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dacht, daß gerade das allcrwichtigste, dessen vollständige und gewissenhafte Versetzung allein die u n g e t h e i l t e Aufwen- dung aller Kräfte eines Mannes, auch des begabtesten, erfordert — das Ministerium des Innern — den Gegenstand einer solchen Vereinigung abgeben solle; man dachte dabei wohl zunächst an eine Kombination des Ministeriums des Auswärtigen mit dem der Justiz, welche beide im regelmäßigen Verlaufe der Staatsgeschäfte nicht allzu schwer an der Last ihres amtlichen Berufes zu tragen haben. Nun aber gar in der gegenwärtigen Zeit, wo cs sich darum handelt, die seither nur unvollkommen verwirklichten März- verheißungen durch lebensfähige Institutionen in unseren Staatsorganismus rinzusühren, wo es daher vor Allem Noth thut, auf dem Wege der von dem nun abgetretenen Ministerium, mit ausdrücklicher — gleichzeitiger und nachgefolgter — Zustimmung des Landesherrn, bereits „ungebahnten Reformen weiter fortzuschreiten", und dieselben „nach dem Willen Sr. konigl. Hoheit zu dem Ziele zu führen, welches aus der bis dahin von Jenen verfolgten Richtung erkennbar ist" *), wo aber auf diesem, augen blicklich unterbrochenen, Wege noch die aUerwichtigsten Aufgaben in dem weiten Gebiete der Verwaltungs- und Justizvcr- fassung zu erledigen sind; — in dieser schweren bedeutungsvollen Zeit mit den b c i d e n Ministerialbepartemcnts, welchen eine befriedigende Losung jener schwierigen Doppelaufgabe obliegt, nur einen Minister zu betrauen, einen Minister sogar, der während zwölfjährigen auswärtigen Staatsdienstes die klare Anschauung unserer termaligen inneren Verhältnisse und Zustande nothwendig eingebüßt hat, der sich jetzt thatsächlich von den, zur unverbrüchlichen Rechtsnorm erwachsenen, Ergebnissen eines Fortschrittes in der Gesetzgebung, der von ihm früherbin ganz unverhohlen angeseindet wurde, umgeben, und in seiner freien Thätigkeit allenthalben beengt durch jenen Cyklus neuer Gesetze und deren unantastbare Bestimmungen, findet; — das gehet in der Tbat über die Begriffe eines Jeden, der auch nur die oberflächlichste Kenntniß von einer zweckmäßigen Führung der Staatsgeschäfte hat. Wohl kann der Minister, um das unmöglich scheinende taliter qualiter möglich zu machen, einen Kreis recht arbeitslüchtigcr Referenten um sich versammeln, und sich selbst auf die obere Leitung der beiden Departements, nebst der mündlichen Abstattung der von Jenen ausgearbeiteten Vorträge im Gesammt-StaalS- ministerium, beschränken; aber zu solchem Zwecke braucht man keinen Minister aus fernen Landen herbeizuholen, und gewiß hat der Landesfürst, als er sich hierzu — uneingedenk der am 11. März 1848 ertheilten Zusicherung: „bei Besetzung aller Ministerien auf Männer Bedacht zu nehmen, welche das Vertrauen deS Volkes genießen" — entschloß, sich nicht mit einer so beschränkten Thätigkeit des neuen Ministers zu begnügen gedacht, am wenigsten aber möchte sich für zwei solche Ministerhälften die Bewilligung eines doppelten Gehaltes rechtfertigen lassen, welchen Hassenpflug sich, dem Vernehmen nach, wieder auSbedungen Hai; eine mir bis jetzt unglaubliche Angabe, die mir jedoch Anlaß zur weiteren Besprechung dieses Geldpunktes aus allgemeinerem Gesichtspunkte in einem bald folgenden Aufsatze geben wird.
B. W. Pfeiffer.
Nr. 368 dieser Zeitung v. 1849.
Landtag. (Berichtigung.)
Die am Schlüße des gestrigen Landtagsberichts enthaltene Angabe über die in der geheimen Sitzung vorgenommene Wahl ist insofern eine irrthümliche, als die dort zuerst genannten 10 Abgeordnete nicht in drei, sondern in einem Wahlgange gewählt worden sind.
