Zul-aer Mzeiger
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91t. 64 — 1926
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg 8ulda- und Haunetal * 8uldaer Kreisblatt ininiiiiiiiiufiiiiiiinniiiHiiiitiiiiiiiiuiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiHiiHiiiHiiiiiHHUiiiiniiiiiiiiiiHiiiiinimmiiuiiiuiiiiiiiiiiuiHiiuiiiuiiiHiiiiiiHHiiiiniiHiiiUHHiiii Redaktion und Hejchastrstelle: MWenstrahe i. gelegn Nr. m89 IHIIII1H111111HHIIIHIIIIIHIH11111J! I! HIllil IIIIII11111II111II! IIIIIIIIIIHII111 HIHIIHHHIIII11HI Hl HIHI III1II HI 11II Hl! 1111 Hlillli IHH111HIHHIIHIHIIIHIIIHIHI',' IIIIII111111111 Nachdruck der mit * versehenen Nrtikelnrr mit Quellenangabe' ,,SuIb. finj.“ gestattet.
»yuIDa, Montag, 22. Btärz
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3. Jahrgang
Kleins Zeitung für eilige Leser.
* Reichskanzler Dr. Luther sprach sich beim Empfang der Parteisiihre-r für die Tciinahmc Teruschlands an der Studien- lommiflien zur Reorganisation des ^öllerbnndralcs aus.
* Ncichspräsidenl von Hindenburg hat sich zur Teilnahme an den Befreiungsseiern nach dem Rheinland begeben.
* Die chinesische Negierung Hai über Peking den Ausnahme- zul-and rerhängt. , „ .
* tu Lotio wurden durch eine Feuersbrunst 6oO Hauser rrnidiitt n»v eina 4i:üii Pcrsenen eltadjle^^
Amerika und wir.
In London sitzt als amerikanischer Botschafter ein Mann, der früher in Berlin war, aber in letzter Zeit eine selbst für einen Amerikaner überraschend schnelle Karriere gemacht hat und dem man noch eine bedeutende politische Zukunft prophezeit. Tas ist Herr H o u g h t.o n, der schon bei der Londoner Konferenz 1924, als der Dawes-Plan beraten wurde, eine sehr wichtige Rolle spielte als sozusagen politischer Vertreter der amerikanischen Finanzleute. Man weiß, wie tief gerade sbie amerikanischen Banken in den Gang der Dinge eingegriffen haben, wie sie den französischen Widerstand gegen eine Befriedung Europas überwältigten.
Das scheint jetzt eine eigenartige Parallele zu finden nn einer Denkschrift des gleichen Herrn Houghton, den der Präsident Coolidge nach Washington berufen hatte; man will wissen, daß er Nachfolger Kellogs im Staatssekretariat für das Auswärtige werden soll. Houghton hat nun dem Präsidenten eine Denkschrift überreicht, die es offenbar an Deutlichkeit der Ansichten über die Genf e r I r r » n - ,g e n und Wirrungen so wenig fehlen läßt, daß Houghton sich in Europa ein bißchen unmöglich gemacht bat. !Frankreich ist nach seiner Ansicht der Störenfried und kann England immer als treuen Gefolgsmann haben, weil im Falle englischen Widerstrebens Frankreich sofort immer in Vorderasien ein kleines Feuerchen anftede. Die Schlußfolgerungen Houghtons über/ die demnach gar nicht oorhündene „Selbständigkeit" der englischen Außenpolitik sind ebenso zutreffend wie für die englische Eigenliebe .ersetzend.
