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M-aer Mzeiger

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Tageblatt für Uyön und Vogelsberg Hulda- und hauneiül * Huldaer Kreisblatt HnmiiiMfliU]imiHmiiUiiitiiiintiiniiiiHnuii:nuuHiiiiiniiniiHiiiiti)imiuiuniiiiHitiiiiitiiiiniiiitiimHnitfmHiuiiitnhHiuuiimmmifiuinmuuuiiiiüun Redaktion und Geschäftsstelle: Mühienstrohe L Telefon Nr. 528 Nachdruck der mit versehenen Nrttkel nur mit (ßueUenangabe:$uio. Hna." gestattet.

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Nr. 9 1926

Fulda, Samslag 16 Jauuar

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser.

Freitag abend war die Regierungsbildung durch Dr. Lu­ther noch nicht wesentlich gefördert, da neue Schwierigleiten infolge der Parteimcinungsverschiedciiheiten hervorgetreten waren.

* Der bisherige Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft, Graf Kanitz, hat in einem Schreiben an Dr. Lu­ther erklärt, daß dieser endgültig von seiner Wiederberusnng absehen möge.

* Die deutsche Regierung hat wegen der Absicht der Be­satzungsmächte, die Stärke der Besatzungsarmee künftig auf 75 000 Mann sestzusetzen ^lâu.'.sche Schritte unternommen, da diese Stärke im Widerspruch zu den gegebenen Zusicherun­gen steht. / - <

* In Essen ist die endgültig« Gründung der Vereinigten Stahlwerke Akt.-Ges.. der Vorläuferin des westdeutschen Mon­tantrusts, erfolgt.

Auf der Flucht.

i§s wird wieder einmal zum Sammeln geblasen in Deutschland. Aber wir sind ein viel zu nachdenklicher Volk geworden, um mit so unmittelbarem Impuls wie früher ans den ersten Alarm hin alles stehen und liegen zu lassen, wie man zu sagen pflegt. und auf den Sammel­platz zu eilen. Wir spitzen zwar die Ohren, natürlich, wir bleiben stehen und halten Umschau, aber dann fangen wir an, erst einmal zu überlegen: Wer ist es, der da bläst? Wozu bläst er? Hat er überhaupt ein Recht, zu blasen, und wem gilt sein Ruf?Mir" oderDir" oderIhm" oder wem sonst noch? Was kann es für Folgen haben, wenn man dem Ruf gehorcht, heute oder morgen oder gar übermorgen? Und so wächst aus den Überlegungen eine Bedenklichkeit nach der anderen empor und schließ- lich machen wir kehrt und sagen: nein!

Beim ersten Luther-Kabinett waren es die Deutsch nationalen, die aussprangen und davongingen, weil sie glaubten, nach Locarno nicht mehr mitmachen zu dür- feu. Jetzt, beim zweiten Luther-Kabinett, sind t i u, .^.M..&^ . feit zustopfen, wie der selige Odysseus, als ihn die Sirenen- klänge zur Insel der Seligen lockten, und die lieber nein sagten und abermals nein, ehe sie sich dem Waffenbündnis mit den bürgerlichen Parteien bis zur Deut schru Volkspartei, genanntGroße Koalition", verschrie­ben. Flucht vor der Verantwortung nannte man das im Lager der Mittelparteien, wie man es Flucht vor der Ver­antwortung auch genannt hat, alâ die deutschnationalen Minimer Spiele und Neuhaus und Schlieben glaubten, das Nèichskabinett verlassen zu müssen. So wiederholen sich die Ereignisse, auch dann, wenn man es am wenigsten erwartet, und wer sich von ihnen nicht niederzwingen las­sen will, muß sehen, wie er Ersatz bekommt, wie er es auf andere Weise schaffen kann. Dr. Luther ist jetzt freilich nichts weniger als vom Glück begünstigt. Auch die kleine, aber doch durchaus nicht unbedeutende Gruppe der Wirt­schaftlichen Vereinigung hat ihm einen Korb gegeben Flucht vor der Verantwortung klingt es abermals ans den Reihen der anderen, welche die Verantwortuugsfurcht gerade in einem Augenblick, wo rasches, klares und ent­schiedenes Zusammenfasten aller Kräfte das Gebot der Stunde ist, verurteilen. Aber es ist und bleibt nun einmal so, daß böse Beispiele gute Sitten verderben. Wenn sich erst einer aus den anderen berufen kann, dann hat es keinen rechten Zweck mehr, Strafpredigten zu halten, und man nwö nehmen, was übrigbleibt, und sehen, wie weit mau damit kommt. Die schönen Zeiten, wo man den Lurus freier Auswahl unter diesen oder jenen Parteien hatte, sind einstweilen vorüber. Nicht nur in Deutschland, land.

