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einer 4 Meilen langen Seitenlinie von Düsseldorf nach Elberfeld wurde im Juni d. J. vollständig vollendet; sie hat eine Gesammtlänge von 99 Meilen und -Stationen zu Berlin, Potsdam, Magdeburg, Oschersleben, Braunschweig, Hannovrr, Minden, Hamm, Düsseldorf, Elberfeld, Deutz, Köln und Aachen. Diese Linie konnte durchgängig dem Zuge der vollendeten Eisenbahnen sich anschließen und daher auch durchgängig mit unterirdischen Drahtleitungen versehen werden, welche auch bei den schwierigen Flußübergängen der Havel, der Elbe und des Rheins, wo die Leitung nn Grunde des Flußbettes durchgeführt werden mußte, sich bisher vollkommen bewährt haben.
Eine dritte Linie zwischen Berlin und Hamburg von 38 Meilen Länge mit Stationen in Berlin, Wittenberge, Hagenow und Hamburg konnte bereits im Mai dieses Jahres vollständig in Gebrauch genommen werden.
Eine vierte Linie zwischen Berlin und Stettin, 18 Meilen lang, mit Stationen zu Berlin und Stettin, ist so eben vollendet worden.
Außerdem ist eine fünfte Linie von Berlin über Breslau nach Oderberg an der österreichischen Grenze in Ausführung begriffen; sie wird eine Länge von 72 Meilen und Stationen zu Berlin, Frankfurt, Liegnitz, Breslau, Oppeln, Kosel, Ratibor und Oderberg erhalten. Auf dieser Liuie vermittelt gegenwärtig provisorisch der auf der niederschlesisch-märkischen Eisenbahn vorhandene, von der Eisenbahngesellschaft angelegte Telegraph, mit Drahtleitung durch die Luft, die Verbindung zwischen Berlin und Breslau.
Die 24 Meilen lange Strecke von Breslau nach Oderberg wird so eben mit unterirdischer Leitung versehen und dürfte zu Ende des laufenden Monats vollendet sein.
Auf diese Weise sind von der preußischen Staats- Verwaltung trotz der Ungunst der Zeitverhältnisse bei Aufwendung von ungefähr 400,000 Rthlr. in noch nicht 12 Monaten bereits 245 Meilen elektro-magnetischer Telegraphenlinien vollständig angelegt worden, welche Berlin mit Frankfurt a. M., Aachen, Hamburg und Stettin in Verbindung setzen.
Vor Ablauf dieses Jahres wird die Gesammtlänge voraussichtlich auf 317 Meilen gestiegen und die Verbindung zwischen Berlin und Oderberg vollständig hergestellt sein, welche durch Vermittelung der kaiscrl. österreichischen Telegraphen Berlin mit Wien und mit dem adriatischen Meere verbindet.
Nächstdem wird auch in Verbindung mit der Ostbahn ein elektrischer Telegraph nach Königsberg und Danzig angelegt und dadurch die östlichen mit den westlichen Provinzen, so wie mit der Hauptstadt verbunden werden.
Zur Verwaltung der Staatstelegraphen ist eine königl'. Telegraphen-Direktion eingesetzt, welche als eine Nachrichten-Beförderungs-Verwaltung dem königl. General-Postamt zugewiesen und mit diesem dem Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten untergeordnet ist.
Die Telegraphen-Direktion hat in Berlin ihren Sitz, um? es wird beabsichtigt, von den jetzt auf den hiesigen Eisenbahnhöfen vorläufig eingerichteten 5 einzelnen Stationen die Leitungen zu einem Centralbüreau zusammenzuführen. Das letztere soll zur Erleichterung der Aufgabe der Depeschen des Publikums in der Mitte der Stadt angelegt und dadurch zugleich auch die Beförderung aller durchgehenden Depeschen sehr beschleunigt werden. (Pr. St. Anz.)
(Fortsetzung.)
Hauschildl's Maria Stuart gegenüber hängt ein Bild von Bennert, das den Einfluß der französischen Schule auf den Künstler, welcher Jahre lang in Paris lebte und erst durch die in Folge der Februar-Revolution im Kunstleben eingetretene Ebbe in seine Hei- math zurückgeführt wurde, in der realistischen Auffassung und Behandlung des Gegenstandes deutlich verräth. Es stellt van Dyk dar, wie er den König Karl I. von England in Gegenwart des Hofes malt — eine Hofidylle. In unseren Tagen, wo die Erinnerung an den jähen Sturz von Königen und die be-