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SsmehMUng des Sberleiâaitts Scholz

Ter Femeausschuß int Untersuchungsgefängnis.

Ler gein ou!u«rsilchungü^ujiSschuß des Preußische» Laus- i\c? vielt int .Konferenzsaal des NnterpichunsSgefäugniffeS in MeaM eine Sitzung av. nm den in Unrersucdungèüâkt be- sindkimen vesevuldtbre« Oberleutnant Gümlz tu vernehmen. c^t:: gab auf Betragen an: Anfang 1924 trat ich als An> cieim.ier ;: :u Zentralvervand der Landarbeiter über mit dem Auftrage. d-e Landarbeiter in b^eno-senswasten zusammeuzu- seviieven, um unter Ausschaltung des Zwischenhandels der not­leidenden Landbevölkerung billige Lebensmittel zu verschaffen. 'Meine Tiimüüt war eine rein kaufmännische, mit den ge- werk-chaiilnden oder politischen Zielen des Landarbeiterver» banden ..:::. ich nichts zu tun. Auf Fragen der Abgeordneten Kuunck iSct. . Tr. Seerberg und Riedel ,TeuG er­klärte der Zeuge: Die blend' enschaiten waren keineswegs ein Te^ nenrel nu lvenerbenebende ArbeitStommandoS. Aus den

Mttrlieberiiiten wird nee das feiert fenneben lasten. Weiter erklärt der Zeuge: Ach da de 1922 daS erste Ardeikstommaudo in »Hierin geführt. Da ist nicht ein einziger Mord Vorge- kenttuet! und nicht ein einziger Mann verbauen werden. Dann wurde ich zum KebrkreiStommando mir in und habe fort gearbeitet. Das war 1922. Bon da ab bare ich direkt mit den Arveusto mnandos gar nichts zu tun gehabt. Lèm Schluß der lknierfttchnng gab Schulz an, daß er die Ramen der bei- ? Mvn Abgeordneten Kuve, WuLe und Ahlemann lediglich aus den Zeitungen kenne, er habe mir ihnen nie etwas zu tun gehabt.

Der deutsche Ehrenhain.

Tic Dolmargcmeinde, eine der bekannten Thüringer Berg und Waldgenieinden, hatte vor längerer Zeit für den' von feiten des Reichs als Heldenehrung in Aussicht genommenenHeiligen Hain", den großen Dolmar bei Meiningen, den Rigi Thüringens, vorgeschlagen. Wie die Gemeinde nunmehr aus bestunterrichteter Quelle erfährt, frebi ihr Vorschlag mit in erster Linie der erwägenswer- ten Projekte. Die Gesamtzahl der änlichen Vorschläge dürfte die Zahl 100 inzwischen überschritten haben.

Aus Hessen-Rassau und Rachbargebieten.

Merkblatt für den 16. März.

Sonucuaufgang 613 Mondaüsgang 7 B.

Sonnenuntergâng 63 Moudunrergang 9 R.

1523 Ter Dichter Georg Scherer in Tennelohe geb. 1924 Übergabe Fiumes an Italien.

Der Mann ist der Herr des Haufes; im Haufe aber soll nur die Frau herrschen.

Freifrau von Ebner-Eschenbach.

Wetterbericht.

Von der Rückseite des im Nordenen abziehenden. Wirbels :: tak:e Lun new dem Feâland vorgenoßen: sie macht üâ jedoch ba:w:ü:wk:ch nur in den mittleren und östlichen Teilen Deutsch­lands geltend. Ein neuer Truck-all im Rordweflen wird sich auch in Ln-erem Gebiet durch stärkere Trübung und auch leichte Riederich läge bemerkbar machen. Aussichten bis Dienstag abend: Vorwiegend bewölk:, doch meist trocken. Temperaturen wenig verändert, westliche Winde.

Gcucuci crreHicrcn! Rund 150Oti) Brieffendungs« i.mum : ll: allein der den grore-r Postamrern wegen uegeure: :der An .trih im dem er wu AuüdürerfuS nicht zugesieü: werden. Über 40 000 hiervon müssen zurückge- sandt ivm ?vn, reeff d^e Enninknng der Wohnung auf Grund von Adreßbüchern, durch Nachfragen usw. trog aller Mine nidn gelingt, und viele Tausende von diesen Sendungen fallen sogar der Vernichtung anheim, weil aus der SSender wegen fehlender oder mangelhafter Angaben inan zu ermitteln in. Abhilfe kann jeder Ver­sender schassen, wenn er bei Postsendungen stets die Woh­nung des Empfängers nach Straße, Hausnummer, Ge­bäudeteil, Stockwerk, und bei folgen nach Städten mit mehreren Zustellpostanstalten auch die Nummer der Zu­stellpostanstalt angibt.

