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schlusses des Ministeriums, Galizien auch fortan ein Kronland bilden werde, daß es aber in Bezug auf politische und ge­richtliche Administration in drei Bezirke mit den Hauptstädten Lemberg, Przcmysl und Krakau cingcthcilt werden würde.

(Schief. Z.)

Frankreich.

Paris, 3. Juni. Die gesetzgebende Versammlung vcr- willigte in ihrer heutigen Sitzung dem Marineminister einen außerordentlichen Kredit von 100,000 Fr. für Brücken- und Straßenbauten auf der Rcunioninscl, und schritt dann zu der dritten Lesung des Gesetzentwurfs über den Stempel von Wechseln und anderen Handelspapieren, worin sie bis Art. 14 gelangte. Während der Verhandlung übergibt der Kriegs­minister einen Gesetzentwurf über die Rekrutirung der Armee, die Organisation des Einsteherwesens und der Reserve; für diesen Entwurf soll auf den Antrag des Herrn Berryer eine besondere Kommission von der Versammlung ernannt werden. — Durch die Revolutionen ist das hiesige Hotel de Ville einer der wichtigsten Punkte geworden. Dasselbe ist gegen­wärtig sehr stark besetzt. Damit cs nun seiner Zeit nicht mehr aus nächster Nähe angegriffen werden kann, werden 105 dasselbe umgebende Häuser abgebrochen. Die Auslagen dafür werden 6 bis 7 Millionen betragen. In zehn Jahren soll die Arbeit vollendet sein. Ein Dekret des Präsidenten der Republik genehmigt dieselbe, und es wird sofort zur Aus­führung geschritten.

Paris, 4. Juni. Die Nationalversammlung erledigte in ihrer heutigen Sitzung das Stempelgesetz für Handelsva- luten rc. und Rentenübertragungen. Dte Besteuerung der letz­teren wurde, und zwar mit Einwilligung des Finanzministers, mit 326 gegen 302 Stimmen verworfen. Der Finanzminister legte den Antrag auf Erhöhung des Gehaltes des Präsidenten der Republik auf drei Millionen Franken vor; derselbe wurde einer besonderen Kommission überwiesen. Der Kriegsminister, der General Changarnier und die KorpSbefehlShaber der Armee von Paris speisten gestern bei dem Präsidenten der Republik. Die Entpflasterung der Boulevards hat begonnen. 5pCt. R. 94 F. 75 C.; 3pCt. R. 58 F. 70 C.; Bankaktien 2265 F. - C.

Italien.

Wir erhalten d. d. Nom 25. Mai die am 20. d. M. im geheimen Konsistorium gehaltene Allokation des Papstes — Die erste nach seiner Rückkehr in seine Hauptstadt. Sie ge­denkt des göttlichen Schutzes, der in diesen schweren Zeiten, wo der Fürst der Finsterniß alle seine Wuth gegen den Heili­gen Stuhl ergossen, die Kirche aufrecht gehalten habe, und Dankt den Staaten, die Se. Heiligkeit gegen die Revolution unterstützt, und seine endliche Heimkehr ermöglicht, in beredten Worten: zuerst dem König beider Sicilien, der ihm die edelste Gastfreundschaft gewährt, dann der tapfern französischen Na­tion, welche in militärischer Hinsicht das meiste geleistet habe, dem Kaiser von Oesterreich und der Königin von Spanien. Auch die akatholischen Staaten gehen bei dieser Danksagung nicht leer aus. Hierauf aber werden die fortdauernden Drang­sale der Kirche beklagt, „dieser scheußlichste und unerbittliche Krieg zwischen dem Licht und der Finsterniß, zwischen der Wahrheit und dem Irrthum, zwischen dem Laster und der Tugend, zwischen Belial und Christus" — kurz der Unglaube, die Unbotmäßigkeit dieser Zeit, die Verführung der Jugend, die Auflehnung gegen alle göttlichen und menschlichen Rechtere. Mit hohem Preise zwar, als ein Trost und Lichtpunkt, wer­den die neuesten Maßregeln der k. k. österreichischen Regierung zu Gunsten der Kirche bervorgehoben, hingegen das Verfahren der sardinischen Regierung gegen den Erzbischof Fransoni schmerzlich beklagt, mit dem Bemerken, daß der päpstliche Stuhl dagegen reklamirt habe, und Demnächst in einer eigenen Allo- kution diesen Gegenstand behandeln werde. Auch in dem sonst so eifrig katholischen Belgien sicht der Papst die Kirche von Gefahren bedroht, vertraut jedoch zu der Weisheit Des Königs und seiner Regierung. Dringend wird die Geistlichkeit, hohe

und niedere, ermahnt, daß sie in diesen Tagen mehr als je sich die treue Erfüllung ihrer Pflichten angelegen sein lasse

(A. A. Z.)

Türkei.

