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den); ihr Bild, das er an der Wand seiner Stube hängen gehabt, habe er vor der Gräfin verleugnet, indem er es für das Bild einer verstorbenen Jugendfreundin ausgegeben. Briefe habe er unterschlagen und bei der Wiederausgrabung der Leiche der Gräfin habe der Angeklagte eine Bewegung mit den Armen gemacht, als wenn er hätte sagen wollen: Ich habe Wunder geglaubt, was hier vorgehen soll; eine solche Aeußerung habe auch Jemand vernommen. Sonst beschäftigte sich die Aussage des Zeugen ausführlich mit den Vorgängen am Nachmittag und in der Nacht des 13. Juni, mit jenem Vergiftungsversuch an Anfang des November, ohne daß sie neue Momente von Wichtigkeit austauchen ließ. In diese Zeugenvernehmung verwebte sich die Hindeutung auf den durch Erdrosselung bewirkten gewaltsamen Tod des Onkels der Gräfin (Hrn. Schulz in Frankfurt a. M.) im Vorberg egangenen Jahr 1846, an dem etn Bedienter desselben Theil genommen. (O.P.A.Z.)
München, 12. März. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer stellte der Minister v. d. Pfordten eine Kreditforderung von 12,500,000 Fl. für die Eisenbahnbauten, nachher der Kriegsminister eine Kreditforderung von 9,800,000 Fl. für die Armecbedürfnisse, wovon 2,800,000 Fl. als nothwendig erklärt wurden, es möge ein Kriegsfall eintreten oder nicht, 7 Mill. aber für den Fall eines drohenden Kriegs und der nöthigen Mobilisirung der Armee.
Großbritannien.
London, 12. März. Im Hause der Gemeinen entgegnete Lord Palmerston auf eine Frage Hrn. Smythe's, daß eine Depesche desselben Sinnes, wie ihn die Zeitungen angegeben, vom Grafen Nesselrode durch den russischen Gesandten Baron Brunow, so wie eine Depesche von späterem Datum der britischen Regierung mitgetheilt worden sei. Auf weitere Erklärungen ließ sich indeß der edle Lord nicht ein. In Bezug auf die griechische Angelegenheit versprach er eine Reihe von Aktenstücken, welche darauf Bezug haben, wenn der dazu passende Augenblick gekommen sei, auf den Tisch des Hauses niederzulegen. Die Frage, ob die 160 griechischen genommenen Schiffe als Prisen betrachtet werden würden, beantwortete Lord Palmerston dahin , daß die mit Beschlag belegten griechischen Schiffe, deren Zahl sich jedoch nur auf 40 bis 50 belaufe, im Falle der Befriedigung der britischen Forderungen wieder freigegeben, widrigenfalls jedoch nach dem Völkerrechte verkauft werden würden. (H. 8 )
Türkei.
Konstantinopel, 27. Febr. (H. B.-H.) Die Flüchtlinge sind im Saufe der vorigen Woche hier angekommen; diejenigen, welche zum Islam übergetreten sind, wurden nach Syrien (Aleppo) instradirt; die übrigen wurden theils nach Malta (diejenigen, welche russische Unterthanen waren) und theils nach Kutahia (diejenigen, welche österreichische Unterthanen waren) geführt.
Anfragen, Rügen und Wünsche.
Die Theater-Intendantur'wird recht sehr gebeten, während der Messe die Oper „Martba" auffübren zu lassen.
Mehrere Theaterfreunde.
Erucuuuugcu rc.
Der Oberforstmeister von S ch w e r tz e l l beim Oberforst- kollegiüm wurde auf sein Nachsucheu in den Ruhestand verseht und
der disponible Landmesser Rühl zu Kirchhain zum wirk
lichen Landmesser für den Steuerinspektionsbezirk Kirchhain mit dem Wohnsitze in Kirchhain ernannt.
Börsenberichte.
