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Verfasser des Fille d’Eschyle, getheilt. Den Preis der französischen Geschichte erhielt Hr. Augustin Thierry. Die Preise guter Handlungen erhielten mit 1000 Fr. Napoleon Humez zu Quines, welcher 14 Menschen aus Gefahren gerettet und mehrere andere Personen.
* Holland. Im Haag wird jetzt die kostbare Pri- vat - Gemälde - Sammlung des verstorbenen Königs Wilhelm II. versteigert. Es haben sich eine Menge reicher Kunstliebhaber und Gemälvehändler eingefunden. Ein Interieur von Brias ist von Hrn. Lamme von Rotterdam für 3550 Fl. gekauft worden ; eine Prairie von BraScassat von Hrn. Roos für 6300 Fl.; die Abdankung, von Gallait, kaufte Hr. Engelberts von Amsterdam ; die meisten Gudins kauften die HH. de Vries, Roos, Weymar und Slicher; die Schlacht bei Nieuw- port von ve Keyzer und die Schlacht bei Senesse Hr. Brondgeest, die erste für 5700, die andere für 7500 Fl.; eine Landschaft von Koekoek Hr. Lamme von Amsterdam für 3500 Fl. Die Einnahme der beiden ersten Tage betrug 226,179 Fl. Am dritten Tage wurden die Bilder flamändischer und spanischer Schule verkauft. Ein „Kaiser Otto und Kaiserin Marie," und „ein Kaiser Otto auf dem Thron" von Dirk von Harlem wurden um 9000 Fl. (von Hrn. Brondgeest) erstanden. Zwei Bilder aus dem Leben des heil. Bertin, von Hemelink, von Hrn. Roos mit 23,000 Fl.; eine Krönung der heil. Jungfrau von Gumtin Metsys, vonHrn.Brun- nit um 4000 Fl. Eine Kreuz - Abnahme von Mabuse erstand Hr. de Vries um 2250 Fl.; eine Anbetung der Hirten von Lucas van Leyden Hr. Roß um 4450 Fl.; ein Frauen - Portrait von Holbein Hr. Heris von Brüssel um 5000 Fl.; eine Himmelfahrt der heil. Jungfrau von Murillo erstand Hr. Roß um 36,000 Fl. Zwei Bildnisse, Philipp IV. und der Herzog von Oli- varez, von Diego Velasquez, erstand Hr. Brunnet um 38,000 Fl. u. s. w.
* London. Hr. Kemble und Mistriß Kemble lesen jetzt im St. James - Theater an sechs Abenden den Shakespeare. Sie haben mit dem „Sturm" den Anfang gemacht. Am 24. v. M. betrat zu Manchester ein wirklicher Baronet die Bühne. Sir William Don auf New- london, der siebente Baronet seiner Linie, Besitzer eines schönen Gutes und schönen romantischen Parks, ist seinem Zuge zur dramatischen Kunst gefolgt und ganz zur Bühne getreten. Er soll viel Talent haben. Er war früher Officier im 5. Garde-Dragoner- Regiment, erst 25 Jahr alt, von angenehmen Aeußern und besten Manieren; außerdem aber nicht weniger als etwa 6 Fuß und 10 Zoll hoch. Von seinen histrionischen Erfolgen bat man jedoch noch Nichts vernommen.
(Anrufung der Gerichte gegen die Luftreifen zu Pferd.) Am 30. v. M. erschien Hr. Thomas, Sekretär der Gesellschaft zur Verhütung der Grausamkeit gegen Thiere, vor dem amtsführenden (sitting) Friedensrichter Norton zu Lambethstreet und requirrrte gerichtliches Einschreiten gegen die angekün- vigte Luftfahrt zu Pferd des Hrn. Green zu Vauxhall, unter Berufung auf eine Parlamentsakte zur Verhütung der Grausamkeit gegen Thiere. Ein Pferd zu einer
Fahrt in die Lüfte zu brauchen, sei schon an sich selbst eine Grausamkeit, und aus den Berichten über die Luftfahrt Poitevins zu Paris ergebe sich, daß das Thier in einer gewissen Höhe heftig aus Maul und Nüsteru geblutet habe. Ein fremder Gentleman versicherte, dieses wäre bloß die Folge der ungemeinen Höhe gewesen, welche erreicht worden, so wie des stürmischen Wetters. Hr. Green und Hr. Wardell versicherten, ersterer habe vor 21 Jahren bereits eine Aufsteigung zu Pferd gemacht, wobei keinerlei Beschwerde des Theers vorgekommen, welches vielmehr ganz munter war, und in nubibus eine beträchtliche Quantität Bohnen verzehrte. Seine Aufsteigung sei mit der von Poitevin gar nicht zu vergleichen; dieser hätte sein Pferd mit Riemen an den Ballon gehängt, ohne ihm einen Boden für die Füße zu geben, während er eine Plattform mitnehme, worauf das Pferd stehen könne; auch Hänge er feine Steigbügel an den Ballastkorb und laste deshalb gar nicht auf dem Pferde. Hr. Thomas beharrte dabei, daß die bloße Wegführung eines Pferdes in die Lust eine Grausamkeit sei, und drang um so mehr auf gerichtliches Einschreiten, als sonst viele solche Grausamkeiten zu erwarten sein würden, und selbst Hr. Poitevin binnen wenigen Tagen zu Cremorne-Garbens aufsteigen soll. Hr. Barnett versicherte für Hrn. Stmpson, den Eigenthümer von Cremorne, daß dieses nicht der Fall sein werde; Hr. Poitevin sei schon wieder nach Frankreich abgereist und werde wohl nur wiederkommen, wenn er sich mit den HH. Wardell und Green verständigt habe. — Hr. Thomas berief sich ferner auf die Meinung eines Arztes, daß Die Aufsteigung nichr ohne Grausamkeit Statt finden könne. Es wäre aber ein Schimpf für das Land. — Der Friedensrichter sprach sich in gleicher Weise aus; solche Produktionen widersprächen der Humanität und dem britischen Gefühl. Er nahm sodann die zur Stelle gebrachte Maschinerie im Vorhof in Augenschein, und bemerkte scherzhaft, ein hölzernes Pferd würde doch dieselben Dienste leisten und sowohl Gefahr als Unmenschilchkeil beseitigen. Als er wieder seinen Sitz im Gericht eingenommen, sagte er, er müsse, was er draußen im Scherz gesagt, jetzt im Ernst wiederholen und Hrn. Wardell anheim- geben, statt des lebendigen Thiers ein hölzernes zu gebrauchen, und zwar mehr noch um des Hrn. Green als um des Pferdes willen. — Hr. Green erwiderte, ihm sei gar nicht bange.—Hr. Wardell aber dankte dem Richter für seine gütige Andeutung und wollte dieselbe in Erwägung ziehen. Darauf wurden die Parteien entlassen.
Frankfurt. Es wird die Leser ohne Zweifel in- teresfiren, etwas Näheres von den Lebensumständen eines der thätigsten und eifrigsten Mitglieder des Kongresses der Friedensfreunde, Elihu Burrit, zu hören. Elihu Burrit war Grobschmied in Massachusel in Nordamerika. Bei seinem Ambos befleißigte er sich des Studiums neuerer und älterer Sprachen, iund bald fühlte er, wie seine Anschauungen und geistigen Kräfte weit über seinen bisherigen Wirkungskreis hinausgewach- sen waren. Ais die Grenzstreitigkeit zwischen Kanada