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daß nur in dem mäßigen und verständigen Gebrauche seiner neu erlangten Freiheit eine Gewähr für dieselbe zu finden ist. Wenn der König von Württemberg jetzt dem Beispiele einiger norddeutschen Staaten folgen, eine nochmalige Auflösung der Gesetzgebung und eine Umoktroyirung der Wahlgesetze vornehmen sollte, so wird ihm doch Niemand mit Recht vorwer- fen können, was von einigen Seiten dem knrhcssischen Fürsten ^ur Vaft gelegt wird — eine entschiedene Abneigung gegen konstitutionelle Znstitutiouen. Es hat im Gegentheile jener Monarch fein Verständniß der Zeit und ihrer Forderungen, seine vollsfreundlichen Gesinnungen und seine Neigung, zu Gunsten des liberalen Princeps bis an die äußersten Gränzen des Möglichen zu gehen, stets offen an den Tag gelegt. Diejenigen, welche ihm die Bethätigung seiner edlen Denkunbs- weise unmöglich gemacht haben, sie allein werden die Folgen, welche anet ihrer Handlungsweise hervorgehen, zn verantworten haben. — Es ist gewiß, daß eine Wiederholung solcher Ereignisse, welche die preußische Armee nach Baden gebracht haben, in Württemberg nicht Statt finken kann Man wird sich jetzt nicht damit begnügen, das Feuer zu löschen, man wird dessen Ausbruch zuvorzukommen wissen. Wenn man auch den Fall nicht geradezu voraussetzen darf, so darf man doch auf die Möglichkeit desselben spekulircn, auf den Einmarsch eines österreichischen Armeekorps in Württemberg. Gewiß ist es, daß im Falle der Noth die württembergische Regierung sich zu deren Abhüfc nur an die kaiserl. Regierung wenden könnte, und die Zusammenziehung eines Truppenkorps in dem nordwestlichen Theile unseres Kaiserreiches läßt uns vermuthen, daß Eventualitäten, wie sie sich in Württemberg ereignen können, unsere Regierung nicht unvorbereitet treffen würden." (Württemb. Zlg.)
9(nhvort.
Auf die Anfrage in Nro. 109 d. Bl., die Verpachtung der Domaine Frankenhausen betreffend, hiermit die Antwort, daß das Gut Frankenhausen mit dem naheliegenden und nur um wenige Acker größern Burguffeln um so weniger eine Vergleichung aushält, als letzteres durchgängig ausgezeichnet gutes, ersteres fast zur Hälfte ganz schlechtes Land bat, so wie daß Burguffeln vor wenigen Jahren, zur Zeit der höchsten Theuerung, verpachtet wurde, und notorisch, selbst für mittlere Prvduktenpreise, 1000 Thlr. Pachtgeld zu viel zahlt. Außerdem noch dem Fragesteller zur Nachricht, daß das Gut Frankenhausen früher otfieicU zu 2200 Tblr. Pachtwerth geschätzt, so wie daß die Verpachtung des Guts aus der Hand an den zeitigen Pächter nicht vom jetzigen Finanzminister, sondern schon von Hrn. Wippermann beschlossen wurde. X.
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