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halten desgeschichtlich Vorhandenen" zu suchen sei, dann sei uns zum Schluffe noch die Frage erlaubt, was wohl aus demalten Rechte" ter Fürstenthümer Hohenlohe, Krails- beim, Mergentbeim, der Grafschaften L i m p u r g, Hohenberg, Stellen bürg und Bonndorf, der Lanbvogtei Altorf, der Propstei Ellwangen, der vielen Abteien, Stifter und K l ö st e r, der zahlreichen - freien Reichsstädte, des I o h a n n i t e r o r d e n s und der freien R e i ch s r i t I e r geworden ist, durch deren Einverleibung das Herzogthum Württemberg erst im Laufe dieses Jahrhunderts einem Königreiche ermöglicht wurde? Desgleichen ob Baden, Nassau, Weimar, Braunschweig rc. wenigergeschicht­lich vorhanden" sind, als Württemberg, Hessen und das Kö­nigreich Sachsen? Ober wäre derenAufgeben" in den Kö­nigreichen etwa kein Media ti si r e n? Wahrlich, da ge­denkt man unwillkürlich des Schriftwortes Matth. 7, 5: Du ......1 Zeuch am ersten den Balken aus Deinem Ange: darnach besehe, wie Du den Splitter aus Deines Bruders Auge ziehest!" K. B.

Deutschland.

Kassel, 2. April. Se. königl. Hoheit der Kurfürst und allerhöchstderen erlauchte Gemahlin sind mit Gefolge nach Frankfurt a. M. abgereift. (K. A. Z.)

r Ätd, 27. März. In der gestrigen Sitzung der Landes- Versammlung , in welcher eine Bürcauerneuerung Statt fand, wurden die beiden früheren Vicepräsidenten Dr. Balcmann und Dr. Steindorff nicht wieder gewählt, sondern dafür Har- besvoigt Matthiesen und ObergerichtSralh Dr. Malmros. Der Präsident Bargum, so wie die Sekretäre wurden wieder ge­wählt. (O.P.A.Z.)

Altona, 31. März. Unsere beiden Blätter bringen heute die unerfreuliche Nachricht, daß die kürzlich wieder in ihre Aemter eingetretenen Beamten in Südschleswig wieder von ihren Posten haben weichen müssen. Schon gestern hieß es, der preußische Stadtkommandant in Husum habe nicht zu­gegeben , daß der Amtmann v. Kaup und der Bürgermeister Thomsen ihre Stellen wieder übernehmen. Auch die dorthin wieder zurückgekehrten Subalternbeamten im Post- und Zoll­fache sollen Husum wieder verlassen haben. (Wes.-Z.)

Schwerin, 30. März. DieMeckl. Ztg." enthält Folgendes: Die Mitglieder des Gesammtministeriums, Staats­minister v. Lützow Exc., die StaatSräthe v. Liebeherr, Meyer, Stever haben gestern Abend ihre Demission eingereicht, welche von Sr. k. Hoh. dem Großherzog angenommen ist. Außer­dem erklärt sie zur Berichtigung der vomHamb. Kvrrcsp." gebrachten Nachricht, daß in der mecklenburgischen Angelegen­heit nunmehr der Beschluß der BunbeScentralkommission in Frankfurt erfolgt sei, welcher dahin laute, daß die Kompro­mißinstanz aufrecht zu erhalten sei: daß der Beschluß der Bundescentralkommission nicht erfolgt ist und erst erwartet werden kann, wenn die beiderseitigen Mitglieder der Bundes­centralkommission die definitive Ansicht ihrer Regierungen über die obschwebenbe Frage werden erfahren haben, wobei sie noch bemerkt, daß die Rückäußerung kes Verwaltungsrathes, den die preuß. Regierung zum Aussprechen seiner Ansicht über vie mecklenburgische Angelegenheit vor Ertheilung dieser definitiven Instruktion an die preuß. Mitglieder der Bunveskommission oeranlaßt hat, bis jetzt nicht erfolgt ist.

Frankfurt, 27. März. Die von der Bundeskommission M Inspektion der deutschen Reichsfiotille der Nordsee abge- sandten beiden Kommissare, der, k. k. österr. Fregattenkapitän von Bourguignon und Marinerath Jordan, sinv hierher zu- riickgekehrt und können nur lobend die Zustände der im Auf­blühen begriffenen Marine des deutschen Reiches erwähnen.

- (Fr. Z.)