_ Börsenberichte.
^.,^?nkfurt, 27. Febr. 5pCt. Met.: Rapier 827v Geld 82. Ä > ’17/«' ®J1SA' Bankaktien: Papier 1155, G. 1145. Bad G. 142%. 250 fl. Loose: Pap. 92, G. 91%. ®32 V 32 V« ®- 32. Hess. 40 Thlr. Loose: Pap. 32%, Loose- LW- V°üfe: ^" 717- ®- - P°ln. 500 ff.
_ 1 p' 80/” ®- ?97». Frdr.-Mlh.-Nordb.: Pap. 44'/,, G. 44'/,.
Bexbach: Pap. 82'/,, G. 82'/,. Köln-Minden: Pap. 96, G. 95'/,. 3pCt. inländ. Span.: Pap. 297v G. 29. 4'/,pCt. Wärt.: Pap. 95, G. 947,. 5pCt. Bad.: Pap. 99%, G. 99%. 5pCt. Nass.: Pap. 102%, G. 102. 5pCt. Belg.: Pap. 97%, G. 97'/,.
Briefkasten und Briefwechsel.
B. und H. zu N. Was sagen Sie zu der Aenderung ? — —tz. Verhindert. Einleitung deS Weitern bei nächster Gelegenheit. Hand und Gruß! — Mehrere Zusendungen, den Herrn Hassenpflug betreffend, bloße Persönlichkeiten und kleinliche Giftergüsse, können keine Berücksichtigung finden. Auch die Mittheilung wegen der „Büste" rc. bleibt bester ungedruckt. Wir bitten, ju bedenken, daß eS an Anlässen zu den schwersten und ernstesten Angriffen nicht fehlt; wozu denn die kleinen Streiche und Stiche? — H. zu E. Vorgänge bei einem Festessen. Entweder Nennung aller Namen oder gar Nichts. Meinen Sie nicht auch? —
Bekanntmachungen.
Friedrich-Wilhelms-
Nordbhan.
Bekanntmachung.
[150] Von Mittwoch den 6. b. Mts. ab bis auf Weiteres wird der Messe in Kassel halber täglich ein Eisen- bahnzug
früh 7 Ubr aus Haueda,
früh 7 Ubr 5 Minuten aus Liebenau abgeben und um 8 Uhr 45 Minuten in Kassel eintreffen.
Ferner wird ein Zug Abends 6 Uhr 15 Minuten aus Kassel expekirt werden und um
7 Uhr 30 Minuten in Liebenau,
7 Ubr 40 Minuten in Haueda eintreffen.
Mit diesen Zügen findet Personenbeförverung in allen 3 Wagenklassen Statt.
Kassel, den 1. März 1850.
Die Direktion
der Friedrirh-Withelms-Nordbakn.
Friedrich Wilhelms
Rordbahn.
Bekanntmachung.
[151] Von Mittwoch den 6. v. MtS. ab bis auf Weiteres wird der Messe in Kassel halber täglich ein Eisen- bahnzng
früh 6 Ubr 15 Minuten auS Gerstungen,
früh 6 Uhr 30 Minuten aus Hönebach abgehen und um 9 Uhr in Kassel ein treffen.
Ferner wirb ein Zug AbendS 6 Ubr 30 Minuten ans Kassel erbebtet werden und um
8 Uhr 55 Minuten in Hönebach,
9 Uhr 10 Minuten in Gerstungen ankommen.
Mit diesen Zügen findet Personenbeförderung in allen 3 Wagenklassen Statt.
Kassel, den 1. März 1850.
Die Direktion
der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn.
(144) Bürgervercin.
Freitag den S. März AbcndS 8 Uhr, wird Herr Bibliothekar Dr. Bernhardi über die Lösung der sogenannten socialen Frage einen Vortrag halten.
Kurfürstliches Hoftheater.
Freitag den 1. März. Zum Vortheile des Herrn Birnbaum: Don " Juan. Große Oper in 2 Aufz. Musik von Mozart.
Verantwortlicher Herausgeber: Fr. Oetker. — Redaktion: Fr. Oetker und Dr. A. Pfaff. — Druck von Friedr. Scheel in Kassel.