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eine Freude."" Darauf werden sie abgerufen und stei­gen nebst drei Jägern in einen Fiacker und fahren unter Bedeckung weiter. Der Weg nach der Brigittenau, wo die Erekution Statt fand, geht durch die Leopoldstadt. An der Reiterkaserne in der Leopoldstadt wurde an­gehalten, die Bedeckung wurde bedeutend verstärkt und man wollte Blum Ketten anlegen. Er sagte jedoch zu dem Offizier:Ich will als ein freier deutscher Mann sterben. Sie werden mir aus mein Wort glauben, daß ich nicht den lächerlichen Versuch machen werde, zu ent­kommen. Verschonen Sie mich mir Ihren Ketten."" Der Offizier läßt die Kelten wieder fortschaffen und der Zug geht fort zur Stelle. Es ist außergewöhnlich viel Militär dazu ausgerückt, wohl 2000 Manu. Es war jetzt ungefähr halb 8 Uhr. Blum steigt aus, sieht sich um und fragt einen der Offiziere:Wer wird mich denn erschießen?"" Antwort:Jäger." Blum:Nun, das ist mir lieb. Die Jäger sollen gut schießen; hat mich doch hier"" dabei zeigt er unter die Achsel, wo ihn am 26. Oktober bei der Sophienbrücke ein Streifschuß getroffen hatte. Als man ihm die Augen verbinden wollte, verbat er sich dies und meinte, er wolle dem Tod frei ins Gesicht sehen. Der comman- dirende Offizier bat ihn jedoch, es der Jäger wegen ge­schehen zu lassen, da sie sicherer schießen wurden, wenn sie ihm nicht ins Auge blickten.Wenn das der Fall ist, so will ich mir es gern gefallen lassen."" Hierauf sprach er noch seine letzten Worte:Ich sterbe für die deutsche Freiheit, für die ich gekämpft, möge das Vaterland meiner eingedenk sein."" Man verband ihm die Augen, der Profoß bat, wie es Form ist, noch drei Mal um Gnade. Die drei Mal drei Mann traten vor; gleich von den zwei ersten Kugeln traf die eine durchs Auge in den Kopf, die andere in die linke Brust. Er starb, wie man es von einem Manne, wie er war, erwarten konnte. Zeugen von Civil waren nur fünf zufällig dabei, die ihn wohl kaum persönlich mögen gekannt haben. Ein Schreiben aus Wien in der Bres­lauer Zeitung erzählt, daß bei der Erekution Blum's ganz in hergebrachter Weise der Profoß drei Mal den anwesenden General um Gnade, das dritte Malum Himmels- und Gotteswillen" gebeten habe. Drei Mal antworte dieser daraufkeine Gnade" underst bei der dritten Antwort ließ Blum durch ein hastiges Fal­

ten der Hände vorübergehend einen Eindruck seiner eisernen Mannhaftigkeit erkennen."

Jellachich als Dichter *).

Nicht wahr, das hätte die schöne Leserin nicht ge­dacht, daß der Mann, dessen Name jetzt auf allen Lip­pen ist, so verschiedenartig ausgesprochen Jellaziz Jellachich, Jellachitsch, Jellatschich, Jellatschitsch, als sein Träger verschiedenartig beurtheilt, daß dieser Mann welchen die Wiener Gassenliteratur schmeichelhaft den Näuberhauptmaun" nennt, während in verschwiegenem schwarzgelben Kämmerlein die K. K. Reaktion zu ihm wie zu ihrem heiligen Nothhelser betet, daß dieser Rinal- dini oder mindestens Jsolani Verse macht?! Verse, wie unser einer, hochdeutsche Verse, lyrische Verse?

Wir lassen hier, von werther Hand uns mitgetheilt, ein Gedicht des berühmten Bans von Kroatien folgen. Eines Theils, weil wir hoffen, es werde dasselbe im Augenblicke persönlich interessiren, andern Theils, weil es immerhin zum Beweise dienen kann, daß der Viel­geschmähte so wenig einer tiefen Empfindung, als eines fein-gebildeten, eines rein-deutschen Ausdruckes dafür unfähig ist. Mit diesen beiden Gründen wird sich auch die Kritik, welche an dem absoluten poetischen Werthe der Gabe Ausstellungen machen dürfte, einverstanden erklären. Es ist ein Gelegenheitsgedicht an Herzog Alerander von Würtemberg, am Tage der Bestattung seiner Gemahlin im Spätjahr 1841 geschrieben, und also lautend:

Dumpf höre ich die Glocken halle», Unb Männer seh' ich schweigend wallen Im Waffeuschmuck die Straße hin;

Wem gelten diese Trauerklänge, Wem dieses düstere Gepränge, Wem dieser schmerzgebeugte Sinn?

Wohl mag auch Kriegersinn sich beuge», Mag laut von tiefem Schmerze zeugen Bei so entsetzlichem Geschick;

Mag sich die Thränen nicht versagen, Mit dem geliebten Führer klagen Um sein verlornes Lebensglück.

*) Aus der StuttgarterLaterne".