Frankfurt, 27. März. Von Stuttgart erfährt man, Miß, da im Lanke Niemand den Ausfall der Thronrede als inen gelungenen Handstreich bezeichnen will, ein Blasen zum Rückzüge gar nicht unter die unmöglichen Dinge gehören ürfte. Man schreibt allgemein die Fassung und Ausdrucks- reift ker Angriffsrede dem Hofbibliothekar Dingelstedt zu unv

Halt ihn, nach bekannten Vorgängen, auch für fähig und be­gabt genug, die Rückzugsrebe (in Prosa oder Versen) zu re- digiren. Sie machen sich im Norden Deutschlands nicht die richtige Vorstellung von den südlichen Köpfen, wenn sie voraussetzen, die einmal ausgesprochene Anschauung werde das unverrückbare Ziel des Redners bleiben. So unzugänglich und rücksichtslos ist der König von Württemberg nicht, daß er die Unbeugsamkeit für die einzige Regentcntugcnb hielte. Das Jahr 1848 hat uns manche Entschließungen von Stutt­gart und Ludwigsburg vernehmen lassen, welche auch heute noch die Möglichkeit einer ciubiegenven Ausgleichung für zu­lässig halten lassen. Ich erinnere hier nur an zwei Sendun­gen, die Max v.GagernS und die Klindworths. Bei letrterer Mission erklärte sich der König zufrieken kamit, an dem Di­rektorium Deutschlands keinen Antheil zu haben und dafür die ihm in Aussicht gestellte Reichsfeldherrnstelle anzunehmen.

(H. N.)

In Betreff Schleswigs wollen sich fortwährend aus­wärtige Einflüsse geltend machen. Man sagt, daß die ent­schiedene Sprache der Bunveskommission zur Ablehnung der russischen Bedingungen den Herrn v. Gortschakoff bewogen hätte, an den Einzelhöfen der Dynasten anzuknüpfen, und so lange das aktive und passive Gesandtschaftsrecht der Einzel­staaten leider noch besteht, muß es kein Patriotismus der Regierungen überlassen bleiben, ob sie der Sprache des Aus­landes, die ver Bund ablehnte, Gehör leisten wollen. Von Hannover befürchtet man alles Ernstes, baß es in der schles­wig-Holsteinischen Sache sehr bald eine andere Politik einschla- gen werde,eine selbstständige" wie man sich ausdrücken wird. Ueberhaupt gebrauchen die Großveutschen jetzt wieder das Wort Selbstständigkeit. Derselbe König, welcher sagte, ich unterwerfe mich keinem Hohenzollern, würde sich auch kei­nem Wittelsbacher oder Zähringer unterwerfen. In der württembergischen Familienchronik steht geschrieben, daß schon Graf Eberhardder Erlauchte", der Sohn Ulrichs mit dem Daumen, ernsthafte Fehden gegen die Kaiser Rudolf von Habsburg, Adolf von Nassau und Albrecht von Oesterreich bestand, ja, daß er nach der Ermordung dieses Letzteren Air­sprüche auf den Thron Dcutschlancs machte, und sich derma­ßen widerspenstig zeigte, daß ihn der erwählte Heinrich von Luxemburg in die Reichsacht erklärte. Bon Sachsen her tritt man behutsamer auf. Herr v. Könneritz soll den Plan gehabt haben, den Anschluß der thüringischen Staaten zu hin­tertreiben, und sei deßhalb --in Brüssel gewesen. Es sollten gewisseagnatische Beziehungen" und Familienrücksich­ten in Mitleidenschaft gezogen werden: Das arme Vaterland die Beute solcher Diplomaten! Die Oeffentlichkeit ist jetzt das einzige Tribunal, vor dessen Schranken man Reichsun­stellige laden kann. (H. N.)

Darmstadt, 28. März. In der heutigen Sitzung des Görlitzschen Processes verlas Prof. Bischoff das Gutachten der Sachverständigen. Die erste Frage:Ist es nach den vorlie­genden Umständen möglich, wahrscheinlich oder gewiß, daß die Gräfin v. Görlitz in Folge einer sogenannten Selbstverbren­nung gestorben und in den Zustand gekommen ist, in welchem sie am 13. Juni 1847, Abends nach 11 Uhr, gefunden wurde?" ist einstimmig verneint; ebenso die zweite Frage: Ist es nach den vorliegenden Umständen möglich, wahrschein­lich oder gewiß, daß die Gräfin v. Görlitz durch die Einwir­kung eines außer ihr bestehenden Feuers getövtet Worten ist und daß sie einer solchen Einwirkung 1) durch einen unglück­lichen Zufall, ober 2) absichtlich, entweder durch eigene oder fremde That ausgesetzt wurde?" Die dritte Frage dagegen: Ist es ic. möglich, wahrscheinlich oder gewiß, daß die Grä­fin v. Görlitz erst nach eingetretenem Tode der Einwirknng des Feuers ausgesetzt wurde, und ist in diesem Fall anzuneh- men, baß sie 1) durch Selbstmord, oder 2) durch die Hand eines Andern (etwa Zerschmetterung der Hirnschale oder Er- trosselung), oder 3) durch einen Krankheilszustand oder un­glücklichen Zufall bas Leben verlor?" ist von allen Exper­ten bejaht. Selbstmord sei sehr unwahrscheinlich, durch ba- Mittel des Feuers unmöglich; gleich unwahrscheinlich sei