^FVlöÄer Anzeiger
Fulds ^VlsLL 2
B»B«re«m»'’»>®^ iM3»TO»«mm»«4ä«isa ö^
Nr. 24 Fvlda, 3. Februar ,923
Zur Vefkekrmg Kölns.
(Ein denkwürdiger Vorgang.)
Feldwebel Greenwood zieht von einem Fenster des englischen Hauptquartiers in Köln aus (Hotel Exelsior), die englische Flagge ein. Köln ist frei. Von demselben Fenster aus wurde dann die Flagge Kölns gehißt.
Iss MlMdshMtMM im Lehrplün unserer Schulen.
Die Einfügung der Kunde vom Grenz- und Auslandsdeutschtum in den Unterricht unsrer Schulen ist im Gange. Der Reichsschulausschutz hat sich bereits auf einer früheren Tagung dafür ausgesprochen, datz schon die Schule Kenntnis und Verständnis des Grenz- und Auslandsdeutschtums zu pflegen habe: „Darnach sollen in Geschichte, Naturgeschichte, Erdkunde und Deutsch sowie im staatsbürgerlichen Unterricht an geeigneten Stellen und in möglichst anschaulicher und lebendiger Weise die Geschichte und gegenwärtige Lage sowie die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse des Grenz- und Auslandsdeutschtums aus den verschiedenen Altersstufen, vor allem aber in den Jahren, vor der Entlassung, ihrer Bedeutung entsprechend behandelt werden. „Die Einzelvorschläge, die der Reichs- jchulausfchuß macht, gipfeln in der Mahnung: „Vor allem sollen jedoch alle neueren Lehrpläne die Behandlung des Grenz- und Auslandsdeutfchtums in der Schule zur Pflicht machen und hierzu die nötigen Anweisungen geben."
Die Schulbehörden der meisten Länder, außer der Freien Stadt Danzig, haben — teils vorher, teils nachher nt'p-echende Verfügungen erlassen. Das nächste Ziel ist: die Einarbeitung der Kunde vom Grenz- und Aus- landsdeutschtum in die Lehrpläne der einzelnen Anstalten.
Am weitesten ist die Sache in Preußen gediehen. Das Kultusministerium hat dort besondere Richtlinien für Volksschule, Mittelschule und Höhere Schulen ausgestellt, aus Grund deren die speziellen Lehrpläne der einzelnen .Anstalten auszuarbeiten sind. Dies zu tun ist Sache der Lehrerkollegien. In den anderen Ländern ist ähnliches zu erwarten und anzustreben. Auch.für die übrigen Schularten sind in Preußen entsprechende Richtlinien gegeben worden. Diese geben auch die zur Erreichung des Zweckes erforderlichen Hilfsmittel an.
Mq von Gründmyen. -
Humoristischer Roman von Freiherr v. Schlicht.
Copyright 1925 by Oskar Meister, Verlag, Werdau.
7) (Nachdruck verboten.)
3er B«r»n schämte sich fast dem Grafen nicht die Wahrheit zu sagen. Aus dessen blauen Augen und aus dessen gutmütigem Gesicht sprach so viel Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, daß er jedem schwer fallen mutzte, ihn zu belügen. Natürlich hatte auch er den Grafen sofort wiedererkannt, dessen breite, kräftige Gestalt mit dem Ansatz zum Embonpoint, den der beste Schneider nicht mehr fortbringen konnte. Das Joviale und Gemütliche seiner Erscheinung war ihm schon in Berlin ausgefallen, wenn der Graf dort in der Reitbahn mit seinen Töchtern plauderte.
Der Graf ließ es sich nicht nehmen, seinen Gast selbst in die für ibn bestimmten Zimmer zu führen.
"Ich hoffe, daß Sie sich bei uns wohl fühlen werden. Herr Baron. Wenn Sie irgend einen Wunsch haben, klingeln Sie bitte dreimal. Dann erscheint nach berühmtem Muster zwar nicht der Hausknecht, wohl aber der Boy, der angewiesen ist. ausschließlich für Sie zu sorgen. Und wenn Sie sonst irgend etwas anders haben wollen, als wir es für Sie einrichteten, dann brauchen Sie es nur zu sagen — es wird sofort gemacht werden."
