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Viertel der vorbereiteten Meetings versäumen wurden, die zum Gebräu einer emsthaften Verschwörung nöthig sind, um nur nicht bei einem Cirkel auserwählter Geister zu fehlen, die Quartette spielen oder Figuren mit Kohlen zeichnen. The Künsllerwesen is as deep-rooted in these towns as the Studentenwesen; und in diesem Mangel an praktischem Sinn liegt der Grund, daß aus den Revolten Norddeutschlands keine Revolutionen werden. — The Northern German derives Iris unpractical spirit from two causes: Schwärmerei and liederlich- keit. Das Erste ist eine Art Träumerei, welche, mit dem Genius vermählt, einen Jean Paul erzeugt, aber welche, wenn sie ein gewöhnliches Hirn verwirrt, cs unfähig macht für gesunde Thätigkeit. Das zweite ist eine krankhafte Sucht nach Vergnügungen aller Art, nach Vergnügungen ohne Eleganz , Vergnügungen, welche entehren. „Such a one is a liederlicher Kerl! “ ist eine in Deutschland häufig angewendete Phrase; denn ach! das Ding existirt nur zu häufig. „Liederlicher Kerl" heißt ein Wesen, in welchem weder Solidität noch Zusammenhang ist, ein Wesen ohne Gewicht. Er weiß ein Wenig von allerlei Dingen, und thut ein Wenig von allen Dingen, außer seiner Schuldigkeit, an die er niemals denkt." Bei aller Uebertreibung ist etwas Wahres selbst noch an diesen Bildern, das wir uns zu Herzen nehmen könnten — bemerken hierzu die Grenzboten.
(Spuren Sir John Franklins.) Das „Mag. f. d. Lit. d. Ausl." meldet: Die von uns neulich nach dem „Athcnaeum" mitgetheilte Nachricht, daß das Schiff „Prinz Albert" einige Stücke Tau vom Kap Riley zurückgebracht habe, die in Chatham als zur Ausrüstung des „Terror" gehörig anerkannt worden, hat sich als nicht ganz richtig ausgewiesen. Man hat allerdings das in Frage stehende Tau nach den Werften von Chatham geschickt, um dort identifizirt zu werden; die dortigen Behörden konnten jedoch mit Bestimmtheit nur so viel angeben, daß ähnliches Tauwerk zur Zeit der Ausrüstung des „Erebus" und „Terror" dort verfertigt worden sei, nicht aber, daß die vorliegenden Stücke zu einem von diesen beiten Schiffen gehört hätten. Alle Folgerungen, die man daraus herleiten möchte, sind mithin auf eine Vermuthnng gegründet, die indeß viele Wahrscheinlichkeiten für sich hat. Ja, wenn wir diesen Umstand mit den unzweifelhaften Spuren einer Lagerstätte bei Kap Riley zu- sümmenstkUen, so scheint es beinahe, als ob man endlich auf die Fährte des längst gesuchten Wildes gekommen sei. Die bei Kap Riley aufgesiindencn Spuren können nur auf die Schiffe Sir John Franklins bezogen werden, da die Bewegungen aller anderen Expeditionen, die seit seinem Verschwinden jene Meere befahren haben, zur Genüge bekannt sind, und die so lange gehegte Befürchtung, daß er schon in der Baffins-Bai verunglückt sey, wird also hierdurch definitiv widerlegt — freilich nur, um der eben so traurigen Aussicht Platz zu machen, ihn und seine kühnen Genossen, wie einst ihren Landsmann Willoughby, in den Eiswüsten der arktischen Zone erstarrt zu finden.