Um so üppiger blühen auf allen Wegen und Stegen die aus dem Sumpfboden der Gegenwart entsprungenen Scitfationsprozesse. In den Spalten der Tages- presse wimmelt es nur so von Gerichtsberichten, denen die Öffentlichkeit mit Aufmerksamkeit folgt, auch wenn die Vorgäidge, mit denen sie es zu tun haben, schon einiger­maßen der Vergangenheit angehören. Da haben wir einen politischen Mordprozeß in der bayerischen Haupt- stadt, der einen schaurigen Ausschnitt aus der Rätezeit darstellt; da taucht vor den Schranken des Strafgerichts in Hannover das entsetzenerregende Gespenst des Massen- mörDerS Haarmann wieder auf, und tu der ReichS- hauptstadl sollen schon in den nächsten Tagen eine Reihe von Fememordprozessen ihren Anfang nehmen, von denen Feinschmecker sich wieder einmal allerhand Erbaulichkeiten versprechen.

Nur einer, für den nach jahrelanger Voruntersuchung sich endlich auch die Zeit erfüllet hätte, hat es im letzten Augenblick vorgezogen, der ungastlichen Stätte, Die_ seiner harrte, den Rücken zu kehren: Herr Michael Holz- mann. Wie man weiß, auch einer von den Genossen jener Männer, mit deren metallischen Heldentaten wir nun schon so lange unterhalten worden sind und Die doch die forensische Lleife noch immer nicht erreicht zil haben scheinen. Für t^rrn Holzmann dagegen war das inter- cssante Spiel vor Richtern und Staats- und Rechivan- wälten bereitet- da ist er Plötzlich nicht mehr zu sinden. Gewiß nicht zu Schiff na$ Frankreich; das wäre in Diesen schweren Winterstürtnen etwas zu viel verlangt für eine ausgesprochene Landratte. Man wird schon zur rechten Zeit einen vornehmen Benz oder Mercedes gefunden haben, um sich still, aber vergnügt, ohne Abschied, seitwärts in Die Büsche zu schlagen. Auch eine Flucht vor der Ver­antwortung und eine üble dazu. Herr Holzmann sollte sich doch wohl unter anderem wegen Beamtenbestcchung vor Gericht verantworten. aemeiusam mit einem hödedcn Preu-

Wieder Schwierigkeiten.

Verzögerte Kabinettsbildung.

Während cs sofort nach der Betrauung Dr. Luthers aussah, als ob die ihm vom R c i ch s p r â s i d r n t e n übertragene Bildung der Reichsregierung nur noch eine Arbeit von Stunden erfordere, haben sich inzwischen aber­mals Hindernisse aufgetürmt, die Den so dringend not­wendigen Aufbau einer handlungsfähigen Regierung hin- auszögern. Dr. Luther konferierte wiederholt mit dem Reichspräsidenten und mit den Parteiführern, aber eine Lösung war bis Freitag abend nicht gefunden.

Die Verhandlungen zwischen Dr. Luther und Den Parteien wurden mittags resultatlos abgebrochen und auf den Abend vertagt. Vor der gemeinsamen Besprechung hatte der Kanzler den Abgeordneten Marr vom Zentrum und anschließend daran den Demokraten Koch empfangen.

Kampf um das Innenministerium

Zunächst rückte bekanntlich der Demokratenführer und frühere Reichsinnenminister Koch stark als kommender Mann für dieses wichtige Restart in den Vordergrund. Dann verkündigten demokratische Blätter, Koch fei zweifcl- haft geworden, ob er seine ehemalige Stellung wieder an-- nehmen werde. Inzwischen hatte die D e u t s ch e V o l k s- Partei auch Ansprüche auf das Innenministerium er­hoben und als Kandidaten dafür den Abg. Dr. C u r t i u s bezeichnet. Auch der Abg. K a r d o r s s von der Deutschen Volkspartei wurde als Anwärter erwähnt. Ohne Zweifel bildete die Auseinandersetzung über das wichtige Amt des Innenministers den größten Stein deS Anstoßes bei den Parteterürterungen.

wegenuver viqer Situation soll, wie verlautet, Dr. Luther erwägen, das Reichsinnenministerium zu neutra- lifierer, d. h. mit einer unpolitischen Persönlichkeit zu be­setzen. Den Demokraten ist das Reichswirtschaftsministe- rium angeboten worden. Reichskanzler Dr. Luther begab sich am Abend zum Reichspräsidenetn, um ihm Bericht zu erstatten.

Das ReichsWehrministermm.

Auch die Frage, ob Dr. Geßler, ber Verwalter des Reichswehrministeriums, im zweiten Kabinett Luther ver­

tzischen Negterungsrat, Der tönt als mutiges CDjert Dieter einträglichen KorruvtiouSarbeit gedient haben soll. Jetzt hat Der Hauptangeklagte Die brutsche Tür von draußen zugemacht und das Nachsehen hat Der preußische Staat, hat die Allgemeinheit, hat vas öffentliche Necktsbewußt- sein, das sich wieder einmal zum Narren gehalten fühlt.