-Sie beschämen mich wirklich durch Ihre Liebenswürdigkeit Herr Graf" Und das war keine leere Redensart Schon jetzt fühlte sich der Gast in den schöben Räumen wobt imb die Herzlichkeit des Schloßherrn ließ wenigstens in dessen G' fellfchaft viele heitere, gemütliche Stunden erwarten.
„Mich freut es. wenn es Ihnen wirklich gefallen sollte Na.^und wenn mir erst einmal beim Ccürtâ zusammen sitzen — Sie spielen doch Ecartè?"
„Mit Leidenschaft, Herr Graf. Ich habe sogar zu leidenschaftlich gespielt."
Es hätte nicht viel gefehlt, und der Graf hätte ihn wirklich an sein Herz gezogen, aber er hielt es doch nicht für schicklich, ferner Freude zu lauten Ausdruck zu geben, sonst kam der Gast vielleicht auf den Gedanken, daß er in erster Linie gewissermaßen als Gesellschafter engagiert war. Und das ging niW, dss «ng unter keinen Umständen, das hatte die Gräfin mm veuW 6ussühr!icd .ausskmnderaelât.. unD er hatte ihr
, Kraftposten im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt.
! Die erste Kraftpostlinie des alten Reichspostgebiets wurde 1906 auf dèr Strecke Friedberg —Ranftalu einge i richtet; dieser folgte 1907 die Kraftpostlinie Friedberg— : Ockstadt. Da die Personenkrasrwagen der Post bei Kriegsausbruch von der Heeresverwaltung beansprucht wurden, mutzte der Kraftpostbetrieb auf beiden Linien damals ein- : gestellt werden. Rach Beendigung des Weltkrieges ruhte i der Kraftpostverkehr auf Aederlandlinien zunächst noch allgemein, weil der Deutschen Reichspost keine Kraftwagen ■ zur Verfügung standen. Erst als sich Lie Post wieder eine,, vollständig neuen Wagenpark geschaffen hatte, konnte 1920 der Ueberlandverkehr mit Kraftwagen wieder ausgenommen werden.
Im Oberpoftdirektionsbezirk Darmstadt wurden im Sommer 1920 vier Linien eröffnet. Die folgenden Jnfla- tionsjahre hemmten jedoch den weiteren Ausbau des Kraftpostnetzes, weil ein wirtschaftlicher Betrieb nicht erzielt werden konnte. Als die wirtschaftlichen Verhältnisse wieder eine festere Gestalt angenommen hatten, wurde auch in Hessen der Ausbau des Kraftpostnetzes wieder ausgenommen. Obgleich mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden waren, nahmen die Vorarbeiten für die Einrichtung neuer Linien einen guten Fortgang, sodaß im verflossenen Jahr 20 neue Linien in Betrieb genommen werden konnten., Leider geriet der Aufschwung gegen Schlutz des Jahres wieder etwas ins Stocken, weil infolge der augenblicklich gespannten Finanzlage der Deutschen Reichspost die Betriebsmittel für neue Kraftpostlinien zur Zeit nicht in ausreichendem Maße verfügbar gemacht werden können. Die Einrichtung mehrerer Linien mutzte deshalb bis auf weiteres zurückgestellt werden. Sobald die Finanzlage sich bessert, werden die noch schwebenden Kraftpostpläne verwirklicht werden.
Sämtliche Krastposten dienen sowohl der Post- als auch der Personenbeförderung. Die Derkehrszeitèn werden im Einvernehmen mit ben beteiligten Kreisen festgescht und nehmen auf Eisenbahnanschlüsse weitgehendste Rücksicht. Die Fahrkarten werden in der Regel durch den Kraftwagenführer verkauft.
Von der Oberpostdirektion in Darmstadt werden zurzeit folgende Kraftpostlinien betrieben:
1. Oberhesfen.
Alsfeld—Treysa (Bez. Kassel), Alssekd.— Neuftad" (K, Kirchhain), Alsfeld—Groß-Felda — Ehringshausen, Alsfeld —Kirtorf—Ehringshausen, Mücke—Ulrichstein, Lauterbach —Ulrichstein, Schotten—Ulrichstein, Feldkrücken—Mücke, Grebenhain—Freiensteinau—Steinau (Kr. Schlüchtern), Burghaun—Schlitz, Freiensteinau—Lauterbach.