Frankreich hat ja auch die A b r ü st u n g s k o n f e r e n z — Coolidges liebstes Kind — wieder einmal bis ins Ungewisse vertagen lassen; da empfiehlt Houghton, einen „stärkeren Druck auf die europäischen Störenfriede" anszuüben. Was ausgerechnet bei Belgien anscheinend schon ausprobiert worden ist: das Nichtzustandekommen der belgischen Währungsanträge verursachte in. Brüssel einen derartigen Franksturz, daß Vandervelde so schnell wie möglich nach Hause zu reisen aufgefordert wurde. Eben- so wird nun vorgeschlagen, mit Frankreich zu verfahren. Bekanntlich ist der Hauptgrund für den Sturz des früheren Finanzministers Caillaux, daß es ihm nicht gelang, wegen der Kriegsschulden seines Landes an Amerika in Washington irgendwelches Entgegenkommen zu erreichen, das über die an England gemachten amerikanischen Zugeständnisse in der Schuldenabtragung hinausging. Ein derartiges Abkommen ist auch mit Italien vereinbart, aber vom Senat noch nicht genehmigt worden. Da schlägt Houghton vor, diese finanziellen Abhängigkeiten der beiden Hauptstörenfriede zu politischen Zwecken, vor allem für die Durchsetzung der Abrüstung auszunutzen.
Wir glauben nicht, daß eine derartige finanzielle Drosselungspolitik Amerikas dem europäischen Kontinent gegenüber sich auch auf Deutschland beziehen würde, wohl aber dokumentiert sich darin auch eine wieder stärker gewordene Zurückhaltung Amerikas all dem gegenüber, was an internationalen Vereinbarungen in Europa geschlossen worden ist. Nur mit Mühe hatte es Coolidge durchgesetzt, daß die Vereinigten Staaten nun auch beim Internationalen Schiedsgericht im Haag teilnehmen sollten — davon scheint man aber nach dem Bericht Houghtons jetzt nicht mehr viel wissen zu wollen; denn auch dies ist vom Senat noch nicht ratifiziert worden. Daß man vom Völkerbund selbst jetzt noch weniger wissen will als früher, ist eine weitere Folge der Genfer Vorkommnisse. Ausdrücklich aber hat das amerikanische Schatzamt erklären lassen, daß es deutschen Kreditgesuchen gegenüber keinerlei Änderung in seiner bisherigen wohlwollenden Haltung eintreten lassen will. Denn wir Deutschen haben ja an der allgemeinen Abrüstung selbst das dringendste Interesse, nur ist auch über dieses Thema in Genf kein Wort gesprochen .worden.
Man will also gewisse europäische Mächte durch einen finanziellen Truck zur Nachgiebigkeit zwingen; denn daß gerade in Genf das alte System einer Bündnispolitik — mit den damit verbundenen Gefahren kriegerischer Verwicklungen — allzu deutlich zum Ausdruck kam, hat man in Amerika sofort erkannt. Wo die Schuld liegt, ist noch klarer und man befürchtet, daß sich in Europa der Krisenzustand verschärfe.
Wenn diese Ansichten Houghtons Billigung der maßgebenden Regicrnngskreise in Washington nicht bloß finden, sondern diese Ansichten offenbar darstellen — die Veröffentlichung des Berichtes scheint das zu beweisen — so setzt hier ein Druck ein, dem finanziell notleidende Staate i wirklich nur schwer widerstehen können.
16 Tote durch Explosion emes Hochofens.
Birmingham (9l(nbaiitn). Hier explodierte ein in der Nähe der Woodward Iran Campa»» gelegener Schmelzofen. Mindestens Hi Personen wurden getötet, 17 verletzt. Infolge der Explosion ergossen sich Hunderte von Tonnen geschmolzenen Metalls auf daS einige hundert Fuß große Gelände Ich Personen die von den Melaüdäinpscn erreicht wurden, lomtten sich nicht retten.
Genf vor dem Reichstag.
Sie PsrèkWrcr teiln RtWMzler.
