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junta Don Miguel Teurbe Tolon — hatte vornehmen lassen, instruirte gestern die Grand Jury sehr prosaisch dahin, daß den Bestimmungen dieses Gesetzes streng nachgegangen werden müsse; eine Ansicht, welcher auch unser Präsident ist, der sich dießfalls bereits bestimmt ausgesprochen hat. So endigte dieß Mal das glor­reiche Werk der Freiheitsimportation nach Cuba, ein Geschäft, welches seinem Unternehmer wenig Ehre brachte, und in ächt antidemokratischem Geiste die armen Gedungenen dem Tode, oder doch harten Stra­fen überlieferte, während der Arbeitsherr davonläuft und seinen Theil der Arbeit allenfalls in Reden oder Zeitungsartikeln leistet. Zum Glück sind es nur we­nige in unserm Lande, welche derartigen Geschäften das Wort reden; die große Masse des Volks hat von un­serer Freiheit und unserm Berufe einen zu hohen Be­griff, als daß sie sich dazu hergeben sollte, ein Zerrbild der Freiheit für ein Stück Geld an ein Bajonnet zu heften, und es so seinen Nachbarn wider Willen auf­zudringen. Hätte sie aber diesen Begriff nicht, thäte sie dieß doch, dann würde sie es als Amerikaner thun, also unermüdet, unaufgehalten, siegreich; denn wo wir frei sein wollen, da sind wir es, und laufen nicht fort, wenn es nicht gleich im Anfang geht. Die von den Spaniern Aufgegriffenen sollen meistens Deutsche und Irländer sein; ihr Loos ist zu bedauern; hätten sie aber hier sich erst belehrt was Freiheit sei, sie würden sich einem solchen Loose nicht überliefert haben! (AUg. Zeitung.)

Chinesische Zustände.

Ein englisches Blatt enthält eine interessante Kor­respondenz aus Hongkong über den Tod des Kaisers von China und vie Neuerungen, die in Folge dessel­ben im „himmlischen Reiche" erwartet wurden. „Die Bande", heißt es unter Anderem, welche die chine­sische Gesellschaft seit Jahrhunderten zusammenhielten, sind schon locker geworden, und es nähert sich rasch die Zeit (wenn sie nicht schon eingetreten ist), wo eine große Veränderung in der relativen Stellung der Re­gierenden und der Regierten Statt finden muß. Es ist eine unleugbare Thatsache, daß die Grundsätze einer freien Verfassung jetzt in allen Versammlungen der Literaten besprochen werden, und daß das junge China bereits einen nicht geringen Einfluß auf die Politik und die Handlungsweise der chinesischen Regierung ausübt. Die Literaten, wie sie in den offieiellen Aktenstücken genannt werden, nehmen allmählich die

Stellung der französischen Encyklopädisten im achtzehn­ten Jahrhundert ein, welche eine sociale und poli­tische Revolution vorbereiteten. Die neuesten Ereig­nisse tragen dazu bei, diese Revolution in dem tau­sendjährigen Staatsgebäude China's zu beschleunigen. Die verwitwete Kaiserin, die am 23. Januar gestor­ben ist, war den Grundsätzen der Literaten entschieden abhold, und da ihre Rathschläge beim Monarchen großes Gewicht hatten, so mußten alle Reformen an ihrem Widerstande scheitern. Ihrem Abtreten von der politischen Schaubühne ist am 25. Februar der Tod Seiner himmlischen Majestät des Kaisers Taouk- vang selbst im 68sten oder 69ften Jahre seines Alters gefolgt — eines Fürsten, dessen Regierung durch Er­eignisse von weit größerer Wichtigkeit bezeichnet würbe, als die irgend eines seiner Vorgänger. Der verstor­bene Kaiser war immer friedfertig bis zur Schwäche und bethätigte diese Gesinnung mehr als ein Mal den Vorstellungen seiner Räthe zum Trotz. Der neue Monarch ist jung und zudem anmaßend und eigen­willig; so haben mir wenigstens die Hofleute in Pecking versichert, die ohne Zweifel in diesem Punkte am be­sten unterrichtet sind. So zu sagen, im Schooße der Literaten aufgewachsen, ist der junge Kaiser Mh-tschu von ihren Ideen durchdrungen, und obgleich der Thron seine Ansichten vielleicht modificiren wird, so wird er sich doch in jedem Fall zu bedeutenden Koncessionen gezwungen sehen."

Wie Times über die deutsche Prejse.

Die Times enthält in zwei aufeinander folgenden Nummern zum Theil beherzigenswerthe Bemerkungen über die deutsche Presse. Ihr berliner Korrespondent charakterisirt unter andern die beiden leitenden Blätter der berliner Demokratie wie folgt:

„Die Nationalzeitung hat eine weite Verbreitung, welche sie ihrer durchgehends mäßigen Sprache ver­dankt, deren sie sich selbst dann befleißigt, wenn sie die ertremsten Ansichten predigt, sie ist der Doktrinär der Demokratie, stets anständig im Ton, greift nie­mals Persönlichkeiten an und beunruhigt daher den ruhigen Bürger nicht, der gegen einen kritischen und spekulativen Liberalismus Nichts einzuwenden hat. Ihre Artikel sind gedehnt und analytisch, immer unzufrieden und oft schwerfällig. Eins ihrer zahm­sten Erzeugnisse ist der leitende Artikel von heute Morgen (9. Juni) über die Preßbeschlüsse, deren Anwendung sie gekostet hat; er ist mühsam gear-