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seneintheilung gemacht würden, auch, wenn mehrere Familien zusammen eine Stube bewohnen, nur einmal Vas gesetzliche Quantum gegeben werde. Der V i c c p r ä s i v e n t nimmt davon Veranlassung, für den Budgetausschuß den Bericht über den in voriger Sitzung in Erwägung gezogenen Antrag des Abg. Manns zu erstatten, wonach die Staatsregierung ersucht werden soll, die angekündigte öffentliche Drenn- holzverstkigcrung auf dem leivesdorfer Forstreviere bis zu einer Verständigung zwischen der Staatsregierung und der Stände- Versammlung über deren Zulässigkeit einstweilen zu inhibiren. Der Ausschuß beantragt, ein Auskunftsersuchen über den Sachverhalt an die Staatsregierung zu richten, der Vicepräsident gibt anheim, dieses auch auf Vie vom Abg. Berlit berührte Verfahrungsweise zu erstrecken. Der Abg. Manns beharrt auf alsbaldiger vollständiger Annahme seines Antrags. Bei der Abstimmung wird neben dem Ausschußantrage in der vom Vicepräsidenten vorgeschlagenen Ausdehnung auch der Antrag des Abg. Manns auf einstweilige Jnhibirung der fraglichen Holzversteigerung angenommen. — Für den RechtspflegeauS- schuß berichtet hierauf der Abg. v. Schenck über die dem bleibenden landständischen Ausschüsse zu ertheilende Instruktion. Nach dem Anträge des Ausschusses wird die zuletzt ertheilte Instruktion unverändert beibehalten, auch auf den Antrag des Abg. Bayrhoffer dieselben Abgeordneten, wie daS vorige Mal, zu Ersatzmännern für den Ausschuß ernannt. Für den Rechtspflegeausschuß berichtet ferner der Abg. Pfeiffer über eine Eingabe mehrerer hiesiger israelitischer Bürger, wodurch eine frühere Petition um Aufhebung ver Verordnung vom 23. December 1823 und um zeitgemäße Organisation der innern Angelegenheiten der Israeliten in Erinnerung gebracht wird. Da diese ihrer Zeit der Staatsregierung zu geeigneter Berücksichtigung mitgetbeilt ist, beantragt der Ausschuß, die jetzige Eingabe auch dahin abzugcben. Hiergegen wird jedoch von verschiedenen Seiten Widerspruch erhoben, und der vomVice- präsivcnlen gestellte Antrag angenommen, das erstere Gesuch von der StaatSregierung zurückzuforbern und zugleich um Auskunft darüber zu ersuchen, was bisher in dieser Sache geschehen sei und was das Ministerium darin zu thun gedenke. Es wird zur Tagesordnung übergegangen. Der Vicepräsident erstattet den Bericht des Budgetausschusses über den Entwurf des Gesetzes über die Emission verzinslicher Staatsschuldscheine und unverzinslicher Kassenscheine.*) Erfaßt ven Hauptinhalt deö Berichts kurz dahin zusammen: Der Ausschuß habe cs schon vom finanziellen Standpunkte nicht für räthlich halten können, dem Ministerium in dieser Zeit mit einem so belangreichen Kredit (760,000 Thlr.) be- hülflich zu sein. Dasselbe wolle damit hauptsächlich ein Deficit für 1849 decken. Dabei aber kündige es sofort ein Deficit auch für 1850 und 1851 an, und erkläre, Vorschläge zu Ausgabe Ersparnissen nicht machen zu können. Es wolle auch aus eine Feststellung des Haushaltes überhaupt nicht eingehcn, sondern verlange nur die Ermächtigung, einstweilen bis zu jenem Betrage Schulden zu kontrahiern oder Papiergeld zu machen. Danach würde der Staat in ein laufendes Deficit von etwa 7t seiner Einnahmen gerathen, und durch Bewilligung der proponirten Ermächtigung seine Lage nicht im Min- Vesten gebessert werden. Das Uebel müsse vielmehr an der Wurzel ergriffen, der ganze Haushalt gründlich geordnet, das Gleichgewicht zwischen Einnahme und Ausgabe wicdcrherge- stellt, zu Diesem Zwecke belangreiche Einschränkungen, wenn auch vielleicht gegen schwere Widersprüche, gemacht werden. Auch dabei noch würden dem Lanve neue Lasten zufallen, die es aber doch wenigstens nicht allein zu tragen habe. Der Ausschuß könne daher der Versammlung nur empfehlen, möglichst bald das Finanzgesetz zu berathen und das sich dann für 1849— 1851 ergebende Deficit einer Operation zu unterwerfen. Mit der Versicherung, daß der Ausschuß im Stande
*) Siehe Neue Hess. Zeitg. Nr. 262. Abendausgabe vom 6. Juni.
sein werde, den Bericht über das Finanzgesctz spätestens morgen in 8 Tagen zu erstatten, wiederholt er die im Berichte gestellten Anträge: 1) die specielle Berathung des vorgelegten Gesetzentwurfes abzulehnen; 2) den Buvgetausschuß zu beauftragen, den Bericht über den Entwurf eines FinanzgcsctzcS für 1850 und 1851 und über den damit vorgelegten Staatsgrundetat der Einnahmen und Ausgaben sobald als möglich zu erstatten; 3) denselben auch a) auf die Anforderung des kurfürstl. Kricgsministeriums von 144,000 Thlrn. für die erste Ausrüstung der nach Dem Verhältniß von 2 pCt. erhöheten Heeresstärke und von 200,000 Thlrn. für Militärausgaben, Die im Budget von 1849 nicht vorgesehen waren, b) auf Die aus dem Jahre 1849 herrührcnbcn Ausgabenrückstände von angeblich 380,860 Thlrn. zu erstrecken. (Schluß folgt.)