Deutschlands Teilnahme an der Genfer Studieukommissiou
Reichskanzler Dr. Luther hat, nachdem er mit den Führern der Regierungsparteien Rücksprache genommen hatte, nunmehr auch in Anwe'wheit des Ncichsaußen- ministers die Führer der h .chnatlon.alen und sozialdemokratischen Reichrtagsfraktionen sowie den Abg. Drewitz von der Wirtschaftspartei empfangen. Der Reichskanzler gab den Parteiführern einen eingehenden Bericht über die Vorgänge in Genf. Tie Besprechung hat sich, wie von gut unterrichteter Seite gemeldet wird, um die Frage gedreht, wie sich die Reichsregicrnug zu einer Teilnahme an der in Genf beschlossenen Studien kommission für Erweiterung des Völkerbuudrates verhalten werde. Die Regierung ist der Auffassung, an den Beratungen der Studienkominission teilzunehmen. Weil Deutschland als Beobachter in der Kommission jederzeit sagen könnte, ob ein Beschluß für uns tragbar wäre wder nicht.
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Die Regierungsparteieien billigen die Außenpolitik.
Ueber die näheren Dispositionen für die große politische Aussprache, die am heutigen Montag im Reichstage ihren Anfang nimmt, wird gemeldet, daß die zweite Lesung des Haushalts des Auswärtigen und des Reichs
Hindenburqs Meinlarwi et^e.
Ter Reichspräsident in Köln.
Reichspräsident von Hindenburg, Der sich zur Teilnahme an Der rheinischen Besrcir.ngsfeier in vaS Rheinland begeben hat, ist am Sonntag vormittag in K ö l n eingetroffen, wo ihm ein jubelnder Empfang bereitet wurde. In Begleitung des Reichspräsidenten b:- finden sich etwa 30 Herren, an der Spitze fein persönlicher Adjutant, Major von Hinvenburg, und Staatssekretär Tr. Meißner. Vom Reichskabinett nehmen an Den Feierlichkeiten Reichsminister Tr. Curtius, Tr. Marr und Tr. Brauns teil.
Schon am Vorabend der Ankunft des Reichspräsidenten zeigte Die Stadt Köln ein buntbewegtes, f e st l i che 8 Aussehen. Zahlreiche Fremde belebten die Straßen, deren Häuser teilweise in einem Wald von Fahnen und Fähnchen in allen Farben prangen. Viele Schaufenster zeigen Bildnisse des Reichspräsidenten oder weisen sonstige Hindenburg-Huldigungen auf. Es herrscht kühles, aber angenehmes Wetter.
Sonntag mittag fand in Den Messehallen Kölns sie große vaterländische Kundgebung Der Stadt Köln statt; abends wurde eine Feier im Gürzenich abge« halten. Am Montag vormittag nahni Der Reichspräsident mit Den übrigen Gästen in B o n n an Den Kundgebungen im Rathaus und in Der Universität teil. Montag nachmittag wohnten sie in Krefeld einem Festakt in Der Stasi- Halle bei. Dienstag vormittag wird der Reichspräsioent wieder in Berlin eintreffen.
Führer in schwerster Zeit.
Tie Kölnische Zeitung, die auf Der Titelseite das Bildnis des Reichspräsidenten bringt, schreibt in einem Leitartikel u. a.: Wir Rheinländer-der ersten Zone des besetzten deutschen Gebietes, die nach Jahren der Unfreiheit zum ersten Male das Dberhaupl Der Deutschen Republik auf Dem befreiten Boden Der engeren Heimat empfangen, sehen in dem Reichspräsidenten den Führer Deutschlands in schwerster Zeit, der treu blieb, als alle untreu wurden. Wir sehen in ihm die beste n Z ii g e d c ut s ch e il W e s e II s verkörpert und hoffen, daß fein Beispiel eine Überlieferung schasst, die uns nottut.
Die Schuld an dem
inneren Zusammenbruch.
Sitzung b e 6 U n te r s u ch u n g s â u s sch uiie s.
Der vierte Unterausschuß des Untcrfudjung^aur- Muffes des Reichstages über Die Kriegsfragen hielt zwei Sitzungen ab.
