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Kekanntmachungen

[378] Mit Bezug auf ten §. 27 ter Gemeindeordnung vom 23. Oktober 1834 fortere ich diejenigen nicht bereits im Besitze des hiesigen Bürgerrechts bcfinvlichen Staatsbeamten und Diener, welche definitiv, mit dem Wohnsitze hierselbst, angestellt sind, und ein jährliches Einkommen von wenigstens 200 Thlrn. zu beziehen haben, hierdurch auf, innerhalb 1 4 Tagen bei dem hiesigen Stadtrathe, unter genauer Angabe der Zeit und des Orts ihrer Geburt, sowie der ihrem Amte gebührenden Bezeichnung, um Ertbeilung des Bürgeerechts nachzusuchen und solchergestalt der ihnen durch die angezogene Gesetzstelle auferlegten Verpflichtung zu genügen.

Kassel, am 6. Mai 1850.

Der Oberbürgermeister der Residenz: Hartwig.

[380] Bekanntmachung.

Zur Eröffnung und Publikation des, von Sr. Hochsürstl. Durchlaucht dem verstorbenen Prinzen Ernst zu Hessen-Phi­lippsthal - Barchfeld zu Barchfeld unter dem 10. September 1846 dabier gerichtlich hinterlegten Testamentes ist Termin auf den 29. Mai d. I., früh 9 Uhr, vor unterzeichnete Ge- richtsstelle anberaumr worden, wozu alle Diejenigen, welche sich bei diesem Rechtsakte betheiligt glauben, hierdurch öffent­lich vorgeladen werden.

Herrenbreiiungcn, am 30. April 1850.

K. H. Justizamt. Hirschfeld.

vL Laudenbach, k. A.

[327] Bekanntmachung.

Der Gutsbesitzer Clamor von dem Bus^>e-H sin­ne seid zu Hünnefeld hat als Besitzer des Guts Stau gegen den Kolonen Karl Ludwig Löh le, Nr. 4 in Fuhlen, auf Ge­währung der Entschädigung für die ihm an des letzteren Ko­lonie zugestandenen, durch das Gesetz vom 26. August 1848 aufgehobenen, gutsherrlichen Leistungen angetragen und seine Forderung nachstehend berechnet:

1) für den Weinkauf, 8 Thlr. für jeden

Fall, in 100 Jahren 6 Fälle, macht jährlich 14 Sgr. 44/5 Hlr., an Kapital . /......9 Thlr. 18 Sgr.

2) für das Heimfallsrecht 2 % des nach §. 4 des Gesebes vom 26.

August 1848 auf 7000 Thlr. zu

berechnenden reinen Werths der

Kolonie....... 140 Thlr. — Sgr.

Summa 149 Thlr. 18 Sgr.

Zur Verhandlung dieser Sache ist Termin auf Dinstag den 11. Juni d. I., Morgens 9 Uhr, vor unterzeichnete Ge- richtsstcllk anberaumt worden, und werden daher in Gemäß­heit des §. 88 des Ablösungsgesetzes alle bei der Auseinan­dersetzung und beziehungsweise bei der Verfügung über das Ablösungskapital bctheiligte dritte Personen aufgefordert, ihre Ansprüche in diesem Verfahren und zwar, wenn sie sich aus die Mit­wirkung bei der Auseinandersetzung selbst beziehen, bei Meidung als in deren Resultat einwilligeckd angesehen zu werden , in dem gedachten Termine, insofern sie aber bei der Verfügung über das Ablösungskapital in Betracht kommen würden, ben- nen sechs Monaten vom Tage der ersten Einrückung dieser Aufforderung in die öffentlichen Blätter an, so gewiß anzu- melden und zu begründen, als sonst darauf keine Rücksicht genommen werden wird.

Oldendorf, am 26. März 1850.

Kurfürstlich Hessisches Justizamt das.

Colson.

Begl. Schwank.

Das Soolbad zu Nauheim in der Wetterau wird in diesem Jahre am 15. Mai eröffnet werden. Der Badearzt, Herr Dr. Bode dahier, wird etwaige Anfragen in ärztlicher Beziehung beantworten; jeder verlangten wnndärzt- lichen Hülfeleistung wird sich neben dem Badearzt auch der hieiige Amlswundurzt, Herr Bechtold, unterziehen. Logis- bcstellungen für das neu erbaute BadebauS sind an die Sool- bade-Juspektion zu richten, die auch jede andere etwa ge­wünschte Auskunft bereitwilligst ertheilen wird.