- Fulda 15. März. (Personennachricht.) Die in der Veröffentlichung vom 15. November 1925 mitge­teilte Versetzung des Regierungsrats Molitor vom 1. 10. 25 an das Finanzamt in Corbach ist zurückgezogen worden. Herr Regierungsrat Molitor bleibt bei dem Finanzamt in Fulda.

Die von Gründingen.

Humoristischer Roman von Freiherr v. Schlicht.

Topyright 1925 by Oskar Meister. Verlag, Werda».

41) (Nachdruck verboten.)

Gewiß, gewiß, das tat es auch." Sie versuchte den Land- rat zu beschwichtigen.Es geht mir auch schon viel besser und wenn ich einen Augenblick still sitze, wird es bald ganz aorüber sein. Ich kenne meine Kopfschmerzen ganz genau die sind ebenso schnell wieder fort, wie sie kommen."

Aber Alexa traute diesen Worten nicht recht. Sonst hätte die Schwester wohl schon zu Hause ein Wort davon gesagt, daß sie sich nicht wohl fühle, und so rief sie denn plötzlich: Meine Herren, glauben Sie Dagmar nicht, Sie hat Angst gehabt, das ist das Ganze! Angst, ganz gewöhnliche Angst!" Unkk in vorwurfsvollem Tone setzte sie hinzu:Äber Dag­mar, wie kann man nur?

Sie hätte ihre Schwester in diesem Augenblick schlagen r können! Eine heftige Entgegnung lag ihr auf den Lippen. Aber noch bevor sie diese aussprechen konnte, jagte der Bo­ran:Sie tun Ihrem Fräulein Schmestew Unrecht, Komtesse, ich habe mich während der ganzen Fahrt mit Komtesse Dag­mar auf das lebhafteste unterhalten. Von irgend welchem Angstgefühl kann bei Komtesse Dagmar nicht die Rede fein." Anstatt ihm für seine Worte zu danken, warf sie ihm einen zvrnsprühenden Blick zu: wie kam er dazu, sie in Schutz zu nehmen? Hatte sie ihn um feine Hilse gebeten? Und was sollte es, daß er von einerlebhaften Unterhaltung" zwi­schen ihnen sprach?! Glaublè er. sie hätte sich absichtliF nicht mit ihm unterhalten und sollten feine Worte nun weiter nichts als Ironie fein?

Sie wollte nicht feine Hilfe, sie wollte sich rächen und ihn bioßstellen, den anderen erklären: der Baron lügt, sie wollte ihre Angst einsefteben, um ihm zu zeigen, daß sie den Mut zur Wahrheit auch dann habe, wenn sie dadurch eine Schwäche einräumen mußte!

Aber sie schwieg doch es lohnte sich ja gar nicht, erst zu widersprechen.

Der Landrat war beruhigt, und auch Alexa war überzeugt. Sie hielt der Schwester die Hand hin und bat:Sei mir nicht böse. Dagmar, daß ich dich für feige hielt!"

"Feige ist nicht das richtige Wort, Komtesse," erklärte der Baron.Selbst wenn Ihr Fräulein Schwester sich geängstigt I hätte was aber, wie ich nochmals betone, absolut nicht der i Fall war selbst dann hinge das gar nicht mit -irgend !

Ft-le.», !.. .Ulm ' :üii wi[inu ant zol -ade Vc-czzkatlcckja»g gebeten: ..Betrefsend Eintragung von Fischerc i- r echten in das Wasser buch. Auf Grund von, 8 11 Absatz 2 des Fischereige und des 8 WG des Was

53) sowie unter Bezugnahme auf die im Regierungsamtsdlatt

seyes Dom 11; Mai 1916 (G. S. ^. 5a) :raefehes vom 7. Aprik 1913 (G. Se S-

von 91S Seite -iS abgedruckle Bekanntmachung vom 7. Februar 1918 B. A. 114 1S wird erneut auf folgendes binaewiefen: Samen Fisa:c:eircâne, die nicht dem Eigentümer des Ge­wässers tu 'tehen, am 15. April 1917 bestanden haben, erlöschen sie mit dem 15. April 1927, wenn nicht bis dahin die Ein­tragung der Rechte in das beim Bezirksausschuß in Kassel ge- , übt re Wasserbuck beantragt ist.