Konstantinopel, 22. Mai. (H. B.) Vorgestern sind Dembinski und die Gräfin Dembinska, so wie Der Dragoman der amerikanischen Gesandtschaft, Hr. Brown, nach Amerika abgereift. — Eine samiotische Deputation hatte am 17. d. M. Audienz bei dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten.

rvörsennachricbten.

Frankfurt, 5. Juni. 5p@L Metall.: Papier 797,, Geld 79V,. 4'/2p6t.: Pap. 69'/2. G. 69'/t- Bankaktien: Papier 1090, G. 1085. 500 fl. Loose: Pap. 149, G. 148'/-. 250 fl. sooft : Pap. 94-/,, G. 94. Bad. 35 fl. Voofe: Pap. 32 74, G. 32. Hess. 40 Thlr. Voofe: Pap. 327,, ®. 32'/,. Großberz. Hess. 50 fl. Loose: Pap. 75'/,, G. 74V PKn 500 fl. Loose: Pap. 807„ G. 80^. Frdr.-Wilh. -Nordb. : Pap. 40'/«, G. 40'/,. Bexbach: Pap. 8178, G. 81'/,. Köln-Minden: Pap. 94, G. 93'/,. 3pCt. inländ. Span.: Pap. 327/,„ G. 32'/„. 4'/,pCt. Wiirt.: Pap. 96'7, G. 967„. 5pCt. Bad.: Pap. 101'/,. G. 1007,. 5pCt. Nass.: Pap. 103V,, G. 1027,. 4y,p5t. Belg.: Pap. 9t7,, G. 907,.

Berlin, 5. Juni. Preuß. Frciw. Anl.: Brief 1057„ Geld 1047,. St. Lchuld-Sch.: Brief 86, ßjelb 857,. Seel). - Pr. Sch.: Brief 103'/,, Geld--. Kurl). Pr. O. 40 Thlr.: Brief 327„ Geld—. Fr.- Wilh.-Nordb. 387, » 397, bez. Prior. Akt. 97'/, B.

Bekanntmachungen.

[445] Die verlebte Josephe Denner, ledigen Standes von hier, Tochter des Kleinhändlers Sebastian Denner, hat am 11. November 1843 bei hiesiger Sparkasse nach einer unter Nr. 7658 eingetragenen Schuldurkunde soviel Geld an­gelegt, daß ihr das genannte Institut am 1. Januar 1850 noch ein Kapital von 159 fl. 5 £r. schuldig verblieb.

Da nun das in gewöhnlicher Form ausgefertigte Büchlein nach Angabe des Vaters abhanden gekommen ist, so werden auf Antrag des letzteren alle Diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche auf diese Urkunde oder die darin bezeichnete Forderung zu machen haben, aufgefordert, dieselben in dem auf den 21. August i. J. Morgens 9 Uhr anberaum- ten Termine um so gewisser anzumelven und zu begründen, als sie im Unterlassungsfälle zu gewärtigen haben, daß das Sparkassebuch als mortificirt erklärt und dem Antragsteller die Bescheinigung ertheilt werden wird, daß der Erhebung dieses Aktivausstandes oder der Ausfertigung einer erneuerten Schulvurkunde kein rechtliches Hinderniß im Wege stehe.

Fulda, am 21. Mai 1850.

Kurfürstlich hessisches Landgericht.

G ö ß m a n n.

________________________________________Vdt. Wille.

[436] Portrait-Anzeige

Unterzeichneter empfiehlt sich dem hochgeehrten Publikum mit Anfertigung von Photographien auf Metall in allen Größen zu den billigsten Preisen. — Portraits auf ganzen Platten zu 6 Thlr., Familiengruppen bis zu 8 Thlr., dergl. auf 72 $*• 5 bis 6 Thlr., dergl. auf */4 $L 2'^ bis 3 Thlr., dergl. aus */6 Pl. l*/2 bis 2 Thlr., dergl. auf 78 ^t. 1 bis 1V2 Thlr. in größter Schärfe und Klarheit. Beim ruhigen Sitzen ist kein Unterschied im Preise, bei jeglicher Anzabl der Personen auf einem Bilde. Bei mehreren Exemplaren ver­mindert sich der Preis. Die Sitzungen finden in meinem Atelier für Photographie am Ständeplatze, im Hause des Herrn Oberbaumeisters H. Engelhardt, von 9 bis 5 Uhr bei jedem Wetter Statt; doch währt mein Aufenthalt nur bis JobanniS.

Friß Kluth,

Photograph.

[456] In der Schneidemühle auf dem Eisenhammer bei Bettenhausen wird wieder Holz zum Schneiten angenommen. Näheres beim Faktor Daselbst.

D^er Unterzeichnete bat ferner für den Hülfsverein zum Anbau von Kartoffeln dankend in Empfang genommen: von J. A. A. 2 Thlr., von I. B. l Thlr., von M. v. St. 1 Thlr.________________Ninald.

Bei der Redaktion d. Bl. ist für die Abgebrannten in Bingen ein- gegangen: von L. S. 1 Thlr.

Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redakcion : Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. — Druck von Friedr. Scheel tu Kassel.