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auf die Jetztzeit; die Blüthe Griechenlands, voll schö­ner, heiterer Ruhe; die Kreuzzüge, die Hunnenschlacht und die Reformation, sind sechs Gemälde, bestimmt, die Wände des neuen Museums zu füllen. Dazu kommen vier kleinere: die Sage und die Geschichte, Moses lind Solon.

Die Wohnungen im Thiergarten sind reizend, lau­ter italienische Villen, die größte Bequemlichkeit mit Eleganz vereint; dennoch sehnt man sich aus diesem schönen Walde in freiere Natur, nach Potsdam und Sanssouci; dort spielen Wasserkünste jeden Sonntag, Marmorbilder stehen in den Gebüschen und ein Oran- genwald erfüllt die Luft mit Italiens Düften, aber das Sanssouci Friedrich des Großen ist verschwunden. Wir sahen den König nur von zwei Civilisten beglei­tet durch den Park gehen, aus der Kirche kommend. Er ging nach dem neuen Palaste, wo er beiden Kam­mern ein Diner gab. In Folge desselben starb ein Deputirter an der Cholera. Ein Mann aus dem Volke warf sich unter die Lokomotive und blieb gleich todt. Wohin mau hörte mit sah, vernahm man Politik. Der König und die Königin wurden mit stiller Freude begrüßt, als sie nach dein Diner aus dem neuen Palaste traten; er führte die.treue Gefähr­tin seines sturmbewegten Lebens an den Wagen. Einige Bürgersleute jubelten über das gute Aussehen des Königspaares. Wir fuhren durch die Havelgegen­den zurück bei herrlichem Sonnenuntergange, Hebern all war Friede und Zuversicht. In Berlin ist die Sicherheit so groß, daß Damen am Abend ganz allein gehen. Die Straßen sind hell und überall begegnet man den Erschaffenen des Ministers Kühlwetter, den ehrenwerthen höflichen Konstablern. Es scheint un­möglich , daß die Revolution in Berlin wieder auf- leben könne. Und dennoch? E. v. H.

S'ir James Nssz' Nsr-poitrpcdttèoll.

Die letzten Nachrichten, welche man von Sir I. Roß bis zu seiner plötzlichen Rückkehr hatte, reichten bis zum 20. Juli 1848, um welche Zeit die Erpedi- tiou an der Westküste des Kontinents entlang in der Melville-Bai nordwärts sich bewegte. (Melville-Bai liegt nordwärts über Grönland hinaus unter dem 77° der n. Br.) Die Schiffe fuhren hierauf die ganze Nordküste von Baffins-Bai entlang, bis herunter zum

Barrow-Sunde, in die westlichen Gewässer, die völlig eisfrei waren; indessen fanden sie große Eismassen südlich quer vor Prmce-Regent's-Einfahrt liegen und steuerten daher, nachdem sie eine Flagge am Lande aufgerichtet und Cylinder mit Nachweisen deponirt hatten, wieder nordwärts die Baffinsbai hinauf nach Kap Leopold, wo sie am 11. Sept, eintrafen. Kaum in dem dortigen bequemen Hafen angelangt, wurden sie durch das plötzliche Erscheinen des jungen Eises überrascht, und Sir I. Roß beschloß daher, diesen Platz zu seinem Winterquartiere zu machen. Schon am 24. September war der Hafen völlig eingefroren. Ueber die Schiffe, die 650 Fuß von einander lagen, wurde nun sogleich vom Vorderkastell bis zum Besan­maste ein Dach gebaut und die Matrosen fingen an, einen Schneedamm, 7 Fuß hoch, von einem Fahr­zeuge zum andern aufzuwerfen. Zugleich ward für jedes Schiff ein Observatorium für magnetische Beob- achtungen errichtet, ganz aus wohlgeglätteten Quadern von Schnee bestehend, mit Fensterscheiben von Eis und mit allerlei phantastischem Zapfenwerk und Schnör­keln ausstaffirt. Vom 9. November bis zum 9. Feb­ruar blieb die Sonne unsichtbar; während der langen Nächte wurden im Zwischendecke Schulen eingerichtet und die Matrosen im Lesen, Schreiben und Rechnen unterwiesen; ein Midshipman ertheilte Unterricht in der Navigation. Außerdem ward deu Leuten reichlich Zeit gegönnt zu Ballspiel und anderem Zeitvertreib. Man sah keine andere lebende Geschöpfe, als weiße Füchse, welche man in Fallen einfing und dann wieder laufen ließ, nachdem man ihnen kupferne Halsbänder angelegt hatte, auf welche die Nachweise der an verschiedenen Punkten deponirten Magazine gestempelt waren. »Two - penny Postmen-6 wurden diese Thiere von den Matrosen genannt. Manchmal suchten die Füchse die eisernen Stangen der Falle durchzunagen, und dann geschah cs nicht selten, daß den armen Geschöpfen die Zunge an dem Metall fest­fror und abbrach. Die durchschnittliche Kälte war im Oktober 170 Rearunur unter Null, aber die vortreff­lichen Heizapparate erhielten in den untern Räumen der Schiffe eine stete Wärme von etwa 12° über Null. Weihnacht und Neujahrstag wurden aufs Heiterste ge­feiert; die Leute erhielten doppelte Rationen, und un­ter dem fernen nächtigen Polarhimmel ward das Wohl der Königin Viktoria mit gebührendem Enthu­siasmus getrunken und manches Glas den abwesenden Freunden, den Weibern und Bräuten daheim gewidmet.