Zul-aer MZeiger
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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Fulda- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt llUlllUtlllliyilllllllltmUIIIIUlllllJIUIIIUIIJUIlllilllliULUIIUUIIBJIUIUIJUIillllimilJHllDHIIIhllllllllllllllllllUlinilUUIIIIlllHliminilUllllHUIIUIlUlinilllllliU Redaktion und Gejchüttsstelle: Mühlenstroße i, Telefon Nr. <#89 imiuiumiuiuiuuiiinuniiiiNiiuimiiiiuuumiJHUuiuiuuuuiumNnunmiiimuinjuiimiiHumuuumuniuiiumiiHHUiuuiuuuiinuuiimiHHHniHinuii NachSruck der mit ♦ versehenen Artikel nur mit (ßueuenangabe: „Sulo. Hnj.“ gestattet.
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Nr. 20 — 1926
Fulda, Freitag, 29. Januar
3. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Am Mittwoch sanden in ver Dinen Städten größere politische Demonstrationen sowohl loh rechts- wie von linksstehenden Organisationen statt. $u Zusammenstößen kam es in Berlin und Altona.
* Donnerstag fand in Staffel die sechste Tagung des Reichslandbundes statt. Bedeutungsvolle Reden hielten die Präsidenten des Reichslandbundes, Gras Kalckreuth uhb Hepp.
* Der Sena’ der Vereinigten Staaten beschloß mit großer Mehrheit den Beitritt Amerikas zum Weltgerichishos.
* Der japanische Ministerpräsident Gras Kato ist gestorben. Das Gesamtkabinett hat daraus seinen Rücktritt beschlossen.
Die Mi der Landwirtschaß.
Tagung des Reichslandbundes.
In Anwesenheit von mehr als 10000 Mitgliedern des Reichslandbundes fand in Kassel der 6. Reichslandbuud.ag statt, der mit dem Kurhessischen Landbundtag und dem 2. Reichs-Jung-Laudbundlag verbunden war. Nach Begrüßungsansprachen n^hm
Präsident Hepp
das Wort zu bedeutungsvollen Ausführungen. Der Redner schilderte die Lage Deutschlands, insbesondere in bezug aus seine wirtschaftliche Gestaltung, als ungeheuer e r n st. Gerade der hochintensiviertc landwirtschaftliche Betrieb sei am stärksten der Katastrophe ansgesetzt. Nachdem der Redner sich gegen das Dawes-Abkommen ausgesprochen hatte, nahm
Graf Kalckreuth
das Wort zu längeren Ausführungen. Auch er wies daraus hin, daß die Lage der deutschen Wirtschaft im Lause dieses Jahres ungeheuer ernst geworden sei. Die Landwirte ständen heute in einem
Kamps um dir nackte Existenz.
Der Neichslandbund wird auch der neuen Regierung objektiv und rein sachlich gegenüberstchen. Durch rigoroses Vorgehen einzelner Banken werden die Landwirte zu Zwangsversteigerungen und Konkurs getrieben. Sollte dieser Zustand an- haltcii. so werde ein solidarisches Vorgehen der gesamten Landwirtschaft notwendig werden. Der Redner wandte sich weiter gegen den
ungenügenden Schutz der heimischen Landwirtschaft, erkannte aber auch an, daß durch Die Golddiskonlbankkrcditc ein Schritt zur Besserung der finanziellen Lage der Landwirtschaft gemacht worden sei. Der Redner verwarf ferner die jetzige Tarifpolitik der Arbeitnehmer, die nicht der Parole „Freie Bahn dem Tüchtigen" folge, sondern die „Sicherung der Existenz des Untüchtigen" im Auge habe. Auch Graf Kalck- reuth verwarf den Dawes-Plan als fremden Eingriff in deutsche Hoheitsrechte und deutsches Wirtschaftsleben. Ter Redner bezeichnete es zum Schluß als
vornehmste Aufgabe der Landwirte.
die Scholle der Väter zu erhalten und freier Bauer aus freier deutscher Scholle zu sein. Beide Reden wurden mit großem Beisatz ausgenommen.
Amerika Milslied oe$ WelMiMSkwsS.
E i n wichtiger Beschluß des Senats.