Börsennachrichten.
Frankfurt, 6. Juni. 5pCt. Metall.: Papier 793/s, Geld 797,. 472P@t.: Pap. 6974, G. 69. Bankaktien: Papier 1094, G. 1089. 500 fl. Loose: Pap. 1487,, ®- "8'/.. 250 fl. Loose: Pap. 94'/,, G. 947,. Bad. 35 fl. Loose: Pap. 32'/,, 05. 32. Hess. 40 Thlr. Loose: Pap. 32%, 05.327,. Großberz. Hess. 50 fl. Loose: Pap. 75'/,, G. 74’%■ Poln 500 fl. Loose: Pap. 807„ 05. 80'/,. Frdr.-Wilb.-Nordb.: Pap. 42'/,, G. 407,. Bexbach: Pap. 817„ G. 81% Köln-Minden: Pap. 94, G. 93%. 3pCt. inläud. Span.: Pap. 32'/,, G. 327,. 4'/,pEt. Wiirt.: Pap. 96'/., G. 96'/.. 5pCt. Bad.: Pap. 10172, G. 101. 5pCt. Nass.: Pap. 103'/,, 05.1027,. 47,p@t. Belg.: Pap. 917„ G. 90'/..
Dekanntmachungcn.
14591 WillieliiiM.
Wilhelmsbad ist durch die Eisenbahn, deren Stationsgebäude uiimil- telbar an den Anlagen liegt, nur eine Viertelstunde von Frankfurt a. M. und 5 Minuten von Hanau entfernt. Die im schönen Stvl konstruirten Gebäude liegen mitten in dem Park, dessen Anlagen wiederum mit Wal billigen umgeben sind. Die elegant möblirten Appartements bieten, neben allen Bequemlichkeiten, best eingerichtete Hotels; entzückende Aussichten in den großartig angelegten Park, Spaziergänge in dessen schönen Anlagen, in der Fasanerie, nach dem prachtvollen Philippsruhe, verbunden mit der friedlichen Ruhe und Stille deS reizenden Wohnortes, würden allein hinreichend zur Wiederherstellung der angegriffenen Gesundheit sein, böte daS Etablissement auch nicht so viel andere Annehmlichkeiten dar.
Seit undenklicher Zeit war die hiesige Quelle unter dem Namen „ver gute Brunnen" bekannt, als sie vor beinahe einem Jahrhundert auf Veranlassung des Landgrafen Wilhelm von Hessen-Hanau prächtig gefaßt wurde. Bad und Trinkbrunnen bieten besonders gegen allgemeine Körperschwäche, Nervenleiden aller Art, Podagra u. s. w. wirksamere Hülfe, als viele andere mit marktschreierischem Pomp erhobene Kurorte. Man findet am Wilhelmsbad die für Brustleidende so heilsame Eselmilch und Ziegcnmolkc, auch stets frisch, sowie die besten Mineralwasser.
Das Hotel ist vollständig neu möblirt, und können Familien außerhalb des Schlosses in besonderen elegant eingerichteten Pavillons bequeme Wohnungen zu billigen Preisen finben, Table d’hote. Speisen nach der Karte, besondere Diners stehen den geehrten Gästen zur Wahl, Stallungen und Remisen sind hinlänglich vorhanden.
Wièhelmshöhe.
[449] Sonntag den 9. Juni Table d’hote um 12 72 Uhr, sowie Restauration â la carte, wozu ergebens! einladct _________C P. Schombardt.
[466] Bei J. I. Bohn«, Martinistraße Nr. 65, Appel, Krieger und Luckhardt in Kassel ist vorräthig:
Protokolle Der Konferenz Der verbündeten Deutschen Regierungen in den zu Berlin Statt gehabten Sitzungen am 10.— 15. Mai 1850. — 5 Sgr.
[451] Mineralwasser dießjähriger Füllung.
Der Unterzeichnete empfiehlt zu gegenwärtiger Saison unten verzeichnete, frisch angefommene Mineralwasser zur geneigten Abnahme bestens, als: Kissinger Ragozi, Homburger Elisabeth, Manenbadcr Kreuz- und Eger Franzcnsbrunnen, Emser Kränchen uud Keffelwasser, AdelbeitS Quelle, Selterser, Geilnauer, Fachingcr, Schwalheimer, Driburger, Pvrmontcr Stahl- und Dorsgeismacr Wasser, Wildunger Salz- und Sauerbrunnen, Weilbacher und Nenndorfer Schwefel-, Friedrichshaller und 'Püllnaer Bitterwasser.
C. H. Kümmel, obere Königssrraße Nr.^l6i
Kurfürstliches Hoftheater
Sonnabend den 8. Juni. Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht in 5 Aufz. von Gotthold Ephraim Lessing.
Vcraniwortlicher Herausgeber: Fr. Qetker. — Redaktion: Fr. Qclker und Dr. A. Pfaff. — Druck von Friedr. Scheel in Kass el.