Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

— 412 —

ten mm: Generallieutenant ernannten Herrn v. Strotha vom Kriegsminister! am und die Ernennung des Generallieutenant V. Stockhausen an dessen Stelle.

Stuttgart, 23. Febr. Der „Staatsanzeiger" enthält folgenden Artikel: Das Resultat der meisten Wahlen ist be­kannt; cs konnte Niemanden überraschen, so betrübend es auch für alle Freunde einer konstitutionellen Regierung ausge­fallen ist. Als der Jubel der demokratischen Partei über den Erfolg der Wahlen zur letzten aufgelösten Versammlung er­tönte, ließ sich mitten unter dem bacchantischen Jubel der Sieger eine ernstere Stimme hören, welche an das alte Wort erinnerte: „Noch ein solcher Sieg, und wir sind verloren!" Dieser nochmalige Sieg ist eingetrcten, „das Volk hat ge­sprochen" , und über welchen Besiegten triumphiren die Sie­ger? Nicht die gegenwärtige Regierung bat eine Niederlage erlitten, sondern das moderne Wahlgesetz, die unselige Erb­schaft, welche das jetzige Ministerium von dem März-Ministe­rium angetreten hatte! Daß dieses Wahlgesetz alle und jede Regierung unmöglich macht, ist jetzt zur offenkundigen, hand­greiflichen Thatsache geworden. Als die letzte Versammlung aufgelöst wurde, weil sie auf dem besten Wege war, unser Land in den Abgrund zu stürzen, in welchem Badens Volk seine Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, wenigstens auf lange Zeit, begrub, war dieser Akt nicht nur nicht eine Be­leidigung für das Volk, sondern vielmehr ein Aufruf an seine Rechte zu Gunsten seiner Interessen. Das Volk hat geant­wortet, und zwar so, daß man ihm in dieser Allgemeinheit keine Frage mehr vorlegen wird! Die Regierung hat die Gc- duld gehabt, das „Recht" so lange zu vertreten, biö cs im Begriffe steht, in das größte Unrecht umzuschlagen; sie wird auch jetzt noch die letzte Geduld bewähren, diese Kammer cin- zuberusen, um den Versuch zu machen, ob eine Vereinbarung irgendwie möglich sei; sie kann sich aber auch das Unwahr­scheinliche des Gelingens eines solchen Versuches nicht verheh­len, und wird denen die Schadenfreude nicht lange gönnen, welche bereits darüber triumphiren, sie zu Gewalt-Maßregeln gezwungen zu habcn. Es handelt sich nicht um einen Ministcr- wcchsel, — die Süßigkeit des Ministcrpfühls besteht nicht mehr, und die jetzigen Minister werden sich für ihre Person bloß freuen können, wenn sie von einem Opfer entbunden werden, welches sie mit Uebernahme der Portefeuilles dem Vatcrlandc brachten; cs handelt sich um nichts mehr und nichts weniger, als um die Möglichkeit und Wirklichkeit einer Regierung, welche mit fester Hand Rube und Zucht, Wohl­stand und Ordnung im Lande handhaben kann. — Das Va­terland ist in Gefahr!

Stuttgart, 24. Februar. Der königl. preuß. Gesandte v. Sydow ist hier angekommen. In seiner Begleitung befin­det sich Graf Schulenburg. Fürst Gortjchakoff, russischer Ge­sandter am hiesigen Hofe, ist von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland bei der zu Frankfurt a. M. residircnvcn Commission de la confédéralion germanique beglaubigt worden, und lo- fort dahin abgereist, um sein Beglaubigungsschreiben abzn- getrn. ' (D.A.Z.)

Oesterreich.

Wien, 25. Febr. Der heutige Lloyd meldet: „Eine uns gestern Nachmittags um halb 5 Uhr zugekommene tele- graphffche Depesche aus Triest" meldet, daß die Inseln Cervi und Dapienza laut Berichten aus Athen vom 14. Februar bis dahin von den Engländern nicht besetzt waren und auch nicht besetzt werden sollen. In der Umgegcnd von Patras nahm die Zahl der Räuberbanden auf eine bedrohliche Weise zu. Die k. f. österr. Kriegsgoelctte „Sfinge" ist zum Schutze des österreichischen Handels von Triest nach Patras abgegangen.

Börsenberichte.

Berlin, 27. Febr. Preuß. Freiw. Anl.: Brief 105, Geld--. châ-Sck. ; Brief 88 Geld 87'/,- Sceh.-Präm. Sch.: Brief 103'/.. Kurh. Pr. O. 40Thlr.: Brief 32’/„ Geld-. Fr.- 9^0rbV37s' 1/a a fcf5< Prior.Akt. 99 G.

Febr. Met. 5proc. 93'/., 93. 4proc. 73, 73’/2. 4'/, ä^ «• ’“•M: in “•;391 'n >n

/4f v /4, AUG

.Bekanntmachungen.

Die Hauptzichung der 117ten, von der Re­gierung der Stadt Frankfurt errichteten und garantirten Preis- und Prämien -Vertheilung beginnt am 4. April und endigt am 22. April 1850, und bietet bei einer verhaltnißmäßig sehr kleinen Loosezakl 4928 sichere Gewinne und Prämien und 10700 Freiaktien dar.