2. Starkenburg und Rheinhessen.
Darmstadt—Groß-Gerau— Oppenheim —Wald Uelversheim—Guntersblum, Darmstadt—Oberramstadt—Brandau—(im Sommer Neunkirchen—Lindenfels), Bensheim ; —Lindenfels, Fürth (Odenwald)—Lindenfels, Fränkisch Crumbach—Reichelsheim—Fürth (Odw.), Kirchbrombach- Bahnhof — Zell-Kirchbrombach, Beerfelden — Hirschhorn, Hirschhorn—Waldmichelbach, Babenhausen—Schaafheim— Mosbach (Kreis Eieburg), Gau Algesheim—Oberhilbersheim—Wörrstadt, Oppenheim— Wörrstadt, Alzey—Niederwiesen, Alzey—Wöllstein.
Außerdem greifen noch nachstehende von benachbarten Oberpostdirektionen betriebene Linien in den Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt über: Kirchhain (Bez. Cassel) —Kirtorf (Oderhessen), Bad Nauhmm —Usingen—Rod a.
d. Weil, Hofheim (Taunus)— Erbenheim—Mainz (Kastel), Miltenberg—Erbach—Michelstadt—König, Weinheim — Trösel—Waldmichelbach, Heiligkreuzsteinach — Neckarsteinach, Kirchheimbolanden—Forsthaus Vorholz—Kriegsfeld —Mörsfeld.
Gegenwärtig werden von der Oberpostdirektion Darmstadt 24 Krastposten mit einer Streckenlänge von 562 Kilometer und 2160 Fahrtkilometer täglich betrieben. Obwohl die meisten Linien erst im Herbst eröffnet worden sind, sind im Jahre 1925 bereits rund 531 800 Kilometer gefahren und 357 400 Personen mit den Krastposten be- i fördert worden. Die Fahrten ermöglichten außerdem eine i i schnellere Besorgung des Brief-, Zeitungs- und Paketver- ■ I kehrs nach dem platten Lande. Außer den regelmäßigen i I Kursfahrten werden auf Bestellung auch Sonderfahrten j ! ausgeführt, soweit für diesen Zweck Wagen verfügbar ge- ' I macht werden können. Bestellungen auf Sonderfahrten nehmen die Postämter, denen die Betriebsleitung der ein- i zelnen Linien übertragen ist, entgegen. Nähere Auskunft erteilen die Postanstalten.
:BeMaBgmaiaf«^3E^wisasssaM^.Jsai^^»^g^a^^ ■ iss
beigestimmt. Er hätte fa auch widersprechen können, aber warum sollte er es tun? Er war ja sein freier Herr und konnte „ja" und „nein" sagen, ganz wie er wollte.
Aber die Hand schüttelte er seinem Gaste doch: „Das ist ja famos -* da wollen wir gleich heute abend eine Partie spielen.*
Der Baron stimmte zu, und in der Freude seines Herzens, einen Partner zu haben, merkte der Graf gar nicht das Zögern, mit dem der Gast sich fügte, und er verstand auch den tieferen Sinn nicht, als der Baron jetzt sagte: „Ich weiß nicht, ob ich Ihnen gut genug spielen werde, Herr Graf, — ich habe in den letzten Jahren keine Karte mehr in die Hand genommen."
_ „Ach was, Unsinn, so was verlernt man nicht. Aber wenn Sie sich nun den Reisestaub abschütteln, um nicht zu sagen, abwaschen wollen, dann lasse ich Sie allein. Sie brauchen nur zu klingeln, und der Boy führt Sie dann auf die Terrasse zu meinen Damen, die natürlich sehr begierig sind, unseren neuen Saft kennen zu lernen." -------
„Nun?"
Wenn es auf zahllosen Proben einstudiert worden wäre, hätte dies fragende „Nun?" nicht gleichzeitiger aus dem Munde seiner Damen kommen können, und als er nicht gleich antwortete, sondern sich seine Zigarre, die er mit Rücksicht auf seinen Gast in dessen Zimmer nicht weitergerauchl hatte, von neuem anzündete, fragte seine Frau noch einmal: „Nun?"
Der Graf war von dem Baron entzückt, trotzdem aber sagte 1 er jetzt nur: „Soweit ich das beurteilen kann, nachdem ich kaum fünf Warte mit ihm wechselte, haben wir, glaube ich, alle Ursache, mit ihm zufrieden zu sein."