Aus einem dem Ausschuß zur Kenntnis gebracht.-» Schreib:» deS Reichsministers für Ernährung uns Land- wirtschaft ergibt sich, daß sich Ende Oktober 1918 in Den Händen der Rcichsgetrcidestellc Brotgetreidebestände m Höhe von insgesamt 600 000 Tonnen befanden. Diese Menge deckte nicht ganz den Bedarf von zwei Monaten. Für das Wirtschaftsjahr 1918/1919 bestand ein Fehlbc- darf von etwa 420 000 Tonnen; diese Menge entsprach nahezu einem Monatsbedarf, Der also im Wirtschaftsjahr 1918 1919 bei der Brotversorgung gefehlt hätte und auch nicht aus anderweitigen Quellen (Ukraine, Rumünlcu und sonstigen besetzten Gebieten), die entweder für Österreich in Anspruch genommen oder infolge der militärische» Lage für uns verlorengegangen wäre», hätte gedeckt werden können.
Es folgte Daun Die Aussprache über das vor kurzem gehaltene Referat des Abgeordneten Grafen Eulenburg f^l» I, Der sich scharf gegen Die Revolution gewandt und von neuem behauptet hatte, saß Die Front einem Dolchstoß erlegen sei.
kanzlers, m-t der die drei Anträge der DentschnaZonnlen, der Völkischen und der Kommunisten aus Zurückziehung des Gesuchs um A u k n a lj in c in den Völkerbund verbunden werden, mit einer Rede des Reichskanzlers Dr. Luther eingeleiEt werden soll, in der er eine Darlegung der Vorgänge in Genf geben wird. Als erster Redner Der Parteien wird dann Abz. Müller Franken (5ov) sprechen. Es folgen dann die Ab- oeordncten Gras Westarp (Dtn), Kaas tZ!r >. Frhr. von Rheinbaben (D. Vp.), Gras von Bernstorfs (Dem.). B»r- nuâfidjüid) wird auch Neichsaußenministcr Dr. Stresemann schon um ersten Verhandlunastagc in die Erörterungen Eingreifen. Auch die Billigungsform el der Regierungsparteien wird sogleich mit zur Beratung gestellt werden. In dieser BilligungS'ormcl toll auf die gemeinschaftliche Erklärung der Locarnomächte in Gew hingewiesen werden, wonach nach dem Willen dieser Mächte die bisherige Locarnopolitik fortaefetit werden soll. Im Anschluß daran soll die Rcichsrcgierung auf- pcfvrdert werden, in ihrem Bestreben sortzufahren. dir in Locarno vereinbarten Rückwirkungen auSzubauen. Ein Vertrauensvotum wird von den Regierungsparteien nicht eingebrad/t werden.
Im Reichstag fanden vertrauliche Besprechung e n zwischen Dem Reichskanzler, Dem Finanzmi- nifter, dem Ernährungsminister uns den Führern Der Regierungsparteien statt. Gegenstand Der Besprechungen waren zum Teil auch Die Genfer Verhanstunacn, in Der Ha up-fache bezogen sie sich aber auf Die Steuer fragen und das Gesetz über Die Fürstenabfindung.