Nauheim, den 20. April 1850.

Kurfürstliches Salzamt.

[334] Hansmann. Avenarius.

Bad Nenndorf.

[316] Die Heilanstalt dieses rühmlichst bekannten Kur­orts, welche aus Schwefelwasser- und Schlammbädern, sowie aus reimn Sool- und mit Schwefelwasser gemischten Sool- bädern, nebst einer Molkenkur in Verbindung mit sehr wirk­samen Schwefelgaö-Bädern besteht, wird auch in diesem Jahre am 1. Juni wieder eröffnet.

Anfragen in ärztlicher Beziehung sind an die beiden Her­ren Brunnenärzte, Hofrath Dr. Grandivier und Dr. C o r- v e in a n n, sowie Wolmungs - und Schwefelwasser-Bestellun- gen an den Kastellan D i m m e zu Nenndorf zu richten.

Durch die dem Kurort ganz nahe gelegene Eisenbahn­station Haste, zwischen Hannover und Preußisch - Minden ge­legen , ist Nenndorf in die nächste Verbindung mit der Eisen­bahn gebracht, und kann daher einerseits von Berlin, Dres­den und Hamburg, andererseits von Köln in einem Tage be­quem erreicht werden.

Kassel, im Mai 1850.

Kurfürstliche Brunnen-Direktion des Bades Nenndorf.

H a n st e i n - K n o r r.

[389] In Vollziehung des Beschlusses des Vereins „Hu­manität" zeigt der Vorstand desselben hiermit an, daß das Vereinslokal sich jetzt im Gasthof zum Landgrafen Karl befin­det, und verbindet damit bas Ersuchen, etwaige Briefe in Hinsicht auf das in Nr. 87 der Hornisse veröffentlichte Pro­gramm, unter der Adresse „Verein Humanität im Landgrafen Karl zu Kassel" franko dahin gelangen zu lassen.

Kassel, am 4. Mai 1850.

Der Vorstand des Vereins „Humanität".

[365] So eben erschien in unserm Verlage und ist durch alle Buch- bandlnngcu deS 3m uns Auslandes zu beziehen:

Wünscher, Wilhelm Dr. (Gymnasial - Direktor zu Hersseld) Versuch einer Geschichte der hessischen reformirten Kirche von der Reformation bis znr Gegenwart. A. m d. T. lieber kirchliches Leben und kirchliche Einrichtungen mit besonderer Rücksicht auf Kurhefsen. ' Thatsachen , Erörterungen und Vorschläge 1. Band 1850.

gr 8. 31 Bogen. Preis 1 -Thlr. 15 Sgr.

Diese Schrift ist bestimmt, nachkenkcndcn Freunden der evangelischen Kirche eine möglichst klare, zusammenhängende und gründliche Uebersicht des eigenthümlichen Ganges darzubieten, welchen die Entwickelung der hessischen reformirten Kirche, besonders die Lehre in derselben genommen hat. Eben deßwegen mußte aber auch darin dem Verhältniß der hessi­schen Kirche zu den einflußreichsten Erscheinungen der evangelischen Gc- sammtkirche Deutschlands einige Aufmerksamkeit gewidmet werden, jedoch ohne die nähere Ausführung der in allgemeinern GeschichtSwerken enthal­tenen Hanptbegebenheitcn hereinzuziehen. Was die c»c|dncbte der hesu scheu reformirten Kirche selbst betrifft, so ist das Bestreben darauf gerich­tet gewesen, Personen und Thatsachen in objektiver Wahrheit zu schildern und die wichtigern kirchlichen Thatsachen unter Vorbeilafsung der minder wichtigen oder noch nicht genügend erforschten, in einem für das Verständniß genügenden Umfange und in der Art darzu stellen, daß ein motivirteS unparteiisches Urtheil über die Vergangenheit sowohl alö über die auS ihr entspringende Gegenwart dem Leser möglich gemacht wird.

Kassel, im Mai 1850.

J. Luckhardt'fche Buchhandlung.

[372] Ein noch in gutem Stand befindlicher Reisewagen ist zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes.

Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion: Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. — Truck von Friedr. Scheel in Kassel.