* Fulda, 2. Mqrz. (Tod es f a l 1.) Nach kurzer schwerer Krankheit verschied der Eisenbahnvorschniied a. D. Herr Johannes B i ä u t i g a m hier, im hohen Alter von fast 75 Jahren. Der Entschlafene war fast 40 Jahre in der Eisendahn-Hauptwerkstätte hier tätig. Mit viel Eifer und für Viele als Vorbild hat er daselbst treu und gewissenhaft seine Pflicht getan. — Wer kannte nicht diesen schlichten, einfachen Mann, der auch seit 1879 getreulich dein Kriegerverein Fulda angehörte, emsig für ihn warb und seit über 30. Jahren Mitglied des Vorstandes dieses Vereins war? Er war eines der fleißigsten Mitglieder, das in keiner Monatsvcrsammlung fehlte. Noch am 22. Febr. d. Js. war er in der Hauptversammlung des Kriegervereins und verfolgte mit großem Interesse die Verhandlungen. Auch der evangelische Volksverein Fulda steht trauernd an der Bahre eines seiner Mitbegründer, der an allen freudigen und traurigen Geschicken des Vereins stets regen Anteil nahm. Möge er in Frieden ruhen!
* Fulda, 2. März. (G e s e l l e n p rüf u n g.) Die Ee- sellenprüfungen für das Schmiedehandwerk finden. Mitte März d. Js. statt. Die vorgeschriebenen Papiere zur Prüfung sind bis spätestens 5. März an Hofschmiedemeister Josef Auth in Fulda, Schloßstraßc, einzureichen.
- Fulda, 2. März. (A nineldung zur W e i st e r - p r ü f u n g.) Die Anmeldungen zur Meisterprüfung haben spätestens bis.zum 15. März bei dem Vorsitzenden der Meisterprüsungskonlmission, Spenglermeister Friedrich Herrmann, hier, Kanalstr. 58, zu erfolgen. Die Prüfungsgebühr von 30 W. ist gleichzeitig mit der Anmeldung zu zählen.
" ° Fulda, 2. März. lF a h r r a d b e s i tz e r, s i ch e r t d ie F ah rrade r!) Ende Januar d. Js. wurde aus einer unverschlossenen Wagenhalle in der Kapuzinerstraße ein Fahrrad Marke „Dixi" entwendet. Der Täter konnte bisher nicht ermittelt werben. Am 26. Februar in den Abendstunden wurden erneut zwei Fahrräder entwendet und zwar eines aus einem Hausflur in der Brauhausstraße, Marke „Dürkopp-Diana" und das andere aus einem Hausflur in der Heinrichstratze, Marke unbekannt. Auch zu diesen Diebstählen konnten die Täter bis jetzt nicht ermittelt werden. Die Fahr^addiebe suchen also neuerdings Häuser auf. Es ist daher doppelte Vorsicht geboten.
* Fulda, 1. März. (Vom Arbeitsmarrt.^ Die Lage des Arbeitsmarktes im Bezirk des Arbeitsnachweises der Kreise Fulda, Gersfeld und Hünfeld hat sich in der vergangenen Woche weiter verschlechtert. Wie uns mitgeteilt wird, stieg die Zahl der unterstützten Erwerbslosen um über 400 auf 2969, Auch die Zahl der mit Notstandsarbeiten beschäftigten Arbeiter ist um mehr als 200 auf 876 gestiegen. Da heute in einer hiesigen Maschinenfabrik 120 Arbeiter „beurlaubt" werben sind und auch sonst noch Arbeiterentlassungen bevorstehen sollen, ist im Bezirk Fulda mit einem weiteren Ansteigen der Arbeitslosenziffer zu rechnen.
Fulda, 28. Febr. Der Edeka-Verband der Lebensmittelhändler im Bezirk Frankfurt a. M. hält am 4. März im Parkhotel in Fulda eine Bezirkstagung ab. Dabei wird dis Zentrale in Berlin durch Direktor Eodau vertreten sein.