Der amerikanische Senat stimmte mit 76 gegen 17 Stimmen, d. h. mit 14 Stimmen mehr als der notwendigen Zweidrittelmehrheit, dem Beitritt Amerikas zum WcltgcrichtShos zu. Mehrere von den Gegnern des Weltgerichtshofes eingebrachte Abänderungs- anträgc wurden mit überwältigender Mehrheit abgeichnt. Die Abstimmung bedeutet den ersten großen Sieg des Präsidenten Coolidge nach seinem zweiten Amtsantritt über die Opposition innerhalb seiner eigenen Partei. Der Führer der oppositionellen Republikaner, der vier Jahre lang den Kampf gegen den Beitritt der Union zum WeltschiedSgerichtshof geführt hat, Senator Borah, erklärte sofort nach vollzogener Abstimmung, daß der Kampf nunmehr erst recht beginne. Die Frage des Weltgerichtshofes werde die Wahlparole für die Kongretzwahl im Herbst abgeben, und manchem Befürworter des Beitritts würde seine heutige Abstimmung sein Mandat kosten.
Präsident Coolidge wird jetzt dem Völkerbund, der die Wahl der Richter für den Haager Schiedsgerichtshof vornimmt, die Bereitschaft der Union zum Beitritt mit- teileu und zunächst eine schriftliche Mitteilung anfordern, daß die Mitglieder des Völkerbundes gewisse amerikanische Vorbehalte gutheißen. Wichtig für Europa ist von den Vorbehalten jener, der bestimmt, daß nur dann schiedsrichterliche Sprüche über Amerika betreffende Sachen durch das Gericht abgegeben werden dürfen, wenn beide Parteien durch allgemeine oder Sonderverträge so beschlossen haben. Da die Verträge aber immer erst vom Senat ratifiziert werden müssen, behält der Senat durchaus das letzte Wort. Er kann vor allem bei: gefürchteten Antrag der englischen Gläubiger gegen die Südstaaten auf Bezahlung ihrer Schulden aus dem amerikanischen Bürgerkrieg vom Weltgericht fernhalten.
Empfänge beim Reichspräsidenten.
Berlin. Der Reichspräsident empfing eine Abordnung der Stabt Marienburg. bereit Ehrenbürger er ist -u vrdnung überreichte dem Herrn Reichspräsidenten emc En,- labung zur Teilnahme an der ü50-Jahr-Feler der <_ tobt. Ferner empfing der Reichspräsident eure Abordnung b^ Rc I dHbu nbe ö Vaterlanbischcr Arbc11er und W e r f v c r e i h e (Vorsitzender W. Schmidt. M. b -4 h ^ie Dré Reichsbundes Deutscher Angestellicn-Bcrufsvc^ i ^, t' sitzender Dr E. Schmidt). die mit anderen Verbänden den ReichsauSschuß werksgemeinschastlicher Verbände btlden ^.te Abordnung trug u. a. die Bedenken vor. bte in der „vcrkS- gcmeinschaslsbcwcguug gegenüber den zur Beratung gehenden Gesetzentwürfen zum Rcichswirizchajtsrat, zum ArbeitSgerlcb und zur Arbeitslosenversicherung vorhanden sind, und unter, breitete Vorschläge zur Frage der Arbeitslosenkrije.
Veittsmiölitil» für Minen Wer.
Die entscheidende Sitzung.
n. Berlin, 28. Januar.
Kaum kann man sich an einen Tag im Deutschen Reichstag erinnern, an dem die Aufregung so bis aus das höchste Matz gestiegen war, wie heute. Wird der Reichstag aufgelöst oder nicht? Das war die Frage, die auf allen Gesichtern lag, die von Mund zu Mund schwirrte. Denn bis zum letzten Augenblick hatte sich die Lage keineswegs klarer dargestellt. Vielmehr war die Nervosität womöglich noch gesteigert worden durch den aufsehenerregenden Zwischenfall, der zum Ausschlutz des völkischen Abgeordneten Henning von der Sitzung führte. Als Henning von der Henkerarbeit der jetzigen Regierung sprach, schien cs fast einen Augenblick, als ob sich Reichskanzler Dr. Luther persönlich auf ihn stürzen wollte. Es blieb natürlich bei der scharfen, in höchster Erregung hervorge- ftotzcncn Abwehr, worauf dann der amtierende Vizepräsident Bell den Abg Henning aus dem Saal wies.