Der Antrag cur Eintragung kann sowohl beim Vezirkeaus- schuß (Wasierbuchbehördes in Kassel als auch bei der Fischerei- behörde schriftlich oder zu Protokoll gestellt werden. Fisckerei- vehördew sind nach 8 119 des Fischereigesetzes die Orispolizei- debörden und der Oberkischmeister."

Fulda, 12. März. (Freizeit - Tagung der d e u t s di c v a n g e l i j ch e n Ba h n h o f s m i j s i o n für K n r h e i i e u u n d Waldeck i n H e d e in ü n - d e n.f Sie erste sogenannte Freizeittagung der deulsch- evangeliiÄen Babubofsmisiien veranstaltete vom S. bis 11. März die B.-M. für Kurneüen und Waldeck im Kur raus zu Hedcmüudon, das unter bet Leitung des Pfarrers W. Limberg als Tagungsort besonders günstig ist. Die Verunstaltung war ins Leben gerufen und geleitet von Frl. Krüger, der langjährigen Leiterin der B.-M. in Kastel. Erst vor einigen Monaten wurde die Arbeitsge- meinfchafi für Kurhesteu und Waldeck gegründet. Vpm ganzen Bezirk, His Marburg und Hanau hi», waren die Veriiererianeu der B.-M. nach Hedemünden gekommen. Selbst die Zentrale in Berlin hatte die Generalsekretär:» der deutsch evangel. B. M Frl. Reineck, zu dieser Tagung beordert. In mehreren Vorträgen und Besprechungen wurden die verschiedensten grundsätzlichen und prakti­schen Fragen aus dem überaus großen Arbeitsgebiete der V.-M. behandelt. Das, was die Grundlage der Arbeit der B.-M. ist, kam täglich einleitend zum Ausdruck in den . tiefgehenden Ausführungen des Pfarrers Junghans, Kassel, auf dessen Worte eine lebhafte Aussprache folgte. Den Leitgedanken der KonferenzUnser Dienst" behau- deUen abwechselnd Frl. Reineck und Frl. Kröger in ihren Vorträgen. Eine ganz besondere Not, die heute oft die V.-M. beschäftigt, ist die Fürsorge der Auswanderer. In lebendigen Schilderungen aus eigenen Erinnerungen aus Swakopmund sprach Pastor Tönjes, Witzenhausen. Leiter des evang. Hauptvereins für deutsche Ansiedler und Aus­wanderer, über die gesamte Not der Auswanderer. Sämt­liche vertretenen B.-Äk. boten sich danach sofort an, sich der Arbeit des Auswanderervereins besonders anzuneh- men und diese zu fördern. Der Verein der Freundinnen junger Mädchen hat sich von jeher in Kurhcffen der B.-M. besonders angenommen. Deshalb gab über die innerste Auffassung und die Aufgaben, die sich dieser Freundinnen- verein gestellt Hane, Frau Geheimrat Möller ein anschau­liches Bild. Bus ihren Erlebnisten und vielen praktischen Eriahi engen in rath Frl. Reineck, Berlin, im Hedemün- 1 euer Rendausfaale zu dem evang. Frauen- und Jung- matchenverein. Der Abiwlußabend dieser segensreichen Tagung wurde mit Vorführungen aus den Erlebn inen der B.-Nl. ausgefült:.

Fulda. 15. Man. iWiwrig für Soziairenr- :: e r E Am Mi-twoch. den 17. b. Mts. norm, von 911 Uhr findet bei der itäbt. Wohlfahrtskasie die Auszahlung her Unterstützung für Mürz an die Hilfsbedürftigen So­zialrentner der Stadt Fulda starr. Die angegebene Zeit wolle genau eingehakten werden.