* Fulda, 2. März. Wilde Radler waren von jeher der Schrecken der Fußgänger. In letzter Zeit haben sich die Klagen über allzu rasches Radfahren durch die Straßen Fuldas wieder gemehrt. Dabei macht man die Wahrnehmung, daß es in der Hauptsache jugendliche Bürschchen laufen und die.Fußgänger gefährden. So kam gestern Abend ein kleiner Bengel von 9—10 Jahren, nur in den Pedalen stehend, die Kanalstraße hèraufgerast und fuhr vor unserer Redaktion eine am Stock gehende alte Frau um. Glücklicherweise wurde diese nicht verletzt, doch war sie durch den Unfall derart erschrocken, daß sie sich erst nach längerer Zeit mit Hilfe von Passanten wieder erheben konnte.
Wölkershausen bei Vacha, 1. März. Der bekannte Fall eines Studenten aus Nürnberg, der drei Tage vermißt und dann in einem seit Jahren unbenutzten Abort erhängt aufgefunden wurde, hat sich bei der bezirksärztlichen Untersuchung in vollkommener Weise aufgeklärt: Es handelt sich mit aller Bestimmtheit nm Selbstmord. In einem nachträglich noch gefundenen Abschiedsbrief, begründet der Unglückliche seine Tat mit Lebensüberdruß und bittet seine Angehörigen um Verzeihung.
Frankfurt a. M., 1. März. Der Vorstand des hessischen Landeslehrerverejns tagte gestern hier und nahm auch zu den bevorstehenden Abbaumaßnahmen auf dem Gebiete der Volksschule Stellung. Es wurde beschlossen, mit den anderen großen Lehrerorganisationen gemeinsame Abwehr- maßnahmen in die Wege zu leiten, insbesondere eine Protestversammlung in Darmstadt demnächst abzuhalten. Es herrschte volle Einmütigkeit darüber, daß alles versucht werden müsse, um zu verhindern, daß durch rigorosen Eingriff unter dem Vorwand der Ersparnismaßnahmen der Stadt das hessische Volksschulwesen gefährdet und her- untergedrückt werde. — Wie wir erfahren, bewegten sich die Beschlüsse des katholischen Lehrervereins in den gleichen Bahnen.
Frankfurt a. M., 26. Febr. En Lücke im Zoo hat das Fehlen größerer Halbaffen, die, wie alle Tiere Madagaskars, nach dem Kriege nur schwer im Handel erhältlich waren, ist nunmehr durch die Erwerbung von drei Katta ausgeglichen. Diese anmutigsten und hübschesten aller Halbaffen, die durch ihre grotesken Sprünge die Besucher ergötzen, werden wegen ihrer grau-weißen Färbung und der Ringelung des langen Schwanzes auch Zedrakais genannt. Aus Australien kam eine große Kollektion Giftschlangen der Gattungen Tseudechis und Notechis in verschiedenen Farbenvarietäten an.
Frankfurt a. M., 26. Febr. (Einführung der Zug- telephonie. Nach einer Veröffentlichung im Nachrichten- ilUatt der Deutschen Reichsbahn wird demnächst die Zugjelepho- me auch auf der Strecke Frankfurt—Berlin zur Einführung gelangen. Die Einrichtung erfolgt durch die Zugtelephonie- Tâ. die auch den Betrieb durchführen wird. Als weitere Linien, auf denen die Zugtelephonie eingerichtet werden soll, stnd u. a. vorgesehen die Linien Frankfurt—Mainz—Koblenz— Köln, Frankfurt—Wiesbaden—Rüdesheim, Frankfurt—Mann- heiin—Basel Frankfurt—Hanan—Gemildert und Bebra—Würz- »urg—München. . ■ , J
Darmstadt, 26. Febr. (Befreiung v o m Besuch der F o r l b i l d u n g s s ch u l e.) Das hessische Landesamt für das Bildungswesen gibt bekannt, daß bis auf weiteres vom Besuch der Fortbildungsschule befreit werden: 1. Schüler und Schülerinnen mit neunjährigem Schulbesuch und einjährigem
Besuch einer Privathandelsschule mit Vollunterrichis 2. Schüler und Schülerinnen mit achtjährigem Schulbesuch einer Pri- vakhandelsjchule mit Lallunterricht in beiden Fällen unter der Vorsaussetzung, daß die für die Fortbildungsschule vorgeschriebenen Lehrgegenstände in den Privathandelsschulen mindestens in gleichem Umfaße Berücksichtigung finden. Der Eintritt in eine PrivcUlzanÄelsschule muß zu Beginn des Schuljahres erfolgen, wenn die Befreiung vom allgemeinen Besuch der Fortbildungsschule eintreten soll. Für die Befreiung .zuständig sind die Kreis- bzw. Stadtschulâmker.