Schon bei Beginn der Sitzung war es bekannt, daß die S o z i a l d e m o k r a t i e sich bei der Abstimmung über das von Luther geforderte Vertrauensvotum der Stimme enthalten werde. Die Wirtschaftliche Vereinigung hatte im Laufe des Tages beschlossen, sich ebenfalls zu enthalten, trotzdem der Reichskanzler versucht hatte, in längerer Unterredung die Wirtschaftliche Ver. cinigung an seine Fahne zu fesseln. Und so wurde den ganzen Tag hindurch gerechnet, ob das neue Kabinett etwa mit 170 gegen 169 Stimmen siegen oder vielleicht mit 168 gegen 171 Stimmen fallen werde. Dr. Luther war, wie in den Wandelgängen erzählt wurde, beim Reichspräsidenten gewesen, und dieser sollte für den Fall einer Niederlage der Regierung sich für die Auflösung des Reichstages ausgesprochen und das Auf- lösungsdelret unterschrieben dem Reichskanzler überreicht haben. Dieser hätte also unter Umständen nichts anderes zu tun, als das Dekret ebenfalls zu unterschreiben und nach der unbefriedigenden Abstimmung die Auflösung des Reichstages zu verkünden.
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Sitzungsbericht.
(150. Sitzung.) 08. Berlin, 28. Januar.
. Vor Eintritt in die Tagesordnung lehnte der Reichstag einen Antrag des Abg. Mayr-Franken (Komm.) aus sofortige kommunistischen Antrages, der sich gegen die Praxis der bayerischen Polizei bei der Verfolgung der Linksparteien wendet, und einen Antrag des Abg. Dr. Frick (Nat.- Soz.) auf Mitberatung des völkischen Antrages aus Einstellung der Dawes-Zahlungen ab. I» Fortsetzung der
Aussprache über die Negieeungseriiärung meinte als erster Redner der Abg. Henning (Völk.), die gestrige Rede des Reichskanzlers hätte bewiesen, daß er bedingungslos dem Völkerbünde beitreten und die v-rbänanis- volle Erfüllungspolitik fortsetzen wolle. Dadurch seien d-e Völkischen vor die Notwendigkeit gestellt, dem neuen Kabinett den schärfsten Kampf anzusagen. Wenn der Kanzler gestern gesagt habe, er müsse das Vertrauensvotum einer ReichslaaS- mehrheit verlangen, dann müsse er folgerichtig auch demis- stonicreu, wenn heute das Vertrauensvotum nur infolge der Stimmenthaltung der Sozialdemokraten angenommen mürbe Die Regierung hätte außerdem ihre absolute Unsähigkeit mit ihrer Wirtschaftspolitik bewiesen, die zu einer immer weiteren Steigerung Der Arbeitslosigkeit geführt habe. Ter Redner schloß fette Ausfübrungen mit der Bemerkung, daß diese Regierung der Ersüllungspolitik gestürzt werden müffe, da sie eine Regierung der Henk c r S m ä di i e am eigenen Volks sei.
Abg. Henning ansgefchioffen.
Bei diesen Worten sprang Reichskanzler Dr. Luther erregt auf, trat auf den Abg. Henning zu uns rief: „Ich ver- bttte mir derartige Bemerkungen ganz energisch." Als darauf der Abg. Henning sich auf seinen Platz zurnckbcgcben wollte, umringten ihn die Abgccrd arten in höchster Erregung. Minutenlang wurde gerufen: „Raus, raus!" Mit Mühe schaffte sich Vizepräsident Bell Ruhe. Er crtlnrtc. daß der Abg. H e n n , il g mit den letzten Worten einen so schweren Bcr- stotz gegen die Ordnung des Hauses begangen hätte, das? er gezwungen wäre, ihn von der Sitzung a u s z u s ch l i e tz e m Der Vizcprösideni ersuchte darauf den Abg. Henning/ den Saal zu verlassen. Diese Erklräung wurde von der Mehrheit des Hauses mit lautem Beifall ausgenommen und der Abg.
Die Besatzungsstärke am Rhein.