*

Der Nechèsausschnß des Preußischen Lanvtages hat gerave in eben diesen Tagen in vielen Sitzungen darüber beraten, wie vas Los der U n t e r s u ch u n g s - uns Strafgefangenen noch mehr erleichtert, Die Befug­nisse Der Strafvollstreckungsbehörden ihnen gegenüber noch mehr eingeschränkt werden könnten. Herr Holzmann bat die Herren für s e i n e Person aller roetieren Sorgen über­hoben. Er hält sich den verehrlichen Gerichts- und Ge- fängnisbebördcn für alle Zukunft bestens empfohlen aber von jenseits der deutschen Landesgrenzen.

Gegen Oie große Besatzungsarmee.

E i n Protest Deutschlands.

Der Auswärtige Ausschuß des Reichstags beschäftigte sich mit Den Auswirkungen des Vertrages von Locarno. Nach längerer Aussprache nahm er zu Der Frage der Be­satzungsverminderung im Rheinland eine Entschließung an, Die ii. a. besagt:

Der Ausschuß nimmt von D-n Prcsienachrichten Kennt nis, wonach der Unterausschuß der Botscha'tcrkonferenz beschlossen haben soll, die Truppcnznhl vcr Besatzungs- Mächte in der zweiten und dritten Nheinlandzone auf zirka 75 000 Mann sestzusetzen. Eine Verwirklichung dieses Be­schlusses würde berechtigte deutsche Erwartungen a u f das stärkste enttäuschen. Sie würde n cht nur die in früheren langwierigen Verhandlungen zwischen D"uüch- hmb und den Besatzungsmächten berettS erzielten Ergeb­nisse über erhebliche Herabsetzung der Bcsatzungkstörkr o"f annähernd normale Stärke wieder umstoßen, sondern in krassem Widerspruch zu der polttischcu Lage stehen, rote sie durch die Unterzeichnung der Verträge von Locarno geschossen werden sollte.

Der Ausschuß richtet auch im Hinblick auf weiter stehenve außenpolitische Entscheidungen das nachdrückl che Ersticken an die Reichsregierung, ihre augenblicklichen B:- müttungen um Herabsetzung Der fremden Besatzuugsst^ auf Die Lage Der früheren militärischen Belegung (4' 'W bis 50000 Mann) und um eine Dem Zweck des Vertrags- Werkes von Locarno entsprechende Regelung des Be­satzungsregimes auf das entschiedenste fortzusctzen uns dem Ausschuß baldmöglichst von dem Erfolg ihrer stritte Mitteilung zu machen.

Wie acmldet wird, sind bereits von D e u 11 « e r Seite diplomatische Schritte über die künftige Besatzung unternommen worden. Der tunst gut unter­richteteDaily Telegraph" weiß zu melden, daß in Lo- cruo von einer wesentlichen Verminderung der Besatzungs- truppen gesprochen wurde, ohne daß dieses Versprechen eine bestimmte Form erhalten habe. Auf die in London deutscherseits vorgeschlagene Höhe von 60 000 Mann habe Briand geäußert, er könne sich vor Bergtung mit seinen Generalen nicht binden. Diese seien aber der Ansicht, dLß

bleiben werde, machte erhebliches Kopfzerbrechen. Im Laufe des Freitags fanden sich überall Mitteilungen, daß Geßler keine Neigung mehr Hube, an der Spitze der Wehrmachtgeschäfte zu verbleiben. Dr. Gehler soll schon früher und jetzt wieder den Wunsch ausgesprochen haben, von seiner langjährigen Ausgabe entbunden zu werden. (Sr soll dies auch dem Reichskanzler Dr. Luther gegen ^ber ausgesprochen und Dabei geäußert yaben, entweder Dr. Luther oder Generaloberst von Seeckt könnten das Amt übernehmen. Jedoch sind derartige Meldungen vorläufig nur Vermutungen, da andererseits gesagt wird, der Reichspräsident selbst hab« in einer Unterredung auf Dr. Geßler eingewtrkt, auf seinem Posten zu verbleiben.

Marx Reichsjuffizminister.

Berlin. DaS Justizministerium wurde endgültig Don. Reichskanzler a. D. Marx in Verbindung mit dem Ministe­rium für die besetzten Gebiete angenommen.

Graf Kanitz kehri nicht zurück.