Abg. Bergsträsser (Tem.) wandte sich gegen Die AussUH- rungen Eulenburgs. Sein Reserat fei ohne wissenschaftlichen z^cn. AuS Den Berichten Der Divisionen aus den letzten Tagen vor Dem Zusanlmcnbruch geht hervor, daß Der Ersatz vielfach maoaelhafi auégebUbet war. Dies sei ein wichtiger Grund für Das Nachlassen Der Kampfkraft unD ein Zeichen unserer ab gemeinen Erschöpfung gewesen. Der SnchversläiiSige Dr. Herz be.eichnele als vas Eharakleristische Der RevoluUo» den völligen Mangel an Widerstand, den man als »Folge Der seelischen iiHD körperliche» Erschöpfung ansehen müsse. Nachdem sich Sie softalremokiaiischen Abgg. Tittmann und Moses gegen Die Cuedenbenueuiig des Abg. Grasen ;u Enleuburg gewandt bauen, verneinte Der Abg. Tr. Brüninghaus (T. Bp.) entschieden die Frage, daß während eines Sirteges Agitation zur Beseitigung Der bestehenden Swalsionn erlaubt fei. Tas £inemiragen der parteipolitischen Gegensätze in die Wehrmacht sowie Die Verbindung der Verteidigung des Vaterlandes mit Der Durchsetzung innenpolitischer Forderungen sei fraglos einer Der Faktoren für Den Zusammenbruch Deutschlands ge- wcseu. Erst Die Revolution habe das
Auscinnndcrlauscu der Arince
zur Folge gehabt und den Friedciisvertrag von Versailles er« mi.glicht. Nach Äußerungen eines Vertreters des amcri- konischen Generalsiabcs hatte die a>uerika»ische Armee Echlriß tradicu müssen, wenn es nicht schon die deutsche vorher ge» n acht Hütte. Abg Graf zu Eulenburg erklärte, bei der Aui- sa-sung zu bleiben, die er in seinem Referat vertreten habe. Die ton ihm benuyleli Quellen seien durchaus authentisch. Der Sachverständige General v. Kuhl teilte mit, daß sich die in Berlin anwesenden Offiziere in Den Tagen Der Revolution gemeldet hätten und bereit gewesen seien.
ihr Leben in die Schanze zu schlagen.
Asa» habe sie aber nicht verwendet über die revolutionäre Verscuchuilg des Ersatzes liege autheiilisches Material vor. Professor Martin Horchn nahm als Sachverständiger Stellung gegen die entschiedene Formulierung der Dolchsloßtheorie, Die das Referat des Abg. Grasen von Eulenburg enthalte. Er bc- tente. Die revolutionäre Prepaganda wurzele in Den Verhältnissen Der wilhelminischen Ära im ganzen. Die Wichtigkeit dieser Propaganda neben den anderen Gründen des Zusain- menbruches sei gering. Tie nächste Sitzung des Ausschusics soll nach Ostern flattiinben.
Fünf Jahre Zerreißung Oberschlesiens.
Breslau. Die fünfjährige Wiederkehr des Abstiinmunas« kages in Oberschlesien ist in ganz Überlebtesten feierlich begangen worden. In allen Orten Schlesiens fand sich Die Bevölkerung ohne Unterschied der Konfessivi, und Parteizugehörigkeit zu Feiern zusa»irne>i, die vielfach mit Fackelzügen begannen und in Gebet, Gottesdiensten und großen Volksver- fammütngen ihren Abschluß sanden. Eine Zeniralgcdcnkscier für die ganze Provinz Schlesien wird erst am 28. März in Oppeln unter Beteiligung von Mitgliedern Der Reichs- und Staatslegierung fiattftnben. Tie Verbände heimat- treuer C b e r f ch l e f i e r in Breslau haben ihre Gedenk- sciern im großen DreSloue» Konzertfaalc abgebaltcu. Die Feier enbete mit einer Entschließung bei Versammelten, in Der anläßlich der fünfjährigen Wiederkehr des Tages, an dem über (Ml % der Bewohner Überschüssen^ sich für Deutschland ausgesprochen haben, erneut Protest gegen die Zerreißung Oberschlesiens eingelegt wird
Krise in Peking.
In Peking wurde der Ausnahmezustand erklärt. Tie Regierung hat die Verhaftung der kommunistischen Nädcls- führer und Universitätsprofessoren beschlossen. Eine starke Fluchtbewegung hat eingesetzt. Die Zeitungen wer- -dcn zensiert. Bei den letzte» blutigen Zusammenstößen zwischen den Truppen und Studenten in Peking gab es 50 Tote und 70 Verwundete.
Das Kabinett beriet in einer besonderen Zusainmeii- iTunst über eine Depesche von Feng-Nu-Hiang, worin er (Den Ministerpräsidenten des Kabinetts tadelt wegen der Studentenunruhen und der Todesopfer. Das Kabinett beischloß seine D e m l s s i o ii und reichte sie sofort dem ^Präsidenten ein.