Paris. Wie angcküiidigt, hatten Der engtifdic Staats- feTrctâr für Auswärtiges, Chamberlain, und Hufrennnntikr Briand eine Unterredung Nach Der Besprechung wurden bte Vertreter der ausländischen Prcsir von den bethen Staats- männern empfangen. Wie berichtet '«o. tr d « ; Chamberlain und er hatten mir einen.einfachen Meinungsaustausch gepflogen und bezüglich der verschiedenen von ihnen gestreiften Fragen keine einscheidenden Beschluße gefaßt. Chamberlain habe infolge seines längeren Aufenthalts nn sude etwas die Fühlung mit der Politik verloren. Chamberlain bemerkte unter Hinweis auf seine zweimonatige Abwesenheit von London. Der Meinungsaustausch, den er soeben über gewisse Frankreich und England besonders intercffiercnbc Fragen mit Briand gehabt habe, lasse teilten Zweifel Darüber, daß Briand und er das Mittel finden würden, in Zulun,t ebenso zusaulmenzuarbeiten wie bisher. Wir sind, fuhr Briand fort, auf seine unüberwindlichen Schwierigkeiten gestoßen: die Ent- fchcidtiiigcn werden sehr rasch getroffen werden. Über die deutschen Forderungen betreffend die «tarke der agtierten Be- satzungStrupPen im Rheinland befragt, erklärte Briand, Diese Frage sei von Den deutschen Zeitungen polemisch behandelt worden, sie werde aber im Geiste von Locarno geregelt werden
Henning verließ unter höhnischen Zurufen von links den Saal.
Abg. v Lindeiner-Wildau (Dtn.h der als nächster Redner zu Worte tam. leitete seine Ausführungen mit Der Erklärung ein, es sei ihm. Da et hier als Redner Der Opposition gegen die Regierung stünde, ein Bevurims Den Gefühlen des liek n und schmerzlichen Bedauerns Ausdruck zu geben, daß gegen einen Herrn. Der das Amt des Reubskanzlers zu bekleiden Die Ehre hätte. Worte gebraucht worden seien. Die das Maß des Zulässigkeit weit überschritten hätten. Der Abgeordnete be- zeichnete die gegenwäriige Krise als eine solche des parlamentarischen RegierungssnstemS überhaupt Die Deutsch- nationalen bauen sich nicht auf Stimmenthaltung b dränten können, weis sie nicht mitschuldig wer een wollten an dm Zu- jammcnbruch eines Regterung «: ufteni è dH in Der Prärie und im Bewußtsein des deutschen Volkes längst innerlich überwunden sei. Nach Den Enttäuschungen Die Deutschland mit Der Zusage bei Rückwirkung, n >uè Dem Locarnov ertrage erlebt hätte Dürfe es n dn wieder seinen letzten Trumpi ohne sichtbare Gegenleistungen aus Der Hand geben Darum haben seine Freunde io großen Wert aus ihren Antrag gelegt. Der Diesen Schrill von Dem Vor- licgeu ganz bestimmter Voraussetzungen abhängig machen will
Abg. Koenen (Komm.) protestierte zuerst Dagegen, daß ein Reichskanzler gegen ein Mitglied so vorgehi, wie cs geschehen sei. Mindestens zur Abstimmung müsse Der Abg. Henning wieder sugelaffen werden. Vizepräsident Dr. Bell erklärte, die Ausschließung des Abgeordneten sei ohne Einwirkung des Reichskanzlers oder des Hauses durch Den Präsidemen allein vollzogen worden Ter Abg Koenen erhält bet Fortsetzung seiner Rede einen Ordnungsruf, alè er bei der Kritik Der Wirtschaftspolitik des ersten Kabinetts Luther von dem deutschnalioiialen Abg Behrens sagte, er sei mit Den Fememördern verbunden. Tie Sozialdemokratie sei für Den Fortbestand des Lutherschen BürgerblockkabineltS verantwortlich, wenn sie bei der Abstimmung über das Vertrauensvotum Stimmenthaltung übte
Nach dem Kommunisten Koenen erklärte der Abg^ DrewcS lWirtjchastSpanei) die Haltung seiner Freunde auf Summ, ent pal tun g Damit, daß seine Parin mit dem früheren Kabinett Lulhsr in Wirtschajtsjragen schlechte Erfahrungen gemacht hätte. „ _ _
Nach kurzen Ausführungen des deutschvölkischen Abg Dr. Feder, Der Ausaab: Der E r I ü l l u n g è p o l i t i k verlangte. trat Der Sog. Dr Brcitschcid (Soz > nochmals für Den Eintritt Deutschlands in Den Völkerbund ein. Er gab Dann Die Erklärung ab daß seine Freunde zwar Der Außenpolitik zustimmten, aber aus innenpolitischen Gründen ntdn Dem Vertrauensvotum beitreten könnten und sich Deshalb Der Stimme enthalten müßten.