Fulda. ID Märn Der Verein sui Naknrnmde neranl halte: am Mittwoch, den 17. Mürz abends 8 Uhr feine Jahresversammlung im Kaffee Thiele (hinteres Zimmer). Tagesordnung: Bericht des Vorsitzenden, Bericht des Kassierers, Entlastung des Vorstandes und Neuwahl, All­gemeines. Es wird gebeten, möglichst zahlreich zu erschei­nen. Da an Stelle von Herrn Studienrat Eschelbach Herr Zahlmeister Knöpp das Amt des Zeitschriftenwartes über­nommen hat, ist eine Neueinteilung der Zirkel notwendig geworden. Es werden deshalb am Dienstag (16. März) im Laufe des Nachmittags sämtliche Mappen abgeholt (be= reitlcgenZ und am Donnerstag wie üblich wieder ausge- tragen. Es ist möglich, daß manche Mitglieder bei dieser ersten Verteilung die eine oder andere Zeitschrift, die sie schon gelesen haben, noch einmal erhalten. Ich bitte, das entschuldigen zu wollen; wegen der Neubesetzung und wegen der Ungleichheit der Zirkel war diese Neueintei­lung mit anderer Straßenordnung notwendig.

weicher Feigheit zusammen, die man als erwachsener Mensch natürlich überwinden muß und kann, sondern mit einer Anspannung unserer Nerven, gegen die wir machtlos sind. Alle Energie nützt zum Beispiel nichts gegen die Seekrank­heit, und aus unserer Jugendzeit kennen wir sa noch alle das Gefühl in unserem Kopf, wenn wir zu lange Karussell ge­fahren waren. Nur um etwas Aehnliches könnte es sich bei Komtesse Dagmar handeln, wenn sie nicht selbst erklärt hätte, daß sie nur Kopfschmerzen habe."

Wieder warf sie ihm einen haßerfüllten Blick zu aber­mals lag es ihr auf den Lippen, die Wahrheit zu gestehen. Aber ihr Stolz lehnte sich dagegen auf: sie wußte, sie war verloren, wenn sie ihm ihre Schwäche gestand--.

Unb sie wußte nicht, daß sie dies durch ihr Schweigen viel mehr tat, als durch ein offenes Bekenntnis!

Aber meine Herren, es lohnt sich wirklich nicht, darüber so viele Worte zu verlieren es geht mir schon tausendmal besser. Und wenn ich erst eine Kleinigkeit genossen habe, wird es ganz fort sein."

Man bestellte einige Erfrischungen und machte dann einen turnen Spaziergang nach dem nahegelegenen Äussichtspunkt, and das gab dem Baron Veranlasiung zu einigen kurzen Be­merkungen über Aussichten im allgemeinen und schöne Aus- sichten im besonderen.Ich finde, man ist immer enttäuscht, nieil tvir unsere Erwartung stets zu hoch schrauben, und weil die Ansichten über das, was schön und gewaltig ist, grund­verschieden sind. Wem ist es nicht schon auf einer Reise be­gegnet. daß er irgendeinen steilen Berg emporkrarelt oder irgendeinen weiten Umweg macht, nur weil in seinem Reise­führer steht: niemand versäume, sich dort die unvergleichliche Aussicht anzusehen! Wie enttäuscht kommt man dann zu­rück, und man schilt vor sich hin: hätte ich gewußt, daß das Mes ist. dann hätten mich keine zehn Pferde dahin gebracht! Man gelobt sich. In Zukunft nie wieder auf so etwas hinein­zufallen, Aussicht Aussicht fein zu lassen, aber man fällt doch wieder hinein. Wir Deutschen sind in der Hinsicht zu gewissenhaft. Befiehlt es der Reiseführer, dann steigen wir Ichon am nächsten Tag wieder auf eine Anhöhe, um aber­mals enttäuscht zu werden."

Sie sind ein Spötter, Herr Baron," rief Alexa.Sie haben eben keinen Sinn für Naturschönheiten."