Hauptgewinne: 218,000 fl., 2mai 100,000 fl., 40,000 fl., 20,000 fl., 15,000 fl., 3mal 8 0,000 fl., 2mal 5000 fl., 4mal 2000 fl., 53mal 1000 fl. und so fort. Geringster Gewinn 100 fl.

Gegen Elntendung des planmäßig feststehenden Einlage­betrages von 90 fl., 45 fl., 30 fl., 2272 fl, ll1/, fl. in Banknoten, Kaffenanwei jungen oder sonst beliebiger Weise sind, ^anze, halbe, drittel, viertel und achtel Aktien für obige Ziehung gültig, mit Anspruch auf alle Gewinne, ohne Atts- nahme, durch unterzeichnetes Haus zu beziehen.

Prompte und solide Bedienung wird zugesichert, und Pläne sowie jede beliebige Auskunft gratis ertheilt. Ebenso werden amtliche Ziehungslisten den Betheiligten unmittelbar nach ge­schehener Ziehung unaufgefordert zugesendet durch

die Staats-Effckten-Hanvlung Schneider 8? Hoff [152] in Frankfurt am Main.

[148] Sonnenschirme, Marquisen und Knicker, sehr billig __Jakob Dellevie, am Königsplatz Nr. 224.

[155] Sonntag den 3. März Mittags große Streich­musik auf dem Ostheim'schen Keller, wozu ergebcnst einladet ___________________________________Stracke.

(144) B ü r g e r v e r e i N.

Freitag den 1. März, Abends 8 Nhr, wird Herr Bibliothekar E^r. Bernhardi über die Lösung der sogenannten socialen Frage einen Vortrag halten.

^LI^ bmi—.1 * I ■ ^wwwr « R—o«^<M»m— M ^b —»oH—wi—wwn—arMw—BwpwMra>»—w———— "^*"

Älugekommene Fremde vom 28. Februar.

In der Goldenen Krone (Schade)! Amtsaceessist Nosenneck aus Celle; GutSbcs. Braun a. Mecklenburg; Geometer Bühring u. Fabr. BackbauS a. Lüneburg; Kflte. Wenk a. Karlshafen, Rosenstein u. Knop a. Hamburg, Hagenof a. Königsberg; Oek. Friedberg a. Warburg.

Jin Hotel (I e R u s s i e (Klein) : Studenten v. d. Osten, Saxer u. Dümling a. Göttingen; Kfm. Lutz a. Pforzheim; Gutsb. Krüger aus Ermschwerdt; Kfm. Isaak Hirsch a. Frankfurt; Gymnasial-Dircktor Lil- mar a. Marburg; Kfm. Hardge a. Osnabrück.

Im Deutschen Hose (Ahlborn) : Ingen. Schnabel a. Warbnrg; Gutsb. Wittmar a. Schafhos; Oek. Heimel a. Fambach; Forstkandidat Lampmann a. Leckerhagen; Kflte. Waller a. Köln, Müller a. Minden, Werner a. Hannover, Braun a. Hersfcld; Frl. Tikcl a. Berlin.

Im König von Preußen (Schambeck) : Part. Schotte a. Wetz­lar; Oek. Klemann a. Greusen; Adv. Maler a. Weißenfels; Gutsbes. Großkop' mil Fam. a. Niederlande; Forstmeister Walter a. Zweibrücken; Kflte. Kraduse a. Bremen, Parthal a. Mainz; Obristlieutn. Eberhard a. Italien; Gastwirth Waldeck a. Pyrmont; General v. Düring a. Hanno­ver; Hofmarschall v. Battbcrg mit Gemahlin a. Arolsen; Fabr. Wiegert a. Köln; Kfm. Franke mit Frau a. Altona; Part. Zeller a. Hildesheim; Officier v. Rabenau a. München.

Im Römi scheu Kaiser (Lang) : Direktor Biskamp a. Altona; Priv. Föller a. Arolsen; Kflte. Cleve a. Bremen, Batswe a. Herzebrock, Hollen­der a. Elberfeld, Dinkenspühler a. Fürth, Orb a. Gelnhausen, Moll a. Lennep, Fröhlich a. Aachen, Mertens a. Frankfurt, Künstler a. Leipzig, Keuler a. Glauchau, Lochmann a. Gotha, Pelzer a. Paderborn, Köppern a. Hagen u. Serries a. Rouen.

F r n ch t p r e i s e.

Kassel.

Lom 27. Februar.

Waizen d. Drtl. von 4 Thlr. 22 Sgr. 6 Hlr. bis 5 Thlr. 5

Sgr.— Hlr.

Roggen ff

3

ff —

ff — ft II 3 ff [

ff 6 ff

Gerste „

ff o

2

, 10

w — ft if 2 tt 22

ff 6 ff

Hafer „

fr n

1

ff 20

n — tt u 1 r 25

fr — fr

Linsen «

4

ff 8

ff — ft if — * —

ff — ff

Erbsen „

„ "

3

ff —

fl ----- ff ff ---- V ----

ff* — ff

Feldbohnen

II II

3

ff 10

„ — if tt 3 tt 12

ff — ff

Bei der Redaktion ist ferner für die Wittwe Prüsing zu Niedergreuze- bach eingegangen: von C. H. 10 Sgr.

Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion; Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. — Druck von Friedr. Scheel in Kassel.