Frankfurt a. M., 27. Febr. Einen F o r t ü i l d u n g s k u r- sus für Leiter und Mitarbeiter von Einrichtungen gemeinnütziger Rechtsberatung voränstaltet das Soziale Museum gc- uremjam mir dem Verband der Rechtsauskunftsstellen in der Zeit vom 12.—24. April 1926 in der Frankfurter Universität. Der Kursus ist vornehmlich für Leiter und Mitarbeiter von Arkerterfekretariaien, Frauenrechtsschuistellen, Rechtsauskunftsstellen, Bolksbüros, Wohlfahrts- und Jugendämtern und ähnlichen gemeinnützigen Einrichtungen bestimmt und wird folgende Gebiete unter besonderer Berücksichtigung der Neuerungen behandeln: Bürgerliches Recht, Zivilprozetz, Strafrecht und Strafprozeß, Ardeètsrecht und Arbeitsgerichtsipèsen, Grundziigr des Steuern,echis, Sozialverncherungsrecht. Anfragen usw. sind zu richten an das Soziale Museum E. B., Franksürt . M„ UnU verfität, das auch das Programm des Kursus versendet. An- melöeWuß 5. April.
Darmstadt. Der Landesvorstand der Hessischen Demokraten nahm in seiner in Frankfurt statt gehabten Sitzung zwei Entschließungen an, deren eine sich gegen die „Liberale Vereinigung" richtet, wobei erklärt wird, daß die gleichmütige Zugehörigkeit zur Deutschen Demoldaiischen Partei in Hessen und zur liberalen Partei unzulässig ist. In der 'weiten Entschließung kommt zum Ausdruck, daß zur Frage der Fürstenabfindung die gefundene Komuromissichung als nicht ausreichend zu betrachten ist. Sobald erkennbar ist, daß der Reichstag eine Lösung im Sinne dieser Entschließung nicht findet, werden die Parteifreunde auf« gefordert, sich in die offenliegenden Listen für das Volksbegehren cinzuzèi ihnen.
Mrmffchiss.
— Loitoreèfe von Metz nach Bari. Drei italienische Arbeiter, die in einer Papiermühle bei Metz beschäftigt waren, hatten sich vor einigen Wochen, reich mit Geldmitteln und dem Segen hofsnungZfreudiger Kollegen aus- gestattet, auf die Reise gemacht, um gen Bari in Italien zu pilgern und den berühmten italienischen Lottopcopheten, von dem kürzlich so viel geredet worden ist, von Angesicht zu Angesicht zu sehen. An der Quelle wollten sie für sich und für die Arbeitsgenosjen, die vor Metz auf die großen Gewinne warteten, die fabelhaften Amben, Ternen und Quaternen, die der hellseherische Krüppel von San Ferdinando in Aussicht stellte, spielen. Es ist, wie man weiß, mit den Millionengewinnen leider nichts geworden., uno die drei Lottoreisenden sind jetzt, arm am Benkel,' aber sonst heiter und guter Dinge, wieder aus ihrer italienischen Heimat zurückgekommen, um, wie sie.sagen, zu gegebener Zeit wieder südwärts zu ziehen, da sie felsep- - fest überzeugt sind, daß der Lottoprophct es doch noch schaffen wird. Sie bringen ein ansehnliches Päckchen Lottozettel zu ihrer lothringischen Arbeitsstätte, um den Kollegen an Hand der Numinern zu zeigen, wie es richtig hätte werden müssen, wenn nicht irgendein böser Geist — es gibt solche in Italien — dem weisen Mann von ean Ferdinando einen Schabernack gespielt hätte.