Abg. Dr. Scholz (T Vp.) beantragte dann. Den dem ch nationalen Antrag an den Auswârtigc» Ausschuß zu überweisen ' , .
Im Laufe von Erklärungen der Parteien zu neu Abstimmungen ergriff auch Der
Reichsaußenminister Dr. Stresemann das Wort und erklär'e sich bereit, im Auswärtigen Ausschuß über alle Fragen, die im Lame der Dekane bezüglich er Außenpolitik angeschnitten worden seien. Aufschluß zu gci.en Gleichzeitig erwähnn er, daß Die Richtlinien i ü r D e Locarno Verhandlungen nicht non Den T enisch iw. o aalen, sondern vom Kabinett ausgestellt worden seien Er cc- baiidolte dann reeller sehr ausführlich Die Frage Der B e - j a tz u n g s st ä r k c t m Rbeinlande.
Ramens der B-sanungsmächic ist, wie Der Minister erklärte, im Laufe des fjetrigen Tages eine Erklärung rings- gangen, daß diese, entgegen gewissen Pressemeldungen (eine Besch! ü f s c geratzt hätten, daß Die Stärke her BesanungS- truppen 75 000 Mann in Zukunfi betragen solle. Die Bc- smmngömächte. bc'onderö Frairkrsich. blieben b'i Den Erklärungen, die sie wiederholt im letzten H<-rbkt und in ner Rote der Botschaftcrkonfcrcnz vom Novemü': zum Ausdruck gebracht hätten. Sic wollen daS ganze Prcblem Prüfen, nm Die Truppen au* daS geringste Matz he.abzufcncn, sobald Vie Verträge von Locarno in Kraft getreten seien. Zum Sdtfuf; teilte der Minister noch mit, daß als endgültiger Termin für die Räumung Kölns von den Alliierten der Sl. Januar, mitternachts, festgesetzt worden ist
D D bstimmuna
Berlin, 28. Jan. Nach erneuter Feststellung der Schriftführer lautet das Abstimmungsergebnis: Der Vertrauensantrag ist angenommen mit 160 gegen 150 Stimmen bei 130 Stimmcrthaltungcn. — Im Ganzen wurden abgegeben 440 Stimmzettel.
die Ambiidung der franBWen Armee
Verkürzte Dienstzeit, aber gute Ausrüstuiig.
Kriegsminister Painlcvö erläuterte einem Havas- Vertreter den Gesetzentwurf betreffend eine allgemeine Re- orgamsatton Der Armee. Er erklärte, daS neue Gesetz sei unerläßlich. Wenn man zu einer Herabsetzung der Miki" tardlenstzeil gelangen wolle, müßten die Kaders gut ausgerüstet sein, damit die kurze Militärdicns cit nicht die Widerstandskraft der aktive» Armee und der Rc- servcn aufhcbc. Der Minister erklärte sodann Die Gerüchte von angebliche» Uneinigkeiten zwische» den hohen milb rärtschen Persönlichkeiten für unrichtig. Im Gegenteil sei Die von General Pötain im Beisein deS Generals Te- benney abgefaßte Gesetzesvorlage einstimmig vom Ober» fiert KriegSrat angenommen worden.
Seit Friedensschluß, so erklärte Pamlevè am Schluß seiner Ausführungen, ist Frankreich an eine Herab- setzung der O f f e n s i v k r 8 ft e gegangen. Es hat die Zahl seiner Friedenseffektivbestände vermindert und die Zeit des militärischen Tienftes von 3 Jahren auf 18 Monate herabgefegt. Um noch weiter zu gehen, ist Frankreich für die Herabsexuna der Rüüunaen etnactre«