Doch!" verteidigte er sich.Aber die Schönheiten, die allen Menschen gefallen, reizen mich zum Widerspruch. Der Geschmack der großen Menge ist für mich keineswegs maß­gebend. weder in der Natur, noch in der Kunst. Ich bin schon oft fürgänzlich ungebildet und unwissend" gehalten roor- oen, weil ich nicht gegen meine Ueberxeuauna demütia meine

Ful^s, 13. £3 (R elfe p t ü u n g u m staut f. Eymnasiu m.) Wie wir bereits in unserer Samstag- nummer kurz mitteilten, haben sämtliche Oberprimaner des staatlichen Gyumasium die im Laufe des Freitag statt- gefunbene Reifeprüfung bestanden. Alle 22 Abiturienten werden studieren unb zwar: Herwig Behrens aus Kassel Mathematik; Georg Bein aus Buttlar Geologie; Josef Boes aus Romsthal Neriphilologie; "Bernard Fahr aus Fulda Jura; Ernst Kollar Fulda Pädagogik; Emil Heller aus Flieden Elektrotechnik; "Eduard Henrich aus Bad- Salzschlttf Philologie; Anton Jacob Fulda Staats- wiffenschaft; "Karl Jestädt aus Fulda: Neue Sprachen; Viktor Kaskel aus Fulda Jura; "Theo Kirchhof, Domäne Weihershof Philologie; Hans Möller, Großenlüder: Bergbau; Hermann Müdling aus Ellers Pädagogik; Karl Rausch aus Petersberg Iura; "Anron Roth, Groß­auheim: Diplont-Kaufman»; Hans Schäfer, Hünfeld: Mathematik; Otto Schlaupen aus Stronrberg bei Bingen: Geodäsie; Alben Schmid: Fulda: Dipl.-Kaufmann; - Jo­sef Schmitt Fulda: Volkswirtschaft; "Karl Schwarz Fulda Mathematik und Raturwissenschast; Wilhelm Trotz aus Lauterbach: Medizin; Hermann Wehner aus Dieiers- hauscu: Diplom Kaufmann. Die mit einem * versehenen Abiturienten waren von der mündlichen Prüfung befreit.

Fulda, 15. März. (Kreiskriegèrverbands- f e ft.) Das Kieiskriegerverdandsfeft nebst Delegiertenver­sammlung der Kriegervereine des Kreises Fulda findet am 4. Juli 1926 in Marbach statt,

Fulda, 15. März. (Lolksbege h r e n.) In die Listen zur Eintragung für das Volksbegehren zeichneten sich gestern 1107 Personen ein. Zur Zeit haben sich in der Stadt Fulda 3568 Personen eintragen lassen.

Fulda, 15. März. (S t a s c t t e n - R i t t Kassel Fulda.) Städteaufruf zur Mithilfe bei den Olympiade- rüstungen 1928. Die 1. Reiterstafette Deutschlands wurde am Sonntag, den 14. März 1926 unter Mitwirkung von 130 Reitern von Kassel nach Fulda geritten. Die Teilneh­mer gehörten ausschließlich ben ländlichen Reitervereinen an. Es nahmen an der Stafette teil: die Mitglieder der Reitervereine Kassel, Gudensberg, Fritzlar, Homberg, Ziegenhain, Alsfeld und Schlitz. Die Absicht, die Stafette bis Frankfurt a. M. weiterzuführen konnte leider nicht zur Ausführung gebracht werden, da die Strecke Fulda- Frankfurt a. M. nicht mit einer genügenden Anzahl von Reitern besetzt werden konnte. Es ist in Aussicht genom- md», in absehbarer Zeit eine zweite Stafette reiten zu lassen, die die Reitervereine Marburg, Gießen und Fried­berg in Tätigkeit treten lassen wird. Die Stafetten wer­den veranstaltet von dem Stafettenausschuß der Reiter­vereine, dessen Vorsitz Herr Oberst Erimme-Fulda über­nommen hat. Der Zweck der Stafette war nicht, eine Höchstleistung zu erzielen, sondern die ländlichen Reiter­vereine zu fördern und zur gemeinsamen Tätigkeit anzu­regen. Pünktlich standen die 130 Reiter an der ihnen an­gewiesenen Stelle und reibungslos konnte die Strecke von "152 Kilometern in frischem Galopp in der Zeit von 4 Stunden 45 Minuten zurückgelegt werden. Die Stafette überbrachte nachstehenden Gruß der Stabt Kastel an die Stadt Fulda, den Herr Oberbürgermeister Dr. Antoni aus der Hand des Echlußstafetteureiters vor dem Rat­haus im Beisein des Landrars Frhr. von Eagern, des Ee- nerals a. D. Rembe und des Regiments-Kommandeurs Ärt.-Regr. 5 Herrn Oberst Grimme in Empfang nahm: An die Stadt Fulda. Die «iadt Kastel entbietet der otabt Fulda ihren Gruß. Hunderte von Pferdehufen müh- ten fick heute, diese Boljckast zu überbringen. Auch in un­serer Zeit, die unter dem Zeichen der modernen Berkehrs- noch immer das Pferd als der treue unverdrossene Kame­rad des Menschen wertvolle Dienste. Unvergeßlich sind die Leistungen des Pferdes im Weltkrieg: Herrliche Erfolge, aber auch Not und Tod waren ihm oft Seite an Seite mit dem Menschen beschieden. Das dankt ihm der Mensch: Ein Denkmal der Pferde ist im Entstehen! Aber auch dadurch dankt der Mensch dem treuen Kameraden, daß er ihn hegt und pflegt. Vor allem dankt ihm der deutsche Landwirt. Trotz größter Wirtschaftsnot blüht die deutsche Pferde­zucht wieder auf! Als Symbol dafür, daß das Pferd auch heute noch ein unentbehrliches Verkehrsmittel zwischen Stadt und Land ist, ist heute die Stafette von Kassel nach Fulda geritten: Die erste Reiterstafette Deutschlands seit langer Zeit! Der Gruß soll den Willen zum Ausdruck brin­gen, daß auch wir Städte dem edlen Pferd und seinen Züchtern hilfreich zur Seite stehen wollen, gez. Stadler, Oberbürgermeister." Hierauf entgegnete die Stadt Fulda IMWIMKllIMmBiWM»««^^

