallt werden, da man für die Skier überhaupt keinen Halt mehr fand. Wagerecht, mit fabelhafter Geschwindigkeit, trieben Eiskörner durch die Luft und stachen wie Nadeln ins Gesicht. Auf der Spitze verschlug es den Atem. Mit dem Wind abgc- kehrtcn Gesicht machten wir einige Sprünge bis zum total vereisten Gipfelkreuz, das zum Zeichen der Bezwingung des Berges mit der Hand angeschlagen wurde, ebenso schnell ging es zurück zu den Skiern. So rasch als es mit den klammen Fingern möglich war, wurde angcschnallt und die Abfahrt begonnen. Der erste Teil derselben war nicht leicht. So langsam die Skier bergauf waren, so eilig hatten sie es jetzt. Da man- nicht einfach in die Gegend rasen konnte und Sckiwünge auf dem Kamm nicht möglich waren, mußt? man sich hinwerfen, sobald die Lage kritisch wurde. Nach Ueberwindung dieser steilen Stellen wurden wir aber für die schwierige Gipfelbesteiqung voll und ganz entschädigt. Durch die genußreiche Abfahrt war während des Auf- und Abstiegs so viel Schnee gefallen, daß wir auf der Talfahrt stellenweise unsere tief eingefahrene Spur nicht mehr fanden. —
Nach 10 sorgenlosen Tagen mußten wir scheiden. Der letzte Abend und die Nacht hatten nochmals etwa 1 Meter Okeuschnee gebracht. Wie auf Daunen glitten wir noch vor Anbruchs des Tages den schmalen Gebirgspfad hinunter in das Tal. Unten pappte der Schnee. Das tröstete uns etwas und machte uns den Abschied nicht gar so schwer. Hochbefriedigt von der Alpenfahrt kehrten wir gegen Mitternacht nach Fulda zurück.
Weidinger, Hauptmgnn,
i