Das sollte ganz harmlos klingen, aber die Gräfin erriet daß der Baron ihm viel besser gefiel, als er zugeben wollte. Und so sagte sie denn plötzlich ohne jeden Uebergang:
„Er spielt leidenschaftlich Ecarts —"
Aber so leicht war der Graf nicht zu sangen. Mit dem er- stauntesten Gesicht von der Welt sah er seine Frau an: „Wo- her weißt du das?"
„Das merke ich dir an — du hast ihn bereits gefragt."
„Aber Konstanze!"
Es klang ein solcher Vorwurf aus diesen beiden Worten heraus, daß die Gräfin ganz irre wurde.
„Aber Konstanze — wir sind uns doch neulich darüber einig geworden, daß mir den Baron trotz seines Namens und trotzdem er als Gast betrachtet wird, in erster Linie als den Reit- (ehrer.unfe.rer.Töchter ansehen wollsu. La werde ich ibn Loch
Nah und Kern.
O Verurteilter Wilddieb. Der beschäftigungslose Müler Walter Amrmann aus Echkoden war öfter, namentlich .n Mondscheinnächten, außerhalb feier Wohnung getroffen worden und hierdurch in den Verdacht der Wilddieberei geraten. Eine in seiner Behausung am 2. November vorgenommene Haussuchung hatte diesen Verdacht bestä- igt. In einer Dachkammer waren ein auseinander genommener Teschin und unter dem Dache verborgen zwei mit Kugelschüssen frischgeffzossene Hasen gesunden worden, in unann hierüber zur Rede gesetzt, hatte die Flucht ergriffen und war am 6. November er. verhaftet worden. Bei seiner Vernehmung hatte er das Teschin als ein zum Jagen unbrauchbares Werkzeug bezeichne: und über die Herkunft der Hasen befragt, behauptet, dieselben in der Markthalle in Leipzig für 16 Mk. gekauft zu haben. Amtmann, der bereits wegen Jagdvergehens vorbestraft ist, wurde am 2. Dezember v. Js. durch das Amtsgericht Naumburg a. E. trotz feines hartnäckigen Leugnens dem Anträge der Staatsanwaltschaft gemäß wegen Jagdvergehens und unberechtigten Waffenbesitzes zu einer Gesamtstrafe von 3 Monaten 3 Wochen Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt, auch die Einziehung des Tefchins ausgesprochen.
O Große französische Flottenmanöver im Kanal. Test Egen Tagen sind im Ärmelkanal große franscfifcöe eanTfamcmöver im Gange. Die Vereinigte Kanal- und Nordiceftotte hat den Hafen von Cherbourg angegriffen. Dre Aufgabe lautete dahin, unter Bekämpfung der Küstenbatterien eine Landungsoperatton vorzunehmen Die Operationen wurden durch schlechtes Wetter behindert Der Brieftaubendienst hat, wie es heißt, völlig verwt Auch die Luftausklärung ist nicht ganz geglückt. Als Cie Lenklustschiffe aus der Flughalle Montebourg eingesetzt werden sollten, waren sie nicht in manövrierfähigem ?ti stunde. Am 10. und 11. Februar werden sämtliche stark zösischen Kriegsgeschwader bei Cherbourg zu grossen "Manövern zusammengezogen werden.
O Flagellantenunruhen in Bordeaux. Eine Volksmenge von etwa 200 bis 300 Personen sammelte sich vor der Kapelle der Flagellantensekte in Bordeaux an und versuchte mit Gewalt in das Heiligtum der Sektierer einzndrinaem Der Kastellan widersetzte sich mit der Waffe in der Hans und verletzte drei Demonstranten mit Redolverscküssen. Die Polizei konnte schließlich die Ordnung wieder b»^ stellen. Die Oberin Der Sekte hatte sich vorsichtiger mi t aufs Land geflüchtet.
O Die Stürme im Atlantik. Die Stürme im Allem tt dauern unvermindert an. Der Hapag-Dampfer „W-st- Phalia" rettete die zwanzig Mann starke Besatzung des holländischen Frachtschiffes „Alkaid", vaè sich in großer Seenot besand. Das amerikanische Unterseeboot „T. 3" mußte von einem Dampfer ins Schlepptau genommen werden, Da sein Olvorrat ausgegangen war. Der Ozeandampfer „Olympic" meldet, daß er infolge heftigen Seeganges nur mit sechs Knoten stündlicher Geschwindigkeit fahren kann. Verschiedene kleinere Schiffe besinven sich in Seenot.