— Mit Explosivstoffen gegen Eisberge. Aus Montreal in Kanada wird berichtet, daß der Professor der Chemie Dr. Howard Barnes im kommenden Juni sich nach Grönland begeben wird, um durch eingehende Versuche sestzusteüe», ob durch ein bestimmtes Secmiueuspstem die Eisberge sich in ihrer Heimat in Trünlmsr schlagen lassen. Barnes, der mehrere Tonnen Explosivstoffe mitnimmt, ist überzeugt, daß die Schiffahrtsstraßen des nördlichen Teiles des Atlantischen Ozeans von den gefährlichen schwimmenden Eisbergen frei gehalten werden können. Bei seinen Versuchen will er hauptsächlich das chemische Element „Thermit" erproben: das ist ein Stoff, mit dem man, ohne Schaden zu nehmen, umgehen kann, und der nur dann gefährlich wird, wenn er mit Eis in Berührung kommt. Mit Thermit sollen nun die Eisberge zerschmettert werden, so daß sie, in handliche Stücke zerschlagen. nicht mehr die Schiffahrtsstraßen erreichen können. An der Westküste, svo die Eisberge sich von den großen Eisfeldern loslösen und im Meere zu treiben beginnen, soll die große Zertrümmerung vor sich gehen.
— Der ^.Erzherzog" im ArbeitZlofenherm. Seit der großen Umwälzung in Europa tauchen überall Menschen männlichen und weiblichen Geschlechtes auf, die von sich behaupten oder von denenchehällptct wird, sie seien früher einmal Prinzen, Erzherzoge, Großfürstinnen oder sonst etwas Hohes gewesen. Man weiß, daß in einem Berliner Sanatorium eine mysteriöse Dame lebt, die durchaus eine der ermordeten Zarentöchter sein möchte, und es wird an- bauernb in sensationellen Zeitungsartikeln ihre Herkunft unb ihre abenteuerliche Geschichte, die einem Kolportage- rom an entnommen zu sein scheint, verkündet. Hat Berkin seine Großfürstin, so hat Frankfurt a. M. seinen österreichischen Erzherzog. Es gab viele österreichische Erzherzöge unv nur der Hofsalender konnte sie alle kennen. Nun kam nach dem Frankfurter Arbeitslosenhei-n ein Mann, der die Versicherung gab, er sei ein Erzherzog. Er erzählte so wunderbare Geschichten, daß ganz Frankfurt von seiner Echtheit überzeugt war. Ein Kaffeehaus- besitzer engagierte ihn, um den KasfÄMüsgAsten etwas Pikantes zu bieten, als Portier: aber er zog nicht recht und kehrte wieder zu den Arbeitslosen zurück. Er wurde mit höchstem Respekt behandelt und nur der Polizei blieb der Respekt weg: sie hat den Erzherzog, der verschiedene Schwindeleien verübt haben soll, verhaftet und man wird jetzt wohl endlich erfahren, was cs^uit diesem Prinzen m^ sich hat.
— Du sollst uyd mußt lachen. Es geht nicht gerade vergnüglich zu in dieser Welt. Not, Schulden, junger, Stellenlosigkeit. Konkurs, Gcschäftsaussicht, Skandale — das sind so ein paar Dinge von den vielen, welche uns das bißchen Leben verleiden. Wèr kann sich jetzt leichtfertig über all dies hinwegsetzen und fröhlich und immer gut aufgelegt sein. In Amerika aber sagen sie: du sollst und mußt lachen — wenn auch nicht für 'inmer, so doch wenigstens eine Woche lang. Also, wollen sie da drüben besondere „Lstchwochen" entrichten; eine Woche lang sollen alle Theater, alle Kinos, alle Zeitungen, alle Schulen usw. nur in Humor machen, damit die Dankees aus dem Lachen nicht mehr hcrauskommen: und wer sich wirklich totlacht, braucht nach der Lachwoche nicht wieder in das ar-ue Elend einzuschwenken.