Frankfurt, 16. März. 5pCt. Met.: Papier 8O7., Geld 803/„. 472pßt.: Pap. 70"/,, G. 70"/,. Bankaktien: Papier 1140, 65. 1135. 500 fl. Loose: Pap. U3'/2, G. 143. 250 fl. Loosep Pap. 927,, G. 913/,. Bad. 35 fl. Loose: Pap. 31"/„ G. 31'/,. Hess. 40Tblr. Loose: Pap. 32'/,. G. 31'/,. Großherz. Hess. 50 fl. Loose: Pap. 71'/,, G. 71. Poln. 500 fl. Loose: Pap. 80, G. 79"/.. Frdr. - Wilh. - Nordb.: Pap. 43"/, G., 43'/,. Bobach: Pap. 81'/«, G. 80"/,. Köln-Minden: Pap. 96, G.? 95'/,, 3pSL inländ.Span.: Pap. 28"/„ G. 28'/,. 472pGt. Wärt.: Pap. 95'/,, G. 95"/,. 5pCt. Bad.: Pap. 100, G. 99 72. 5pCt. Nass.: Pap. 102"/,. G. 102'/,. 5pCt. Belg.: Pap. 97 G. 96%.
Dekannimachungen.
[160] Zum An- und Verkauf von Staatspapieren, An- leihcloosen, Auszahlung von Zinscoupons und Wechselgeschäften aller Art, sowie zur Einsicht der betreffenden Listen, empfiehlt sich H. Deltevie, Hedwigsftr. 995, der Realschule gegenüber.
[211] Durch die Eröffnung der Main-Weser-Eisenbabn findet sich Unterzeichneter auf mehrfaches Verlangen veranlaßt, ein Speditions- und Kommissions-Geschäft dahier zu errichten, wovon ich alle verehrten Geschäftsfreunde unter Zusicherung reeller und pünktlicher Besorgung in Kenntniß setze.
Kirchhain, den 7. März 1850.
Wilhelm Rö m e r.
[201] Die verehelichen Mitglieder des kurhessischen Kunstvereins erlauben wie uns ru einer Generalversammlung, zu welcher wir Termin auf Sonnabend, den 23. März d. I., Nachmittags 3 Uhr, in unserem Geschäftslokale (Friedrich- Wilbelms-Straße Nr. 280) bestimmt haben, mit dem Bemerken ergebens) einzuladen, daß namentlich darin die Wahl eines neuen Komitee an die Stelle des dermaligen, statutenmäßig zurücktretenden, vorzunehmen sein wird..
Kassel, 9. März 1850.
Das Komite d e S k u r b. K u n ft v e r e i n s.
[227] Heute entschlief nach längeren Leiden zu einem besseren Dasein unser innig geliebter Sohn und Bruder Friedrich Wetzell im kaum angetretenen 24. Lebensjahre.
Tief ergriffen zeigen wir diesen abermaligen Trauerfall Verwandten und Freunden hierdurch an.
Kassel, am 17. März 1850.
Die Hinterbliebenen.
Repertoire des Kurfürstlichen Hoftheaters.
Montag den 18. März. Dr. Fausts Zauberkäppchen, oder: Die Herberge 'm Walde. Posse mit Gesang und Tanz in
3 Aufz., von Fr. Hopp. Munk von M. Hebenstreit.
Dinstag den 19. Mär;. Der Templer und die Jüdin. Große romantische Oper mit Tanz in 3 Auf;., von W^blbriick. Munk von H. Marschner.
Mittwoch den 20. März. Wallensteins Lager. Dramatisches Gedicht in 1 Auf;., von Schiller. — Hierauf: Der Schauspieldirektor. Komische Operette in 1 Aus;., von L. Schneider. Musik von Mozart.
Donnerstag den 21. März. Götz von Berlichiugeu mit der eisernen Hand. Schaush. in 5 Auf;. von Gothe.
Freitag den 22. März. Martha, oder: Der Markt zu Nich- moud. Oper in 4 Abth. nach St. Georges, von W. Friedrich. Munk von Friedr, v. Flotow.
Sonnabend den 23. März. Eine Familie. Original-Schauspiel in
5 Akten, nebst einem Nachspiel von Charlotte Birch Pfeiffer.
Scnntaa den 24. März. Zum Vortheile des Herrn Föppel: Die 3 <ui b et flöte. Oper in 2 Aufz. von C. Schikaneder. Munk von Mozart.
[ 195] Unser Lager von
Harmonikas Parfümerien und Toilette-Seifen befindet sich während dieser
Messe bei Herrn Friedr. Carl Motz, Messhaus 1. Gallerie.
WoSS'^W â ^OMMs aus Gera und Wien.
Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion: Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. — Druck von Friede. Scheel in Kassel.