^Q Zwei furchtbare Feuersbrünste richteten sehr großen schaden in zwei Stadtteilen N e w y o r k s an. Neun große V e r k a u f s h ä u se r wurden im Southend- Viertel vollständig zerstört. Der angerichtete Schaden wird aus mehr als zwei Millionen Dollar geschätzt. — Die andere Feuersbrunst, die zu gleicher Zett wütete, vernichtete die Bureaus der Standard Oil Cy? der Schaden beträgt hier weit über 300 000 Dollar.
P Schweres Automobilunglück in Australien. Der Führer eines vollbesetzten Automobilomnibusscs verlor bei der Stadt Belgrade im Staat Victoria auf einer sehr abschüssigen Straße die Gewalt über seinen Wagen Der Omnibus überschlug sich, wobei drei Personen getötet und etwa fünfzehn zum Test schwer verletzt mürben.
Bunte Tageschronik.
Breslau. In H u ß d o r f in Schlesie» erschlug ein WjSV- riger Remner- seine 62jährige Frau, übergoß die Leiche mit Petroleum, zündete sie an und erhängte sich bann.
_ Aachen. In der Mariannen-Klinik in Aachen wurde eine ö-rau von vier Mädchen entbunden. Mutter und Kinder bennben sich wohl.
Laub Das Blücher-Museum, das beim Einzug d« B-iatzungZttuppcn in das Rheinland 1918 zum Teil nach Limburg und zum Teil nach Naumburg a. d. S. verlegt wsrdm war, wird kn nächster Zeit wieder eröffnet werden.
„...Auhrort. Beim Bau eines Schornsteins auf der HStto Phomx stürzte ein Gerüst mit drei Arbeitern in die Tiefe; allv drei fanden dabei den Tod. '
nicht gleich in der ersten Minute zum Karkenfpieken auffordern — oder ihn auch nur nach solchen Dingen fragen."
Was er selbst für ganz unmöglich gehalten hatte, geschak dennoch: die Gräfin war überzeugt, daß sie Vieseswal ihren Manne ausnahmsweise unrecht getan hatte, und fö faßte fn denn:
„Um so besser, wenn du schwiegst. Es ist euch richtiger wenn du vorläufig überhaupt nicht danach fragst, denn schließlich spielt ihr doch um Geld — und du kannst ihm doch nicht im Kartenspiel abnehmen, was du ihm monatlich an Gage zahlst."
Der Graf knickte ganz in sich zusammen — daran hatte et noch nie gebackn! Nein, das ging natürlich nicht, das war je ganz unmöglich.
In feinen Freudenbecher fielen Wermukstrapfen---
..Was macht man denn da?" sprach er mehr zu sich, als M sen Seinen.
Alera sah die große Enttäuicknna. die aus dem Gesicht tb^e« Vaters sprach, und halb scherzend. Halb ernsthaft meinte sie „Laß ihn doch gewinnen. Papa — du spielst doch nur. um w spielen, nicht des Geldes wegen."
„Ich kann doch aber nicht schlecht ober aar faffeb fofafen nur damit der andere gewinnt. Spiel ist Spiel — ba* -■’- stehst du nicht."
„Vielleicht doch!" verteftiate sich Alera „?lber nun er’^'e wie sieht der Baron aus? Ist er hübsch, jung, alt klein groß —“
„--blond, schwarz, brünett, — hat er schöne Armen'" unterbrach der Grak etwas ärgerlich seine Tochter „W"e geht das midi an? Daraufhin habe ich ibn mh-fh'* neck' nW angesehen. Das könnt ihr allein besorgen Er wird nicht mehr längs auf sich warten lassen." .
— Wirklich erschien wenige Minuten daraus der Baren 'w Salon, von dem aus man auf die Terrasse cefanare. rer Graf ging ihm entgegen, um ihn dann zuerst seiner Frav eerzustellen.
Baron von Scheidegg — der so liebenswürdig war meine Einladung anzunehmen, und als Gast einige Monate bei uns weilen wird."
(Fortsetzuna Mat.)
Wirb für Deine Feiiung!