Knie vor einem Bild oder einer Statue beugte, die ein hoch- verehrtes Publikum nur deshalb zu lautem Jubel hinriß weil irgendein weiser Mann, der in Wirklichkeil vielleichi gar nicht so weise war, einmal erklärt hatte: das ist erhaben genial und großartig! Und ebenso ergeht es mir mit den Menschen--ich finde alle die Leute schrecklich, von denen es heißt: Gott, ist das ein liebenswürdiger, netter Mensch! Die hasse ich sogar, denn kein Wort ist so wahr, wie das: viel Ueinb, viel Ehr'. Wenn ich von einem höre, daß er keiner einzigen Feind hat, dann gehe ich ihm mit einem großen Sogen aus dem Wege, denn dann ist er wohl ein Mensch, weil er zwei Arme und zwei Beine hat und vielleicht auch ganz manierlich.mit Messer und Gabel ißt, aber er ist keine Persönlichkeit, fein Charakter. Nur ein solcher sann ernst genommen werden, nur mit einem solchen lohnt es sich zu beschäftigen."

Die Worte des Barons reizten teils zum Widerspruch. Und mich als man schon zurückgekehrt war und draußen im Freien vor dem Restaurant saß, wurde die Debatte fort­gesetzt.

Schon ein paarmal hatte der Landrai nach der Uhr ge­sehen; jetzt mahnte er zum Aufbruch:Wenn mir rechtzeitig Zu Hause sein wollen, und wenn ich noch vor Tisch dem Herrn Baron und wie ich hoffe auch Ihnen, meine Damen, meine Pferde zeigen darf, dann wird es langsam oeit" Er wandte sich an Dagmar:Ist es Ihnen recht Komtesse, daß wir fahren? Oder möchten Sie sich noch etma« erholen? Eine Viertelstunde könnten wir schließlich noct bleiben."

Sie widersprach:Bitte ich bin bereit. Und wenn mh nachher nicht m schnell fahren"

Sie werden mit mir zufrieden fein, Komtesse " beruhigst der Landrar Unb er hielt Wort.

Vergebens bat ihn Alexa, auch jetzt und wenn nur füt roenige Kanuten einmal gehörig barauflos zu fahren selbst ihr Schmollen vermochte nicht, ihn umzustimmen.E- gebf wirklich nicht ich muß Rücksicht am 3hr ^räuleir schmetter nehmen, es ist doch für alle Teile unanaenebm menn sie sich nachher bei Tisch nicht mahl fühlt ober gar nack Jrtaule fahren muß. Vielleicht salnen wir halb wieder eim j: - und bann will ich Ihnen ieven Wunsch erfüllen, le eit auf die Gefahr hm. bie Gesetze zu überschreiten uni wich bann abermals verurteilen zu müssen

Sie sprechen sich in zweiter Instanz ja doch wieder frei4 neckte sie ihn.

Möalich. Aber hoch noch nicht nemiß * (Forlfetzuiig folgt.)