— Unter dem Titel: „Proklamationen und Verspre
chungen deutscher Fürsten, (1813 bis 1849) mit einem einleitenden Wort von Eduard Burkhardt," ist in der bibliopolischen Anstalt zu Leipzig ein Schriftchen erschienen, das selbst in konservativen Kreisen Aufsehen gemacht hat. Es ist das loyalste Büchelchen, was jemals gedruckt worden, denn es enthält außer einem im würdigsten Tone gehaltenen Vorworte nichts als feierliche Proklamationen und Festreden der deutschen Fürsten, in welchen, wie der Herausgeber sagt, das deutsche Volk die Urkunden wiederfindet, die zu verschiedenen Zeiten — hauptsächlich im Jahre 1848 — über seine Freiheitsforderungen und Rechtsansprüche ausgestellt worden sind. Außer Preußen sind auch Oesterreich, die Reichsverweserschaft, Baiern, Würtemberg, Hannover und Sachsen in diesem Werkchen bedacht, aus welchem selbst „der verbissenste Feind aller Volksrechtc" die Ueberzeugung gewinnen muß, „daß unter allen Verhältnissen der Zeit die deutsche Nation unabweisbar berechtigt ist, auf die Erfüllung der sonnenklarsten Verheißungen zu bestehen." Möchte dem harmlosen Schriftchen auch in weiteren Kreisen die Theilnahme werden, die es seines Inhalts wegen so reichlich verdient.
* Saphir, der lange genug Witze gemacht, steht soeben im Begriff, sich mit einem jungen, reichen, schönen und geistreichen Mädchen zu verheirathen.
* Paris. (Der Criminalproceß des Pfarrers G o t h l a n d.) Die Gazettc-des-Tribunaux gibt die Verhand- langen des Assisengerichts des Departements der Nieder-Cherentc über diese vor demselben jetzt anhängige peinliche Anklage. Die öffentliche Verhandlung wurde am 29. November zu La Rochelle eröffnet. Dieselbe gibt neue Einblicke nicht in die Mystères de Paris, sondern in Mystères de France. Die Angeklagten waren der bisherige Pfarrer ton St. Germain, Laurentius Gothland, und Laura Du-Sablou, Gattin eines Arztes zu St. Germai», Beide angeklagt des Giftmordes an der Haushälterin des Pfarrers, Wittwe Deguisal. Beide wurden unter Gcndarmericbeglcitung zu Fuß in den Gerichtssaal geführt. Erst Madame Du-Sablon, am Arme ihres Gatten, ^Hrn. Du-Sablon, und begleitet von ihrer Schwester und ihrem Schwager. Darauf Gothland allein, mit gesenktem Blick. Der Appellationsrath Four- reau von Bordeaux präsidirtc. Die Angeklagten vertheidigte der ehemalige Generaladvokat Aurelian Dcsèze, Mitglied der Nationalversammlung, und der Advokat Georgeon von Angouleme. Der Pfarrer Gothland ist ein untersetzter, vierschrötiger, breitschultriger Mann mit starken Augenbrauncn und dichten und langem, gescheitelten Haarwuchs ; er war weltlich gekleidet. Mad. Du-Sablou war ganz schwarz gekleidet ; ein langes atlaffenes Camail, eine schwarzsammtene Capolte mit langem Schleier; sie sah von Krankheit abgemagert aus, ihre Züge sind äußerst distinguirt. Dr. Du- Sablon und seine Verwandten setzten sich neben- die Vertheidiger. Der Gcrichtschrcibcr verlas die Anklageakte, welche im wesentlichen Folgendes angibt. Am 21. Sept. d. I. verstarb die Haushälterin des Pfarrers zu St. Germain, Fanny Orbonneau, verwittwetc Deguisal, sechStägigcr, mit Symptomen der Vergiftung begleiteter Krankheit. Am anderen Tage verlangte und erlangte der Pfarrer vom Maire die Erlaubniß, die Verstorbene wegen einge- tretener Fäulniß früher beerdigen zu laffen. Am 22. wurde sie zur Erde bestattet. Denselben Tag benachrichtigte der Pfarrer den Sohn der Deguisal, Schneider zu Angoulcme, von dem am 22. erfolgten Ableben seiner Mutter an einer Hirnkvngcstion. Edmund Deguisal schöpfte Verdacht; diesen bestätigte die ermittelte Abweichung der Angabe des richtigen Tages; er verlangte Gerechtigkeit beim Prokurator der Republik zu Angoulcme und am 29. Sept, wurde zur Ausgrabung und Sektion der Leiche geschritten. Die Aerzte erklärten als Todesursache eine kongestive Hirnentzündung,