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Hauses eine längere Diskussion zwischen dem Mann mit dem Instrument und dem lebenslänglichen Reichsrath , wobei jedoch viel gestikulirt und mit Zeichen verständigt wird. Die Damen finden den Mann mit dem Instrument sehr interessant.
Der Inhalt der Unterredung, wie er endlich zu Protokoll genommen wird, geht dahin: Der Vertre ter der südöstlichen Slovakei widersetzt sich aus Gründen des Rechts, der Moral und Pietät der Stellung und Inbetrachtnahme jener Interpellation. Ja, el- erklärt das Haus in dieser Frage für inkompetent. Nicht seien sie hergekommen aus den heimathlichen Lehmhütten der Puschta, aus den fernsten Berghöhlen eines glücklichen, reichen Landes, welches auch ohne den Verband mit Deutschland als mächtiger Staat zu bestehen wisse, eines Landes, dem eine große, herrliche Zukunft blühe gegenüber dem alternden Germanien, dem verjüngten Oesterreich, welches nur ihre Kraft gerettet habe und bei dem nächsten Anstoß zu retten vermöge; nicht seien sic hergekommen, um unnütze Principienstreitigkeiten auszusechten (der Gesandte einer nichtdeutschen Großmacht reibt wiederholt die Hände), und zwar wie im speciellen Falle Principienstreitigkeiten, welche die Regierung eines befreundeten, wohlwollenden Staates, eines Volkes, mit dem das ihre durch Stammeseigenthümlichkeit, Kulturstufe und Traditionen auf das engste verknüpft sei (abermaliges Händereiben), welche diese Regierung verletzen könnten. Das Volk habe die unnützen Redereien satt. Es wolle vor Allem Berücksichtigung seiner materiellen Interessen, Förderung des Verkehrs, Zolleinigung und Aufhebung des Proletariats. Er verlange also, daß die Interpellation nicht gestattet (Beifall rechts und im rechten Centrum), dagegen zum Gegenstand der Tagesordnung übergegangen werde, nämlich zur Berathung des von ihm und seinen politischen Freunden gestellten Antrages, die Anstellung patentirter, mit pragmatischen Rechten versehener, aus dem Reichsbudget besoldeter Mausfallenhändler in allen Theilen des slavischdeutschen Mittel- reichs betreffend.
Dieser Antrag, welcher einen vollständig ausgear
beiteten Gesetzentwurf enthält, behandelt in 24 Abschnitten und 758 Paragraphen die staatsrechtlichen, privatrechtlichen, staatsökonomischen und finanziellen Verhältnisse der neuen Bürcaukratie der patentirten, definitiv angestelltcn Mausfallenhändler. In jeder Stadt soll je für tausend Seelen ein solcher angestellt werden. In einer Stadt mit 300,000 Einwohnern also 300. Auf dem Lande kommt, wegen erhöhter Wichtigkeit und im Interesse der Landwirthschaft, bereits auf 50 Seelen ein Mausfallenhändler. Kleinere Dörfer, Weiler, Einöden werden deßfalls zu Bezirken vereinigt. Dieselben erhalten den Namen Reicks- mausfallenhändler. Die Kosten sind auf die geringe Summe von 70 Mill. Gulden K. - M. veranschlagt, also circa 1 Gulden per Kopf der Bevölkerung. Die deßfallsige Reichssteuer bedarf de^ Genehmigung der Nationalvertretung in so ferne nicht, als dieselbe zwar das Bewilligungs- aber nicht das Verweigerungsrecht für diesen wichtigen Theil des Staatshaushaltes erhält. Es ist dieß nöthig, weil eine Verweigerung dieser Steuer das StaatSleben in seinen innersten Tiefen erschüttern werde. (Beifall rechts und im rechten Centrum.)
Präsident: Ich eröffne die Debatte über die Vorfrage.
Ein Mitglied der Linken: Ich und die Partei, welcher anzugehören ich die Ehre habe, sind weit entfernt die eigenthümliche Bedeutsamkeit eines Antrages zu verkennen, welchem die große Mehrheit dieses Hauses eine enthusiastische Aufmerksamkeit zu schenken geneigt scheint. Aber wir können nicht umhin in diesem Augenblicke, wo die ernstesten Gefahren dem Vaterlande drohen, dessen Grenzen von zahllosen feindlichen Bayonnetten — (stürmische Unterbrechung von der Rechten und dem rechten Centrum.) Noch ist es Zeit. Aber eine kurze Frist vielleicht und die Barbaren des Nordens — (Schluß, Schluß!) Meine Herren ! Es liegt in Ihrer, als der Mehrheit Macht, diese Debatte in ihren Keimen zu ersticken. Aber in meinem und meiner politischen Freunde Namen, erlaube ich mir an Ihren Patriotismus zu appelliren. Sie alle sind sich der Wichtigkeit dieses Momentes