— Der Bubikopf in TamSWeg. Tamsiveg liegt in Eber- steiermark, und die Mädchen daselbst find hübsch und blonv; trotzdem waren sie bis jetzt ohne Bubiteps ansgekoinmen. Rnnmehr ist aber dieser Kopf auch nach Tamsweg vorge- brnngen: einige von den hübschen blonden Mädchen haben sich ihn zugelegt und die Tchnsweger — oder doch viele Tamsweger — find darob in einen heiligen Zorn geraten. Ein Blatt hat gegen die jetzt schon ein bißchen langweilig gewordene Pagenfrisurjünzerer und reiferer Damen einen furchtbarer; Angriff gerichtet. Es trügen den Bubclepf nur noch die Halbweltdamen der großen Stäche, sagte, man in Tamsweg! Uns dann wird allerfchwerstes Geschütz ausgefahren unV Thusnelda, die Gattin Hermanns des Che- ruLters, aus dem Grabe heraujbesHworcu. um gegen den Bubikopf zu zerrgen: „Kann man sich vorstellen, daß die großen Frauen unseres Volkes, etwas Thusnelda. w:e ein Zottelbock herumliefen?* Rein, man kann es sich nicht vorsleüen, aber es bleibt immerhin zu erwägen, was geschähe, wenn Thusnelda heute noch unter unS weilte — ob sie sich dann wohl noch der Bubikopfmode hätte entziehen können? l Die kühnen Reusrinnen von Tamsweg abir werden sich wohl schleunigst ihre blonden Haare wieder wachsen lassen müssen.
— Der elegante Man« von morgen. Londoner Blätter kündigen alt, daß der Mann demnächst zur wahren Männlichkeit zurüSkehren werde. Man hat aber darunter nichts Innerliches und nichts, was etwa mit dem Charakter des Mannes zu tun haben könnte, zu verstehen. Die „wabre Männlichkeit" deS Mannes wird vielmehr nur äußerlich fein und auf die Mode dieses Jahres Bezug haben. Seitdem die Frauen, den Gefetzen ihrer Mode folgend, Männer werden, mußten die bisherigen Männer daraus sinnen, sich wenigstens in etwas von der vermännlichten Weiblichkeit zu unterscheiden, damit die Geschlechter nicht verwechselt werden. Daher sollen in der kommenden Saison von den Londoner Schneidern, die die Männermode beschließen, in der Linie der Männerkleider die Attribute der wahren Männlichkeit besonders betont werden. Das wird bann so sein: quadratische Schultern, weit ausladende, schwellende Brust, enge Hüften. Dazu kommen recht breite Hose», die an den hochseligen weiblichen Hosenrock erinnern werden. Mit einiger Phantasie kann man sich vorsiellen, daß der elegante Mann von morgen aussetzen wird wie die elc- ganic Frau von vorgestern.
Türmn, Epsri und Spisl.
Fußball in Fulda. Vergangenen Sonntag hatte der 1. Sportverein „Borussia" den Meister des Lahnkreises, den V. f. B. Gießen, bei sich zu East. Beide Mannschaften lieferten sich ein recht mäßiges Spiel, das die Borussen mit ; 3 : 2 (Halbzeit 1 :2) für sich entscheiden konnten.
Aus dem Sportplatz Waldheim konnte.. Germania 2 gegen Petersberg 1 nach flottem Spiel 4 :2 gewinnen. Germania 1. Jugend gestaltete ein Spiel gegen D.J.K„ Dom- xfarrei knapp 1 :0.
Im Entscheidungsspiel um die C-Meisterschask des Bezirks Fulda konnte Salmünster 2 Mannschaft gegen Sli- lifia-Schutz 1 den Meistertitel erringen.
Sp. Selbstmord eines Münchener Sportsurannes. Der bekannte Eportsmaicn und Pionier auf dem Gebiete des Flugwesens Direktor Gustav Ott o hat in München seinem Leben freiwillig ein Ende gemacht. Seine Gattin, eine bekannte Sportsdame, wurde im vorigen Jahre unter aufsetzenerregenden Umständen in Frankfurt a. M. erschossen ausgefunden.