Als Tatsache ftano der endgültige Abschied des Mi­ni stersfürErnährungunvLandwirtschaft, Graf Kanitz, fest. In einem Schreiben an Dr. Luther bittet er diesen, von seiner Wiederberufung abzusehen, da er nach Der schweren politischen und gesundheitlichen Ab­nutzung der letzten Jahre dringend einer längeren Er- holungszeit bedürfe. Ferner hat der Zentrumsabgeordnele Dr. Lammers, Vorstandsmitglied des Reichsverbandes der deutschen Industrie, mit aller Bestimmtheit erklärt, daß er keinesfalls den Posten eines Re ichs Wirt- s ch a f t S m i n i st e r s annehmen würde.

Weitere Namen.

Für den Posten des ReichsernäbrungSministers wurde der Zentrumsmann Landwirt Warmöoldt genannt, Der unter dem Ministerium Stegerwald preußi­scher Lanowirtschastsminister war. Außerdem für das Reichsarbeitsministerium der Demokrat Erkelenz und für das Finanzministerium Der Volksparteiler und frühere Reichswirtschaftsminister Becker- Hessen, der vordem Finanzministtl in Hessen war.

im Augenblick von einer Verminderung un.er bu mm Mann nicht die Rede sein könne

Von offizieller Seite wird auf Diese Ausführungen des rnalischen Blattes bemerk«, vab sie mit ven ausdrück­lichen offiziellen Zusicherungen Der Mote Der Botschasterkonferenz vom 16. November v. I^ glicht in EinNang stehen. Gegen Die deutsche Auffassung, "aas; unter normaler Stärke Der Besatzungstruppen Die deutsche Frievensstärke in den fraglichen Gebieten im Jahre 1914 zu verstehen fei, ist von französischer Seite kein Einspruch erhoben worden.

Deutscher Ireichstag.

(143. Sitzung.) CB. 53 e 11 i n, 15. Januar.

Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung der Vor­lage, wonach die höher besoldeten, nicht krankenversicherungs- psltchtigen

Angestellten in die Erwcrbölosenfürsorge etnbezogen werden sollen Es handelt sich Dabei um die Ange­stellten mit einem Jahreseinkommen von 27006000 Mark.

Abg. Râdel (Komm.) machte der Regierung den Vorwurf, daß sie Die Verbesserung der Erwerbslosenfürsorge in jeder Weise gehemmt habe.

Abg. Thiel (D. Vp.) bezeichnete die Vorlage als notwendig, nm den durch Inflation und Abbau erwerbslos gewordene,c Angestellten zu helfen. Die Vorlage wurde in allen drei Lesungen endgültig e i n st i in ^ i g a genommen. Weiter wurde eine Entschließung angenommen, die Die Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfes über die Unterstützung Der Kurzarbeiter ersucht. Es folgten dann die Anträge, worin alle Parteien Hilfsmaßnahmen für die

Hochtvaffergeschâdigten

und Maßnahmen zur Vorbeugung einer Wiederholung ähn­licher Katastrophen verlangten. Abg. v. Guerard (Ztr.) sühne dabei aus, daß zum Viertenmal seit Ende des Weltkrieges das Rheinland von einer Hochwasserkaiastrophe heimgesucht worden sei, und zwar in diesem Jahre in einer Stärke, wie sie seit langer Zeit nicht mehr erlebt wurde. Die Zahl der Erwerbs­losen sei allein in der Rheinprovinz durch das Hochwasser um über 30 000 gesteigert worden. Der Rheinische Provinzialaus­schuß habe den im Rheinland angerichteten Schaden aus dreißig Millionen Mark geschätzt, aber diese Schätzung habe sich bereits als zu niedrig erwiesen. Wenn das Hochwasser einen seit Jahrhunderten nicht erlebten Umfang hatte annehmen können, so fei die Ursache in den großen Abholzungen zu fucben, die während des Krieges und während der Besatzungszeit vor­genommen worden seien.

Abg. Thabor (Soz.) meinte, jetzt müßte im Wege Der pro­duktiven Erwerbslosenfürsorge sofort an eine Beseitigung der ungerichteten Schäden gegangen werden.

Minister Kroyne.

Qn Beantwortung Der Interpellationen des Zentrums und Der Sozialdemokratie gab dann Reichsverkehrsmimster Krohne eine Erklärung ab, worin er feststellte, daß Die Reichsregierung mit großer Anteilnahme und Sorge die Hoch' ivasseikawstrophen versolat habe. Er erinnerte Daran, daß der Reichspräsident zur Linderung bey Not bereits einen Beitrag gespendet habe und daß er die Summe, die ihm dir ReichSbant aus Anlaß ihres 50jäbrigen Bestehens bargeboten habe, eben- fabS dem gleichen Zwecke zugesührt hätte. Sollten Die zur Verfügung sichenden Mittel für die Ausräumung nicht auS^ reiche», so könnten Mittel Der Erwerbslosenfürsorge bereit- gestellt werdeel. Bei der Steuerzahlung sott Stundungs- und