Sp. Hockeyländerkampf Deutschland—Holland. Der im Amsicidamcr Stadion zum Austrag gekommene Hockey- länberfampf Deutschland—Holland wurde von der deutschen Mannschaft sicher mit 2 :1 (1:0) gewonnen.
Börse und HaaSel.
Frankfurter Börseustimmnngsbrld so in 1. März. Die anbau« ernb schwache Haltung an der New Parker Börse mirs hier viel beachtet unb an der Börse dahin kommentiert. Latz sich auch die Wallstreet in her letzten Zeit etwas zuviel zugemutet habe. Ferner verstimmte namentlich hem- auch die immer grösseren Ilm« sang an nehmende Völkerbundskisie, ok durch das Ausweisen der Frage der Vergrößerung -des Dölkerdundsrates atm geworden ist. Die Stimmung neigte daher -besonders Mr Aktien zur Schwäche und auch von Berlin aus wurde viel Material ange- botem wobei es sich in der Hauptsache noch um nachträgliche Ecalsitcllungen per Ultimo zu handeln schien. Stark in Akircei- deuschaft gezogen waren die t-chrfsahrtswerte mit Kurseinbutzen von 3—4 Proz., ferner die Montanattien, während sich die Elek- tromerte einigermaßen behaupten tonnten. Banken und Che- miewcrt-e hatten ebenfalls Kursrückgänge auszumeifen, die besonders bei den letzteren später sich noch -edemend vergrößerten. Der Kassamarkt zeigte dagegen größere WiderstLndsiLhigkeii. Reben den ZuSeraktien waren besonders Zellstoff Waldhof und Aschafsendurger Zellstoff gefragt und fester. Deutsche Anleihen schlossen sich der allgemeinen Tendenz an, während sich die'ausländischen Renten großer Nachfrage erfreuten. Anfangs waren es besonders die türkischen Rerrrèn, die die Aufmerksamkeit auf sich 'zogen, später aber haupksüchlich die ungarischen infolge der enget/ten Verständigung der ungarischen mit der nunänisiben Regierung bei den Jnsbrmker Verhandlungen. Russen blieben behauptet, während die Mexikaner etwas nachgaben. Sehr lebhaft roar die spekulative Tätigkeit auf dem Psandbriefmarkt, auf dem es auch wieder sehr erhebliche Kurrbesjcrungxn gab. Gegen die Notierungen des vergangenen Samstags wurden Kursbefferungen bis d0 Pfennige erzielt. Der Frciverkchr war leblos: Im weiteren Verlaufe machte die Senkung des Kurs- nwesuz noch Fortschritte. Man will häufig beobachtet haben, das UlLimoengazements heute per Kaf a glartgisieUt werden nncßken, weil keine Prolongation erfolgte. Die Börse schloß schließlich in lustloser Haltung und wenig widerstandsfähig. Nur Pfandbriefe hatten weiteren Zuspruch. Der Geldmarkt konnte sich entgegen der allgemeinen Erwartung noch nicht leichter gestalten. Die Illtimoabwickluna bat sich doch noch ertvas rcr zögert, und besteht weiter noch Geldbedarf. Immerhin wird aber in informierten Kreisen angeoc mmen, daß in den Nächsten Tagen in dieser Besiehune eine Entlastung einrreien wird Tägliches Geld bebenc heute St.- Proz. — Die ALendbörse bitte bei weiter weichenden Kursen rech- kleines Geschäft. Schiff- fahrtsapterle gaben schärfer naèx BankairteAe hielten sich zunächst. verloren dann gleichfalls. Aul dem Lhsmiemahkt bröf- felten Farbeninduffne Mettiich. bei erheblichem KuesdrnL. ab. Elektro- und Montanwerke basten gar 1 n Geschäft. Ana die anderen Märkte verkehrten \ m- jede Anreg in . Auf . dem Markt für Auslendsrent-n standen Lürken im Anaebo!. Deutsche Kriegsanleihe verlor. Es wurde ■ • mannt: Norddensiber Lloud 12355, Berliner Hondelsge^e d rost 11. . Eooviicrz- und